Schwerelos - M. Leighton - E-Book

Schwerelos E-Book

M. Leighton

4,5
9,99 €

oder
Beschreibung

Eine junge Frau. Zwillingsbrüder. Eine ungewöhnliche Dreiecksgeschichte. Der zweite Teil der Addicted To You-Serie.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 373




ZUM BUCH

Bei Cash fühlt sich Olivia so geborgen wie niemals zuvor in ihrem Leben. Er bringt sie zum Glühen, und sie schmilzt für ihn dahin. Doch das große Glück ist nur von kurzer Dauer, denn Cashs dunkle Vergangenheit holt die beiden ein und ihre Welt droht zu zerbrechen. Cash ist im Besitz belastender Informationen, die einige Personen aus den Kreisen seines Vaters für lange Zeit hinter Gitter bringen könnten. Olivia erkennt, dass Cash nicht nur ihr Herz in Gefahr bringt; durch die Verstrickungen seiner Familie steht auch ihr Leben komplett auf dem Spiel. Sie sieht ein, dass einer Frau manchmal nichts anderes übrig bleibt, als Vertrauen zu haben. In so einer Lage steckt sie nun: wenn sie nicht sterben will, muss sie ihr Leben in Cashs Hände legen …

ZUR AUTORIN

Die New York Times und USA Today-Bestsellerautorin Michelle Leighton wurde in Ohio geboren und lebt heute im Süden der USA. Sie verfügt bereits seit ihrer frühen Kindheit über eine lebhafte Fantasie und fand erst im Schreiben einen adäquaten Weg, ihren vielen Ideen Ausdruck zu verleihen. Mittlerweile wurden dreizehn Romane von ihr veröffentlicht. Derzeit arbeitet sie an weiteren Folgebänden, wobei ihr ständig aufregende Inhalte und einmalige Figuren für neue Buchprojekte in den Sinn kommen. Schwerelos ist der zweite Band der ADDICTED TO YOU-Trilogie.

M. Leighton

ADDICTED TO YOU

SCHWERELOS

Roman

Aus dem Amerikanischen

von Sabine Schilasky

WILHELM HEYNE VERLAG

MÜNCHEN

Die Originalausgabe BAD BOY TRILOGY 2, UP TO ME

erschien bei The Berkley Publishing Group, New York

Vollständige deutsche Erstausgabe 07/2014

Copyright © 2012 by M. Leighton

Copyright © 2014 der deutschsprachigen Ausgabe by

Wilhelm Heyne Verlag, München

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Redaktion: Anita Hirtreiter

Umschlaggestaltung: yellowfarm gmbh, S. Freischem unter Verwendung

eines Fotos von © Andre Schuster/Corbis

Satz: KompetenzCenter, Mönchengladbach

Alle Rechte vorbehalten

ISBN: 978-3-641-13252-1

www.heyne.de

O

1

OLIVIA

Aus den Augenwinkeln sehe ich das Licht hinten im Dual flackern. Die Tür zu Cashs Büro öffnet und schließt sich wieder, als er den Club betritt. Er sieht auf, und sofort begegnen sich unsere Blicke. Seine Miene bleibt völlig neutral, so wie ich es wollte; was allerdings nicht heißt, dass sich meine Zehen in den Arbeitsschuhen nicht automatisch krümmen. Seine Augen funkeln, und mein Magen benimmt sich komisch. Dann sieht er weg, was gut ist. Andernfalls wäre es nicht Cash gewesen, der unsere Tarnung auffliegen lässt, sondern ich – indem ich meinen Posten hinter der Bar verlasse, geradewegs auf ihn zumarschiere und meine Lippen auf seine drücke, ehe ich ihn ins Bett zurückzerre.

Ich zwinge mich, den Blick abzuwenden und mich wieder auf meinen Job zu konzentrieren.

Verdammt!

»Ich mach das schon«, flötet Taryn und langt an mir vorbei nach einem schmutzigen Glas auf dem Tresen.

Lächelnd nicke ich ihr zu, auch wenn ich scharf überlege, was unter ihren Rastazöpfen vorgehen mag. Sie ist schon den ganzen Abend nett zu mir, und ich habe keinen Schimmer, wieso. Sonst ist sie nie nett. Offen feindselig, ja. Fies hinterhältig, ja. Aber nett? Oh nein! Noch heute Nachmittag hätte ich alles darauf verwettet, dass Taryn eher ihre Zahnbürste spitzfeilen und mich abstechen würde, als mich auch bloß anzusehen.

Und jetzt lächelt sie mir zu und übernimmt auf einmal meine Barseite mit?

Hm.

Ich bin kein von Natur aus misstrauischer Mensch, aber …

Okay, ich bin von Natur aus misstrauisch, und das aus gutem Grund. Das Leben unter Lügnern, Intriganten, egoistischen Kotzbrocken und insgesamt widerlichen Leuten hat mich nun mal geprägt. Doch ich arbeite dran.

Jedenfalls interessiert es mich brennend, was Taryn ausheckt. Und dass sich etwas hinter dieser tätowierten Fassade zusammenbraut, steht fest. Darauf würde ich meinen Hintern verwetten. Oder ihren. Je nachdem.

Ich kann fast sehen, wie es jenseits der mit Kajal bemalten blauen Augen arbeitet.

Leider bleibt mir nichts anderes übrig, als höllisch aufzupassen. Früher oder später verrät sie sich sowieso, und dann erfahre ich, was ihr im Kopf herumgeht. Bis dahin darf sie sich gerne bei mir einschleimen.

»Und?«, fragt sie beiläufig, als sie wieder zu mir kommt. »Irgendwas vor nach der Arbeit? Ich dachte, wir können vielleicht im Noir was trinken, uns ein bisschen besser kennenlernen.«

Echt, jetzt wird’s lächerlich.

Ich sehe sie an und bemühe mich, nicht mit offenem Mund auf die Pointe zu warten, die zwangsläufig kommen muss.

Nur gibt es keine. Sie meint es ernst.

»Ist das dein Ernst?«

Sie lächelt nickend. »Klar ist das mein Ernst. Warum würde ich dich sonst fragen?«

»Ähm, weil du mich hasst«, rutscht es mir heraus.

Mist! So viel zu meinem Plan, gelassen abzuwarten, was sie vorhat.

»Ich hasse dich doch nicht! Wie kommst du darauf?«

Oh mein Gott, hält sie mich wirklich für so blöd?

Ich wende mich zu Taryn und verschränke die Arme vor der Brust. Eigentlich sollte ich nicht mal hier sein. Cash und ich sind erst seit wenigen Stunden aus Salt Springs zurück, und Gavin hatte meine Schicht jemand anderem zugeteilt, weil Cash nicht wusste, ob ich zurückkommen würde oder nicht. Trotzdem bin ich hier und springe für Marco ein, statt nackt in Cashs Armen zu liegen. Entsprechend ist meine Geduld nicht besonders strapazierfähig.

»Hör zu, ich weiß nicht, wem du hier was vormachen willst, aber falls ich es bin, lass es lieber. Ich glaube dir kein Wort, Taryn.«

Sie öffnet ihren roten Schmollmund, als wollte sie widersprechen, doch dann presst sie die Lippen zusammen. Die nette Unschuldsmiene weicht ihrem normalen Gesichtsausdruck, und sie seufzt.

»Na gut, ich gebe zu, dass ich ein bisschen eifersüchtig auf dich war, als du hier angefangen hast. Keine Ahnung, ob du das weißt oder nicht, aber Cash und ich hatten früher was miteinander. Bis vor Kurzem haben wir noch … Sachen gemeinsam gemacht. Ich dachte, dass du dich zwischen uns drängen willst. Mir ist allerdings klar, dass du das nicht tust. Außerdem weiß ich, dass er sich nicht für dich interessiert. Und er hat was mit einer anderen laufen, also ist es sowieso egal.«

Nun werde ich neugierig. »Warum sagst du das?«

»Was? Dass er eine andere hat? Weil ich ihn ein paarmal mit einer Blondine gesehen habe und er in letzter Zeit sehr abgelenkt ist. Das passt eigentlich nicht zu ihm. Er ist kein Typ, der sich auf ein Mädchen festlegt.«

»Ist er nicht?«

»Im Leben nicht! Ich habe das von Anfang an gewusst. Jede, die sich mit Cash einlässt und sich einbildet, sie könnte ihn ändern oder wäre die Einzige für ihn, ist richtig blond.«

»Blond? Wegen dem Mädchen, das er angeblich hat?«

Taryn zuckt mit den Schultern. »Auch, aber vor allem, weil Cash auf einen bestimmten Typ steht«, sagt sie, zieht ihre gepiercten Brauen hoch und greift sich ins Haar. »Auf Blondinen.«

Ich nicke lächelnd und strenge mich an, cool zu bleiben. Was ich natürlich nicht bin. Kein bisschen. Ich bin sogar so uncool, dass ich Taryn unbedingt in ihr hübsches Gesicht boxen will.

»Wie kommst du darauf, dass er sich nicht irgendwann für eine dieser … Blondinen entscheidet?«

Sie lacht spöttisch. »Nein, ich kenne Cash. Dem steckt das Unbezähmbare im Blut. Kerle wie er ändern sich nicht; das schafft keine. Sie sind eben so. Und das macht sie ja gerade so unwiderstehlich. Wollen wir nicht alle, was wir nicht kriegen können?«

Ich lächle, sage aber nichts. Nach einigen Sekunden schnappt sie sich meinen Lappen und wischt einen nassen Glasabdruck von der Bar. »Jedenfalls bin ich drüber weg. Und ich wollte dir nur sagen, dass ich das Kriegsbeil begraben habe.«

»Freut mich«, quieke ich an dem Kloß in meinem Hals vorbei.

Ich fange schon mal an aufzuräumen. Es ist nicht mal mehr eine Stunde, bis die letzte Runde ausgerufen wird. Wie ich es bis dahin aushalten will, ist mir schleierhaft. Das Beste ist, ich beschäftige mich. Nur leider kann keine Hyperaktivität die widersprüchlichen Stimmen in meinem Kopf zum Schweigen bringen.

Du hast gewusst, dass er ein Bad Boy ist. Deshalb wolltest du dich doch von ihm fernhalten, nichts mit ihm anfangen.

Mein Elend wird zu einer kalten, herzlosen Schlange tief in meinem Bauch. Dann jedoch spricht die Stimme der Vernunft – oder ist es die des Selbstbetrugs?

Wie kannst du nach allem, was in den letzten Wochen passiert ist, an seinen Gefühlen für dich zweifeln? Cash ist keiner, der so was vorspielt. Und was er gesagt hat, was ihr erlebt habt, ist nicht vorgespielt. Es ist real und intensiv. Taryn ist bloß eine psychotische Bitch, die keine Ahnung hat, wovon sie redet. Vielleicht ist ihr die ganze Tattootinte ins Hirn gestiegen.

Das mag ja alles stimmen, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass mir schlecht wird. Und mir das Herz wehtut.

Ein Teil von mir – der vernünftige, logische, unbeteiligte, zu oft verletzte Teil – meldet sich und macht alles noch schlimmer.

Wie oft willst du noch auf dieselben Sprüche von denselben Typen reinfallen?

Nein, Cash ist anders. Das weiß ich. Tief im Innern. Ich ermahne mich, dass es unfair ist, jemand nach seinem Äußeren zu beurteilen, auch wenn mir das schwerfällt. Cash wirkt vielleicht wie ein klassischer Bad Boy, doch sein Wesen ist viel komplexer.

Während ich das Abtropfblech unter dem Zapfhahn putze, wandert mein Blick durch den schummrig beleuchteten Club, der sich schon sichtlich geleert hat. Ich suche nach Cash. Und, siehe da, als ich ihn entdecke, wirft eine vollbusige Blondine die Arme um seinen Hals und reibt sich sehr aufdringlich an ihm. Ich muss die Zähne zusammenbeißen, um nicht über die Bar zu springen, hinüberzumarschieren und ihr die Haare auszureißen.

Meine Wut verwandelt sich in akute Verzweiflung, als ich sehe, dass Cash sie anlächelt. Seine Lippen bewegen sich; er sagt etwas zu ihr, und mein Herz schlägt wie verrückt. Mir geht es ein klein wenig besser, als er ihre Arme von sich nimmt und einen Schritt zurücktritt. Allerdings reicht das bei Weitem nicht, um Taryns schreckliche Bemerkungen aus meinem Kopf zu vertreiben.

Scheiße!

Die nächsten anderthalb Stunden bleibt meine Stimmung auf dem Tiefpunkt. Da hilft nicht mal, dass Taryn neuerdings beschlossen hat, kein fieses Miststück mehr zu sein. Ich überlege bereits, ob es nicht gut wäre, mich nach der Arbeit in meine Wohnung zu verkrümeln.

Eine Stunde später spüle ich den Behälter für die Zitronenspalten an meinem Ende der Bar. Ich denke immer noch nach, was ich tun soll, und ziehe allmählich in Erwägung, dass ich manisch-depressiv sein könnte, es nur bisher keiner gemerkt hat. Ein Schnapsglas rutscht über die Bar auf mich zu. Als ich aufblicke, steht Taryn rechts von mir und hält grinsend ein zweites Glas in die Höhe.

»Schhh«, sagt sie augenzwinkernd. »Ich verrate nichts, wenn du nichts sagst. Ist sowieso gleich Schluss.« Sie zieht einen 10-Dollar-Schein aus ihrer Tasche und legt ihn auf den Tresen.

Wenigstens bezahlt sie.

Normalerweise würde ich dankend ablehnen, aber ein Shot, der meine Nerven beruhigt, ist vielleicht eine gute Idee. Ich trockne meine Hände in einem Geschirrtuch und greife nach dem kleinen Glas.

Taryn hebt ihres noch höher und lächelt. »Zum Wohl!«, ruft sie nickend.

Ich nicke ebenfalls, erhebe auch mein Glas, und wir beide stürzen unsere Shots hinunter. Der Wodka brennt sich durch meine Speiseröhre.

Nach einem tiefen, kehligen »Ah!« grinst Taryn mich an. »Komm doch mit. So wie du aussiehst, musst du dringend mal einen draufmachen.«

Bevor ich antworten kann, unterbricht Cash uns. »Olivia«, ruft er von seiner Bürotür aus, »komm bitte kurz zu mir, wenn du Schluss gemacht hast. Es gibt ein paar Sachen, die ich mit dir besprechen will.«

»Okay«, rufe ich zurück, während sich mein Magen vor Nervosität, Sehnsucht und Furcht verkrampft. Dann zieht Cash sich wieder in sein Büro zurück und schließt die Tür. Ich sehe Taryn an. »Ein ander Mal.«

»Klar«, sagt sie freundlich. »Ich mache hier alles fertig und verschwinde.«

Sie geht wieder an ihr Ende der Bar, und mir kommt der Gedanke, dass wir eventuell eines Tages Freundinnen sein könnten.

Wer hätte das gedacht?

Ich trödle so lange herum, bis auch Taryn ihre Arbeit beendet hat, ehe ich zur »Besprechung« mit Cash gehe.

»Ta-daaah!«, ruft sie und wirft ihr Geschirrtuch zum Einweichen in den Eimer mit der Desinfektionslösung. »Okay, Livvi, ich bin weg. Schade, dass du nicht mitkannst, aber die Pflicht ruft.« Sie nickt zu Cashs Büro und verdreht die Augen. Nachdem sie ihre Handtasche vom Regal unterm Tresen geholt hat, geht sie um die lange schwarze Bartheke herum, bis sie mir gegenübersteht. Nun stützt sie die Hände auf die glänzende Oberfläche, lehnt sich vor und gibt mir Luftküsse auf beide Wangen. »Nacht, Süße.«

Ich kann es nach wie vor nicht fassen, als ich beobachte, wie sie mit ihren Rastazöpfen in die Nacht hinausläuft. Nein, eine derart dramatische Charakterveränderung kann nicht gesund sein.

In dem Moment, in dem die Vordertür zufällt, geht Cashs Bürotür auf, und er tritt mit strenger, entschlossener Miene heraus. Mit großen Schritten eilt er zur vorderen Doppeltür und verriegelt sie hinter Taryn.

Einige Sekunden lang löst sich alles, worüber ich mir die letzten paar Stunden Sorgen gemacht habe, in Wohlgefallen auf. Mich fasziniert, Cash nur beim Gehen zuzusehen. Bei jedem Schritt strecken sich seine langen, muskulösen Beine federnd. Sein perfekter Hintern schwingt in der Jeans. Seine breiten Schultern sind eckig und gerade über der schmalen Taille.

Und dann dreht er sich zu mir um.

Anscheinend werde ich mich nie daran gewöhnen, wie fantastisch er aussieht. Jedes Mal raubt es mir den Atem, wenn er mit seinen beinahe schwarzen Augen tief in meine sieht. Er hält meinen Blick, während er durch den Raum auf mich zukommt, sich über die Theke schwingt und neben mir landet. Wortlos beugt er sich vor, wirft mich über seine Schulter und trägt mich zum Barende und quer durch den Club.

Mein Herz pocht, als er mich direkt durch sein Büro in seine Wohnung dahinter bringt, und ich glühe vor Verlangen und Vorfreude, obwohl da immer noch ein Rest Zweifel und Unsicherheit ist. Ich weiß nicht, ob ich etwas sagen und lieber zu mir nach Hause gehen soll oder schlicht jeden rationalen Gedanken weit von mir weisen und bleiben. In seiner Wohnung lässt Cash mich wieder runter.

Sofort sind seine Lippen auf meinen, und alles Denken ist ausgelöscht. Er schiebt mich mit dem Rücken an die Wohnungstür, sodass sie ins Schloss klickt.

Dann nimmt Cash meine Hände, zieht sie über meinen Kopf und hält meine Handgelenke mit seinen langen Fingern umklammert. Mit der freien Hand fährt er über meine Seite, und mir wird ganz heiß. Sein Daumen streift meinen bereits harten Nippel, bevor er über meinen Bauch streicht und unter mein Top taucht.

Seine flache Hand ist auf meinen Rippen, gleitet über meinen Rücken und hinab zu meinem Hosenbund, der eher locker sitzt, sodass Cash problemlos hineingreifen und geradewegs in meinen Slip, zu meinem Hintern vordringen kann.

Er drückt mich an sich, reibt seine Hüften an meinen, während er an meiner Unterlippe saugt. »Ist dir bewusst, wie hart es war, dich heute Abend arbeiten zu lassen? Zu wissen, dass ich dich nicht anfassen, nicht küssen, nicht mal dir zusehen kann?«, haucht er an meinem offenen Mund. »Ich musste die ganze Zeit daran denken, wie du nackt aussiehst und welche Laute du von dir gibst, wenn ich meine Zunge in dich stecke.«

Auf seine Worte hin wird der unterste Teil meines Bauchs sehr heiß und angespannt. Cash lässt meine Handgelenke los, doch anstatt mich von der Tür abzustemmen, vergrabe ich meine Finger in seinem Haar und drücke meine Lippen auf seine. Ich fühle, wie er meinen Jeansknopf und den Reißverschluss öffnet, und werde wahnsinnig erregt.

»Es ist erst Stunden her, und ich denke an nichts anderes als daran, wie gut du duftest und wie es sich anfühlt, wenn du deine Arme und Beine um mich schlingst. Wenn du so heiß und bereit bist. So feucht«, murmelt er.

Meine Erregung legt noch einen Zahn zu, als wir von einer Stimme unterbrochen werden.

»Nash?« Es ist Marissa, die an die innere Garagentür hämmert. Cash löst seine Lippen von mir und legt eine Hand über meinen Mund, damit ich still bin. »Nash?« Sie donnert wieder gegen die Tür. »Ich weiß, dass du da drin bist! Die Garage ist offen, und dein Wagen steht hier.«

Cash stöhnt. »Scheiße! Wieso ist sie zurückgekommen?«, flüstert er.

Mein Verstand arbeitet auf Hochtouren. Zwar weiß ich, dass Cash und Nash ein und dieselbe Person sind, dennoch wird die Tatsache, dass Marissa nicht darüber im Bilde ist, in Momenten wie diesem zu einem Problem – vor allem, weil sie keine Ahnung von Cash und mir hat.

»Was machen wir jetzt? Sie darf es nicht so erfahren!«

Cash seufzt, lehnt sich zurück und fährt sich mit den Fingern durch sein zerzaustes Haar. Zum Glück trägt er diesen leicht verwühlten Look immer, sodass nie auffällt, wenn ich mit den Händen in seinem Haar war.

Mein Körper will ihn so dringend, dass es schmerzt, aber mein Verstand bringt mich auf den Boden der Tatsachen zurück.

»Tja, ich schätze, du musst so tun, als würdest du abschließen. Ich denke mir eine Geschichte für sie über Nash aus.«

»Okay«, sage ich und richte mir das Haar und die Klamotten.

»Ich könnte mich grün und blau ärgern, dass ich die Garage offen gelassen habe. Ich wollte deinen Wagen reinfahren, wenn Taryn weg ist.« Wieder seufzt er und schüttelt den Kopf. Dann sieht er mich an. Seine Augen funkeln düster. »Wir sind noch lange nicht fertig«, verspricht er mir, neigt sich vor und beißt mir sanft in die Schulter. Eine Art Blitz schießt durch mich hindurch und landet zwischen meinen Beinen. Ja, Cash weiß genau, was er tun oder sagen muss, damit ich völlig hinüber bin.

Was für ein Mist.

C

2

CASH

Ich muss meine gesamte Kraft aufbieten, um Olivia loszulassen, sodass ich Marissa öffnen kann. Mit Olivia zusammen zu sein ist wie die Flucht in einen Mikrokosmos, in dem einfach alles stimmt, wie ein abgeschiedenes Leben weit weg von all dem Ärger, der Täuschung und den Heimlichkeiten, die meine Doppelexistenz mit sich bringt. Und es ist verflucht schwer, sich davon zu lösen!

Ich fahre mir nochmals mit den Fingern durchs Haar. Dass ich hart war, ist inzwischen kein Problem mehr: Allein der Klang von Marissas Stimme hat es beseitigt. Der wirkt quasi kastrierend.

Mit zusammengebissenen Zähnen stampfe ich zur Tür, die in die Garage führt. Ich reiße sie auf und gebe mir keinerlei Mühe, meinen Ärger zu verbergen. Marissas Faust kollidiert um ein Haar mit meiner Nase, denn sie wollte gerade wieder klopfen.

»Oh«, sagt sie und macht einen Satz rückwärts. Mein plötzliches Erscheinen hat sie sichtlich erschreckt. Sie räuspert sich. »Cash, entschuldige, dass ich so aufdringlich bin, aber ich muss dringend deinen Bruder sprechen. Sofort. Er antwortet nicht auf meine Anrufe, und er schuldet mir eine Erklärung.«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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