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Das One-World- Establishment im Kampf gegen Donald Trump
Wie kein anderer Präsident in der Geschichte der USA wurde und wird Donald Trump vom Establishment und den Massenmedien bekämpft. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht: illegale Maßnahmen, Verleumdungen, Lügen, haltlose Anschuldigungen, Beleidigungen und persönliche Angriffe. Der »Putsch« gegen Trump nimmt immer obskurere Züge an.
Lesen Sie hier, was die deutschen Massenmedien Ihnen verschweigen!
Erfolgsautor Helmut Roewer, ein profunder Kenner der politischen Situation in den USA, beleuchtet die Angriffe und Putschversuche im Detail. Minutiös analysiert er amtliche Quellen, FBI-Akten und Insiderberichte. Was er ans Tageslicht bringt, widerspricht fundamental dem, was uns von den Massenmedien hierzulande über Donald Trump tagtäglich aufgetischt wird. Erfahren Sie:
Der Autor geht aber auch noch weiteren brisanten Fragen nach, die in deutschen Medien ebenfalls keine Beachtung finden:
Helmut Roewer entlarvt in bisher nie gekannter Deutlichkeit die unglaubliche Verteufelung des US-Präsidenten und die mediale Heiligsprechung der Demokratischen Partei. Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie Donald Trump und dessen Widersacher mit ganz anderen Augen sehen.
»Wir werden verhindern, dass Trump Präsident wird.«
Peter Strzok, ehemaliger Chef der Spionageabwehr beim FBI
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Veröffentlichungsjahr: 2020
Für PPR und Claudia, dankbar und heiter, weil es ihnen immer wieder gelingt,mich zu überraschen.
MOSKAU, 9. DEZEMBER 2015. Es waren die Treppenstufen zur Rezeption im traditionsreichen Hotel Monopol in Moskau, die direkt nach meiner Ankunft zur Jubiläumsveranstaltung von Russia Today ein helles Schlaglicht auf eine politische Perspektive größter Bedeutung warfen. Als ich hochblickte, stand dort zur Begrüßung eine elegante, hochgewachsene junge Dame, Nadeschda Iwanowa von Russia Today, und neben ihr ein General der Vereinigten Staaten. Frau Iwanowa machte uns bekannt. Es war General a. D. Michael Flynn, der eine Hauptrolle in diesem Buch spielt.
Mein Besuch in Moskau erhielt für mich im Augenblick dieser Begegnung eine ganz besondere Bedeutung. Schlagartig wurde mir klar, dass sich in einer Zeit völliger Verhärtung der Beziehungen zu Russland unter dem amerikanischen Präsidenten Obama Lichtblicke für die Zeit nach Ende von dessen Wahlperiode ergeben würden. General Flynn war von Präsident Obama in den Ruhestand versetzt worden. International erweckte dies den Anschein, dass die offenen Worte des Generals zum Krieg in Syrien und generell zur amerikanischen Kriegspolitik präsidentiellen Unmut hervorgerufen hatten.
General Flynn jetzt als Gast zum Jubiläum von Russia Today in Moskau zu sehen signalisierte für mich eine klare Botschaft: Man war in der Hauptstadt des Rivalen im syrischen Krieg, und vor mir stand der Vertreter eines Präsidentschaftsbewerbers namens Trump, der in der Republikanischen Partei noch nicht einmal Kandidat für diese Wahlen geworden war. So arbeitet man, wenn man mit nüchterner Beurteilung und langer Perspektive an Dinge herangeht, Moskau eben. Gleiches gilt aber auch für jene amerikanischen Kreise, die versuchten, über einen Kandidaten und Präsidenten Trump jenem Szenario auszuweichen, das sich angesichts einer potenziellen Präsidentin Hillary Clinton bereits am Horizont abzeichnete: ein Krieg mit Russland nämlich, mit Deutschland und dem Westen Europas als Schlachtfeld.
Das angesetzte Abendessen mit dem Präsidenten der Russischen Föderation fand in der Neuen Manege statt, unweit des Föderationsrates. Auffallend war, in der ungewohnt entspannten Atmosphäre auf weitere amerikanische Gäste zu stoßen. Am Präsidententisch ging es zu »wie bei NATOs«.
Während der Abend in Moskau wie ein Silberstreif am ansonsten düsteren Horizont wirkte, war in Berlin – und nicht nur dort – alles von Ignoranz geprägt, was eine mögliche Kandidatur eines mit Hamburg und dortigen Größen bestens verbundenen späteren Kandidaten Trump anbetraf. Man nahm ihn schier nicht zur Kenntnis, weil Hillary Clinton die »sichere Bank« zu sein schien.
Einzig unsere britischen Freunde waren in höchster Alarmbereitschaft und stellten sich auf ein massives Abwehrfeuer gegen den Kandidaten und eventuellen Präsidenten Trump ein. Im britischen Global Establishment muss man Trump für den Leibhaftigen gehalten haben. Dafür gab es auch gute Gründe, denn was sollte London mit jemand anfangen, der mit »America First« und der Aussicht daherkam, mit den amerikanischen Endloskriegen Schluss zu machen? Gerade an diese hatte man sich in London gewöhnt, nachdem man bei anschwellenden amerikanischen Muskeln vor Jahrzehnten aus der Gegend »östlich von Sues« so gnadenlos herausgeflogen war.
Bei Amtsantritt war Trump also nicht nur für die Washingtoner Kriegskoalition aus Republikanern und Demokraten, sondern auch für das britische Global Establishment das gr0ße Schreckgespenst. Und dann noch ein Präsident mit schottischen und deutschen Wurzeln, der die Vereinigten Staaten wieder auf die Beine zu stellen drohte, indem er revidierte, was die britischen Eliten am heutigen beklagenswerten Zustand der USA herbeigeführt und zum eigenen Vorteil zu nutzen verstanden hatten.
In Moskau verkörperte Michael Flynn mit seinen bekannten Aussagen über die Verwerflichkeit der westlichen Kriegführung zwischen Kabul und Damaskus eine fast unerfüllbare Hoffnung. Derzeit besteht in der Tat die begründete Hoffnung, dass Präsident Trump 18 Jahre Krieg in Afghanistan beendet. Eine runde Sache, so kurz vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November 2020.
––WILLY WIMMER, STAATSSEKRETÄR A.D.
MÄRZ 2020
DIES IST EINE GANZ alltägliche Geschichte, denn sie handelt vordergründig von Geld, Macht, Sex und Drogen. Doch auf der Hinterbühne findet ein erbitterter Machtkampf statt. Es ist der Kampf zwischen den Protagonisten der Eine-Welt-Ideologie und den Anhängern des Nationalstaats. Dieser Machtkampf wird mit allen Mitteln ausgetragen, unbarmherzig und ohne jeden Skrupel. Ich habe die Geschichte hier aufgeschrieben, weil ich mich nicht damit abfinden mag, dass es Leute normal finden, was ich aus tiefstem Herzen verabscheue, nämlich eine Kombination von unsinnig viel Geld, skrupellos ausgeübter Macht, perversem Sex und jeder Art von Drogenkonsum.
Streng genommen beginnt die Geschichte vor rund 250 Jahren. An der Ostküste des nordamerikanischen Kontinents beschloss eine Clique reich gewordener britischer Kolonisatoren zur Steigerung ihrer persönlichen Einkünfte dem Mutterland England Farewell zu sagen. 1 Sie waren klug genug, die wahren Motive ihrer Loslösungsbestrebungen nicht an die große Glocke zu hängen, sondern sprachen vom pursuit of happiness (dem Streben nach Glück), 2 was jedem Menschen jeglicher Herkunft zustehen solle. 3 Laut propagierten sie Menschenrechte und Demokratie – und setzten sich an die Spitze des neuen Staates. Sie waren unerhört erfolgreich.
Das Erstaunlichste an der US-Erfolgsgeschichte ist, dass die Initiatoren der Unabhängigkeit von England ihr Herrschaftssystem für die kommenden 2½ Jahrhunderte fest installieren und zur Weltmacht ausbauen konnten. Dieses System beruht auf der unangefochtenen Herrschaft einer Riege von ca. 200 reichen und superreichen Familien und der Anerkennung des Prinzips, dass Geld Macht bedeutet.
Das 19. Jahrhundert nutzten die ehemaligen Kolonisten, um bis zum Pazifik vorzudringen und zudem die Kontrolle über den amerikanischen Doppelkontinent zu gewinnen. An der Schwelle des 20. Jahrhunderts begannen sie, sich in die Geschäfte der europäischen Großmächte hineinzudrängen. Den Ersten Weltkrieg entschieden sie durch Waffengewalt, nachdem die europäischen Kriegsparteien sich gegenseitig bis zum Rand eines Kollapses bekämpft hatten. Im Zweiten Weltkrieg verfuhren sie ähnlich, sodass die europäischen und asiatischen Großmächte endgültig ausgeschaltet wurden. Nur die Sowjetunion und ein unerledigter Fall China blieben übrig. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1988–1992 schien der Weg frei für die einzige Weltmacht. 4
Nach Anbruch des 21. Jahrhunderts war dieser Traum ausgeträumt. Das große ideologische Wunderwerk der One World mit einer US-amerikanischen Weltregierung und einem amerikanischen Wertekanon rund um den Globus bekam Risse. 2007/08 fand in den USA ein gewaltiger Finanzkollaps statt, der zwar nicht die Reichen ernsthaft in existenzielle Mitleidenschaft zog, dafür aber den gesamten Mittelstand. Ihn kostete der Crash die Ersparnisse und die Altersvorsorge und in vielen Fällen auch das Eigenheim.
Es dauerte fast ein Jahrzehnt des ungehemmten Weiter-so der sogenannten Eliten, bis die Ruinierten sich mit dem Stimmzettel revanchierten. Sie votierten für jemanden, der unerwartet und aus dem Nichts aufzutauchen schien. Er versprach, Abhilfe zu schaffen. Die Wähler glaubten das. Sie glaubten zudem, sie könnten das jetzt mit ihrer Stimmabgabe regeln, doch da hatten sie sich in der Macht des Establishments getäuscht. Für dieses Establishment begann der Kampf um alles, um Macht, Einfluss und Geld. Von diesem Kampf gegen den Eindringling handelt das vorliegende Buch. Er ist, wenn der Leser es wieder aus der Hand gelegt haben wird, noch nicht zu Ende.
DIE KONKRETE GESCHICHTE dieses Buchs beginnt am 15. Juni 2015. Ein Außenseiter innerhalb der Partei der Republikaner wirft seinen Hut in den Ring. Es geht nicht um irgendeine Nominierung, sondern um das höchste Amt, das die USA zu vergeben haben: das Amt des US-Präsidenten. Der Name dieses Außenseiters ist Donald Trump. Er bleibt zunächst weitgehend unbeachtet und wird nur unter ferner liefen erwähnt, so wie das bei den Vorwahlen (Primaries) gang und gäbe ist.
Diese mangelnde Beachtung Trumps im Medienspektakel, das bei den Vorwahlen die USA regelmäßig heimsucht, kommt mir in der Rückschau so vor, als sei sie seine größte Trumpfkarte gewesen. Er wurde in diesem entscheidenden Aufgalopp bis zur endgültigen Nominierung durch den Parteitag der Republikaner kaum beachtet, und auch der Mainstream sah sich nicht veranlasst, gegen den vermeintlichen Underdog etwas zu unternehmen. Und dann kam die erste faustdicke Überraschung: Gegen das Votum des republikanischen Parteiestablishments wurde Trump nominiert. Erst jetzt – reichlich spät – regte sich Widerstand, und es wurde zum Angriff geblasen.
Aber selbst diese anfängliche Attacke verlief recht verhalten, denn man nahm Trump immer noch nicht für voll. Jedenfalls nicht in den Kreisen, die in den USA das Sagen haben – in jenem einen Prozent, in dem sich Geld und Besitz konzentrieren und die Meinungsführerschaft zu Hause ist. Dort war man sich sicher, dass es genügen werde, die Kandidatin der Demokraten mit den üblichen Propagandamethoden zur sicheren Siegerin auszurufen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
Nur den Nachdenklicheren unter den Meinungslenkern war nicht ganz wohl bei diesem Verfahren. Ihr Misstrauen wuchs, als sie damit anfingen, die beiden Kandidaten zu vergleichen. Dieser Vergleich weckte schlimme Befürchtungen bei allen, die lieber von oben herab als mit dem Rücken an der Wand kämpfen. Nun gut, wird manch einer sagen, wer sich in die Gefahr eines Präsidentenwahlkampfes begibt, muss mit Gegnern rechnen, ja sogar mit erbitterten Feinden. Hieran mangelte es weder bei Trump noch bei Clinton. Darum soll es in den folgenden Zeilen bis zum Wahltag 2016 gehen.
Ladies first. Beginnen wir also bei Hillary Clinton. Auf ihrem Weg befanden sich drei ungesicherte Baustellen.
CLINTON HATTE IHRE KANDIDATUR zur Präsidentschaftswahl sorgsam vorbereitet. Dass sie antreten werde, verkündete sie am 15. April 2015 ihren begeisterten Fans. Clinton kam zugute, dass sie mit einem neuen gefühlten Superlativ punkten konnte: Nach dem ersten farbigen Präsidenten würden die Demokraten gleich im Anschluss mit der ersten Frau im Oval Office aufwarten können.
Zur Wahlstrategie der Demokraten sollte man wissen: Spätestens seit Präsident Franklin Roosevelt und seiner ersten Wiederwahl (November 1936) stellten sich die Demokraten als die Partei der unterdrückten Minderheiten öffentlich zur Schau. Sie hatten erkannt, dass die diversen Minderheiten, wenn man sie denn zu mobilisieren verstand, plus die üblichen Demokratenwähler eine Mehrheit bei Präsidentenwahlen abgaben. Auf diesem Ticket sollte auch Hillary Clinton reisen. Neben den üblichen Minderheiten der Farbigen sollten es diesmal auch religiöse Randgruppen wie die Mohammedaner und andere Randständige aus dem weiten Gebiet der sexuellen Vorlieben werden, die ich hier nicht im Einzelnen aufzählen mag, was ich nicht aus Feindseligkeit tue, sondern aus Furcht, mangels diesbezüglicher Interessen irgendwelche Spezialitäten zu übersehen.
Das alles schien in Sack und Tüten. Doch da kam Gegenwind auf. Es war ein Gegenkandidat, der das Parteiestablishment und seine Kandidatin in helle Aufregung versetzte: Bernie Sanders. Dieser Langzeitpolitiker drohte mit einer simplen Formel die Herzen des Parteivolks zu erobern, denn er setzte schlicht auf die Armen und Abgehängten im Lande. Jeder, der Augen im Kopf hatte, sah, dass die schiere Herausforderung durch Sanders zugleich eine brüske Bloßstellung Clintons als eine von denen bedeutete, die für das offenkundige wirtschaftliche Desaster der breiten Mittelschicht die Verantwortung trugen. 5 Das konnte und durfte nicht sein, denn bei einem Präsidenten Sanders mussten diejenigen im Lande, die wirklich etwas verlieren konnten, mit dem Eintreten ihrer schlimmsten Befürchtungen rechnen. Jedenfalls war ihnen klar, dass ein Sanders sich nur schwer würde lenken lassen. Mit den Clintons hingegen hatte man die denkbar besten Erfahrungen gemacht.
Hieraus wurden die notwendigen Schlüsse gezogen. Sanders wurde als Kandidat abserviert. Clinton blieb im Ring zurück. Wie es eben so geht, applaudierten die wohlwollenden Kommentatoren des Mainstreams – und das waren fast alle. Dann gab es die erste Panne. Das Internet-Enthüllungsportal WikiLeaks förderte den einschlägigen E-Mail-Verkehr der demokratischen Parteioberen ans Licht der Öffentlichkeit. 6 Hieraus konnte jeder, der des Lesens mächtig war, ableiten, dass Zweifel angebracht waren, ob es bei dem Kandidatenduell Clinton vs. Sanders mit rechten Dingen zugegangen war. Ja, man hätte auf die Idee kommen können, dass die Entscheidung mit Mitteln herbeigeführt wurde, die im übrigen Leben leicht mal den Ruf nach einem Staatsanwalt hätten auslösen können. 7
Bei der folgenden Auseinandersetzung erlebte der Zuschauer manche Überraschung. Es begann damit, dass nicht der entlarvende Inhalt der E-Mails im Rampenlicht der öffentlichen Berichterstattung stand, sondern die Frage, wer hier mit welchen illegalen Mitteln die Veröffentlichung überhaupt ermöglicht habe. In dem jetzt breit ausbrechenden veröffentlichten Geschnatter kristallisierten sich bald zwei Kandidaten als die potenziellen Missetäter heraus. Der eine war ein junger Parteisoldat. Doch den konnte schon ziemlich kurz nach seinem Bekanntwerden niemand mehr befragen, weil er tot vor seiner Haustür in Washington, D. C., lag. 8
Der konkurrierende Kandidat war härter im Nehmen. Doch auch ihn konnte niemand befragen, denn es war der russische Geheimdienst, der bekanntlich für Befragungen durch die US-Medien nicht zur Verfügung steht. Hierbei soll es erst einmal sein Bewenden haben, doch ich verspreche, auf die bösen Russen im Laufe dieses Buches noch ausführlich zu sprechen zu kommen. Es genügt die Feststellung, dass das Bild der Heiligen Hillary, die Barack Obama nachfolgen sollte, die ersten Kratzer abbekommen hatte.
ES WURDE BEREITS EINGANGS angedeutet, dass die Kandidatur Donald Trumps für die Präsidentenwahl in den USA beim Parteiestablishment der Republikaner auf deutliche Vorbehalte stieß. Es waren dieselben Vorbehalte, die soeben bei den leitenden Leuten der Demokraten aufgezeigt wurden. Einen Kandidaten Trump und erst recht einen US-Präsidenten dieses Namens würde man nicht in gewohnter Weise beeinflussen können. Hinzu kam, dass er in seiner direkten Manier Dinge aussprach, die im tabuverwöhnten Amerika bestenfalls hinter vorgehaltener Hand und im kleinen Kreise erörtert wurden.
Trumps Botschaft war denkbar einfach: Der Niedergang der weißen arbeitenden Bevölkerung war hausgemacht, und zwar von rücksichtslosen Leuten, denen es nur auf eines ankam: Make money, money, money. Trump behauptete, der Absturz sei nicht nur menschengemacht, sondern er sei auch korrigierbar. So kam es zum Programm Make America Great Again, kurz MAGA. Kritiker wiesen darauf hin, dass dies nicht originell sei. Gegner des Präsidenten Franklin Roosevelt seien 1940/41 mit ihren ganz ähnlichen America-First-Parolen kläglich gescheitert. 9
Wie es zuweilen geht, sind es nicht die professionellen Kritiker, die zur Entscheidung bei Massenveranstaltungen berufen sind. Zu jedermanns Überraschung setzte Trump sich als Kandidat auf dem Nationalkonvent der Republikaner durch. Ein Blick auf seine jubelnden Anhänger und die betretenen Gesichter der Parteigranden gaben einen ersten Eindruck von dem wieder, was von diesem Mann und seinen Parolen im nun folgenden Wahlkampf zu erwarten war.
DASS ES IN DEN USA beim Spiel um die Macht in erster Linie um Geld geht, ist nichts grundlegend Neues. Dass es bei der Familie Clinton um kaum etwas anderes ging, überrascht also auch nicht.
Wenn man den Weg des Clinton-Paares bis in die Zeit zurückverfolgt, als Ehemann Bill Präsident der USA wurde, drängt sich der Verdacht auf, dass die Clintons beim Geldmachen nicht eben eine glückliche Hand bewiesen. Das ist noch milde ausgedrückt, denn während Bills Präsidentschaft stand dessen persönlicher Konkurs zur Diskussion. Alle möglichen Klimmzüge wurden unternommen, um ein solches Szenario zu verhindern, denn einen Präsidenten, dem ein Konkursverwalter bei seinen Entscheidungen behilflich ist, das mochten sich selbst die Hartgesottenen unter den oppositionellen Republikanern nicht vorstellen. 10
Einmal geht jede Präsidentschaft zu Ende, auch die von Bill Clinton. Die Clintons verschwanden demzufolge 2001 aus den Schlagzeilen, denn der Nachfolger, Bush 43, 11 sorgte in seiner unnachahmlichen Weise für die nötige öffentliche Aufmerksamkeit. Das politische Familienschifflein Clinton schien zu dümpeln. Nur sporadisch erweckte Aufmerksamkeit, dass sich Hillary jetzt mit einem Senatorenposten und kraft eines eigenen Wahlamtes in die US-Spitzenpolitik einzumischen begann. Als dann Bush-43-Nachfolger Barack Obama 2009 das Heft in die Hand nahm, trat Hillary an die Spitze des State Department. Sie wurde Ms. Secretary, zu deutsch: die Außenministerin der USA.
In diesem Amt und in dieser Zeit taten sie und ihr Mann einige Dinge, die an dieser Stelle erörterungsbedürftig erscheinen. So verblüffte die plötzlich zur Schau getragene Wohlhabenheit. Sie war höchst erstaunlich, wenn man sie mit der noch kurz zuvor vorhandenen beklagenswerten Armut vergleicht. 12 Der Wohlstand der Clintons war in so gigantischem Maße angewachsen, dass sie sich in der Lage sahen, eine nach Bill, dem Ex-Präsidenten, benannte Stiftung ins Leben zu rufen. 13
Böse Zungen behaupten, die Gründung von Stiftungen diene Großverdienern lediglich dazu, sich der Einkommensteuer zu entziehen. 14 Auf die Clinton-Stiftung trifft das natürlich nicht zu, denn sie diente und dient einzig und allein der Menschheit als solcher, und das im globalen Maßstab. Das kann man bereits daran erkennen, welche noblen Spender ihr Scherflein beitragen, so zum Beispiel die deutsche Bundesregierung aus diversen Wohlfahrtstöpfen. Und, ach ja, diverse arabische Staaten spendeten auch eifrig, weil ihnen die Menschenrechte nun mal am Herzen liegen. Oder wie wäre es mit einem Verband russischer Künstler, die allerdings nur einen kargen sechsstelligen Dollarbetrag zusammenkratzten, oder gar mit der russischen Renaissance Capital Bank, die anlässlich eines netten kleinen Vortrags von Bill in Moskau 500 000 US-Dollar herüberreichte? 15
Das alles roch nicht besonders gut, zumal Gerüchte die Runde machten, die sich entweder um die Anlässe der Spendierfreudigkeit oder um den Mittelabfluss beim Gutes-Tun rankten. Um mit Letzterem zu beginnen: Es beschwerten sich die Opfer des Haiti-Erdbebens von 2010, dass das bei den Clintons zur Haiti-Hilfe zusammengetriebene Geld nicht in angmessener Höhe an Ort und Stelle angekommen sei. 16 Statt dessen floss viel Geld an Freunde, die den Haiti-Crash für glänzende Geschäfte nutzten. 17 Das wäre, wenn es so sein sollte, ein ziemlicher Hammer. Nicht nur würde es kaum mit den mildtätigen Bestimmungen des amerikanischen Stiftungsrechts zusammenpassen, sondern es würde auch einen satten Betrug zulasten der Spender darstellen. Doch von denen hat sich, soweit man weiß, noch niemand vernehmbar geräuspert. Das ist verständlich. Welche Bundesregierung würde gerne einräumen, einem Trickbetrüger zum Opfer gefallen zu sein? Auch ist es nicht das eigene Geld, was futsch ist, sondern nur das des Steuerzahlers.
Da nun die US-Bundesbehörden absolut keine Notiz von diesen Dingen nehmen mochten, kamen private Finanzermittler auf die Idee, dem Finanzgebaren der Clinton-Stiftung nachzuspüren. Was sie aus öffentlichen Quellen zusammensuchten, macht jedem, der Spaß an Verschwendung hat, richtig Laune. Zu nennen wären da die exorbitanten Reise-, Spesen- und Aufwandkosten der Familie Clinton (Vater, Mutter und Tochter Chelsey). 18 Das könnte zum Beispiel die Frage aufwerfen, ob es sich bei der Stiftung vielleicht um das Clinton’sche Privatreisebüro gehandelt hat. Was die Ermittler zusammentrugen, übermittelten sie der US-Regierung, und was diese tat, war schweigen.
Das Schweigen der US-Regierung war so intensiv, dass erst 2015 bruchstückhafte Andeutungen eines FBI-Ermittlungsverfahrens an die Öffentlichkeit drangen. 19 Im Dezember 2017 wurde durch Ermittlungshandlungen des FBI in Little Rock/Arkansas unübersehbar, dass tatsächlich Ermittlungen gegen die Stiftung stattfanden. 20 Es dauerte weitere 6 Monate, bis der Generalinspekteur des Justizministeriums die Existenz dieses Verfahrens in einem Bericht – quasi unter ferner liefen – bestätigte, als er Untersuchungsergebnisse über parteiliches Vorgehen des Justizapparats öffentlich machte. 21
SPÄTESTENSSEITDENESKAPADEN Bill Clintons ist bekannt, dass man die US-Amerikaner mit den sexuellen Abenteuern ihrer Präsidenten bei Laune halten kann. Clintons Zigarrenoperationen, die er am Unterleib einer Praktikantin namens Monica Lewinsky vornahm, brachten ihn in die gefährliche Nähe einer Amtsenthebung (Impeachment). 22 Einer parallelen Anklage durch einen Sonderermittler entging er nur, weil Justizministerium und Kongress sich auf den Rechtsstandpunkt verständigten, dass amtierende Präsidenten gegen justizielle Ermittlungen immun seien. Der einzige Weg, gegen Präsidenten wegen deren Amtsverfehlungen vorzugehen, sei das förmliche Impeachment (Amtsenthebungsverfahren mit jeweils qualifizierten Mehrheiten in beiden Häusern des Kongresses). 23 Die Amtsenthebung unterblieb dann aus wahltaktischen Gründen.
Weil nun die Öffentlichkeit und die einschlägigen Damen seit Clintons Tagen Lunte gerochen haben, gehört es in den USA zum schönen Brauch, gegen Amtsträger mit Vorwürfen über sexuelle Belästigungen, wenn nicht Vergewaltigungen, vorzugehen. Diesem Bedürfnis oblag auch Stephanie Gregory Clifford, von Beruf Pornodarstellerin mit dem Künstlernamen Stormy Daniels, die gegen den als Weiberheld verschrienen Donald Trump mit entsprechenden Vorwürfen (es ging um eine angebliche Affäre aus dem Jahre 2006) zu Felde zog.
Gegen solcherlei weibliche Angriffe hat sich in den USA eine Praxis herausgebildet, die man kennen muss, weil sonst die ganze Affäre gegen den Kandidaten und nachmaligen Präsidenten nicht recht verständlich ist. Wenn der Prominente wohlhabend ist, macht er mit der Frau, die ihn beschuldigt, einen Deal. Gegenstand dieser Abmachung ist eine Geldzahlung bei gleichzeitigem Bestreiten der Vorwürfe. Die Kontrahentin nimmt Geld und Erklärung zustimmend an und verpflichtet sich zudem zu einer Strafzahlung, wenn sie das Schweigen über den Vorgang brechen sollte. So verfuhr vor Jahren auch Trump in Sachen Stormy Daniels. Kluge Frauen pflegen sich an solche Abreden zu halten.
Wicked (einfach geil): Die Sex-Artistin Stormy Daniels, die Donald Trump unterlag; rechts bei der Arbeit (ab 16).
Stormy Daniels, 2015, Quelle: Wikimedia Commons, Autor: Glenn Francis, [email protected]
Nun ist mir über die Geistesgaben von Stormy Daniels nichts weiter bekannt. Jedenfalls muss es ihr (oder wem auch immer) durch den Kopf gegangen sein, dass Trump jetzt nicht mehr nur eine bekannte Hollywoodgröße und ein vermögender Immobilien-Tycoon war, sondern auf dem Weg ins Präsidentenamt. Da würde sich sicher noch mehr machen lassen. Die Presse tobte zustimmend, doch die Rechnung war ohne den Angegriffenen gemacht. Er verwies auf sein Bestreiten und die einschlägige Abrede und ließ die zum Zwecke des Gerichtsverfahrens züchtig Verhüllte zur Zahlung des Strafgeldes verklagen – und bekam recht.
* * *
ABER DA DER MANN Trump nun mal ein bekannter Schwerenöter ist, will ich an dieser Stelle auch noch eine zweite Story anfügen. Trump reiste, so wusste es der Mainstream ganz plötzlich – immerhin waren schon Jahr und Tag ins Land gegangen, – nach Moskau, wo der Vielgefragte an einer Miss-Irgendwas-Wahl als Juror teilnahm. Da sich Trump, so die Presse, solche Gelegenheiten nie entgehen ließ, habe er gleich ein erotisches Abenteuer in einem Moskauer Hotelzimmer aufgesattelt, in dem er in jener Nacht kaum zum Schlafen gekommen sein dürfte. 24 Was für eine Gelegenheit für den russischen Geheimdienst (da ist er schon wieder)!
Doch zum Ärger der neidischen Sexmeute hatte Trump in der fraglichen Zeit nicht in Moskau übernachtet. Vielmehr war er zum Spektakel pünktlich an- und sofort wieder abgereist. Zu Begründung sagte er etwas Erstaunliches: Seine Frau hätte ihm die Pistole auf die Brust gesetzt, derartige Dinge zu unterlassen. Als das alles öffentlich erörtert wurde, war Trumps Präsidentschaft einige Tage alt. Die Missstimmung zwischen den Eheleuten war unübersehbar. Doch damit haben wir zeitlich ein wenig vorgegriffen.
IN KANADA FINDET DER Abbau von Uranerzen statt. Schürf- und Vermarktungsfirma ist ein US-geführtes Unternehmen namens Uranium One. Genauer muss man den Satz allerdings in der Vergangenheitsform formulieren: Uranium One war US-geführt. 25 2010 begann ein russisches Konsortium bei Uranium One einzusteigen. Strikte US-Normen sehen vor, dass Unternehmenskäufe, welche die nationale Sicherheit berühren, genehmigungsbedürftig sind. Zuständige Genehmigungsbehörde ist unter anderem das State Department, das US-Außenministerium.
Die Genehmigung für den russischen Uranium-One-Deal wurde erteilt. Das geschah zur Zeit, als Hillary Clinton die Ministerin war. 26 Wie die Übertragung von Firmenanteilen oder gar einer ganzen Firma, die das Rückgrat der amerikanischen Uranversorgung für Kraftwerke und Kernwaffen bildet, an russische Eigentümer ins Konzept für nationale Sicherheit passt, bleibt rätselhaft. Rätselhaft auch, weil gleichzeitig harsche Sanktionen gegenüber Russland in Kraft waren.
