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Entweder ist der neue Hausangestellte in Wirklichkeit ein Callboy und ein "Geschenk" ihres Mannes - oder es ist eine Falle. Der junge Mann scheint es auch nicht wirklich zu wagen. Vielleicht sollte sie es einfach ausprobieren und deutlicher sagen, was sie möchte.
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Seitenzahl: 37
Veröffentlichungsjahr: 2022
Entweder ist der neue Hausangestellte in Wirklichkeit ein Callboy und ein „Geschenk“ ihres Mannes – oder es ist eine Falle. Der junge Mann scheint es auch nicht wirklich zu wagen. Vielleicht sollte sie es einfach ausprobieren und deutlicher sagen, was sie möchte.
Richard kam langsam ins Schwitzen, und das lag nicht nur am Wetter. Dabei hatte dieses Anwesen eine Terrasse, die großteils im Schatten lag. Klar, das war etwas, das wahrscheinlich viele machen konnten. Aber wer in diesen Kreisen so einen Job wollte, sollte sich vielleicht noch ein wenig feiner anziehen. Der Besitzer ließ seinen Blick immer noch über die Gartenanlage schweifen – und blickte wieder geradeaus.
„Also wie gesagt“, setzte der feine Herr fort, „Sie müssten in meiner Abwesenheit wirklich verlässlich den Rasen und die Hecken gießen, und einen Schnitt würden die auch schon vertragen. Können Sie das wirklich alles machen?“
„Da können Sie sich ganz auf mich verlassen“, entgegnete Richard sofort. „Ich habe genug Erfahrung bei anderen Leuten.“
„Meine Reise könnte etwas länger dauern, ich werde mich dann melden.“
„Gut, dann ist das jetzt …?“
„Ja, Sie können sich auch heute schon mit allen Dingen vertraut machen. Ach ja, und …“
„Ja?“
„Das … werden Sie dann sehen.“
Richard beschloss, lieber nicht mehr nachzufragen. Aber der Blick des Hausherren sagte ihm, dass er hier engagiert war. Wohnte der wirklich allein hier? Von dieser Terrasse aus war auch der Teich zu sehen, wo es sogar ein Boot gab. Der hätte sich einfach eine Firma bestellen können, die sich um alles kümmerte, aber vielleicht hatte er da schon schlechte Erfahrungen gemacht. Am Geld konnte es nicht liegen.
Julia reichte es endgültig! Im Frisiersalon hatte sie trotz eines Termins warten müssen, dann war auch noch jemand vor ihr in das Taxi gestiegen. Ein Trinkgeld wollten die dann trotzdem noch, klar! Auch war ihr Mann wieder einmal auf einer seiner ach so wichtigen geschäftlichen Reisen. Jemand sollte sich wirklich um den Garten kümmern, wenn das Wetter so blieb. Sonst würde wieder alles so welk und ausgetrocknet aussehen und nicht wie ein Landschaftsgarten. Vielleicht sollte er einmal Führungen anbieten oder Räume vermieten. Aber lieber nicht, denn sie hatte hier gern ihre Ruhe.
Sie stellte ihre Sachen in der Küche ab und genoss die grellen Sonnenstrahlen, die in den Raum fielen. Am besten, sie suchte sich einen Liegestuhl und einen gemütlichen Platz im Halbschatten. Aber … wer war das da draußen im Garten? Es war ein junger Mann, der wie ein Student aussah. Er trug eine kurze Hose und sonst nichts. Die stellte einen starken Kontrast zu seinem nackten Oberkörper dar. Wahrscheinlich konnte ihm die Sonne nicht mehr sehr viel ausmachen. Oh, und es sah so aus, als kümmerte er sich um die Hecken.
Sie öffnete die Terrassentür – und er hatte Julia offenbar bemerkt und drehte sich zu ihr um.
„Sind Sie der neue Hausangestellte?“, sprach sie ihn an und kam auf ihn zu. „Mein Mann hat da etwas erzählt.“
„Ja, er hat gemeint, ich soll mich um die welken Zweige hier kümmern. Den Rasen dann lieber erst am Abend gießen.“
„Warum denn bis zum Abend warten?“
Hatte sie das gerade gesagt? Ein Gedanke kam in ihr auf … nur einmal so wollte sie über seine Haut streichen. Die sah sehr glatt aus, von muskulösen Konturen geprägt und schon ein wenig von Schweiß bedeckt. Für sie hingegen wäre es besser, wenn sie bald aus dem grellen Sonnenlicht ging.
Verdammt, der war wirklich scharf! Bemühte sich der gerade, sie nicht so sehr anzusehen? Aber wenn sie schon so angefangen hatte … dann konnte sie ihm ruhig verdeutlichen, dass er das durfte. Nein, sie sollte sich einfach auf die Terrasse setzen und beobachten, was er machte. Sie konnte ihm ja deutlicher zulächeln, wenn er an diesem Tag noch länger hier war. Ihr Mann kümmerte sich doch ohnehin nie um sie. Auf seiner sogenannten Geschäftsreise gab es sicher einen speziellen Zimmerservice.
Sie ließ ihren Blick von der Terrasse beim Schloss auf diese Plattform beim Teich schwenken. Zwei Liegestühle standen dort im Halbschatten.
„Richard“, meinte er und lächelte ihr zu. „Und Sie sind Frau …?“
„Bitte … einfach Julia.“
