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Auf die Frage, "was möchtest Du mal werden?", antwortete sie schon als Kind stets: "Mutter von mindestens vier Kindern". In kurzen Glossen erzählte Traudl Baumeister unter dem Titel "Traudls Heim" in meist amüsanten, manchmal auch nachdenklichen Kurztexten vom Leben mit vielen Kindern. Ergänzt wird der heitere Blick in den Familienalltag mit Rezepten aus dem Erfahrungsschatz der Autorin. Diese sind preisgünstig, einfach und für die Großfamilie geeignet.
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Seitenzahl: 32
Veröffentlichungsjahr: 2014
Oktober
November
Dezember
Impressum
Kürbis-Suppe
Da haben: ein (halber) Kürbis, eine mittlere Zwiebel, ca. 50 Gramm Butter, Salz, Calvados oder Apfelsaft, Gemüsebrühe (Instant), etwas Sahne, evtl. Wienerle oder ein Glas Cocktailwürstchen
Wie es geht: Einen Hokaido Kürbis waschen, Kerne entfernen und den Rest in Würfel schneiden. Eine Zwiebel mittlere fein hacken, in 30-50 Gramm (gesalzener) Butter (je nach Größe des Kürbis) gut zehn Minuten sanft dünsten. Dann die Kürbiswürfel dazugeben, kurz andünsten, salzen und pfeffern, mit einem Schuss Calvados (wahlweise Apfelsaft) ablöschen, dann so viel heiße Gemüsebrühe (oder auch Hühnerbrühe) dazugießen, dass der Kürbis bedeckt ist. Mit geschlossenem Deckel köcheln bis das Fleisch weich ist (20-30 Minuten).
Alles mit dem Stabmixer pürieren, Basilikum (frisch oder getrocknet) und nach Geschmack süße Sahne dazugeben. Für eine gehaltvollere Mahlzeit kleine Würstchen oder in Scheiben geschnittene Wienerle in der heißen Suppe warm ziehen lassen.
Variante: Kürbis-Orangen-Suppe
Da haben: Orangensaft, Balsamico-Creme, evtl. Sprühsahne
Wie es geht: Das Zwiebel-Kürbis-Gemisch statt mit Calvados nur mit Brühe aufgießen. Nach dem Pürieren einen kräftigen Schuss Orangensaft dazu geben sowie einen Teelöffel Paprika edelsüß.
Die Suppe servieren und im Teller mit Balsamico und evtl. Sprühsahne verzieren. Guten Appetit!
Übrigens: Die Rezepte in meinem Buch sind für Eltern und Familien gedacht, die gerne kochen, aber nicht viel Geld und Zeit haben. Ich habe sie alle schon sehr oft selbst genutzt.
Über uns
Darf ich uns kurz vorstellen? Wir sind Traudl (41), Nicole (19), Yvonne (bald 17), Lukas (bald 14), Joshua (4) und Joel (2). Mit uns im selben Häuschen wohnen Oma Irmgard und Opa Volker sowie Michael, Papa von Joshua und Joel. Dafür ist Nicole mit Beginn ihrer Berufsausbildung ausgezogen und auch Yvonne verbringt seit kurzem zumindest die Nächte in den eigenen vier Wänden. Spätestens seit Joel wächst und größer wird, platzt unser Häuschen nämlich aus allen Nähten. Wie das so ist - mit fünf Kindern und einer arbeitenden Mutter? Das können sie in meinen kleinen Geschichten uns so - kurz - einen Blick in unseren Alltag werfen. Bevor ich's vergesse: Zur Familie gehören noch Cheaky, Babouche und Ferdinand. Die Kaninchen wohnen im Garten im eigenen Häuschen - mit von ihnen selbst gebuddelten Katakomben im Untergrund. Doch es sei hier offiziell festgestellt: Es ist nur ein Gerücht, dass sie Ursache für die Löcher im Würzburger Stadtteil Sanderau sind, die sich gelegentlich in der Erde auftun.
Ich bin eine Rabenmutter
Ich bin eine Rabenmutter. Die Erkenntnis überfällt mich plötzlich. Verzweifelt nämlich versuchte ich mich zu erinnern, wann denn mein Jüngster seine ersten Schritte machte. Es ist weg. Ich weiß nur, dieses eigenwillige Kind hat sich nicht an die Familientradition gehalten. Er ist nicht am ersten Geburtstag gelaufen, sondern erst einige Zeit später. Aber wann? Falls sich jemand ans Frühjahr 2003 und einen wackligen Einjährigen bei uns in der Sanderau erinnert, bitte - unauffällig - melden!
Herbst im Geldbeutel
Es ist Herbst. So sicher wie die Blätter von den Bäumen fallen, leert sich mein Geldbeutel. Lukas' Schule plant den Skikurs (290 Euro). Der Taschenrechner kostet 30 Euro. Die Arbeitshefte sind mit 12 Euro geradezu billig. Yvonne braucht eine weiße Hose und ebensolche Schuhe fürs Krankenhaus-Praktikum der Fachoberschule, die Familien-Kieferorthopädin hat die Sommerpause beendet (102,47 Euro) und will bei Yvonne Extra-Draht einbauen (155 Euro) und mein Zahnarzt meint, 600 Euro sollten mir Kronen schon wert sein. Gut, dass diverse Banken uns nahezu täglich versichern, quasi Geld zu verschenken - schnell und unkompliziert.
Terminprobleme
Wie wäre es, wenn wir immer sonntags gemeinsam frühstücken", schlage ich meinen Töchtern vor. "Okay. Aber nicht so bald - und diesen Sonntag nicht", die Reaktion der einen. "Ja, gerne! Nur in den nächsten beiden Wochen nicht. Und dann schau mer mal", strahlt mich die andere aufmunternd an. Ich brauche einen Kalender fürs übernächste Jahr. Außergewöhnliche Termine muss man ein bisschen im Voraus planen.
Störende Socken
