Typisch Frau - Typisch Mann Knigge 2100 - Horst Hanisch - E-Book

Typisch Frau - Typisch Mann Knigge 2100 E-Book

Horst Hanisch

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Beschreibung

Unterschiedlicher Umgang mit Mann und Frau? "Ich komme gleich", ruft die Frau aus dem Obergeschoss. Der ausgehbereite Ehemann steht ungeduldig an der Wohnungstür. Er klimpert mit dem Wohnungsschlüssel in der Hand. "Wo bleibt sie nur?", fragt er sich nach einigen Minuten. "Wo bleibst du?", ruft er nach oben. "Bin gleich soweit", ertönt es von dort. Welche Bedeutung hat das Wort 'gleich' für eine Frau und einen Mann? Ja, verständlicherweise schmunzeln oder lachen die meisten, da sie sich sofort an bestätigende Ereignisse aus der eigenen Vergangenheit erinnern können. Tatsächlich beinhaltet das Sprichwort aber noch einen weiteren Hinweis: "Der Mann steht zu seinem Wort! Auf ihn ist Verlass!" Der Umkehrschluss bei der Aussage zu den Frauen suggeriert das Gegenteil. Damit wirkt die Aussage "ein Mann ein Wort, eine Frau ein Wörterbuch" gegebenenfalls sogar beleidigend. Immer wieder versuchen Wissenschaftler zu beweisen, dass das geschlechtertypische Verhalten von Geburt an gleich ist. Erst durch das soziale Umfeld wird das Neugeborene in seine Rolle gedrängt. Sind alle Verhaltensmuster von Geburt an vorgegeben? Muss (!) sich der Einzelne demnach so verhalten, weil es vorgegeben ist? Tja, was tun? Machen wir's uns tatsächlich einfach: Suchen wir nicht überwiegend nach den Gründen der verschiedenen Verhaltensmuster. Gründe können zwar helfen zu verstehen – wichtiger ist vielmehr, die Gegenwart und die Zukunft zu beachten. Bestätigen wir die Unterschiede und überlegen lieber, wie wir mit diesen vernünftig umgehen können. Schließlich handelt es sich beim vorliegenden Buch um einen Knigge-Ratgeber, der Tipps für die Leserin und den Leser geben soll, wie mit 'den anderen' Verhaltensweisen von Frauen/Männern höflich und zielorientiert umgegangen werden kann. Betrachten wir – vielleicht auch einmal augenzwinkernd - die Unterschiede im Auftreten und im Verhalten und die daraus entstehenden gesellschaftlichen und im Beruf notwendigen Umgangsformen. Viel Spaß.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 110




Das Genie hat kein Geschlecht

(Baronin Anne Louise Germaine de Staël-Holstein, französische Schriftstellerin, 1766 - 1817)

Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

W

IE VERSCHIEDEN SIND

M

ANN UND

F

RAU

?

Glücklicherweise gibt es Unterschiede

TEIL 1 – WAS DENKEN FRAUEN UND MÄNNER VONEINANDER?

WAS DENKT FRAU ÜBER MANN – UND UMGEKEHRT?

„N

ICHT

,

DASS ICH ETWAS GEGEN

F

RAUEN HÄTTE

,

ABER

…“

Welcher Typ bin ich?

Vorurteile – Klischee

Was berühmte Frauen von Männern und Frauen halten

Was berühmte Männer von Frauen und Männern halten

Anima und Animus nach Jung

F

RAUEN SIND EINFÜHLSAM UND

M

ÄNNER ZIELSTREBIG

Was die Umfrage verrät

WO KOMMST DU DENN HER?

D

ER KLEINE UND DER GROßE

U

NTERSCHIED

Der große Unterschied

Venus und Mars

Adam und Eva

The Man

Der kleine Unterschied

WAS MAG DIE FRAU, WAS MAG DER MANN?

U

NTERSCHIEDE BEI DER

W

AHRNEHMUNG IM

H

ANDEL

Der Autokauf

Shopping

Lieblingsfarbe

Sind Männer wehleidiger? – Die Grippe schlägt zu!

TEIL 2 – WENN SICH MANN UND FRAU KENNENLERNEN

MANN UND FRAU BEGEGNEN EINANDER … ETWAS NÄHER ALS ÜBLICH

F

LIRTEN UND

K

OMPLIMENTE AUSSPRECHEN

Heftig flirten

Erotische Spannung aufbauen

Verführerische Körpersprache beim Flirt

Feine Unterschiede beim Flirten

Tipps für die flirtende ‚Sie‘

Tipps für den flirtenden ‚Ihn‘

Risiken, Ablehnung und „Nein“

TEIL 3 – VOM SINGLE ZUM PARTNER

VOM ALLEINLEBENDEN ZUR PARTNERSCHAFT

T

SCHÜSS

,

DU SÜßES

A

LLEINSEIN

Es wird ernst: Die beiden wollen zusammenleben

Junggesellinnen-Abschied – Hen Night

Der Junggesellen-Abschied – Die Stag Night

Aller Abschied ist schwer

K

OMMUNIKATION IN DER

P

ARTNERSCHAFT

Willkommen in der dauerhaften und kommunikativen Partnerschaft

Mein Partner – das (un-) bekannte Wesen?

Die aussagekräftige Stimme

Worüber reden Frauen?

Worüber reden Männer, wenn sie unter sich sind?

W

AS WIRD GESAGT UND WAS WIRD GEMEINT

?

Sagen und Verstehen sind verschiedene Kanäle

Wenn eine Frau sagt …

Wenn ein Mann sagt …

Was meinen Frau und Mann, wenn sie sagen …

Wenn Frau sagt/fragt und Mann antwortet …

Wenn Mann sagt/fragt und Frau antwortet

Wir brauchen einander

TEIL 4 – GLEICHBERECHTIGUNG IM BERUF?

EINSTIEG IN DAS BERUFSLEBEN

D

AS

V

ORSTELLUNGSGESPRÄCH

Das Bewerbungsgespräch ist kein Flirt

Die Bewerberin und das faire Gehalt

Frauen – das beruflich starke Geschlecht

Quotenfrau oder Quote für die Frau?

Starke Frauen in Führungspositionen

Starke Frauen im 2. Weltkrieg

Starke Frauen in der Jetzt-Zeit

TEIL 5 – LADIES FIRST?

FRAUEN- UND MÄNNERROLLEN IM GESELLSCHAFTLICHEN MITEINANDER

L

ADIES FIRST

? F

REUNDLICHKEIT ODER

D

ISKRIMINIERUNG

?

Die klassische Vorstellung im beruflichen und privaten Umfeld

Wer steht wo?

Ladies first

Die sehr selbstbewusste und emanzipierte Frau – die Suffragetten

Gegensätze ziehen sich an

STICHWORTVERZEICHNIS

KNIGGE ALS SYNONYM UND ALS NAMENSGEBER

U

MGANG MIT

M

ENSCHEN

Adolph Freiherr Knigge

Einleitung

Wie verschiedden sind Mann und Frau?

Die Männer altern und die Frauen verändern sich.

Johann Wolfgang von Goethe, dt. Schriftsteller

(1749 - 1832)

Glücklicherweise gibt es Unterschiede

„Ich komme gleich“, ruft die Frau aus dem Obergeschoss. Der ausgehbereite Ehemann steht ungeduldig an der Wohnungstür. Er klimpert mit dem Wohnungsschlüssel in der Hand. „Wo bleibt sie nur?“, fragt er sich nach einigen Minuten. „Wo bleibst du?“, ruft er nach oben. „Bin gleich soweit“, ertönt es von dort. Welche Bedeutung hat das Wort ‚gleich‘ für eine Frau und einen Mann?

Schriftsteller, Journalisten, Comedians, Karnevalisten und andere beiderlei Geschlechts werfen sich immer wieder gerne auf Themen, die die Unterschiede im weiblichen und männlichen Verhalten zeigen.

Genüsslich wird dargestellt, wie sich Männer und Frauen in bestimmten Situationen verhalten und welche Missverständnisse daraus entstehen. Schon seit gefühlten Ewigkeiten hängt das Klischee nach dem Unterschied Mann - Frau im Ohr:

„Ein Mann ein Wort, eine Frau ein Wörterbuch.“

Ja, verständlicherweise schmunzeln oder lachen die meisten, da sie sich sofort an bestätigende Ereignisse aus der eigenen Vergangenheit erinnern können. Tatsächlich beinhaltet das Sprichwort aber noch einen weiteren Hinweis: „Der Mann steht zu seinem Wort! Auf ihn ist Verlass!“

Der Umkehrschluss bei der Aussage zu den Frauen suggeriert das Gegenteil. Damit wirkt die Aussage „ein Mann ein Wort, eine Frau ein Wörterbuch“ gegebenenfalls sogar beleidigend.

Immer wieder versuchen Wissenschaftler zu beweisen, dass das geschlechtertypische Verhalten von Geburt an gleich ist. Erst durch das soziale Umfeld wird das Neugeborene in seine Rolle gedrängt.

Von Geburt an ist alles entschieden?

Sind alle Verhaltensmuster von Geburt an vorgegeben? Muss (!) sich der Einzelne demnach später so verhalten, weil es vorgegeben ist?

Wäre es so, wäre Vieles zu entschuldigen, da sich der Mensch ja dann hinter seiner Vorbestimmung verstecken könnte. Einfach und evolutionär betrachtet, sollen sich die verschiedenen Geschlechter gegenseitig anziehen, um für Nachwuchs zu sorgen. Das ist allgemein bekannt, entspricht den Tatsachen und soll deshalb hier weitestgehend unberücksichtigt bleiben.

Wollen wir es uns einfach machen? Die Frau verhält sich so - der Mann hingegen so! Basta!

Gleichwertigkeit der Geschlechter

Nun, das mag sich alles lustig, verständlich oder nachvollziehbar anhören. Tatsächlich zeigt sich eine auseinanderklaffende Schere, die einen krassen Unterschied im beruflichen Umfeld preisgibt.

In hiesiger Kultur zeigt noch im Jahr 2020 ein sogenannter Gender Pay Gap eine Lücke im Gehalt zwischen Frau und Mann, der bei etwa 20 % liegt. Ein Fünftel! Das ist sehr viel.

Im Durchschnitt verdient eine Frau etwa ein Fünftel weniger als der Mann. Wohlgemerkt bei gleicher Tätigkeit und vergleichbaren Voraussetzungen in (Aus-)Bildung bei Frau und Mann.

Auf dem Papier ist diese Ungleichheit schon längst ausgeschlossen. Die Praxis zeigt tagtäglich deutliche Unterschiede.

Das Bild vom ‚Frauchen‘ am Herd sollte endlich überholt sein. Hin und wieder versucht ein Werbetreibender mit diesem Bild noch Bonus-Punkte zu sammeln. Nicht gut.

Es liegt in der Hand des Konsumenten, ob er auf die angebotenen Dienstleistungen oder Produkte zugreift - oder den Mitbewerber bevorzugt.

Bei der Bearbeitung der 2. Auflage dieses Ratgebers konnte der Autor in mehreren TV-Veranstaltungen beobachten, dass Frauen am Ende ihrer Darbietung ein Blumenstrauß überreicht wurde - dem Mann hingegen nicht. Ist das nur als Kleinigkeit oder gar ‚Pingeligkeit‘ zu betrachten? Handelt es sich hier um gesellschaftliche Etikette? Oder ist das ein überholtes Verhaltensmuster?

Das Dritte Geschlecht

Im Buchtitel wird von Frau und Mann gesprochen.

Seit dem 1. Januar 2019 ist in Deutschland das ‚Dritte Geschlecht‘ öffentlich festgelegt. Personen, die sich weder als Frau noch als Mann zuordnen können, gelten bei der geschlechtlichen Zuordnung als ‚divers‘.

In allen Formularen, in denen bisher nur ein ‚M‘ oder ein ‚F‘ für das Geschlecht eingetragen wurde, wählen diese Personen ein ‚X‘. Das ‚X‘ gilt auch für das Personenstandsregister.

Musste in früheren Stellenausschreibungen auf die männliche und weibliche Form eingegangen werden - zum Beispiel: „Gesucht wird Assistenz (m/w)“ - muss es nun korrekt heißen: „Gesucht wird Assistenz (m/w/d)“. D steht für divers.

Wie erfolgt denn nun die Anrede unter Berücksichtigung des Dritten Geschlechts? Frau Schulze, Herr Schulze oder Schulze? Die ersten Empfehlungen lauten - sofern der Vorname bekannt ist - „Guten Tag Anne Mertens“. Bei dieser Art der Anrede wird die Geschlechterbezeichnung umgangen. Ob sie sich durchsetzt, werden die nächsten Jahre zeigen.

Deutlich kniffliger zeigt sich das, werden Gäste bei einer Veranstaltung, beispielsweise von der Bühne, aus begrüßt. Das übliche „sehr geehrte Damen und Herren“ reicht nicht mehr aus. Es wird empfohlen zu sagen „sehr geehrte Anwesende“ oder „sehr geehrte Zuhörende“. Damit ist dem Dritten Geschlecht Genüge getan.

Geschlechts-Zuordnung

Wer ein Profil bei der sozialen Plattform Facebook anlegen will, kann nicht mehr nur eine Entscheidung zwischen Frau und Mann treffen.

Etwa 60 Zuordnungen sind neben weiblich und männlich möglich. Hier einige Beispiele: androgyner Mensch, genderqueer, Transmensch, transsexuell, Transvestit, zweigeschlechtlich und so weiter.

Dann müsste es ja allein nach dieser (willkürlichen?) Unterteilung entsprechend viele Unterschiede im Verhalten geben.

Im vorliegenden Ratgeber soll diese Vielfältigkeit ausgeblendet werden. Danke für das Verständnis aller Betroffenen. Hier wird das Augenmerk auf die Frau und den Mann gelegt.

Verschiedene Verhaltensmuster

Tja, was tun? Machen wir‘s uns tatsächlich einfach: Suchen wir nicht überwiegend nach den Gründen der verschiedenen Verhaltensmuster. Gründe können zwar helfen zu verstehen - wichtiger ist vielmehr, die Gegenwart und die Zukunft zu beachten.

Bestätigen wir die Unterschiede und überlegen lieber, wie wir mit diesen vernünftig umgehen können.

Schließlich handelt es sich beim vorliegenden Buch um einen Knigge-Ratgeber, der Tipps für die Leserin und den Leser geben soll, wie mit ‚den anderen‘ Verhaltensweisen von Frauen/Männern höflich und zielorientiert umgegangen werden kann.

Betrachten wir - vielleicht auch einmal augenzwinkernd - die Unterschiede im Auftreten und im Verhalten und die daraus entstehenden gesellschaftlichen und im Beruf notwendigen Umgangsformen. Viel Spaß.

Obwohl korrekterweise im vorliegenden Text immer die männliche und weibliche Form gewählt werden müsste (der Kunde, die Kundin) wird aufgrund der besseren Lesbarkeit manchmal nur eine der Formen gewählt. Ich bitte um Verständnis. Im Sinne der Wertschätzung sind selbstverständlich beide Geschlechter gleichwertig zu sehen.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, die das Ziel haben, an ihrer aktuellen Lebenseinstellung zu feilen, die bestmöglichen Ergebnisse.

Horst Hanisch

Teil 1 – Was denken Frauen und Männer voneinander?

Was denkt Frau über Mann - und umgekehrt?

„Nicht, dass ich etwas gegen Frauen hätte, aber…“

Solange man hinter einer Frau herläuft, ist nichts zu befürchten.

Gefährlich wird es erst, wenn man sie eingeholt hat.

Burt Lancaster, eigentlich Burton Stephen Lancaster,

US-amer. Schauspieler

(1913 - 1994)

Welcher Typ bin ich?

Das Wort Typologie kommt aus dem Griechischen und kann in etwa so übersetzt werden: Die Lehre von den Typen, die Zuordnung von Personen nach bestimmten charakteristischen Merkmalen.

Ein Vorteil der Typologie ist, dass es leichter fällt, mit Menschen umzugehen, wenn sie in Gruppierungen eingeteilt werden. Dies gibt dem Individuum eine Art Sicherheit, um nicht jeden Menschen und dessen Verhaltensmuster neu definieren zu müssen.

Bei der Typologie besteht allerdings die riesige Gefahr, einen Menschen unkritisch in eine Schublade zu stecken - und zwar mit allen Vorurteilen, die das jeweilige Geschlecht betrifft.

Der Duden schreibt: Typ, der, ~s, ~en, aus dem Griechischen kommend, steht umgangssprachlich für Mensch oder Person. Typologie/Typik ist also die Lehre von Typen. Typisieren bedeutet, etwas typisch darzustellen.

Ein Stereotyp ist die vereinfachte und feststehende Beschreibung von Personengruppen.

Der Mensch ist ein Typ. Aber jeder Mensch ist ein anderer Typ. Aber was denn für einer?

Immer dann liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie denken oder sagen: „Das ist ganz typisch Frau/Mann, typisch Student, typisch Senior, typisch deutsch, typisch Politiker, typisch Franzose, typisch US-Amerikaner und so weiter“, bringen Sie (gedanklich) einen Menschen in eine Gruppe sich gleich verhaltender Personen.

Über Sieben Milliarden Typen

Wir sollten nicht vergessen, dass Anfang 2020 etwa 7,8 Milliarden Menschen auf dieser Welt leben. Knapp 8 Milliarden, demnach etwa 8 Milliarden Typen! Unmöglich, bei solch einer Zahl ein individuelles Verhaltensmuster zuzuordnen. Jedes Mal, wenn Sie auf einen Unbekannten treffen, könnten Sie nicht mit ihm umgehen, weil Sie ihn absolut nicht einschätzen könnten.

Unser Zusammenleben ist nur dadurch möglich, da der Einzelne glaubt, Verhaltensmuster wie auch Erwartungshaltungen Einzelner, ein- und zuordnen zu können.

In jedem Gespräch geschieht das. So ist das auch in einem Bewerbungsgespräch erkennbar. „Was erwartet die/der Personalverantwortliche von mir?“, mag sich der Bewerber fragen.

Durch mentale und empathische Vorstellungskraft lässt sich vorstellen, was das Gegenüber erwartet. Nicht vergessen - jeder, der als Interviewer ein Bewerbungsgespräch führt, ist, denkt und handelt verschieden.

Wie soll die Vielfalt ‚unter einen Hut‘, also in eine Schublade gepackt werden?

Typologie

Aufgrund seiner Erfahrungen, seines angelernten Wissens, seiner antrainierten Erwartungshaltung, ja, seiner Vorurteile, versucht sich nun der Kandidat zu verhalten.

Durch die mentale Vorplanung ist es für sie/ihn denkbar und realisierbar, die Erwartungshaltung des Interviewers zu erfüllen und den ausgeschriebenen Posten zu erhalten.

Die einfachste Klassifizierung - Typologisierung - scheint die zwischen Frau und Mann zu sein.

Das beginnt bereits bei, teilweise auch vor der Geburt. Das neugeborene Mädchen wird rosa gekleidet und spielt später mit Puppen. Der Junge sieht ‚Blau‘ um sich und erprobt sich später in technischem Spielzeug.

Das Neugeborene kann gar nichts dafür. Es wird von der Gesellschaft in festgelegte Gruppen und Verhaltensmuster gedrängt.

Aufgeklärte Zeitgenossen wissen, dass es nicht nur Rot und Blau gibt, sondern auch Lila, Hellrot, Orange und weiter Farbenprächtiges, wie das Leben nun einmal ist. Die Natur bietet mehr als nur ‚entweder - oder‘.

Bekannte Personen wie Plato(n) (428/427 - 348/347 v. Chr.), Aristoteles (384 - 322 v. Chr.), beide griechische Philosophen, Thomas von Aquin (1225 - 1274), italienischer Philosoph, Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 - 1716), deutscher Philosoph und Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), deutscher Dichter aber auch Forscher, haben den Begriff des Typus entwickelt und weiterentwickelt.

Anfangs wurde auch versucht, die Menschen nach Ähnlichkeiten im Aussehen oder Verhalten einzuordnen. Später wurde in einer Typologie eher der Durchschnittstyp beschrieben, der gleichzeitig dem Idealtyp in einem bestimmten Modell entsprach.

Vorurteile - Klischee

Das Ehepaar Hildegard und Arnold Hoffmann aus Erftstadt hat eine Sammlung von Vorurteilen, Klischees und nicht immer ganz ernst zu nehmende Behauptungen über Menschen beiderlei Geschlechts gesammelt.

Das Ehepaar Hoffmann weist vorsorglich darauf hin, dass die folgenden Ausführungen nicht immer die eigene Meinung und natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit geben können.