Schwimmen - Die Anatomie verstehen - Brett Hawke - E-Book

Schwimmen - Die Anatomie verstehen E-Book

Brett Hawke

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Beschreibung

Der anatomische Rundumblick auf das Schwimmen • Neuer Band der Bestseller-Reihe "Anatomie verstehen" • Mit Erkenntnissen aus der Wissenschaft und leicht verständlich: Technik verbessern, Kraft & Ausdauer maximieren • Für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene mit Kraftübungen • Mit Trainingsplänen für mehr Ausdauer und Kraft außerhalb des Schwimmbeckens Perfektionieren Sie Ihren Schwimmstil! Ob Brustschwimmen, Rückenschwimmen, Freestyle bzw. Kraulen, Schmetterling oder Seitenschwimmen: Schwimmen verbessert die Herzgesundheit und die Lungenkapazität, senkt den Blutdruck und reduziert Gelenkschmerzen. Doch was beim Schwimmen genau passiert, zeigt der Bestseller "Schwimmen – Die Anatomie verstehen" auf besonders anschauliche Weise. Anhand detaillierter anatomischer Grafiken wird eindrucksvoll sichtbar, wie die Muskeln, Knochen & Gelenke sowie Blutfluss & Atmung bei den einzelnen Schwimmzügen zusammenwirken und wie Sie den eigenen Schwimmstil analysieren und verbessern können. Alle vorgestellten Übungen sind nach Körperpartien unterteilt und anschaulich in Trainingsplänen für alle Fähigkeiten und Ziele gegliedert – egal, ob Sie sich nach dem Feierabend entspannen oder auf einen Triathlon vorbereiten. Schwimmen aus einer neuen Perspektive: Die anatomischen Zusammenhänge beim Schwimmen verstehen und gezielt für das Training nutzen! Das Buch ist Teil der Reihe "Anatomie verstehen".

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Seitenzahl: 288

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Brett Hawke
SCHWIMMEN
Die Anatomie verstehen
Mit Übungen für mehr Ausdauer, Kraft und eine bessere Technik
SCHWIMMEN
Die Anatomie verstehen
Mit Übungen für mehr Ausdauer,
Kraft und eine bessere Technik
Brett Hawke
INHALT
Vorwort
SCHWIMMEN
UND PHYSIO-
LOGIE
Wie wir schwimmen
06
ANATOMIE DER
SCHWIMM-
STILE
08
10
Sich durchs Wasser bewegen 12
Freiwasserschwimmen
18
Muskelanatomie eines
Schwimmers
Wie Muskeln arbeiten
20
26
Energie für die Muskelarbeit 28
Physische Anpassungen
Nahrung und Flüssigkeit
Bewegung kontrollieren
Neurologie der Bewegung
30
34
36
38
Erholung, Schlaf und
zirkadianer Rhythmus
Erfolgsdenken
40
42
Freistil
Rückenschwimmen
Brustschwimmen
Schmetterling
Seitenschwimmen
44
46
50
54
58
62
KRAFT-
ÜBUNGEN 66
Einführung in die Übungen 68
ÜBUNGEN FÜR DEN
OBERKÖRPER
Klassischer Liegestütz
Varianten
Trizeps-Dip
Trizepsdrücken
Kurzhantel-Bankdrücken
Varianten
Landminenpresse
Kurzhantel-Schulterpresse
Kurzhantel-Seitheben
Klimmzug
Latzug
Rudern im Sitzen
Varianten
Face Pull
72
74
76
78
80
82
84
86
88
90
92
94
96
98
100
Reverse Fly mit Kurzhanteln 102
Bizepscurl mit Kurzhanteln 104
ÜBUNGEN FÜR DEN
CORE
Seitstütz mit Rotation
Stütz mit Armheben
Varianten
V-up
Sit-up
Varianten
Press-out im Knien
Hohlkörper-Haltung
Kraulbeinschlag
Russischer Twist
mit Medizinball
ÜBUNGEN FÜR DEN
UNTERKÖRPER
Squat
Varianten
Klassisches Kreuzheben
Varianten
Ausfallschritt
Varianten
Beckenlift
106
108
110
112
118
120
122
124
126
128
130
132
134
136
138
140
Varianten
142
144
Beckenlift mit Langhantel 146
Nordic Hamstring Curl
Varianten
114 Wandsitz
116
ÜBUNGEN FÜR DEN
GANZEN KÖRPER
Burpee
Squat Jump
Weite Jumps
Reißen
Varianten
Thruster
Medizinball schleudern
Varianten
Box Jump
Einbeinig springen
148
150
152
154
156
160
162
164
166
168
170
172
174
176
Superman im Seitenwechsel 178
ERFOLGREICH
TRAINIEREN 180
Elemente des Trainings
Farbsystem und Race-Pace-
Training
Die Trainingsprogramme
Einstieg
Fortgeschritten
Leistungsschwimmen
50/100/200 m
Trainingsprogramme für
3–5 km
Register
Bibliografie
Über den Autor
Dank
182
186
194
196
199
202
205
208
219
222
223
VORWORT
Vom Schwimmer zum Trainer zum Podcaster. Die Entwicklung, die ich durchlebt habe, basiert auf
jahrzehntelanger harter Arbeit und hartem Lernen. Schwimmen war immer das Wichtigste in meinem
Leben, sowohl als junger Olympiateilnehmer als auch später als Trainer von Spitzensportlern.
ERFAHRUNGEN ZUSAMMENTRAGEN
Meine Betätigung als Podcaster hat mir viele Möglichkeiten eröffnet, da sie mich mit einigen brillanten Schwim-
mern in Kontakt gebracht hat. Ich habe unschätzbare Einsichten gewonnen, die alle in dieses Buch eingeflossen
sind. Mein Ziel war es, Erfahrungen zusammenzutragen, die selbst zu sammeln ein ganzes Leben bräuchten –
außer meinen eigenen auch die der gesamten Schwimmgemeinschaft –, und sie für jeden zugänglich zu machen.
VORZÜGE DES SCHWIMMENS
Schwimmen ist aus vielerlei
Gründen eine außergewöhnliche
Sportart. Es ist ein umfassendes
Training, das alle Muskelgruppen
beansprucht und Kraft, Ausdauer
und Flexibilität fördert, ohne die
Gelenke zu belasten, wie es bei
anderen Sportarten der Fall ist. Das
macht es zum perfekten Sport für
Menschen jeden Alters, vom Kind
bis zum Senior. Das Wasser bietet
einen natürlichen Widerstand,
der den Körper fordert, und wirkt
zugleich unglaublich beruhigend.
Es ruft einen meditativen Zustand
hervor, der Stress abbaut und das
psychische Wohlbefinden fördert.
Allen, die ihre Fitness erhalten oder
steigern wollen, bietet Schwimmen
einzigartige Vorteile wie einen
hohen Kalorienverbrauch und ein
optimales, weil zugleich schonen-
des Herz-Kreislauf-Training.
FÜR WEN DIESES BUCH IST
Dieses Buch ist auf die Bedürfnisse
einer breit gefächerten Leserschaft
zugeschnitten. Es ist ideal für
Gelegenheitsschwimmer, die ihre
Fitness steigern und ihre Zeit im
Wasser mehr genießen möchten.
Aber auch für Trainer, die ihr Ver-
6
ständnis für den Sport vertiefen und
ihre Trainingsmethoden verfeinern
wollen. Eine Fülle an Informationen
ermöglicht ihnen, effektive Trainings-
programme zu entwickeln, um ihre
Athleten optimal zu fördern. Darüber
hinaus richtet sich das Buch an
Schwimm-Enthusiasten, die ihre
Leistung verbessern wollen, sei
es, um in der Schule zu glänzen, in
Vereinswettkämpfen zu dominieren
oder sogar professionelle Wett-
kämpfe zu schwimmen. Mit Know-
how und Strategien hilft dieses Buch
jedem Schwimmer, unabhängig
vom Leistungsstand, seine persön-
liche Bestleistung zu erzielen.
MEINE HOFFNUNG
Ich hoffe, dass dieses Buch Ihnen
ein tieferes Verständnis und eine
größere Wertschätzung für das
Schwimmen vermittelt, sodass Sie
es nicht nur als Sport betrachten,
sondern als Aktivität, die lebens-
lang Gesundheit und Wohlbefinden
fördert. Wettkampfteilnehmenden
möge dieses Buch als umfassender
Leitfaden dienen, der ihnen hilft,
ihre Technik zu verfeinern, effektive
Trainingspläne zu entwickeln und
ihre Ziele zu erreichen. Doch über
die technischen Aspekte hinaus
hoffe ich, in Ihnen wahre Begeis-
terung für das Schwimmen zu
wecken. Ich wünsche mir, dass Sie
Erfüllung in diesem Sport finden,
dass Sie die Ruhe erleben, die ein
Aufenthalt im Wasser schenkt, und
dass Sie es genießen, sich zu ver-
bessern und neue Meilensteine zu
erreichen. Schwimmen bedeutet
für mein Leben eine ungemeine
Bereicherung, und mit diesem Buch
möchte ich diese Leidenschaft und
meine Freude daran teilen.
»Dieses Buch wird Schwimmenden und
Trainierenden helfen, ihr Potenzial aus-
zuschöpfen, das Training zu optimieren
und Topleistungen zu erzielen.
«
MYTHEN UND TATSACHEN
Man findet jede Menge irreführender und falscher Informationen über das
Schwimmen, angefangen bei der Frage, wofür Schwimmen geeignet ist, bis zu
Behauptungen, worauf man achten sollte. Hier stellen wir einige davon richtig:
MYTHOS
Methode, um abzunehmen.»Schwimmen ist keine gute
«
»Gehe nicht mit vollem Magen
«
schwimmen, um Krämpfe zu
vermeiden.
»Chlor in Schwimmbecken
«
tötet sofort alle schädlichen
Bakterien ab.
»Schwimmen nutzt dem
«
Kraft training nicht.
muss nicht schwimmen können.»Wer nur selten am Wasser ist,
«
TATSACHE
Schwimmen ist ein hervorragendes Ganzkörpertraining,
das Kalorien verbrennt, das Herz-Kreislauf- System stärkt
und in Kombination mit einer ausgewo genen Ernährung
die Gewichtsabnahme unterstützt.
Es stimmt zwar, dass Schwimmen mit vollem Magen
unangenehm sein kann, aber die Sorge, dass es Krämpfe
hervorruft, die Ertrinken zur Folge haben können, ist weit-
gehend unbegründet. Es ist wichtig, auf seinen Körper zu
hören und in einem angenehmen Tempo zu schwimmen.
aber manche Schadorganismen können auch in ordnungs-
gemäß gechlortem Badebeckenwasser noch Minuten
bis Tage überleben. Es ist wichtig, die Hygieneregeln für
den Besuch im öffentlichen Schwimmbad einzuhalten.
Chlor tötet zwar viele Bakterienarten wirksam ab,
Schwimmen ist ein sehr gutes Widerstandstraining,
das zahlreiche Muskelgruppen beansprucht und dadurch
Kraft und Ausdauer verbessert. Es ist eine belastungsarme
Aktivität, die das Krafttraining ergänzen kann.
kompetenz, die die Sicherheit erhöht und verschiedenste
Freizeitaktivitäten ermöglicht. Es ist nie zu spät, um
Schwimmen zu können, ist eine wichtige Lebens-
schwimmen zu lernen. Auch für Erwachsene, die es
lernen möchten, gibt es viele Möglichkeiten.
7
SCHWIMMEN &
PHYSIOLOGIE
Wie schwimmen wir? Durch Kenntnis der Abläufe im Körper beim
Schwimmen können wir unsere Leistung verbessern und Verletzungen ver-
meiden. Beim Schwimmen im Schwimmbecken oder in offenen Gewässern wie
dem Meer oder einem stehenden Gewässer muss sich der Körper an spezielle
Anforderungen anpassen. Das betrifft die koordinierte Muskeltätigkeit, einen
effizienten Energieverbrauch und effektive Atemtechniken. In diesem Kapitel
wird erklärt, wie das Herz-Kreislauf-, das Atmungs- und das Muskelsystem beim
Schwimmen zusammenarbeiten. Diese physiologischen Prozesse zu kennen,
ermöglicht Schwimmern und Schwimmerinnen, ihr Training zu optimieren und
ihre Effizienz und Geschwindigkeit im Wasser zu steigern.
WIE WIR SCHWIMMEN
Der menschliche Körper, ein Meisterwerk der Natur,
bewegt sich mit Anmut und Kraft durchs Wasser. Jeder
Schlag und jeder Atemzug sind Ergebnis eines komplexen,
harmonischen Zusammenspiels der Körpersysteme.
SINFONIE DER SYSTEME
Von den Gehirnsignalen bis zu den Muskelkontraktionen beweist
jede einzelne Schwimmbewegung die Perfektion der menschlichen
Physiologie. Lesen Sie hier, welche Körpersysteme aktiv werden,
wenn Schwimmer und Schwimmerinnen ins Wasser steigen.
Das Schwimmen erfordert die
Koordination durch das Gehirn,
das komplizierte Signale an die
Muskeln sendet; die Muskeln
kontrahieren kraftvoll, das
Herz-Kreislauf-System pumpt
sauerstoffreiches Blut durch
den Körper, um die Muskeln zu
versorgen, und das Atemsystem
sorgt für einen effizienten Gas-
austausch. Das Nervensystem
koordiniert diese Vorgänge
präzise, damit die Schwimm-
züge fließend und effektiv sind.
Externe Faktoren wie Auftrieb
(s. S. 16), Wasserwiderstand
(s. S. 12) und Temperatur
(s. S. 18) spielen eine wichtige
Rolle. Dieses komplexe Zusam-
menspiel ermöglicht Schwim-
mern und Schwimmerinnen,
effizient und elegant durchs
Wasser zu gleiten.
Die Nahauf-
nahme zeigt
nebeneinander
angeordnete
Myofibrillen.
Sichtbare Streifen
lassen erkennen,
wie die Muskel-
proteine angeord-
net sind.
Muskelsysteme
Die Muskeln sind die treibende Kraft
hinter jedem Schlag. Sie kontrahieren
und entspannen sich in Reaktion auf
Signale des Gehirns und erzeugen die
präzisen Bewegungen, die die Schwim-
menden vorwärts bewegen. Fein
aufeinander abgestimmte Muskelbewe-
gungen optimieren Stil und Kraftauf-
wand, sodass sich die Schwimmenden
effizient durchs Wasser bewegen. Die
nahtlose Interaktion zwischen Muskeln
und neuronalen Signalen ist entschei-
dend, um die Leistung zu optimieren.
ÄUSSERE
FAKTOREN
Wasserwiderstand, Schwerkraft,
Auftrieb und Schub sind für die
Schwimmleistung entscheidend.
WASSERWIDERSTAND
Der Widerstand, auf den der Körper
im Wasser trifft, verlangsamt den
Schwimmenden. Ihn zu überwinden
erfordert eine effiziente Technik.
Der Auftrieb wirkt der Schwerkraft
entgegen und bestimmt, wie gut
man im Wasser liegt; der optimale
10
Auftrieb verringert den Widerstand
und spart Energie. Der Schub, den
die Schwimmbewegungen erzeu-
gen, treibt den Körper vorwärts,
überwindet den Widerstand und
nutzt den Auftrieb effektiv. Man ver-
feinert die Schlagmechanik, um den
Widerstand zu verringern, nimmt
eine ideale Körperposition ein, um
den Auftrieb zu nutzen, und erzeugt
einen kraftvollen Schub. Werden
diese Elemente optimiert, bewegt
man sich mit maximaler Geschwin-
digkeit und Effizienz durchs Wasser.
SCHWIMMEN UND PHYSIOLOGIE Wie wir schwimmen
Der Luftaustausch
erfolgt hauptsächlich
über die Luftröhre.
In der Lunge nimmt
das Blut Sauerstoff auf
und gibt Kohlen -
dioxid ab.
Das Herz pumpt das
Blut durch den Körper.
Das Zwerchfell
unterstützt mit
seinen Kontraktio-
nen die Atmung.
Das Herz-Kreislauf- und
das Atemsystem
Wie ein unermüdlicher Motor pumpt unser
Herz sauerstoffreiches Blut in die Muskeln,
das ihnen Energie für die Kontraktion liefert
und kraftvolle Schwimmbewegungen
ermöglicht. Zugleich versorgt die Lunge
den Körper mit lebenswichtigem Sauerstoff
und scheidet Kohlendioxid aus, was für eine
längere Anstrengung unverzichtbar ist. Die
Wirbelsäule
Kleinhirn
Koordiniert und
kon trolliert Bewegung
und Gleichgewicht
Das Gehirn
Lungenkapazität und -effizienz beeinflussen
die Leistung wesentlich, da eine gute Koordi-
nation von Herz-Kreislauf- und Atemsystem
die Energie liefert, die ein effektiver Vortrieb
im Wasser erfordert.
Das Gehirn, die Kommandozentrale des Kör-
pers, sendet präzise Signale an die Muskeln,
die die komplexen Schwimmbewegungen
koordinieren. Sie veranlassen die Muskeln,
sich harmonisch zu kontrahieren und zu ent-
spannen, um fließende, effiziente Schwimmbe-
wegungen auszuführen. Dank dieser fein abge-
stimmten Koordination der Muskeln bewegt
sich der Schwimmende präzise durch das
Wasser. Ein Beweis für die bemerkenswerten
Fähigkeiten des menschlichen Nervensystems.
Hirnanhang-
drüse
Steuert andere
Drüsen
Zirbeldrüse
Reguliert den
Tagesrhythmus
Hypothalamus
Kontrolliert die
Körpertemperatur
SCHUB
Wenn der Körper eine Wasser-
menge verdrängt, deren Gewicht
seinem eigenen entspricht, schwebt
er im Wasser, da Auftrieb und
Schwerkraft gleich groß sind.
Der Wasserwiderstand ist der
Widerstand, den das Wasser
dem Schwimmenden entgegen-
setzt. Er hängt u. a. von der
Körperoberfläche ab.
Die Schwerkraft zieht den Körper
im Wasser nach unten, aber das
verdrängte Wasser erzeugt eine ent-
gegengesetzte Kraft – den Auftrieb –,
die den Körper schwimmen lässt.
Ein Schwimmender erzeugt
Schub, indem er bei einem
Schwimmzug Wasser wegschiebt
und wegdrückt, wodurch er
sich vorwärtsbewegt.
11
SCHWERKRAFT
AUFTRIEB
SICH DURCHS WASSER BEWEGEN
Über eine optimale Schwimmleistung entscheiden die Hydrodynamik, der
Widerstand und der Vortrieb. Eine stromlinienförmige Körperhaltung senkt
den Widerstand, effektive Bewegungen erhöhen den Vortrieb. Während die
Muskelaktivierung entscheidend für den Vortrieb und die Form ist, beein-
flussen Muskelmasse und Fettverteilung den Auftrieb.
WASSERWIDERSTAND
Der Wasserwiderstand behindert die Bewegung beim Schwimmen durchs Wasser
und beeinträchtigt die Leistung erheblich. Ihn zu überwinden kostet Energie und
verlangsamt den Schwimmer und die Schwimmerin.
Eine stromlinienförmige Körperhal-
tung verringert den Widerstand und
minimiert Ihren Körperquerschnitt,
sodass Sie effizienter durchs Was-
ser gleiten. Kopf und Wirbelsäule
auf einer Linie zu halten, das Kinn
Richtung Brust zu ziehen sowie den
Körper zu strecken bringt diesen in
eine stromlinienförmige Haltung.
Darüber hinaus minimieren effizi-
ente Auf- und Abwärtsschläge in
Form von sanften, kontrollierten
Bewegungen Turbulenzen und
senken den Widerstand weiter. Es
ist wichtig, diese Prinzipien zu ver-
stehen, um die Geschwindigkeit zu
maximieren und energiesparend zu
schwimmen.
Geringer Körperquerschnitt
in Schwimmrichtung
Stromlinienförmige Körperhaltung
reduziert den Wasserwiderstand.
REDUZIERTE FRONTALEBENE
OPTIMALE HALTUNG
Verkleinert sich die
Frontalebene durch eine
stromlinienförmige Kör-
perhaltung, verringern
sich der Wasserwider-
stand und die Turbulen-
zen, sodass Schwimmer
sich mit weniger Energie-
aufwand durchs Wasser
bewegen.
Größerer Körperquerschnitt bedeutet
größeren Wasserwiderstand.
Gebeugte Beine bedeuten
eine ineffiziente Körperform.
VERGRÖSSERTE FRONTALEBENE
12
GEBEUGTE HALTUNG
Eine größere Frontal-
ebene aufgrund einer
weniger stromlinien-
förmigen Körperhaltung
erhöht Widerstand,
Turbulenzen und Ener-
gieaufwand, senkt die
Effizienz beim Schwim-
men und verlangsamt.
SCHWIMMEN UND PHYSIOLOGIE Sich durchs Wasser bewegen
Der Frontalwiderstand betrifft
nur einen Bereich.
STROMLINIENFÖRMIGE HALTUNG
Kopf und Arme sind weniger
stromlinienförmig.
Gebeugte Beine erzeugen
mehr Widerstand.
FRONTALWIDERSTAND
GEBEUGTE HALTUNG
Der Frontalwiderstand tritt an der Vor-
derseite des Körpers auf und entsteht
durch den Wasserwiderstand gegen die
Vorwärtsbewegung, diese verlangsamt.
Die vom Frontalwiderstand betroffenen
Bereiche sind orange gekennzeichnet.
FRONTALWIDERSTAND
Dieser Widerstand, der an der Vor-
derseite des Körpers auftritt, wirkt
sich erheblich auf Ihre Geschwin-
digkeit und Effizienz aus.
Bei der Bewegung durchs
Wasser begegnet der vordere Teil
des Körpers der größten Gegenkraft,
wodurch Druckunterschiede entste-
hen. Der Widerstand verlangsamt
Sie und erfordert zu seiner Überwin-
dung mehr Energie.
Um den Frontalwiderstand
zu minimieren, verringern Sie die
Querschnittsfläche des Körpers in
Schwimmrichtung. Sanfte und kon-
trollierte Bewegungen reduzieren
Turbulenzen und Widerstand weiter.
Verbessern Sie dafür Ihre Technik.
Ein effektives Training verbessert
die Körperhaltung und die Schlag-
technik, um den Frontalwiderstand
zu minimieren. Damit bewegen Sie
sich effizienter und energiesparen-
der durchs Wasser und steigern Ihre
Leistung.
REIBUNGSWIDERSTAND
Der Reibungswiderstand ist eine von
zwei Hauptarten des Strömungs-
widerstands. Er wird durch verschie-
dene Faktoren beeinflusst, darunter
die Beschaffenheit der Haut, Be -
schaffenheit, Passform und Material
der Schwimmbekleidung, die Körper-
haltung, die Schwimmtechnik, aber
auch die Viskosität (Zähigkeit) des
Wassers. Auch der Reibungswider-
stand lässt sich verringern.
Eine stromlinienförmige
Körperhaltung verringert den Kör-
perquerschnitt im Wasser und der
Körper durchschneidet das Wasser
effizienter.
Körperform-Koeffizient
Dieser Koeffizient ist ein Maß für
den Einfluss der Körperform auf den
Wasserwiderstand. Je kleiner der
Koeffizient, desto stromlinienförmiger
der Körper und desto geringer der
Widerstand. Schwimmer optimieren
den Koeffizienten, indem sie ihre Kör-
perhaltung und Technik verbessern.
Frontalbereich
Schlanker
Körperbau
Frontalbereich
Massiverer Körper-
bau, gleich großer
Frontalbereich
13
Wasserwirbel, die Energie absorbieren
und die Reibung zwischen Wasser
und Haut erhöhen.
ERHÖHT DEN WIDERSTAND
Die Haare verursachen winzige
KÖRPERBEHAARUNG
Moderne Hightech-Schwimm-
anzüge haben glatte Oberflächen
und Texturen, die die Wasserströ-
mung verändern, um den Wider-
stand zu verringern. Die Anzüge
liegen eng an und bedecken den
Körper größtenteils, was den Wider-
stand zusätzlich reduziert.
Entscheidend ist auch die
Schwimmtechnik. Sanfte, kontrol-
lierte Bewegungen verringern
Turbulenzen und erhalten eine
gleichmäßige Grenzschicht, was
den Reibungswiderstand senkt.
Ebenso wichtig ist es, Kopf und
Wirbelsäule auf einer Linie zu halten
und den Körper zu strecken. Biome-
chanische Analysen können bei der
VERRINGERT DEN WIDERSTAND
Eingeölte Haut ist wasserabweisend.
Der Effekt ist größer als die Reibung
zwischen Wasser und Haut, wodurch
der Widerstand verringert wird.
EINGEÖLTE HAUT
Reduzierung des Widerstands eine
wichtige Rolle spielen. Bewegungs-
erfassung, Strömungssimulationen
und Unterwasser-Videoanalysen lie-
fern detaillierte Erkenntnisse, die es
Schwimmern ermöglichen, Technik
und Körperhaltung zu optimieren.
Wenn Sie diese Faktoren verstehen
und optimieren, können Sie Ihr
Tempo und Ihre Effizienz und damit
Ihre Leistung im Wasser erheblich
steigern.
STRÖMUNGSWIDERSTAND
Der Strömungswiderstand setzt
sich aus zwei Widerstandsarten
zusammen: dem Reibungs- und
dem Druckwiderstand. Ersterer
HIGHTECH-BEKLEIDUNG
MINIMIERT DEN WIDERSTAND
Eine mikroskopisch dünne Wasser- oder
Luftschicht haftet am Schwimmanzug.
Die Reibung von Wasser auf Wasser oder
Luft ist viel geringer als die auf Haut.
tritt an der Körperoberfläche auf
und entsteht durch die Interaktion
zwischen der Haut und den Wasser-
molekülen. Der Druckwiderstand
entsteht durch Form und Bewegung
des Körpers, die Unterschiede im
Wasserdruck erzeugen und der Vor-
wärtsbewegung entgegenwirken.
Es gilt, den Strömungswider-
stand zu minimieren, um die
Schwimmleistung zu verbessern.
Verschiedene Strategien senken
sowohl den Reibungs- als auch den
Druckwiderstand. Eine stromlinien-
förmige Körperhaltung minimiert die
mit dem Wasser konfrontierte Ober-
fläche und verringert den Reibungs-
widerstand: Der Körper ist flach
»Sich effizient durchs Wasser zu bewegen erfordert
Stromlinienform, präzise Technik und die Mini-
mierung des Widerstands bei jedem Zug.
14
«
SCHWIMMEN UND PHYSIOLOGIE Sich durchs Wasser bewegen
Körperhaltung für opti-
male Hydrodynamik
HYDRODYNAMISCHE
HALTUNG
Strömungswider-
stand entsteht durch
Turbulenzen aus
Wirbeln.
KEINE HYDRODYNAMISCHE
HALTUNG
Nicht-stromlinien-
förmige Haltung
erhöht Größe
und Anzahl der
Wasserwirbel
und gerade, Kopf und Wirbelsäule
bilden eine Linie, und die Arme
sind gestreckt.
Bei der Schwimmbekleidung
verringern moderne Materialien
die Reibung und weisen Wasser
ab, wodurch die Oberfläche glatter
ist. Die eng anliegenden Anzüge
minimieren die Querschnittsfläche
des Körpers und senken den
Druckwiderstand.
Eine effiziente Schwimmtechnik
ist ebenso wichtig. Sanfte, kontrol-
Widerstand bei unter-
schiedlichen Formen
Die Form eines Objekts wirkt sich direkt
auf den durch Druck und Turbulenzen
verursachten Widerstand aus. Je größer
und unregelmäßiger der Frontalbereich
ist, desto größer ist der Widerstand, da
das Wasser weiter auseinandergedrückt
wird, was größere Turbulenzen um das
Objekt herum und in seinem Kielwasser
zur Folge hat. Im Gegensatz dazu er -
zeugt ein stromlinienförmiges Objekt,
das möglichst flach und schmal ist,
kleinere Druckunterschiede und somit
einen geringeren Widerstand.
lierte Bewegungen minimieren
Turbulenzen und erhalten eine
gleichmäßige Grenzschicht, was
den Strömungswiderstand weiter
senkt. Verinnerlichen Sie diese
Faktoren, bewegen Sie Ihren
Körper effizienter durchs Wasser.
DEN STRÖMUNGSWIDER-
STAND REDUZIEREN
Zusammengefasst können Sie
sowohl den Reibungswiderstand
(bzw. die Haftreibung) als auch den
STRÖMUNGSWIDERSTAND
Der Strömungswiderstand ist die der
Schwimmbewegung entgegenwirkende
Kraft. Er entsteht durch Reibung und
Druckunterschiede, verlangsamt und
erfordert mehr Anstrengung.
Druckwiderstand mit denselben
Techniken minimieren:
•• stromlinienförmige Haltung,
gleichmäßige Grenzschicht,
ausgesetzten Bereichs.
•• Hightech-Badebekleidung,
Minimieren des der Strömung
OPTIMAL STROMLINIENFÖRMIG
FAZIT
Beim Schwimmen sollte man sich um
eine optimale stromlinienförmige Form
bemühen und diese beibehalten.
15
AUFTRIEB
Die Kraft des Wassers, die den Körper hochdrückt, heißt Auftrieb. Sie
verringert den Kraftaufwand, der nötig ist, um über Wasser zu bleiben,
Effizient genutzt, minimiert sie den Widerstand und spart Energie.
Diese Kraft wirkt der Schwerkraft ent-
gegen und ermöglicht beim Schwim-
men eine erhöhte Lage im Wasser
bei verringertem Widerstand. Durch
den Auftrieb wird Energie gespart,
sodass weniger Kraft benötigt wird,
um über Wasser zu bleiben. Optima-
ler Auftrieb verhilft dem Körper zu
einer stromlinienförmigen Haltung,
minimiert den Widerstand und
ermöglicht eine gleitende, schnelle
Bewegung durchs Wasser.
Der Auftrieb verbessert sich mit
einer optimierten Körperzusam-
SCHUB UND WAS
DIE EFFIZIENZ BEEINFLUSST
Der Schub – die Kraft, die beim Schwimmen antreibt – wird durch effektive
Arm- und Beinbewegungen erzeugt. Effizient Schub zu erzeugen ist wichtig,
um im Wasser auf Tempo zu kommen und das Momentum zu nutzen.
Die Schubeffizienz hängt von meh-
reren Faktoren, u. a. Technik, Kraft
und Körperhaltung, ab. Mit der rich-
tigen Technik maximieren die Arm-
und Beinbewegungen den Vortrieb
und minimieren den Widerstand.
Kräftige Beinbewegungen
erzeugen Schub.
So ermöglicht eine hohe Ellbogen-
position beim Freistilschwimmen
einen stärkeren Zug, während ein
kräftiger Kraulbeinschlag einen
Vorwärtsimpuls erzeugt. Kraft spielt
eine wichtige Rolle, da trainierte
Muskeln mehr Kraft erzeugen und
den Schub effektiver machen. Auch
die Körperhaltung ist wichtig: Eine
Stromlinienform verringert den
Widerstand, sodass mehr Kraft aus
den Armzügen und Beinschlägen in
Vorwärtsbewegung umgesetzt wird.
Schwimmende sollten den Körper
so flach und gestreckt wie mög-
lich halten, mit minimaler seitlicher
SCHUB
Armzüge steigern
den Vortrieb.
16
SCHUBKRAFT
Effektiver Schub wird durch kraft-
volle Beinschläge und starke Arm-
züge erzeugt. Diese steigern das
Tempo, halten den Schwung aufrecht
und steigern die Schwimmeffizienz.
mensetzung, z. B. durch den Aufbau
von Muskelmasse und den Abbau
von überschüssigem Körperfett.
Auch die Technik spielt eine Rolle:
So verbessert eine horizontale Lage
mit leicht nach unten geneigtem
Kopf und den Beinen nahe an der
Wasseroberfläche den Auftrieb.
Ebenso kann Schwimmbekleidung
aus speziellen Materialien den
Auftrieb verbessern. Den Auftrieb
zu verstehen und optimal zu nutzen
ist notwendig, um die bestmögliche
Schwimmleistung zu erzielen.
Schwerkraftzentrum
Auftriebs zentrum
SCHWIMMEN
Beim Schweben
liegen die
Zentren
übereinander.
SCHWEBEPOSITION
AUFTRIEB UND TECHNIK
Die Schwebeposition hängt davon ab, wie
weit Schwerkraft- und Auftriebszentrum
auseinanderliegen, die von Körperzusam-
mensetzung und Alter abhängen. Das kann
Anpassungen bei der Technik erfordern.
SCHWIMMEN UND PHYSIOLOGIE Sich durchs Wasser bewegen
KRAFT-
TRAINING
ARM- UND
BEINTECHNIK
Eine verfeinerte Arm- und Bein-
technik steigert die Effizienz und
das Tempo. Geschmeidige, koor-
dinierte Bewegungen verringern
den Widerstand, maximieren
den Vortrieb und nutzen
die Energie optimal.
mehr Kraft und verbessern damit
die allgemeine Schwimmleistung.
Regelmäßiges Krafttraining
steigert die Ausdauer und
beugt Ermüdung auf
Langstrecken vor.
Stärkere Muskeln erzeugen
KÖRPER-
HALTUNG
bessert den Auftrieb, was die Effi-
zienz beim Schwimmen optimiert.
Der Körper sollte horizontal, der
Kopf in Verlängerung der
Wirbelsäule gehalten
werden.
Eine korrekte Ausrichtung ver-
ringert den Widerstand und ver-
SCHWIMM-
BEKLEIDUNG
ATEM-
TECHNIK
Textilien verringern den Wider-
stand und erhöhen den Auftrieb,
sodass man schneller und
effizienter schwimmt. Sie
verbessern die Haltung
und reduzieren die
Reibung.
Moderne wasserabweisende
unterstützt die Ausdauer und den
Rhythmus. Sie sorgt für eine aus-
reichende Sauerstoffaufnahme
und minimiert den Widerstand,
indem unnötige Bewegun-
gen reduziert werden.
Eine effiziente Atemtechnik
Bewegung, um die Effizienz des
Schubs zu optimieren.
Die Verbesserung dieser Kom-
ponenten kann den Schub beim
Schwimmen erheblich stei gern und
so die Leistung bzw. die Zeiten im
Wasser deutlich verbessern.
TECHNIKEN ZUR STEIGERUNG
DER EFFIZIENZ
Mehrere Faktoren entscheiden über
die Effizienz beim Schwimmen.
Ganz wesentlich ist die Verfeine-
rung der Arm- und Beintechnik:
perfektionierte Armzüge, eine
optimierte Handhaltung und flüs-
sige, koordinierte Beinbewegungen.
Jeder Schwimmzug muss präzise
ausgeführt werden, um den Vortrieb
zu maximieren und den Widerstand
zu minimieren. Ebenso wichtig ist
es, die Kraft und die Kondition zu
steigern, da stärkere Muskeln kraft-
vollere Arm- und Beinbewegungen
ermöglichen.
Schwimmer und Schwimmerin-
nen sollten ihren Körper möglichst
horizontal und gestreckt halten und
sich nur minimal seitlich bewegen.
Erwägen Sie, Hightech-Schwimm-
bekleidung anzuschaffen, um den
Wasserwiderstand zu verringern
und den Auftrieb zu verbessern
(s. S. 14–16).
Die richtige Atmung und korrek-
tes Timing sind die Voraussetzung
für eine konstante Energieversor-
gung und einen Rhythmus. Eine
TIPPS FÜR EFFIZIENTES SCHWIMMEN
Effizientes Schwimmen erfordert eine
verfeinerte Arm- und Beintechnik,
gute Kraft und Kondition, eine strom-
linienförmige Körperhaltung, Hightech-
Schwimmbekleidung, die richtige Atem-
technik und korrektes Timing.
effiziente Atmung versorgt mit
Sauerstoff, ohne dass Schwimm-
züge unterbrochen werden müssen
(s. S. 28–29). Im Hinblick auf das
Timing erzeugen gut abgestimmte
Arm- und Beinbewegungen einen
kontinuierlichen Vortrieb und eine
gleitende, effiziente Bewegung
durchs Wasser.
Durch Optimierung dieser Fak-
toren können Effizienz und Gesamt-
leistung deutlich verbessert werden.
17
FREIWASSERSCHWIMMEN
Freiwasserschwimmen findet in offenen Gewässern wie Meeren, Seen und
Flüssen statt. Schwimmende sind dabei mit Herausforderungen wie Strömungen,
Wellen und Temperaturschwankungen konfrontiert. Anders als beim Schwimmen
im Becken sind Navigationskenntnisse und Ausdauer unerlässlich.
WICHTIGE FAKTOREN
Beim Schwimmen in offenen
Gewässern hängen Sicherheit und
Leistung von mehreren Faktoren ab.
Die Temperatur ist ein kritischer
Faktor: Kaltes Wasser kann zu Unter-
kühlung, warmes zu Überhitzung
führen. Man benötigt ent sprechende
Kleidung, z. B. Neoprenanzüge.
Strömungen und Wellen sind
eine erhebliche Herausforderung
und erfordern gute Schwimmkünste:
Informieren Sie sich über die Wasser-
bewegungen und passen Sie Ihre
Technik entsprechend an. Üben Sie,
mit der eingeschränkten Sicht beim
Freiwasserschwimmen umzugehen.
Die Orientierung ist sehr wichtig;
man muss Landmarken und Bojen
kennen, um Kurs zu halten.
Machen Sie sich potenzielle
Gefahren, u. a. durch Meeresfauna
und die Wasserqualität, bewusst.
Wetterwechsel, Wind und Stürme
können auftreten. Verfolgen Sie die
Wettervorhersage und passen Sie
Ihre Pläne kurzfristig an.
Eine gute Flüssigkeits- und
Nahrungsaufnahme unterstützt die
Ausdauer und die Gesamtleistung.
Ebbe bzw. ablaufendes Wasser
Bei Ebbe zieht sich das Wasser vom Ufer zurück und
erzeugt starke Strömungen, die das Schwimmen stark
beeinträchtigen. Vorsicht bei diesen Strömungen – sie
erschweren das Vorankommen, und Schwimmende
riskieren, ins offene Meer hinausgezogen zu werden.
Buhnen sind flache Bar-
rieren, die das Abdriften
von Sediment von den
Stränden verhindern.
Die Strömung wird
stärker, je weiter
man sich vom Ufer
entfernt. Man
sollte nicht zu weit
hinausschwimmen.
Schon gewusst?
Schwimmen in
offenen Gewässern
wird immer beliebter.
die nähe zur Natur
fördert das körper-
liche und psychische
Wohlbefinden.
Normalerweise
ist die schnellste
Strecke eine gerade
Linie direkt hinter
den Buhnen.
GEGEN DIE STRÖMUNG
SCHWIMMEN
18
Wenn die Strömung
stark ist, suchen
Sie Schutz zwischen
zwei Buhnen.
Hinausschwimmen
Richten Sie sich 45°
links vom Ziel aus. Die
Strömung wird Sie
nach rechts ziehen.
Zurückschwimmen
Richten Sie sich auf
dem Rückweg auf
einen Punkt 45°
rechts vom Ziel aus.
SCHWIMMEN UND PHYSIOLOGIE Freiwasserschwimmen
GEZEITEN UND STRÖMUNGEN
Gezeiten und Strömungen wirken sich erheblich auf das Freiwasser-
schwimmen aus. Sie beeinflussen die Wasserbewegung, die Schwimm-
richtung sowie die Leistung und die Sicherheit beim Schwimmen.
Die Gezeiten, das periodische
Steigen und Sinken des Meeresspie-
gels, entstehen durch die Gravi tation
von Erde, Mond und Sonne. Sie
verursacht Strömungen, d. h. hori-
zontale Wasserbewegungen, deren
Stärke und Richtung variieren.
Schwimmer und Schwimmerin-
nen müssen die Gezeiten kennen,
denn sie bestimmen, wann und
unter welchen Bedingungen das
Schwimmen möglich ist. Bei Flut
kann das Wasser tiefer und die
Gefahr durch Unterwasserhinder-
nisse geringer sein, bei Ebbe
können Felsen und andere Hinder-
nisse sichtbar sein. Die Gezeiten
können auch starke Strömungen
verursachen, die das Vorankommen
erleichtern oder erschweren.
Flut bzw. auflaufendes Wasser
Gegen die Flut zu schwimmen erfordert Kraft, Technik und
Timing. Bleiben Sie in Ufernähe und schwimmen Sie mit
kräftigen, gleichmäßigen Zügen, um voranzukommen. Um
im Freiwasser sicher und effizient zu schwimmen, ist es
unerlässlich, Richtung und Stärke der Strömung zu kennen.
Überwinden
Sie den Wider-
stand der Flut
durch gleich-
mäßiges Tempo
und konstanten
Kraftaufwand.
Schwimmen Sie
in Ufernähe, wo
die Strömung
schwächer ist.
GEGEN DIE STRÖMUNG
SCHWIMMEN
Hinausschwimmen
Richten Sie sich 45°
rechts vom Ziel aus.
Die Strömung wird Sie
nach links ziehen.
Zurückschwimmen
Richten Sie sich 45°
links vom Ziel aus; evtl.
driften Sie trotzdem zu
weit nach rechts.
19
Strömungen, die durch Gezeiten,
Wind und die Erdrotation verur-
sacht werden, können unvorher-
sehbar und extrem stark sein. Sie
zu erkennen ist essenziell, um nicht
abzudriften oder Erschöpfung zu
riskieren. Die Strecke entsprechend
zu planen, kann die Effizienz erheb-
lich steigern.
Kennen sich Schwimmende mit
den Gezeiten und Strömungen aus,
navigieren sie sicherer und effizien-
ter durch offene Gewässer. Sie ent-
kommen z. B. einer Ripp strömung
(s. rechts), indem Sie parallel zum
Ufer schwimmen. Wenn Sie ins
Meer hinausschwimmen, erlaubt
Ihnen die Kenntnis der Strömungs-
richtung, Kurs zu halten und nicht
unnötig Energie zu verlieren.
Rippströmungen
Rippströmungen sind schmale Wasser-
kanäle mit starkem Sog vom Ufer
weg. Sie können sich an Stränden mit
Brandung bilden und sind oft schwer
zu erkennen. Gerät man in eine Ripp-
strömung, sollte man nicht versuchen,
gegen die Strömung zum Ufer zurückzu-
kehren, da dies zu viel Kraft kostet, son-
dern parallel zur Küste schwimmen, bis
man dem Sog der Strömung entkommt,
und erst dann zum Strand zurückkehren.
Rippströmungen zu erkennen, ist für die
Sicherheit im Freiwasser wichtig.
Schwimmen Sie parallel zum Ufer.
Strömung
Rippströmung
RIPPSTRÖMUNGEN MEIDEN
Schwimmen Sie quer zur Strömung,
aus ihrem Sog heraus. Rufen Sie
dann Hilfe oder kehren Sie zurück.
MUSKELANATOMIE
EINES SCHWIMMERS
Auf den folgdenen Seiten werden die am Schwimmen beteiligten Muskeln
beschrieben. Je nach Schwimmstil werden sie insbesondere in Bezug auf
Vortrieb, Stabilität und Koordination unterschiedlich beansprucht.
Mit mehr Wissen über die Muskelanatomie können
Sie Ihre Schwimmtechnik, Ihre Ausdauer und Ihre
allgemeine Leistung verbessern, da Sie die bean-
spruchten Muskeln mit gezielten Trainingsrouti-
Langer
Großzehen-
beuger
Band
Sehne
Fersen-
bein
Plantarfaszie
nen stärken können. In der Folge werden Sie beim
Schwimmen weniger schnell ermüden, außerdem
können Sie Verletzungen vorbeugen und Ihren Kör-
per für ein langes Sportlerleben gesund erhalten.
Füße
Die Füße spielen beim Schwimmen
eine große Rolle, insbesondere
für kraftvolle Beinschläge. Die
Plantarfaszie und die Sehnen
sorgen zusammen für Festigkeit
und Flexibilität der Füße. Die richtige
Fußhaltung und -bewegung steigert
den Vortrieb und ermöglicht es der
Zweiköpfiger Oberschenkel-
muskel (kurzer Kopf)
Zweiköpfiger Ober-
schenkelmuskel
(langer Kopf)
Schwimmerin, während der Schwimm-
züge das Tempo stabil zu halten.
Äußerer
Schenkel-
muskel
Mittlerer Gesäßmuskel
Zur Stabilisierung Hüft-
abduktoren kräftigen.
Großer Gesäßmuskel
Für kräftige Beinbewegungen
Gesäßmuskel aktivieren.
Gerader
Oberschenkelmuskel
Quadrizeps stabilisiert
die Position der Beine.
Langer Waden-
beinmuskel
Muskeln am
Sprunggelenk
führen die
Fußbewegungen.
Schollen-
muskel
Großzehenspreizer
Fußmuskulatur unterstützt
den Kraulbeinschlag.
20
Zwillingswadenmuskel
Wadenmuskeln unter-
stützen den Vortrieb.
Halbsehniger Muskel
Für effektive Beinbewegun-
gen hintere Oberschenkel-
muskulatur aktivieren.
Schenkelbindenspanner
Hüftbeuger unterstützt
das Anheben des Beins.
Vorderer
Schienbeinmuskel
Bewegt das Sprunggelenk.
SCHWIMMEN UND PHYSIOLOGIE Muskelanatomie eines Schwimmers
Core-Muskeln
Die Core-Muskeln sorgen beim Schwim-
men für Stabilität und Kraft. Durch
Anspannen der geraden und schrägen
Bauchmuskeln sowie der unteren
Rückenmuskulatur halten Schwim-
mende die Stromlinienform, ver-
ringern den Widerstand und führen
effiziente Wenden aus. Kräftige
Core-Muskeln unterstützen auch
die Atmung und die Ausdauer.
40–90 %
Gerader
Bauchmuskel
Core­Muskeln stabili-
sieren die Körperlage.
Großer Brustmuskel
Brustmuskeln stabili-
sieren den Oberkörper.
Bizeps
Bizeps beugt
den Arm.
Großer Kopfwender
Halsmuskeln halten
den Kopf in Position.
Brust und Schultern
Die Brust- und Schultermuskulatur ist
für die Schwimmbewegungen zentral.
Der große und der kleine Brustmuskel,
die Deltamuskeln und der Trapez-
muskel tragen zu den kraftvollen
Armbewegungen bei, die für den Vor-
trieb erforderlich sind. Diese Muskeln
zu kräftigen, verbessert die Effizienz
der Schwimmzüge und die Stabilität der
Schultern und senkt das Verletzungsrisiko.
DER VERLETZUNGEN BEIM
SCHWIMMEN BETREFFEN
DIE SCHULTERN.
Trizeps
Ein starker Trizeps ver-
bessert die Armstreckung.
Trapezmuskel (oberer Teil)
Obere Rückenmuskeln
stabilisieren die Haltung.
Breiter Rückenmuskel
Für mehr Kraft in der
Zugphase aktivieren.
Äußere schräge Bauchmuskeln
Führen Drehbewegungen des
Körpers.
Trapezmuskel (mittlerer Teil)
Unterstützt Schulter bewegungen.
Deltamuskel
Schultermuskeln liefern Kraft in der
Zugphase. Deltamuskel hebt und
stabilisiert den Arm.
DIE HALTUNG IM WASSER
Im Wasser ist eine stromlinienförmige
Körperhaltung wie die hier gezeigte wichtig,
um die Muskeln richtig zu nutzen und die
Leistung zu optimieren (s. S. 12–17).
21
RÜCKSEITIGE
SCHWIMM-
MUSKULATUR
Die Illustrationen zeigen die
Muskulatur der Beine, der Hüften
und des Gesäßes sowie des Rückens
und des Nackens im Detail. Sie richtig
auszurichten und zu aktivieren ist
wichtig, um im Wasser eine optimale
Leistung zu erbringen.
Achillessehne
Zwillings-
Fersenbein
wadenmuskel
Wade
Die Wadenmuskulatur spielt beim
Schwimmen eine zentrale Rolle, da
sie zur Bewegung des Sprung-
gelenks und zum Vortrieb beiträgt.
Sie ermöglicht effektive Beinbewe-
gungen, unterstützt die Strom-
linienform des Körpers und ver-
bessert den Schub. Starke Waden
sind wichtig für das Abstoßen von
der Beckenwand und generell für
eine effiziente Schwimmtechnik.
Zweiköpfiger Oberschenkel -
muskel (langer Kopf)
Großzehen-
spreizer
Zwillingswadenmuskel
Bildet den größten Teil
des Wadenmuskels; der
zweiköpfige Muskel ist an
der Streckung des Sprung-
gelenks und der Beugung
des Knies beteiligt.
Der seitliche Teil der hinteren Ober-
schenkelmuskulatur streckt die Hüfte,
beugt das Knie und dreht das Bein.
Schlanker Muskel
Langer, dünner, ober-
flächlicher Muskel;
unterstützt die Beugung
und Adduktion von
Hüfte und Knie.
Halbmembranöser Muskel
Teil der hinteren Oberschenkel-
muskulatur
Halbsehniger Muskel
Teil der hinteren Oberschenkel-
muskulatur
Kleinzehenspreizer
Schollenmuskel
Großer, flacher Muskel unter dem
Zwillingswadenmuskel
Äußerer
Schenkelmuskel
Großer Adduktor
Als Hüftadduktor bekannt,
ist aber auch ein kräftiger
Hüftstrecker.
Beine
Die Beinmuskeln, zu denen
der Quadrizeps, die hintere
Oberschenkelmuskulatur
und die Wadenmuskeln
gehören, sorgen für den
Vortrieb. Sie erzeugen die
Großer
Adduktor
Kraft für effektive Beinschläge
zur Vorwärtsbewegung
und zur Stabilisierung des
Körpers im Wasser. Starke
Beinmuskeln verbessern den
22
Halbmembranöser
Muskel
Schlanker Muskel
Abstoß von der Wand sowie alle
Schwimm bewegungen.
Zweiköpfiger
Oberschenkel muskel
(kurzer Kopf)
Mittlerer Gesäßmuskel
Fächerförmiger Muskel;
spreizt die Hüfte seitlich
ab und dreht das Bein.
Großer Gesäßmuskel
Einer der größten
Muskeln im Körper;
streckt die Hüfte und
dreht das Bein.
SCHWIMMEN UND PHYSIOLOGIE Muskelanatomie eines Schwimmers
Rücken und Nacken
Die Muskeln in Rücken und Nacken sorgen beim
Schwimmen für eine korrekte Körperhaltung
und einen geringen Widerstand. Kräftige
Rückenmuskeln unterstützen effiziente
Armbewegungen und Rota tionen, die
z. B. für Freistil und Rücken schwimmen
wichtig sind. Die Nackenmuskeln stabi-
lisieren den Kopf und drehen ihn sanft
beim Atmen. Zusammen verbessern
diese Muskeln die Schwimmtechnik
und die Leistung.
Äußere schräge Bauchmuskeln
Breiter Rückenmuskel
Breitester Muskel im Rücken; ver läuft
unterhalb des Schulterblatts entlang der
Wirbelsäule bis zur Fascia thoracolum-
balis im unteren Rücken.
Rückenstrecker
Spinalis, Longissimus,
Iliocostalis
Hinterer Sägemuskel
Trapezmuskel
Zwei dreieckförmige Teile, die
zusammen ein Trapez bilden; setzt
an Schädel, Wirbelsäule, Schlüssel-
bein und Schulterblatt an.
Optimale Steifigkeit
Für eine optimale Steifigkeit des
Körpers ist ein fester, aber flexibler
Core erforderlich, der die Kräfte effi-
zient vom Ober- auf den Unterkörper
überträgt. Schwimmende müssen ein
ausgewogenes Verhältnis zwischen
An- und Entspannung anstreben, um
stromlinienförmig im Wasser zu liegen.
Ein zu steifer Körper vergrößert den
Widerstand und verringert Vortrieb,
während zu geringe Spannung in
ineffizienten Bewegungen resultieren
kann. Eine fein austarierte Körper-
steifigkeit steigert die Effizienz der
Bewegungen sowie den Auftrieb und
erhöht die Kontrolle und Stabilität
bei Wenden und Übergängen. Diese
Anpassungen verhelfen Schwimmern
zu größerem Tempo.
Untergrätenmuskel
Dreieckförmiger Muskel, der an
Schulterblatt und Oberarmknochen
ansetzt; dreht den Arm nach außen
und stabilisiert die Schulter.
Trizeps
Oberarmmuskel mit drei Köpfen (Teilen), die an Ober-
armknochen, Schulterblatt und Elle ansetzen; streckt den
Unterarm im Ellbogen und unterstützt das Strecken und
Heranziehen des Arms in der Schulter.
Mittlerer
Gesäßmuskel
Birnenförmiger
Muskel
Deltamuskel
Dreieckförmiger Muskel
(Delta bedeutet auf
Griechisch Dreieck) mit
drei Hauptteilen; setzt an
Schlüsselbein, Schulterblatt
und Oberarmknochen an.
Gesäßmuskeln arbeiten zusammen für kraftvolle
Beinschläge und eine effiziente Körperhaltung.
Hüfte und Gesäß
Die Muskeln im Hüftbereich sind für die
Stabilisierung des Körpers beim Schwimmen
zentral. Die großen, mittleren und kleinen
MUSKELKOORDINATION
Effektiv zu schwimmen erfordert synchroni-
sierte Muskelkoordination. Die wichtigsten
Muskeln stabilisieren den Körper, liefern
Kraft und kontrollieren die Bewegungen.
Die richtige Muskelaktivierung verbessert
den Vortrieb und minimiert den Wider-
stand. Aktive Core-Muskeln optimieren
Rotationen und halten die Stromlinienform.
Effiziente Muskelarbeit steigert die Aus-
dauer und verringert die Ermüdung, sodass
Schwimmerinnen ihr Tempo und ihre
Technik über längere Strecken beibehalten
können. Wird all dies koordiniert, können
beim Leistungs- und Freizeitschwimmen
optimale Ergebnisse erzielt werden.
23
VORDERSEITIGE
SCHWIMM-
Gerader
MUSKULATUR
Die Illustration zeigt Knie, Arme,
Hüfte, Becken und Hände im Detail.
Zur Optimierung der Leistung und
zur Vermeidung von Verletzungen
sind eine korrekte Haltung und
der richtige Einsatz dieser Muskel-
gruppen wichtig.
Langer Zehenbeuger
Beugt die Zehen zwei bis fünf
und unterstützt die Streckung
des Sprunggelenks.
Zwillingswaden-
muskel
Oberschenkel-
muskel
Innerer
Schenkelmuskel
Seitlicher
Oberschenkel,
Iliotibialband
Patellar -
sehne
Knie
Starke Muskeln stützen das
Knie, sodass es die Belas-
tungen beim Schwimmen
bewältigen kann. Die
korrekte Ausrichtung
und Kraft in diesem
Bereich sind wichtig für
Stabilität und effiziente
Beinbewegungen.
Schlanker Muskel
Äußerer Schenkelmuskel
Gerader
Oberschenkelmuskel
Teil des Quadrizeps;
beugt die Hüfte und
streckt das Knie.
Innerer
Schenkelmuskel
Schneidermuskel
Beugt, streckt ab und
rotiert die Hüfte seitlich
und beugt das Knie.
Langer Adduktor
Fächerförmiger
Muskel; einer der
Adduktoren
Langer Großzehenstrecker
Beugt den großen Zeh und
unterstützt die Streckung des
Sprunggelenks.
Schollen-
muskel
Schenkelbindenspanner
Trägt zusammen mit Hüft- und Kniegelenk zur
Stabilisierung des Oberschenkelknochens bei.
Vorderer
Schienbeinmuskel
Großer Lendenmuskel
Der wichtigste Hüftbeuger
Hüfte und Becken
Die Hüften und das Becken sind
für kraftvolle Schwimmzüge zentral
und bilden den Ausgangspunkt
für Bein- und Rumpfbewegungen.
Aktiviert sorgen diese Muskeln für
Stabilität, korrekte Ausrichtung und
effektiven Vortrieb im Wasser.
24
Darmbeinmuskel
Funktionelle Einheit mit
dem Lendenmuskel, unter-
stützt die Hüftbeugung.
Langer Adduktor
Trägt zur Hüftbeugung
bei, stabilisiert das
Becken in der Bewegung.
SCHWIMMEN UND PHYSIOLOGIE Muskelanatomie eines Schwimmers
Arme
Unterarmmuskulatur die Effizienz
und die Kraft der Schwimmbewe-
gung. Beweglichkeit und Kraft in
diesen Muskeln sorgen für ein
geringes Verletzungsrisiko und
eine gute Gesamt leistung.
Äußere schräge Bauchmuskeln
Die größten und äußersten
Bauchmuskeln; beugen und