2,99 €
In diesem Club haben nur Erwachsene Zutritt. Er besucht ihn aus Neugier – andere wissen genau, was sie wollen. So wie dieser Typ, der einer zarten Frau die „Spielregeln“ hier „erklärt“. Er verläuft sich immer mehr im Halbdunkel – und möchte diese Frau nun ihn oder doch diesen Typen?
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2021
Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Impressum
In diesem Club haben nur Erwachsene Zutritt. Er besucht ihn aus Neugier – andere wissen genau, was sie wollen. So wie dieser Typ, der einer zarten Frau die „Spielregeln“ hier „erklärt“. Er verläuft sich immer mehr im Halbdunkel – und möchte diese Frau nun ihn oder doch diesen Typen?
Gerade vorhin hatte dieser Typ an der Kassa wortlos sein Geld genommen und ihm einen Schlüssel hingeklatscht. Der stand sonst wohl draußen als Türsteher, wenn dieser andere Angestellte nicht da war. Ja, Julian hätte sich auch noch länger hier an der Bar umsehen können, wer hier so ein und aus ging. Aber dieser Durchgang, der in den Keller führte, hatte ihn einfach zu neugierig gemacht.
Die Beleuchtung reichte gerade so, um etwas zu sehen. Noch einmal blickte er zurück, bevor er weiterging. Erst einmal war er hier allein – und irgendwo dort unten musste die Garderobe sein. Es wurde fast noch dunkler – und da standen ein paar Leute herum. Waren die nackt und trugen nicht einmal ein Badetuch? Aber wahrscheinlich hatte er doch die falsche Zeit erwischt und war viel zu früh hier.
Immerhin, er hatte eine ganze Reihe von Kästchen für sich. Die laute Musik vom Eingangsbereich schaffte es bis hierher. Ein Duft lag in der Luft, den er nicht ganz einordnen konnte. Nicht billig, nicht zu aufdringlich – gefährlich. Genau, das passte dann ebenfalls zu dem, was immer geredet worden war. Schnell zog er alles aus, verstaute alles und prüfte zweimal, ob er richtig abgeschlossen hatte. Nur sein Badetuch verhüllte ihn jetzt noch – und jetzt musste nur noch eine Frau nach seinem Geschmack auftauchen. Wie es aussah …
Eines der Gerüchte über diesen neu eröffneten Laden stimmte wohl schon einmal: Die attraktiven Frauen, die hier herumstanden, kosteten wohl Geld. Wer das sonst in einem Swingerclub oder etwas in der Richtung probierte, bekam wohl Hausverbot. Hier wurde das anscheinend geduldet. Je weiter er sich umsah, desto mehr Gestöhne fiel ihm auf. Natürlich waren auch die Duschen gemischt – und da stand ein Typ mit einer kräftigen Erektion darunter, während ihm von einer Frau der Rücken massiert wurde. So trainiert wie der war, war das wohl eine wirklich private Begegnung. Wollten die gleich hier loslegen, oder was?
Angeblich hatten die hier das größte Dampfbad im ganzen Land – und er war eben neugierig gewesen. Vielleicht sollte er sich doch einfach einmal zu der Bar setzen. Ein Cocktail war schließlich im Eintritt inbegriffen. Aber er mochte das schummrige Licht hier in diesem Duschraum. Ganz anders als in einem durchschnittlichen Schwimmbad. Hier hatten nur Erwachsene Zutritt und bekamen nicht gleich Hausverbot. Immerhin passte die Temperatur – und bei dieser Frau zwei Meter neben ihm war wohl nichts zu holen. Außer, er legte sich mit diesem Hengst neben ihr an. Aber wer war denn das?
Eine eher zierliche Frau, die kaum über 20 sein konnte, spazierte in den Raum hinein und sah sich um. Sicher war die auch zum ersten Mal hier – und wahrscheinlich noch nie in so einer Einrichtung gewesen. Vielleicht glaubte die, in einem „Keller-Club“ würden die Leute etwas trinken und das war es. Ihr sofort zuzwinkern war vielleicht zu aufdringlich, aber er konnte sie ja einmal im Auge behalten. Sah so aus, als bevorzugte sie die Duschen auf der gegenüberliegenden Seite.
Vielleicht hatte es einen Grund, dass sich manche eher zur Wand drehten. Julian sollte auch langsam aufpassen, seine Erregung unter Kontrolle zu halten. Der Gedanke an sein letztes Abenteuer, wo sich seine heiße Eroberung als kostenpflichtige Dame herausgestellt hatte, half ein wenig dabei. Aber wie es in diesem Dampfbad zuging, das gleich hier in der Nähe sein sollte, wusste er schließlich noch nicht. Vielleicht war das auch nicht dunkler als hier.
Hatte ihm diese Frau für etwa eine halbe Sekunde lang einen Blick zugeworfen? Sie war knapp nach ihm aus dem Duschraum getreten und hatte wohl auch gerade den Eingang zum Dampfbad entdeckt. Julian nannte sie einmal seine „Kandidatin“ – und trat vorsichtig näher. Einige Nischen taten sich in der Ziegelmauer auf, wo sich das Badetuch gut verstecken ließ. Vielleicht hatte sich diese Frau gerade zu ihm umgedreht – und hängte ihres auf die gut sichtbare Ablage aus Chromstahl, wo es sicher leicht verschwinden konnte.