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Sie heißen Kevin, Nick oder Bastian; sie sind keine Kinder mehr, aber auch noch nicht richtig erwachsen. Der männliche Körper ist für sie ein großes Wunder, ihr eigener ebenso wie der des besten Freundes oder des fremden Mannes, dessen ausgereifte Kraft sie bewundern. Ob am Badesee, in den Umkleideräumen des Schwimmbads oder in einem abgelegenen Garten – sie genießen die Hitze des Sommers und vor allem sich selbst, die neue Welt der Sexualität und das männliche Vorbild, dem sie nacheifern. Richard Rosen gelingt es meisterhaft, sich in diese ebenso unschuldigen wie abgründigen Situationen hineinzuversetzen und jeden Augenblick der Lust, den seine Helden auskosten, im Text neu zu erschaffen. Mit ihrer dichten Atmosphäre und ihrem perfekten Timing sind diese Stories selbst ein wenig wie Sex.
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Seitenzahl: 192
Veröffentlichungsjahr: 2014
RICHARD ROSEN
SOMMERHITZE
Männerschwarm Verlag Hamburg 2014
Aber am schönsten sind meine Erinnerungen an die Jugend, die ich nicht hatte.
Baron Corvo
Die Sonne auf Kevins Haut fühlte sich gut an. Warm und freundlich lag sie auf seinen bloßen Beinen und forderte ihn wortlos auf, sich zu entspannen. Der Junge schloss die Augen, hörte den Vögeln zu, die in den Bäumen sangen, und ließ langsam seine Oberschenkel auseinander fallen.
Mit angehaltenem Atem wartete er auf die erste Berührung.
Dieser Moment war immer besonders spannend, weil man nicht wusste, wo die Finger zuerst sein würden, rechts oder links, oder auf beiden Beinen gleichzeitig, an der Wade, am Knie oder vielleicht gleich weiter oben am Schenkel, dort wo die kleinen und besonders empfindlichen Härchen saßen …
Diesmal begannen Stefans Finger ihre Wanderung an Kevins linkem Bein. Einen Moment lang umkreisten sie spielerisch seine Kniescheibe, dann arbeiteten sie sich langsam, mit vielen Abzweigungen, den Oberschenkel hinauf.
Kevin biss sich auf die Lippen, um das leise Stöhnen zu unterdrücken, das schon wieder in seinem Hals steckte. Die Regeln ihres Spiels waren hart, und sie benachteiligten ihn, weil er so kitzlig war. Wer zuckte oder stöhnte, der musste den anderen streicheln – und gemeinerweise schien Stefan überhaupt nicht kitzelig zu sein. Kevin hatte ihn oft schon ganz lange gestreichelt und alles probiert, aber Stefan lag immer nur ganz still da, rührte sich nicht und gab keinen Ton von sich. Er lächelte dabei und man konnte genau sehen, wie sehr er es genoss, dass er sich so gut kontrollieren konnte. Mittlerweile hatte Kevin keine große Lust mehr auf dieses Spiel, weil er dabei immer den Kürzeren zog. Außerdem waren sie beide dafür eigentlich zu alt. So was spielten doch eher kleine Jungs … Aber jedes Mal, wenn Stefan sagte «Hey, lass uns Kitzeln spielen», dann machte er doch wieder mit, stieg eifrig aus seinen Shorts und legte sich vor Stefan auf den Boden.
Sie hatten das Spiel auch erst vor ein paar Wochen erfunden, aber Kevin kam es so vor, als sei es schon viel älter, genau wie der Sommer, der erst vor ein paar Tage richtig angefangen hatte und doch schon ganz lange zu dauern schien. Seit es so warm geworden war, spielten sie das Spiel jeden Tag, und eigentlich kamen sie nur deshalb hierher, in diesen verlassenen, verwilderten Garten am Ende der Straße, weil man hier ganz allein und ungestört war. Das Haus stand schon seit langem leer und Kinder, die in der Nachbarschaft wohnten, trauten sich nicht in seine Nähe, geschweige denn in den Garten. Sie erzählten wilde Geschichten von einem Mord, der in dem Haus passiert sei, und von unheimlichen Männern, die dort übernachteten.
Aber das war alles Blödsinn. Natürlich sah das Haus ein bisschen merkwürdig aus, mit den vernagelten Fenstern, und der Garten war seltsam. Alte Obstbäume lagen umgestürzt und abgestorben herum, die Hecken wucherten und das Gras wuchs hüfthoch, aber die Rosen am Haus blühten üppiger als in all den gepflegten Gärten an der Straße. Auf der Terrasse war es besonders schön: Bis zum Nachmittag saß man hier in der Sonne. Man konnte in den Garten sehen, zugleich aber standen rechts und links hochgeschossene Büsche wie Wände, die den Platz von allem abschirmten, was draußen in der Welt vor sich ging.
Hier war der beste Platz für das Spiel. Auf den Steinplatten zu liegen oder zu knien war zwar nicht gerade bequem, aber die Wärme, die sich über der Terrasse fing, lud trotzdem dazu ein, das Spiel hier zu spielen. Und Stefans Idee, die Hosen auszuziehen und sich da draufzulegen, war genau richtig. So war es viel einfacher, hinterher den Staub abzuschütteln. Und man konnte den anderen auch viel besser kitzeln.
Kevin ließ die Beine noch weiter auseinanderfallen und Stefan nahm die stumme Einladung an: Seine Finger, die über die feinen Haare auf Kevins Oberschenkel strichen, bogen plötzlich nach innen ab. Das war die empfindlichste Stelle an Kevins Beinen und auch diesmal gelang es ihm nicht, sich zu beherrschen: Er zuckte und stöhnte leise auf, als Stefan seine Hand in Richtung seiner Unterhose schob.
«Verloren!», rief Stefan begeistert. «Du bist dran!»
Sie tauschten die Plätze. Wie immer ignorierten sie beide den deutlich sichtbaren Ständer in der Unterhose des anderen. Ihre Schwänze wurden jedes Mal steif, wenn sie das Spiel spielten, aber weder Kevin noch Stefan hatten jemals etwas darüber gesagt. Es passierte und war irgendwie Teil des Spiels und vielleicht sogar der wichtigste Teil – aber dabei blieb es. Kevin bekam immer sofort einen Ständer, wenn Stefan ihn streichelte, und mit der Zeit war gerade der Gedanke, dass jemand genau beobachtete, wie sein Schwanz in der Hose dicker und länger wurde, für Kevin besonders aufregend geworden. Denn natürlich guckte Stefan da ganz genau hin. Aus halbgeschlossenen Augen hatte Kevin das gesehen. Und er selbst starrte natürlich auch auf die Beule in Stefans Unterhose. Nur war die immer schon da, wenn sie die Plätze tauschten.
Gedankenverloren begann Kevin Stefans Beine zu streicheln. Alles war wie immer: Stefan hielt still; er zuckte nicht und stöhnte nicht; nur der Schwanz in seiner Hose bewegte sich; man konnte sehen, wie er pulsierte, und jetzt zeigte sich da oben, dicht unter dem Gummiband der Unterhose, auch der dunkle Fleck, der bewies, dass Stefans Schwanz zu lecken begann. Kevins Finger glitten weiter über Stefans Beine, aber seine Gedanken waren plötzlich woanders. Am Anfang war das ein aufregendes Spiel gewesen, aber jetzt wiederholte es sich. Eine Zeit lang war es aufregend gewesen, Stefans Haut an den Fingern zu spüren und seinen Schwanz zu sehen, wie er in voller Länge in seiner Unterhose steckte, aber jetzt wurde das langweilig, weil Kevin sich partout nicht traute, das zu tun, was er eigentlich tun wollte: die Finger langsam zu dieser eindrucksvoll dicken Beule in Stefans Unterhose wandern zu lassen, und dann die Hand – oder vielleicht besser gleich beide Hände – auf den Schwanz zu legen, der sich so groß und hart unter dem weißen, dünnen Stoff abzeichnete.
Impressum
Fantasien nehmen keine Rücksicht auf die Wirklichkeit, das macht sie so wertvoll. Wer sich durch die Darstellungen dieses Texts zur Nachahmung veranlasst fühlt, soll sich deshalb klar darüber sein, dass die Realität beim Sex Schutzmaßnahmen verlangt, auf die in der Fantasie verzichten werden kann: Safer Sex!
Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek verzeichnet die Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.
Richard Rosen
Sommerhitze
© Männerschwarm Verlag, Hamburg 2014
Umschlaggestaltung: Carsten Kudlik, Bremen, unter Verwendung eines Fotos von Anja Müller
1. Auflage 2014
ISBN der Printausgabe: 978-3-86300-179-7
ISBN der Ebook-Ausgabe: 978-3-86300-181-0
Männerschwarm Verlag
Lange Reihe 102 – 20099 Hamburg
www.maennerschwarm.de
Inhalt
Die Sonne …
Plötzlich …
Nichts los.
Vorsichtig ließ …
Der kleine …
Die Wohnungstür … -
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