SECRET DESIRE - Lene Sommer - E-Book

SECRET DESIRE E-Book

Lene Sommer

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Beschreibung

Das dritte Buch der Erfolgsautorin: Eine Liebsgeschichte zweier Menschen, die das Leben schreibt. Sabrina ist jung, selbstbewusst, extrem sexy und beginnt einen neuen Job. Im "secret desire" trifft sie einen Mann, bei dessen Anblick es ihr die Sprache verschlägt. Kurz darauf treffen die beiden, wie es das Leben so will, wieder aufeinander. Ab diesen Zeitpunkt können die Beiden nicht mehr die Finger voneinander lassen. Heiße Nächte folgen und versüßen ihnen das Leben, bis Sabrina eine Entdeckung macht, bei der es ihr den Boden unter den Füssen wegzieht. Doch das ist nicht genug. Sie wird von ihrer vermeintlich großen Liebe enttäuscht und verliert gleichzeitig etwas so wertvolles, dass es sie fast ihr Leben kostet. Wird sie überleben? Ist diese Liebe nur einseitig? Findet sie ihr Glück wieder? Weitere romantische Geschichten von Lene Sommer: - Gartenzwerge küsst man nicht ( vorher bekannt unter: Sometimes you have to fall before you can fly) - Planschbecken mit Folgen - SECRET DESIRE - Light - vermixt & zugenäht - Love me again

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Seitenzahl: 108

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Lene Sommer

SECRET DESIRE

Kurzgeschichte

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Sabrina

Phil

Sabrina

Phil

Sabrina

Phil

Sabrina

Phil

Sabrina

Phil

Sabrina

Phil

Sabrina

Phil

Impressum neobooks

Sabrina

Heute ist Donnerstag, der 14. Mai 2015, ein entscheidender Tag für mich. In einer halben Stunde habe ich ein Bewerbungsgespräch. Ratlos stehe ich vor dem Kleiderschrank, da ich nicht weiß, wie dieses Gespräch ablaufen wird. Wird es anders als in einem Bekleidungsgeschäft oder Supermarkt? Das Sortiment ist auf alle Fälle anders, soviel steht fest. Leicht verwirrt schüttle ich den Kopf. Scheiß egal, du hast keine Zeit mehr. Sage ich zu mir. Ich ziehe meine hautfarbene Strumpfhose, hellblaue Kurzarmbluse und einen dunkelblauen enganliegenden Rock, der eine Hand breit über den Knien endet, an. Schick, keinesfalls zu sexy und doch elegant. Dazu den Lieblings- Blazer und fertig bin ich. Wie man merkt, ist blau meine Lieblingsfarbe. Geschminkt und gestylt bin ich schon. Meine langen blonden Haare fallen mir in leichten Wellen über den Rücken, reichen bis zum Ansatz meines perfekt geformten Hinterns. Ja ich bin stolz auf meine Figur. Ich hoffe, das kommt nicht eingebildet rüber, doch ich achte sehr auf meine Ernährung und treibe viel Sport. Die Pumps stehen in der Garderobe im Flur, in diese schlüpfe ich hinein, betrachte noch einmal das Gesamtbild im Spiegel, nehme die Handtasche und verlasse meine Wohnung. Als ich zehn Minuten später das Geschäft betrete bin ich wahnsinnig aufgeregt, ein paar Kunden schauen sich interessiert um und am Kassentresen sehe ich eine hübsche, schwarzhaarige. Mit einem Lächeln im Gesicht gehe ich auf sie zu, sie bemerkt mich. Sie schaut mich aufmerksam an und ihre Lippen verformen sich zu einem wissenden Lächeln. Ich begrüße sie und erkläre ihr, dass ich ein Vorstellungsgespräch bei Herrn Matthes habe. Sie bittet mich ihr zu folgen, wir gehen durch den Verkaufsraum, den ich mir im Anschluss unbedingt genauer anschauen möchte. Zu neugierig bin ich auf die ganzen Dinge, die hier angeboten werden. Doch jetzt heißt es erst mal: Lächeln, überzeugen, Vertrag unterzeichnen und wieder leben. Die schwarzhaarige die sich als Angie vorstellt, gibt zu verstehen, dass ich einfach am Ende des Ganges an die Tür mit der Aufschrift „Büro“ klopfen soll. Henry erwartet mich schon. Ok, Henry ist dann Herr Matthes, der Eigentümer des Geschäftes. Nachdem ich mich bedankt habe, gehe ich allein weiter. Mein Magen ist unruhig, wie lang ist es her, dass ich zu einem Gespräch eingeladen wurde. Bisher hatte ich immer sofort Absagen per Post bekommen. Das frustriert einen ungemein, nagt am Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Einer der Gründe warum ich mich auf jede freie Stelle im Bereich Verkauf beworben habe. Ich habe keine Wahl mehr mir irgendetwas herauszupicken, dass ich für mich als angemessen empfinde. Deshalb war die Überraschung dementsprechend groß als ich das Schreiben mit der Einladung für ein Gespräch bekommen hatte. Nach meinem Klopfen an der Tür, bittet mich eine angenehme Stimme dahinter, einzutreten. „Herein!“ Als ich meine Hand an die Klinke lege, schließe ich die Augen, atme noch einmal tief durch und drücke sie herunter. Mir fällt sofort auf, wie hell das Büro ist, als ich es betrete. Ganz im Gegensatz zu dem Verkaufsraum, in dem gibt es kein Tageslicht. Die ganzen Schaufenster sind mit Folie des Geschäftsnamens „secret desire“ beklebt, sodass man ohne beobachtet zu werden vergnüglich shoppen kann. Wie das in jedem Sex-Shop ist! Ja ihr lest richtig. Ich brauche diese Stelle. Seit zwei Jahren bin ich arbeitslos. Mein größter Wunsch ist es wieder zu leben. Mir etwas leisten können, mich wieder bestätigt, gebraucht fühlen und wieder einen Arbeitsalltag zu haben.

Ich brauche diese verdammte scheiß Stelle im Verkauf!

Im Büro sehe ich einem, ende dreißig, gepflegten, gutaussehenden Mann, ins Gesicht. Er erhebt sich lächelnd aus dem Bürostuhl, kommt auf mich zu. Seine braunen Augen funkeln mich freundlich an, die dunkelbraunen Haare sind akkurat geschnitten. Er sieht sehr attraktiv aus. Kennt ihr das, wenn ihr eine Person seht und die hat eine Anziehungskraft, dass man immer wieder hinschauen muss. Es ist nicht die pure Schönheit, doch irgendwas macht den Menschen aus. „Frau Walter, schön sie kennenzulernen. Setzen sie sich doch!“, sagt Herr Matthes freundlich zu mir, gibt mir die Hand und deutet auf den Stuhl, der vor seinem, sehr ordentlichen Schreibtisch steht. Ein organisierter Chef. Geht es mir sofort durch den Kopf. Wie oft hatte ich schon für Damen und Herren mit einem chaotischen Schreibtisch gearbeitet. Es war jedes Mal ein Wahnsinn. Diese Leute sind von Haus aus zerstreut, verpeilt oder unzuverlässig. Ich möchte jetzt niemanden zu nahetreten, ich kenne den Spruch. –Das Genie beherrscht das Chaos! - Aber für mich ist das nichts und wie gesagt ich habe schon dreimal mit solchen zusammengearbeitet. Nein Danke!

Nachdem ich seine Hand losgelassen habe, setze ich mich. Herr Matthes geht um seinen Schreibtisch herum, setzt sich ebenfalls in einen schwarzen, großen Stuhl, welcher gut zu seiner Statur passt. Ich schätze ihn auf 1,90cm, gut trainiert, hat einen ausdrucksstarken Händedruck. Das mag ich sehr, es gibt nichts Schlimmeres als das Gefühl einer Leiche die Hand zu schütteln. Nicht das ihr denkt ich beginne zu schwärmen, doch er riecht gut! Er ist ein Vorzeige-Exemplar! Ja das ist er, geschmackvoll gekleidet. Huch, wenn es hier um etwas anderes als den so sehr von mir benötigten Job ginge, würde ich mich gern nur von ihm im Verkaufsraum beraten lassen. Puh, mir wird warm. Grade jetzt darf ich nicht solche Gedanken haben, ich schiebe sie schnell beiseite und versuche mich zu konzentrieren. Als ich ihm ins Gesicht schaue, merke ich, wie er mich beobachtet. Oh Gott hat er es mir jetzt angesehen, was ich soeben gedacht habe? Ein kleines Lächeln sitzt auf seinen Lippen. Ich glaube, ich werde rot. Er räuspert sich, schaut auf den Stapel, der rechts von ihm auf seinem Schreibtisch liegt, nimmt meine Bewerbungsmappe in seine Hand, um sie aufzuschlagen. „Frau Walter, ihre Bewerbung gefällt mir sehr gut, deshalb habe ich sie eingeladen. Mir ist es wichtig den Bewerber oder wie in ihrem Fall, die Bewerberin persönlich kennenzulernen.“ Ob ich jetzt auch einen Test machen muss? Was schätzen sie welche Größe brauche ich bei einem Lederstring? Welchen Flogger empfehlen sie mir? Oder mit welchem Analplug haben sie die besten Erfahrungen gemacht? Meinem Kopfkino sei Dank, beginne ich zu schwitzen, habe Angst dem hier nicht gewachsen zu sein. Habe Angst, dass dies hier alles zu schmuddelig für mich ist. Herr Matthes scheint meine Unsicherheit zu spüren.

„Frau Walter, sie brauchen keinesfalls nervös zu sein. Sie sind eine intelligente Frau, das sagt mir schon ihr Lebenslauf und sehen sehr attraktiv aus, wenn ich das sagen darf. Das „secret desire“ ist ein Sex Shop, ja. Aber sauber und niveauvoll. Wie sie bei Angie gesehen haben legen wir Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild, bei uns ist nichts schmuddelig. Darauf achtet meine Frau genauso wie ich mit Sorgfalt. Wir gehen ordentlich mit unseren Angestellten um, genau das erwarten wir auch von den Kunden. Als Angestellte im Verkauf müssen sie sich natürlich mit der Ware auskennen. Genauso, wie man mich bei den Haushaltsgeräten über einen Schnellkochtopf beraten muss, sollten sie selbstbewusst auf Kunden zugehen, beraten und Fragen beantworten. Wichtig ist, dass sie dem Kunden die Unsicherheit nehmen, viele sind es sobald sie das erste Mal einen Sexshop betreten. Dann gibt es wiederum Stammkundschaften, die nur noch über Neuigkeiten beraten werden wollen. Frau Walter, Sie brauchen nicht unsicher sein. Denn Sex, egal wie jeder ihn praktiziert und auslebt, ist das Normalste von der Welt.“

Als seine Worte mich erreichen, klingt das so normal, bodenständig, dass ich mich entspanne und anfange ihn anzulächeln. „Das stimmt Herr Matthes. Danke!“ Er erwidert mein Lächeln, schaut wieder in meinen Lebenslauf. „Wie ich ihrem Lebenslauf entnehme sind sie seit 2 Jahren arbeitssuchend“, sagt er und schaut mich an. „Ja nachdem das Geschäft wo ich gearbeitet habe, schließen musste bin ich arbeitslos geworden. Leider ist es in der aktuellen Arbeitsmarktsituation sehr schwer eine Stelle im Verkauf zu finden“, gebe ich ehrlich zu. Er nickt und bestätigt damit meine Worte. „Ja da haben sie Recht, genauso schwer ist es jemanden mit Engagement und Zuverlässigkeit zu finden. Aber bei ihnen habe ich ein gutes Gefühl.“ Leicht unsicher und baff schaue ich ihn an. „Frau Walter ich möchte sie gern in meinem Team, natürlich kann ich eine Arbeitsleistung erst beurteilen, wenn man denjenigen arbeiten sieht. Doch da mache ich mir bei ihnen keine Gedanken. In das Sortiment werden sie sich schnell einfinden. Angie, die anderen und auch ich werden ihnen dabei behilflich sein. Wir haben Verkaufsschulungen, genauso wie Produktschulungen. Sie schreiben sie sind lernfähig und wissbegierig. Von dem her sehe ich da keine Probleme. Außerdem denke ich, dass sie weitere Kunden anziehen werden, wenn sich einmal rumspricht was wir für eine bildhübsche neue Angestellte haben. Er schließt die Mappe und schaut mich abwartend an. Ich schaue total überwältigt in sein Gesicht. Räuspere mich und frage unsicher. „War das jetzt ein, ich stelle sie ein?“ Herr Matthes lacht vergnügt, antwortet mir im Aufstehen und reicht mir die Hand. „Ja Frau Walter, willkommen im -secret desire-!“ Mir klappt der Mund auf und ich schaue total perplex auf seine Hand. Er steht immer noch vor mir, der Schreibtisch zwischen uns, schaut mich an und hebt leicht amüsiert und abwartend eine Augenbraue. Ich fange mich wieder, klappe meinen Mund zu, stehe hastig auf und lege meine Hand in seine große starke. „Ich freue mich auf eine Zusammenarbeit!“ Mein Gesicht wird von einem riesigen Lächeln überzogen. „Ich mich erst Herr Matthes.“ Als wir unsere Hände wieder voneinander lösen, deutet er mir mich wieder zu setzen. „Dann bräuchte ich bitte nur noch ihre Sozialversicherungsnummer. Alle anderen Daten habe ich bereits von ihnen. Sind sie einverstanden mit kommendem Montag bei uns anzufangen? Denn dies ist der 18., das würde dann für mich auch gut passen.“ Das ist gerade alles zu viel für mein Hirn, bin total überfordert und doch überaus glücklich, deshalb bin ich mit allem einverstanden. Herr Matthes bespricht mit mir die Urlaubstage, welche Kleidung erwünscht ist, wie die Arbeitszeiten sind. Es gibt zwei Schichten. Jedes zweite Wochenende hat man frei. Ich finde diese Regelung toll. Es gibt Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Spätestens bei dem Satz bin ich kurz vor dem ausflippen. Denn das ist nicht mehr oft in Deutschland heutzutage. Die Angestellten bekommen Personalrabatt, ganze 25%!!! In Gedanken male ich mir aus, was ich schon immer mal ausprobieren wollte. Ob Herr Matthes mir wohl alles erklärt???Ah stopp er ist ja verheiratet. Wir beenden, das für mich überaus positiv verlaufene Gespräch, mit der Information, dass es für mich am Montag eine Vorstellung der verschiedenen Bereiche im Verkaufsraum gibt. Eine Warenvorstellung und eine Kassenschulung. Wir verabschieden uns am Ende des Flurs, der an den Verkaufsraum grenzt. Herr Matthes wünscht mir noch einen schönen Tag und lässt mich dann allein. Das lief jetzt alles zu glatt für mich, nehme ich die letzten beiden Jahre als Beispiel für völliges Versagen. Erst als Angie vor mir steht, bemerke ich sie so benommen bin ich noch. „Ich kenne Henrys Gesichtsausdruck, wenn er zufrieden ist. Willkommen im Team.“ Heißt sie mich mit einer ausgestreckten Hand willkommen. Diese nehme ich sehr gern entgegen. „Vielen Dank, puh. Entschuldige, doch ich bin überwältigt.“ Gebe ich zu. Angie kichert. „Glaube mir, das ging mir auch so, immerhin ist es ja kein Wurstfachgeschäft. Obwohl, eigentlich schon.“ Gibt sie lachend von sich. „Irgendwann hast du eine andere Einstellung zu dem Ganzen hier, als am Anfang. Es ist das normalste der Welt.“ „Wahrscheinlich hast du recht“, gebe ich mit einem Nicken noch als Bestätigung zurück. „Das Einzige, was am Anfang komisch ist, wenn man es den Eltern sagt.“ Auf einmal habe ich Hitze Attacken, mir rinnt es den Rücken runter. Ach du scheiße, Mama. Denke ich nur noch. Die wird aus den Latschen kippen, nachdem sie sich gefreut hat, dass ich einen neuen Arbeitsplatz habe. Naja nützt nun alles nichts. Da muss ich durch. Wir haben ein gutes Verhältnis. Sehen uns oft, lieber beiße ich jetzt in den sauren Apfel als später. Jeder von euch versteht es jetzt sicherlich, dass ich keinen Kopf mehr dafür frei habe mich im Geschäft umzusehen. Die kurze Strecke von maximal zehn Minuten gehe ich zu Fuß vom Geschäft zu mir nach Hause. Steige in mein Auto und begebe mich auf den Weg von meiner Wohnung in Berlin Schöneberg nach Schmargendorf zu meiner Mutter. Nicht das ihr jetzt denkt ich bin eine kleine reiche verzogene Göre. Nein, dem ist nicht so. Ich bin ohne Vater aufgewachsen. Meine alleinerziehende Mutter hatte das Glück als Haushälterin bei der Familie Steinkamp anzufangen, als ich vier Jahre war. Dazu gehört eine eigene Wohnung, die an deren Villa grenzt. Natürlich nicht uneigennützig von Familie Steinkamp. Meine Mutter war seit meinem vierten Lebensjahr den ganzen Tag über in deren Villa. Mir fehlte es an nichts, wir waren versorgt, sie liebt diesen Job und hat diesen auch jetzt noch. Sie gehört, wie man so schön sagt zum Inventar der Familie. Die Familie Steinkamp gehört seit Jahren zu den reichsten im ganzen Berliner Umkreis. Sie sind DIE Dynastien Familie überhaupt. Richard und Magnolia