SmarterLife Essenz 1 - Josef Maiwald - E-Book

SmarterLife Essenz 1 E-Book

Josef Maiwald

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Beschreibung

Ein „smartes" Leben führen heißt, mit den Lebensumständen klug, gewandt und pfiffig umgehen zu können. Das ist ein durchaus anspruchsvolles aber auch spannendes Vorhaben. Die hier angebotenen „12 Zutaten“ für individuelles LifeDesign geben Ihnen dazu wertvolle Impulse. Sie sind leicht verdaulich aufbereitet. Wie auch beim Kochen und Essen gilt für die eigene Lebensgestaltung, dass nicht alles für jeden bekömmlich ist. Deshalb wird hier auf Selbstreflexion und eine ausgewogene Anpassung an Ihre eigenen Lebensumstände großer Wert gelegt. Unter dem Fokus: „So, wie man sich’s kocht, so isst man“, bzw. „Wer gut sät, hat gute Chancen auf eine gute Ernte!“ sind in diesem Buch 80 hilfreiche Tipps für Sie zusammengestellt. Wohl bekomm‘s!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Josef Maiwald

SmarterLife Essenz 1

12 Zutaten für ein erfülltes Leben

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

LifeDesign – so, wie man sich’s kocht, so isst man

So smart ist Ihr Leben heute schon – Ihr aktueller SmartEx

12 erlesene Zutaten

Das rechte Maß, Grenzen und Freiräume

Umsetzung und Vertiefung

Smart gefasst – SmarterLife-Tipps

Anhang

Impressum

Josef Maiwald

SmarterLife Essenz 1

12 Zutaten für ein

erfülltes Leben.

Holzkirchen, 2021

Geschützte Warennamen (Warenzeichen) werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt.

Das Werk, einschließlich aller Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urhebergesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

© 2021 A-BiS Gesellschaft für Unternehmensentwicklung mbH, D-83607 Holzkirchen

Text: Josef Maiwald, smarterlife.de

Illustrationen: Gunnar Matysiak und Magdi Schadt

Lektorat und Umschlaggestaltung: Magdi Schadt, sonnenratten.com

Einleitung

Merksatz:

Was für mich Erfolg heißt, definiere ich selbst!

Josef Maiwald

Willkommen bei SmarterLife. Auf den folgenden Seiten will ich Sie dazu anstiften, in ein „neues Leben“ aufzubrechen – ein Leben, von dem Sie selbst sagen, dass es Sie erfüllt und das von Tag zu Tag smarter wird.

Smart bedeutet klug, gewandt, pfiffig. Ich weiß nicht, ob Sie konkrete Vorstellungen haben, wie so ein „pfiffiges“ Leben aus­sehen kann, wie sich dies privat und beruflich genau gestaltet. Ver­mutlich ist aber auch bei Ihnen genügend „Luft nach oben“, das heißt Potenzial, gewandter durchs Leben zu gehen, um erfolg­reicher, zufriedener und glücklicher zu werden. Im Laufe der Lektüre – da bin ich mir sicher – werden sich Ihre Visionen und Ziele immer konkreter abzeichnen. Wichtig ist mir jedoch, dass ich Sie nicht nur zum Träumen und Schwärmen animiere. Ich möchte Sie in die Lage versetzen, Ihr Leben in die Hand zu nehmen, damit Sie es aktiv oder, noch besser, pro-aktiv gestalten.

Ich bediene mich dabei der Metapher „Kochen und Essen“; denn es gibt viele Parallelen zwischen dem Genuss eines köstlichen Essens und der Lebensgestaltung: So muss beispiels­weise nicht jedem alles schmecken. Aber jeder sollte wissen, was er mag, sich dazu frische und gute Zutaten besorgen und diese zu einem wohlschmeckenden Mahl kombi­nieren können. Mit Übung und einem Schuss Experi­mentier­freude sollte es Ihnen gelingen, Ihre „Kochkunst“ zu verbessern und etwas zu zaubern, das Sie in vollen Zügen genießen können.

Ich möchte aber auch ehrlich mit Ihnen sein, daher will ich Ihnen nicht zu viel versprechen. Denn ich fürchte, ab und zu wird es Ihnen auch künftig passieren, dass etwas nicht ganz gelingt, oder dass etwas richtiggehend anbrennt. Auf die Insel der Glückseligen, auf der einem die gebratenen Gänse einfach in den Mund fliegen, kann ich Sie leider nicht rüber beamen. Auch Patentrezepte, die zu jedem und zu jeder Gelegenheit passen, kann ich Ihnen nicht bieten. Selbst mit Personen, die als leuchtende Vorbilder dienen könnten, ist es schwierig. Denn wer kann schon beurteilen wie das Leben der Promis hinter den Kulissen wirklich aussieht? Das Leben von Stars wie Elvis Presley oder Michael Jackson war wohl alles andere als smart.

Was ich Ihnen bieten kann, ist eher eine Art Leitfaden und ein individuelles Coaching-Programm in Schriftform. Die konkrete Umsetzung wird so individuell ausfallen, wie Sie als Mensch mit Ihren Bedürfnissen, Ressourcen und Möglichkeiten nun mal sind.

Ich sehe es als meine Aufgabe, Ihnen Tipps und Anregungen zu geben, sowie neue Sichtweisen zu eröffnen. Wählen Sie aus der Fülle der Zutaten beliebig aus. Es kommt nicht darauf an, das Buffet sofort ganz zu verspeisen. Wählen Sie bewusst aus, was Sie in welcher Reihenfolge zu sich nehmen wollen.

Gestalten Sie Ihr eigenes Smarter-Life-Program (SLP). Das Schöne daran ist, dass es letztlich keine externe Instanz gibt, die Ihren Erfolg bemisst. Der einzige Gradmesserist Ihre persönliche Zufriedenheit. Wenn Sie am Ende der Lektüre sagen können, dass Sie merklich zufriedener geworden sind, und wenn Sie außerdem noch sagen, dass Sie wissen, wie Sie noch zufriedener werden können, dann ist das Ziel dieses Buches erreicht.

Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit, Wissensdurst und viel Erfolg. Josef Maiwald

LifeDesign – so, wie man sich’s kocht, so isst man

Ein amerikanisches Sprichwort sagt, „Jeder ist seines Glückes Schmied“. In Anlehnung an dieses Zitat möchte ich Ihnen Ihre persönliche Gestaltungsarbeit im Rahmen des Smarter-Life-Program veranschaulichen. Werden Sie Ihres Glückes 12-Sterne-Koch und gestalten Sie Ihr Lebensmenü!

Es ist mir klar, dass jeder Vergleich früher oder später hinkt. Ich wage es trotzdem, die Metapher vom „Kochen und Essen“ noch ein wenig auszuschmücken:

Balance zwischen eigenem Geschmack und sozialer Anschluss­fähigkeit [Tipp 1]: Jeder Mensch hat seine Leibspeisen und jeder Mensch hat seine Abneigungen oder gar Unverträglichkeiten. Und das ist gut so. Es gibt doch dem Leben eine angenehme Würze, dass wir unterschiedlich sind. Auch Sie dürfen sich sagen: Ich habe meinen persönlichen Geschmack und dazu stehe ich. Allerdings ist das Essen auch ein soziales Event. Sollten Sie mit Ihrem Ge­schmack zu sehr abseits stehen, ist es ggf. auch eine Über­legung wert, wie Sie zumindest eine Kompatibilität mit anderen Menschen schaffen können. Denn weitere Volksweis­heiten sagen: „In Gesell­schaft schmeckt es am besten“, und „geteilte Freude ist doppelte Freude.“

Balance zwischen Routinen und Experimentierfreude [Tipp 2]: Feste Gewohnheiten und Routinen sind sehr praktisch. Wenn es beispielsweise feste Essenszeiten gibt, braucht man sie weder groß planen, noch ist eine Abstimmung mit anderen erforderlich. Der Energieaufwand ist minimal und trotzdem ist gewährleistet, dass alles funktioniert. In Studien hat man Menschen an unterschiedlichen Tagen beim morgendlichen Schminken bzw. bei der Nassrasur gefilmt. Wenn man die Filme parallel abspielen lässt, sieht man, wie präzise diese Routinen ablaufen. Die einzelnen Handgriffe werden immer in der gleichen Reihenfolge und synchron durchgeführt – ganz ohne Stoppuhr und externe Anweisungen.

Allerdings sind nicht alle Gewohnheiten sinnvoll. Es lohnt daher, immer mal wieder zu reflektieren, ob alles, was man mehr oder weniger im Betriebsmodus „Autopilot“ macht, auch wirklich sinnvoll ist. Durchbrechen Sie daher ab und zu bewusst Gewohnheiten und probieren Sie ein neues Rezept. Setzen Sie sich mit einem neuen Thema auseinander oder testen Sie eine andere Freizeitaktivität.

Das Beste aus dem Vorhandenen herausholen [Tipp 3]: Wirklich gute Köche brauchen nicht immer die teuersten und besten Zutaten. Sie können auch aus dem, was der Kühlschrank gerade her­gibt, ein schmackhaftes Essen zubereiten. Diese kreative Flexi­bi­lität ist wichtig, denn nicht immer sind alle Zutaten sofort und/ oder zu einem erschwinglichen Preis zu bekommen. Wie auch in anderen Lebensbereichen gilt beispielsweise, wenn der Traum­urlaub auf den Malediven zu teuer ist, sollte man in der Lage sein, das Leben an einem anderen, leichter erreichbaren Ort zu ge­nießen.

Eigenverantwortung und Eigeninitiative [Tipp 4]: Wenn wir gerade beim Urlaub sind: Eine meiner im Nachhinein unnötigsten Ausgaben war ein Hubschrauberflug über dem Brice Canyon (USA). Der Nationalpark ist bekannt für seine wirklich beeindruckenden, nach oben spitz zulaufenden roten Felsformationen. Die Felsen und Aussichtspunkte tragen Namen wie Amphitheater, Sunrise-Point, Sunset-Point, Inspiration und Natural Bridge. Fasziniert von der einmaligen Kulisse ließen wir uns locken und buchten einen Hubschrauberflug. Der Spaß war teuer, aber der Hubschrauber hatte einen Boden, der zu großen Teilen aus Plexiglas bestand. Daher erwarteten wir uns einen guten Rundumblick und die Vorfreude war entsprechend groß. Den Flug selbst fand ich dagegen enttäuschend und richtiggehend langweilig. Der Pilot flog sehr nahe an die Felsformationen heran und gab sich alle Mühe, uns schöne Ausblicke zu ermöglichen. Aber wir waren natürlich angeschnallt, konnten uns kaum bewegen und der Lärm der Rotorblätter war so laut, dass man sich nicht unterhalten konnte. Der Blick durch die Glasscheiben war im Grunde auch nicht viel anders als das, was wir von den Aussichtspunkten und den Videofilmen schon kannten.

Nach dem Flug, der nach einer halben Stunde endlich vorbei war, sind wir noch einige Stunden im Canyon gewandert. Tja, was soll ich sagen? Dieser Spaß hat uns keinen Cent gekostet und es war ein einmaliges Erlebnis, die Felsformationen hautnah aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, auch Gerüche und Temperaturunterschiede wahrzunehmen und dabei das Wechselspiel von Flora und Fauna zu erleben.

Und wie ist es im Vergleich beim Essen? Wann sind die Gaumenfreuden größer: Wenn Sie ein Fastfood-Menü bzw. Fertiggericht zu sich nehmen oder wenn Sie selbst in der Küche Ihr Essen mit Hand und allen Sinnen zubereiten, frische Zutaten verwenden und selbst entscheiden, womit und wie stark sie würzen?

Balance zwischen Rückblick – Hier und Jetzt – Vorschau [Tipp 5]: Viele Ratgeber propagieren, sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren, denn schließlich lebe man in der Gegenwart und weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft. Für smarte Genießer ist das aber zu eng gedacht. Es macht schon Sinn, sich an Erfahrungen aus der Vergangenheit zu erinnern. Was ist mir gut bekommen, was nicht? Entsprechend kann ich meine vorausschauende Planung und das aktuelle Handeln ausrichten. Es gibt Dinge, die schmecken hier und jetzt, liegen aber anschließend schwer im Magen – im wörtlichen oder im übertragenen Sinne. Daher ist oft ein Verzicht oder auch bewusstes Maßhalten der größere und nachhaltigere Genuss.

Vorsicht, Vorausschau und Rücksicht [Tipp 6]: Smart ist es auch, mit einer gesunden Vorsicht an Dinge heranzugehen. Vorsicht ist allerdings nicht zu verwechseln mit Ängstlichkeit. Sich bei jeder kleinen Gefahr aus Angst zurückzuziehen, ist sicher nicht das richtige Verhalten. Es geht eher darum, Gefahren realistisch einzuschätzen und angemessen damit umzugehen. Das kann sein, dass ich beim Autofahren rechtzeitig vom Gas gehe, dass ich regelmäßig Sicherungskopien von Daten mache usw. Ein gutes Risikomanagement hilft, Schmerzen und Lebensgefahr zu vermeiden. Vorausschau und Rücksicht sind ebenso wichtig. Überlegungen sind sinnvoll, wie: „Welche Auswirkungen hat mein Einkaufsverhalten auf Tierwohl, Lebensmittelproduktion, auf den CO2-Ausstoß sowie auf den regionalen und globalen Flächenverbrauch?“ oder auch „Wie viel Energie für Aufzucht, Transport, wieviel Wasser haben die Zutaten auf meinem Teller verbraucht?“ etc. Sicher ist es nicht leicht, diese Fragen in allen Situationen befriedigend zu beantworten und sein Verhalten danach auszurichten. Der einseitige Blick auf den niedrigsten Preis ist jedenfalls nicht die Lösung.

Ständig übt der Meister [Tipp 7]: Es gibt viele Sprichwörter, die Lebensweisheiten prägnant ausdrücken. Von Friedrich Schiller stammt das Zitat „Früh übt sich, was ein Meister werden will“. Ich würde den Satz ändern in „Früh aber auch ständig übt sich, was ein Meister werden oder bleiben will“. Wir können und sollten immer dazulernen, unser Wissen erweitern und die Techniken verbessern. Das macht, wenn wir es richtig anstellen, auch richtig Spaß.

Noch so ein Sprichwort: „Wenn’s am besten schmeckt, sollte man aufhören.“ Daher höre ich jetzt mit meiner Aufzählung auf. Auf die eine oder andere Parallele werde ich später vertiefend eingehen oder zu sprechen kommen.

Eigene Visionen und Ziele

[Tipp 8] Wenn Sie nicht frühzeitig Ihre eigenen Vorstellungen entwickeln, werden Ihnen möglicherweise täglich Dinge vorgesetzt, die kaum Ihrem wahren Geschmack und Ihren eigenen Wünschen entsprechen. Vielleicht „essen“ Sie in der falschen Umgebung, sie lassen die falschen Köche den Brei verderben oder lassen sich zu sehr von aktuellen Trends beeinflussen.

Bei der Lebensgestaltung ist es ähnlich. Eltern, Freunde, Vorgesetzte, Mode, Werbung, gesellschaftlicher Mainstream usw. beeinflussen uns. Es gibt viele selbsternannte Ratgeber, die meinen zu wissen, was für Sie gut ist. Haben Sie je überprüft, ob Sie zu dem, was Sie anstreben und als Maßstab für Ihr Glück nehmen, überredet wurden oder ob Sie wirklich davon überzeugt sind?

Ein Psychotherapeut, der viel mit Krebspatienten arbeitet, erzählte mir, dass er seinen Klienten anfangs immer die provokante Frage stellt: „Warum wollen Sie eigentlich noch weiter­leben?“ Und er­schreckend oft kommt als Antwort: „Ich habe gemerkt, dass ich mich bisher zu sehr nach anderen gerichtet habe – nach deren Vorstellungen und Bedürfnissen. Ich selbst bin dabei zu kurz gekommen. Mein Leben habe ich noch gar nicht gelebt.“ Ich hoffe für Sie, dass Sie nicht erst eine ärztliche, bedrohliche Diagnose benötigen, um sich klar zu machen, was Sie eigentlich wollen, was es für Sie heißt, Ihr Leben zu leben.

Gesamtkonzept und Planung

[Tipp 9] Beim Kochen ist es so, dass manche ein leckeres Essen hinbekommen, wenn sie „frei nach Schnauze“ Dinge kombinieren, die sie gerade in die Finger bekommen. Andere schwören auf genaue Planung und dem exakten Kochen nach bewährten Rezepten.

Ich persönlich bevorzuge eine Kombination aus beiden Strategien. Die Zubereitung eines mehrgängigen Menüs ist schon eine komplexe Angelegenheit, die auf jeden Fall ein Mindestmaß an Planung erfordert. Das eigene Leben zu gestalten ist eine noch viel komplexere „Lebensaufgabe“. Und dennoch agieren viele Zeitgenossen hierbei eher „plan-los“. Immer wieder höre ich auch das Argument: „Das Leben ist nicht zu planen. Ich weiß ja nicht, was morgen passiert.“

Nur weil es nicht immer wie geplant läuft, heißt es noch lange nicht, dass Planung und vorausschauendes Handeln gänzlich unmöglich ist. Der Gärtner, von dem Sie vielleicht Ihren biologisch angebauten Salat beziehen, wusste auch nicht, ob der Salat nicht von einer Schnecke gefressen wird oder ob Hagel sein Gemüsebeet verwüstet. Nur eines ist klar: Wenn er nicht plant und rechtzeitig die richtigen Dinge sät und pflanzt, braucht er zur Ernte erst gar nicht ausrücken.

Es stimmt schon, auch mit einem stimmigen Konzept, guter Planung und sorgfältiger Durchführung bin ich nicht vor Überraschungen sicher. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Dinge in der gewünschten Weise einrichten und entwickeln, wird durch eine bewusste Gestaltung wesentlich höher.

Aufbauphase

Die Aufbauphase ist in der Regel die anstrengendste. Wie beim Kochen läuft auch im übrigen Leben nicht alles auf Anhieb optimal. Manchmal stellt man fest, dass noch nicht alles praktisch genug eingerichtet ist. Vielleicht ist das nötige Zubehör nicht vollständig oder nicht gut genug. Es gilt, die Abläufe zu erproben und zu optimieren.

Normalbetrieb

Auch wenn Sie die Aufbauphase hinter sich haben, ergeben sich immer wieder Herausforderungen, die gemeistert werden wollen – die einen neu, die anderen als Dauerbrenner: gewohnte Zutaten sind nicht mehr verfügbar, bestimmte Abläufe funktionieren noch nicht wie gewünscht oder der übliche Speiseplan soll oder muss aus gesundheitlichen Erwägungen umgestellt werden.

Und im übrigen Leben? Da ist der Wandel ein ständiger Begleiter. Sobald Sie aufhören, sich weiterzuentwickeln und Dinge voranzutreiben, fallen Sie zurück. [Tipp 10] Beziehungen „hat“ man nicht, Beziehungen zu Freun­den, zum Partner / zur Partnerin, zu Geschäftskollegen wollen aktiv gepflegt werden. Ansonsten schlafen Beziehungen ein, werden zur Routine oder plätschern so dahin. [Tipp 11] Auch der Arbeitsplatz ist heute kaum noch eine Lebensstellung, die man einfach besetzt hält. Strukturänderungen und sich verändernde Abläufe erfordern die Fähigkeit und den Willen, sich flexibel auf Neues einzustellen. Lebenslanges Lernen wird für mehr und mehr Menschen zur Normalität. Nur, wer sich ändert, bleibt sich treu!

Die Moral von der Geschicht‘

[Tipp 12] Zu welcher Art von Koch bzw. Köchin zählen Sie sich? Gehören Sie zu den Menschen, die vorzugsweise alles auf sich zukommen lassen? Sind Sie eher ein „Machertyp“, der gleich loslegt? Oder planen Sie sorgfältig, merken dabei, was alles schief gehen könnte und kommen daher sehr spät oder gar nicht in die Umsetzungsphase?

Koch ist nicht gleich Koch

Wie möchten Sie Ihre Herangehensweise ändern, damit Sie künftig die Ideallinie finden, das heißt den Mittel­weg zwischen zu wenig und zu viel Planung?

Die Ideallinie in Sachen bewusster Lebensgestaltung:

Wie werde ich künftig vorgehen, damit ich realistische Ziele stecke und diese mit Strategie und Elan umsetze?

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Empfehlung für die weitere Lektüre

Ich vermute, dass Ihr „Lebensglück“ kein kompletter Neubau ist, sondern dass Sie schon einen gesunden Grundstock haben, den Sie etwas umbauen oder renovieren wollen. Viel­leicht ist es an der Zeit, die eine oder andere Schublade zu öffnen und sauber zu machen oder zu entrümpeln.

Die Basis Ihrer Küche bzw. Ihres Lebens steht also. Nun kommt es darauf an, wie umfassend Sie renovieren und umbauen wollen, und wie dringend diese Maßnahmen sind. Wackeln schon einige Scharniere? Ist zu befürchten, dass irgendetwas bald zu Bruch geht? Ist gar irgendwo der (Holz-) Wurm drin und nagt an der Substanz? Oder geht es Ihnen eher um Verbesserungen im Detail?

Die weiteren Ausführungen und Übungen sind für kleinere und mittelgroße Umgestaltungen geeignet. Überlegen Sie jeweils, wie gründlich Sie diese Aspekte bearbeiten wollen. Es macht wenig Sinn, in einem Raum, in dem Sie sich rundum wohl fühlen, die Tapeten zu erneuern, nur weil Sie eine so schöne Anleitung gefunden haben, wie Sie einfacher als bisher tapezieren können. Gehen Sie zunächst die Punkte an, von denen Sie sich die größte Hebelwirkung versprechen. Neben den jeweiligen Übungen können Sie für komplexere Vorhaben generell auch das ZiPlAkKo-Prinzip zu Hilfe nehmen (siehe unter „Umsetzung und Vertiefung“).

So smart ist Ihr Leben heute schon – Ihr aktueller SmartEx

[Tipp 13] In der Einleitung habe ich behauptet, dass auch in Ihrem Leben noch genügend Luft nach oben ist, dass also auch in Ihrem Leben genügend Potenzial ist, zu optimieren. Es wäre un-smart, jetzt alle Dinge im Geiste durchzugehen, mit denen Sie unzufrieden sind und die Sie deshalb verändern wollen. Denn smart ist es, sich bewusst zu sein und zu schätzen, was im Leben positiv lief und läuft. Um Klarheit darüber zu erhalten, lade ich Sie zu einem Brainstorming ein. Nehmen Sie bitte ein leeres Blatt oder nutzen Sie das Workbook; schreiben Sie der Reihe nach auf, was in Ihrem Leben positiv ist. Denken Sie dabei an Dinge, Menschen, Kontakte, Ihre Lebensumstände, Ihre persönlichen Stärken – einfach alles, was Ihnen in den Sinn kommt. Denken Sie so global wie möglich und berücksichtigen Sie auch Dinge, die uns selbst­verständlich erscheinen, wie ausreichend Nahrung, sauberes Wasser, Meinungsfreiheit usw.

Positiv in meinem Leben:

Bitte nehmen Sie ein Blatt und sammeln Sie alles, was Sie schätzen und wofür Sie dankbar sind.

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Hinweis: Das Workbook zu diesem Buch können Sie herunterladen, siehe www.smarterlife.de/d/essenz01, Gut­schein­code „wb-essenz01“.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Ihre Liste durchaus beein­druckend ist. Ich hoffe, dass diese Liste Sie moti­viert, und dass Sie sich nicht auf Ihren Lorbeeren ausruhen, sondern weiterhin Posi­tives sammeln und sich erarbeiten wollen. Apropos „erar­beiten“; [Tipp 14] Ich hoffe, Sie haben Lust, Ihre Liste einmal differenziert zu betrachten. Was von Ihrer Sammlung ist Ihnen einfach so in den Schoß gefallen bzw. fällt Ihnen regelmäßig zu? Was davon sind Ihre persönlichen Erfolge, die Sie sich erarbeiten mussten?

Fertigen Sie doch eine Liste Ihrer persönlichen Erfolge an – am besten chronologisch unter Angabe der Jahreszahl. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass so eine Liste stark motiviert, und zuversichtlich macht, dass man auch künftige Herausforderungen erfolgreich meistern wird.

Liste meiner persönlichen Erfolge:

Bitte führen Sie stichpunktartig und chronologisch Ihre Erfolge – beruflich und privat – auf. Führen Sie auch jeweils die Jahreszahl auf (z.B. 2020 Alpenüberquerung, 2021 Projekt XY erfolgreich abgeschlossen usw.)

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[Tipp 15] Sie wären mir unheimlich, wenn das Positive und Ihre Erfolge schon die ganze Wahrheit wären. Bei nahezu allen Men­schen, die ich kenne, gilt: Es gibt auch Negatives, es gibt persön­liche Misserfolge und es gibt sogar wichtige Bereiche in ihrem Leben, die nicht befriedigend sind. Ich vermute daher, dass es bei Ihnen ähnlich ist. Bestimmt gibt es in Ihrer „Küche des Lebens“ auch Ecken, die wieder mal gründlich aufgeräumt gehören oder so­gar Schränke und Schubladen, die dringend repariert werden sollten. Es wäre gut, wenn Sie auch dies kurz schriftlich fixieren würden.

Negativ / nicht zufriedenstellend in meinem Leben:

Bitte nehmen Sie ein Blatt und sammeln Sie alles, was Sie momentan stört.

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[Tipp 16] Eine Liste der persönlichen Misserfolge soll nun nicht alte Wunden aufreißen. Auch Misserfolge können Sie positiv nutzen: Sie können aus den Erfahrungen lernen. Aktuelle Misserfolge lassen sich besser verarbeiten, wenn Sie sich vergegenwärtigen, welche Bedeutung ein Misserfolg, den Sie vielleicht vor 5 Jahren oder länger einstecken mussten, in Ihrem heutigen Leben hat. Meist stellt sich später heraus, dass die Bedeutung damals überschätzt wurde. Sie kennen das Sprichwort „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“.

Liste meiner persönlichen Misserfolge:

Bitte führen Sie stichpunktartig und chronologisch Ihre Misserfolge – beruflich und privat – auf. Führen Sie auch jeweils die Jahreszahl auf (z.B. 2017 Unfall, 2019 Geld an der Börse verloren usw.)

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[Tipp 17] Alle Ihre positiven und negativen Erfahrungen haben sich im Lauf der Jahre kumuliert zu Ihrem derzeitigen Status in den unterschiedlichen Lebensbereichen. Beurteilen Sie bitte im Folgenden, wie zufrieden Sie sich aktuell einstufen (0 gar nicht zufrieden bis 10 voll und ganz zufrieden). Falls ein Bereich für Sie nicht relevant sein sollte, lassen Sie die entsprechende Zeile ein­fach leer. Die ersten beiden Punkte sind globale Ein­schätzungen, wie zufrieden Sie mit „Schule, Arbeit, Beruf“ bzw. mit Ihrem „Zuhause“ sind. Sie können hierbei alle Faktoren einbe­ziehen, die für Ihr persönliches Wohlbefinden wichtig sind wie Lage, Um­gebung oder die Beziehung zu Kollegen, Mitbewohnern, Familie, Nachbarn usw. Falls Ihnen bei den anderen Punkten einzelne Begriffe unklar sein sollten, schauen Sie bitte im Stich­wor­tverzeichnis nach und überfliegen Sie die dazugehörigen Text­passagen.

Für die folgenden Überlegungen können Sie auch unser Excel-Tool herunterladen (siehe www.smarterlife.de/d/essenz01, Gutschein­code: Smart-Index).

Vergeben Sie einen Punktwert – nach Grad Ihrer Zufriedenheit:

Schule, Arbeit, Beruf ________________________________

Mein Zuhause _____________________________________

Persönliche Entwicklung- fachliche Kenntnisse ______________________________ - soziale Kompetenz________________________________ - systematische Weiterentwicklung____________________

Effektivität- klare Ziele _______________________________________ - Systematik ______________________________________ - Ordnung ________________________________________ - Fokussierung ____________________________________ - Pro-Aktivität _____________________________________ - Multiplikation der eigenen Arbeitskraft (Zusammenarbeit und Delegation) ______________________________________

Finanzielles- aktuelles Einkommen______________________________ - Rücklagen, aufgebautes Vermögen inkl. Altersvorsorge ___ - Absicherung finanzieller Risiken______________________

Kontakte:- Partnerschaft_____________________________________ - Familie__________________________________________ - Freunde, Vereine, Gruppen__________________________ - Geschäftsbeziehungen_____________________________

Körperliche und geistige Fitness- Schlaf __________________________________________ - Ernährung _______________________________________ - Gesundheit (Immunsystem, Robustheit) ______________ - persönliches Wohlbefinden_________________________ - psychische Belastbarkeit___________________________ - Energie und Tatendrang____________________________ - körperliche Fitness, Kondition_______________________

Glaube, Spiritualität- persönliche Werte leben___________________________ - Glaube, Religion, Spiritualität_______________________

Zusätzliche Themen- ________________________________________________ - ________________________________________________ - ________________________________________________

Selbsteinschätzung am ______________ SmartEx: ______

Ihr SmartEx

Welchen Wert erreichen Sie aktuell? Ihr Durchschnittswert bzw. Ihr SmartEx („Smart-Index“) errechnet sich über die Summe der Ein­zel­werte geteilt durch die Anzahl der Werte, die Sie eingetragen haben.

Da Sie die für Sie nicht relevanten Aspekte erst gar nicht beantwortet haben, sollten Sie sich klar machen, dass es im Leben etwas anders läuft als in der Schule. Sie können im Leben auch dann in die nächste Jahrgangsstufe vorrücken, wenn Sie über Jahre hinweg in einzelnen Disziplinen weniger gut abschneiden. Wenn Sie beispielsweise im Bereich Effektivität nicht zufrieden sind, erledigen Sie Aufgaben mit zu hohem Zeit- und Energie­aufwand. Ihnen fehlt dann die Zeit, um sich um andere wichtige Bereiche zu kümmern. Fehlernährung und damit verbundenes Über­gewicht kann Ihr Körper möglicherweise lange kompensieren, ohne dass sich schwerwiegende Symptome bemerkbar machen. Ist dies jedoch erst einmal der Fall, lassen sich die „schlechten Noten“ der Vergangenheit schwer oder gar nicht mehr ausbügeln.

[Tipp 17 - 18] Sie sollten sich daher vornehmen, bis zur nächsten Selbsteinschätzung, die Sie vielleicht in drei Monaten abgeben, einige Werte deutlich zu verbessern. Welche das sind, hängt von der Beantwortung der folgenden Fragen ab:

Sind einzelne Werte so schlecht, dass Sie befürchten, dass Ihnen diese Disziplin eines Tages „die Suppe total versalzen“ oder zumindest schwerwiegende Probleme bereiten kann?

In welchem Bereich sehen Sie die größte Hebelwirkung? Das heißt, wo können Sie mit Verbesserungen den Effekt für Ihr Wohlbefinden erreichen?

Wenn sich über diese Fragen eindeutige Schwerpunktbereiche herauskristallisieren, können Sie gleich auf die entsprechenden In­halte in diesem Buch konzentrieren. Ist dies nicht der Fall, erhalten Sie im nächsten Kapitel wichtige Anregungen für alle Bereiche.

Unter www.smarterlife.de/d/essenz01 können Sie ein Excel-Tool herunterladen, mit dem Sie Ihren SmartEx bequem ermitteln können (Gutscheincode: Smart-Index).

12 erlesene Zutaten

Überblick

Die folgenden Zutaten sollen Ihnen verhelfen, Ihr Leben smarter zu gestalten. Sie können sie als Maxime für Ihr Leben nutzen. Wenn Sie bei allen Punkten sagen können, „ja, stimmt“, müssten Sie bei der Ermittlung Ihres nächsten SmartEx ein Traumergebnis erzielen.

1.   Jeder Tag ist ein wichtiger Meilenstein in meinem Leben.

Meine Lebensqualität und mein „Lebenserfolg“ hängen vor allem davon ab, wie erfolgreich ich meine Tage gestalte.

2.   Was Erfolg ist, definiere ich.

Impulse, Erwartungen und Wertmaßstäbe von außen reflektiere ich kritisch. Das, was ich als Ziel anstrebe und was ich als Erfolg ansehe, entscheide ich selbst.

3.   Balance zwischen unterschiedlichen Lebensbereichen und Lebensrollen

Nichts von dem, was mir wichtig ist, kommt zu kurz. Ich erreiche Ziele, habe Spaß, tue etwas für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden, habe wertvolle Begegnungen und Beziehungen mit meinen Mitmenschen usw.

4.   Balance zwischen kurzfristigen und großen Zielen und Träumen

Meine Pflichtaufgaben erledige ich zügig, routiniert und zuver­lässig. Im täglichen Alltagsstrudel bewahre ich den Blick für mein „Big Picture“, meine Ziele und Werte.

5.   Ich agiere pro-aktiv

Ich nehme die Verantwortung selbst in die Hand und säe recht­zeitig das, was ich später ernten möchte.

6.   Gesundes Selbstbewusstsein

Ich weiß, was ich kann und ich weiß, wo ich dazulernen will.

7.   Ich agiere und kommuniziere nach dem Prinzip Win-Win.

Wenn im täglichen Miteinander nur jeder auf seinen Nutzen bedacht ist, verbrauchen wir Energie damit, nicht übervorteilt zu werden. Sinnvoller ist es, wenn wir nach Lösungen suchen, bei denen alle Beteiligten profitieren.

8.   Gemeinsam mit anderen bin ich stark.

Ich richte meinen Fokus auf meine Stärken und Fähigkeiten und beziehe andere Menschen und deren individuelle Kompetenzen zum Erreichen meiner Ziele mit ein. Das Prinzip der arbeit­steiligen Zusammenarbeit macht uns stark.

9.   Ich entwickle mich kontinuierlich weiter.

Wie jeder gute Handwerker brauche ich ein gutes Handwerks­zeug und die Übung, fachgerecht damit umzugehen. Hierzu zählen die Verbesserungen der Systematik, der Qualität und die Optimierung von Geschäftsabläufen.

10.   Ich bin bewusst und selbst-reflektiert

Ich nutze den „Autopiloten“, um in Teilbereichen bequem voran­zu­kommen. Ich hinterfrage aber immer wieder, ob die einge­spielten Muster und Systeme noch passen.

11.   Ich sorge für ausreichend Entspannung und Regeneration

Ähnlich wie Leistungssportler begreife ich Zeiten für Ent­spannung und Regeneration als wertvoll.

---ENDE DER LESEPROBE---