Stoneheaven - Cornelia de Schutter - E-Book

Stoneheaven E-Book

Cornelia de Schutter

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Beschreibung

Julia und Seth, ein junges Paar und doch schon sehr lange zusammen. Zu lange? Zumindest für Julia ist die Zeit gekommen sich ein anderes Leben aufzubauen. Sie ist gelangweilt von ihrem Alltag in Inverness, dem eintönigen Sex mit Seth und wünscht sich einen Ortswechsel. Seth möchte das nicht. Er liebt die kleine Bude in der er mit Julia haust, liebt seine kleine Stadt und trägt mit Gelegenheitsjobs zur Haushaltskasse bei. Julia weiß natürlich wie sie ihren Seth verführen kann und somit alles nach ihrem hübschen Köpfchen läuft. Der Umzug nach Stonehaven wird nach einem ausgiebigem Blowjob besiegelt! Es dauert nicht lange und das Leben des Paares gerät komplett aus den Fugen. Nach einem heftigen Streit zieht Seth alleine los und trifft im Pub auf eine atemberaubende Frau aus deren Fängen er sich nicht mehr befreien kann. Seth hat keine Ahnung dass er vom Tod gefickt wird und die schöne Stella eine arme tote Seele auf der Suche nach Gefühlen ist. Aber nicht nur nach Gefühlen, sondern auch nach Fleisch, denn Stella hat ständig Hunger und muss töten, um diesen Hunger zu stillen. Eine Kurzgeschichte aus drei Teilen.

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Seitenzahl: 94

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhaltsverzeichnis

Seth – Der Anfang

Julia - Der Anfang

Stella – Der Anfang

Seth – Die Nacht

Julia – Nach der Nacht

Stella – Das Kennenlernen

Seth

Julia

Alex

Stella

Seth

Stella

Alex

Julia

Stella

Alex

Seth – Der Anfang

Seth lag in seiner Lieblingsbucht am Strand von Stonehaven, unterhalb von Dunnotar Castle. Er dachte nach, über die letzte Nacht und daran, was er getan hatte. In letzter Zeit lief es einfach nicht mehr. Julia und Seth, Seth und Julia. Das Traumpaar. Wann hatte es angefangen? Wann begann der Anfang vom Ende? Und war es überhaupt zu Ende?

Vor einem Jahr erst waren sie von Stirling hierher gezogen. Julia wollte unbedingt ans Meer und bewarb sich in dieser ollen Kanzlei, wo man ihr direkt eine Zusage erteilte. „Du kannst doch von überall aus schreiben“, erwiderte sie zornig auf seinen Einwand. Seth liebte Stirling, er liebte die alte Dachwohnung mit den urigen Holzdielen, den Dachschrägen, das breite Bett, das Dachfenster direkt darüber. Wenn Julia auf ihm saß und seinen harten Schwanz ritt, konnte er an ihr vorbei direkt in die Sterne schauen. Er, der harte Schotte war in Wirklichkeit sehr einfühlsam, romantisch und sehr sensibel. Von der kleinen Gaube aus dem gemütlichen Wohnzimmer hatte er Blick auf Stirling Castle. Ja, Seth liebte sein Leben, er liebte Julia, er liebte die Wohnung und die kleine Stadt mit ihren überschaubaren 36.000 Einwohnern. „Nein, ich kann nicht von überall schreiben“, schrie er sie an. „Ich brauche das richtige Flair und das richtige Ambiente um Horrorgeschichten zu schreiben“. Julia weinte.

„Oh nein Baby, tu das nicht“. Seth nahm sie in die Arme, „Schau mal, wann immer du ans Meer willst, wir sind doch so schnell dort, wir können jederzeit einen Ausflug machen, in 40 Minuten sind wir in Edinburgh“. Er streichelte ihr sanft über das schulterlange dunkle Haar (wieso hat sie sich nur ihre langen tollen Haare abschneiden lassen)?, und fuhr ihr beruhigend über den Rücken. „Seth“, flüsterte sie in sein Ohr, „Seth, mein Liebling. Ich möchte es so gerne, ich möchte unbedingt in diese Kanzlei. Sie wollen mich, verstehst du nicht?“ Während sie in sein Ohr flüsterte, öffnete sie erst den Knopf und dann den Reißverschluss seiner ausgebeulten Jeans. Als Julia sich auf die Knie begab und sein hartes Teil zwischen ihre Lippen nahm, war klar, dass sie wieder einmal gewonnen hatte und der Umzug damit besiegelt war. Was war schon eine Wohnung?

Er liebte Schottland, es war überall schön. Warum also nicht Stonehaven, auch da würden sie sich eine Kuscheloase erschaffen. Seth stöhnte und entleerte sich in ihren Mund, wohl wissend, dass sie das nicht mochte und gleich auf der Toilette verschwinden würde, um seinen Saft ins Waschbecken zu spucken. Aber das nahm sie, um ihren Willen durchzusetzen, in Kauf.

Die Kuscheloase sollte eine junge, helle, moderne Wohnung werden. Steril und in Weiß gehalten. Ein schicker Vorort mit dicken Autos, hellen Häusern, geschäftigen, gestressten Menschen. Die meisten fuhren nach Aberdeen um dort zu arbeiten.

Julias Haare wurden noch kürzer, ebenso die Röcke die sie plötzlich trug. Nicht, dass er was gegen den Anblick ihrer tollen Beine hatte, aber wieso musste sie immer so aufgetakelt zur Arbeit? Die High Heels, das Make-up, ständig neue Kleidung. Sicher, sie verdiente um einiges mehr in dieser, ach so tollen, repräsentativen Kanzlei, als Chefsekretärin. Seth war kein eifersüchtiger Mensch, aber er sehnte sich nach seiner alten Julia zurück. Frech, immer lachend und zu spontanen Abenteuern bereit. Die dunklen Locken tief über den Rücken fallend. Vor seinen Augen sieht er sie auf der Bank in ihrem Lieblingspark sitzen, unter der Linde. Sie trägt ihr kurzes Jeansröckchen, er sitzt vor ihr im Gras, sie killen eine Flasche ihres Lieblingsweins zusammen, als Julia leise ruft „Hey Seth, my Darling, schau ich habe dir was mitgebracht“. Sie zieht ihren Rock noch höher und spreizt die Beine.

„Mein Gott, Julia, du hast nichts drunter“. Hastig schaut er sich um, sie sind alleine. „Wenn das jemand sieht“. Ihre großen blauen Augen funkeln lustig auf .„Komm her Feigling, ich brauch's jetzt“. Er steht auf und geht zögernd auf sie zu. Wie sehr er sie begehrt. Julia rutscht bis ans äußere Ende der Bank, ihre Hand gleitet langsam über ihren Schenkel hinauf. Mit den Fingern spreizt sie ihre Lippen und streckt sich ihm entgegen. „Komm“, flüstert sie, „schnell, ich brauche nicht lange“. Seth schaut noch einmal über seine Schulter, keiner da. Hastig öffnet er seine Hose, sein Schwanz ist so hart, er braucht Platz. Er beugt sich über sie und drei, vier harte Stöße reichen aus. Julia kommt schnell und leise und er spritzt heftig in sie hinein. Keuchend verharrt er einen Augenblick in dieser Position. Sie hören näher kommende Stimmen. Schnell zieht er seine Hose hoch und schafft es gerade noch sie zu schließen bevor ein Paar mit Kindern um die Ecke kommt. Er nimmt seine Julia an der Hand und wie Teenager rennen sie lachend durch den Park.

Julia trinkt den Rest des Weines direkt aus der Flasche und Seth wird schon wieder heiß beim Gedanken daran, dass sein Sperma gerade an ihren schlanken Beinen hinunterläuft.

Aber, Schluss mit der Träumerei. Sein Mädchen hat sich verändert. Sie lacht weniger, die Unbefangenheit ist verflogen. Sie schaut ernst drein, kleidet sich wie eine Geschäftsfrau, arbeitet zu viel und kommt oft spät nach Hause. Für Sex keine Zeit mehr. War's das schon? Er muss unbedingt mit ihr reden.

„Warum schreibst du nicht endlich?“ Julia schreit so laut, er kann bis zu ihren Mandeln schauen.

„Lieber Himmel, Seth, seit wir umgezogen sind, hast du nicht eine einzige Zeile auf's Papier gebracht. Was glaubst du wohl, wie sich das alles hier finanziert? Soll ich alles alleine zahlen? Ich arbeite mir den Rücken wund. Du liegst den ganzen Tag hier herum und überlässt alles mir“.

Ihre Augen funkeln zornig, selten hat er sie so wütend erlebt.

„Ich kann in diesem sterilen Loch nicht arbeiten“. Seth schreit zurück. „ ICH wollte nicht umziehen, erinnerst du dich? ICH habe unsere Wohnung geliebt, unser Leben. Ich kann hier nicht schreiben, ich kann nachts nicht schlafen, MIR GEFÄLLT ES HIER NICHT. Ich muss raus!“

Er zieht seine Schuhe über und verlässt die Wohnung. Eine lauthals weinende Julia hinter sich lassend. Egal. In ihm brodelt es vor Wut. Irgendwo hier in der Nähe war doch dieses Pub. Was er brauchte, waren ein paar ordentliche Pints um sich abzureagieren. Einfach mal raus, ins Leben, ins wahre Leben. Nicht mehr dieses spießige, alles in weiß getünchte Vorstadtleben. Was er brauchte, war ein ordentlicher Fick.

Oh Gott, was geht dir durch den Kopf? Seth erschrak über sich selbst. Er war sich seiner Gefühle über Julia doch bewusst. Jede Beziehung steckt mal in einer Krise, oder?

Das Pub war gut besucht. Freitag Abend! Yeah. Livemusik kündigte sich hinten in der Ecke an. Er setzte sich an den letzten freien Hocker an der Bar. Hier würde er sich abfüllen, bis man ihn rauswarf.

Seth fühlte sich auf einmal wie neugeboren. Jung, (meine Güte, er war 30 Jahre alt, er hatte ein RECHT auf sein eigenes Leben), voller Adrenalin. Ja, er war so richtig in Stimmung für einen geilen Pub Abend mit allem drum und dran. Wie oft hatten Julia und er solche Abende mit wundervollen Nächten in der urigen Dachgaube erlebt.

Julia...ein zorniges Gefühl überkam ihn. Was bildete sich die doofe Nuss eigentlich ein? Er sah sie vor sich, wie sie ihn angeschrien hatte, das hübsche Gesicht zu einer hässlichen Fratze verzogen.

„Hey, noch ein Guinness bitte!“, rief er dem gutgelaunten Barkeeper zu. „Kommt sofort, Sir“, lachend stellte er ihm das Pint auf die Bar.

Seth fühlte sich beschwingt und angetrunken. Er lässt seinen Blick durch das Pub schweifen, mal ein bisschen die Lage checken, so wie früher...Als er mit den Augen an diesem Mädchen hängen blieb. WOW, was für eine Schönheit. Kein Mädchen, eine Frau, dachte er. Sie trug ein dunkelgrünes, enganliegendes, kurzes Kleidchen. Nicht so wie Julia, keine Schicki Micki Ausführung.

Unten hing es in wilden Fetzen über ihre schneeweißen Beine. Ob die Beine jemals in der Sonne waren? Sie trug auch keine High Heels. Ihre Füße steckten in schwarzen Boots, locker gebunden, das Leder sah ausgefleddert und alt aus, aber mit Stil. Ihr Arme schienen komplett tätowiert, die Motive konnte er auf die Entfernung leider nicht erkennen, aber sie schienen sehr düster. Keine Farbe, nur schwarz. Die Haare, so rot wie Rubin, hingen glänzend und gewellt bis an den Steiß. Er stellte sie sich nackt vor, wenn er sie bis jetzt auch nur von hinten sah. Sah das rote Haar über dem nackten Rücken, so hell wie die Beine, sah wie sie sich nach vorne beugte, damit er sie von hinten nehmen konnte. Seth spürte, wie sich in seiner Hose was regte. Schnell wand den Blick ab und trank gierig an seinem Bier. Aber er konnte seinen Blick nicht von ihr wenden. Sie drehte sich leicht zur Seite, nun konnte er ihr Profil beobachten. Ein durch und durch schlanker, aber dennoch sehr trainierter Körper, sah die Muskeln an ihrem Oberarm und am Oberschenkel. Die Brüste waren klein, aber schienen fest und knackig zu sein.

Ein flacher Bauch, ob man auch die Muskeln erkennen konnte? Ihr Begleiter schien zu Scherzen aufgelegt, denn sie verzog den Mund zu einem breiten Lachen, die Nase war gerade, kein so kleines Stupsnäschen wie Julia. Hör auf die beiden zu vergleichen, Seths Gedanken gingen für einen kurzen Moment zurück zu seiner langjährigen Freundin. Julia sah toll aus, tolle Figur, die Brüste groß und rund, ein kleines Bäuchlein mittlerweile, aber er mochte das. Ein sehr hübsches Gesicht, nur die kurzen Haare...Die Augen hatten irgendwie an Glanz verloren und die kleine Nase wirkte manchmal verloren in ihrem Gesicht, so als passte das alles nicht zusammen. Hier hingegen...just in diesem Moment, gerade als er seinen Blick hob, schaute sie ihm direkt ins Gesicht. Wie ein Schlag in die Magengegend. Ihm wurde schwindelig und alle Gedanken verschwanden aus seinem Gehirn. Zu nichts mehr fähig. Er konnte sie nur anschauen.

Sie lächelte und sein Schwanz wurde hart und drückte fest an seine Jeans. Mein Gott, sie war alles, was Seth in diesem Moment wahrnahm und sie war alles, was er je wollte. Die Augen von einem so hellen Braun, dass es fast golden wirkte, so als würden sie leuchten. Das taten sie auch, wie zwei Bernsteine funkelten sie ihn an. Volle, rote Lippen die einladend feucht waren. Was, wenn sie das harte Ding in seiner Hose mit diesen Lippen verwöhnen würde? Sie kommt auf ihn zu, sein Herz rast so schnell, dass er glaubt, es würde gleich zerspringen. Hoffentlich schaut sie nicht auf seinen Schritt, was sie in diesem Moment tut. Sie hebt ihren Kopf und ihr Lächeln wird noch breiter, sie hält seinem Blick stand und er verliert sich in diesen goldenen Augen. „Ähhh....“ ist alles was aus seinem Mund kommt, er fühlt sich wie ein Trottel. Ganz nah kommt sie ihm, er kann sie riechen, sie trägt kein Parfüm, es ist ihr Körpergeruch. Betörend. Sie ist ihm so nahe, dass er Sommersprossen in ihrem Gesicht erkennen kann. Gerade als er allen Mut zusammen nehmen will und überlegt, wie man so ein Gottesgeschenk am intelligentesten anspricht, steht sie neben ihm an der Bar.