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Was gibt es Schöneres auf der Karriereleiter, als unsere Begabungen zur vollen Entfaltung zu bringen und für unsere Leistung anerkannt zu werden? Wenn wir unseren persönlichen Topjob gefunden haben, dann erleben wir genau diese wunderbare Bestätigung: Wir fühlen uns am richtigen Platz, wir erreichen Ziele leichter und wir leben unsere Berufung. Doch wie finde ich den Topjob, der genau zu mir und meinem einzigartigen Set an Stärken und Talenten passt? Die 4 Kernfragen in diesem Buch helfen Ihnen dabei, sich als Mensch und Persönlichkeit besser zu verstehen, ein Bewerbungsgespräch optimal vorzubereiten und in Zukunft die richtigen Entscheidungen zu treffen: bei einem Stellenwechsel im gleichen Unternehmen, beim Übergang in ein neues Unternehmen oder auch beim Schritt in die Selbstständigkeit.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 107
Veröffentlichungsjahr: 2021
Ich widme dieses Buch in Liebe
Daniela sowie
meinen Kindern Sophia, Vincent und Leonard.
Vorwort
Ein Topjob: Was ist das für Sie?
Warum ist es so wichtig, unsere Talente zu leben?
Vom Verfahrensingenieur zum Personalleiter: Mein eigener Weg
Jeder Mensch hat eine Bedienungsanleitung für das Leben
Die 1. Kernfrage: Wer bin ich?
Praktische Übung: Kleiner Auszug aus dem Interview-Leitfaden
Die 2. Kernfrage: Was suche ich? Was will ich?
Praktische Übung: Stellen Sie sich die 3 Wunsch-Fragen
Die 3. Kernfrage: Was kann ich?
Praktische Übung: Bei welcher Tätigkeit erhalten Sie regelmässig Komplimente?
Die 4. Kernfrage: Und nun? Wie geht es weiter?
Schlusswort
Über den Autor
Kontakt
Dank
Hilfreiche weiterführende Literatur
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
eines der Grundbedürfnisse von uns Menschen ist es zu wachsen und uns weiterzuentwickeln. Was gibt es Schöneres, als die nächste Stufe im Beruf oder im Leben zu erreichen? Jeder nächste Schritt gibt uns das Gefühl, wieder ein Stück grösser geworden zu sein. Reifer. Reicher. An Erfahrungen und Erkenntnissen.
Seit mehr als 10 Jahren ist es meine Aufgabe, Menschen dabei zu begleiten, ihr volles Potenzial zu erkennen, sich selbst als Mensch und Persönlichkeit besser zu verstehen und daraus resultierend die optimalen Entscheidungen für den eigenen beruflichen Weg zu treffen. Man könnte auch sagen: die eigene Berufung zu leben.
Die meisten Menschen, die zu mir kommen, sind zwischen 35 und 55 Jahre alt. Sie haben bereits viele berufliche Erfahrungen gesammelt und sind nun bereit für den nächsten Karriereschritt. In ihrem aktuellen Job können sie ihre Erfahrungen nicht oder nicht mehr so einbringen, wie sie es sich wünschen. Sie suchen daher entweder einen ganz neuen Job oder eine neue Position im aktuellen Unternehmen.
Gemeinsam ist all diesen Menschen, dass sie sich noch nie richtig bewerben oder sich selbst „verkaufen“ mussten. Vielen fällt genau dieser Punkt sehr schwer. Es ist meine Aufgabe, sie dabei zu beraten und zu begleiten, damit es leichter und erfolgreicher wird. Wie es auch für Sie leichter und erfolgreicher werden kann, wie Sie sich selbst in Ihrer Tiefe und Einzigartigkeit besser verstehen können, und was Sie darüber hinaus noch beachten können und sollten, um an Ihren Topjob zu kommen – darum geht es in diesem Buch.
Warum heisst dieses Buch „Wie man seinen persönlichen Topjob findet: Vom Beruf zur Berufung“? Weil es in diesen Zeiten des tiefgreifenden Wandels in der Welt immer stärker darum geht, dass wir die Entscheidungen für unseren beruflichen Weg sehr bewusst treffen. Es geht dabei um eine achtsamere Wahl, als wir sie möglicherweise in der Vergangenheit oder in jungen Jahren getroffen haben. Es geht ausserdem heute auch zunehmend um das Erkennen unserer Berufung. Die Berufswahl wurde über viele Jahre und Jahrzehnte eher oberflächlich betrachtet (Position, Aufgabenfelder, Verantwortungsbereiche, Jahresgehalt etc.). Wenn jemand dabei seinen absoluten Tobjob fand und seine Berufung lebte, dann war dabei eine gehörige Portion Glück. Viele Menschen brannten jedoch aus, wurden nicht richtig gesehen und anerkannt. Sie konnten ihre vielfältigen Talente nicht leben – und blieben, trotz teilweise hoher Gehälter, unerfüllt. Das ist meine persönliche Erfahrung der letzten Jahre und vieler Beratungen, die ich durchführen durfte.
Mein Wunsch und mein Ziel, für das ich hier angetreten bin, ist es, dass jeder von uns seinen Topjob annehmen und seine Berufung leben kann – und zwar wirklich seinen persönlichen Topjob, seine persönliche Berufung. Wie auch immer dies für jeden Einzelnen aussehen mag. Dazu möchte dieses Buch einen Beitrag leisten.
Nutzen Sie die 4 wichtigen Kernfragen und die dazugehörigen praktischen Übungen in diesem Buch, um sich auf eine schriftliche Bewerbung und auch ein persönliches Job-Interview vorzubereiten.
Ich wünsche Ihnen dafür von Herzen viel Freude und Erfolg. Entdecken Sie Ihre einzigartige Kombination an Talenten und Fähigkeiten in diesem Leben und setzen Sie sie am richtigen Platz in der richtigen Position ein. Ich durfte erfahren, dass es, zumindest auf der beruflichen Ebene, kein schöneres Gefühl gibt. Und wie wir alle wissen, beeinflusst die berufliche Ebene auch unser Privatleben.
Wir leben nur einmal. Zumindest in diesem Körper und mit den Menschen, die uns umgeben. Machen wir das Beste und Schönste daraus!
Christoph Stelzhammer
Zürich, im Herbst 2020
Für jeden von uns bedeutet das Wort Topjob etwas anderes. Für die einen ist es ein Beruf in einem schönen, grossen Büro mit ansprechender Tätigkeit und attraktivem Gehalt. Für andere ist schon das Grossraumbüro ein Topjob, wenn sie vorher in einem Beruf waren, bei dem sie bei Wind und Wetter im Freien arbeiten mussten.
Für wieder andere bedeutet es, einen Topjob zu haben, wenn sie ganz oder teilweise von zu Hause arbeiten können, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Auch ein kurzer Weg zur Arbeit zählt bei manchen Menschen zu den Kriterien eines Topjobs. Einige verzichten dafür sogar auf einen Teil des Gehalts. Geld und Prestige spielen also nicht immer eine Rolle dabei.
Je mehr Lebenserfahrung wir haben, je älter wir sind, umso klarer ist oftmals unsere Vorstellung von dem, was einen Topjob für uns ausmacht. Und was eben nicht. Oft schon haben wir festgestellt: Was wir für einen Topjob gehalten haben, war in Wirklichkeit gar keiner! Dann mussten wir weitersuchen. Es ist nicht immer alles Gold, was glänzt. Es muss für uns passen und stimmig sein. Nur für uns.
Doch was macht einen Topjob aus, und wie finde ich meinen Topjob, der genau zu mir passt? Wir werden uns ausführlich auf den folgenden Seiten damit auseinandersetzen. Auch mit Ihnen. Ihrer Persönlichkeit. Seinen Topjob zu finden, das gelingt nur über das Erkennen des eigenen Selbst. Daran kommen wir nicht vorbei, wenn wir wirklich ein erfolgreiches und erfüllendes Arbeiten anstreben.
Möchten Sie wissen, wie sich ein Topjob für mich anfühlt? Gerne. Ich weiss, dass ich einen Topjob habe, wenn ich Folgendes spüre:
Hier bin ich an meinem Platz.
Hier bin ich glücklich und fühle mich wohl.
Hier bin ich daheim.
Hier kann ich mich und meine Talente optimal zum Einsatz bringen.
Hier werden meine Fähigkeiten und Erfahrungen geschätzt.
Hier werde ich als Mensch anerkannt.
Hier erfülle ich meinen Lebenszweck, meine Berufung.
Anders gesagt: Ein Topjob fühlt sich so gut und stimmig an, dass wir uns am Ende des Tages fragen, ob wir überhaupt „gearbeitet“ haben. Es war doch so leicht! Und wir werden dafür auch noch bezahlt!
Das ist für mich ein echter Topjob. Kennen Sie das auch?
Wie schaut Ihr persönlicher Topjob aus? Was gehört dazu?
In früheren Generationen haben sich unsere Eltern, Grosseltern und Urgrosseltern die Frage nach ihren Talenten gar nicht oder nur selten gestellt. Damals ging es ums Überleben, um das Sichern der eigenen Existenz. Bestimmt haben auch Sie einige Erinnerungen an Gespräche mit Vorfahren, die Ihnen von den „schweren“ Zeiten damals erzählten. Heute ist das anders. Natürlich sollte unser Topjob immer noch (ganz oder in Teilen, je nach Wunsch) zu unserem Lebensunterhalt beitragen, doch unsere eigenen Talente und Stärken dabei auszuleben, hat einen anderen Stellenwert bekommen.
Warum ist es so wichtig, unsere Talente zu leben? Nehmen wir einmal das Bild eines Formel-1-Rennwagens. Stellen Sie sich vor, Sie besitzen einen solchen Wagen. Was fühlt sich besser an? Mit diesem starken und schnellen Rennwagen Ihr ganzes Leben lang über einen Acker zu fahren oder über eine freie Autobahn, auf der niemand ausser Ihnen ist?
Auf dem Acker fahrend würden wir wahrscheinlich denken: „Ja, das ist schon ganz okay, aber so wahnsinnig aufregend ist es nicht. Und irgendwie auch anstrengend. Ich komme gar nicht richtig vorwärts. Das habe ich mir aber anders vorgestellt, die Fahrt in einem Rennauto.“
Auf der Autobahn dagegen, die auch noch gerade frei ist, weil niemand weit und breit vor uns fährt, würden wir in dem gleichen Wagen sitzend sagen: „Wow, was für ein grossartiges Gefühl, Gas zu geben! Wie schnell mein Wagen ist, wie frei sich alles anfühlt!“
Genau wie im Formel-1-Auto geht es uns, wenn wir unsere Talente im Beruf einsetzen dürfen und diese auch noch auf wunderbare Weise geschätzt werden: von unseren Kunden, von unserem Team, vom ganzen Unternehmen. Dann fühlt sich unser Tun stimmig und leicht an.
Ein persönliches Beispiel von mir: Ich habe etwas Technisches studiert und bilde mir ein, dass ich mit vielen technischen Belangen gut umgehen kann. Aber ich bin mir sehr bewusst, dass es andere Menschen gibt, die, was Technik angeht, noch viel versierter sind als ich.
In meiner Zeit als Personalleiter hatte ich zum Beispiel einen Chef, der war unheimlich stark, wenn es ums Strukturieren ging. Wenn wir gemeinsam über ein Projekt sprachen, dann dauerte es nicht lange, und schon war Struktur in den Dingen. Doch wenn es darum ging, sehr anspruchsvolle Personalgespräche zu führen, etwa mit schwierigen Mitarbeitern, das mochte mein Chef gar nicht. Er sagte dann oft zu mir: „Christoph, du machst das viel besser.“ Und ich denke, er hatte recht. Ich hatte Freude daran. Mehr noch, ich habe diese Art von Herausforderungen geliebt!
Ich kann mich gut in Menschen hineinversetzen und sie mit einer gewissen Kraft und Dominanz auch in Bewegung bringen. Ich sehe sehr schnell, worauf es in einer beruflichen Situation ankommt und welche Möglichkeiten es gibt – und diese eröffne ich meinem Gegenüber. Ich kann ihm auch mit einem gewissen „Punch“ einen positiven Schubs geben oder eine Motivation, in die für ihn richtige Richtung zu gehen. Mein Chef wiederum hatte Freude und Talent im Legen von Strukturen und Ordnungen. Darin war er brillant.
So sind wir alle verschieden, und das ist gut so und hat seinen Sinn. Wenn wir unsere Talente und Stärken erkennen, sie im passenden Umfeld einsetzen und dafür auch noch anerkannt werden, dann fühlt es sich einfach gut an und geht mit Leichtigkeit vorwärts. Dann fühlen wir uns wie im Formel-1-Wagen auf der freien Rennstrecke und nicht wie auf einem Acker.
Letztlich haben wir Menschen alle das gleiche Ziel: den Tod. Das hört sich jetzt vielleicht ziemlich drastisch an, doch es ist so. Oder nicht? Niemand von uns lebt ewig. Wäre es nicht grossartig, wenn wir alle am Ende des Lebens zurückschauen und sagen könnten: „Mein Leben war schön. Ich war glücklich und habe das Beste aus mir und meinem Leben gemacht.“?
Wenn wir stattdessen unsere Talente und Potenziale ein Leben lang nicht erkennen und sie nicht ausleben, dann fragen wir uns womöglich am Ende: „Wessen Leben habe ich eigentlich gelebt?“
Wir sind Individuen mit einem einzigartigen Leben. Wir sind mit Begabungen ausgestattet worden und ich persönlich bin der Auffassung, dass wir anstreben sollten, diese Begabungen auch bestmöglich zur Entfaltung zu bringen. In der Zeit, die jedem von uns dafür bleibt. Jedem von uns ist eine andere Zeitspanne gegeben, dem einen mehr, dem anderen weniger. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass Gefühle wie echte Begeisterung und intrinsische Motivation, über die gerade im Vertrieb und Verkauf so viel geredet wird, nur dann entstehen, wenn wir unserem inneren Ruf folgen und unseren Weg konsequent gehen. Sonst fühlen wir uns leer und brennen über kurz oder lang aus. Die Folgen dieser zunehmenden Erschöpfung sind bereits überall sichtbar.
Je mehr wir dagegen unser eigenes Selbst erkennen, umso klarer wir wissen, wer wir sind und wohin die Reise für uns gehen soll, umso schneller erreichen wir unser Ziel. Sowohl unseren persönlichen Topjob wie noch viele andere Lebensziele. Auch die Menschen in unserem Umfeld (beruflich wie privat) können uns dann viel besser und klarer dabei unterstützen, unseren richtigen Platz einzunehmen und unser Leben mit Freude und Erfolg zu leben.
Damit Sie mich und meine Tätigkeit besser verstehen, möchte ich Ihnen kurz von meinem eigenen Weg und Werden erzählen. Mir selbst war mein Potenzial über viele Jahre nicht klar. Als Folge davon habe ich meine Talente lange Zeit nicht optimal eingesetzt. Über das Tun, das Ausprobieren verschiedenster Tätigkeiten und Aufgaben bin ich schliesslich zu dem geworden, der ich heute bin. Ich habe viele gute Entscheidungen getroffen und auch weniger gute. Doch auch durch diese habe ich gelernt und bin vorangekommen.
Wenn Sie ein ungeduldiger Mensch sind und lieber gleich zu den Inhalten kommen möchten, dann blättern Sie einfach vor zum Kapitel „Die 1. Kernfrage: Wer bin ich?“. Ansonsten lade ich Sie herzlich ein, ein Stück meines Weges kennenzulernen.
Ich stamme aus Schoppernau, einem kleinen österreichischen Touristenort im hinteren Bregenzerwald.