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Miach Coleman kann nicht glauben, welche Wendung sein Leben genommen hat, seit er für die Crystal Lake Corporation arbeitet. Er hat zugelassen, dass die Wissenschaftler mit ihren Forschungsergebnissen seinen Körper modifizieren, damit er gegen Gestaltwandler antreten kann. Doch dann wird er in Gefangenschaft von Wandlern umsorgt und beginnt all die Dinge, die ihm über sie gesagt wurden, in Frage zu stellen. Die Wandler behandeln ihn besser als die Wissenschaftler es je getan haben. Keine Experimente. Keine Vernachlässigung. Keine Folter. Drei Wochen voller sexueller Frustration und eine Unterhaltung mit seinem Alpha waren nötig, damit Nick Greely endlich eingestehen kann, dass Miach sein Gefährte sein könnte. Doch es gibt einen Grund, warum Miach als Gefangener gehalten wird. Die Wissenschaftler haben ihn einer Gehirnwäsche unterzogen, so dass er alle Wandler für bösartig hält. Nach all den Experimenten, die im Namen der Wissenschaft an dem Mann durchgeführt wurden, und der Tatsache, dass das Wolfsrudel ihn so lange gefangen halten musste, weiß Nick nicht, ob er zu dem Mann durchdringen kann, Gefährtenband hin oder her. Als Nick sich an Miach ranmacht, nimmt der das Angebot des Wolfes an, was sein Leben in einer einzigen Nacht verändert. Doch Miach findet schnell heraus, dass es kein einfaches Happy End gibt. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 30.500 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2019
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
ÜBER CHARLIE RICHARDS
LESEPROBE:
Verliebt in den Feind
Miach Coleman kann nicht glauben, welche Wendung sein Leben genommen hat, seit er für die Crystal Lake Corporation arbeitet. Er hat zugelassen, dass die Wissenschaftler mit ihren Forschungsergebnissen seinen Körper modifizieren, damit er gegen Gestaltwandler antreten kann. Doch dann wird er in Gefangenschaft von Wandlern umsorgt und beginnt all die Dinge, die ihm über sie gesagt wurden, in Frage zu stellen. Die Wandler behandeln ihn besser als die Wissenschaftler es je getan haben. Keine Experimente. Keine Vernachlässigung. Keine Folter.
Drei Wochen voller sexueller Frustration und eine Unterhaltung mit seinem Alpha waren nötig, damit Nick Greely endlich eingestehen kann, dass Miach sein Gefährte sein könnte. Doch es gibt einen Grund, warum Miach als Gefangener gehalten wird. Die Wissenschaftler haben ihn einer Gehirnwäsche unterzogen, so dass er alle Wandler für bösartig hält. Nach all den Experimenten, die im Namen der Wissenschaft an dem Mann durchgeführt wurden, und der Tatsache, dass das Wolfsrudel ihn so lange gefangen halten musste, weiß Nick nicht, ob er zu dem Mann durchdringen kann, Gefährtenband hin oder her.
Als Nick sich an Miach ranmacht, nimmt der das Angebot des Wolfes an, was sein Leben in einer einzigen Nacht verändert. Doch Miach findet schnell heraus, dass es kein einfaches Happy End gibt.
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.
Länge: rund 30.500 Wörter
CHARLIE RICHARDS
Verliebt in den Feind
Die Wölfe von Stone Ridge 8
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Loving the Enemy“:
Charlie Richards
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2018
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
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Widmung
Für Becca, die mir die richtigen Dehnübungen nach dem Reiten beigebracht hat. Ohne dich würden meine Hüften und Beine nach einem langen Tag im Sattel wesentlich mehr weh tun.
Als er Dagus Whittons Zuhause verließ, atmete Nick Greely die frische Luft tief ein und ließ sie langsam entweichen. All die Spannung in der Wohnung war bedrückend gewesen und sein Wolf war erleichtert, hinauszukommen. Nick verstand den Frust des Bärenwandlers, benutzt worden zu sein, und er fühlte sich schlecht, weil er dem Mann und seinem Gefährten das hatte antun müssen, doch er hatte Cameron dabei erwischen müssen, wie er Wandler einer anderen Spezies angriff. Er war nur froh, dass keiner der beiden bei dem Vorfall ernsthaft verletzt worden war und freute sich darauf, dass Brad eine Bäckerei eröffnete. Declan hatte recht. Viele Wolfswandler hatten eine Schwäche für Süßes, und Nick war da keine Ausnahme. Apropos Essen … Er schaute auf seine Uhr und nickte. Ich habe genug Zeit.
„Nick, bist du auf dem Weg zu der Hütte?“
Nick drehte sich um und schenkte dem Alpha seine Aufmerksamkeit. „Ja, Sir, nachdem ich mir etwas zum Abendessen geholt habe. Meine Schicht beginnt in etwa zwei Stunden.“
Declan nickte und deutete auf sein SUV. „Gib Shane deine Schlüssel und steig bei mir ein. Ich muss mit dir über Cameron sprechen.“
Er nickte und zog gehorsam seine Schlüssel aus der Tasche. Shane fing sie mit einer Hand auf und grinste. „Warum darf ich nur dein Auto fahren, wenn man dir befiehlt, mir den Schlüssel zu geben?“
„Weil ich gesehen habe, wie du fährst“, antwortete Nick mit schiefem Grinsen.
Shane knurrte, aber sie wussten beide, dass er nur so tat, was gut war. Ansonsten hätte Nicks Wolf sich in diesem Moment in seinem Kopf zusammengekauert. Nick war ein Fährtenleser und hatte nicht den Wunsch, in dem Rudel eine andere Position einzunehmen. Shane war der Beta des Rudels und wesentlich dominanter, als Nick es jemals sein würde. Nick stieg in den Wagen seines Alphas und legte den Anschnallgurt an.
„Wo holst du Abendessen?“, fragte Declan, als er den Motor anließ.
„Äh, bei Dave’s Ribs“, antwortete Nick und dachte bereits darüber nach, was er auswählen würde.
„Da ist das Essen gut“, kommentierte Declan und lenkte den Wagen auf die Straße. „Du hast gute Arbeit mit Sam geleistet. Er ist ein sehr unterwürfiger Wolf, also ist es ein Schritt in die richtige Richtung, dass er uns von Camerons Angriffen auf andere Wandler berichtet hat.“
Nick dachte an seinen neuen Freund. Er mochte Sam, aber der kleine, schlanke afroamerikanische Wandler hatte definitiv ein Problem mit seinem Selbstbewusstsein. „Ich stimme dir auf jeden Fall zu, was die Unterwürfigkeit betrifft. Ich frage mich, was er durchgemacht hat“, überlegte er.
Declan zuckte die Achseln. „Wenn du es herausfindest und ich irgendwie helfen kann, lass es mich wissen. Es hat mich fast umgebracht, als ich ihn vor sechs Monaten bestrafen musste, weil er sich auf Russells Seite geschlagen hat.“
Nick erinnerte sich an den Vorfall. Russell hatte Sam befohlen, Declans Gefährten Lark anzugreifen, um für Ablenkung zu sorgen, während Declan und Russell kämpften. Russell war für seinen Verstoß gestorben, und Sam hatte bestraft werden müssen, weil er dem abtrünnigen Wolf gefolgt war.
„Ich habe Carson losgeschickt, um Cameron abzuholen, aber falls er ihn zuhause nicht antrifft, wo würde er sich deiner Meinung nach verstecken?“, fragte Declan.
Nick schüttelte den Kopf. „Er könnte sich bei Simon verstecken, aber sonst fällt mir nichts ein. Darüber musst du vielleicht mit Sam sprechen. Ich habe mit dem Arschloch nur ein paar Tage rumgehangen, den Göttern sei Dank“, grummelte er.
Cameron hatte die beiden Wölfe davon überzeugt, einen Fuchswandler anzugreifen, der die Gegend durchquerte. Sam hatte nicht wieder in Schwierigkeiten geraten wollen, wie sechs Monate zuvor, also hatte er Shane von dem Vorfall berichtet. Der Beta hatte Declan in Kenntnis gesetzt, der wiederum Nick beauftragt hatte, sich mit Sam anzufreunden und dabei zu helfen, den Mistkerl zu erwischen.
„Halt die Augen offen, für den Fall, dass der Kerl was im Schilde führt“, warnte Declan.
„Das werde ich, Alpha“, bestätigte Nick.
Declan fuhr auf den Parkplatz und parkte sein SUV. Nick wartete darauf, dass er entlassen wurde und sein Abendessen holen gehen konnte, doch stattdessen drehte Declan sich stirnrunzelnd zu ihm. „Ich habe noch drei weitere Wölfe beauftragt, sich die Bewachung von Miach zu teilen, aber du bist der Einzige, der sich nicht über den Mann beschwert hat. Woran liegt das?“
Nicks Brust wurde eng und er musste schlucken, weil seine Kehle plötzlich trocken war. Er wollte mit Declan nicht über ihren Gefangenen sprechen, da er Angst hatte, sein Alpha würde letztendlich entscheiden, dass den verschwiegenen Mann weiter dazu behalten die Mühe nicht wert war. Und allein der Gedanke, dass Miach weg war, brachte Nicks Herz zum Rasen.
Während der letzten paar Wochen hatten sie den Mann gegen seinen Willen festgehalten, eingesperrt in eine gesicherte Hütte tief im Wald, zu der man nur mit Quads oder in Tiergestalt gelangte. Nick hielt abwechselnd mit drei anderen Wölfen Wache. Bisher hatte keiner von ihnen viel aus Miach herausbekommen, von seinem Namen abgesehen und der Tatsache, dass er auf Erdnüsse allergisch reagierte.
Declan musste seine plötzliche Sorge bemerkt haben, denn er streckte die Hand aus und drückte seine Schulter. „Du bist der Einzige, bei dem er nicht versucht hat zu fliehen. Woran liegt das, Nick?“
Er starrte das Armaturenbrett an, wohl wissend, dass sein Alpha eine Antwort brauchte. Er erinnerte sich, wie die anderen Wachen berichtet hatten, dass Miach versucht hatte zu fliehen, bei jedem der drei einmal. Nick seufzte und schüttelte den Kopf. „Seine Bemerkungen scheinen mir nicht so viel auszumachen wie den anderen“, sagte er mit einem Schulterzucken.
„Beleidigt er Wandler immer noch so viel?“, fragte Declan.
Nick verzog das Gesicht. „Bei mir nicht. Hin und wieder höre ich etwas von den anderen, aber wenn ich mit ihm zusammen bin, ist er ziemlich ruhig. Miach … nun, er beobachtet mich einfach“, gestand er und strich mit einer Hand durch seine rotblonden Haare, während er frustriert ausatmete.
Sein Alpha drückte wieder seine Schulter, um erneut seine Aufmerksamkeit zu erwecken. „Sag mir, was in deinem Kopf vor sich geht.“ Dieses Mal schwang in dem irischen Akzent seines Alphas eindeutig ein Befehl mit.
„Ich bin nicht sicher warum, aber ich fühle mich zu ihm hingezogen“, gestand Nick. „Ich meine, er ist ein gut aussehender Mann, also ist es keine Überraschung, dass ich etwas empfinde, aber selbst mein Wolf will ihn.“
Declans dunkle Augen weiteten sich, eindeutig schockiert. Diesen Ausdruck hatte Nick noch nie zuvor auf dem Gesicht des Alphas gesehen, und sein Wolf winselte in seinem Kopf. Er zog die Schultern ein und senkte den Blick.
„Bei den Göttern“, flüsterte Declan. „Ist Miach dein Gefährte?“
Nick schnitt eine Grimasse und zuckte hilflos die Achseln. „Ich weiß es nicht. Ich kann ihm nicht wirklich nahe kommen, weißt du?“
„Er hält sich noch immer von euch fern?“, fragte Declan. „Den Eindruck hat Kade mir nicht vermittelt.“
Nick lächelte und schnaubte. Er hatte die meisten Beschwerden von seinem besten Freund zu hören bekommen. Miach schien immer schlechte Laune zu haben, wenn der ältere Wolf an der Reihe war, ihn zu bewachen. „Ja, sie verstehen sich überhaupt nicht.“
Declan wandte sich dem Restaurant zu. Nach einem Moment des Schweigens erschien ein Lächeln auf seinem Gesicht. „Du weißt doch, was man sagt, nicht wahr?“ Nicks Verwirrung musste sich gezeigt haben, denn Declan lächelte noch breiter. „Der Weg zum Herzen eines Mannes führt durch seinen Magen.“ Er deutete mit einer Hand auf das Restaurant. „Bring ihm Abendessen.“
Nick hob die Augenbrauen und blinzelte. „Du denkst, ich sollte versuchen, ihn zu umgarnen?“
Declan legte den Kopf schief und seine Augen wurden schmal. „Zögerst du, weil die Wissenschaftler ihn in den Fingern hatten, oder weil er ein Mann ist?“
„Oh.“ Nick wurde klar, wie sein Alpha möglicherweise sein Zögern auslegte, und wollte die Sache schnell klarstellen. Er war im Laufe seines Lebens mit Männern und Frauen zusammen gewesen, und es war ihm völlig egal, dass das Schicksal einen männlichen Gefährten für ihn ausgewählt hatte. „Es liegt daran, dass die Wissenschaftler ihn praktisch einer Gehirnwäsche unterzogen haben. Ich mache mir Sorgen, dass ich den Rest meines Lebens damit verbringen werde, einem Mann nachzujagen, der mich niemals haben will“, erklärte er betrübt.
Declan seufzte. „Willst du, dass ich mit den anderen Wandlern rede, die ihn bewachen? Ich kann ihnen sagen, dass sie ihr Temperament unter Kontrolle halten sollen.“
„Noch nicht“, sagte Nick und zwang sich zu einem Lächeln. „Ich werde es zuerst mit deiner Idee versuchen und sehen, ob ich den Mann mit Essen zu etwas bewegen kann.“ Er sah seinen Alpha an, wobei er seine Erleichterung und Wertschätzung offen zeigte. „Danke für die Unterstützung.“
Declan nickte und einer seiner Mundwinkel senkte sich in einer Grimasse nach unten. „Natürlich. Ich denke, du brauchst sie möglicherweise.“ Er legte die Hand an den Schlüssel im Zündschloss und ließ den Motor wieder an. „Lass mich wissen, wenn du noch etwas anderes brauchst.“
Nachdem er somit entlassen war, schlüpfte Nick aus dem Fahrzeug. Er war tief in Gedanken versunken, als er einige Schritte vor der Eingangstür des Restaurants mit Shane zusammentraf. Der Beta drückte ihm grinsend die Autoschlüssel in die Hand. „Vergiss die hier nicht“, neckte der größere Wolf.
Nick lächelte. „Danke.“
Er bestellte acht Portionen Spareribs, jede davon mit einer anderen Marinade, dazu extra Barbeque-Soßen in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen. Danach wählte er als Beilagen Kartoffelbrei mit Soße sowie Cäsar- und Krautsalat, jeweils als vierfache Portion. Kade wartete darauf, dass Nick ihn ablöste, und Essen würde seinen Freund sicher aufmuntern, nachdem er wahrscheinlich einen harten Tag mit der Bewachung ihres sauertöpfischen Gefangenen verbracht hatte.
Mit drei Tüten voller Essen bewaffnet, die er auf den Beifahrersitz seines 1972er Ford Mustangs stellte, verließ Nick Colin City. Er brauchte nicht lange, um die Abzweigung zu erreichen, und dann fuhr er langsam den schmalen Weg entlang, sich durchaus bewusst, was die Bäume der Sonderlackierung in dunklem Metallicblau antun konnten. Sein Auto war die einzige Erinnerung an seinen Vater. Sie hatten Jahre damit verbracht, das Auto zu reparieren und ihm wieder zu seiner früheren Pracht zu verhelfen. Nick bewahrte es gewissenhaft in bestem Zustand, weshalb andere ihn oft für obsessiv hielten. Er zuckte die Achseln. Wahrscheinlich hatten sie recht.
Er parkte seinen Wagen, stieg aus und ging zu einem kleinen, verschlossenen Schuppen. Normalerweise verwandelte er sich und lief in Wolfsgestalt zu der Hütte, während er seinen Rucksack mit den Zähnen trug. Es war ein guter Weg, seinen Wolf müde zu machen, so dass er in Gegenwart des verführerischen Menschen besser zu handhaben war. Dieses Mal jedoch musste er zu viel zu der Hütte tragen, und außerdem musste er einen Weg finden, zu dem Mann durchzudringen, wobei ein stärkerer Geruch nach Erregung möglicherweise helfen konnte. Ein Mann konnte schließlich hoffen.
Er schob ein Quad aus dem Schuppen, verschloss die kleine Konstruktion wieder, dann schnallte er die Tüten auf dem Gepäckträger des vierrädrigen Fahrzeugs fest. Nachdem er eine Abdeckplane aus dem Kofferraum gezogen und sie über seinen Mustang ausgebreitet hatte, schwang er sich auf das Quad und ließ es zum Leben erwachen.
Heute hatte er die Nachtschicht, die er während der letzten drei Wochen gemieden hatte, weil er sich so sehr zu Miach hingezogen fühlte. Doch da er für Declan den anderen Auftrag ausgeführt hatte, war es ihm nicht möglich gewesen, die Schicht mit jemand anderem zu tauschen. Jetzt hoffte er, dass es ihm gelegen kommen würde.
Er und die drei anderen, Kade, Steve und Riker, waren ausgewählt worden, weil sie alle einen sehr leichten Schlaf hatten. Sie hatten zwölf-Stunden-Schichten, von acht Uhr morgens bis acht Uhr abends, oder umgekehrt. So waren sie nicht allzu erschöpft und mussten die Strecke nur an jedem zweiten Tag zurücklegen. Ein Dutzend Wandler in Wolfsgestalt kam zu verschiedenen Zeiten in die Nähe der Hütte und heulte. Wenn sie keine Antwort erhielten, wussten sie, dass es ein Problem gab. Wenn es während der Nacht geschah, schauten sie durchs Fenster hinein und vergewisserten sich, dass ihr Gefangener noch da war.
Jetzt fragte Nick sich, ob er eine oder zwei Extraschichten bekommen würde, damit er mehr Zeit mit Miach verbringen konnte. Er jagte den Motor hoch und manövrierte zwischen den Bäumen hindurch, während er hoffte, dass der Vorschlag seines Alphas Früchte tragen würde. Nach fünfundvierzig Minuten unterwegs kam die Hütte in Sicht und Nick hielt vor dem Gebäude an. Er stellte den Motor ab, schwang sein Bein über das Quad und starrte die Hütte an. Nachdem er tief durchgeatmet hatte, um seinen Wolf unter Kontrolle zu bringen, schlang er sich seine Tasche über die Schulter, nahm die Tüten mit dem Essen und ging zu der Hütte.
Die Tüten in der Hand, suchte er nach seinen Schlüsseln. Das Klicken des Schlosses veranlasste ihn, den Kopf hochzureißen. Die Tür schwang auf und Kades angespanntes Gesicht erschien. „Du nimmst nie das Quad. Was ist los?“
Er hielt die Tüten hoch. „Ich habe Abendessen mitgebracht.“
Kade schnüffelte und seine Augen strahlten. „Spareribs! Oh, verdammt, genau das brauche ich. Komm rein.“ Kade schnappte sich zwei der Tüten, und Nick lachte über seinen Eifer.
Nachdem er die Hütte betreten hatte, verschloss er schnell die Tür hinter sich. Als er das erledigt hatte, drehte er sich um und sah, dass Kade den Inhalt beider Tüten auf dem Tisch verteilt hatte. „Was dabei, das du magst?“, neckte er.
Kade grinste und machte sich nicht die Mühe, ihn anzusehen, während er ein Stück Rippchen aus einer Schachtel nahm, in eine Schale mit Soße tunkte und dann die Zähne um den fleischbedeckten Knochen schloss.
