Beschreibung

Der Staat schaut uns ins Gehirn!

Vermutlich denken Sie: »Egal, ich habe nichts zu verbergen.« Doch digitale Spuren ermöglichen, Ihr ganz persönliches Verhalten vorherzusagen, wie den Wetterbericht. Einkäufe, Facebook, E-Mails: Wir füttern bereitwillig einen großen Hirnscanner, der künftig darüber entscheiden wird, ob man eine Versicherung, einen Kredit oder eine Wohnung bekommt. In »WebAttack« beschreibt Bestsellerautor Roman Maria Koidl, wie wir uns – als digital Naive – Staat und Großkonzernen ausliefern, die längst um das wirtschaftliche Monopol unserer Köpfe kämpfen. Eine Zukunft, die nicht uns selbst, sondern dem »System« gehört.

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Seitenzahl: 143

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Buch

Der Staat schaut uns ins Gehirn. Vielleicht denken Sie jetzt: »Mir egal, ich habe nichts zu verbergen.« Doch nicht das gespeicherte Gestern ist das Problem, sondern die Möglichkeit, aus den Informationen der Vergangenheit Ihr ganz persönliches Verhalten in der Zukunft vorherzusagen. Und zwar so simpel wie die Wettervorhersage. Was wir essen, wen wir lieben, wohin wir reisen werden. Jeder Einkauf, jeder Zeitungsartikel, jede E-Mail oder WhatsApp, jeder Eintrag bei Facebook füttert den großen Hirnscanner. Der wird demnächst über unser aller Zukunft entscheiden: ob wir eine Versicherung bekommen, kreditwürdig sind, eine Wohnung mieten dürfen oder die Genehmigung erhalten, in bestimmte Länder einzureisen. Es ist ein Kampf entbrannt um das wirtschaftliche Monopol unserer Köpfe.

In WebAttack beschreibt Bestsellerautor Roman Maria Koidl, wie wir – als digital Naive – Staat und Großkonzernen wertvolles Wissen und damit enorme Macht über uns geben. Was vor Kurzem noch als Verschwörungstheorie abgetan worden wäre, ist durch die NSA-Enthüllungen zum realistischen Szenario einer Zukunft geworden, die nicht mehr uns selbst, sondern dem »System« gehören wird.

Autor

Roman Maria Koidl, geboren 1967, arbeitet als Publizist, war Dozent für Kommunikation und Wissenstransfer und hat zahlreiche Start-up-Unternehmen u. a. im Bereich E-Commerce und digitale Medien gegründet. Neben Büchern zu wirtschaftlichen Themen veröffentlichte er die SPIEGEL-Bestseller Scheißkerle und Blender. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Koidl als Internetberater von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück bekannt.

autor@webattack.org

www.koidl.com

Von Roman Maria Koidl außerdem im Programm

Scheißkerle (17246)

Blender (17372)

Roman Maria Koidl

WebAttack

Der Staat als Stalker

Ein Besinnungsaufsatz– Essay –

Alle Ratschläge in diesem Buch wurden vom Autor und vom Verlag sorgfältig erwogen und geprüft. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Eine Haftung des Autors beziehungsweise des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist daher ausgeschlossen.

1. AuflageOriginalausgabe Dezember 2013Wilhelm Goldmann Verlag, München,in der Verlagsgruppe Random House GmbH© 2013 Wilhelm Goldmann Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbHUmschlaggestaltung: Uno WerbeagenturRedaktion: Vera SerafinSatz: Uhl + Massopust, AalenKW · Herstellung: IHISBN 978-3-641-13555-3www.goldmann-verlag.deBesuchen Sie den Goldmann Verlag im Netz

Meiner Mutter Dorothee

Wer mit 70 das neueste Notebook kauft, ist der Zukunft zugewandt.

Inhalt

Vorwort

Warum dieses Buch?

Fünf Thesen – Eine digitale Risiko-Agenda 2030

WebAttack – Angriff mit Flausch, Flaum und Fantasie

»My McKinsey« – Die Selbstoptimierer

Digitale Parallelleben – Die Identitätsverlierer

Drei Megatrends der kommenden zehn Jahre

Trend 1: Big Data und das Internet der Dinge

Trend 2: Soziale Medien

Trend 3: E-Volution des Handels – Amazon, Zalando und ich schrei zurück!

Big Brother: Mein Bruder, das virtuelle Ich

Konklusion – Freiheit kontra Freizügigkeit

Zehn Tipps für Ihre Sicherheit im Netz

Nachwort

Zum Schluss …

Dank

Glossar

Literaturverzeichnis

Register

Vorwort

Facebook, Twitter, WhatsApp, Skype, Viber: Ich benutze keines dieser Programme. Zumindest nicht für mich persönlich, lediglich zur Publikation meiner ohnedies öffentlich erscheinenden Texte. Ich habe weder eigene Facebook-Freunde, noch gebe ich Details aus meinem mäßig interessanten Privatleben in 140 Zeichen preis.

Im Zusammenhang mit meiner Tätigkeit als Internetberater im Bundestagswahlkampf 2013 zählte eine Berliner Tageszeitung die geringe Anzahl meiner Twittermeldungen und war sich nicht zu schade, daran meine Qualifikation zu messen. Das ist, als würde man die Kompetenz eines Brauereiberaters an der Anzahl der Gläser Bier ablesen, die er in der Kneipe trinkt. Eine drollige Hilflosigkeit, die offenbart, wie wenig selbst jene über den digitalen Wandel wissen, die gleichwohl meinen, ihm am nächsten zu stehen.

Das Recht auf Privatsphäre wird zum kostbarsten Gut dieses Jahrhunderts. Sie, wir alle werden einen hohen Preis dafür zahlen müssen. Bei der Lektüre dieses Textes werden Sie verstehen, warum ich Facebook & Co. nur in einem äußerst begrenzten Maß und sehr kontrolliert nutze, mithin nicht dem rein von quantitativen Leistungskriterien geprägten Hype (m)einer Generation folge, deren kommerzielle Konzepte digitaler Medien für die Zukunft mindestens einer breiten demokratischen Debatte bedürften.

Dass dies keine pauschale Zukunftsfeindlichkeit bedeutet, versteht sich von selbst. Vielmehr geht es um eine Debatte über die Gestaltung unserer Zukunft, an der sich jeder beteiligen sollte. Dazu möchte ich hiermit anregen.

Roman Maria Koidl

Zürich im Sommer 2013

Warum dieses Buch?

Ich habe Angst.

Der Staat schaut uns ins Gehirn. Vielleicht denken Sie jetzt: »Mir egal, ich habe nichts zu verbergen.« Doch nicht das gespeicherte Gestern ist das Problem, sondern die Möglichkeit, aus den Informationen der Vergangenheit Ihr ganz persönliches Verhalten in der Zukunft vorherzusagen. Und zwar so simpel wie die Wettervorhersage. Was wir essen, wen wir lieben, wohin wir reisen werden. Alles, wirklich alles, was wir auf Smartphones, am Computer oder an der normalen Supermarktkasse erledigen, wird zentral gespeichert. Jeder Einkauf, jeder Zeitungsartikel, jede E-Mail, jede Nachricht über WhatsApp, jeder Eintrag bei Facebook oder Twitter füttert den großen Hirnscanner. Selbst Ihr Adressbuch, Ihre Telefonnummern und Ihre Bankdaten werden aus Ihrem Handy ausgelesen und abgespeichert, ebenso wie die meisten Telefongespräche und Skype-Unterhaltungen. Nicht nur die Metadaten, also Telefonnummern und Gesprächsdauer, sondern das vollständige Gespräch. »Big Data« nennt man diese gigantischen Massenspeicherungen. Wir haben längst keine Kontrolle mehr über die Verwendung unserer Spuren vergangener Aktivitäten, noch viel weniger über deren Verwendung als Prognoseinstrument für unsere ganz persönliche Zukunft. Sie liegen in den Händen eines »Systems«, über dessen Existenz niemand abgestimmt hat, kein demokratischer Prozess geführt wurde, zu dem niemand seine Zustimmung gegeben hat. Dieses System entscheidet demnächst über uns: ob wir eine Versicherung bekommen, kreditwürdig sind, eine Wohnung mieten dürfen oder die Genehmigung erhalten, in bestimmte Länder einzureisen. Es ist ein Kampf entbrannt um die wirtschaftliche Vorherrschaft unserer Köpfe. Denn der Imperialismus 2.0 erobert keine Staaten, sondern der Staat erobert in Zusammenarbeit mit Großkonzernen wie Apple, Google und Amazon unsere Gehirne. Was man noch vor Kurzem als hysterische Verschwörungstheorie abgetan hätte, wird durch die Enthüllungen des ehemaligen -Agenten Edward Snowden zur Gewissheit. Längst ist ein System entstanden, an dessen harmlosen Unterhaltungswert niemand mehr glauben kann.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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