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Kennen Sie Mijas? Das ist eine Region zwischen Malaga und Marbella. Es gibt dort Mijas, Mijas Costa, Mijas Pueblo, Calahonda und Fuengirola. Mijas Pueblo ist als "weißes Dorf" für viele eine Touristenattraktion. In Calahonda kann man gut Tennis spielen und am Strand spazieren gehen. In Malaga ist die Festung Alcazaba nicht mit dem Kastell Gibralfaro zu verwechseln. Von den zahlreichen Museen ist das "für populistische Kunst" zu empfehlen. Besonders lohnenswert ist der Jardin Botãnico. In Marbella kann man zahlreiche Skulpturen von Dali bewundern, durch einen schönen Park und die Altstadt bummeln. Und es gibt das riesige Canada Shopping-Center mit vielen Geschäften und Essensmöglichkeiten. Die Touristenorte Fuengirola und Torremolinos sind nicht unbedingt zu empfehlen; sie haben Hotelburgen, lange Promenaden mit vielen Bars und Restaurants. In dieser Urlaubslektüre kann man etwas über die Orte erfahren und dabei über Erlebnisse eines Urlauberpaares schmunzeln.
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Seitenzahl: 60
Veröffentlichungsjahr: 2023
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© 2023
Eckhard Duhme
ISBN:
978-3-347-95417-5
(Softcover)
978-3-347-95418-2
(Hardcover)
978-3-347-95419-9
(e-Book)
Druck und
Tradition GmbH, An der Strusbek 10,
Distribution
22926 Ahrensburg, Germany
Eckhard Duhme
Urlaubserlebnisse an der Costa del Sol
Urlaubslektüre
Vor dem Urlaub
Das Jahr begann „bunt“. Egal, mit wem man in den ersten Tagen sprach, alle berichteten: „Bei uns sind Silvester wahnsinnig viele Raketen hochgeschossen worden.“ Da hatte nach zwei Jahren Böllerverbot wegen Corona offensichtlich nun ein Nachholbedarf bestanden. Wir, Angelika und ich, hatten uns die Feuerwerke der Nachbarschaft einige Minuten auf der Straße angesehen, selber nichts gemacht, außer zuvor in aller Ruhe „Raclette zu zweit“ genossen zu haben. Die Tatsache, dass im andauernden Russland-Ukraine-Krieg mit Tod bringenden Raketen geschossen wurde, blieb bei den Feiern zum Neuen Jahr für ein paar Stunden mal unberücksichtigt.
Ich hatte Anfang des Jahres ein ganz anderes Problem. Beim „Zahnarzt-Jahrestermin“ im Dezember war festgestellt worden, dass ein Zahn derart Karies geschädigt wäre, dass keine Wurzelbehandlung, nur noch „Ziehen“ in Betracht käme. In der Weihnachtszeit wollte ich natürlich ungern mit einer Zahnlücke leben. Der Zahnarzt konnte zwar nicht ausschließen, dass ich genau an den Feiertagen Schmerzen haben würde, aber wir einigten uns auf den 03.01. als Termin für das Ziehen. Dann hatte ich aber keinerlei Probleme mit dem Zahn, so dass ich mich am 03.01. gegen das Ziehen aussprach. Das erstaunte den Zahnarzt zwar, aber er vereinbarte mit mir: „Sobald sich etwas komisch anfühlt, irgendeine Auffälligkeit eintritt, melden Sie sich, zögern Sie das Ziehen dann nicht noch weiter hinaus. Sie werden sehr wahrscheinlich irgendwann in nächster Zeit Schmerzen bekommen. Es kann auch sein, dass der Zahn bald abbricht.“ Ende Januar reagierte der Zahn auf „kalten Kontakt“, zwar immer noch nicht schmerzhaft, aber eben doch als „Auffälligkeit“. Okay, ich ließ mir für den 14.02. einen „Zahnziehtermin“ geben. Dabei spielte auch die Überlegung eine Rolle, nicht während des geplanten Urlaubs Zahnprobleme zu bekommen. Das Zahnziehen war sicherlich sinnvoller als eine eventuelle Notfallbehandlung in Spanien.
Vom Zahnthema abgelenkt wurde ich durch den Anruf eines Anbieters für Photovoltaikanlagen. Seit Oktober hatten Angelika und ich mit mehreren Anbietern Kontakt und „Vor-Ort-Gespräche“ geführt. Dabei hatten alle auf „Liefer- und Terminschwierigkeiten“ hingewiesen. Um so überraschter war ich dann, als plötzlich telefonisch „Einbau am 02.02.“ angeboten wurde. Da das Angebot außerdem von unserem favorisierten Anbieter kam, machte ich umgehend den Vertrag.
Am 02.02. staunte ich, wie routiniert und zügig zwei Dachdecker „freifüßig“ die Module anbrachten. Zwei Handwerker arbeiteten „unten“, zwei auf dem Dach. An dem Tag war der Himmel stark bewölkt, es gab sogar etwas Nieselregen, aber davon ließen sich die Handwerker nicht stören. Ein Spaziergänger, der die Arbeit ein paar Minuten beobachtete, meinte: „Da wird einem ja schon beim Zusehen schwindelig.“
Bereits nach 2 1/2 Stunden kam die Meldung: „Wir Dachdecker sind fertig.“
Bis die Anlage funktionsfähig war, dauerte es allerdings etwa acht Stunden. Zwei Elektroniker waren zwar auch sehr fleißig, aber ihre Arbeit nahm die entsprechende Zeit in Anspruch. Sieben Stunden davon waren wir „ohne Strom“. Das lag daran, dass ein neuer Verteilerkasten eingebaut werden musste. Es waren also alle Stromleitungen aus dem alten Verteilerkasten zu lösen und dann neu anzuschließen. Außerdem war ein auch noch ein Gerät zu installieren, das den auf dem Dach produzierten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelte. Schließlich wurde ein Stromspeicher angeschlossen, der tagsüber geladen wurde und aus dem abends, wenn die Anlage keinen Strom mehr lieferte, im Haus weiterhin eigener Strom genutzt werden konnte. Das alles erforderte natürlich gute Fachkenntnisse. Dann wurde uns noch gezeigt, wie wir am PC bzw. auf dem Smartphone nachsehen könnten, ob und wie die Anlage Strom lieferte. Ab 06.02. schien eine Woche lang ganztags die Sonne und wir stellten fest, dass wir „Stromlieferant“ geworden waren. Vorrangig lieferte die Anlage Strom an uns selber, aber bei strahlendem Sonnenschein auch noch Mengen „ins Netz“. Wir konnten also zufrieden feststellen: „Wir haben in den Umweltschutz investiert.“
Wir freuten uns über Sonnenschein und Solarstrom; im türkisch-syrischen Grenzbereich hingegen „ging die Welt unter“. Ein Erdbeben mit der Stärke 7,5 und etliche schwere Nachbeben bewirkten in der Woche eine Katastrophe mit über 50.000 Toten. Bilder aus den Katastrophengebieten verdrängten für mehrere Tage in den TV-Nachrichten die Schreckensbilder des Krieges in der Ukraine, der jetzt schon ein Jahr andauerte.
Und dann erlebte ich am 14.02. beim Zahnarzttermin eine Überraschung. Nachdem ich die „Kältereaktion“ berichtet hatte, testete der Zahnarzt verschiedene Stellen um den Zahn herum mit Eis. An zwei Stellen zuckte ich zusammen, hatte „Sekundenschmerzen“, aber keinen Dauerschmerz. Der Zahnarzt stellte fest: „Der Zustand des Zahnes hat sich offensichtlich besser als von mir erwartet entwickelt. Ich versuche, ihn doch zu retten, indem ich die Nerven im linken oberen Kiefer unempfindlich für Schmerzen machen will. Dafür sollen Sie eine Schiene tragen, für die jetzt ein Abdruck Ihrer Zähne gemacht wird.“ Erstaunt fragte ich: „Der Zahn bleibt drin?“ „Mal erst bis auf Weiteres ja.“ Na, da ließ ich die Prozedur des „Abdruckmachens“ doch gerne über mich ergehen, auch dann noch, als die ersten Abdrücke misslangen und weitere erstellt werden mussten. Das war mir doch allemal lieber als das befürchtete Zahnziehen.
Die nächste „Aufregung“ erfolgte dann eine Woche vor der Urlaubsreise. Wir hatten ein Penthaus in Mijas an der Costa del Sol in Spanien gebucht. Acht Tage vor dem Abflug erhielten wir eine Mail vom Vermieter: „Ich habe in einer Wohnung einen Wasserschaden. Zwar ist Ihr Aufenthalt nicht gefährdet, aber wir müssen doch vorab ein paar Fakten klären.“ Tja, zwei Tage lang erreichte ich den Vermieter weder per Mailkontakt noch telefonisch – da wurde ich durchaus etwas nervös. „Der muss sich mal erst um Handwerker und einen Termin mit der Versicherung kümmern“, versuchte ich mich zu beruhigen. Endlich kam abends der ersehnte Anruf: „Ich habe zwei Wohnungen, mich mit den anderen Urlaubern auf eine Verschiebung verständigt, für Sie ändert sich nichts!“ Puh, da nahm die Vorfreude auf den Urlaub wieder zu.
Dann kamen die üblichen Reisevorbereitungen: „Was nehmen wir mit? Wem müssen wir was sagen? Müssen wir noch etwas kaufen?“ Es lief alles erstaunlich problemlos, sogar die Fahrt nach Frankfurt. Na ja, die nicht so ganz - es gab auf der A 3 wieder mal einen unfallbedingten Stau. Also leitete uns das Navi ein Stück über Bundes- und Landstraßen. Mit ca. 15 Minuten hielt sich der Umweg zum Hotel in Rüsselsheim aber im erträglichen Zeitrahmen. In Rüsselsheim hatten wir ein Angebot „park, sleep & fly“ gebucht.
Die 15 Minuten holten wir beim „Vorabend-Check-In“ sogar wieder rein; der lief „wie am Schnürchen“. Den Boarding-Code hatte ich mir schon zu Hause ausgedruckt. Er wurde an einem Automaten gescannt – zack, kamen die Kofferanhänger für den Flug nach Malaga heraus. Sie waren „selbstklebend“, also einfach an den Koffergriffen anzubringen. Dann wurden die Koffer in einen Automaten gestellt, gewogen und für gut befunden. Auf einem ausgedruckten Zettel stand, dass die Koffer zum „Parkplatz 25“ transportiert wurden. Am nächsten Tag gab es dafür eine Erklärung: „Abflug am Gate 25.“
