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Am See, fernab von der Welt, wo das Wasser im Abendlicht glitzert und der Sommerwind die Haut streichelt, findet Hannah mehr als nur Ruhe. Sie findet sich selbst und die Freiheit, alles zu fühlen. Zwischen alten Erinnerungen und neuen Begegnungen entspinnt sich ein Spiel aus Blicken, Berührungen und unausgesprochenen Versprechen. Was als Rückzug beginnt, wird schnell zu einer Reise in die tiefsten Schichten ihrer Sehnsucht. Zwei Männer – Lukas, vertraut wie ein längst verlorenes Zuhause und Finn, ein Echo vergangener Leidenschaft, treten in ihr Leben und bald verschwimmen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Jeder von ihnen sieht sie auf eine andere Weise, jeder weckt in ihr eine andere Facette ihres Verlangens. Doch der See birgt mehr als idyllische Stille, er wird zum Spiegel ihrer geheimsten Wünsche und zum Zeugen eines mutigen Bekenntnisses, dass Liebe, Lust und Freiheit nicht an Konventionen gebunden sind. In sinnlichen Nächten und zärtlichen Tagen erkundet Hannah ihre Macht, ihre Hingabe und den Mut, sich nicht zu entscheiden. Zwischen vertrauten Händen und neuen Versuchungen lernt sie, dass Leidenschaft nicht nur im Körper, sondern auch im Blick und im unausgesprochenen Atem liegt. Jedes Treffen, jede Berührung führt tiefer in ein Spiel, das weder Anfang noch Ende kennt, nur Intensität. "Der Sommerwind trägt den Duft verbotener Spiele" ist eine Geschichte über Mut und Hingabe, über das Ausbrechen aus Erwartungen und das Erlauben der eigenen Sehnsucht. Sie ist ein sinnlicher Tanz am Ufer des Sees, mal sanft wie das Plätschern des Wassers, mal wild wie ein aufziehendes Gewitter. Wer sich auf Hannahs Reise einlässt, wird nicht nur ihre Erlebnisse teilen, sondern vielleicht auch die eigene verborgene Sehnsucht entdecken. Denn am See gibt es keine Lügen, nur den Spiegel dessen, was man zu fühlen wagt. Kurztext Am See, wo Sommerwind die Haut streichelt, entfacht Hannah ein Spiel aus Blicken, Berührungen und verbotenen Versprechen. Zwischen vertrauter Liebe und vergangener Leidenschaft entdeckt sie ihre Freiheit – und den Mut, sich ganz hinzugeben, ohne sich entscheiden zu müssen.
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Veröffentlichungsjahr: 2025
„Sehnsucht am See“
Ich bin kein liebes Mädchen, ich bin das, was du nachts suchst, aber morgens nicht zugeben willst. Ich kam nicht an den See, um mich zu verlieben, ich kam um mich zu öffnen, um auf allen Vieren zu kriechen. Um zu schreien, während du mich hältst, um zu zittern, weil zwei Männer sich nicht entscheiden müssen und ich es auch nicht will.
Ich will keine Blumen, ich will Finger an meinem Hals, ich will Blicke, die mir das Höschen ausziehen, bevor deine Hände es tun. Was du gleich liest, ist kein zartes Flüstern, es ist ein Stöhnen, ein Befehl, ein klares "Jetzt."
Ich frage nicht, ich fordere, ich bitte nicht, ich greife, wenn du mich liest, wirst du nicht sanft bleiben und wenn du mich verstehst, willst du mehr. Sie kam nicht an den See, um sich zu verlieben, sie kam, um sich zu verlieren.
Formularende
Der Blick der mich auszog
Es war der erste richtig warme Tag im Mai, als Hannah mit ihrem alten Wagen die schmale Landstraße entlangfuhr. Die Fenster waren offen, der Duft von frisch gemähtem Gras und blühendem Holunder zog durch den Innenraum. Vor ihr lag der See, still und dunkelgrün, eingerahmt von Bäumen und den Hügeln der alten Heimat, zehn Jahre war sie nicht hier gewesen.
Das Haus ihrer Großeltern stand noch immer so da, wie sie es in Erinnerung hatte, das Holz leicht verwittert, die Veranda umgeben von wildem Wein. Als sie ausstieg, war es still, nur das Summen der Bienen, das Knarzen des alten Holzes und das ferne Rauschen des Wassers, sie schloss die Haustür auf, die Luft roch nach Staub, Sommer und Erinnerungen.
Später, als die Sonne sich senkte, ging sie hinunter zum Bootssteg. Ihre Füße berührten das kühle Holz, ihre Haut war vom Tag aufgeheizt, sie trug nur ein lockeres Sommerkleid, das im Wind flatterte, Unterwäsche? Nicht heute, das Gefühl von Freiheit war zu verführerisch, dann hörte sie ihn, du bist also zurück. Seine Stimme war tiefer geworden, reifer, Hannah drehte sich langsam um. Lukas stand da, Jeans, offenes Hemd, barfuß. Seine Haare waren dunkler als früher, sein Blick aber noch immer der gleiche, direkt, durchdringend.
Ich wohne im alten Forsthaus, sagte er, näher tretend, ich hab gesehen, dass jemand Licht gemacht hat. Sie nickte, ich wollte nur ein paar Wochen raus, Abschalten. Dann bist du hier genau richtig, sagte er. Seine Augen glitten über sie. nicht gierig aber bewusst.
Zwischen ihnen zehn Jahre unausgesprochener Dinge, ein einziger Kuss damals, heimlich in der Scheune. Dann war sie gegangen und nun stand sie wieder hier, reifer, bereit, bereit für was?? Er trat näher, bis ihre Schultern sich fast berührten, weißt du noch wie warm die Nächte hier werden können?
Sie lächelte leicht atemlos, Ich erinnere mich an eine ganz bestimmte. Er streckte die Hand aus und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Ich habe sie nie vergessen. Hannah spürte, wie ihre Haut kribbelte. Der Wind hob ihr Kleid leicht an, sie ließ es geschehen. Ihre Schenkel rieben unbewusst aneinander, dann hörte sie seine Stimme, rauer jetzt. Wenn du bleibst wird es nicht wieder bei einem Kuss enden.
Der Morgen begann mit Vogelstimmen, die durch das offene Fenster drangen. Hannah blinzelte gegen das Licht, das in dünnen Streifen über die Dielen wanderte. Der See glitzerte unten wie flüssiges Glas, die Luft war warm, beinahe schwer Sommer halt. Sie stand langsam auf, ließ den Morgen einfach geschehen. In der Küche dampfte der Kaffee, barfuß trat sie auf die Veranda, nur ihr dünnes Nachthemd bedeckte sie, halb durchsichtig gegen das Licht. Sie wusste es und sie wusste auch, dass das Fenster im alten Forsthaus gegenüber genau auf ihre Veranda zeigte.
Ein Teil von ihr hoffte, dass er es sah, am späten Vormittag klopfte es. Hannah öffnete die Tür und da war er, Lukas, ein Korb in der Hand, frisches Brot, Honig, Äpfel und dieser Blick, der kein Wort nötig hatte. Willkommen zurück sagte er nur. Seine Stimme war ruhig, aber da war dieses kaum merkliche Vibrieren darin, das sie sofort spürte.
Das hättest du nicht tun müssen, sagte sie leise, nahm den Korb und ihre Finger berührten seine für den Bruchteil einer Sekunde. Es war wie elektrischer Strom, kein Blitz, eher ein sanftes, tiefes Brummen, das sich durch die Haut ins Innere zog. Ich weiß, sagte er, ich wollte es, der Tag verging in kleinen Momenten.
Sie saß auf dem Steg, die Beine im Wasser, und spürte, wie sein Blick sie von der anderen Seeseite streifte. Er schnitt Holz, ohne Hemd, seine Muskeln unter Schweiß glänzend. Nicht zur Schau gestellt einfach da, lebendig und stark. Am Nachmittag trafen sich ihre Wege zufällig, im alten Schuppen. Die Werkzeuge, ein alter Tisch, Staub in der Luft.
Ich erinnere mich, wie du hier früher immer heimlich gelesen hast, sagte er, weißt du noch, In der alten Hängematte. Du hast mich beobachtet, sagte sie, halb fragend, halb fordernd. Er trat näher, nur einen Schritt, nah genug, dass sie den Duft seiner Haut roch, Sonne, Holz, etwas Männliches. Ich wollte es nicht, aber ich konnte nicht anders, sie sagte nichts, sah ihn nur an, lange. Dann drehte sie sich langsam um und verließ den Schuppen, ohne ein weiteres Wort.
Aber der Blick, den sie ihm dabei über die Schulter zuwarf, sagte alles. Der Abend kam leise, sie lag auf der Decke im Gras, nahe dem Haus, das Haar offen, das Kleid verrutscht, eine Schulter nackt, leider kam er nicht zu Besuch.
Aber sie wusste, dass er sie sah. Irgendwo da drüben, zwischen den Schatten der Bäume. Und auch wenn der Abend sang war es in ihren Gedanken sein Atem, den sie hörte.
Der dritte Tag begann mit Hitze, nicht der Art, die nur die Haut wärmt sondern der, die unter sie kriecht, sich in Gedanken legt und alles leiser, langsamer, schwerer macht. Hannah schwitzte unter dem dünnen Stoff ihres Kleides, als sie durch den Garten ging. Sie hatte barfuß Beeren gesammelt, rote Spuren an den Fingerspitzen, als sie durch das Gras zum alten Brunnen zurückkehrte. Plötzlich war da wieder sein Stimme, du bist aber früh wach.
Lukas stand am Zaun, die Arme auf dem Holz aufgestützt. Sein Blick wanderte zu ihrer Hüfte, wo der Stoff leicht am Oberschenkel klebte. Sie bemerkte es und blieb absichtlich stehen, einen Moment zu lang. Ich wollte die Sonne genießen, bevor es zu heiß wird, zu spät, sagte er ruhig und doch lag darin mehr, als seine Worte verrieten.
Später half er ihr im Garten, sie zogen Unkraut und sprachen wenig. Zwischen den Worten das Knistern von Dingen, die noch nicht gesagt, aber längst gefühlt waren. Als sie sich vorbeugte, um ein loses Seil zu befestigen, war er plötzlich hinter ihr. Nicht direkt, nicht anstößig aber nah, zu nah. Sie spürte seine Präsenz wie einen Schatten auf der Haut, ihre Finger zitterten leicht, aber sie ließ sich nichts anmerken.
Soll ich dir helfen fragte er, sie drehte den Kopf, ihre Lippen nur eine Handbreit von seinen, nur, wenn du’s kannst, ohne mich zu berühren. Ein Lächeln zuckte über seinen Mund, ich kann’s versuchen, aber sie wusste, er würde scheitern. Am Nachmittag saßen sie auf der alten Holzbank am See, ein Glas Wein zwischen ihnen. Die Sonne stand tief, Hannah hatte sich das Kleid über die Knie gezogen, ein nackter Oberschenkel blitzte hervor. Seine Hand lag auf dem Holz und streifte ihre ganz leicht.
Sie ließ es geschehen, dann sein Daumen Langsam fast zufällig, streifte er ihre Handfläche. Kreiste und wieder, sie spürte, wie sich ihr Atem veränderte. Du solltest das nicht tun, sagte sie leise, ohne Überzeugung. Ich weiß, sagte er und tat es trotzdem weiter. Ihre Blicke trafen sich, ein Moment, gedehnt wie warmer Honig. Jeder Zentimeter Luft zwischen ihnen war elektrisch, ihr Knie berührte seins.
Und dann kam der Wind, eine plötzliche warme Böe, die ihr Kleid nach oben hob, nur ein wenig. Gerade genug, dass der Saum sich über ihren Oberschenkel schob und ihr rechtes Bein enthüllte. Er starrte sie an, sie ließ es zu, sein Blick wanderte langsam aufwärts. Dann sah er ihr in die Augen. Lange, du weißt, wie schwer du es mir machst, dich nicht zu berühren.
Ich weiß, sagte sie und lächelte, vielleicht will ich das, aber sie standen nicht auf, noch nicht, die Nacht wartete. Und sie würden sie bald nicht mehr lange warten lassen.
Die Dämmerung legte sich wie ein Schleier über den See. Alles war still, die Vögel verstummten, der Himmel färbte sich golden, dann violett. Hannah saß wieder am Steg, allein oder vielleicht auch nicht. Sie wusste längst, dass Lukas kam, ohne dass sie ihn sah. Sie spürte ihn, wie man den Moment spürt, bevor ein Gewitter losbricht.
Ihre Füße baumelten im Wasser, das Kleid war schmal, ihr Rücken frei. Der Stoff klebte durch die feuchte Luft leicht an ihrer Haut. Sie hatte kein Höschen an, nicht aus Berechnung, sondern weil es sich richtig anfühlte, frei, offen, erwartend.
Du wartest sagte er leise, sie drehte sich nicht um, ich habe nicht gesagt, worauf. Ich weiß es trotzdem. Jetzt trat er neben sie, barfuß, das Hemd offen. In der Hand hielt er zwei Gläser und eine Flasche Wein, wortlos setzte er sich neben sie, goss ein, reichte ihr ein Glas. Ihre Finger berührten sich dabei absichtlich. Sie trank. Langsam, ihre Blicke trafen sich über dem Rand des Glases.
Dann stand sie auf, ich will schwimmen, Er wollte etwas sagen, doch dann fiel das Kleid einfach so, lautlos. Es glitt an ihr hinab wie Wasser über Haut und sie stieg nackt ins Dunkel des Sees. Das Wasser war warm, weich wie Seide. Sie tauchte unter, ließ sich treiben, bis sie seine Schritte am Steg hörte. Dann das leise Platschen, als er ihr folgte, Hannah drehte sich, als er sich näherte.
Der Mond stand über ihnen, ihr Körper glänzte im Wasser, seine Silhouette kam näher, Welle um Welle. Hast du gewartet, bis ich es nicht mehr aushalte fragte er? Nein, flüsterte sie, ich warte, weil ich will, dass du’s wirklich willst. Er war jetzt vor ihr, ihre Körper berührten sich kaum, Wasser zwischen ihnen, Spannung in jedem Muskel. Dann hob er eine Hand, fuhr mit den Fingerspitzen über ihre Schulter, über den Hals, hinab über ihren Rücken.
Hannah schloss die Augen, seine Lippen berührten ihre Stirn zart, forschend. Dann ihre Schläfe, dann den Mund, sanft keine Gier, nur Verlangen, das sich zurückhielt. Ein Kuss, der nicht forderte, sondern versprach, sie erwiderte ihn vorsichtig. Erst zögernd, dann tiefer, ihre Hände tasteten seinen Nacken, seinen Rücken, die Schultern. Sie spürte die Kraft unter der Haut, die Wärme trotz des Wassers.
Er hob sie leicht an, ihre Beine schlossen sich um seine Hüften. Noch immer nichts Drängendes, nur Nähe, sein Atem an ihrem Hals, seine Hände an ihrer Taille. Ich hab so oft daran gedacht, flüsterte er, aber nie so, so wie jetzt, hauchte sie. So wie du mich ansiehst, so wie du mich willst, ihre Stirn berührte seine, ihre Lippen streiften einander. Seine Hände glitten über ihre Hüften, hielten sie fest, streichelten dann über ihren Rücken nach oben, bis sie leicht keuchte.
Der erste Seufzer kam, als seine Finger tiefer glitten, ihre Haut war heiß, trotz des Wassers. Sie presste sich enger an ihn, ihre Brüste an seiner Brust, ihr Körper weich, empfangend. Sag, wenn ich aufhören soll, murmelte er heiser, wenn du jetzt aufhörst flüsterte sie, komme ich nie wieder an diesen See.
In dieser Nacht berührten sie sich wie zwei, die lange gewartet hatten. Jeder Kuss ein Versprechen, jeder Fingerzug ein Bekenntnis, kein Drang, keine Eile, kein Spiel nur ehrliches Begehren. Als sie später am Ufer lagen, in eine Decke gewickelt, waren ihre Körper noch feucht vom Wasser, ihre Haut erhitzt vom Verlangen. Er hielt sie, stumm und sie dachte nur, Jetzt hat es begonnen.
Die Sonne war schon lange aufgegangen, als Hannah langsam die Augen öffnete. Sie lag im Schatten einer alten Birke, die Decke locker über ihren nackten Körper geworfen. Der See glänzte friedlich, als sei nichts geschehen. Als hätte die Nacht nicht jede Grenze verwischt, die sie sich selbst gesetzt hatte. Neben ihr nur die Spur seines Körpers im Gras, warm war sie nicht mehr, ein leiser Stich. Sie setzte sich auf, zog die Decke fester um sich, ihr Körper war noch immer erfüllt von ihm die Schwere in den Gliedern, das Kribbeln in der Haut. Alles war noch da und doch, die Leere neben ihr wog schwer.
Im Haus war es still, die Fenster offen, die Luft warm, auf dem Küchentisch der Weidenkorb von vorgestern, jetzt mit einem Zettel daneben. Ich musste zum Forsthaus. Ich bin da, wenn du willst, kein Name, kein Kuss nur das, wenn du willst. Sie starrte auf die Worte, etwas in ihr zog sich zusammen, nicht Enttäuschung, nicht Wut. Dieses leise stechende Gefühl, wenn man sich plötzlich nicht sicher ist, ob man zu viel gegeben hat.
War es für ihn nur eine Nacht gewesen, Hannah duschte, zog sich langsam an Jeans, ein lockeres Hemd. Nichts, was nach Verführung schrie, sie wollte sich schützen, vielleicht auch sich selbst zurückholen. Aber als sie auf der Veranda stand, den Blick über den See gerichtet, erinnerte sich ihr Körper an jede Berührung. Ihre Haut war plötzlich wieder heiß, ihre Lippen kribbelten, ihre Gedanken flackerten. Hatte sie ihm zu viel gezeigt, oder hatte er einfach nur Angst?
Am Nachmittag stand sie plötzlich vor dem Forsthaus, unbewusst war sie den Weg gegangen, den sie als Kind barfuß gerannt war. Jetzt trug sie Schuhe und ein Herz, das laut schlug. Lukas war da, auf der Bank, mit einem Buch. Als er sie sah stand er auf, keine Überraschung im Gesicht. Nur dieser Blick offen, wachsam, bereit, du bist gekommen, sagte er.
Ich war mir nicht sicher, ob ich soll, er trat näher, nicht zu nah. Ich wusste nicht, ob ich dich wecken soll, du hast so ruhig geschlafen. Sie nickte, schaute kurz weg, dann war das das für dich nur der Moment?, oder?
Er trat einen Schritt näher, seine Stimme war rau, fast brüchig. Nein es war viel mehr, genau deshalb hab ich dich gelassen, ich wollte nicht, dass es flüchtig wird und jetzt fragte sie, jetzt will ich dich sehen. Jeden Tag, wenn du es zulässt, ohne Spiel, ohne Zweifel, ich will dich in echt, sie sah ihn lange an, ihr Herz raste. Dann komm heute Abend zu mir, aber nicht für die Nacht. Ich will dass du bleibst bis zum Morgen, er lächelte, ich bringe den Wein und sie wusste, der nächste Morgen würde anders sein.
Der Himmel war wolkenlos, als sie sich auf den Weg machten, ohne Ziel, nur ein Korb, eine Decke, zwei Flaschen Wasser. Lukas hatte vorgeschlagen, sie solle ihm einfach folgen,Hannah fragte nicht wohin, sie wollte es nicht wissen, sie wollte es spüren. Der Pfad führte über Wiesen, durch Wälder, entlang eines Bachs. Die Luft roch nach Kiefernharz und blühendem Klee, Vögel sangen, der Boden war weich.
Sie gingen schweigend, kein Zwang, keine Worte, nur das leise Knirschen ihrer Schritte und das Summen der Insekten in der Sonne. Nach einer Stunde standen sie vor einer versteckten Lichtung, umgeben von Bäumen, wildem Farn und dem fernen Glitzern eines Nebenarms des Sees. Kein Haus in der Nähe, keine Wege, nur Natur und sie.
Hier kommt keiner hin“, sagte er, nicht mal die Jäger, Hannah lächelte, streckte sich langsam. Ihr Hemd rutschte ein Stück nach oben, entblößte den Ansatz ihrer Taille. Und was passiert hier, wenn niemand kommt, fragte sie leise. Er trat näher, nur das, was geschehen soll. Die Decke lag im hohen Gras, das sich wiegte. Lukas saß, sie gegenüber, ihre Beine berührten sich zufällig, dann absichtlich. Seine Hand lag flach
Auf dem Stoff, offen, Hannah legte ihre darüber. Ein Moment lang hielten sie sich nur, ihre Daumen streichelten einander, ruhig tastend. Dann beugte er sich vor, küsste sie zärtlich langsam, sein Bart kratzte leicht, seine Lippen weich. Der Kuss vertiefte sich, wurde wärmer, seine Hand glitt an ihren Nacken, in ihr Haar, zog sie näher. Ihre Finger ruhten auf seiner Brust, fühlten den Herzschlag darunter stark, fordernd, so anders als sein kontrollierter Blick.
