Silvia-Gold 130 - Martina von Kleve - E-Book

Silvia-Gold 130 E-Book

Martina von Kleve

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Beschreibung

Diese Frau sehen und wissen: Sie ist es, auf die ich mein Leben lang gewartet habe! Als Stefan Abelius auf einer Mittelmeer-Kreuzfahrt der schönen Viviane Faber begegnet, trifft ihn diese Erkenntnis.
Jahre der Einsamkeit, angefüllt mit harter Arbeit, liegen hinter ihm, haben ihn Zielstrebigkeit und Geduld gelehrt. Und beides braucht Stefan in hohem Maße, denn so sehr sich Viviane auch zu ihm hingezogen fühlt, verschließt sie doch ihr Herz vor zärtlichen Gefühlen für diesen beeindruckenden Mann: Stefan hat nach einem Unfall eine Gehbehinderung zurückbehalten, und Viviane glaubt, diesem Handicap nicht gewachsen zu sein. Deshalb beginnt sie geradezu provozierend einen Flirt mit dem Barkeeper Fred. Doch was ist mit dieser ganz besonderen Anziehungskraft, diesem Knistern, wenn sie und Stefan aufeinandertreffen?

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Seitenzahl: 99

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhalt

Cover

Reise ins Glück

Vorschau

Impressum

Reise ins Glück

Zwei Herzen und eine ganz besondere Anziehungskraft

Von Martina von Kleve

Diese Frau sehen und wissen: Sie ist es, auf die ich mein Leben lang gewartet habe! Als Stefan Abelius auf einer Mittelmeer-Kreuzfahrt der schönen Viviane Faber begegnet, trifft ihn diese Erkenntnis.

Jahre der Einsamkeit, angefüllt mit harter Arbeit, liegen hinter ihm, haben ihn Zielstrebigkeit und Geduld gelehrt. Und beides braucht Stefan in hohem Maße, denn so sehr sich Viviane auch zu ihm hingezogen fühlt, verschließt sie doch ihr Herz vor zärtlichen Gefühlen für diesen beeindruckenden Mann: Stefan hat nach einem Unfall eine Gehbehinderung zurückbehalten, und Viviane glaubt, diesem Handicap nicht gewachsen zu sein. Deshalb beginnt sie geradezu provozierend einen Flirt mit dem Barkeeper Fred. Doch was ist mit dieser ganz besonderen Anziehungskraft, diesem Knistern, wenn sie und Stefan aufeinandertreffen?

»Ich glaube, hier sind wir richtig, Mum.«

Um sich zu vergewissern, sah Viviane noch einmal auf den Schlüsselanhänger, auf dem die Nummer ihrer Kabine rot eingraviert war.

Während Viviane und ihre Mutter den Gang des geräumigen Kreuzfahrtschiffes entlanggingen, verfolgten sie aufmerksam die Nummern, die auf den Türen standen. Gleich mussten sie ihre Doppelkabine erreicht haben.

Viviane war so in Gedanken, dass sie nicht bemerkte, als sich eine der Türen öffnete und ihr kurz darauf ein Passagier auf dem Gang entgegenkam.

Plötzlich spürte sie einen Schlag gegen ihre Schulter. Erschrocken blickte sie in ein markantes Männergesicht.

»Hoppla. Sie sollten nach vorn sehen und nicht zu Seite«, riet ihr der Mann ruhig und lächelte sie freundlich an.

»Entschuldigung«, stotterte Viviane verstört.

Ihre soeben noch unerschütterliche Ruhe war verflogen. Nervös spielte sie mit ihrem Ring.

»Suchen Sie Ihre Kabine?«, fragte der Mann und sah gleichzeitig auf ihren Schlüsselbund. »Ah ja. Noch drei Türen weiter. Und wenn Sie nach vorne sehen, werden Sie auch heil ankommen.«

Noch während er dies sagte, lächelte er, als wollte er sich für seine Ironie entschuldigen.

Statt etwas zu erwidern, schaffte es Viviane nur zu nicken.

»Vielen Dank«, schaltete sich nun Marianne ein.

Kopfschüttelnd hatte sie die seltsame Situation verfolgt.

»Bitte sehr. Gerne geschehen«, erwiderte der Mann und zwinkerte ihnen fröhlich zu. Dann entfernte er sich in Richtung Aufzug.

Nun erst registrierte Viviane, dass sein rechtes Bein steif war und er einen Stock benutzte. Ansonsten aber machte er einen energischen, ja, sportlichen Eindruck.

Noch immer irritiert blickte sie ihm nach.

»Viviane!« Marianne zupfte ihre Tochter am Ärmel. »Viviane, nun komm schon.«

Widerspruchslos folgte Viviane ihrer Mutter. Tatsächlich gehörte die dritte Kabine ihnen.

Nachdem Viviane aufgeschlossen hatte, stellten beide erleichtert fest, dass ihre Koffer bereits in dem geräumigen Schlafraum standen, direkt neben dem Kleiderschrank. Der Service auf dem Schiff schien gut zu sein.

»Na endlich, Viviane, wir haben es geschafft!«

Als hätte sie jemand gestoßen, so fiel Marianne Faber rückwärts auf ihr Bett und schloss für einen Moment die Augen.

Sie war erschöpft. Seit heute Morgen um vier Uhr waren sie und ihre Tochter auf den Beinen. Nach der Autofahrt zum Flughafen, dem Flug nach Genua und der Taxifahrt zum Hafen waren sie endlich auf der »MS Agnetha« angelangt, um zwei Wochen lang durch das Mittelmeer zu kreuzen. Marianne hoffte inständig, dass nun endlich ihr Urlaub begann.

»O Mum, stell dich nicht so an.« Viviane setzte sich neben ihre Mutter. »Du wirst doch wohl nicht jetzt schon schlappmachen!«

»Du hast gut reden. Du als Stewardess machst schließlich solche Gewaltreisen wie diese ständig mit. Für mich war das aber alles ein bisschen zu viel.« Marianne blieb ungerührt liegen.

Viviane erhob sich und ging ins Badezimmer.

»Ist schon gut. Ich habe verstanden. Wenn du willst, gehe ich eben allein zum Begrüßungsempfang.«

Nun kam wieder Leben in Marianne. Schnell sprang sie auf.

»Was soll denn das heißen? Willst du mich loswerden?«

Viviane begutachtete zuerst ihr Gesicht kritisch im Spiegel über dem Waschbecken und zog danach eine Grimasse.

Sie wusste genau, wie sie bei ihrer Mutter das erreichte, was sie wollte. Und derzeit wünschte sie sich nichts mehr, als Marianne von ihren Alltagssorgen abzulenken und ihr zu zeigen, dass das Leben sehr schön sein konnte.

»Viviane, hast du gehört?«

Viviane zuckte zusammen. Ihre Mutter stand in der Tür und beobachtete sie.

»Ja, Mum, natürlich habe ich es gehört. Willst du so gehen oder dich umziehen?«

»Natürlich werde ich mich ein wenig frischmachen und umziehen, das heißt, wenn du mich auch einmal ins Bad lässt.«

Schulterzuckend ging Viviane an ihr vorbei ins Schlafzimmer.

»Bitte sehr. Lass dir Zeit.«

»Vielen Dank«, entgegnete Marianne. Dann schloss sie die Tür hinter sich.

Viviane begann vergnügt, den Inhalt ihrer Koffer in dem großzügigen Schrank zu verstauen. Sie freute sich sehr auf die kommenden zwei Wochen, in denen sie auf dem Schiff die schönsten Orte des Mittelmeers bereisen würden. Endlich konnten sie sich ausruhen, andere Leute kennenlernen und das sommerliche Klima genießen, während in Deutschland noch die letzten Frühlingsstürme wüteten.

Und ihre Mutter konnte endlich die traurigen Gedanken hinter sich lassen, die sie seit dem Tod von Vivianes Vater vor über einem Jahr gefangen hielten.

So kam es, dass Viviane wie ein junges Mädchen eine lustige Melodie vor sich hin summte, als Marianne aus dem Badezimmer trat.

Bewundernd stellte Viviane fest, dass ihre Mutter umwerfend aussah mit ihren hochgesteckten Haaren und in der luftigen, hellen Bluse.

Ja, es war gut gewesen, so hartnäckig zu bleiben und sie zu überreden, mit ihr diese Reise zu unternehmen. Sie würde wieder neuen Lebensmut schöpfen, wieder einen Sinn in ihrem Leben finden.

Davon war Viviane inzwischen fest überzeugt.

♥♥♥

Der Begrüßungsempfang war zunächst für beinahe alle Teilnehmer ein wenig verwirrend. Kaum einer kannte den anderen, doch um das zu ändern, fand er schließlich statt.

Und auch wenn es zunächst sehr wenig Gespräche unter den sich noch fremden Anwesenden gab, so hatte er doch nicht seine Wirkung verfehlt, denn bereits am Abend, beim Betreten des Speisesaals, entdeckte jeder das eine oder andere bekannte Gesicht wieder. Man nickte kurz grüßend und lächelte sich freundlich zu.

Auch Viviane und Marianne registrierten es und fühlten sich gleich ein wenig wohler in ihrer Haut. Es war schön, dass man sich nicht mehr so ganz allein fühlte.

Ein Steward führte sie zu ihrem Tisch, an dem bereits ein Mann saß. Wie die meisten trug er einen dunklen Anzug und eine Krawatte.

Er blickte überrascht von der Speisekarte auf, als Viviane und Marianne an den Tisch traten. Und dann starrte auch Viviane ihn ungläubig an. Es war der Mann, den sie heute Nachmittag versehentlich angerempelt hatte.

»Guten Abend«, grüßte er höflich, legte die Karte zur Seite und erhob sich.

Mit einem Wink bedeutete er dem Steward, er komme allein zurecht.

Dann reichte er nacheinander Marianne und Viviane die Hand und stellte sich vor:

»Ich bin Stefan Abelius. Wie mir scheint, werden wir in den nächsten zwei Wochen Tischnachbarn sein.«

Viviane hatte sich inzwischen gefasst.

»Es sieht so aus«, antwortete sie so locker wie möglich. »Damit Sie auch wissen, mit wem Sie Ihre Mahlzeiten verbringen: Das ist meine Mutter – Marianne Faber. Mein Name ist Viviane Faber.«

Stefan deutete eine leichte Verbeugung an.

»Angenehm. Ich freue mich, Sie beide kennenzulernen.«

Dann ging er um den Tisch herum und rückte ihnen die Stühle zurecht.

Schade, dass er ein steifes Bein hat, musste Viviane unwillkürlich denken, dabei ist er doch ein so gut aussehender und charmanter Mann.

Während des Essens hatte Viviane genug Gelegenheit, Stefan zu beobachten. Er sah wirklich umwerfend aus. Seine dunkelbraunen Haare begannen, an den Schläfen grau zu werden, wenig nur, doch man konnte es sehen, wenn man genau hinblickte. Es machte ihn noch interessanter. Seine Manieren waren tadellos. Viviane und Marianne unterhielten sich ausgezeichnet mit ihm.

Eigentlich ein Traummann, dachte Viviane, wenn – ja, wenn da nicht ...

Sie zwang sich diesmal, den Gedanken nicht zu Ende zu denken.

Als sie etwa eine Stunde später noch gemütlich bei einer Tasse Kaffee zusammensaßen, hatte Viviane eigentlich noch gar keine Lust, den Abend zu beenden.

Auch Stefan beschloss, nicht jetzt schon in seine Kabine zurückzukehren.

Entspannt lehnte er sich in seinem Stuhl zurück.

»Wie ist es«, wandte er sich an Marianne und Viviane gleichzeitig, »hätten Sie noch Lust, auf einen Drink mit mir in die Bar zu gehen?«

»Vielen Dank, aber ich bin wirklich froh, mich jetzt endlich ausruhen zu können«, wehrte Marianne ab und erhob sich.

Ohne lange zu überlegen, erhob sich auch Viviane.

»Meine Mutter hat recht. Es war ein langer Tag. Vielleicht holen wir das morgen nach. Gute Nacht.«

Freundlich reichte sie ihm die Hand, die er nahm, als wäre sie eine Kostbarkeit.

»Gute Nacht«, wünschte Stefan.

Traurig sah er den beiden Frauen nach, als sie den Saal verließen. Eine fatale Mischung aus Euphorie und Selbstzweifeln ließ ihn unruhig werden. Er erkannte das Gefühl sofort wieder, obwohl es schon einige Jahre her war, seit es das letzte Mal von ihm Besitz ergriffen hatte: Er hatte sich verliebt.

Nervös spielte er mit seiner Stoffserviette. Eine einzige Stunde hatte gereicht, sich in Viviane zu verlieben, obwohl er so gut wie nichts von ihr wusste. Er liebte ihren Gang, der so sicher war; ihren schönen Mund, der fast immer lachte; und ihre Augen, die ihn einige Male so nachdenklich angesehen hatten. Ihm gefiel, dass sie gebildet war und ...

Wütend warf er die Serviette auf den Tisch. Wahrscheinlich hatte er bei ihr sowieso nicht die geringste Chance. Wer wollte schon einen Krüppel heiraten?

Abrupt ergriff er seinen Stock und verließ den Speisesaal. Die Lust auf einen gemütlichen Drink in der Bar war ihm gehörig vergangen!

♥♥♥

Viviane stand an der Reling und ließ sich den warmen Seewind durch die Haare wehen. Es faszinierte sie, wo immer sie auch hinblickte, nichts anderes als das tiefblaue Meer und den hellblauen Himmel zu sehen. Genüsslich atmete sie die salzige Seeluft ein.

»Genauso stelle ich mir das Paradies vor. Und Sie?«, hörte sie plötzlich eine angenehme Männerstimme neben ihr, und erschrocken zuckte sie zusammen.

Als sie nach rechts sah, erblickte sie einen hoch aufgeschossenen Mann mit blonden Haaren und himmelblauen Augen. Er strahlte eine geradezu übermütige Fröhlichkeit und Zufriedenheit aus.

Viviane lachte laut. »Genau das Gleiche habe ich auch gerade gedacht!«

Der Mann lehnte nun beide Unterarme auf die Reling.

»Ich wusste es. Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Fred Meiling.«

Viviane streckte ihm freudig die Hand entgegen.

»Angenehm – Viviane Faber.«

Fred ergriff sie und nickte.

»Ist das Ihre erste Kreuzfahrt?«, erkundigte er sich dann.

»Ja. Ich dachte mir, für die erste Kreuzfahrt ist das Mittelmeer am besten geeignet.«

»Da liegen Sie goldrichtig. So ist es tatsächlich.«

Er wandte seinen Blick ab vom Meer und drehte sich zu Viviane um, eine Hand lässig in die Hosentasche gesteckt.

Nicht schlecht, dieser Mann, dachte sie. Also, wenn sie darauf aus gewesen wäre, einen Ehemann zu finden, hätte sie hier offensichtlich die beste Auswahl. Seinem Benehmen und der Kleidung nach zu urteilen, war er bestimmt ziemlich reich – und so unglaublich attraktiv.

»Dann fahren Sie nicht zum ersten Mal?«

Viviane wusste selbst nicht, warum sie eine derart dumme Frage stellte. Eigentlich interessierte es sie überhaupt nicht, doch auf die Schnelle fiel ihr nichts anderes ein. Auf keinen Fall wollte sie, dass er ging.

»Nein. Alles in allem ist das meine – warten Sie mal – fünfte Kreuzfahrt. Es ist wie eine Droge, man kommt nicht mehr davon los.«

Viviane sah ihn ungläubig an.

»Na, das warten wir erst einmal ab.«

Wieder lachte Fred kurz auf.

»Wir sprechen uns in Venedig wieder, wenn Sie aussteigen müssen, um nach Hause zu fliegen.«

»Einverstanden. Und ich werde es auch ehrlich zugeben, wenn Sie recht haben.« Viviane blickte amüsiert zu ihm hoch.

»Das hoffe ich doch. – Aber jetzt muss ich gehen. Eigentlich dürfte ich nämlich gar nicht hier sein.« Und als Viviane ihn stirnrunzelnd ansah, ergänzte er: »Ich gehöre zum Personal. Und es ist uns verboten, mit den Gästen zu sprechen.«

»Das ist sehr schade«, entgegnete Viviane.