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Das hier vorgelegte Buch ist ein erotisches Tagebuch - und ja, es handelt sich um ein pornographisches Buch. Das muss in der Tat mit "Ja" beantwortet werden und entspricht voll und ganz der Absicht des Autors. Jedoch: Es ist ein sinnliches einladendes Buch der besonderen Art. Authentisch. Erregend. Lehrreich. Intensiv erlebt. Einfühlsam. Humorvoll geschrieben. Prickelnd und verführerisch. Der Protagonist ist ein erfahrener Mediziner. Ein Mann der die Frauen liebt. Ein träumerisch schwelgerischer Casanova, ein selbstverliebter und panerotischer Honoré de Balzac. Getrieben von unstillbarer Neugier und Lust. Neugier auf das vermeintlich Unbekannte, Lust auf junge gefällige attraktive Frauenkörper, Lust auf nie geahnte Empfindungen. Ein eher verschwiegenen Teil des Rotlicht-Milieus wird beleuchtet, in eine erotisch-spannende Handlung einbettet. Und kommt gleichzeitig ohne moralische Belehrung aus. Der Text ist aus der Sichtweise eines Mannes und Arztes geschrieben! - Leser können aufgrund der Berufswahl des Autors Empathie für die handelnden Personen, Frauen, erwarten und werden über den gesamten Text nicht enttäuscht. Männer erhalten aus berufener Hand eine Art von "Freibrief" für ihre Sünden (selbstverständlich nur, wenn sie die Frauen gut behandeln). Frauen haben die Möglichkeit, mehr über die Gründe zu erfahren, warum Männer Clubs besuchen und andere Frauen diese Männer in Clubs empfangen. Und völlig neu: Sachliche Informationen über FKK-Clubs und Pay-Sex sind auf dem Buchmarkt nur schwer zu bekommen. (Im Internet existieren zwar diverse Freier-Foren, dort wird das Geschehen jedoch aus männlich-dominanter Sicht geschildert.) Der Leser und die Leserin können eintauchen in die Abgründe sexueller Phantasien und Begierden. Abtauchen in ungeahnte Tiefen der zwischenmenschlichen Leidenschaft und Wollust. Zusehen und mitfühlen dabei - dabei sein, bei sämtlichen Interaktionen und beim Geschlechtsakt zwischen Mann und Frau. Beinahe sämtliche Spielarten beim Sex werden naturgetreu, ausführlich, detailverliebt und facettenreich beschrieben. Man kann aber auch noch so einiges lernen: Während man dem nächsten Geschlechtsakt, dem nächsten Sexabenteuer entgegenfiebert, wird mit viel Sachkenntnis über medizinische und pathophysiologische Zusammenhänge und Abläufe beim Liebesspiel geplaudert.
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Seitenzahl: 162
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Chris Clayton Parker Cox M.D.
SEDUCTION in SIN
- Erotisches Tagebuch eines Arztes -
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
PROLOG
VORSPANN
Erklärung - Im Sex Club
EINLEITUNG
Latifa - Lust und Leidenschaft
Latifa first
Impressum neobooks
Chris Clayton Parker Cox, M.D.
Seduction in Sin
(Sünde der Leidenschaft – Sündige Verlockung – Verführung in Sünde)
- - -
- Erotisches Tagebuch eines Arztes -
WIDMUNG
Allen Frauen dieser Welt.
Dem wunderbarsten Geschöpf auf Erden,
welche ihr uns Männer ach so glücklich macht.
KAPITEL I
لطيفة
Latifa - La.ti.fa
My beautyful love
(La.Ti.Fa. - Lust meiner Lenden)
Latifa – introduction / Latifa first (a relaxed time with … )
Eine Liebeserklärung - (a love story, declaration of love)
Latifa, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele. La-ti-fa: Die Zungenspitze unternimmt eine Reise von zwei Sprüngen den Gaumen hinab, um beim dritten Mal nur dazuliegen und bei Drei (schnalzt) tippt die Unterlippe an die Zähne. La. Ti. Fa.
(frei nach Vladimir Nabokov, Lolita)
Wir schreiben das Jahr 2023. Normalität hat endlich wieder Einzug gehalten in unseren Alltag und in unser Leben. SARS-CoV-2 oder Covid-19, damals, die schlimme Pandemie; das ist längst vergessen. Keine Entbehrungen mehr. Wir schöpfen wieder aus dem Vollen. Zum Glück. Eine bessere Zeit. Vieles hat sich seither verändert. Aber vieles ist auch gleich geblieben. Die Arbeitswelt ist geblieben. Wir können wieder feiern und reisen. Vergnügungsparks und Amüsiermeilen sind wieder offen. Der Wunsch nach Zerstreuung, Abwechslung und nach Vergnügen ist ungebrochen. Die Sehnsucht Freunde zu treffen, Partys feiern, alles das ist wieder möglich. So wie damals. So wie früher. Auch das Laster ist wieder da. Und kann ausgelebt werden. Kein sexueller Notstand mehr. So, wie ich es damals niedergeschrieben habe.
Das normale Leben hat uns wieder. Wir, die wir überlebt haben. Arbeit, Familie, Nachbarn, soziales Leben, Kunst, Theater, Kino, Musik. Das öffentliche Leben. Alles das ist zurückgekehrt. Partys, Bars, Urlaub. Europa. Die Welt. Ein wenig Freude. Alles das. Reisen in unsere Nachbarländer, auf dem Kontinent und überall hin. Alles ist wieder möglich.
__ __ __
Es war einmal ein Narr, der auszog, die Welt zu erkunden. Und sich die Hörner abzustoßen. Ich bin kein notorischer Fremdgänger. Ich bin verheiratet. Nichts läge mir ferner als das. Aber irgendwann war ich zu schwach. Und irgendwann ließ mich die Neugier nicht mehr los.
„Die Liebe besteht zu drei Viertel aus Neugier.“ Nachzulesen bei Casanova, meinem Freund. Ich mache das erst seit drei Jahren. Ab und an. Nicht im Übermaß. Mitnichten. „Es gibt die eine Welt hier drinnen und es gibt die andere Welt da draußen.“ So hat es mir einmal einer der Freier oder eben Clubbesucher erläutert. Aber es stimmt. Es gibt hier eine ganz eigene Männerwelt. Von der sollte draußen aber niemand etwas wissen oder ahnen. Es ist aber immer voll in solchen Etablissements. Ein Prinzenreich. Saunaclubs. Erstaunlich. Vor dem Laden stehen große luxuriöse Autos geparkt. Geschäftsautos, SUV`s, Familienkutschen. Frönen allesamt der Freikörperkultur.
Von FKK-Clubs oder Sauna-Club Anlagen wusste ich bis dahin noch nichts. Ich stehe mitten im Leben. Auch ich hatte keinen blassen Schimmer. Ich dachte, leichte Mädchen, Dirnen und Prostituierte stehen auf der Strasse oder man müsse sie in heruntergekommenen schmuddeligen Zimmern aufsuchen. Auch ging ich davon aus, die sind alle bereits älter, zumindest abgehalftert und eben nuttig. Also nicht oder wenig attraktiv. Interessiert mich also nicht. Oder? Alles schmutzig, und obendrein ein schmutziges Geschäft. Ja, so dachte ich. Aber dann kam alles ganz anders.
Liebe Frauen, ihr wollt es lieber gar nicht wissen, was eure Männer alles auf Geschäftsreise oder in ihrer Freizeit so treiben. Und hier, das hier, das verspricht ein exklusives „Super Luxus Wellness Erlebnis für offenherzige und freizügige Menschen“. „Einzigartig unartig!“ So machen sie aufmerksam, so werben sie. Wer sollte daran je etwas Schlimmes finden. Dass dort nun einmal reger Betrieb herrscht, das ist aber eben nichts Neues. Das ist in Hurenhäusern ja schon immer so gewesen. Seit Jahrtausenden. Charly Sheen und Hugh Grant waren schon dort. Schon vergessen? Sogar der smarte Michel Friedmann. Auch Goethe ließ unter falschem Namen in Italien seinen sexuellen Interessen freieren Lauf. Und? Frage ich. Was wäre schlimm daran? Auch Henri de Toulouse-Lautrec und Charles Bukowski verbrachten ihre Abende im Rotlichtmilieu.
Dies soll jetzt auch keine moralische Rechtfertigung sein. Und wenn, es würde überdies nichts nützen. Eine Verteidigung? Ich habe keine. Ich mache mir kein Gewissen.
Abwechslung ist immer süß. Und grün ist des Lebens goldner Baum. Bislang mögen es in dieser Zeit an die zwölf Frauen gewesen sein, mit denen ich zusammen war. In den allermeisten Fällen war es immer etwas Neues. Sagen wir, immer etwas Neues, Frivoles und Unbekanntes. Und fast jedes Mal, also in den meisten Fällen, hat es mir gefallen.
Wie viele Stammtisch-, Männer- und Bordellwitze gibt es. Alle können sie einen erzählen und alle Male wird herzhaft darüber gelacht. Männer und Frauen übrigens gleichermaßen. Gut, man lacht über die Pointe, aber eben auch über das Verruchte, das Verbotene. Das vermeintlich Unbekannte. Es will aber nie jemand tatsächlich einmal einen Puff von innen gesehen haben. Im Zweifel fragen sie doch mal nach.
Sex zu Hause. Das habe ich auch. Guten, sehr guten. Sehr, sehr guten Sex. Und oft. Wie geht das fragen sie? Ich kann es selbst nicht sagen. Ich nenne es eine Auszeit oder eben eine „Zweite Welt“. Da bin ich nicht der Einzige anscheinend mit einem Doppelleben. Alles begann mit unstillbarer Neugier. Auf Dinge die zu Hause nicht stattfinden, sondern nur in der Phantasie. Und eben Neugier auf andere Frauen. Ja, ich gebe es zu: ich wollte noch weitere Frauenkörper. Sie begehren. Anfassen, streicheln, begehren dürfen. Sie verehren. Sie nehmen. Meine Manneskraft erproben, auf die Probe stellen, Neues erproben. Auch in wollte nun vom Baum der Erkenntnis essen. Das Leben ist keine Schachtel. Der Gedanke ist herangereift, gewachsen sozusagen bis hin zur Umsetzung. Bis hin zur Tat. Wie bei einem Verbrecher, Triebtäter. Unmoralisch? Aber natürlich, in höchstem Maße sogar.
Monogamie in unserer Gesellschaft ist ein unumstößliches moralisches Dogma. Auch Sexualpraktiken werden bislang zensiert. Und erst recht unübliche Neigungen haben im Verborgenen zu bleiben. Nun hat ja bekanntermaßen auch die Frauenwelt ihr eigenes Sexualempfinden oder aber zumindest eigene erotische Phantasien. Wer „Shades of Grey“ nicht gelesen hat, und das sind wohl nur wenige, der war doch zumindest mit der besten Freundin dann im Kino, um genau diesen Film zu sehen. Fragen Sie mal nach.
Eins aber ist sicher: Entweder ich lande im Paradies oder auf dem Schafott. Oder beides. Nun mag man mich einen armen Tropf, ein „Schwein“, schimpfen. Das mag wohl zutreffen. Dennoch bitte ich, mein moralisches Zerwürfnis mit Milde zu betrachten. Überdies wäre ich dann gestern, und auch sonst, nicht und niemals im Club “Casablanca“ gewesen. Gerade das aber gibt mir nun Inspiration. Ansporn, Inspiration und vielleicht auch Phantasie, um diese meine Geschichte nieder zu schreiben und gleichwohl mit Ihnen, geschätzter Leser nochmals gemeinsam zu erleben, zu durchleben und zu teilen.
Den Frauen und den Müttern dieser Welt gilt weiterhin meine ganze Zuneigung und Wertschätzung. Den Ehefrauen, aber auch den Huren. Jede ist es wert, geliebt zu werden. Jede Frau ist in der Lage einen Mann zu verzaubern. Und jede Frau wäre in der Lage, einen Mann um den Verstand zu bringen. Ihn in den siebten Himmel zu katapultieren. Eine Jede könnte Ihm alles abverlangen und so gemeinsam mit ihm die schönsten Sinnenfreuden erleben.
Rückblick
Ich war also gestern im Casablanca. Ein sogenannter Premium Sauna- und FKK-Club. Von dieser Art gibt es so viele. zumeist im Umland einer Großstadt. Dort war ich nun bereits zum fünften Mal. Vorgefunden hatte ich in den Clubs alles, was ich mir erträumt habe. Wunderschöne anziehende Frauenkörper, schöner als erwartet. Frauen die bereit sind Dinge zu tun, welche im eigenen Bett passé sind oder nur zu selten geschehen.
Also: Ein Donnerstag, nach 17:00 Uhr, Juli Special Preis 60 Euro. Es kostet sonst 75 Euro, Buffet inklusive. Ich habe eingecheckt und mich umgezogen, das heißt ausgezogen. Gleich hiernach habe ich ein türkisfarbenes Handtuch um meine Lenden gebunden. Alle Männer tragen türkis, schick. Die meisten einen Bademantel. Die Umkleiden, Sauna, Dampfbad, Whirlpool und Ruhezone sind im Untergeschoss. Ich gehe erst mal hinauf an die Bar. Ordere ein Bier aus der Flasche, 0,3l für fünf Euro, diesmal ohne Glas. Es ist sehr heiß an diesem Sommertag.
Eigentlich bin ich heute gekommen um eines der süßen leichten Mädchen wiederzusehen. Seit letztem Mal ist sie mein Favorit, mein Champion. Mein letzter Besuch bei Latifa war vor zwei Wochen. Sie ist vierundzwanzig Jahre jung und es war schon etwas Besonderes mit ihr. Seit dem letzten Jahr war ich nun schon zwei Mal mit ihr zusammen.
Zuerst aber sehe ich Geanina gleich neben der Bar. Sie ist groß, mit schwarzen schulterlangen und glatt frisierten Haaren. Sehr hübsches Gesicht, etliche schöne Sommersprossen auf ihrer Stupsnase, auf Wangen und Gesicht. Eine große Brille mit schwarzem Rand, die steht ihr gut. Ein hübsches hellbraunes Muttermal seitlich an ihrer linken Brust in der Form einer Mandel, vielleicht etwas weniger als zwei Zentimeter in der Länge. Oval und leicht schräg nach vorne unten verlaufend. Hieran konnte ich sie zweifelsfrei wieder erkennen. Sie ist nett humorvoll und amüsant. Sie spricht ganz passabel deutsch, das ist angenehm.
Alle Mädchen hier sind sehr gepflegt und machen was her. Gut, die allermeisten rauchen. Leider. Ich bin ein notorischer Nichtraucher, nun gut. Auch sonst ist aber alles sehr sauber und obendrein stilvoll eingerichtet. Ein sogenannter ,,Premium-Club“. Die meisten Freudenmädchen, sagen wir Gunstgewerblerinnen, kommen aus Rumänien und sprechen kaum oder schlecht Deutsch. Im schlimmsten Fall klingt es dann ,,Schatzi, Schatzi ...“, oder eben das schlimme „F“-Wort. Konversation, oder was immer man unter Ouvertüre verstehen mag, geht da natürlich nicht. Für mich jedenfalls.
Premiere mit Latifa war im letzten Jahr Ende im September:
[ 26.09.2016 ]
Anbahnung an der Bar, Unterhaltung auf Englisch, das klappte ganz gut. Eine tolle Schnitte. Viel mussten wir nicht reden, schnell hatten wir uns geeinigt. 50430, d.h. 50 Euro für 30 Minuten. Damals hatte sie eine blaue Strähne links vorne am Scheitel und an der Seite in ihrem langen schwarzen Haar eingefärbt. Das gefiel mir sehr. Als ich mich zu ihr setze, kann ich es erst gar nicht fassen, dass sie mit mir aufs Zimmer gehen würde. So ein zauberhaftes Wesen.
An dem gleichen Abend hatte ich einiges später noch einmal eine „Schnelle Runde“ im sogenannten Arztzimmer und ebendies mit Geanina, die jetzt wieder bei mir sitzt. (Zwischenzeitlich hatte sie eine Zeit lang blondes Haar und Kontaktlinsen statt Brille…) Ja es gibt einen Beratungs- oder Behandlungsraum im „Casablanca“. Einmal im Monat ist ein Doktor anwesend. Ein richtiger Arzt. Wohl für Männerprobleme? Ich denke mal das Männerproblem dort heißt „Sildenafil“ (=Viagra®).
I`m high as hell, I only took half a pill
(Nicki Minaij, aus Songtext Anaconda)
Es war ein Dienstag, alle Zimmer waren belegt. Oktoberfeststimmung. Partylaune. Auf der Treppe, welche in die oberen Gefilde führt, stand gar eine Warteschlange von Freiern mit ihren Auserwählten. Im Obergeschoss sind die Liebesnester zimmerweise eingerichtet, es dürften mindestens zwanzig sein.
Als ich ihr nun davon erzähle, dass wir eben an diesem Abend notgedrungen ins Arztzimmer ausgewichen waren, da lacht sie. „Ja“, eine ,,Schnelle Runde“. Und lacht noch mal, ob dieser schönen Wortschöpfung. Eigentlich stammt die ja von ihr selbst.
Es war ein Blowjob, sonst ging bei mir nichts mehr. Wir hatten es versucht, alles, a tempo in Missionarstellung auf der Untersuchungsliege und Doggy-Style auf dem Boden. Sie ist so eine geile Wildkatze. Vis a tergo, volle „Kraft von hinten“. Bei mir war aber die Luft schon raus und mit Kondom ging es erst recht nicht. Ich also rücklings auf die Untersuchungsliege. Mich ihr dargeboten. Ein kleiner Snack. Sie zunächst von unten her an meinem Glied fingernd. Dann schnell ein paar geschickt gesetzte feste Streicheleinheiten ihrer feuchten Zunge. Vom Penisschaft her beginnend und dann hoch leckend bis ganz hinauf. Im Wechsel dazu einige schnell drehende Handmassagen und ich kam schnell wieder zu Besinnung. Kam wieder zu mir. Bekam wieder eine harte Erektion. Sie saugt und schleckt nun daran, an meinem Schwanz, um dann ihre Lippen über meiner Eichel zu streichen, sie dort kreisen zu lassen.
Nun hatte es dann umso länger gedauert bis ich wieder kommen konnte. Zunächst schien alles aussichtslos, sie arbeitete lange an meinem steifen Glied. Sie war sehr bemüht, wollte es aber unbedingt, musste lange „blasen“ und an Ihm arbeiten. Irgendwann merkte ich, dass es klappen kann. Ich merkte, dass es noch eine Zeit dauern würde, aber ich würde noch ein zweites Mal heute kommen. Sie forderte mich eindringlich auf vorher Bescheid zu sagen. Mochte wohl nicht unverhofft mein Sperma ins Gesicht abbekommen. Aufnahme in den Mund bot sie mir an. Sie war ganz scharf drauf. Aber nur wegen des Geldes glaube ich. Wäre noch mal 50 Euro extra gewesen. Nein, sagte ich. Das spare ich mir heute. Es konnte ja auch gar nicht mehr so viel drin sein dachte ich mir. Ich bot Ihr 25. Aber darauf wollte sie nicht eingehen. Konsequent. Sie machte brav weiter. Als mein Saft dann doch endlich und in etlichen heftigen Spritzern ejakulierte, da war es dann besonders entschlossen. Feststehend und energisch. Mit gewaltigen Zuckungen.
Besonders schön und intensiv für mich. Schlussendlich waren es aber kaum zwanzig Minuten gewesen im Arztzimmer. Ich hatte ihr, weil es doch so wahnsinnig geil und doch so unkompliziert war mit ihr, sogar mitunter amüsant und lustig, dann noch ein kleines Trinkgeld gegeben. Also 60420, statt 50430. Verstanden?
„Eine schnelle Runde“, das stammt aus dem Französischen. Gewusst? Nein. Das kommt von „tour“. Runde. Touristen beispielsweise haben gerne eine Runde gemacht. Einen Ausflug. Das heißt dann „faire une tour.“ Ja. „Eine Runde machen.“
„Ja, dann lass uns aufs Zimmer gehen“, fordert sie mich nun auf, ganz direkt und ohne Umschweife. Geanina, sie ist Profi, das merkt man. Sie mache alles, außer Analverkehr. Das sagte sie mir bereits beim letzen Mal. „Nein, nein“, sage ich. Ich mache ihr heute von vornherein keine Hoffnung. Sage ihr gleich, dass ich auf Latifa warte. Heute geh ich nur mit Latifa. Gehe mit ihr aufs Zimmer. „Es tut mir leid, I`m sorry.“ Sie wiederum spielt die Verletzte, die Enttäuschte. Schmollt.
„Hast du angerufen?“, fragt sie mich. Wieso fragt sie das? Ich antworte ihr: „Ja.“ Ich hatte ein paar Tage zuvor tatsächlich angerufen, um die Anwesenheit von Latifa nachzufragen. Ja, so hieß es, sie sei da, am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Sie, also Geanina und wohl auch einige der anderen Mädchen wissen das dann wohl schon alles, von der Dame an der Rezeption. Und womöglich haben sie geredet. Sie habe das so mitbekommen, sagt Geanina. Ich bestätige es ihr also nochmal. „Ja“, sage ich, „in der Tat, ich möchte noch warten“, und vertröste also die liebenswerte Geanina. Sie nimmt es hin, kommentarlos. No Chance. Alsdann nimmt sie mich mit in den Gartenbereich. Dort gibt es heute Sonne, blauen Himmel und Barbeque. Und hübsche hungrige und nackte Frauen. Das Essen sei heute bereits eine Stunde eher fertig, sagt Geanina. Also dann. Alle Mädels sind da, fast. Ich lasse Geanina in der Schlange am Buffet etwas vor, ich möchte mich bei ihr nicht anklammern. Dann: Barbeque draußen. Cevapcici für mich, Brot, Kartoffelsalat, gebratene Paprika. Alles Bestens. Hole ein Wasser zum lecker herzhaften Essen. Und ein zweites Bier. Wunderbar. Alles ganz entspannt. Eigentlich fehlt nichts.
Ich setze mich an einen der drei großen Gartentische. Während dem Essen ein Gespräch, Small Talk, mit zwei Mitgenossen. Ein recht übergewichtiger Blonder mit beeindruckendem Buddha-Bauch, vielleicht 58 Jahre alt, geschieden. Aber: ,, ...es waren schöne Jahre ...“, nicht alles war schlecht, sagt er. Na. Also. „Blaue Lagune“ - da sei es nicht mehr so gut, er komme jetzt immer hierher. Ein hagerer und drahtiger Junggeselle, auch blond, so um die 40 Jahre alt sitzt mit in der Runde. Eher zurückhaltend. Ein etwas schüchtern wirkender hellhäutiger Typ, aber mit ordentlich Pektoralis-Muskeln. Er sei Kletterer, aber nicht etwa in einer Kletterhalle, nein, richtig, Outdoor. Er fahre dazu in die Berge. Das ist sein Hobby. Er komme aus einer ländlichen Region, weit im Süden der Stadt. Nichtraucher. Kein Alkohol, nicht aus Überzeugung. Es schmecke ihm einfach nicht. Folgerichtig und das lag nun auf der Hand machen wir uns gemeinsam mit ihm lustig. Sport, null Alkohol, Nichtraucher - und dann doch das eine „schlimme Laster“. „Ja“, sagt er verlegen, „das sei nun einmal so.“ Dann wird philosophiert. O-Ton: „ … ach, aber immer mit der Gleichen“, das will er auch nicht. Er seufzt, setzt eine kleine Pause und senkt den Kopf, jammert über seine missliche Situation. Das sei aber eben alles „so kostspielig ...“, also sein eigentliches Laster. Ja, er meint Sex gegen Bezahlung.
Ich selbst erzähle nicht allzu viel von mir. Bin nicht oft in solchen Clubs sage ich. Auch erst seit zwei oder drei Jahren, unregelmäßig. Habe mich aber kürzlich eben genau hier verliebt sage ich selbstbewusst. „Amors Pfeil hat mich getroffen.“ Ich nehme die anderen ein bisschen auf den Arm. „Die Liebe, auch ich kann nichts dagegen machen ...“, sage ich. Wir lachen.
Dann endlich. Unverhofft in dem Moment und eher ganz beiläufig. Latifa, mein Stern, steht auf dem Podest. Was für eine Figur. Ihr wundersam wunderschöner nackter Körper steht mit einem Mal da. Gütiger Gott! Dies ist eigentlich ein Treppenabgang der zum Garten hinabführt. Wunderschön anzusehen. Lang aufragende Beine und straff angespannte zweibäuchige Wadenmuskeln. Diese werden vorteilhaft herausgestellt durch die High Heels, welche sie tragen. Darauf ist sie splitternackt. Nichts sonst, außer Schuhe. Lackfarben. Rot. Ein paar übertrieben hochhackiger Schuhe aus klar-durchsichtigem und hellrotem Kunststoff. Diese „High Heels“ sind über ihren Fesseln mit einem schmalen roten Riemen verschnürt. Langes glatt herabfallendes schwarzes Haar, fast bis zum Po. Für mich hat Latifa die unschlagbar sagenhafte Figur und die unwiderstehliche Anziehungskraft von Jessica Rabbit.
Sie lächelt zu mir herüber, zu mir? Ich muss mich ganz umdrehen, um sie sehen zu können. Muss meinen Hals verrenken. Meint sie wirklich mich? Hat sie mich wirklich erkannt? Unser letztes Mal liegt bereits zwei Wochen zurück.
Ich gehe hoch. Zu ihr. Sie lacht mich an. Ich umfasse ihre Taille mit meiner Hand. Gemeinsam gehen wir an den Tresen. An die Bar. Alles wirkt vertraut. Wir umarmen und herzen uns flüchtig. Wir sind wieder vereint. Vereint in Zweisamkeit. Ich küsse sie auf die Wange. Dann betrachte ich ihr Lächeln. Und ihre Nacktheit. In ihre Auslage, in ihre Obstschale, hat sie zwei prachtvolle Äpfel hineingelegt. Güldene Äpfel. Gold glänzende. Makellos. Einer gleicht dem anderen, ein Zwillingspaar. Edel. Erhaben. Und zweifelsohne, und ganz gewiss, es sind die Äpfel der Verführung. Das Bild hat sich mir in mein Gedächtnis eingebrannt. So schön ist der Ausblick. Unverhüllt. Und greifbar nah. Alles. Sicherlich. Ich betrachte sie. Die Zeit scheint stillzustehen, alles hat nun Zeit.
Am linken Oberschenkel, weit oben zur Leiste und nach innen zum Schambein hin gelegen hat sie ein etwa drei Zentimeter langes dunkelbraunes fast schwarzes Muttermal. Im sogenannten Schenkeldreieck „Trigonum femorale“. Es ist längs ausgerichtet und liegt genau unterhalb der Leistenfurche. Es hat in etwa die Form des Genfer Sees allerdings ohne den kleinen südwestlichen Genf-Zipfel. Zuckersüß.
