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Frank Elstner, Zoodirektor Matthias Reinschmidt und Tierfilmer Christian Ehrlich reisen seit Jahren auf den Spuren bedrohter Tierarten um die Welt. Sie besuchten Orang-Utans auf Borneo, verwaiste Elefanten auf Sri Lanka, Koalas in Australien und viele andere. In diesem Buch präsentieren sie diese Tiere und mutige Menschen, die mit vollem Einsatz für die Artenvielfalt kämpfen. In packenden Texten und berührenden Bildern geben sie zudem private Einblicke, was sie abseits der Dreharbeiten in der Wildnis erlebten. Ihr Beispiel zeigt: Wir alle können etwas gegen das Artensterben tun, jeden Tag!
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Veröffentlichungsjahr: 2023
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Frank Elstner, Matthias Reinschmidt und Christian Ehrlich haben sich dazu entschlossen, sämtliche Honorare dieses Buches an die vorgestellten Artenschutzprojekte zu spenden. Der Piper Verlag spendete zusätzlich 5000 Euro.
© Piper Verlag GmbH, München 2023
Covergestaltung: zero-media.net, München
Covermotiv: Sonja Bell; DOCMA TV/Andreas Klotz; DOCMA TV/Christian Ehrlich; FinePic®, München
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Cover & Impressum
Widmung
Vorwort
Einleitung: Wie alles begann
Indonesien: Freiheit für die Orang-Utans
Frank Elstner & Willie Smits
Sri Lanka: Die Insel der Elefanten
Frank Elstner & Brian Batstone
Bahamas: Haie hautnah
Frank Elstner & Jupp Kerckerinck
Australien: Down Under mit süßen Koalas und kleinen Teufeln
Frank Elstner & Anika Lehmann
Kenia: Der Kampf um die Nashörner
Frank Elstner & Johannes Kirchgatter
Deutschland und Europa: Von Bären, Wölfen – und Waldrappen
Frank Elstner & Carsten Hertwig
Südafrika: Auf der Spur der Löwenverkäufer
Frank Elstner & Chantal Rischard
Uganda: Der Gorilla-Kindergarten
Frank Elstner & Andreas Klotz
Bildnachweis
Inhaltsübersicht
Cover
Textanfang
Impressum
Für unsere Kinder
Andreas, Thomas, Mascha, Lena & Enya
Felix
Verena & Vanessa
Für sie – wie für alle Menschen jüngerer Generationen – müssen wir das weltweite Artensterben stoppen.
Jeden Tag sterben 150 Tierarten unwiederbringlich aus, so lauten die Schätzungen von Experten des Nabu. Es sind einzigartige Tiere, die über Jahrmillionen im Laufe der Evolution entstanden sind und die alle eine Rolle im großen Netzwerk der Natur spielen. Das, was die Natur in dieser langen Zeit erschaffen hat, in nur wenigen Jahrzehnten zu zerstören ist eine echte Katastrophe! Natürlich für die Natur – aber auch für uns Menschen. Denn niemand kann sagen, was passiert, wenn bestimmte Arten aussterben. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass die Tötung von geschätzt 100 Millionen Haien pro Jahr dafür sorgt, dass in manchen Regionen Fischbestände einbrechen oder Riffe sterben?
Das Artensterben muss gestoppt werden! Darin sind sich auch eigentlich alle einig – allerdings handeln wir vielfach noch nicht so, dass Mensch und Tier ein Leben im Einklang ermöglicht wird. Um zu zeigen, wie wundervoll die Tiere sind, die wir gerade zu verlieren drohen, reise ich nun schon seit zwölf Jahren für den SWR um die Erde und drehe Filme, die das Publikum, aber auch mich selbst bewegt haben. Ohne meine beiden Mitstreiter, die längst Freunde geworden sind, wäre das nicht möglich gewesen.
Zoodirektor Matthias Reinschmidt hat meine Begeisterung für die Natur gestärkt und mir klargemacht, wie wichtig die Rettung bedrohter Arten ist. Mit Christian Ehrlich haben wir dann einen Tierfilmer gefunden, der durch und durch Artenschützer ist – er erzählt unsere Geschichten mit viel Wissen und Emotionalität. Und so ist es auch in diesem Buch, wie Sie auf den kommenden Seiten selbst erleben werden.
Unsere Reisen sind immer etwas ganz Besonderes. Ich kann nicht verhehlen, dass es immer wieder extrem anstrengend war – ich habe geschwitzt wie nie zuvor in meinem Leben, bin an körperliche Grenzen gestoßen. In den von uns besuchten Ländern gibt es zudem fast nie einen »europäischen Standard«, was die Unterkünfte angeht: In Borneo teilten wir uns mit sieben Personen ein Bad, in Australien übernachteten wir auf Pritschen ohne Matratze, in Uganda musste man ein Feuer anmachen, um warm zu duschen. All das hätte ich mir früher nicht vorstellen können – habe aber gelernt, diese Abenteuer zu lieben. Und ich habe auch gelernt, all das mit Humor zu nehmen. Und so fühlten sich diese Reisen nie wie ein Job an, sondern vielmehr wie eine Art »Klassenausflug«, auf dem auch ganz viel gelacht wurde – trotz oder gerade wegen des oftmals bedrückenden Themas.
Nicht an allen Orten sind wir mit offenen Armen aufgenommen worden, weil dort Menschen viel Geld mit dem Raubbau an der Natur verdienen. Journalisten und Filmemacher wie wir sind da nicht gerne gesehen. Nicht nur einmal wurden uns reichlich Steine in den Weg gelegt – und jedes Mal waren wir drei uns einig, trotzdem weiterzumachen. Manchmal haben wir erst im Nachhinein verstanden, wie gefährlich das war – und auch im Blick zurück muss ich sagen: Das war es wert! Wir müssen die Menschen aufrütteln und zeigen, welche Folgen auch das Verhalten von uns Europäern für die Tierwelt hat.
Die Reisen zu den bedrohten Tieren und ihren Rettern waren aber noch eines: emotional! Wir haben geweint vor Freude und vor Schrecken, wir lagen uns in den Armen vor Glück und stritten auch so manches Mal. Und wir waren immer wieder beeindruckt von den Artenschützern vor Ort, die teils ihr Leben aufs Spiel setzen, um bedrohten Tieren zu helfen – ohne besonders viel Beachtung oder gar Dankbarkeit zu bekommen. Das sind die wahren Helden im Kampf gegen das Artensterben!
In diesem Buch möchten wir Sie mitnehmen auf unsere abenteuerlichen Reisen zu bedrohten Arten und ihren mutigen Beschützern und berichten, was zu tun ist, um Tiere vor dem Aussterben zu bewahren. Aber wir wollen Ihnen auch ein paar Einblicke geben, quasi »hinter die Kulissen« unserer Dreharbeiten, die so ganz anders sind, als man es in dieser Branche gewohnt ist. Es ist ein Buch über eines der brennendsten Probleme der Menschheit, über unsere Faszination für einzigartige Tiere, über grenzenloses Engagement und eine, sagen wir: ganz besondere Männerfreundschaft.
Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich am Ufer des Atlantiks und schaue abwechselnd auf den Sonnenuntergang über dem Meer, in dem wir vor ein paar Stunden Blauwale zu filmen versucht haben, und auf den Ponta da Pico, einen erkalteten Vulkan auf den Azoren, der wundervoll rot leuchtet im Schein der Sonne. Es ist herrlich. Für solche Momente müssen wir weiterkämpfen gegen Wilderei und Umweltzerstörung!
Frank Elstner
Von Matthias Reinschmidt
Die blauen Papageien – hier ein Hyazinth-Ara – waren der Auslöser für die Reisen. [1]
Ich saß in einem Aufenthaltsraum im Dachgeschoss des alten E-Werks in Baden-Baden und sollte gleich abgeholt werden, um Frank Elstner kennenzulernen. Der hatte mich für die abendliche Talkshow »Menschen der Woche« aus Teneriffa als Talkgast einfliegen lassen. Der Grund: Einige Tage zuvor, Mitte Mai 2004, ging die »Sensation« durch die Weltpresse. Mir war es als Kurator im Loro Parque, dem Zoo in Puerto de la Cruz auf Teneriffa, gelungen, ein Spix-Ara-Küken zum Schlupf zu bringen. Diese Vogelart war im Jahr 2000 in der trockenen Caatinga, einer Dornstrauchsavanne im Nordosten Brasiliens, ausgerottet worden und seither nur noch in wenigen Exemplaren in Menschenobhut vorhanden.
Seit über vier Jahren hatte ich schon versucht, unser einziges Paar Spix-Aras zur Brut zu bewegen, nun endlich hatte das Weibchen zwei Eier gelegt, von denen eines geschlüpft war. Da sie es aber selbst nicht aufzog, war ich sofort eingesprungen und hatte es in meine persönliche Obhut genommen. Die Aufzucht eines Papageis ist ein 24-Stunden-Job, denn das frisch geschlüpfte Küken, gerade mal zehn Gramm schwer, muss alle zwei Stunden, auch die Nacht hindurch, mit der Futterspritze gefüttert werden. Über diese Rettung sollte ich berichten.
Dieser Spix-Ara sollte von Frank Elstner und Matthias Reinschmidt in seine Heimat gebracht werden. [2]
Dann geht die Tür auf, und ich sehe erstmals den Mann live, der meine Jugend mit seiner von ihm erfundenen Sendung »Wetten, dass..?« geprägt hat. Er war genau so, wie man ihn aus dem Fernsehen kannte: freundlich, höflich, einfach sympathisch – allerdings war Frank etwas kleiner, als ich zuvor angenommen hatte.
»Ich möchte Ihnen nun kurz die Fragen stellen, die wir vorbereitet haben, damit es nachher in der Sendung nicht zu Überraschungen kommt«, sagte er und fing an, mich über die Aufzucht des kleinen Spix-Aras zu befragen. Ich sprudelte förmlich los, aber schon nach der zweiten Frage sagte er: »Ich breche das hier ab, wir brauchen die einzelnen Fragen nicht durchzugehen, ich merke, das läuft schon.« Diesen Pragmatismus sollte ich auf unseren späteren Reisen immer wieder erleben.
Das Interview in der Sendung lief bestens, ich hatte Fotos des kleinen seltenen Vogels dabei und berichtete begeistert über die zeitintensive, aber auch sehr emotionale Arbeit, einen solch raren Vogel aufziehen zu dürfen. Im Nachhinein habe ich von Frank erfahren, dass er fasziniert war, wie ich über die Rettung dieses seltensten Papageis der Welt berichtet hatte. So nahm er auch meine Einladung an, mich einmal im Loro Parque zu besuchen. Allerdings kam es dazu erst vier Jahre später.
Bei diesem Besuch entstand die Idee, gemeinsam eine Artenschutz-Doku über die Blauen Papageien Brasiliens zu drehen, denn inzwischen hatten wir im Loro Parque fünf dieser Spix-Aras aufgezogen, und wir wollten erstmals ein Tier wieder zurück in sein Ursprungsland bringen. Diesem einmaligen Transport, aber auch dem Besuch im ursprünglichen Verbreitungsgebiet des Spix-Aras und dem Lebensraum der beiden anderen Blauara-Arten, dem Lear-Ara und dem Hyazinth-Ara, sollte der Film gewidmet sein.
Frank überzeugte den SWR, unter dem Titel »Elstners Reisen« diesen Pilotfilm in Angriff zu nehmen. Ein Kamerateam des Senders übernahm das Projekt. Ich war sehr gespannt, wie das nun alles werden würde, mit so einer TV-Legende wie Frank Elstner vor der Kamera zu stehen. Für Frank selbst war es auch eher ein unbekanntes Terrain, denn normalerweise steht er – von Stylisten perfekt in Szene gesetzt – im Studio. Jetzt sollte er sich, in Outdoorklamotten gekleidet, mit mir ins Freiland begeben. Da braucht es niemanden, der die Haare macht oder schaut, dass das Hemd gut sitzt, sondern jemanden, der die Natur und die Gefahren bei so einer Expedition einschätzen kann. Ich selbst hatte bei früheren Reisen schon Brasilienerfahrung gesammelt, die mir half, Frank alles zu erklären.
Unser Dreh begann auf Teneriffa, denn just zu diesem Zeitpunkt war ich mit der Aufzucht des fünften Spix-Aras beschäftigt. Ich setzte Frank vor laufender Kamera das etwa zwei Wochen alte Spix-Ara-Küken in seine beiden Hände und »infizierte« ihn dadurch mit meiner Begeisterung für Papageien. Am nächsten Tag reisten wir nicht nur mit einem Spix-Ara, sondern auch mit einem Lear-Ara im Gepäck nach Brasilien. Der Flug war außergewöhnlich, denn erstmals reiste ich in der Businessclass – dies war den Vögeln geschuldet, denn sowohl Frank als auch ich hatten jeweils eine Transportkiste mit den seltensten Papageien der Welt zu unseren Füßen, und wir achteten sehr darauf, dass unsere wertvolle Fracht gut ankam.
Die ersten Stunden unseres Nachtfluges vergingen sehr schnell, denn wie ich bemerkte konnte sich Frank nicht nur in seinen Talkshows wunderbar auf seine Gäste einstellen, auch ohne Kamera ist er ein höchst interessierter Fragensteller und Zuhörer. Nach vier Stunden Gespräch sagte er schließlich: »Matthias, wir müssen jetzt ein wenig schlafen, aber wenn du heute Nacht aufwachst und rüberschaust, erschrecke nicht, denn ich nehme jetzt mein Glasauge raus.« Frank ist bekennender Glasaugenträger, aber dass er so offen damit umgeht, damit hätte ich nicht gerechnet.
Ursprünglich gab es in Brasilien vier Blauara-Arten, von denen der Meerblaue Ara bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ausgerottet wurde. Die anderen drei Arten sind ebenfalls von der Ausrottung bedroht, wobei der Spix-Ara damals nur noch in Menschobhut existierte. Als das Verbreitungsgebiet des Lear-Ara 1978 erstmals entdeckt wurde, waren lediglich noch etwa hundert Exemplare übrig, und auch der größte und beeindruckendste Ara, der Hyazinth-Ara, war in den 1990er-Jahren in seinem Hauptverbreitungsgebiet, dem brasilianischen Pantanal, auf einen Tiefststand von rund 1500 Tieren gesunken. Gerade deshalb war es so wichtig, Reservepopulationen in zoologischen Einrichtungen aufzubauen.
In Brasilien erwarteten uns schon zahlreiche Mitarbeiter der Umweltbehörde, die unsere beiden Papageien sehr gerne entgegennahmen. Mit dabei: Yara Barros, eine Biologin, die uns die nächsten Tage in das ehemalige Verbreitungsgebiet der Spix-Aras, in die Caatinga im Bundesstaat Bahia, begleiten sollte.
Frank und ich saßen also kurz darauf im Jeep, den Yara wie eine gelernte Ralleyfahrerin auf den unbefestigten Straßen steuerte – wir spürten jeden Knochen! Doch es war wichtig, dorthin zu kommen, um zu zeigen, was passiert war: Wir sahen den Baum, in dem der letzte im Freiland erbrütete Spix-Ara von Wilderern 1987 gefangen worden war, um auf dem illegalen internationalen Wildtiermarkt verkauft zu werden. Diese Tat besiegelte das Ende dieser Art in freier Natur. Letztmalig wurde ein frei lebender Spix-Ara am 5. Oktober 2000 gesichtet. Damals waren wir traurig, doch heute gibt es wieder etwas Hoffnung, denn seit Juni 2022 fliegen die ersten acht nachgezüchteten Spix-Aras wieder in ihrem ursprünglichen Habitat der Caatinga. Einer von vielen kleinen Erfolgen für die Artenschützer weltweit, von denen wir in den folgenden Jahren noch viele erleben sollten.
Die Reise zu den Blauaras hat Frank und mich zusammengebracht, gemeinsam haben wir dabei zahlreiche Abenteuer erlebt und bestanden. Daraus erwuchs eine Freundschaft, die bis heute währt. Die Dokumentation über die Blauaras wurde ein großer Erfolg, bis zu unserem zweiten Film dauerte es jedoch einige Jahre, aber als Frank mich anrief und fragte: »Gehst du mit mir nach Borneo zu den Orang-Utans?«, sagte ich sofort: »Klar, ich bin dabei.« Und das war auch die erste Reise, bei der Christian Ehrlich mitkam und unser Team komplettierte.
Sie drehen seit zwölf Jahren Artenschutz-Dokus: Matthias Reinschmidt, Christian Ehrlich und Frank Elstner [3]
Inzwischen drehen wir schon die zwölfte Artenschutz-Doku. Nie hätte ich zu Beginn gedacht, dass wir solch eine Serie erschaffen könnten, die uns in alle Kontinente der Erde zu vielen bedrohten Tierarten bringt und zu Menschen, die sich für deren Erhalt einsetzen. Es war und ist Frank, Christian und mir nach wie vor ein großes Anliegen, die Menschen auf die Bedrohung vieler Tierarten aufmerksam zu machen, denn wir haben schon zu viele auf unserem Planeten verloren. Wir sollten uns alle dafür einsetzen, dass es nicht noch mehr werden!
Von Christian Ehrlich
Es war dieser eine Moment, der uns für immer im Gedächtnis bleiben würde von dieser Reise: Wir standen im Regenwald von Borneo, etwa eine halbe Stunde hinter dem kleinen Örtchen Tembak, und beobachteten einen Orang-Utan. Mamat hieß das Tier und war der besondere Liebling von Frank Elstner auf dieser Reise gewesen. Über drei Wochen waren wir unterwegs durch ein in vielerlei Hinsicht erstaunliches Land, um Willie Smits zu begleiten, einen niederländischen Tierschützer, der inzwischen auch in Deutschland unglaublich bekannt ist, weil er über tausend Orang-Utans das Leben rettete. Wir besuchten mit ihm illegale Märkte, auf denen Wildtiere, unter anderem auch Affen, geschlachtet werden, um sie zu verkaufen und zu essen. Wir halfen ihm einige Tage in seinen Auffangstationen, sowohl auf Sulawesi als auch auf Borneo, bei der Versorgung beschlagnahmter Affen – und dabei, ihnen beizubringen, in der Freiheit zu überleben.
Und jetzt war dieser große Moment gekommen. Wir standen mitten im Regenwald und beobachteten Mamat, wie er zum ersten Mal nach einem Ast griff und einen Baum hochkletterte und dabei völlig frei war. Willie hatte so was schon oft erlebt, aber Mamat war auch für ihn etwas ganz Einzigartiges – und für uns sowieso. Frank und Mamat hatten eine Art Freundschaft geschlossen in diesen drei Wochen. Er war der erste Orang-Utan, der direkt auf Frank zulief, der ihm einen Kuss auf die Wange gab, der sich von ihm tragen ließ. All das hatte Frank nicht erwartet – und es hatte ihn berührt wie wenige Tierbegegnungen zuvor. Jetzt durften wir miterleben, wie dieser Menschenaffe, der ein wahnsinnig schlimmes Schicksal hinter sich hatte, endlich frei sein durfte. Das erste Mal in seinem Leben. Wir hatten alle Tränen in den Augen vor Rührung und Glück.
Etliche Wildtiere aus den Regenwäldern Indonesiens sind hoch bedroht.
Mamat war viele Jahre zuvor bei einem Bauern aufgegriffen worden. Willie Smits war mit der Forstbehörde angereist, weil ihm zugetragen worden war, dass dort illegal ein Orang-Utan gehalten wurde. Der Bauer hatte Mamat als winziges Baby von einem Plantagenmitarbeiter gekauft, der für eine große Palmölfirma Hektar für Hektar Regenwald abholzte, um das weltweit begehrte, billige Öl zu produzieren. Mamats Mutter wurde also von dem Plantagenmitarbeiter erschossen. Das ist ein geradezu »üblicher« Weg in Indonesien; auch wenn es für uns absolut grausam erscheint, passiert dies jeden Tag. Mamat wurde danach zur zweifelhaften Freude des Bauern in einen Käfig gesperrt, der in Europa nicht einmal für Kanarienvögel zugelassen wäre, und mit Hühnerfutter gefüttert. Die Bilder, die uns Willie davon zeigte, schnüren jedem halbwegs empathischen Menschen die Kehle zu: Mamat konnte sich sieben Jahre lang nicht mal komplett aufrichten. Und er bekam ebenso lang die Sonne nicht zu sehen.
Diese »Haltung« von Mamat hatte Folgen: Er hatte ein völlig verkümmertes Rückgrat, lief ständig gebeugt, und seine Arme waren größtenteils gelähmt. Willie hatte am Anfang Angst, er würde nur noch wenige Stunden überleben, und trotzdem hatte er für ihn gekämpft. Mit ungewöhnlichen Mitteln: Er organisierte Mamat eine Art Physiotherapie, die über Jahre durchgeführt wurde. Er brachte ihm auf langen Touren bei, was im Regenwald fressbar ist und was nicht. Am Ende war er mit Frank, Matthias und mir im Dschungel, um dem ehemals gelähmten Orang-Utan das Klettern beizubringen. Und jetzt war der große Tag gekommen: Mamat war frei!
Wir alle hatten Gänsehaut vor Freude, standen mit offenen Mündern da und schauten ihm beim Klettern zu – und wie er dabei immer mutiger wurde. Es war ein wunderbarer Augenblick. Ein Tier, das von Menschen so lange gequält wurde, dabei zu beobachten, wie es seine ersten Schritte in Freiheit machen durfte – das ist etwas, was man selten so miterleben kann, und wir alle waren absolut ergriffen. Frank sagte später, das sei die beschwerlichste Reise seines Lebens gewesen, aber für diesen einen Moment, diese wenigen Minuten hätte sich der ganze Aufwand gelohnt.
Und es war wirklich eine beschwerliche Reise und unsere erste gemeinsame noch dazu. Sie begann nach einer anstrengenden Flugreise nach Jakarta im dortigen Zoo. Früher war dieser Zoo einfach nur ein Ort der Freizeitbeschäftigung für die Großstädter der Millionenstadt Jakarta. Doch Willie hatte angefangen, die Menschen dort zu überzeugen, dass sie etwas tun mussten für die Primaten in Indonesien. Und so hatte er nach und nach eine kleine Auffangstation für Orang-Utans aufgebaut. All die Tiere, die hier saßen, waren rund um Jakarta bei Menschen beschlagnahmt worden, die sie irgendwann illegal gekauft hatten. Hier spielen sie nun eine wichtige Rolle: Etwa eine halbe Million Schulkinder werden jedes Jahr durch diese Auffangstation für Orang-Utans geführt, und ihnen wird erklärt, welchen Naturschatz der Urwald Indonesiens birgt und wie wichtig dieser für die restliche Menschheit ist.
Unsere erste Reise begann mit einem großen Fauxpas – der natürlich in unserer Doku nie zu sehen war. Mein Kamerateam und ich waren morgens mit dem Taxi losgefahren, hinter uns ein weiteres Taxi mit Willie, Matthias und Frank. Am Zoo sollte der Auftakt zu unserer großen Reise durch Indonesien mit einem Interview beginnen. Wir stellten also die Kamera bereit, der Ton wurde installiert, Matthias und Frank bekamen jeweils ein Ansteckmikro, und dann sagte der Kameramann: »So, dann jetzt einmal das Stativ hier vorne hin, dass wir im Hintergrund den Eingang vom Zoo haben, und dann geht’s auch los.« Unser Tonmann wurde kreidebleich und sagte: »Sag mal, hast du das Stativ mitgenommen?« Der irritierte Kameramann antwortete: »Nee, ich dachte, du hast das mitgenommen.« Wir hatten doch tatsächlich am allerersten Drehtag mit dem großen Frank Elstner das Kamerastativ im Kofferraum eines Taxis vergessen …
Wie uns später berichtet wurde, gibt es im Großraum Jakarta etwa 120000 Taxis. Und nun versuchten wir, durch einen Anruf bei der Taxizentrale herauszufinden, in welchem Taxi wir überhaupt hergekommen waren – und ob man dieses Taxi erreichen könnte, weil im Kofferraum noch ein teures Stativ liegen würde, das wir dringend benötigten. Frank war »irritiert«, um es mal vorsichtig auszudrücken. Er nahm Matthias zur Seite, und ich hörte ihn durch die Gänge des Zoos leise fragen: »Sag mal, Matthias, können die das wirklich?« Diese Reise startete also eher peinlich – dabei hatte Matthias ein gutes Wort für mich und meine Leute eingelegt …
Matthias und ich waren zu dem Zeitpunkt schon seit vielen Jahren befreundet gewesen, hatten mehrere gemeinsame Filmprojekte umgesetzt, und es hatte immer alles super funktioniert. Was sollte Frank jetzt nur denken? Zu dem Zeitpunkt siezte ich ihn noch, und wir drehten zum allerersten Mal überhaupt zusammen. Die gesamte Connection zwischen uns hatte Matthias eingefädelt: Er hatte mich als Tierfilmer bei Frank vorgestellt, und wir hatten gemeinsam beschlossen, dass wir diese Serie zusammen drehen wollten. Aus dieser Zusammenarbeit wurde schnell eine sehr innige Freundschaft. Doch so weit waren wir damals noch nicht.
Dann geschah das eigentlich Unmögliche: Etwa eineinhalb Stunden später tauchte unser Taxi noch einmal vor dem Zoo auf, und im Kofferraum lag tatsächlich unser Stativ. Völlig überhastet zahlte unser Tonmann die Rechnung dafür – und bis heute hängt die Quittung mit dem indonesischen Firmennamen in einem unserer Büros: »Taxi for Tripod«, zu Deutsch: »Taxifahrt fürs Stativ«, 55 Dollar. Die waren es wert.
Wie bereits erwähnt erfüllt die Auffangstation zwar einen wichtigen Zweck, aber sie wirkte nicht besonders professionell auf uns. Die Käfige waren dunkel, relativ klein, und in jedem saß ein einzelner Orang-Utan, der zwar Blickkontakt zu den anderen Tieren hatte, aber dennoch mehr oder minder dauerhaft auf etwa zehn bis zwölf Quadratmetern leben musste. Willie beeilte sich, uns zu erklären, dass dies keine Dauerlösung sei und die Tiere hier nur »zwischengelagert« seien, bis sie endlich wieder zurück nach Borneo könnten – denn dort waren sie gefangen worden. Sie alle waren Opfer des menschlichen Raubbaus an der Natur.
Viele Orang-Utan-Babys verlieren ihren Lebensraum durch Abholzungen für die Palmöl-Industrie.
Auf Borneo werden jedes Jahr quadratkilometerweise Regenwälder zerstört, um Palmölplantagen anzulegen. Mehrere asiatische Länder, vor allem China, sind dort sehr aktiv und roden teilweise legal, teilweise illegal den Regenwald, um dort in erster Linie billiges Öl für uns in Europa und in Amerika anzubauen – damit unsere Konsumgüter, von Keksen bis Shampoos, möglichst günstig sind. Darunter leiden müssen nicht zuletzt die Orang-Utans, die ihre Heimat verlieren und nach den Rodungen häufig völlig desillusioniert und irritiert über die gerodeten und abgebrannten Flächen laufen. In solchen Momenten machen die Holzarbeiter in der Regel eines: Sie erschießen die Weibchen, nehmen ihnen die Jungtiere vom Rücken und verkaufen sie. Das ist ein »Nebenerwerb« für diese Menschen, die zugegebenermaßen mit einem fürchterlich geringen Einkommen abgespeist werden. Gekauft werden die Affenbabys häufig von reichen Städtern, die ein ganz »besonderes« Haustier haben wollen und dieses dann gerne als exotisches Statussymbol vorführen. Niemand von diesen Menschen ahnt dabei, dass Orang-Utans irgendwann aggressiv werden, dass sie sich nicht so einfach halten lassen, dass sie auch menschliche Erkrankungen bekommen können, deren Behandlung teuer ist. Sobald es Probleme gibt, wird aus dem »coolen Haustier« vor allem eines: ein großes Problem.
Solche Tiere landen dann teilweise freiwillig, teilweise nach Beschlagnahmungen bei Willie Smits in den Auffangstationen, weil sie aufgrund der unzureichenden Haltung laut werden, randalieren oder sogar ausbrechen. Solchen Orang-Utans standen wir nun gegenüber. In den grün gestrichenen Käfigen schauten sie uns mit – man muss es so sagen – tieftraurigen Augen an. Es war ein erster extrem bewegender Moment, das galt für uns alle. Ich kannte Frank zu diesem Zeitpunkt vor allem aus seinen großen Shows als jemanden, der sich immer im Griff hatte und auf jede Frage eine Antwort wusste. Hier stand er plötzlich relativ hilflos vor diesen Gehegen und bat darum, dass die Kamera mal kurz ausgemacht wird.
Reinschmidts Tierfakten
Orang-Utans – einer nach dem anderen
Die Orang-Utans sind Weltmeister, was den Zeitraum zwischen zwei Geburten anbelangt. In der Regel gebärt ein junges Orang-Utan-Weibchen im Alter von fünfzehn Jahren ihr erstes Jungtier. Dieses bleibt sehr lange bei der Mutter und wird liebevoll umsorgt und behütet, mindestens sieben Jahre, bevor es sich langsam von der Mutter abnabelt. Es bleibt aber auch weit darüber hinaus im lockeren Verbund mit dieser. Erst nach ungefähr sieben bis neun Jahren gebärt das Orang-Utan-Weibchen ihr nächstes Jungtier. Kein anderes Säugetier weist solch lange Abstände zwischen zwei Geburten auf. Im Laufe ihres Lebens kommt ein Orang-Utan-Weibchen daher auf nicht mehr als vier bis fünf Jungtiere. Umso mehr kann man mit dieser Erkenntnis verstehen, wie groß der Verlust eines Muttertieres wiegt, wenn dieses von Wilderern erschossen wird, um an die Babys zu gelangen, die dann auf dem illegalen Wildtiermarkt als »Haustiere« verkauft werden.
Indonesien war Franks Wunschland gewesen. Er wollte dorthin, seit er in seiner Sendung »Menschen der Woche« einige Jahre zuvor Willie Smits kennengelernt hatte. Dieser war Talkgast bei ihm am Tisch und hatte eindrucksvoll über die Situation der Orang-Utans in Indonesien berichtet. Bei einem gemeinsamen Essen nach der Sendung beschlossen die beiden, sich eines Tages wiederzutreffen. Frank bewunderte Willies Arbeit und versprach, irgendwann einmal nach Indonesien zu reisen, um den Tierschützer zu besuchen und seine Arbeit zu begleiten. Dieser Zeitpunkt war jetzt gekommen – doch Frank hatte sich das alles komplett anders vorgestellt. Es belastete ihn, die Orang-Utans direkt vor Ort zu sehen. Man merkte, wie ergriffen er war, aber er wollte das vor der laufenden Kamera so nicht zeigen.
Erst nach einer längeren Pause konnten wir weiterdrehen, und Willie erklärte uns die Grundzüge seiner Arbeit, die wirklich beeindruckend waren. Über zwanzig Jahre lang machte er diesen Job schon, der eigentlich viel mehr ist als ein Beruf. Man merkte das bei jedem Satz, den Willie sagte. Es war seine Berufung, es war sein Lebenswerk, was wir hier in den nächsten Wochen sehen würden. In der langen Zeit seiner Tierschutzarbeit sah er täglich Schicksale wie die der Orang-Utans, die vor uns saßen. Tiere, deren Mütter erschossen worden waren, die teilweise unter katastrophalen Bedingungen gelebt hatten und über viele Umwege in einer Auffangstation gelandet waren – mit einer oft nur geringen Aussicht, wieder zurück in die Freiheit zu gelangen. Denn man muss ganz klar sagen: Tiere, die so lange in Menschenhand gelebt haben, wieder vorzubereiten auf ein Leben in Freiheit ist kompliziert, und Willie war einer der wenigen in Indonesien, die dies konnten.
Aber er konnte es auch nicht bei allen. Manche Tiere blieben für immer in den Auffangstationen, und gerade bei denen hatte man einen riesigen Kloß im Hals, wenn man sich vorstellte, was Menschen ihnen angetan hatten. Wir alle hatten schon davon gehört und gelesen, dass Orang-Utans stark bedroht sind, und wir alle hatten im Vorfeld des Drehs viel recherchiert. Aber die Auswirkungen auf die einzelnen Individuen zu sehen – live davorzustehen, den Tieren in die Augen zu blicken –, das war etwas völlig anderes! Auf der Rückfahrt merkte man das: Niemand mochte reden, jeder musste für sich verarbeiten, was wir gerade erlebt hatten.
Am nächsten Tag ging es trotzdem direkt weiter. Wir flogen nach Sulawesi, eine Insel, auf der es keine Orang-Utans gibt, außer irgendein Einwohner hatte sie illegal erworben und hierher transportiert. Wir fuhren zu Willies größter Auffangstation in Indonesien und gleichzeitig einer der größten der Welt: das Tasikoki Wildlife Rescue Centre. Es gibt gute Gründe, warum sich diese riesige Auffangstation für beschlagnahmte Tiere ausgerechnet auf Sulawesi befindet, gilt die Insel doch als einer der Dreh- und Angelpunkte des internationalen Tierschmuggels. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass die Schockmomente im Tasikoki nicht aufhörten. In den Gehegen lebten unfassbar viele beschlagnahmte Papageien und Sittiche, Affen, aber zum Beispiel auch Babirusas oder Hirscheber (das sind wilde Schweine mit gewaltigen Hauern, die nur hier auf Sulawesi vorkommen) und zwei Orang-Utans.
Willie Smits rettete inzwischen über 1000 Orang-Utans das Leben.
All diese Tiere hatten die Behörden irgendwann beschlagnahmt, weil jemand sie illegal gefangen und verkauft hatte. Willie zitierte immer wieder, dass jedes Jahr etwa eine Milliarde Dollar damit umgesetzt wird, doch was das wirklich hier vor Ort bedeutet, sollten wir erst später erfahren, und es sollte deswegen noch richtig gefährlich werden …
Zuvor aber schauten wir uns die Tiere im Tasikoki an und halfen den Tierpflegern ein bisschen, sie zu versorgen. Zu unserer – zumindest anfänglich – großen Freude hatten wir Zimmer direkt im Tasikoki bekommen, also quasi mitten im Wald. Wir schauten auf eine wunderschöne tropische Bucht, aber man merkte auch, dass hier schon lange niemand mehr gewohnt hatte: In den Zimmern lebten etliche Tiere, und es war schnell ein Running Gag für uns alle, Wetten abzuschließen, welches Tier denn am Abend, wenn wir zurückkamen, an der Decke hängen oder auf dem Bett sitzen würde.
Für Frank war all das neu. Matthias und ich hatten schon viele Expeditionen ins tropische Ausland gemacht, und deswegen störte es uns nicht, wenn es Kakerlaken in der Dusche gab, eine große Spinne durchs Zimmer lief oder ein Gecko abends an der Decke im spärlichen Schein der Lampen versuchte, eine Motte zu fangen. Frank hatte so was noch nicht mitgemacht. Er war zwar ein weit gereister Mann, hatte unterwegs aber immer mit einem gewissen Standard gelebt. Hier gab es das alles nicht: Das Wasser war kalt, die Dusche hatte ihre besten Jahre schon lange hinter sich, und zur großen Erheiterung (fast) aller hatte Frank das Zimmer mit den besonders großen Kakerlaken im Abfluss erwischt.
Natürlich half Matthias wie auch auf unseren späteren Reisen immer wieder dabei, dass Frank sich dennoch wohlfühlte. Jeden Abend ging er mit Frank zusammen einmal mit einer starken Taschenlampe durch das Zimmer und leuchtete in alle Ecken, um ihm ein gewisses Maß an Sicherheitsgefühl zu vermitteln: »Frank, alle Tiere sind weg.« Doch als wir am zweiten Abend noch beim Bier saßen, kam Frank aus seinem Zimmer und bat: »Matthias, du müsstest noch mal kommen, da ist eine Tarantel.« Wir guckten uns alle an und dachten: Kann das denn wirklich stimmen? Es stimmte in gewisser Weise, und in gewisser Weise stimmte es nicht. Denn es war keine Tarantel, die er da gesehen hatte, sondern eine ausgewachsene Vogelspinne, etwas größer als ein Handteller. Ein unglaublich imposantes Exemplar, das langsam einen großen Dachbalken entlangkrabbelte. Wir mussten das Tier versetzen, damit Frank in Ruhe schlafen konnte, und das konnte selbst ich verstehen.
Auf Sulawesi erlebten wir zwei ganz besondere Geschichten, die niemand von uns vergessen wird. Die eine war besonders schön, sie geschah im Schutzgebiet Tangkoko. Einer der wenigen Flecken auf Sulawesi, wo der Regenwald tatsächlich ziemlich unangetastet bleibt. Hier leben unter anderem Schwarze Schopfmakaken, eine bedrohte Affenart, etwas kleiner als ein Pavian, die es nur hier gibt.
