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Endlich wieder Bäume ausreißen!
Wenn bleierne Müdigkeit, Antriebslosigkeit und fehlender Schwung den Alltag bestimmen, ist es höchste Zeit zu handeln, bevor sich dauerhaft ein Burnout einstellt. Es gibt einen Weg zurück zu Lebensfreude und Energie – er führt über die Zelle, den Ort, an dem alle Kraft ihren Ursprung hat. Der auf integrative Medizin spezialisierte Heilpraktiker Benjamin Börner und der Ernährungswissenschaftler Ralf Moll bieten eine ganzheitliche Lösung: Nährstoffmangel, Entzündungen im Darm, Umweltschadstoffe, aber auch chronischer Stress sind die Störfelder, an denen Sie gezielt ansetzen können.
Die körpereigene Energie aktivieren!
- Das praktische 5-Wochen-Programm: mit Fasten, Entgiftungstagen und Ruheübungen den Körper Schritt für Schritt entlasten und stärken.
- Grünes Powerfood: Mit 50 Rezepten, die den Körper nähren, den Darm regenerieren und die Zellenergie aktivieren.
- Extra-Energieschub: Wie Sie mit Mikronährstoffen und begleitenden Therapeutika zusätzlich Impulse setzen. Der profunde Überblick, was wirkt und tatsächlich weiterhilft.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 252
Veröffentlichungsjahr: 2021
Ralf Moll, Benjamin Börner
1. Auflage 2021
45 Abbildungen
Bei unserer Arbeit als Heilpraktiker und Fastenleiter begegnen uns immer mehr Menschen, die unter Energielosigkeit und Erschöpfung leiden. Im Rahmen unserer Behandlungen konnten wir aber auch die Erfahrung machen, wie dankbar Menschen sind, die ihre Energiereserven wieder auftanken und ihr Energie-Potenzial wieder voll ausschöpfen können. Sie erleben Glücksgefühle pur!
Mit diesem Buch zeigen wir Ihnen detailliert und ganz praktisch, wie Sie Ihre Energie wiedererlangen und aus dem Erschöpfungszustand herauskommen können. Unser naturheilkundliches Behandlungskonzept umfasst die intensive Reinigung des Körpers, das Aufspüren und Eliminieren von Schadstoffen, die Sanierung des Darms und die Umstellung der Ernährung. Das alles zusammen bewirkt eine Neuausrichtung des gesamten Stoffwechsels. Auf diese Weise werden die Energiekraftwerke in den Körperzellen wieder fit und leistungsfähig gemacht. Denn genau hier, im kleinsten Winkel unseres Stoffwechsels, entstehen Lebenskraft und Vitalität. Zur Förderung der individuellen Selbstregulation können zusätzlich hochwertige biologische Präparate wie Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz kommen.
Wir erläutern die Hintergründe der Energielosigkeit und zeigen natürlich, wie Sie wieder herauskommen – leicht verständlich und basierend auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Wetten, dass Sie sofort Lust bekommen, loszulegen? Starten Sie jetzt mit unserem 5-Wochen-Programm für zu Hause: mit wertvollen Infos, praktischen Tipps und über 50 köstlichen Energiebooster-Rezepten!
Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre, viele Erkenntnisse, Spaß bei der Umsetzung und ganz viel neue Energie!
Ralf Moll und Benjamin Börner
1 Erschöpft? Ursachen finden, neue Kräfte wecken
2 Kraftwerk Zelle – die Quelle unserer Energie
3 Symptome des gestörten Energiehaushalts
4 Die richtige Ernährung – Futter für die Zellen
5 Energieräuber erkennen und beheben
Erfahren Sie alles Wichtige über den Energiestoffwechsel, die Ursachen und Symptome Ihrer Energielosigkeit und die besten Strategien für mehr Power und Wohlbefinden.
Viele Menschen leiden unter chronischer Erschöpfung, Energiemangel und Antriebslosigkeit – ein Zustand, der nicht normal ist. Man kann etwas dagegen tun.
Sicher kennen Sie das auch: Man fühlt sich müde und erschöpft, obwohl man genug geschlafen hat. Immer wieder zwickt der Rücken, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen bis hin zu Niedergeschlagenheit sind ständige Begleiter geworden. Bei vielen kommen Gewichtsprobleme dazu. Fakt ist jedenfalls: Statt die Aufgaben des Alltags mit Lust und guter Laune in Angriff zu nehmen, schafft man es so gerade eben, sich durch den Tag zu schleppen. Es plagt das typische Gefühl, einfach nicht genug Energie zu haben. Gerne schieben wir es dann auf eine vorübergehende Überforderung, hoffen auf Urlaub oder Veränderungen (»Wenn die Kinder erst aus dem Haus sind ...«). Wir glauben, dass dieser Zustand irgendwie normal ist angesichts unserer modernen Zeit mit andauernder Reizüberflutung, zunehmender Digitalisierung, dem permanenten Wandel und dem immer hektischeren Alltag. Völlig falsch: Chronische Erschöpfung ist nicht normal! Sie ist ein ernstzunehmendes Alarmsignal unseres Körpers. Wahrscheinlich ist schon länger etwas nicht in Ordnung und die Regulationsmechanismen auf zellulärer Ebene sind gestört – mit dem Ergebnis, dass aus dem Kraftpaket Mensch ein schlappes Bündel geworden ist.
Normal und gesund ist, wenn wir unsere alltäglichen Aufgaben mit Freude und voller Tatendrang erledigen, wenn wir uns energiegeladen und belastbar fühlen. Normal ist auch, dass wir nach einem anstrengenden Tag in einen durchgehenden, erholsamen Schlaf fallen und am Morgen frisch und ausgeruht aufwachen. Chronische Erschöpfung hingegen signalisiert, dass etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Wir tun gut daran, diesem Problem unverzüglich auf den Grund zu gehen. Einer chronischen Erschöpfungssymptomatik liegt in der Regel ein ganzes Bündel von Belastungen zu Grunde. Deshalb sollte eine Behandlung ebenso vielschichtig und auf allen Ebenen erfolgen, um Wirkung zu zeigen und die Energie wieder zum Fließen zu bringen. Wir sprechen bei diesem Ansatz vom 360-Grad-Konzept.
In aller Regel gibt es nicht nur eine Therapieform, ein Medikament oder ein Nahrungsergänzungsmittel, das alle Probleme lösen kann und zu einer tiefgreifenden und dauerhaften Veränderung führt. Nur verschiedene Maßnahmen gemeinsam bringen die Energie wieder zum Schwingen – so wie es auch nur das Gesamtorchester schafft und nicht der einzelne Solist mit seinem Instrument. Mit diesem Buch leiten wir Sie an, sich selbst zu behandeln und in den Bereichen, in denen es nötig ist, an speziellen Stellschrauben zu drehen, damit Sie bald wieder Ihr volles Energiepotenzial ausschöpfen können.
Denken Sie einmal an einen Eisberg. Bekanntlich ist ja nur ein Bruchteil des riesigen Gebildes sichtbar – nämlich der Teil, der aus dem Wasser ragt. In unserem Fall sind das die uns bekannten Symptome des Erschöpfungssyndroms – wie Müdigkeit, chronische Muskelverspannungen und Kopfschmerzen oder auch wiederkehrende Infektionen der Atemwege, der Harnblase, Hauterkrankungen oder ein Reizdarm. Weitere typische Begleiter sind Schlafstörungen, innere Unruhe, Muskelzucken oder Zittern, Kälte- und Fröstelgefühl, Druck im Kopf und dauerhafte Anzeichen einer leichten, beginnenden Grippe. Doch was spielt sich unter der Oberfläche ab? Hier finden wir den weit größeren Teil, in dem die verborgenen Ursachen unserer Leiden zu finden sind. Und genau hier setzt unser ganzheitliches Rundum-Vorgehen an.
Manche dieser Ursachen des chronischen Erschöpfungszustands können bereits weit zurückliegen. Vielleicht kam es in der Vergangenheit zu einem Schleudertrauma durch einen Unfall. Das kann zu einem dauerhaft instabilen Kopfgelenk, immer wieder aufflammenden Hirnstammentzündungen und verminderter Durchblutung des Kleinhirns führen. Mögliche Langzeitfolgen sind Schwindel, Gangunsicherheit oder Tinnitus. Auch problematische Zahnbehandlungen in der Jugend können langfristige Folgen haben. Bei über 70 Prozent der Patienten führt das Entfernen der Weisheitszähne (wegen angeblichen Platzmangels) zu Störfeldern, die über die Gesichts- und Hirnnerven fortwährend Entzündungen ins Gehirn schicken. Bei anderen Personen liegt die Ursache vielleicht in dauerhaften Belastungen durch Schadstoffe wie Quecksilber aus alten Amalgamfüllungen, Aluminium, Blei, Cadmium oder Arsen. Aber auch bestimmte Impfstoffe und Röntgenkontraststoffe können zu zellulären Funktionseinbußen führen, vor allem im Gehirn und Nervensystem. Auch durch eine unausgewogene, nicht optimale Ernährungsweise kann es zu Entzündungen der Darmschleimhaut und einer Schwächung des Immunsystems kommen. Und nicht zuletzt können mentale Faktoren belastend wirken – wie ein hoher Arbeitsdruck oder unterschwellige Konflikte im Freundes- und Familienkreis.
Unser 360-Grad-Ansatz zielt darauf ab, all diese Belastungen an die Oberfläche zu holen, sie zu ergründen, zu bewerten und anschließend in ein umfassendes Behandlungskonzept zu integrieren. Wir befassen uns mit sämtlichen Altlasten, um den Weg frei zu machen für Reorganisation und Selbstheilung des Körpers. Das Entscheidende ist, den Organismus von allem Hemmenden zu befreien und Mängel zu beheben. Mit dem medizinischen, fachübergreifenden Hintergrundwissen dieses Buches und etwas Forschergeist können Sie unter die Wasseroberfläche tauchen und für sich selbst neue Wege beschreiten und Ihre Stärke und Lebensfreude zurückgewinnen.
Anna B.
Kopfschmerzen in der 360-Grad-Therapie
Anna B., 43, Vorstandsassistentin, kommt in die Praxis von Benjamin Börner. Sie klagt über chronische Kopfschmerzen, die sie als dumpfen Druck beschreibt, der vom Nacken her aufsteigt und sich zu einem pochenden Schmerz an den Schläfen und hinter den Augen steigert. Außerdem fühlt sie sich wie vernebelt. Sämtliche Schmerzmittel wie Paracetamol, Diclofenac und Ibuprofen bewirken inzwischen keine ausreichende Linderung mehr. Ihr Hausarzt verschreibt eine Kombination aus Fangopackungen und Physiotherapie mit Manueller Therapie, was nur zu einer kurzfristigen Besserung führt. Sie liebt ihren Job, der jedoch mit einer hohen Arbeitsbelastung einhergeht und häufig zu Überstunden und Wochenendarbeit führt.
Die Diagnose:
Die eingehende Untersuchung ergibt tiefsitzende Muskelverspannungen im Schulter- und Nackenbereich, ausgelöst durch die Kombination einer überwiegend sitzenden Tätigkeit mit hohem Bildschirmanteil und hoher Arbeitsbelastung. Chronischer Stress führt über die Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse zur vermehrten Freisetzung des Stresshormons Cortisol.
Die Therapie:
In einer osteopathischen Sitzung löst Benjamin Börner die Blockaden des oberen Kopfgelenks und bearbeitet Kiefergelenk und Halsfaszien. Das führt zur Entspannung des gesamten Organismus. Der Nervus vagus wird wieder funktionsfähig und der Cortisolüberschuss kann sich auf ein normales Niveau einpendeln. Noch während der Sitzung verschwinden Kopfschmerzen und Benommenheit. Als Sofortmaßnahmen soll Anna B. zwei bis drei Bewegungseinheiten von jeweils 45 Minuten pro Woche absolvieren, möglichst an der frischen Luft. Empfohlen werden Waldspaziergänge mit schnellerem Tempo, um den Muskelstoffwechsel anzuregen. Zur Entgiftung trinkt Anna B. mindestens zwei Liter stilles Mineralwasser. Darüber hinaus geht sie zwei Mal pro Woche in die Sauna. Die Ernährung wird auf pflanzenbasierte mineralstoffreiche, basische Kost umgestellt. Um innerlich zur Ruhe zu kommen, haben sich Meditation, Yoga, Tai-Chi und Qigong bewährt. Gegen den chronischen Stress verordnet der Heilpraktiker Anna B. ein Nahrungsergänzungsmittel mit 5-HTP (eine Vorstufe von Serotonin und Gegenspieler des Stresshormons Cortisol) sowie Magnesium in einer abendlichen Gabe von 600 mg und Phosphatidylcholin zur Wiederherstellung der Hirnzell-Membranen. Da aufgrund des chronischen Überschusses an Stresshormonen eine Entzündung des Darms wahrscheinlich ist, soll Anna B. zwei bis drei Monate zusätzlich eine Darmtherapie mit Prä- und Probiotika, Omega-3-Fettsäuren und einem Vitamin-Mineralstoff-Komplexmittel durchführen.
Die osteopathische Behandlung hilft der Patientin unmittelbar und nach zwei Wochen mit unterschiedlichen Behandlungsmaßnahmen fühlt sich Anna B. wieder leistungsfähiger und gelassener.
Bei der Nachuntersuchung stellt sich heraus, dass alle körperlichen Parameter wieder in der Norm sind und sich die Patientin wieder vollständig vital und belastbar fühlt.
Selbsttest: Wo liegt mein persönliches Risiko?
Sie leiden unter typischen Erschöpfungssymptomen und möchten genauer erfahren, wo die Gründe liegen könnten? Finden Sie es ganz einfach und schnell heraus!
Dieser Test baut auf unserem Ursachenkreis auf. Durch die Beantwortung der zwanzig Fragen wird klar, in welchem Kreissegment Ihre größten Belastungen liegen und was Sie selbst tun können, um gezielt gegenzusteuern. Im Kapitel ▶ »Energieräuber erkennen und beheben« werden die größten Krankmacher noch genauer beleuchtet.
Wie zutreffend sind die folgenden Aussagen?
Toxische Einflüsse Ich lebe in einer Großstadt und/oder an einer vielbefahrenen Straße.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
In meinem Gebiss befinden sich wurzelbehandelte Zähne und/oder Amalgam- und Goldfüllungen.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Ich bin Raucher.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Ich trinke regelmäßig alkoholische Getränke.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Ich nehme regelmäßig Schmerzmittel, Magensäureblocker, Cholesterinsenker oder Medikamente gegen Bluthochdruck.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Ernährung Ich esse häufig Fertiggerichte wie bspw. Tiefkühlpizza.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Ich komme häufig erst am Abend dazu, eine ausgiebige Mahlzeit zu mir zu nehmen.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Ich kaufe vorwiegend Lebensmittel aus konventioneller Erzeugung (nicht bio).
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Ich esse zwischendurch häufig mal etwas Süßes, wie Gummibären, Kekse, Kuchen, Schokolade und Eis.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Fleisch und Wurstwaren gehören für mich zu meiner alltäglichen Ernährung dazu.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Stoffwechselstörungen Ich fühle mich häufig ausgepowert und müde.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Ich würde gern regelmäßig Sport treiben, schaffe es aber nicht.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Ich leide unter einer Allergie und/oder an einer Autoimmunerkrankung.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Ich leide unter Schlafstörungen und/oder fühle mich morgens oft wie gerädert.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Ich leide regelmäßig unter Verstopfung oder Durchfall oder unregelmäßigem Stuhlgang.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Mentale Ebene In meinem privaten und/oder beruflichen Umfeld herrscht ein hohes Stresslevel.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
In meinem privaten und/oder beruflichen Umfeld belasten mich ungeklärte Konflikte.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Es fällt mir schwer, Ziele für mich zu definieren und diese konsequent zu verfolgen.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Ich leide unter Stimmungsschwankungen und/oder Ängsten.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Mich belasten traumatische Erlebnisse wie ein Todesfall, Jobverlust oder eine Trennung.
Trifft zu
Trifft zum Teil zu
Trifft nicht zu
Die Auflösung
Für jedes Kreuz bei »Trifft zu« notieren Sie sich bitte zwei Punkte. Für jedes »Trifft zum Teil zu« einen Punkt und für jedes »Trifft nicht zu« null Punkte. Addieren Sie die Werte zunächst getrennt für die vier Kreissegmente. Anschließend addieren Sie alle Werte zu einer Gesamtpunktzahl. In dem Segment, in dem Sie die meisten Punkte gesammelt haben, liegen Ihre Problembereiche. Pro Segment sind maximal zehn Punkte möglich. Sechs und mehr Punkte pro Segment weisen darauf hin, dass eine hohe Belastung vorliegt. In der Auflösung erfahren Sie, welche Maßnahmen Ihnen helfen können, die Belastungen zu reduzieren. Unabhängig von den vier Kreissegmenten gilt: Je höher die Gesamtpunktzahl, desto größer die Gesamtbelastung. Sollten Sie mehr als 20 von 40 möglichen Punkten erzielt haben, leiden Sie unter einer überdurchschnittlichen Belastung.
Das können Sie tun!
Kreissegment: Toxische EinflüsseLeider sind wir alle heutzutage belastenden Umwelteinflüssen ausgesetzt. Niemand kann sich zu hundert Prozent davor schützen. Doch es gibt Unterschiede. Wer auf dem Land lebt, hat es in der Regel mit einer geringeren Feinstaubbelastung zu tun als ein Großstädter. Auch beim Wohnklima gibt es große Unterschiede: Giftige Ausdünstungen aus Möbeln und Baustoffen, Schimmelsporen oder belastetes Leitungswasser – all das hängt von der individuellen Wohnsituation ab. Hinzu kommen persönliche Risiken wie die regelmäßige Einnahme von Medikamenten oder die individuelle Situation der Zähne als eines der größten Probleme.
Sorgen Sie für ein Gegengewicht zu den Belastungen durch toxische Stoffe. Stärken Sie Ihr Immunsystem, indem Sie unser 5-Wochen-Programm absolvieren. Sorgen Sie am Wochenende und im Urlaub für Luftveränderung, indem Sie sich in der Natur aufhalten, ans Meer oder in die Berge reisen.
Sollten Sie den Verdacht hegen, dass Sie (z. B. nach einem Umzug, der Anschaffung neuer Möbel oder Renovierungsarbeiten) durch Wohngifte belastet sind, wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale in Ihrer Region. Dort wird man Ihnen spezialisierte Prüfinstitute nennen. Mit Hilfe eines sogenannten Lymphozyten-Transformations-Tests (LTT) kann man genau analysieren, was Ursache der Vergiftung ist.
Falls Sie wurzelbehandelte Zähne oder Amalgamfüllungen haben, lassen Sie sich Ihr Gebiss sanieren. Besonders bedenklich ist es, wenn darin mehrere Metalle verarbeitet wurden, zum Beispiel Gold und Amalgam. Wählen Sie einen spezialisierten Zahnmediziner und sorgen Sie für die Ausleitung der frei werdenden Gifte (mehr dazu im Kapitel ▶ »Energieräuber erkennen und beheben«). Achtung: Alles unter Schutzmaßnahmen mit Kofferdam und Sauerstoffanlage.
Geben Sie das Rauchen auf. Im Rauch einer Zigarette befinden sich neben dem Nikotin ca. 4800 Chemikalien, davon sind 250 giftig und 90 krebserregend. Dazu zählen Arsen, Benzol, Blei, Cadmium, Formaldehyd und Nitrosamine. Rauchen bedeutet, freiwillig giftige Substanzen zu inhalieren, die sonst nur in Batterien, Rattengift oder Putzmitteln verwendet werden. Eine Auswahl seriöser Anbieter zur Raucherentwöhnung haben das Deutschen Krebsforschungszentrum und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zusammengestellt: www.anbieter-raucherberatung.de.
Vermeiden Sie übermäßigen Konsum von Genussmitteln wie Alkohol, Koffein und Zucker.
Kreissegment: ErnährungDie gute Nachricht: Auf dieses Kreissegment haben Sie den größten Einfluss. Nutzen Sie die Chance! Welche Lebensmittel Sie einkaufen und konsumieren, liegt einzig in Ihrer Hand. Auch belastende Ernährungsgewohnheiten wie spätes, üppiges Essen sowie den Umgang mit Genussmitteln (Alkohol, Koffein, Nikotin, Zucker) können Sie durch Verhaltensänderungen positiv beeinflussen. Leicht ist das nicht, aber wenn Sie nachvollziehen können, wie viel Sinn das macht, wird es einfacher. Sie können es schaffen!
Studieren Sie die Zutatenliste auf Lebensmittelverpackungen. Je kürzer die Liste, desto besser! Meiden Sie schädliche Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, künstliche Aromen, Süß- und Farbstoffe.
Bevorzugen Sie Obst und Gemüse aus ökologischer Erzeugung (bio). Konventionelle Äpfel zum Beispiel werden bis zu 16 Mal gespritzt, bevor sie geerntet werden.
Meiden Sie Nahrungsmittel bzw. Inhaltsstoffe, die zu chronischen Entzündungen führen können – allen voran Zucker, Gluten, Hefe, Milchprodukte und Transfette.
Wer sich gesund ernähren möchte, kommt nicht drum herum, frisch zu kochen. Wie leicht das ist, zeigen unsere Rezepte.
Geben Sie belastende Ernährungsgewohnheiten auf, wie spätes, üppiges Essen.
Achten Sie auf regelmäßige Esspausen und snacken Sie nicht zwischendurch.
Reduzieren Sie den Konsum von Fleisch- und Wurstwaren.
Absolvieren Sie unser 5-Wochen-Programm.
Kreissegment: StoffwechselstörungenIst der Zellstoffwechsel gestört, kommt unser Energiehaushalt aus dem Gleichgewicht. Eine häufige Ursache sind chronische Entzündungen. Ob und bei wem diese auftreten, ist oftmals eine Frage der Stabilität des Darms (empfindliche Darmschleimhaut, durchlässiger Darm). Gezielte Blutanalysen oder mikroökologische Stuhluntersuchungen können Aufschluss geben.
Führen Sie das 5-Wochen-Programm aus diesem Buch durch (siehe » ▶ Das Programm«). So bewirken Sie eine spürbare Regeneration Ihres Zellstoffwechsels. Sobald die Zellleistungsstörungen behoben sind, kommt die Energie zurück.
Verbessern Sie Ihre Schlafqualität durch regelmäßige Bewegung. Optimal sind drei Ausdauersporteinheiten pro Woche von jeweils 30 bis 45 Minuten, zum Beispiel Radfahren, Joggen, Walken oder Schwimmen. Positiver Nebeneffekt: Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein leistungsfähigeres Immunsystem.
Unregelmäßiger Stuhlgang und Verdauungsprobleme sind ernstzunehmende Alarmzeichen, denen Sie unbedingt auf den Grund gehen sollten. Eine Stuhlanalyse gibt Aufschluss; sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Lassen Sie durch gezielte Blutanalysen prüfen, ob bei Ihnen individuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten vorliegen.
Kreissegment: Mentale EbeneWie belastbar wir im Alltag sind, hängt nicht nur mit der Ernährung und möglichen Umweltbelastungen zusammen. Unser seelisches Gleichgewicht spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Chronischer Stress, ungeklärte Konflikte, traumatische Erlebnisse und fehlende Perspektiven gehören zu den Krankmachern auf mentaler Ebene.
Ein gewisses Maß an Stress ist normal. Wichtig ist, dass ein Ausgleich stattfindet. Auf Phasen starker Anspannung sollte immer auch eine Zeit der Entspannung folgen. Dieses Gleichgewicht wird auch als Work-Life-Balance bezeichnet. Schaffen Sie sich Freiräume, wo immer Sie können.
Wo Menschen zusammen leben und arbeiten, entstehen Konflikte. Ein klärendes Gespräch im richtigen Moment kann Wunder wirken. Vor allem, solange sich die Fronten nicht verhärtet haben. Ungeklärte Konflikte hingegen vergiften die Atmosphäre und binden Energie, die an anderer Stelle fehlt. Geben Sie sich einen Ruck und thematisieren Sie schwelende Konflikte.
Perspektivlosigkeit, Unschlüssigkeit und Zweifel sind Energieräuber. Versuchen Sie, klare Ziele zu definieren – sowohl kurzfristig zu erreichende als auch langfristige Lebensziele. Sobald Sie Ihr Denken fokussieren und auf klar definierte Ziele richten, wird genau die Energie frei, die Sie benötigen.
Wer sein Leben selbst in die Hand nimmt, muss häufig Entscheidungen treffen. Das kostet viel Energie. Gehen Sie Schritt für Schritt vor, um sich nicht zu überfordern.
Und jetzt? Wie geht es weiter?
Nun haben Sie sicher schon eine konkrete Vorstellung Ihres individuellen Belastungsmusters. In den nächsten Kapiteln werden Sie noch mehr über besondere ▶ Symptome und Auslöser (siehe ▶ »Energieräuber erkennen und beheben«) erfahren. Dann beginnt unser 5-Wochen-Programm für Zuhause. Betrachten Sie diese Zeit als Chance, als Startschuss für einen grundlegenden Wandel. Möglicherweise haben Sie schon einige Therapieformen ausprobiert, jedoch mit mäßigem oder unbefriedigendem Erfolg. Dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, die bisherigen Grenzen zu sprengen und aktiv zu werden. Sie spüren, dass die Zeit reif ist, und betrachten dieses Buch als Türöffner für einen grundlegenden Neuanfang.
Die Energietreppe: Step by Step zu einem neuen Ich
Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor einer langen, steilen Treppe. Die unterste Stufe symbolisiert die totale Erschöpfung. Wer dort steht, ist müde, lustlos und resigniert. Aber irgendetwas ist dort oben. Auf der obersten Stufe ist alles anders: Wer dort angekommen ist, fühlt sich großartig, energiegeladen, voller Schwung und Elan. Der Alltag ist ein Vergnügen, kann mühelos bewältigt werden, und das alles noch mit einer guten Portion Gelassenheit. Natürlich gibt es viele Zwischenstufen. In der Mitte etwa ist die Leistungsfähigkeit tagsüber wieder voll da, aber abends ist die Erschöpfung zurück und eine gewisse Trägheit stellt sich ein. In dieser Phase gibt es mal gute, mal schlechte Tage. Aber je höher Sie auf der Treppe klettern, umso stabiler wird Ihr Zustand. Umso leichter fallen Ihnen Ihre Aufgaben, umso energiegeladener und zufriedener werden Sie. Wo stehen Sie momentan? Wo möchten Sie hin? Dass das nicht alles von heute auf morgen geht, ist klar. Haben Sie also ein bisschen Geduld und denken Sie immer nur an den nächsten Schritt. Mit jeder einzelnen Stufe steigt Ihr Energiepegel an. Sie werden sich schon bald nicht mehr wiedererkennen. Sie haben ja Ihr Ziel klar vor Augen. Sie wissen, wohin es gehen soll – nämlich ganz nach oben!
Wie viele Menschen kennen Sie, die vor Kraft nur so strotzen, die auf die Frage »Wie fühlst du dich?« antworten: »Topfit, ich schaffe alles locker und leicht!«?
Vermutlich nicht sehr viele. Wesentlich häufiger begegnen wir Menschen, die gestresst sind, die sich ausgepowert und müde fühlen und die sich gerade noch so über Wasser zu halten scheinen. Menschen, die immer energiegeladen sind, finden wir selten. Woran liegt das?
Bevor wir uns mit der Antwort auf diese Frage befassen, zunächst einmal etwas Grundsätzliches: Alles, was lebt, braucht Energie. Vom Grashalm bis zum Baum, von der Mücke bis zum Elefanten: Alle benötigen Nahrung für ihr Wachstum, fürs Überleben und die Fortpflanzung. Selbst kleinste Lebensformen wie Bakterien können ohne Energie nicht existieren. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt unseres Daseins! Doch woher stammt all diese Energie? Ganz einfach: von der Sonne! Vor Millionen von Jahren nahmen Pflanzen das Sonnenlicht auf und nutzten es, um aus Wasser und Kohlendioxid (CO2) eigene Substanz aufzubauen, also zu wachsen. Und Pflanzen bilden wiederum den Hauptbestandteil tierischer und menschlicher Nahrung.
Genial: Pflanzen stellen ihre Nahrung selbst her, und zwar mit Hilfe des Sonnenlichts. Dieser für alles Leben auf der Erde extrem bedeutende Vorgang nennt sich Photosynthese. Dem grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll kommt dabei eine zentrale Rolle zu, denn er wird benötigt, um die Lichtenergie in organische Energie umzuwandeln. Mit Hilfe des Sonnenlichts bildet jede Pflanze – ob Grashalm oder Eiche – den universellen Energieträger Adenosintriphosphat (kurz: ATP). Im zweiten lichtunabhängigen Teil der Photosynthese wird Kohlendioxid nun mit Hilfe von ATP in Traubenzucker (Glukose) umgewandelt. Dieser Zucker dient der Pflanze anschließend als Nahrung. Sie wächst und gedeiht, bildet Früchte, Wurzeln, Blätter und Samen. Dies ist auch zu unserem Nutzen, denn wir ernähren uns ja direkt oder indirekt (falls wir Fleisch von Tieren essen) von Pflanzen.
Gutes Futter für die Mitochondrien
Unsere Zellen freuen sich über abwechslungsreiche Pflanzenkost mit hohem Chlorophyllanteil. Beim Einkauf der Lebensmittel unbedingt auf Bioqualität achten. Hier ein paar Beispiele:
frische Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Liebstöckel und Kerbel
grüne Salate wie Endivie, Feldsalat, Lollo Bionda, Batavia, Kopfsalat und Rucola
Gurken wie Schlangengurken, Minigurken und Schmorgurken
Gemüse wie Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Lauch, Erbsen, Stangensellerie
Hämoglobin (der Stoff, der unserem Blut die rote Farbe verleiht) und Chlorophyll (der Stoff, der bei Pflanzen für die grüne Farbe sorgt) sind fast identisch. Lediglich im Zentrum der jeweiligen Moleküle befindet sich ein unterschiedliches Atom. Während beim Pflanzenfarbstoff Chlorophyll dort ein Magnesiumatom sitzt, befindet sich im Zentrum des Blutfarbstoffs Hämoglobin ein Eisenatom. Während das Magnesium der Pflanze ermöglicht, Sonnenlicht zu absorbieren und in Energie umzuwandeln, bindet das Eisenatom den Sauerstoff und sorgt auf diese Weise für dessen Transport in alle Zellen unseres gesamten Körpers.
Im Chlorophyll ist die Energie des Sonnenlichts gespeichert. Deshalb sind grüne Pflanzenteile auch besonders wichtig für eine gesunde Ernährung. Das Blattgrün hat nämlich einen positiven Effekt auf die Bildung roter Blutkörperchen. Es unterstützt den Sauerstofftransport und trägt auf diese Weise zur Bildung neuer Blutzellen und zur Reinigung des Blutes bei. Darüber hinaus stellt Chlorophyll aus grüner Pflanzennahrung die Versorgung mit Magnesium und Eisen sicher. Seine entgiftende und ausleitende Wirkung kann bei Belastung mit Umweltgiften genutzt werden.
Jetzt steigen wir noch etwas tiefer ein und gehen der Frage nach, wie wir Menschen aus Nahrung eigentlich Energie gewinnen. Der menschliche Körper beherbergt eine unvorstellbar große Zahl von Zellen, nämlich etwa 70 Billionen. Je nach Zelltyp erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben. Eine Leberzelle übernimmt andere Aufgaben als eine Blutzelle, Hirnzelle oder Muskelzelle. Doch alle haben etwas gemeinsam: Sie benötigen Energie. Hauptbrennstoff aller Zellen ist ATP. Leider verfügt unser Körper nicht über ATP-Tanks, aus denen er sich etwas abzapfen kann, wenn er Nachschub braucht. ATP muss unaufhörlich gebildet werden, unser ganzes Leben lang. Und wo wird dieser Brennstoff gebildet? In den Mitochondrien! Das sind winzig kleine Kraftwerke, die sich in (fast) all unseren Körperzellen befinden. In ihnen wird all die Energie gebildet, die unser Organismus zum Leben benötigt. Das Faszinierende: Je nach Typ enthalten unsere Zellen tausende von Mitochondrien. In den besonders aktiven Muskelzellen stecken bis zu 1500, in Gehirnzellen sogar bis zu 5000. Und jetzt wird es noch detaillierter: Innerhalb der Mitochondrien findet der Prozess der sogenannten Atmungskette statt, bei der mit Hilfe von Sauerstoff Energie gewonnen wird.
