Silvia-Gold 260 - Kristina Brunner - E-Book

Silvia-Gold 260 E-Book

Kristina Brunner

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Beschreibung

Olaf Hinrichs blickt die junge Frau an, die aus der Eingangstür der alten Mühle tritt. Ihre seidigen, dunkelblonden Haare umspielen ein feines Gesicht, in dem unergründliche Augen funkeln. Sie ist einfach hinreißend, denkt der attraktive Briefträger versonnen. "Hier ist Ihre Post", sagt er rau. Im Dorf munkelt man, dass die Bewohnerin der Mühle eine Hexe sei, aber Olaf glaubt das natürlich nicht. Dennoch umgibt die junge Frau etwas Geheimnisvolles und Besonderes. Jetzt nimmt sie den Stapel Briefe und Zeitschriften entgegen. Sie sieht ihn freundlich an. "Möchten Sie hereinkommen? Ich habe gerade Limonade gemacht, sicher sehr erfrischend an so einem heißen Tag." Olaf zögert einen Augenblick, dann nickt er und folgt ihr in das schattige Innere des alten Mühlhauses ...

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Seitenzahl: 110

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Inhalt

Cover

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Die Frau aus der Windmühle

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Impressum

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsbeginn

Impressum

Die Frau aus der Windmühle

Über eine geheimnisvolle Fremde und das Flüstern der Nordsee

Von Kristina Brunner

  

Olaf Hinrichs blickt die junge Frau an, die aus der Eingangstür der alten Mühle tritt. Ihre seidigen, dunkelblonden Haare umspielen ein feines Gesicht, in dem unergründliche Augen funkeln. Sie ist einfach hinreißend, denkt der attraktive Briefträger versonnen.

»Hier ist Ihre Post«, sagt er rau. Im Dorf munkelt man, dass die Bewohnerin der Mühle eine Hexe sei, aber Olaf glaubt das natürlich nicht. Dennoch umgibt die junge Frau etwas Geheimnisvolles und Besonderes. Jetzt nimmt sie den Stapel Briefe und Zeitschriften entgegen. Sie sieht ihn freundlich an. »Möchten Sie hereinkommen? Ich habe gerade Limonade gemacht, sicher sehr erfrischend an so einem heißen Tag.«

Olaf zögert einen Augenblick, dann nickt er und folgt ihr in das schattige Innere des alten Mühlhauses ...

»So, da wären wir auch gleich, Frau Gellert.« Makler Harmsen deutete auf den dunklen Fleck, der mindestens noch zwei Kilometer vor ihnen lag. Die schmale Landstraße führte ganz geradeaus zwischen graugrünen Wiesen entlang auf eine dunkle Linie zu. »Das ist der Deich, und dahinter haben Sie gleich das Meer.«

Seine Beifahrerin stellte sich vor, dass bei diesem Wetter das Wasser so grau sein musste wie der Himmel zurzeit, nur dunkler.

Der ferne dunkle Fleck erwies sich als eine Baumgruppe, umgeben von einer dunklen, hohen Hecke und überragt von zwei schräg stehenden Armen einer nicht beflaggten Windmühle. Beim Näherkommen war auch das reetgedeckte Dach eines Wohnhauses zu erkennen.

»Ein bisschen weit ab vom Schuss«, bemerkte Swantje Gellert und überlegte, ob sie es wirklich wagen sollte, aus dem Trubel der Großstadt Hamburg hierher in die Einsamkeit zu ziehen. Die einzigen Gefährten hier wären wohl die schwarzbunten Kühe auf den Wiesen und die Vielzahl von Möwen und anderen Seevögeln, die auf der anderen Seite des Deiches kreisten. Vermutlich war dort Ebbe, und die Vögel suchten im Schlick nach Nahrung.

Wer weiß, was hier für Typen herumstrolchen, dachte Swantje, sagte aber laut: »Da müsste ich mir ja ein Auto anschaffen.«

Der Makler schüttelte den Kopf. »Das Dorf hinter uns, Binnendorp, ist zwar drei Kilometer entfernt, aber das lässt sich mit dem Fahrrad in einer Viertelstunde schaffen. Und Utendorp liegt da hinten. Gerade mal zwei Kilometer von hier, immer am Deich lang. Das schaffen Sie sogar zu Fuß in einer halben Stunde, mit dem Rad sind Sie in weniger als zehn Minuten da. Der Ort ist ganz romantisch, mit einem kleinen Fischerhafen. In Utendorp gibt es auch einen Kaufladen mit Poststelle, und ich kann ihnen die Fischräucherei von Olaf Wark empfehlen, gleich drei Häuser weiter. Grandios, kann ich Ihnen sagen! Immer alles frisch. Montags und freitags fährt morgens früh der Bäcker mit Brot und Brötchen von Binnendorp zu den abgelegenen Warften, und an den Dienstagen kommt ein Wagen mit Biogemüse, Obst und Getränken. Die halten dann jeweils auch an Ihrem Haus und fragen, ob Sie etwas brauchen. Bei beiden können Sie auch Bestellungen für andere Sachen aufgeben. Ich gebe Ihnen dann die Telefonnummern. Außerdem soll der Postbote ganz umgänglich sein. Den können Sie alles fragen, was Ihre neue Heimat betrifft.«

»Falls ich mich zum Kauf entschließe«, sagte Swantje Gellert vorsichtig.

»Das werden Sie«, erwiderte der Makler mit einer Sicherheit, die sie irritierte. »Nach dem, was Sie mir über sich erzählt haben, weiß ich, dass dieses Angebot auf Sie maßgeschneidert ist. Ich habe Sie am Telefon gründlich ausgefragt, wie Sie sich erinnern.«

Und ob, dachte Swantje Gellert. Nur zu gründlich. Die Fragen waren ihr manchmal so persönlich erschienen, dass sie daran gedacht hatte, einfach aufzulegen und sich einen anderen Makler zu suchen.

Frank Harmsen, ein echter Husumer Makler, hielt seinen uralten Mercedes am Rande der Hecke an. Als Swantje Gellert ausstieg, stellte sie fest, dass die Hecke aus Nadelholz, eine dunkle Eibenhecke, mehr als doppelt so hoch war wie ihre Körpergröße, und ihre Einmeterachtundsiebzig, die sie immer für unweiblich hielt, kamen ihr fast winzig vor. Auf jeden Fall war die Hecke mindestens vier Meter hoch.

»Drei achtzig«, erriet der Makler ihre Gedanken. »Müsste mal wieder geschnitten werden. Lasse ich vorher erledigen, wenn Sie sich zum Kauf entschließen. Denken Sie daran, dass das Zeug giftig ist. Ein kleines Zweiglein, und Sie können damit eine Kuh umbringen. Für ein Pferd reichen schon fünf dieser Nadeln. Das Holz ist sehr zäh, früher hat man Bogen zur Jagd und fürs Militär daraus gemacht. Es ist außerdem sehr dunkel. Schwarz wie Ebenholz war das Haar von Schneewittchen. Eben und Eiben, das ist dasselbe.«

Swantje Gellert schauderte. Das Schneewittchen-Märchen hatte ihr als Kind bereits Schauder eingejagt. Sie dachte an den Jäger, der Schneewittchens Herz und Leber der bösen Stiefmutter bringen sollte. Unwillkürlich griff sie an einen der schlanken Stämme, der nicht dicker war als ihr Unterarm und von dem die Rinde abblätterte.

»Das ist ganz natürlich«, sagte Harmsen. »Die Rinde blättert immer in senkrechten Streifen. Wissen Sie, wie alt diese Hecke ist?«

»Dreißig Jahre mindestens«, vermutete Swantje Gellert. Sie hatte allerdings keine wirkliche Ahnung.

Der Makler stieß ein trockenes Lachen aus. »Weit über siebenhundert«, sagte er. »Diese Hecke hat etliche Sturmfluten überstanden. Eiben können sogar im Wasser stehen, ohne dass ihre Wurzeln faulen. Und einen Wikinger-Angriff überstehen. Damals stand hier ein Gehöft, T'Ulenhus genannt, also Das Eulenhaus. Es gibt noch Sagen darüber. Das Land hier herum war noch zum Teil Wattenmeer, der Hof stand auf einer kleinen Insel.«

»Siebenhundert Jahre!«, murmelte Swantje und musterte die schlanken Bäumchen, aus denen die Hecke bestand, etwas genauer. »Nein, das glaube ich nicht.«

»Klingt komisch – is aber so«, zitierte der Makler einen Spruch aus einer bekannten Kindersendung. Swantje erkannte den Satz sofort – bei ihren Schulkindern in Hamburg war er in aller Munde. Nur aus dem Mund des Maklers klang der Satz ein wenig albern, fand sie.

»Bevor die Mühle gebaut wurde, gab es hier dann eine Burg der Wikinger«, fuhr der Makler fort. Sie waren an ein Tor aus rostigen Eisengittern gelangt, und Harmsen öffnete ein Vorhängeschloss. »Nicht das, was man sich unter Burg heutzutage vorstellt. Einfach eine Umfriedung aus Erdwällen, und im windgeschützten Inneren haben die Burschen dann ihre Behausungen aufgestellt. Damals gab es die Eiben schon, und vermutlich wurden die Stämme als natürliche Palisade benutzt. Ich frage mich, wie die Bäume hierhergekommen sind, denn auf natürliche Weise wachsen sie hier nicht. Es gibt viele Geschichten, die sich darum ranken.«

Harmsen hatte bemerkt, dass Swantje Gellert stehen geblieben war und das rostige Tor betrachtete. »Das kann ich Ihnen natürlich auswechseln lassen, wenn Sie hier einziehen.«

»Nicht nötig«, erwiderte sie und hatte alle Mühe, ruhig zu bleiben. Der Mann sollte nicht merken, wie aufgeregt sie war. Dieses zweiflüglige Tor war ein Kunstschatz, der in der Fachwelt Aufsehen erregen würde. Swantje verstand etwas davon. Es musste aus den zwanziger oder dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts stammen. Die Stilrichtung aus Kreisen und Rechtecken nannte sich »Hagener Impuls« und war der Übergang von der blumigen Ornamentik des Jugendstils zur Strenge der »Bauhaus«-Moderne. Auf den ersten Blick hatte Swantje erkannt, dass dieses Tor ein Schatz war.

»Wie Sie wollen«, antwortete der Makler, der ein paar Schritte weiter gegangen war. »In Binnendorp gibt es eine Schmiede, die heute Autowerkstatt ist, aber dort können Sie solche Sachen reparieren lassen.«

Ich werde mich unterstehen, dachte sie und drehte sich zu ihm um. Sie erstarrte auf der Stelle.

Frank Harmsen verstand ihr unwillkürliches Keuchen falsch. »Nun ja«, meinte er entschuldigend. »Es ist ein wenig heruntergekommen, und Sie müssen viel investieren. Deswegen könnte ich die Erbengemeinschaft zu einem Preisnachlass überreden. Die Leute versuchen seit zwölf Jahren, dieses Grundstück zu verkaufen, aber die meisten Leute haben sich an der Lage gestört.«

Beinahe hätte Swantje Gellert lauthals gelacht. Sie hatte noch nie einen Makler erlebt, der seine Angebote schlecht redete und sich selbst im Preis drückte. Ahnte er wirklich nicht, dass er ihr gerade das Paradies zeigte, das sie sich in ihren kühnsten Träumen vorgestellt hatte?

Innerhalb der Umfriedung stand eine Windmühle. Swantje hatte die Fotos nicht angesehen, die ihr der Makler nach Hamburg geschickt hatte, denn sie hatte sich von Anfang an vorgenommen, nicht nach wahrscheinlich geschönten Bildern zu entscheiden, sondern nach ihrem ersten Eindruck. Und der war überwältigend.

Die Mühle war im holländischen Stil erbaut und stand auf einem flachen Wirtschaftsgebäude, in dem sie ihr Atelier einrichten konnte. Wenn sie da, wo jetzt das Tor war, eine große Glasscheibe anbringen ließ, hatte sie genügend Licht zum Malen und Bildhauern. Platz hatte sie dort sowieso.

Die Mühlenflügel mussten neu mit Segeltuch bezogen werden. So kahl wie jetzt wirkten sie ein wenig gespenstisch.

Das angrenzende Wohnhaus, in das der Makler sie jetzt führte, hatte mehrere Räume, die sie sich gemütlich einrichten konnte. Obwohl hier seit bestimmt fünfzehn Jahren niemand gewohnt hatte, sah man den Räumen noch ihre frühere Gemütlichkeit an. Es befanden sich noch ein paar zum Teil verfallene Möbel darin, und Harmsen bot an, diese entsorgen zu lassen.

Swantje schüttelte den Kopf. »Darum kümmere ich mich dann«, sagte sie. »Ich will in meinem neuen Zuhause von Anfang an alles selber machen. Wer weiß, vielleicht kann ich das eine oder andere gute Stück ja noch retten.«

Sie berührte einen der schweren, jetzt von Motten zerfressenen Vorhänge am Fenster, und mit einem leisen »Wusch« zerfiel der Vorhang in Staub und Fetzen.

»Wie Sie möchten«, meinte Harmsen achselzuckend. »Wenn Sie das Anwesen nehmen, wie es jetzt ist, handele ich bei den Verkäufern noch einiges runter.«

»In Ordnung«, sagte sie. »Ich sichere Ihnen den Kauf zu, und von jedem Tausender, den Sie runterhandeln, bekommen Sie zwanzig Prozent.«

»Dann wären wir uns also handelseinig?«, fragte er und streckte ihr die Hand hin.

Sie schlug energisch ein.

Den Handschlag sahen sie beide als festen Vertrag, trotz aller notariellen Unterschriften, Grundbucheintragungen und Beglaubigungen, die noch nötig waren.

Swantje Gellert, Kunstmalerin, Bildhauerin, Gewinnerin einer Lottomillion und ehemalige Lehrerin hatte sich soeben im Alter von achtundzwanzig Jahren einen ihrer größten Wunschträume erfüllt. Ein Glücksgefühl durchströmte sie.

Plötzlich war draußen ein Poltern zu hören. Swantje Gellert und Makler Harmsen liefen nach draußen. Das seltsame Rumpeln musste aus dem angrenzenden Schuppen gekommen sein.

Harmsen schob die Tür auf. »Hier sind ein paar alte Kisten umgestürzt«, sagte er achselzuckend. »Wahrscheinlich war es eine Katze.«

Mit dem Fuß trat er gegen einen Stapel Obstkisten und ließ ihn umkippen.

»Wäre schön«, meinte Swantje. »Ich wollte mir sowieso Katzen anschaffen.« Sie schob sich an ihm vorbei und blickte über den Kistenstapel. »Sieht aber eher aus, als hätte sich hier jemand häuslich eingerichtet.«

»Hm«, machte der Makler.

Es war ihm sichtlich peinlich, obwohl es wahrscheinlich ja nicht seine Schuld war. Aber immerhin hatte er versucht, die Matratze und den umherliegenden Müll aus Chipstüten und Colaflaschen vor Swantjes Blicken zu verbergen, indem er einige der Kisten in die entsprechende Richtung stieß.

Unwillkürlich ahmte sie seine Äußerung nach und machte »Hm.« Dann bat sie ihn um einen Zettel von seinem Notizblock. »Wird wohl ein armer Teufel sein, auch wenn es mehr nach jungem Liebespaar aussieht, das nur gelegentlich hier ist.«

Ihr geschultes Lehrerinnenauge hatte nämlich erkannt, dass keine Alkoholflaschen herumlagen, sondern nur Relikte von Dingen, die eher von jungen Leuten verzehrt wurden, Papier von Schokoriegeln und dergleichen.

Die Freude über ihr künftiges ganz persönliches Paradies hatte Swantje in Hochstimmung und Geberlaune versetzt. Sie kritzelte etwas auf den Zettel und drapierte das Blatt mitten auf die Matratze.

»In acht Wochen wird das Haus neu bezogen«, stand da. »Spätestens dann sollten Sie sich eine neue Bleibe suchen. Bis dahin sind Sie mein Gast.«

Der Makler las es und meinte: »Sie müssen es ja wissen.«

♥♥♥

»Puh! Das war verdammt knapp«, keuchte Kerstin Kampmann.

Atemlos duckte sie sich in die Böschung eines Grabens rund zwanzig Meter hinter dem Anwesen, das in der ganzen Umgebung nur die »Deichmole« hieß.

Sven hatte sich flach neben sie ins Gras geworfen, wobei seine Füße tief im Wasser des Entwässerungsgrabens steckten, der hier statt eines Zaunes die Wiesen trennte.

»Ich habe nie damit gerechnet, dass ausgerechnet heute jemand hierherkommt!«, stieß er entschuldigend hervor. »Verdammter Mist. Was machen wir, wenn der Makler die Mühle und das Haus verkauft?«

»Das ist ihm doch in all den Jahren nicht gelungen«, erwiderte Kerstin. »Und wenn schon.«

»Aber dann haben wir kein Versteck mehr«, wandte Sven Willemsen ein und strich sich das etwas zu lang gewordene weizenblonde Haar aus der Stirn.

»Ich habe das Versteckspielen auch satt«, gab sie ihm zu verstehen. »Der Schuppen ist in den letzten vier Jahren nicht gerade gemütlicher geworden. Und schließlich sind wir keine Kinder mehr. Ich bin zwanzig und du sogar zweiundzwanzig. Wenn du dich nicht traust, in Utendorp das Aufgebot mit einer Frau aus Binnendorp zu bestellen, musst du dich eben auf der anderen Seite der Grenze in irgendeinem dänischen Dorf als wohnhaft melden, und vierzehn Tage später können wir dort zum Standesamt und ganz einfach heiraten. In Tondern gibt es Pensionen, die haben sich auf Heiratstouristen spezialisiert.«

»Das dänische Gretna Green«, nickte Sven. Er verzog das Gesicht. »Aber meine Eltern würden sich hintergangen fühlen«, brachte er hilflos vor.

»Willst du in Zukunft weiter bei deinen Eltern wohnen oder bei deiner Frau?«, fragte Kerstin mit grollendem Unterton in der Stimme. »Liebst du mich überhaupt noch?« Kokett drehte sie ihren langen, hellbraunen Bauernzopf zwischen den Händen.