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365 Tage voller Inspiration und spannender Einsichten
Der renommierte Bestsellerautor, Vordenker und Psychologieprofessor Adam Grant lädt sie ein, jeden Tag neu nachzudenken – über sich selbst, andere und die Welt. Dieses Buch ist eine einmalig intelligente und leicht zugängliche Möglichkeit, sich inmitten des Chaos des Alltags zu sammeln, den Kern wichtiger Fragen zu erfassen und den nächsten Tag mit kritischem Denken, Offenheit und gesundem Menschenverstand anzugehen.
Mit klugen, zugänglichen und überraschend praktischen Denkanstößen bietet dieses kalendarisch aufgebaute Buch tägliche Inspiration für eine bessere Zukunft – beginnend mit dem heutigen Tag. Jeder sorgsam von Adam Grant entworfene Text ist wie ein energiegeladenes und aufschlussreiches Gespräch mit Ihrem Lieblingsprofessor oder Mentor.
Grants Worte fördern Klarheit, Mut, Großzügigkeit und kritisches Denken. Er erinnert an das, was wirklich zählt, und ermutigt dazu, Gewohnheiten, Annahmen und Perspektiven immer wieder neu zu überdenken. Dieser immerwährende Kalender begleitet Sie Tag für Tag mit Gedanken, die nachhallen, und Fragen, die bewegen. Er bietet 365 tägliche Denkanstöße, unbequeme Wahrheiten und kluge Gedanken, die herausfordern und beim persönlichen Wachstum helfen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 114
Veröffentlichungsjahr: 2025
ADAMGRANT
WAS, WENN DUFALSCHLIEGST?
365 tägliche Denkanstöße,unbequeme Wahrheiten undkluge Gedanken, die dich herausfordern
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über dnb.dnb.de abrufbar.
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Die im Buch veröffentlichten Empfehlungen wurden von Verfasser und Verlag erarbeitet und geprüft. Der Inhalt dieses Buches beruht ausschließlich auf den persönlichen Erfahrungen des Autors und erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch. Die benutzten Begrifflichkeiten sind wertfrei. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Ebenso ist die Haftung des Verfassers bzw. des Verlages und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen.
1. Auflage 2026
© 2026 Deutscher Wirtschaftsbuch Verlag,
Deutscher Wirtschaftsbuch Verlag GmbH,
Christoph-Rodt-Straße 11, 86476 Neuburg an der Kammel
www.deutscherwirtschaftsbuchverlag.com
Alle Rechte vorbehalten.
Copyright der Originalausgabe © 2024, 2025 Adam Grant
Die englischen Ausgaben erschienen 2024 und 2025 unter den Titeln Something to think about – 2025 Calender und Something to think about – 2026 Calender bei Andrews McMeel Publishing.
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Autors nicht zulässig. Das gilt gleichermaßen für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Verfilmungen und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Wir behalten uns die Nutzung der Inhalte für Text und Data Mining im Sinne von § 44b UrhG ausdrücklich vor. Falls die Publikation Links zu externen Webseiten Dritter enthält, haben wir auf deren Inhalte keinen Einfluss; für diese fremden Inhalte können wir keine Gewähr übernehmen. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung nicht erkennbar.
Auch wenn eine gendergerechte Sprache wünschenswert ist, gibt es aus Sicht des Verlages bisher keine befriedigende, gut lesbare Lösung. Der leichten Lesbarkeit zuliebe haben wir des Öfteren von der Doppelung männlicher und weiblicher Formen Abstand genommen. Selbstverständlich liegt es uns fern, dadurch einen Teil der Bevölkerung zu diskriminieren.
Übersetzung: Silvia Kinkel
Redaktion und Korrektorat: Bärbel Knill
Satz: Daniel Förster, Belgern
Cover- und Umschlaggestaltung: Robert Kahn
Coverabbildung: shutterstock.com/AI Generator
Illustration Innenteil: Keith Rivera/Canva
Druck: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN druck: 978-3-69066-220-8
ISBN ebook (PDF): 978-3-69066-222-2
ISBN ebook (EPUB, Mobi): 978-3-69066-221-5
Beim Glück geht es nicht darum, die Intensität der Freude, sondern die Häufigkeit zu steigern.
Nach Hochgefühlen zu streben ist eine Achterbahnfahrt mit regelmäßigen Enttäuschungen und seltenen, vergänglichen Höhenflügen.
Die täglichen Freuden zu genießen ist eine beständige, nachhaltige Quelle der Zufriedenheit.
Introvertiert zu sein hat nichts damit zu tun, woher man seine Energie bezieht. Es geht darum, wie man mit äußeren Reizen umgeht.
Auch Introvertierte tanken Energie durch andere Menschen. Wir werden nur schnell müde von lauten Partys, nervigen Menschen und zu viel Besuch.
Ich bin nicht ungesellig. Ich bin für Ruhe.
Anfänger brauchen Lob. Das Erkennen von Stärken steigert das Selbstvertrauen, um weiterzumachen.
Experten brauchen Kritik. Das Erkennen von Schwächen zeigt Wege auf, um weiterzuwachsen.
Konstruktive Kritik gegenüber Komplimenten zu bevorzugen, ist ein Zeichen von Kompetenz. Je besser man wird, desto entschlossener will man noch besser werden.
Authentizität bedeutet nicht, jede Meinung zu äußern, die man hat. Es geht darum, sicherzustellen, dass das, was man sagt, die eigenen Werte widerspiegelt.
Wenn man Respekt und Freundlichkeit schätzt, sollten die eigenen Kommentare nicht voller Verachtung und Grausamkeit sein.
Ideen sind es wert, geteilt zu werden, wenn sie die eigenen Ideale widerspiegeln.
Egal, wie hoch du in der Karriereleiter kletterst oder wie viel du verdienst, wenn du nicht stolz darauf bist, wie du es bis dahin geschafft hast, warst du nicht erfolgreich.
Status ist die Belohnung für das Ergebnis. Der Charakter offenbart sich durch den Weg dorthin.
Die wichtigsten Erfolge liegen auf dem Weg, der mit deinen Prinzipien übereinstimmt.
Wenn jemand nicht endlos Überstunden machen will, heißt das nicht, dass er faul ist. Es bedeutet, dass er auch ein Leben außerhalb des Jobs hat.
Ein Team, das vierzig Stunden lang hervorragende Arbeit leistet, ist mehr wert als eines, das fünfzig Stunden lang mittelmäßig arbeitet.
Entscheidend ist der Wert, den Menschen generieren, und nicht die Menge an Zeit, die sie investieren.
Stress muss nicht belastend sein.
Wenn die Menschen Stress als Herausforderung statt als Nachteil sehen, verbessert sich ihre Arbeitsleistung und auch ihre Gesundheit.
Statt Stress abzulehnen, können wir ihn annehmen und nutzen: Ich bin gestresst, weil mir an der Sache liegt.
Deine Gefühle sind kein fester Teil deiner Persönlichkeit. Sie sind vielmehr Hinweise auf Werte, die du möglicherweise vernachlässigst.
Gefühle sind Botschaften von deinem früheren. Ich an dein zukünftiges Ich. Sie werden von deinem gegenwärtigen Ich oft missverstanden.
Eine Kernkompetenz emotionaler Intelligenz besteht darin, Gefühle erst zu beobachten, bevor man sie verinnerlicht.
Anzeichen dafür, dass es sich lohnt,von jemandem zu lernen:
• Der Betreffende ermutigt dich, selbstständig zu denken, statt von dir zu erwarten, seiner Denkweise zu folgen.
• Er strebt danach, viele Lehrer zu haben, statt viele Schüler.
• Er gibt zu, wenn er sich irrt, statt auf seiner Sichtweise zu beharren.
Ein Schlüssel zu stetigem Erfolg besteht darin, Ziele über Stimmungen zu stellen.
Ob du nun körperlich fitter werden, Gitarre lernen oder ein Buch schreiben willst, die Frage lautet nicht, ob dir heute danach ist – sondern wer du morgen sein willst.
Begeisterung schwankt. Stetiges Handeln summiert sich.
Beim Aufbau einer Karriere geht es nicht darum, Risiken zu vermeiden. Es geht darum, Risiken zu managen.
Stelle dir deine Karriere wie ein Aktienportfolio vor: Höhere Renditen sind mit höheren Risiken verbunden. Wenn alle deine Investitionen sicher sind, ist es vielleicht
an der Zeit, eine Neugewichtung vorzunehmen.
Auf lange Sicht bereuen wir zumeist die
Risiken, die wir nicht eingegangen sind.
Ob du auf eine neue Herausforderung vorbereitet bist, ist keine Frage der Qualifikation. Entscheidend ist, welchen Beitrag du leistest.
Das Hochstapler-Syndrom sagt: »Ich bin noch nicht bereit.« Die Wachstumsmentalität sagt: »Ich werde mich bereit machen.«
Die Frage lautet nicht, ob du dafür passend bist. Sondern wie du etwas bewirken kannst.
Die beste Art, Menschen aufgeschlossener für neue Ideen zu machen, besteht nicht darin, mit ihnen zu streiten. Sie besteht vielmehr darin, ihnen zuzuhören.
Wenn sich Menschen verstanden fühlen, sind sie weniger efensiv und reflektieren mehr – und sie entwickeln weniger extreme, sondern differenziertere Ansichten.
Produktive Meinungsverschiedenheiten beginnen mit Neugier, nicht mit Überzeugungsversuchen.
Unsichere Menschen geben vor, Dinge zu wissen, die sie nicht wissen. Das Fachwissen anderer tun sie ab.
Souveräne Menschen geben zu, was sie nicht wissen. Sie vertrauen auf das Fachwissen anderer.
Proaktive Menschen ergreifen die Initiative, um das zu lernen, was sie nicht wissen. Sie eignen sich Fachwissen von anderen an.
Um Enttäuschungen zu vermeiden, liegt der Schlüssel nicht darin, die Erwartungen niedriger anzusetzen. Es geht darum, die Ziele breiter zu stecken.
Nicht das Anstreben hoher Ziele führt zu Enttäuschungen, sondern das Fixieren auf das Ideale, und dabei das ausreichend Gute nicht zu erkennen.
Das Glück liegt im Bereich zwischen dem Ziel und dem Erreichbaren.
In Verhandlungen ist Schweigen Gold.
Es ist keine Demonstration von Stärke, um den anderen durch Einschüchterung dazu zu bringen, seine Werte aufzugeben.
Es ist eine Gelegenheit, durch Reflexion
zu Wertschöpfung zu gelangen.
Pausen ermöglichen es, Wege zu finden, um den
Kuchen zu vergrößern und Win-win-Lösungen herbeizuführen, von denen alle profitieren.
Du musst kein Selbstvertrauen aufbauen, bevor du handelst. Du baust Selbstvertrauen auf, indem du handelst.
Stillstand führt zu Grübeleien und sät
Selbstzweifel. Bewegung treibt den Fortschritt
an und steigert die Effizienz.
Lass niemals zu, dass Zweifel an deinen Fähigkeiten
deinen Glauben an deine Lernfähigkeit untergraben.
Man kann Menschen nicht nur danach beurteilen, wie sie einen selbst behandeln. Der wahre
Charaktertest ist, wie sie diejenigen behandeln, die sie nicht mögen oder brauchen.
Selbst wenn jemand freundlich zu einem selbst ist, sollte man vorsichtig sein, wenn er anderen gegenüber durchweg unfreundlich ist.
Selektive Höflichkeit ist ein Zeichen tiefsitzender Feindseligkeit.
Es wird oft übersehen, dass Martin Luther Kings
Traum zu seiner Zeit polarisierend war.
Widerstand ist kein Zeichen von Versagen. Oftmals
ist er ein Hinweis darauf, dass man seiner Zeit
voraus ist. Visionen für Veränderungen wecken den Widerstand von Verteidigern des Status quo.
Für Unruhe zu sorgen ebnet dem Fortschritt den Weg.
Wie man Feedback gibt, ohne sich
wie ein Idiot zu benehmen:
1. Sei ein Coach, kein Kritiker. Versuche zu helfen, statt anzugreifen.
2. Stell deine Meinung nicht als Tatsache dar. Du vermittelst deine subjektive Stellungnahme und keine objektive Wahrheit.
3. Sei ehrlich, aber nicht gefühllos. Sei direkt in dem, was du sagst, aber freundlich in der Art, wie du es sagst.
Eltern sagen, sie möchten, dass ihre Kinder Mitgefühl zeigen. Aber letztlich legen sie mehr Wert auf Leistung.
Ironischerweise sind Kinder, die zu Mitgefühl erzogen werden, erfolgreicher in Schule und Beruf (und auch glücklicher).
Wir sollten Kinder nicht nur fragen, was sie erreicht haben. Wir sollten auch fragen, wem sie geholfen haben – und wer ihnen geholfen hat.
Das beste Mittel gegen Burnout ist nicht das Vermitteln von Bewältigungsstrategien für den Umgang mit Stress. Es ist die Neugestaltung der Arbeit, um Stress zu verringern.
Um Erschöpfung zu verhindern, müssen wir Überforderung reduzieren und uns der Norm
der Selbstaufopferung verweigern.
An gesunden Arbeitsplätzen wird das Wohlergehen der Mitarbeiter ebenso wertgeschätzt wie deren Leistung.
Heutzutage ist das Kennzeichen von Fachwissen nicht mehr, wie viel man weiß, sondern wie
gut jemand Wissen verknüpfen kann.
Informationsknappheit belohnte den Erwerb von Wissen. Informationsüberfluss erfordert das Erkennen von Mustern.
Es genügt nicht, Fakten zu sammeln. Die Zukunft gehört denen, die Zusammenhänge herstellen.
Narzissmus ist ein Überlegenheitskomplex. Das Hochstapler-Syndrom ist ein Minderwertigkeitskomplex.
Demut ist die Verpflichtung, sich selbst als komplexes Wesen zu sehen. Es geht um Selbstwahrnehmung, nicht darum, kein Selbstvertrauen zu haben.
Die Grundlage der Demut liegt darin, zu akzeptieren, dass man immer Raum für Wachstum hat.
Das größte Kompliment, das wir von jemandem bekommen können, der anderer Meinung ist als wir, lautet nicht »Du hattest Recht«, sondern »Du hast mich zum Nachdenken gebracht«.
Gute Argumente helfen uns, Komplexität zu erkennen, wo wir zuvor Einfachheit sahen.
Der eigentliche Zweck einer Debatte besteht nicht darin, einen Konsens zu erzielen, sondern kritisches Denken zu fördern.
Rechtschaffenheit sollte uns genauso wichtig sein wie Wohlbefinden.
Ein glückliches Leben ist nicht unbedingt ein ruhmreiches Leben.
Ich möchte in einer Welt leben, in der Sinn und Zweck genauso wichtig sind wie Vergnügen, Wertschöpfung genauso wichtig ist wie Zufriedenheit, Ehrlichkeit genauso wichtig wie Begeisterung und Gerechtigkeit genauso wichtig wie Freude.
Nicht die Zeit heilt seelische Wunden, sondern die Perspektive.
Vergangene Tage garantieren keine gewonnenen Erkenntnisse. Die Enttäuschungen des letzten Jahres auf die alte Weise zu sehen, ist beunruhigender, als die Rückschläge von gestern aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.
Die Zeit schafft Distanz. Reflexion schenkt Weisheit.
Es ist schwer vorherzusagen, wo man die größte Wirkung erzielen kann. Es ist einfacher einzuschätzen, wo man eine einzigartige Wirkung erzielen kann.
Die Frage ist nicht nur, was die Welt braucht.Es geht auch darum, wofür du ein seltenes Talent hast.
Der sinnvollste Beitrag ist der, den nur wenige andere leisten können.
Wenn du eine Anfrage ablehnst, bist du nicht verpflichtet, eine Erklärung abzugeben. Andere Menschen haben kein Recht, deine Gründe und Prioritäten zu erfahren.
Höflichkeit heißt nicht, deine Entscheidung rechtfertigen zu müssen. Höflichkeit bedeutet, dich für die Einladung zu bedanken.
»Ich fühle mich geehrt, gefragt worden zu sein. Leider muss ich ablehnen.«
Zu Beginn einer Entscheidung ist Intuition unzuverlässig. Die Muster, die du in der Vergangenheit erkannt hast, gelten möglicherweise nicht für die Gegenwart.
Nachdem du alle Optionen abgewogen hast, wird Intuition nützlich. Sie liefert wertvolle Informationen, die deiner Analyse möglicherweise entgangen sind.
Nur wenige Streitigkeiten lassen sich lösen, indem man sich auf einen gemeinsamen Nenner einigt. Die meisten lassen sich beilegen, indem man anerkennt, dass vernünftige Menschen unterschiedliche Ansichten vertreten können.
