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Aus dem Käfig: Ein Vampir, der seinem Freund einen Gefallen tut, findet seinen Geliebten in einem verwirrten Menschen, der durch Experimente in einen Gestaltwandler verwandelt wurde. Nereo Belmonte willigt ein, einem anderen Vampir-Vollstrecker einen Gefallen zu tun und macht sich auf den Weg nach Stone Ridge, Colorado. Er findet, dass die Aufgabe ganz einfach klinge: die Gedanken von vier Männern durchsuchen, an denen Experimente durchgeführt wurden, und herausfinden, ob er ihre Erinnerungen wiederherstellen kann. Als Nereo den Raum betritt, fühlt er sich zu seiner Überraschung vom Blut eines von ihnen angezogen – Warren Berger. Mit einem persönlichen Interesse an dem Job befürchtet Nereo, dass sich der mentale Nebel, dem er begegnet, niemals auflösen könnte, wodurch Warrens Geist Gefahr läuft, zur ursprünglichen Programmierung der Experimente zurückzukehren. Warren kennt seinen Namen. Er kennt seine Pflicht – den Anweisungen von Doktor Winoan folgen. Alles andere ist unerheblich. Doch als Winoan ihm befiehlt, einen Mann zu töten, hört er ein Geräusch, das ihn daran zweifeln lässt – ein knurrendes Zischen, das wie der Befehl, aufzuhören, klingt. Zu Warrens Überraschung reagiert etwas tief in seiner Psyche und er gehorcht, ebenso wie seine drei Teammitglieder. Die seltsame Präsenz in seinem Kopf entscheidet, dass der Sprecher – ein Gepard, der sich in einen Menschen verwandelt – ihr neuer Anführer ist. Warren versteht nicht, was los ist, aber er hat keine andere Wahl, als zu gehorchen. Als er Nereo trifft, schnurrt diese Stimme in Warrens Kopf vor Freude. Warren stimmt zu – er will den Mann. Während er in Nereos rot schimmernde Augen schaut, überfluten seltsame Bilder seinen Verstand und vernebeln ihn mit Verwirrung und Misstrauen. Kann Warren lernen, Nereo zu vertrauen und ihm zu erlauben, zu helfen, bevor diejenigen, die mit seinem alten Chef zusammengearbeitet haben, einen Weg finden, der Kontrolle seiner inneren Stimme entgegenzuwirken und ihn wieder in ihre Gewalt zu bekommen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 32.000 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2022
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
ÜBER CHARLIE RICHARDS
LESEPROBE:
Verbindung mit einem Veränderten
Aus dem Käfig: Ein Vampir, der seinem Freund einen Gefallen tut, findet seinen Geliebten in einem verwirrten Menschen, der durch Experimente in einen Gestaltwandler verwandelt wurde.
Nereo Belmonte willigt ein, einem anderen Vampir-Vollstrecker einen Gefallen zu tun und macht sich auf den Weg nach Stone Ridge, Colorado. Er findet, dass die Aufgabe ganz einfach klinge: die Gedanken von vier Männern durchsuchen, an denen Experimente durchgeführt wurden, und herausfinden, ob er ihre Erinnerungen wiederherstellen kann. Als Nereo den Raum betritt, fühlt er sich zu seiner Überraschung vom Blut eines von ihnen angezogen – Warren Berger. Mit einem persönlichen Interesse an dem Job befürchtet Nereo, dass sich der mentale Nebel, dem er begegnet, niemals auflösen könnte, wodurch Warrens Geist Gefahr läuft, zur ursprünglichen Programmierung der Experimente zurückzukehren.
Warren kennt seinen Namen. Er kennt seine Pflicht – den Anweisungen von Doktor Winoan folgen. Alles andere ist unerheblich. Doch als Winoan ihm befiehlt, einen Mann zu töten, hört er ein Geräusch, das ihn daran zweifeln lässt – ein knurrendes Zischen, das wie der Befehl, aufzuhören, klingt. Zu Warrens Überraschung reagiert etwas tief in seiner Psyche und er gehorcht, ebenso wie seine drei Teammitglieder. Die seltsame Präsenz in seinem Kopf entscheidet, dass der Sprecher – ein Gepard, der sich in einen Menschen verwandelt – ihr neuer Anführer ist. Warren versteht nicht, was los ist, aber er hat keine andere Wahl, als zu gehorchen.
Als er Nereo trifft, schnurrt diese Stimme in Warrens Kopf vor Freude. Warren stimmt zu – er will den Mann. Während er in Nereos rot schimmernde Augen schaut, überfluten seltsame Bilder seinen Verstand und vernebeln ihn mit Verwirrung und Misstrauen. Kann Warren lernen, Nereo zu vertrauen und ihm zu erlauben, zu helfen, bevor diejenigen, die mit seinem alten Chef zusammengearbeitet haben, einen Weg finden, der Kontrolle seiner inneren Stimme entgegenzuwirken und ihn wieder in ihre Gewalt zu bekommen?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.
Länge: rund 32.000 Wörter
CHARLIE RICHARDS
Verbindung mit einem Veränderten
Die Wölfe von Stone Ridge 56
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Connecting With an Altered“:
Charlie Richards
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2022
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
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Der Mensch kann keine neuen Ozeane entdecken, wenn er nicht den Mut hat, die Küste aus den Augen zu verlieren.
~ André Gide
„Ich weiß es wirklich zu schätzen, dass du das für uns tust.“
Nereo Belmonte entspannte sich in seinem Bürostuhl und starrte an die Decke, während er dem anderen Vampir-Vollstrecker Vince Marché antwortete. „Gern geschehen, Vince.“ Grinsend fügte er hinzu: „Außerdem dreht sich in der Gerüchteküche alles darum, wie sehr das Stone-Ridge-Rudel vom Schicksal gesegnet wurde angesichts all der Gefährten, die diese Jungs gefunden haben, … dich eingeschlossen.“
Weniger als ein Jahrzehnt zuvor hätte Nereo nie geglaubt, dass Vince einmal einen Wandler-Geliebten haben würde. Der andere Vollstrecker des Vampirrats hatte Gestaltwandler um jeden Preis gemieden. Er war ihnen gegenüber auch mehr als nur ein bisschen voreingenommen gewesen – ein Ergebnis seiner Erziehung.
Die Zeiten ändern sich.
„Das stimmt“, erwiderte Vince und Nereo konnte die Freude in der Stimme des anderen Vampirs hören.
Er hat jedes Recht dazu.
„Vielleicht findest du dort deinen Geliebten“, fuhr Vince fort.
„Von deinen Lippen zu den Ohren des Schicksals“, witzelte Nereo zurück, und ein Lächeln umspielte seine Lippen. Mit fast zweihundert Jahren hatte Nereo schon lange darauf gewartet, seinen Seelenverwandten zu finden. Es war ihm scheißegal, wer es letztendlich war. „Ich fliege morgen früh.“
„Viel Glück, mein Freund.“
„Danke, Vince“, antwortete Nereo, bevor er sein Telefon von seinem Ohr nahm. Ein Druck mit dem Daumen beendete den Anruf, und er warf das Gerät auf den Schreibtisch. Nereo hob die Arme über den Kopf, streckte sich, wölbte den Rücken und beugte die Arme. Das Stechen auf seiner rechten Seite erinnerte ihn daran, dass er immer noch heilte.
„Noch ein Tag, und ich bin wieder fit“, murmelte Nereo, als er seine Arme senkte. Mit einem Seufzen stand er auf und verließ sein Heimbüro. „Ich kann nicht glauben, dass dieser Bastard es geschafft hat, mich zu treffen.“
Trotzdem hatte Nereo den abtrünnigen Vampir besiegt. Er war mit tiefen Krallenwunden an der rechten Seite seines Brustkorbs davongekommen, aber er war davongekommen. Der bösartige Vampir nicht.
Nereo schritt in sein Schlafzimmer und holte eine große Reisetasche heraus. Als er anfing zu packen, dachte er über Vinces Bitte nach.
Vince und seine drei Freunde waren bereits im Einsatz, also konnten sie ihren Freunden in Stone Ridge nicht helfen. Der Alpha dort – Alpha Declan McIntire – hatte um ihre Hilfe gebeten, um in die Gedanken von vier Soldaten zu blicken, an denen Experimente durchgeführt worden waren. Offensichtlich reagierten sie auf keine anderen Befehle außer von demjenigen, den sie als ihren Alpha wahrnahmen.
Als Teil ihrer Experimente waren die Männer so programmiert worden, dass sie dachten, ihr Alpha sei der Wissenschaftler, der die Experimente durchführte – Doktor Winoan. Dann hatte der Arzt begonnen, sie als seine persönlichen Leibwächter einzusetzen. Offensichtlich hatte er erkannt, dass sein Leben in Gefahr war.
Das hatte das Wolfsrudel jedoch nicht davon abgehalten, den Doktor zu fangen. Es war reines Glück, dass sie auf den wahren Anführer der Gruppe gestoßen waren – Bailey Dyer. Der Mann war der Kommandant ihrer Einheit gewesen und von seinem Bruder Ronan aus der Einrichtung des Wissenschaftlers geschmuggelt worden. Ronan hatte sich schließlich mit einem Wolfswandler gepaart, und sie hatten geholfen, die an Bailey durchgeführten Experimente zu verändern und die Erinnerungen des Mannes zu retten.
Während Nereo ein paar Poloshirts zusammenfaltete und sie in die Tasche über seine Jeans steckte, dachte er über die Planung des Schicksals nach.
Hoffentlich komme ich bald irgendwo darin vor. Vielleicht werde ich darum bitten, alle unverpaarten Wolfswandler zu treffen.
Nereo hätte nichts gegen einen Gestaltwandler als Geliebten.
Ich hätte auch nichts gegen einen menschlichen Geliebten.
Wen auch immer das Schicksal ihm schickte, Nereo wusste, dass die andere Hälfte seiner Seele einfach perfekt sein würde.
Nereo grinste über seine Gedanken. Er spürte, wie ein Kribbeln der Vorfreude seinen Rücken hinauf glitt. Hoffnung, entschied er.
Nachdem er mit dem Packen fertig war, ging Nereo in seine Küche. Er öffnete den Kühlschrank und holte eine Flasche voller roter Flüssigkeit heraus. Nachdem er den Deckel geöffnet hatte, führte er sie an seine Lippen und nahm einen Schluck.
Nereo verzog das Gesicht beim Geschmack des kalten Blutes. Auch wenn er das Zeug immer zur Hand hatte, würde es nie ein Genuss werden. Trotzdem wusste er, dass er die Nahrung brauchte, bevor er am nächsten Tag zum Wolfswandlerrudel ging. Mit seiner heilenden Verletzung brauchte Nereo mehr als seinen üblichen Spender einmal pro Woche, und ihm war im Moment nicht nach Jagd zumute.
Als die Flasche noch halb voll war, griff Nereo nach dem Tomatensaft. Er goss ihn in das Blut und stellte den Saft weg, bevor er die Kappe wieder aufschraubte. Dann kippte er die Flasche hin und her und mischte die beiden Flüssigkeiten.
Als Nereo die Flasche wieder öffnete, nahm er einen weiteren Schluck. Vor Vergnügen grunzend ging er in Richtung seines Wohnzimmers, bereit, seine Version einer Bloody Mary zuzubereiten. Er schaltete den Fernseher ein und fand eine Sendung, die er sich ansehen konnte. Dann goss Nereo sich einen Whisky von der Anrichte ein und fügte der Flasche auch ein paar Shots hinzu. Er nahm beide Drinks, machte es sich in seinem Lieblingssessel bequem und entspannte sich für die Nacht.
„Was für ein Fahrzeug sollen wir dir bei deiner Ankunft zur Verfügung stellen?“
Nereo hatte gerade den Weg durch die Sicherheitskontrolle beendet, als der Anruf von Beta Dixon Holsteen kam. Er hängte sich den Riemen seiner Tasche über die Schulter und dachte schnell nach. Er versuchte zu entscheiden, was ein gutes Fahrzeug wäre, um über die Bergstraßen von Colorado zu fahren.
Mit einem Grinsen konnte Nereo nicht anders, als zu fragen: „Du hättest nicht zufällig ein Motorrad, das ich mir ausleihen könnte, oder?“
Beta Dixons tiefes Glucksen ertönte durch die Leitung. „Du bist einer von denen, was?“
„Ich besitze eine Harley“, stellte Nereo fest, überrascht von den Neckereien des Betas, aber er war gerne bereit, sich darauf einzulassen. Vince hatte ihm gesagt, dass das Rudel ziemlich entspannt war, also freute es ihn, die Bestätigung zu hören. „Aber quer durchs Land zu fahren würde ein paar Tage dauern, und ich dachte, ihr braucht mich vorher dort.“
In Wahrheit war ihm noch nicht einmal in den Sinn gekommen, quer durchs Land zu fahren, als Vince mit seiner Bitte auf ihn zugekommen war.
„Nun, ich denke, ich kann das für dich arrangieren, Nereo“, sagte Beta Dixon mit warmer Stimme. „Da du hierher fliegst, brauchst du wahrscheinlich auch die ganze Ausrüstung, oder?“
„Das stimmt“, bestätigte Nereo und seine Vorfreude stieg. „Vielleicht nehme ich mir ein paar Tage Zeit, um die Gegend zu erkunden, nachdem ich mich um diese Jungs gekümmert habe, bei denen ihr Hilfe braucht.“ Als Nereo erkannte, wie unverfroren diese Aussage war – sich selbst einzuladen, das Territorium eines Wolfsrudels zu erkunden –, korrigierte Nereo schnell: „Wenn das für deinen A-ähm, euch alle in Ordnung ist.“
Verdammt. Kein Gerede über Alphas inmitten eines menschlichen Flughafens.
So gerne Nereo auch einen der Jets des Vampirrats genommen hätte, es war keiner verfügbar gewesen. Stattdessen nahm er einen Linienflug. Wenigstens musste er nicht dafür bezahlen, und er flog Erste Klasse.
„Ich bin sicher, das wird kein Problem sein, Vollstrecker Nereo“, antwortete Beta Dixon. „Wann landet dein Flieger?“
„Zwölf siebzehn“, antwortete Nereo, als er ein Schild erblickte, das auf das Gate hinwies, zu dem er musste. Er drehte sich in diese Richtung und schritt schnell den Gang entlang. „Nochmals vielen Dank für den Flug.“
Mit einem rauen Lachen erinnerte Beta Dixon: „Du tust uns einen Gefallen, also mach dir keine Gedanken deswegen.“ Bevor Nereo antworten konnte, fügte der Beta hinzu: „Dein Kontakt ist Kade McGraw, einer unserer Vollstrecker. Ich schicke dir seine Nummer.“
„Nochmals vielen Dank“, erwiderte Nereo pflichtbewusst. „Ich war noch nie in den Bergen von Colorado. Ich freue mich darauf.“
„Bis bald“, antwortete Beta Dixon, bevor er das Gespräch beendete.
Nereo fand sein Gate, suchte sich einen Sitzplatz und rief eine Lese-App auf seinem Telefon auf, um es sich bequem zu machen und darauf zu warten, dass er an Bord seines Flugzeugs gehen konnte.
Zwanzig Minuten später hörte Nereo die Durchsage für das Boarding für Behinderte auf seinem Flug. Er rief sein elektronisches Ticket auf seinem Handy auf und stand auf, wohl wissend, dass in Kürze die erste Klasse aufgerufen werden würde. Als es so weit war, näherte sich Nereo mit mehreren anderen dem Gate.
Nereo stand in der Schlange und konnte nichts dagegen tun, dass sein Blick auf den mit einer Hose bedeckten Hintern des Menschen vor ihm fixiert war. Der Stoff spannte sich verführerisch mit jedem Schritt, den der Mann machte, und zeigte feste, runde Pobacken. Er richtete seine Aufmerksamkeit höher und nahm den schlanken, muskulösen Arm wahr, mit dem der Mensch den Rollkoffer hinter sich herzog.
Hmm… ein Geschäftsmann, der sich fit hält. Schade, dass sein Eau de Cologne seinen natürlichen Duft verbirgt, obwohl es ziemlich gut ist.
Der kurze Business-Schnitt des Mannes zeigte einen kräftigen Hals, und Nereo leckte sich die Reißzähne, als sein scharfer Vampirblick die perfekte Stelle zum Beißen ausmachte.
Ich frage mich, ob er daran interessiert wäre, dem Mile-High-Club beizutreten.
Als der Gedanke durch Nereos Kopf schoss, entfernte sich der Mann von ihm und bewegte sich durch den Tunnel, um in das Flugzeug zu steigen. Nereo hielt sein Handy hoch, um es scannen zu lassen, und starrte den Mann immer noch an.
„Stimmt etwas nicht, Sir?“, fragte die Frau am Gate und blickte über ihre Schulter zu dem sich entfernenden Menschen.
Nereo wandte seine Aufmerksamkeit von dem Kerl ab, um ihr ein beruhigendes Lächeln zu schenken. „Nein, alles ist in Ordnung“, sagte er zu ihr. „Ich bin nur begierig darauf, dorthin zu gelangen, wo ich hinfliege.“
Sie lächelte und nickte. „Guten Flug.“
„Danke.“
Auf dem Weg durch den Tunnel bog Nereo um eine Ecke und entdeckte die offene Tür des Flugzeugs. Ein Flugbegleiter wartete dort, und er befolgte dessen Anweisungen, um seinen Platz zu finden. Ein kurzer Blick in die Runde zeigte Nereo den hübsch gekleideten Mann, der sich auf einen Platz zwei Reihen weiter setzte. Nachdem er sich auf seinen eigenen Platz gesetzt hatte, beugte er sich hinunter und verstaute seine Tasche unter dem Sitz vor ihm. Als Nereo sich aufrichtete, beobachtete er, wie sich der Typ zu der Frau neben ihm lehnte, und sie küssten einander kurz.
Nun ja. Nicht, dass ich die Nahrung brauche.
Nereo wandte sich von dem heißen Kerl ab, schaltete sein Telefon in den Flugzeugmodus und kehrte zu seinem Buch zurück.
Der Flug verlief ereignislos und landete pünktlich, wofür Nereo dankbar war. Als sie am Flughafenterminal angedockt hatten, schnappte er sich seine Tasche und folgte den anderen aus dem Flugzeug. Mit dem Riemen über der Schulter ging Nereo durch den Flughafen und folgte den Schildern zum Ausgang.
Nereo verlangsamte seine Schritte und schaute sich in der Nähe der Türen um. Als er einen großen, dunkelhaarigen Mann entdeckte, der ein Schild mit seinem Vornamen hochhielt, ging er in diese Richtung. Noch bevor er drei Schritte gemacht hatte, richtete der Typ einen dunkeläugigen Blick auf ihn. Als der Mann in stiller Frage eine dicke Augenbraue hochzog, während er auf das Schild blickte, das er hielt, neigte Nereo zur Bestätigung den Kopf.
Als Nereo näher kam, faltete der Mann sein Schild zusammen, während er sich umdrehte und mit jemandem sprach. Ein viel kleinerer und schlankerer Mann stieß sich von der Wand ab, an der er gelehnt hatte. Der andere Typ erreichte zuerst den größeren Mann und nahm ihm das Schild ab. Der erste Mann legte seinen jetzt freien Arm um die Taille des kleineren Mannes, bevor er sich wieder auf Nereo konzentrierte.
„Ich bin Kade“, grüßte der Mann und streckte eine große Hand aus. „Nereo, richtig?“
Nereo nahm Kades Hand in seine, schüttelte sie und ließ dann wieder los. „Das bin ich“, bestätigte er noch einmal. „Schön, dich kennenzulernen. Danke, dass du mich hier triffst.“
Kade nickte. „Kein Problem.“ Er hob sein Kinn und deutete auf den anderen Mann. „Das ist mein Gefährte, Tom.“
Nereo schüttelte dem anderen die Hand. Sogar über die Gerüche des Flughafens hinweg konnte er immer noch Toms menschlichen Geruch wahrnehmen, der mit Wolfswandler vermischt war. „Freut mich, dich ebenfalls kennenzulernen.“
„Gleichfalls“, erwiderte Tom, bevor er sich wieder in Kades Griff drückte.
„Hast du Gepäck zum Mitnehmen?“, fragte Kade und deutete auf den Abholbereich.
Kopfschüttelnd hob Nereo die Schulter an, über der der Riemen hing. „Ich reise gern mit leichtem Gepäck.“
Kades von einem Spitzbart umgebene Lippen verzogen sich zu einem kleinen Lächeln. „Das kann ich gut verstehen. Dann lass uns gehen.“
„Mit Vergnügen.“
Kade und Tom drehten sich um und gingen voran aus dem Flughafen. Sie überquerten ein paar Straßen, wo Autos Leute absetzten oder abholten. Busse rollten vorbei sowie Taxis.
Als sie ein Parkhaus betraten, drehte Kade den Kopf und konzentrierte sich auf ihn. „Ich habe von Dixon gehört, dass du ein Motorrad haben wolltest.“
Nereo nickte. „Meiner Meinung nach die beste Art, unterwegs zu sein.“
„Ein Mann nach meinem Herzen“, antwortete Kade.
Nereos Meinung nach klang Toms Knurren verdammt süß. „Er sollte besser nicht nach deinem Herzen streben“, grummelte er. „Das ist meins.“
Kade lachte, als er seinen Kopf senkte und einen Kuss auf die Seite von Toms Kopf drückte. „Ja, das ist es, Baby.“
Leise lachend versicherte Nereo: „Hab keine Angst, Tom. Ich würde eine Gefährtenbindung niemals so missachten.“
„Tut mir leid“, murmelte Tom und eine leichte Röte stieg in seine Wangen. „Manchmal überrascht mich dieser territoriale Drang.“
Nereo nickte. „Kein Problem.“ Obwohl er es selbst nie erlebt hatte, hatte er von anderen gehört, dass es intensiv sein konnte.
„Hier sind wir.“ Kade deutete auf zwei Motorräder, die auf einem Parkplatz standen. „Hier.“ Er warf Nereo einen Schlüsselbund zu, den er geschickt auffing. „Der ist für die Harley.“
Vor Freude grinsend – und angesichts der Preisklasse der Maschine ein wenig überrascht – summte Nereo. „Prächtig. Danke.“ Das andere Motorrad war eine sehr schöne Goldwing, und es wäre auch eine fantastische Maschine gewesen, aber Nereo konnte nicht anders, als sich über die Großzügigkeit des Wolfsrudels zu freuen. „Deine Leute sind zu freundlich.“
„Zerkratze mein Baby nicht“, knurrte Kade warnend, als er eine der Satteltaschen der Goldwing öffnete. „Oder ich lasse es an deiner Haut aus.“
Nereo wandte seine Aufmerksamkeit von der teuren Maschine ab und konzentrierte sich auf Kade. Auch wenn der Mann lächelte, sagte ihm das Funkeln in seinen dunkelbraunen Augen, dass er es todernst meinte. Es traf ihn, dass Kade ihm eines seiner eigenen, persönlichen Motorräder auslieh.
Nereo senkte anerkennend den Kopf. „Ich werde es mit größter Sorgfalt behandeln.
