Südburgenland - Barbara Horvatits-Ebner - E-Book

Südburgenland E-Book

Barbara Horvatits-Ebner

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Beschreibung

In diesem Buch werden 75 Ausflugsziele im Südburgenland vorgestellt. Orte in der Natur, Museen und historische Stätten sind ebenso vertreten wie Einkehrtipps für kulinarische Erlebnisse. Dieses erste in Buchform erschienene Werk zu spannenden Plätzen im Südburgenland entführt vom Geschriebenstein bis an die slowenische Grenze im Süden. Es bietet sowohl Tipps für Outdooraktivitäten wie etwa Paddeln, Wandern und Entdeckungsspaziergänge im Wald als auch zu Indoorerlebnissen wie Thermenbesuchen oder Verkostungen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 116

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Barbara Horvatits-Ebner

Südburgenland

75 Ausflugsziele zum Entdecken und Erleben

Barbara Horvatits-Ebner ist gebürtige Südburgenländerin und dort aufgewachsen. Auch wenn sie bereits seit vielen Jahren in der Steiermark lebt und arbeitet, so hat sie ihre Heimat dennoch nie aus dem Herzen verloren.

Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit als Psychologin reist sie leidenschaftlich gern - hauptsächlich durch Europa - und schreibt auf ihrem Blog reisepsycho.com darüber.

Bisher ebenfalls erschienen:

- Arkadien und Cornetti - eine Italienreise auf Goethes Spuren

Über das Buch

Während es zahlreiche Reise–, Wander– und Ausflugsführer für diverse gut besuchte Regionen in Österreich gibt, findet man kein Buch, das sich touristisch mit dem zauberhaften Südburgenland beschäftigt. Das wollte die Autorin Barbara Horvatits-Ebner unbedingt ändern und stellt mit diesem Werk Ausflugsziele ihrer Heimat vor.

Es ist ein Buch mit 75 Tipps vom Günser Gebirge bis zur slowenischen Grenze, das sowohl Touristinnen und Touristen eine Inspiration sein soll, als auch für Einheimische die ein oder andere Überraschung bietet.

© 2024 Barbara Horvatits-Ebner

Website: https://reisepsycho.com

Druck und Distribution im Auftrag der Autorin:

tredition GmbH, An der Strusbek 10, 22926 Ahrensburg, Deutschland

ISBN

Paperback: 978-3-384-07551-2

E-Book: 978-3-384-07552-9

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist die Autorin verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne ihre Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag der Autorin, zu erreichen unter: Barbara Horvatits-Ebner, Im Langfeld 28, 8410 Wildon, Austria.

Inhalt

Cover

Titelblatt

Urheberrechte

Widmung

Vorwort

Wissenswertes über das Südburgenland

Wichtige Adressen und Infos

Ideale Ausflüge für …

Ausflugsziele im Südburgenland

1. Felsenmuseum Bernstein

2. Burg Bernstein

3. Planetenwanderweg

4. Willersdorfer Schlucht

5. Römerbrücke

6. Das Lampelfeld

7. Stadtmuseum Pinkafeld

8. Pinkafelder Kalvarienberg

9. Die Zwiefler

10. Gotische Kirche Mariasdorf

11. Bergbaumuseum Goberling

12. Von Königen und Köhlern

13. Haus der Volkskultur

14. Anschlussdenkmal

15. Pralinenmanufaktur Spiegel

16. AVITA Therme

17. Freilichtmuseum Dazumal

18. Historisches Stadtschlaining

19. Burg Schlaining

20. Baumwipfelweg Althodis

21. Geschriebenstein

22. Vogelturm Rechnitz

23. Rechnitzer Weinberg

24. Der Kreuzstadl

25. Jüdischer Friedhof

26. Märkte in Oberwart

27. Grenzwächter Wanderweg

28. Fleisch im Bullinarium

29. Fisch im KOi Rotenturm

30. Obstbrand Reicher

31. Aloisias Mehlspeise

32. Hügelgräber Schandorf

33. Deutsch Schützen-Eisenberg

34. Der Csaterberg

35. Schloss Kohfidisch

36. Steinmuseum Csaterberg

37. Museum f. Holz & Handwerk

38. Grenzerfahrungsweg

39. Geschichte(n)haus Bildein

40. Tradition in Stinatz

41. Heilquelle Ollersdorf

42. Hochseilgarten Stegerspark

43. Therme Stegersbach

44. Wandern in Burgauberg

45. Das Moor in Rohr

46. Landtechnikmuseum

47. Zickentaler Brauerei

48. Lamas vom Elfenhof

49. Apfeldorf Kukmirn

50. Freilichtmuseum Gerersdorf

51. Burg Güssing

52. Batthyány-Gruft

53. Auswanderermuseum

54. Maria Weinberg

55. Weinmuseum Moschendorf

56. Kellerviertel Heiligenbrunn

57. Schachblume in Luising

58. Kirche St. Emmerich

59. Uhudlerviertel Eltendorf

60. Romanische Kirche Zahling

61. Kunstoase Slatar

62. Fritz Mühle

63. Schlösslberg Mogersdorf

64. Bunker aus dem 2. WK

65. Wallfahrtskirche Maria Bild

66. Paddeln auf der Raab

67. Künstlerdorf Neumarkt

68. Mystischer Stoagupf

69. Die Römer in St. Martin

70. Eisenberg a.D. Raab

71. Märchenwald Mühlgraben

72. Burgruine Neuhaus

73. Schloss Tabor

74. Dreiländereck

75. Ganz im Süden

Zu guter Letzt

Danksagung

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Für meine Mama, mit der jeder Ausflug zum großen Abenteuer wird.

Vorwort

Auch wenn die Idee für diesen Ausflugsführer schon 2019 geboren wurde, so war es dann doch der Pandemiebeginn im Frühjahr 2020, der die Initialzündung dazu gegeben hat. Denn plötzlich war klar: Reisen wird erstmal nur im näheren Umfeld möglich sein, wer weiß, wie lange das mit den Grenzschließungen dauert. Und so haben Menschen plötzlich statt der großen, weiten Welt ihr eigenes Land besser kennengelernt.

Ich habe es mir damals zur Aufgabe gemacht, meine eigene Herkunftsregion, das Südburgenland, zu erkunden und zu dokumentieren. Schon bei der Planung aller Orte, die ich sehen sollte, wurde klar: Dieser Landstrich hat mehr zu bieten als erwartet! Wie oft habe ich gehört: „Südburgenland? Dort gibt’s doch nix!“ Heute kann ich darauf antworten: „Und was es dort gibt!“. Wenn ich Bekannten, die wie ich aus Pinkafeld und Umgebung stammen, von den vielen Orten erzählte, die so auf meiner Liste standen, erntete ich staunende Gesichter. Kaum jemand hatte unsere eigene Region als so vielseitig im Kopf!

Warum aber wird das Südburgenland immer noch als so verwahrlost und vergessen wahrgenommen? Vielleicht deshalb, weil die untere Landeshälfte des Burgenlands touristisch lange nicht wirklich beachtet wurde. Da oben, da ist der Neusiedlersee, da konnte man schnell und einfach was machen draus, da tat man sich leicht mit Marketing. Den See kannten auch viele. Aber was wussten die Menschen vom Süden des Landes?

Als ich Pinkafeld 2006 in Richtung Graz zum Studieren verließ, schwappten mir viele Vorurteile und Klischees bezüglich meiner Heimat entgegen. „Das Burgenland ist ja nur flach“ war da noch das Harmloseste davon. Klar, wenn man nur die Steppe im Norden kennt, denkt man eben, das ganze Land sehe so aus.

Zunächst stimmte ich sogar noch in den Tenor mit ein, dass es im Südburgenland relativ langweilig ist. Dabei wusste ich einfach so vieles selbst nicht! Es wirkt ganz so, als hätte uns Südburgenländerinnen und Südburgenländern lange Zeit das natürliche Selbstvertrauen gefehlt, ganz offen hinauszuschreien, wie schön es bei uns ist!

Touristisch gesehen brachte erst der Thermentourismus ein wenig Schwung ins Geschehen, nur um dann wieder für einige Jahre zu stagnieren. Doch dann kamen die E-Bikes auf den Markt, und die regionalen Verantwortlichen taten das einzig Richtige: Sie setzten auf den Fahrradtourismus. Endlich konnte das Südburgenland auch mit etwas punkten! Der Trend zu Genussreisen kam auch gerade recht, so konnte der Wein gut vermarktet werden.

Und plötzlich zog die Region nicht nur Urlauberinnen und Urlauber an, sondern auch Menschen, die für immer ihre Zelte hier aufschlagen wollten. Baugrund war (und ist) hier günstig zu haben, doch das ist nicht das einzige Motiv für einen Umzug ins Südburgenland. „Ein Leben lang hatten wir die hohen Berg‘ vor der Nase, jetzt war uns dringend nach Hügelland und Sonne. Und es ist so schön ruhig und gemütlich hier!“, berichtete mir ein Ehepaar aus Tirol, das sich für ein Haus im Südburgenland entschieden hat.

Warum also sollten wir Menschen aus dem Süden des Landes nicht mit Stolz über unser kulturelles Erbe, die vorhandenen Naturschätze und alles, was unsere Region ausmacht, reden? Es gibt keinen Grund, sich zu verstecken. Wir mögen die Langsamkeit, das Unspektakuläre und Gemütliche erfunden haben - und das ist es doch genau, was so viele Menschen suchen! Das Südburgenland muss sich nicht zu einer Region entwickeln, die Action bietet oder sich in elitäres Gewand kleidet. Bei uns darf man stehenbleiben und mit den Bankerlsitzern im Ort tratschen, einfach durch Wälder streifen und Rehe beobachten oder sich herzlich über die lokalen Laientheater amüsieren.

Langweilig wird einem hier trotz aller Gemütlichkeit nicht. Es gibt zahlreiche kleine Museen, wunderschöne Burgen und Schlösser, spannende Wanderwege, geschichtsträchtige Plätze und natürlich viele kulinarische Schmankerl, die sich zu kosten lohnen.

All das möchte ich euch, liebe Leserinnen und Leser, liebe Reiselustigen und Einheimische, näher bringen. Euch von all den interessanten und schönen Orten erzählen, die man im Südburgenland besuchen kann und sollte. Und vielleicht auch euer Bild von dieser Region nachhaltig verändern, so wie ich mir selber meines verändert habe.

Eine kleine Anmerkung sei mir noch erlaubt: Mein Recherchezeitraum erstreckte sich von 2020 bis 2022. Ich habe alle Informationen nach bestem Wissen und Gewissen geprüft, sodass sie bei Erscheinen des Buchs aktuell sind. Wie immer sind einige Dinge aber Veränderungen unterworfen. Falls es also irgendein Ausflugsziel nicht mehr gibt, sich Telefonnummern oder Öffnungszeiten ändern: Ich konnte es nicht voraussehen, bin aber um eine Info diesbezüglich dankbar, damit ich es in der nächsten Auflage ändern kann. Alle Preise beziehen sich auf Stand Anfang 2024.

Eine Karte mit einem Überblick über die 75 Ausflugsziele befindet sich am Ende dieses Buches.

Wissenswertes über das Südburgenland

Ein Land versteht man durchs Entdecken - aber auch durch die Auseinandersetzung mit seiner Geschichte, seiner Kultur und seinen Möglichkeiten. Bevor es also an die zu entdeckenden Ausflugsziele geht, hier vorab ein paar grundlegende Informationen über das Südburgenland.

Die Sprache(n)

Auch wenn jeder im Südburgenland Hochdeutsch sprechen kann, so ist doch noch das Hianzische, ein regionaler österreichischer Dialekt, weit verbreitet. Dieser kann erstmal zu Verständigungsproblemen führen. Auch steirische Spracheinflüsse merkt man stark.

Neben Deutsch existieren übrigens auch noch Kroatisch und Ungarisch als Amtssprachen. Ob man sich in einer zweisprachigen Ortschaft befindet, verraten stets die Ortstafeln. Die meisten davon im Südburgenland sieht man rund um Weiden bei Rechnitz. Im Bezirk Jennersdorf gibt es gar keine zweisprachigen Gemeinden.

Feste

Das wichtigste regionale Fest ist Martini, der Tag des Schutzpatrons des Burgenlands. Rund um den 11.11. wird in den Gasthäusern das berühmte Martinigansl angeboten. In Pinkafeld findet der traditionelle Martinikirtag statt, in Rechnitz das Martiniloben.

Im Herbst gibt es zahlreiche Weinlesefeste in den Weinbergen. Etwa das legendäre Kellergassenfest am Eisenberg oder das Uhudler-Sturmfest in Heiligenbrunn. Das größte Festival in der Region - das ‚Picture on‘ in Bildein - findet jährlich Anfang August statt.

Die Landschaft

Viele verbinden mit dem Burgenland kilometerweite Ebenen. Dabei ist es nicht mal das flachste aller Bundesländer - das ist nämlich Wien. Gerade im Süden dominiert über weite Teile das Hügelland.

So befindet sich etwa der höchste Berg des Burgenlandes, der Geschriebenstein mit 884 Metern, im Süden. Auch die Ausläufer des südsteirischen Hügellandes machen das Radfahren zu einem durchaus sportlichen Unterfangen.

Die Landschaft des Südburgenlands wird dominiert von Äckern, Wiesen und Wäldern. Die Abwechslung dieser drei macht das typische Erscheinungsbild aus.

Die Batthyánys

Was die Habsburger für Wien und die Esterházys für das Nordburgenland, das sind die Batthyánys für den Süden. Das alte ungarische Adelsgeschlecht ist hier allgegenwärtig und hat das Südburgenland stark beeinflusst.

Im Jahre 1524 begannen sie durch den Erwerb der Herrschaft Güssing im heutigen Südburgenland deutliche Spuren zu hinterlassen. Viele Schlösser und Landsitze kamen im Laufe der Jahrhunderte hinzu. Die Familiengruft befindet sich immer noch in Güssing, wo auch die Grabstätte des seliggesprochenen Ladislaus Batthyány-Strattmann besichtigt werden kann.

Religionen

Wer aufmerksam durchs Südburgenland fährt, bemerkt, dass es auch in kleinen Dörfern meist zwei Kirchen gibt. Dies ist der Zugehörigkeit zu Ungarn zu verdanken, das religiös weit toleranter war als das habsburgerische Österreich. Bereits im 16. und 17. Jahrhundert war eine freie Ausübung des Glaubens möglich. So flohen etwa viele Juden nach ihrer Vertreibung 1496 aus der Steiermark ins Burgenland.

Neben den jüdischen Gemeinden waren auch evangelische Christen zahlreich vertreten. Noch heute beträgt ihr Anteil im Burgenland 11,4% (im Gegensatz zu 3,8% im gesamten Österreich).

Flüsse

Drei wichtige Adern fließen hier und entwässern die Landschaft des Südburgenlands: die Pinka, die Lafnitz und die Raab. Alle drei Flüsse sind wichtige Naturlebensräume und werden aber auch für Freizeitangebote wie Paddeln oder Fischen genutzt. Die Lafnitz ist über weite Strecken der Grenzfluss zur Steiermark, die Pinka stellenweise zu Ungarn.

Zahlreiche kleinere Bäche führen durch die Täler und formen ganze Landschaften, wie etwa der Zickenbach, der nur in Symbiose mit dem Moor, durch das er fließt, denkbar ist.

Kulinarische Spezialitäten

Ins Südburgenland kommt man vor allem, um zu genießen: die Ruhe, den Wein und die lokale Kulinarik. Stark beeinflusst von der ungarischen und bäuerlichen Küche, finden sich hier ganz besondere Spezialitäten.

Dazu gehören etwa Bohnensterz & Bohnensuppe, Grammelpogatscherl, der Moorochse und die Weidegans sowie die typische burgenländische Hochzeitsmehlspeise und der Uhudler. Abseits des Weines findet man auch hervorragendes Bier und Most.

Radfahren

Über 30 ausgewiesene Radrouten finden sich im Südburgenland. Die längste ist die Paradiesroute, auf der man die gesamte Region einmal umrundet — stolze 260km spult man da auf seine zwei Räder. Sie führt zunächst an der steirischen, dann an der ungarischen Grenze entlang, viele sehenswerte Orte liegen auf ihrem Weg.