Spiele mit einem Anwalt - Charlie Richards - E-Book

Spiele mit einem Anwalt E-Book

Charlie Richards

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Beschreibung

In der paranormalen Welt: Als ein Anwalt bei einem Ex-Mitarbeiter vorbeischaut, um einige Fallnotizen zu klären, erweitert eine zufällige Begegnung seinen Horizont. Der Anwalt Jory Dartmore stößt in einer Fallakte auf einige verwirrende Punkte. Er ruft den ehemaligen Mitarbeiter Attain Walsh, der an dem Fall gearbeitet hat, an, das Telefonat wird jedoch von Ssimeas, dem Geliebten des Mannes, angenommen. Als Ssimeas Jory mitteilt, dass Attain für eine Weile nicht zu sprechen ist, lädt er Jory zum Abendessen auf die Ranch ein und um danach mit Attain zu sprechen. Jory akzeptiert, neugierig auf den Mann, der das Herz von Attain gewonnen hat, einem eingefleischten Junggesellen. Jory genießt das Essen und die Gesellschaft, bevor er in ein Büro schlüpft, um unter vier Augen mit Attain zu sprechen. Als er die Tür öffnet, um zu gehen, sieht er sich von Angesicht zu Angesicht etwas … Anderem gegenüber. Zu Jorys größter Verlegenheit wird er ohnmächtig. Biscane geht gerade mit seinem Frühstück nach oben, als ein Geruch seine Aufmerksamkeit erregt. Er kann nicht widerstehen, innezuhalten, um an der Tür zu schnuppern. Während er bei dem köstlichen Aroma vor Begeisterung knurrt, öffnet sich die Tür und Jory erscheint. Glücklicherweise ermöglichen Biscane seine Gargoyle-Reflexe und Stärke, ihn aufzufangen, aber er fühlt sich schrecklich, weil sein Gefährte wegen ihm ausgeflippt ist, obwohl er das nicht beabsichtigt hat. Als Biscane herausfindet, dass Jory ein hochkarätiger Anwalt ist, der in einer Firma mit mindestens einem Schwulenhasser arbeitet, muss er einen Weg finden, um seinem Menschen die Vorstellung, sein Leben mit ihm zu verbringen, schmackhaft zu machen. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Paranormal verliebt ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 33.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

ÜBER CHARLIE RICHARDS

LESEPROBE:

Spiele mit einem Anwalt

In der paranormalen Welt: Als ein Anwalt bei einem Ex-Mitarbeiter vorbeischaut, um einige Fallnotizen zu klären, erweitert eine zufällige Begegnung seinen Horizont.

Der Anwalt Jory Dartmore stößt in einer Fallakte auf einige verwirrende Punkte. Er ruft den ehemaligen Mitarbeiter Attain Walsh, der an dem Fall gearbeitet hat, an, das Telefonat wird jedoch von Ssimeas, dem Geliebten des Mannes, angenommen. Als Ssimeas Jory mitteilt, dass Attain für eine Weile nicht zu sprechen ist, lädt er Jory zum Abendessen auf die Ranch ein und um danach mit Attain zu sprechen. Jory akzeptiert, neugierig auf den Mann, der das Herz von Attain gewonnen hat, einem eingefleischten Junggesellen.

Jory genießt das Essen und die Gesellschaft, bevor er in ein Büro schlüpft, um unter vier Augen mit Attain zu sprechen. Als er die Tür öffnet, um zu gehen, sieht er sich von Angesicht zu Angesicht etwas … Anderem gegenüber. Zu Jorys größter Verlegenheit wird er ohnmächtig.

Biscane geht gerade mit seinem Frühstück nach oben, als ein Geruch seine Aufmerksamkeit erregt. Er kann nicht widerstehen, innezuhalten, um an der Tür zu schnuppern. Während er bei dem köstlichen Aroma vor Begeisterung knurrt, öffnet sich die Tür und Jory erscheint. Glücklicherweise ermöglichen Biscane seine Gargoyle-Reflexe und Stärke, ihn aufzufangen, aber er fühlt sich schrecklich, weil sein Gefährte wegen ihm ausgeflippt ist, obwohl er das nicht beabsichtigt hat.

Als Biscane herausfindet, dass Jory ein hochkarätiger Anwalt ist, der in einer Firma mit mindestens einem Schwulenhasser arbeitet, muss er einen Weg finden, um seinem Menschen die Vorstellung, sein Leben mit ihm zu verbringen, schmackhaft zu machen.

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.

Paranormal verliebt ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.

Länge: rund 33.000 Wörter

CHARLIE RICHARDS

Spiele mit einem Anwalt

Paranormal verliebt 33

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Playing With A Lawyer“:

Charlie Richards

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2022

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Macht das Unerwartete zu erwarten nicht das Unerwartete zu etwas Erwartetem?

~Bob Dylan

Kapitel 1

Jory Dartmore legte seine Lesebrille auf seinen Schreibtisch und seufzte tief. Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück und stützte seinen Kopf auf das Kissen hinter ihm. Er rieb sich sanft die Augen und versuchte, das, was er las, zu verarbeiten.

Aber je mehr Jory darüber nachdachte, desto klarer wurde ihm, dass er etwas übersehen hatte.

Das erste Treffen zwischen dem geschiedenen Paar — Karl und Susan Riddle — war wie erwartet verlaufen. Susan hatte auf einen größeren Anteil an ihrem Vermögen bestanden, als in ihrem Ehevertrag vereinbart worden war. Natürlich hatte sie behauptet, das läge daran, dass Karl sie betrogen habe.

Laut den Notizen von Attain Walsh, dem Anwalt, der den Fall damals bearbeitet hatte, hatte er auf die drei Klauseln hingewiesen, die dies ohne Karls Zustimmung unmöglich machten. Natürlich hatte Karl darauf beharrt, dass er dem niemals zustimmen würde. Dann hatte der Mann enthüllt, dass er Beweise dafür hatte, dass auch Susan eine Affäre hatte.

Gott, warum sollte sich heutzutage überhaupt noch jemand auf eine feste Beziehung einlassen wollen? Man kann den Leuten einfach nicht mehr trauen.

Jorys Gedanken brachten ihn zu Attain zurück. Der Mann hatte jahrelang für die Firma gearbeitet und war in die Fußstapfen seines Vaters getreten — George Walsh, einer der beiden anderen Partner der Firma. Dann hatte sich Attain auf der Ranch seines besten Freundes mit einem Typen eingelassen, George hatte sich als homophob geoutet und Attain hatte die Firma verlassen.

Ein gestandener Junggeselle, der die Liebe über seinen Job stellt. Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Tag erleben würde.

Jory ließ die Hände auf die Oberschenkel sinken und konzentrierte sich wieder auf Attains Notizen. Den Angaben zufolge hörten die beiden auf, sich zu streiten, und das Treffen war danach ziemlich schnell beendet. Jory verstand nicht, warum die Frau zwei Wochen später die Annullierung des Ehevertrags forderte.

Was zum Teufel ist passiert?

Jory fiel nur eine Person ein, die das wissen konnte, außer dem Paar und Susans Anwalt natürlich. Auf keinen Fall wollte er den Anwalt der Frau anrufen, um nach dessen Notizen zu fragen. Da Jory gegenüber Karl, seinem eigenen Klienten, nicht unvorbereitet oder ungeschickt erscheinen wollte, wäre es das letzte Mittel, den anderen Anwalt zu fragen. Das bedeutete, dass er einen anderen Weg finden musste, um seine Informationen zu überprüfen.

Mit einem frustrierten Knurren nahm Jory sein Handy in die Hand. Er fand den richtigen Kontakt und rief ihn an. Es klingelte einmal, zweimal, dreimal in der Leitung. Gerade als Jory dachte, er müsse eine Nachricht hinterlassen, meldete sich eine tiefe Stimme.

„Attains Telefon. Hier ist Ssimeas.“

Jory hob eine Augenbraue, sammelte sich aber schnell wieder. „Hallo, Ssimeas“, grüßte er. „Ich bin Jory Dartmore. Ich habe früher mit Attain zusammengearbeitet. Ist er da?“

„Jory Dartmore“, wiederholte Ssimeas langsam. „Ich kenne den Namen. Attain spricht in den höchsten Tönen von dir und deinen Fähigkeiten.“ Nach einer Sekunde fügte er hinzu: „Und tut mir leid, nein. Attain ist im Moment nicht hier. Er ist mit Nicholas das Vieh treiben.“

„Vieh treiben?“ Jory konnte nicht anders, als diese Nachricht zu wiederholen. „Ernsthaft?“

Ssimeas’ tiefes Glucksen ertönte durch die Leitung. „Wahrscheinlich nicht das, was die meisten Leute unter Spaß verstehen, aber es ist Samstagnachmittag, und der Mann hat seinen Spaß daran.“

Jory dachte einen Moment lang darüber nach. „Hm“, murmelte er. „Jeder wie er will.“

„Ja“, antwortete Ssimeas sofort. Dem Klang nach zu urteilen, grinste er. „Klingt, als könntest du eine kleine Auszeit gebrauchen, Jory.“

„Und warum sagst du das, Ssimeas?“, fragte Jory sofort, neugierig darauf, was den Mann dazu brachte, so direkt zu sein. Er konnte sich nicht erinnern, wann dies das letzte Mal jemand getan hatte. Normalerweise veranlasste seine Rolle als hochrangiger Anwalt die Leute, ihn zu respektieren. Attains Mann reagierte offensichtlich nicht wie die meisten anderen.

Vielleicht hat er so Attains Aufmerksamkeit erregt.

Zu Jorys Belustigung lachte Ssimeas. „Nun, es ist ziemlich offensichtlich“, behauptete er um sein Kichern herum. „Du rufst an einem Samstagnachmittag wegen der Arbeit an.“

Jory schnaubte leise und nickte, obwohl er wusste, dass Ssimeas es nicht sehen konnte. Dennoch fühlte er sich gezwungen zu fragen: „Woher weißt du, dass ich wegen der Arbeit anrufe?“

Schließlich hatte Jory Ssimeas nicht gesagt, warum er mit Attain sprechen wollte.

Ssimeas schnaubte, wirkte aber immer noch amüsiert. „Hast du Attain schon einmal angerufen, Jory?“

„Schon gut“, erwiderte Jory mit einem Grinsen. „Würdest du Attain bitte ausrichten, dass ich angerufen habe? Ich habe ein paar Fragen zu einem seiner Fälle, den ich übernommen habe.“

„Das kann ich machen“, versicherte Ssimeas. Gerade als Jory sich bedanken und auflegen wollte, fügte der Mann hinzu: „Aber warum kommst du nicht zum Abendessen hierher? Dann bist du eine Weile aus dem Haus und von der Arbeit weg. Und danach kannst du dich mit Attain unterhalten.“

„Ich—Äh, was?“

Jory konnte sich nicht erinnern, wann ihn das letzte Mal jemand überrascht hatte, aber Attains Mann hatte es gerade geschafft.

Ssimeas’ warmes Glucksen drang durch die Leitung. „Ja, du musst definitiv mehr ausgehen, wenn das deine Antwort auf eine einfache Einladung zum Essens ist.“

Noch immer zu überrascht, um zu sprechen, reagierte Jory nicht auf Ssimeas’ Sticheleien.

„Attain war früher auch so verklemmt“, fuhr Ssimeas fort, wobei er jeden Anstand außer Acht ließ. „Das ist einer der Gründe, warum er immer hierher kam, um zu reiten und mit den Kühen zu spielen. Körperliche Aktivität ist gut zum Stressabbau.“ Das Geräusch von Schritten auf Holz drang leise durch die Leitung und verriet Jory, dass Ssimeas durch sein Haus ging. „Also, komm heute Abend vorbei, Jory“, ermutigte er ihn nochmal. „Frische Bergluft. Lockere Gesellschaft. Ein paar von den Jungs schlachten heute eine Kuh, also werden die Steaks frisch sein. Genieß den Abend.“

„Okay.“ Das Wort war aus Jorys Mund, bevor er es sich anders überlegen konnte. Er wollte sich nicht selbst hinterfragen — es war ja nicht so, als hätte er etwas Besseres für den Abend geplant —und fragte: „Zeit und Kleidung?“

Mit einem weiteren leisen Lachen sagte Ssimeas: „Kleidung wäre schön, und die Zeit ist jederzeit nach fünf, aber nicht später als sieben, sonst bekommst du vielleicht nicht dein Lieblingssteak.“

Schmunzelnd antwortete Jory: „Dann sollte ich besser früh da sein. Kann ich etwas mitbringen?“

„Nee. Ich kann es kaum erwarten, dich kennenzulernen, Jory.“

Zu Jorys anhaltender Überraschung legte Ssimeas auf, ohne ein weiteres Wort zu sagen oder auf eine Antwort zu warten. Er schüttelte den Kopf, als er das Handy zurück auf den Schreibtisch legte. Er starrte auf die geöffnete Akte auf seinem Schreibtisch, aber er verstand die Worte nicht wirklich.

„Was für ein interessanter Mann“, bemerkte Jory, als er über Ssimeas nachdachte. Dann grinste er und schüttelte den Kopf, als er eine andere Akte aufschlug. „Ich freue mich auch darauf, ihn kennenzulernen.“

In den nächsten zwei Stunden arbeitete sich Jory durch eine weitere Akte, die auf seinem Schreibtisch gelandet war, weil ein jüngerer Anwalt gekündigt hatte. Georges Verhalten hatte sich in den letzten sechs Monaten immer mehr verschlechtert. Seit Attain die Kanzlei und seinen Vater zugunsten seines Geliebten verlassen hatte, ließ George seine Wut an den Mitarbeitern aus, und Jory hatte gerade an diesem Freitag ein Treffen mit Reginald gehabt, bei dem es darum ging, was sie in dieser Situation tun konnten.

Sie hatten sich noch nicht entschieden, wie sie mit dem Mann verfahren sollten.

Ein Blick auf die Zeit auf seinem Monitor verriet Jory, dass es bereits vier Uhr dreißig war. Er übertrug die Dateien, die er brauchte, auf einen USB-Stick und fuhr dann seinen Laptop herunter. Er verließ sein Büro und ging in sein Schlafzimmer, wo er den Stick auf seine Kommode legte.

Jory zog sich seine Jogginghose und sein T-Shirt aus und ging unter die Dusche. Während er sich schnell wusch, fragte er sich, was andere von ihm denken würden, wenn sie wüssten, dass er zu Hause weiche und bequeme Kleidung bevorzugte. Jeden Abend, sobald er zur Tür hereinkam, zog er seinen Anzug und seine Krawatte aus.

Gut, dass ich selten unerwarteten Besuch bekomme.

Als Jory sich abtrocknete, wurde ihm klar, dass Ssimeas in einem Punkt Recht hatte.

Nun ja, in zwei Punkten.

Jorys Samstagsarbeit bedeutete, dass er nur sehr wenig Privatleben hatte, und er hatte nicht viele Hobbys.

Als Jory eine wenig benutzte Jeans über seine Beine zog, lächelte er in sich hinein.

Vielleicht fange ich mit dem Reiten an. Wenn es Attain gefällt …

Während er sich fertig anzog, überlegte Jory, ob er jemandem auf der Ranch eine Einladung entlocken könnte.

„Entlocken. Ha!“ Kaum waren die Worte aus seinem Mund, rollte Jory mit den Augen. „Gott, jetzt lache ich über meine Gedanken und rede mit mir selbst. Das ist nicht gut. Es wird Zeit, dass du ein Leben bekommst, Jory.“

Während Jory seinem Outfit den letzten Schliff gab — ein schönes Unterhemd, ein Pullover, Socken und Stiefel — fragte er sich, wann sein Leben so banal geworden war. Während er durch seine Penthouse-Wohnung ging, schaute er sich in den Räumen um und betrachtete die hochwertige Ausstattung und die hohen Decken. Im Wohnzimmer hielt er inne und blickte durch die Flügeltür auf den großen Balkon mit den bequemen gepolsterten Metallmöbeln, dem Kamin und dem herrlichen Blick auf die Stadt, den Stadtpark und den Fluss, der sie teilte.

Genau. Mein Leben wurde so, als ich mich vom Reichtum einwickeln ließ.

Jory wandte sich von der atemberaubenden Aussicht ab und ging in die Eingangshalle. Er schnappte sich eine Jacke, nur für den Fall, dass der Vorfrühlingsabend kühler werden würde, als er erwartet hatte. Dann nahm er seine Schlüssel aus der Kristallschale auf dem kleinen Tisch neben der Tür und verließ seine Wohnung.

Jory fuhr mit dem Aufzug hinunter in die Tiefgarage des siebzehnstöckigen Gebäudes. Als er den Aufzug verließ, wandte er sich nach rechts, zu seinem zugewiesenen Parkplatz. Nachdem er seinen Lexus mit dem Schlüssel geöffnet hatte, setzte er sich hinter das Steuer und fuhr zu Nicholas Lindsons Ranch.

Fast eine Stunde später folgte Jory der GPS-Anweisung seines Fahrzeugs und bog in eine sanft geschotterte, von einem Zaun gesäumte Einfahrt ein. Er ließ seinen Blick über die Wiesen schweifen, die hier und da von ein paar Bäumen unterbrochen wurden. Einige der Kühe schienen den Schatten zu nutzen und dösten unter den Bäumen.

Als Jory an einigen Tieren vorbeifuhr, die nahe am Zaun grasten, wunderte er sich, dass Attain die Tiere an diesem Nachmittag getrieben hatte. Obwohl er es wahrscheinlich niemandem gegenüber zugeben würde, fühlte er sich von den großen Tieren ein wenig eingeschüchtert. Er war in der Stadt aufgewachsen und hatte noch nicht viel mit lebenden Tieren zu tun gehabt.

Seine Familie hatte nicht einmal einen Hund gehabt, weil seine Mutter allergisch gewesen war. Stattdessen hatte die Familie ein großes Salzwasseraquarium im Wohnzimmer gehabt, das allerdings nur ein Ausstellungsstück war, damit die Gäste den Reichtum seines Vaters sehen konnten.

Als er vor einem großen Ranchhaus parkte, stellte Jory den Motor ab. Er zögerte und fragte sich plötzlich, ob Ssimeas überhaupt Gäste einladen durfte.

Weiß Lindson, dass ich komme? Weiß Attain es? Ich schätze, darüber hätte ich mir schon früher Gedanken machen sollen.

Jory schnappte sich sein Handy und wollte Attain erneut anrufen. Noch bevor er das Gerät einschalten konnte, öffnete sich die Eingangstür des Hauses und mehrere Männer kamen heraus. Er erkannte Attain sofort, obwohl er ihn noch nie in Jeans, Flanellhemd und Cowboystiefeln gesehen hatte. Zusammen mit dem breiten Grinsen auf seinem Gesicht fiel Jory auf, dass Attain die Veränderung seines Lebensstils gut zu Gesicht stand.

Jory kannte Nicholas Lindson, den Besitzer der Ranch, aus den Nachrichten. Es hatte einen Skandal gegeben, in den seine Familie verwickelt war. Offensichtlich war der Mann, den Nicholas als seinen Vater kannte — Baltus — in Wirklichkeit sein Onkel. Baltus’ jüngerer Bruder, Albert, war sein richtiger Vater. Das kam heraus, nachdem Albert mit einem männlichen Liebhaber zur Ranch zurückgekehrt war und damit den Rachefeldzug von Nicholas’ Mutter Katrina ausgelöst hatte.

Wahrscheinlich ist da noch mehr dran, aber es steht mir nicht zu, danach zu fragen.

Als Jory aus seinem Fahrzeug stieg, betrachtete er die beiden Männer, die bei Attain und Nicholas standen. Sie waren, mit einem Wort, riesig. Der älter aussehende Mann mit langem, stahlgrauem Haar, der seinen Arm um Nicholas’ Schultern gelegt hatte, musste über eins achtundneunzig groß sein. Der grinsende, dunkelhäutige Mann, der Attain besitzergreifend an der Hüfte hielt, war nur ein paar Zentimeter kleiner.

Jory hatte sich mit seinen eins fünfundachtzig nie als klein empfunden, aber im Vergleich zu diesen Jungs … war er es. Durch regelmäßiges Training hielt er sich in Form, aber die Männer hier waren gebaut wie Rugbyspieler. Er wunderte sich kurz über die Größe der Pferde, die sie brauchen mussten, um jemanden ihrer Größe zu tragen.

Ich wette, sie müssen auf Zugpferden reiten.

Jory tat sein Bestes, um seine Einschüchterung zu verbergen, setzte ein Lächeln auf und ging auf die Verandatreppe zu.

Attain begrüßte ihn mit einem Grinsen. „Hey, Jory. Es ist schön, dich wiederzusehen.“ Er reichte ihm die Hand. Kichernd fügte Attain hinzu: „Ich weiß, dass dein Kommen mit etwas aus der Firma zusammenhängen muss, aber Ssimeas hat mich überrascht, als er mir sagte, du würdest kommen.“

Jory nickte und verzog das Gesicht. „Tut mir leid. Ich hoffe, es ist in Ordnung.“

„Natürlich, alles gut“, erwiderte Attain sofort. Er winkte Nicholas zu. „Das ist Nicholas Lindson, aber das weißt du wahrscheinlich schon.“

Jory nickte dem Ranchbesitzer zu und schüttelte ihm die Hand. „Das tue ich, aber es ist schön, dich offiziell kennenzulernen.“ Nachdem er die von der Arbeit aufgeraute Hand des Mannes losgelassen hatte, winkte er, um auf das Gelände hinzuweisen. „Deine Ranch ist atemberaubend.“

„Ich freue mich auch, dich kennenzulernen“, antwortete Nicholas. Mit einem breiten Lächeln ließ er seinen Blick über die ganze Fläche schweifen. „Und danke. Uns gefällt es hier draußen wirklich gut.“

„Das verstehe ich gut“, antwortete Jory. Nach einer Sekunde fügte er hinzu: „Danke, dass ich bei eurer Grillparty dabei sein darf.“

„Je mehr, desto besser“, antwortete Nicholas. Dann deutete er auf den Mann neben sich. „Das ist mein Verlobter, Bodb.“

Jory hielt ihm die Hand hin. „Schön, dich kennenzulernen.“

Als der riesige Kerl antwortete: „Gleichfalls“, und nach seiner Hand griff, fragte sich Jory, ob er in einer Art Pinkelwettbewerb zu fest zudrücken würde. Zu seiner angenehmen Überraschung tat er das nicht. Sein kleines Lächeln wirkte echt, seine Augenwinkel verzogen sich.

Nachdem er Bodbs Hand losgelassen hatte, streckte der andere große Mann seine aus. „Und ich bin Ssimeas.“ Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Aber das wusstest du wahrscheinlich auch schon.“

„Ich habe es mir schon gedacht“, antwortete Jory mit einem Grinsen. „Wo du doch diese besitzergreifende Hand auf Attains Hüfte hast und so.“

Ssimeas lachte herzhaft. „Schuldig im Sinne der Anklage. Ich kann nichts dafür, wie sehr ich es liebe, meinen Mann hier zu halten.“ Dann beugte er sich herunter und presste seine Lippen auf Attains.

Jory hatte noch nie gesehen, wie zwei Männer miteinander rummachten, und er spürte ein seltsames Flattern in seinem Bauch. Sogar seine Leistengegend erwärmte sich ein wenig bei dieser heftigen Zurschaustellung von Besitzanspruch.

---ENDE DER LESEPROBE---