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ILLUSTRIERT VON
MARK JANSSEN
LOTTE STEGEMAN
SCHLAUER,
als du
DENKST
VON CLEVEREN AMEISEN, KLUGEN KOJOTEN
UND EINEM PFERD, DAS MATHE KANN
Mit einem Vorwort von Frans de Waal
Aus dem Niederländischen
von Verena Kiefer
ROTFUCHS
Abhängig vom eingesetzten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen
des vom Verlag freigegeben Textes kommen.
Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt.
Die Übersetzung des vorliegenden Buches wurde vom Nederlands Letterenfonds gefördert.
Der Verlag dankt der Niederländischen Literaturstiftung für ihre Unterstützung.
«Slimmer dan je denkt» Copyright © 2024 by Lotte Stegeman
Illustrationen © 2024 by Mark Janssen
Erschienen bei Rotfuchs, einem Imprint von Fischer Sauerländer
Copyright für die deutsche Übersetzung © 2025, Fischer Sauerländer GmbH,
Hedderichstraße 114, 60596 Frankfurt am Main
Die niederländische Originalausgabe erschien 2024 unter dem Titel
Copyright für die deutsche Übersetzung © 2025, Fischer Sauerländer GmbH,
Hedderichstraße 114, 60596 Frankfurt am Main
«Slimmer dan je denkt» bei uitgeverij Luitingh-Sijthoff bv, Amsterdam
All rights reserved. No text and data mining allowed.
Die Nutzung unserer Werke für Text- und Data-Mining
im Sinne von § 44b UrhG behalten wir uns explizit vor.
Lektorat: Sophie Härtling
«Slimmer dan je denkt» Copyright © 2024 by Lotte Stegeman
Illustrationen © 2024 by Mark Janssen
Erschienen bei Fischer Sauerländer E-Books
Cover- und Innenteilgestaltung Copyright © Nanja Toebak, ’s-Hertogenbosch
Covergestaltung Cordula Schmidt Design, Hamburg,
nach dem Original von uitgeverij Luitingh-Sijthoff bv 2024
Coverabbildung: Mark Janssen
Satz: CPI books GmbH, Leck
Die niederländische Originalausgabe erschien 2024 unter dem Titel
«Slimmer dan je denkt» bei uitgeverij Luitingh-Sijthoff bv, Amsterdam
All rights reserved. No text and data mining allowed.
Die Nutzung unserer Werke für Text- und Data-Mining
im Sinne von § 44b UrhG behalten wir uns explizit vor.
Lektorat: Sophie Härtling
Druck und Bindung: Livonia Print, Riga
ISBN 978-3-7571-0221-0
Cover- und Innenteilgestaltung Copyright © Nanja Toebak, ’s-Hertogenbosch
Covergestaltung Cordula Schmidt Design, Hamburg,
nach dem Original von uitgeverij Luitingh-Sijthoff bv 2024
Coverabbildung: Mark Janssen
Satz: CPI books GmbH, Leck
Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung:
E-Book-Produktion: rombach digitale manufaktur, Freiburg
ISBN 978-3-7336-0941-2
Für Frans de Waal,
der auch sehr schlau war
(29. Oktober 1948 – 14. März 2024)
INHALT
Vorwort 8
Kluger Hans 12
Der IQ einer Blattschneiderameise 14
Die Superstars 17
ÜBERLEBEN
Der unverwüstliche
Wunderhund und ein Klub
winziger Kraftprotze 19
ZUSAMMENARBE ITEN
Ein grandioser Zirkusakt und ein
kleiner Frosch mit Leibwache 29
Denk wie ein Tier:
Lieber einen Haufen
als einen Spiegel 39
Über Vorhanghirne
und schwebende Hohlköpfe
im Ozean 49
VERTEIDIGEN
Eine Fee in der Wüste
und ein explosiver
Giftmischer 40
JAGEN
Der tanzende Tod und ein
Schwarm Scharfschützen 53
KOMMUNI ZIEREN
Kluge Glucken
und eine Superdrüse 63
Denke wie ein Tier:
Gurkenhorror 73
BETRÜGEN
Die pfiffige Kuckucksmutter
und eine mordlustige
Verführerin 74
NAVIGIEREN
Der erstaunliche Weltreisende und
eine höllische Expedition 83
HE IMWERKEN
Das stachelige Vogelabwehr-
vogelnest und ein unterirdischer
Burgenbauer 97
Denke wie ein Tier:
Was soll ich denn
mit dem Stock? 107
SAMMELN
Ein ganzes Lager voller
Eicheln und der Schimmel-
garten der Königin 109
VERFÜHREN
Ein talentierter Tortenbäcker
und ein knallblauer
Künstler 119
Denke wie ein Tier:
Schau mich nicht an! 129
NACHAHMEN
Und dann noch kurz 140
Nie mehr nichts zu tun 142
Vielen Dank 143
Affen, die Affen nachäffen,
und Kopierkünste in der
Haifischbucht 131
… und ein Krokodil,
das nach Hause will
VORWORT
E
s gibt kaum etwas Interessanteres
als das Innenleben von Tieren.
Doch es ist noch gar nicht so lange
her, dass man ihnen Gefühle oder gar In-
telligenz abgesprochen hat. Wissenschaft-
ler nannten Tiere «Instinktmaschinen».
Sie hielten sie für so etwas wie Roboter.
Heute wissen wir, dass viele Tiere über
Selbstbewusstsein verfügen und Proble-
me lösen können. Nicht nur Affen – und
längst nicht nur Säugetiere. Auch Vögel,
Fische, Weichtiere (wie der Tintenfisch),
Bienen, Ameisen … Offensichtlich braucht
man nicht unbedingt ein großes Gehirn,
um schlaue Dinge zu tun.
Her mit der Banane!
Vor mehr als einem Jahrhundert forderte
ein deutscher Wissenschaftler Schimpan-
sen heraus, ein Problem zu lösen. Bis da-
hin war man der Meinung, Tiere würden
nur über Belohnung und Strafe lernen,
wie eine Ratte, die einen Hebel betätigt,
um an Futter zu kommen. Ohne Training
können sie eben nichts, oder? Den Wis-
senschaftler interessierte diese Annahme
nicht. Er hängte hoch über den Köpfen
der Schimpansen eine Banane auf und
gab ihnen Stöcke und Kisten. Was würden
sie tun? Einige Schimpansen lösten das
Problem vollkommen ohne Anleitung oder
Training. Sie stapelten ein paar Kisten
übereinander, nahmen einen langen
Stock, und siehe da: Sie hatten die Banane!
Dieser Test öffnete die Tür zur Idee von
tierischer Intelligenz. Seitdem betrachten
wir Tiere mit anderen Augen.
Als wir diesen Versuch kürzlich mit
Schimpansen im Burgers’ Zoo Arnheim
wiederholten, machte eine clevere Schim-
pansin etwas bislang nie Gesehenes. Sie
nahm eine Kiste und warf damit nach der
Banane, die sofort herunterfiel. Wenige
Tage später brachte dieselbe kluge Dame
eine Drohne zum Absturz. Das Ding kreis-
te schon eine Weile über den Tieren, und
die Schimpansen waren es gründlich leid.
Mehrere Affen sammelten sich auf einem
hohen Klettergerüst, alle mit langen
Stöcken bewaffnet. Als die Drohne
wieder vorbeiflog, schlugen
sie diese mit ein paar
gezielten Schlägen
aus der Luft. Auf
YouTube sind
Videos dieser
Szene zu sehen.
Planet voller
Intelligenz
Wir Menschen suchen
im Weltraum nach intelli-
gentem Leben. Wir fragen
uns, ob wir allein sind, und
vergessen, dass unser eige-
ner Planet eine große Vielfalt
von Intelligenz bietet. Ja, sogar
eine VielZAHL, in tausendfacher
Form, angepasst an Lebensstil,
8
Umgebung und Bedürfnisse der jeweiligen
Art. Primaten verstehen wir am besten,
weil wir selbst welche sind, mit zwei fron-
talen Augen, Mimik und Händen, mit de-
nen wir alles Mögliche machen können …
WENN PRIMATEN
SPRECHEN KÖNNTEN
Äh, Frans!
Frans, wer sonst?
Ich wähle Frans!
Ich auch! Ich auch!
Aber in diesem Buch wird gezeigt, dass
man weder Mensch noch Schimpanse sein
muss, um intelligent zu sein. Wir finden
es oft schwieriger, uns in andere Ar-
ten einzufühlen und ihr Verhalten
zu verstehen. Viele Arten haben
auch anders entwickelte Sinnesorga-
ne, wie etwa ein Elefant, der hundert-
mal besser riechen kann als ein Hund,
der wiederum hundertmal besser riechen
kann als wir. Das bedeutet natürlich, dass
wir bei solchen Tieren unbedingt den Ge-
ruchssinn berücksichtigen müssen, wenn
es um Intelligenztests geht.
Bislang haben wir Tiere oft unter mensch-
lichen Voraussetzungen betrachtet. Das
ändert sich allmählich, aber wir wissen
noch längst nicht alles. Dieses großarti-
ge Buch zeigt, wie wir – wenn wir über
unsere menschliche Nase hinausschau-
en – einen großen Schatz an tierischer
Intelligenz entdecken können.
Frans B.M. de Waal
Emeritierter Professor der Emory University
(Atlanta) und der Universiteit Utrecht
Angenommen, Menschenaffen
könnten sprechen und sie würden
gefragt: «Welcher Mensch ver-
dient ein Denkmal?», dann bekä-
me Frans de Waal alle Stimmen.
Der Mensch ist nicht immer die
klügste Spezies, aber Frans war
ein echtes Genie. Ihm ist es zu
verdanken, dass wir Menschen-
affen (und viele andere Tierarten)
heute um ein Vielfaches besser
verstehen.
Wenn Menschenaffen sprechen
könnten, würde ich ihnen voll zu-
stimmen. Seit dem 14. März 2024
ist Frans de Waal nicht mehr da.
Aber was für ein Glück, dass es
ihn gab!
9
KLUGER HANS
A
uf dem Platz ist viel los. Mit an-
gehaltenem Atem beobachten gut
hundert Leute ein Spektakel, das
sich vor ihrer Nase abspielt. Auf einem
Schild stehen die Ziffern 5 und 9.
Ein Mann – er heißt Wilhelm – steht
Hans gegenüber.
Hans ist ein großer schwarzer Hengst
mit glänzendem Fell, langen, schlanken
Beinen, pechschwarzer Mähne und einer
weißen Blesse auf dem edlen Kopf.
Wilhelm zählt laut, und bei jeder Zahl
stampft Hans mit dem Huf auf.
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben,
acht, neun, zehn, elf, zwölf, dreizehn, vier…
Und ja! Hans stampft ein letztes Mal und
hält inne. Neun plus fünf. Das kann ich.
Das ist vierzehn. Logisch! Er bekommt
großen Applaus und eine Möhre. Vielen
Dank, Wilhelm.
Ende des neunzehnten Jahrhunderts
zieht Hans beim deutschen Mathematik-
lehrer Wilhelm von Osten ein. Der will
beweisen, dass Tiere viel intelligenter
sind, als Menschen denken.
Hans ist seine große Chance. Denn ob
du es glaubst oder nicht, Hans scheint
ein erstklassiges Rechenwunder zu sein.
12
Hans entdeckt auch den Unterschied
zwischen Gold-, Silber-, und Kupfer-
münzen. Für Gold stampft er einmal,
für Silber zweimal und für Kupfer
dreimal. Sogar die Buchstaben des
Alphabets gehen runter wie Möhrentorte:
Achtmal Stampfen für ein H.
Einmal, und man hat das A.
Bei vierzehn ist man bei N.
Das S ist, wo ich nach neunzehn bin.
Wir haben das H, wir haben das A, wir
haben das N, wir haben das S … HANS!
Bitte einen Apfel, ich kann keinen Zucker
mehr sehen.
Die Auftritte sind ein Riesenerfolg. Aber
Moment mal – so ein kluges Pferd, gibt
Die beiden üben Tag und Nacht. Und so
kommt es, dass Hans nicht nur rechnen
lernt: Er kennt die Uhr, kann lesen und
buchstabieren. Wilhelm denkt sich eine
Rechenaufgabe nach der anderen aus.
Er lässt Hans Zahlen erkennen, hinzu-
fügen und abziehen.
Neun plus fünf ist vierzehnmal Hufklopfen.
Sieben minus drei ist viermal Hufklopfen.
Bekomme ich jetzt meinen Zuckerwürfel?
es das wirklich? Oder hat die Sache einen
Haken? Vielleicht sind Hans und Wilhelm
schlicht und einfach Betrüger?
Eine Gruppe wichtiger Leute wird zusam-
mengestellt, von einem Psychologen über
den Direktor eines Tiergartens, von einem
Zirkusdirektor bis zu einem Lehrer. Sie
dürfen das Wunderpferd untersuchen
und probieren alles Mögliche. Sie lassen
Hans und Wilhelm ihre Tricks ohne
Publikum vorführen. Sie stellen leicht
abgewandelte Fragen zu den üblichen …
Aber das Tier rechnet und rechnet.
«Das ist kein abgekartetes Spiel», flüstern
die hohen Herren vorsichtig.
Wieder keinen Apfel? Na, so was!
Huch. Hans konnte ja gar nicht rechnen!
Der Hengst wusste nicht einmal, wie viel
eins und eins ist! Wie kam es dann, dass
er sich bislang so gut geschlagen hatte?
Nun, wahrscheinlich veränderte Wilhelm
unbewusst seine Körperhaltung, sobald
das Pferd nahe der richtigen Antwort war.
Vielleicht ging sein Blick ein winziges
bisschen nach oben, oder er hielt kurz den
Atem an. Genug für Hans, um den Hin-
weis aufzugreifen: Ah, jetzt muss ich mit
dem Stampfen aufhören. Wilhelm ist zu-
tiefst enttäuscht von seinem Hengst.
Aber, Moment mal, enttäuscht? Warum?
Wilhelm ist stolz wie ein Pfau. Na bitte,
jetzt seht ihr es selbst! Gemeinsam mit
seinem Rechenkünstler bereist er halb
Deutschland. Am 4. September 1904
schaffen sie es sogar in die amerikanische
Zeitung The New York Times. Aber dann
wird ein gewisser Oskar Pfungst beauf-
tragt, die Angelegenheit weiter zu ver-
folgen. Ein Maler, der Pferd und Halter
tagelang für ein Gemälde studiert hat,
hilft ihm bei der Suche nach der Lösung.
Gemeinsam denken sie sich neue Tests
aus. Sie stellen Wilhelm hinter einen
Vorhang. Hans hört den Fragesteller
also noch, kann ihn aber nicht sehen.
Und verflixt, sofort sind die meisten
Antworten falsch! Auch bei Fragen, auf
die Wilhelm selbst keine Antwort hat,
irrt sich Hans.
13
Hans war kein Rechenwunder. Aber er
war ein großartiger Meister darin, Kör-
persprache zu lesen, aufzupassen, sich
an Dinge zu erinnern und mitzuarbeiten.
Also, wenn das nicht superklug ist …
DER IQ EINER
BLATTSCHNEIDERAMEISE
B
ei «intelligent» denken wir Men-
schen schnell an einen hohen IQ*
und an sehr gute Noten in Tests.
Wir halten jemanden oft für klug, wenn
er ein Rechengenie ist, Rätsel sofort lösen
oder zehn Schritte vorausdenken kann.
Diese Vorstellung von Intelligenz wenden
wir nicht nur auf unsere eigene Art an,
sondern auch auf Tiere. Und dann sagen
wir: Diese Tiere können nicht, was wir
können, also sind sie weniger klug.
Aber Moment mal … Wenn man sich eine
Intelligenz-Messmethode für die eigene
Art ausdenkt, ist man natürlich schnell
selbst der Klügste.
Ganz schön einfach. Und dann haben wir
auch noch unsere Sprache. Sehr prak-
tisch, denn damit können wir laut ver-
künden, wie klug wir sind.
Die Allerklügsten dieser Welt, das sind wir.
Der Welt? Des gesamten Sonnensystems!
Hurra und herzlichen Glückwunsch,
Mensch!
Eine Blattschneiderameise hörst du nicht
protestieren. Ein goldgelber Pfeilgift-
frosch hält den Mund. Und du würdest
schön dumm gucken, wenn sich ein
Specht von seinem Baumstamm abwen-
den, dich kopfschüttelnd anschauen und
sagen würde: Du redest Unsinn, Mensch.
Ich bin klüger. Macht er nicht. Denn er
kann viel, aber das nicht.
Na bitte, Menschen sind am klügsten, und
schweigen heißt zustimmen.
Aber warum soll das Pferd Hans denn
eine Rechenprüfung bestehen, um den
Stempel «klug» zu bekommen? Und wa-
rum ist eine Blattschneiderameise weni-
ger intelligent, wenn sie nicht menschen-
klug ist?
* Dein IQ ist eine von Menschen festgelegte Maßzahl, die zeigen soll, wie intelligent du bist.
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Übrigens können auch superkluge
Menschen sehr dumme Sachen machen.
AUF TAUSEND ARTEN
MENSCHENKLUG
In diesem Buch geht es also nicht darum,
was Menschen oft für intelligent hal-
ten. Es geht um die geniale Klugheit von
Tieren. Tierische Intelligenz, die ihnen
das Leben leichter macht. Dass sie auch
in Millionen von Jahren nicht in der Lage
sein werden, unsere Intelligenztests zu
bestehen, eine schwierige Rechenaufgabe
zu lösen oder einen Debattierwettbewerb
zu gewinnen, spielt keine Rolle. Das ist
auch Babylachs- oder Kakadu-Kleinkind-
Eltern egal. Die denken nicht an Schul-
abschlüsse. Eher daran, wie sie einem
gefährlichen Orca oder einem Habicht
entkommen können. Sie sind Superstars
in ihrem eigenen Fach. Viel wichtiger.
Viel klüger.
Einst nahmen Menschen ebenso wenig
wie Tiere an Examen, Prüfungen und
Tests teil. Deine Vorfahren in prähisto-
rischer Zeit waren Jäger und Sammle-
rinnen. Die mussten also eher stark und
schnell sein, gut zielen, Spuren suchen
und eine stabile Hütte bauen können,
denn das brauchten sie damals zum
Überleben. Manchmal scheint es, als
hätten wir vergessen, dass auch wir auf
tausend verschiedene Arten superklug
sein können. Der eine hat einen turm-
hohen IQ und findet ein Medikament
gegen eine schlimme Krankheit. Der
andere glänzt, weil er unverwüstliche
Hütten bauen kann, gut in Freund-
schaftenschließen ist, immer den rich-
tigen Weg findet und tolle Kunstwerke
erschafft und … na ja, du verstehst
schon, was gemeint ist.
In diesem Buch zeigen Tiere, wie groß-
artig und wichtig es sein kann, richtig
gut tanzen oder bauen zu können.
Oder mit anderen zusammenarbeiten,
nachäffen zu können – oder einfach
schrecklich zu stinken.* So säen sie
ganz hinterlistig auch ein wenig Zweifel
daran, was intelligent nun eigentlich für
unsere eigene Art bedeutet.
* Stinken. Ja, das war kein Tippfehler.
Das wirst du schon noch merken.
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INSTINKT
DENKE WIE EIN TIER
Tiere (auch Menschen) handeln oft
instinktiv; ihr Körper reagiert auto-
matisch, wenn etwas passiert. Dann
denken sie nicht darüber nach, was
sie tun. Aber es gibt auch genügend
Tiere, die das sehr wohl können. Ist
es dann nicht viel klüger nachzu-
denken, statt instinktiv zu handeln?
Nun, das hängt von der jeweiligen
Situation ab. Es ist sicherlich besser,
automatisch die Beine in die Hand zu