Willkommen bei Kitty - 21 erotische Novellen - B. J. Hermansson - E-Book

Willkommen bei Kitty - 21 erotische Novellen E-Book

B. J. Hermansson

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  • Herausgeber: LUST
  • Kategorie: Erotik
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2022
Beschreibung

Sommer in Berlin. Für Fiona ist es der erste Besuch im berüchtigten Kit-Kat-Club. Ein Ort an dem Lust, Verführung und Verlangen aufeinandertreffen. Zusammen mit ihrem Tinder-Flirt Hannah taucht Fiona ein in die verruchte Welt des Sexclubs, wo ein heißes Abenteuer mit hemmungslosem Sex auf die beiden wartet.Die Kurzgeschichten-Sammlung enthält:Willkommen bei Kitty: Erotische NovelleUnter dem karierten Flanellhemd: Erotische NovelleSugargirl: Erotische NovelleShowgirl: Erotische NovellePolyamorie in Paris: Erotische NovellePendelromanze: Erotische NovelleLeidenschaft im Spiegel: Erotische NovelleLazarus: Erotische NovelleKalendersex: Erotische NovelleImmer treu: Erotische NovelleGefährliche Lust II: Der Klub - Erotische NovelleGefährliche Lust - Erotische NovelleEinzelgänger: Erotische NovelleDie Praktikantin: Erotische NovelleDie Meerjungfrau: Erotische NovelleDie Massage: Erotische NovelleDer Reiter: Erotische NovelleDer Geist: Erotische NovelleDer Fremde: Erotische NovelleDas Gefühl von ihr: Erotische NovelleCamgirl: Erotische Novelle-

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LUST Auhtors

Willkommen bei Kitty - 21 erotische Novellen

 

Lust

Willkommen bei Kitty - 21 erotische Novellen Übersetzt LUST Translators OriginalWillkommen bei Kitty - 21 erotische Novellen

Coverbild / Illustration: Shutterstock Copyright © 2019, 2022 LUST, SAGA Egmont, Copenhagen All rights reserved ISBN: 9788728043066

 

1. Ebook-Auflage, 2022

Format: EPUB 3.0

 

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

Willkommen bei Kitty

Willkommen bei Kitty

Elena Lund

 

Die Wärme liegt diesen Sommer wie eine Decke über allem in Berlin. Auf dem schwarzen Balkongeländer setzen sich Pollen und Abgase ab. Die gelben Punkte auf dem Metall sind von weitem nicht sichtbar, aber dicht und klebrig, wenn man von nahem hinsieht. Die Fingerspitzen bleiben kurz kleben, wenn man das Geländer anfasst. Auf Fionas Haut liegt eine Schicht von Sonnencreme, Schweiß und verwischter Foundation. Geschmolzen und verklebt. Vermischt und getrocknet, getrocknet und wieder geschmolzen. Sie zieht die Gabel langsam durch die Knoblauchnudeln, ein Tropfen Öl fällt auf ihren Bauch, als sie die überfüllte Gabel in den Mund schiebt. Läuft zum Nabel hinab, vermischt sich mit dem Schweiß und der geschmolzenen Sonnencreme und trocknet, schmilzt und trocknet wieder.

Überall ist diesen Sommer alles von einer Schicht bedeckt. Von Großstadt, von Sommer, von billigem angetrocknetem Wein auf Gartenmöbeln und von trockenen 37 Grad.

Es könnte alles etwas eklig sein. Aber vor allem macht es sie kraftlos. Der Schweiß, der sich in den Kniekehlen sammelt und in kleinen Tropfen am Nacken, fühlt sich reinigend an. Ihr Körper, der ausgestreckt auf dem kleinen Balkon liegt, vibriert und ist überempfindlich von der Wärme. Er glänzt und genießt es, sie ist durch die Sonne wie neugeboren und fühlt sich attraktiv. Sie stellt den Nudelteller weg und zündet sich eine Zigarette an. Der starke Rauchgeschmack legt sich in das Fett auf ihren Lippen. Ihr Höschen ist dunkelgrün, eng und hoch ausgeschnitten. Sie legt das linke Bein auf das Geländer. Inhaliert und atmet über den ganzen Rosenthaler Platz aus.

Im Schatten des Balkonbodens liegt Fionas Handy. Es liegt mit dem Bildschirm nach unten, denn sie weiß, dass sie eine Nachricht bekommen hat. Sie ist da. Nichts kann die Tatsache ändern, dass die Nachricht da ist, und sie muss sie noch nicht beantworten. Es ist egal, ob es nicht so wird wie gedacht, wenn sie noch nicht antwortet. Bisher gibt es nur eine unbeantwortete Nachricht, und das ist manchmal der beste Moment, wenn noch nichts passiert ist. Eine Zigarette in der schwitzigen Sommersonne, etwas beschwipst vom Glas Weißwein und ein ausgetrockneter Körper – und den Samstagabend mit seinen Erwartungen verpackt in eine Tindermitteilung. Sie kann die Erwartungen wie kleine Berührungen auf dem ganzen Körper spüren, das Pulsieren unter der Haut ist der Traum der längsten Nacht des Lebens, und das bringt die Fingerspitzen zum Kribbeln.

 

Hannah

Hi. Du willst also ein Abenteuer, richtig?

 

Es ist so einfach auf Tinder, zu etwas ja zu sagen, bei dem Fiona sonst errötend weggucken würde. Wo sie nervös mit den Fingern knacken, die Augen rollen und lachen würde. Auf dem Handy ist es anders, aber vor allem ist es im Ausland anders. Niemand, der sie kennt, kann sie hier sehen. Wie sie nervös und schüchtern wird, still und abgewandt. Niemand kennt jemanden, der jemanden kennt, der sie hier sieht, und dadurch ist sie überhaupt nicht mehr nervös.

Fiona

haha, ja, das hab ich wohl gesagt

Hannah

Hast du es dir anders überlegt?

Fiona

Hätte ich sollen?

Hannah

Deine Entscheidung, darling. Ich gehe heute Abend ins Kit Kat. Wenn du willst, komm doch mit mir mit

Es war drei Uhr, als die letzte Mitteilung ankam. Und damit hatte die Unruhe – am Abend allein in Berlin zu sein, allein an einem Samstag zu sein – nachgelassen. Eine rothaarige Hannah mit perfekten Wangenknochen, die sie darling nennt, fragt Fiona, ob sie mit ihr in einen Sexklub gehen will. Also hatte Fiona sich bis auf die Unterwäsche ausgezogen, ihre Nudeln und eine Flasche Wein auf den aufgeheizten Balkon mitgenommen und mit der ganzen Stadt angestoßen. Das Kribbeln im Bauch behalten und über eine Stunde auf der Nachricht rumüberlegt. Was das alles bedeutet, was das alles werden kann. Aber jetzt kann sie nicht mehr. Das Handy ist warm, als sie es in die Hand nimmt.

 

Da war ich noch nie.

Das löscht sie. Da wollte ich schon immer mal hin. Nein.

Ja, gern. Nein.

Fiona

Sehr gerne.

Der Geruch in der Innenstadt hat sich beim Sonnenuntergang verändert. Die Sommerluft riecht noch immer nach Sommer, aber statt des klebrigen, dünnen Dufts nach Säure und Verkehr riecht es jetzt nach nassem Wald und Hasch. Immer liegt ein dumpfer Haschgeruch über dieser Stadt. Fiona greift wieder nach ihrem Handy. 23:07. Steckt es wieder in die Tasche und nimmt stattdessen ihr Zigarettenpäckchen. Manchmal kommen kleine Menschenströme aus der U-Bahn hoch. Alle gehen an ihr vorbei, entweder zum Kiosk, um Alkohol zu kaufen, oder direkt zur Schlange. Manchen sieht man sofort an, wo sie hinwollen. Oder eher, dass sie genau da hinwollen. Sie tragen enge Lederhalsbänder mit großen Silberringen vorn, hohe Stiefel in glänzendem Lack und eine knallpinke Peitsche, die aus dem Adidas-Rucksack guckt. Sie sehen fantastisch aus. Alle sehen fantastisch aus. Sie kann das Schild am Tor von ihrem Standpunkt aus sehen, rot und leuchtend: „Welcome to the Circus.“

Drei Türsteher stehen am Eingang, die bestimmen, ob man sich genug angestrengt hat, ob die Leute auch wissen, wohin sie gerade gehen. Fiona weiß, wohin sie geht. Sie hat drei Gläser Weißwein im Körper und fühlt sich mutig und sexy. Sie spürt ihre halterlosen Strümpfe – von denen bisher, aber nicht mehr lange, nur sie weiß, dass sie sie trägt –, die sich eng an ihre Schenkel schmiegen. Sie möchte sich nach der pinken Peitsche strecken, nur weil es hier nicht unmöglich ist. Sie will das vielleicht noch nicht ausprobieren, aber sie will sie in der Hand halten, ihre Schwere spüren und die Möglichkeit, sie zu benutzen.

Sie inhaliert noch ein letztes Mal von ihrer Zigarette, wirft sie zu Boden und sucht nach dem Handy in ihrer Tasche, als sie jemand am Oberarm greift. In der einen Sekunde, die Fiona zum Umdrehen braucht, rutscht ihr das Herz erst in die Hose und schlägt dann bis zum Hals und rutscht dann wieder in die Hose.

„Fiona, richtig?“, sagt Hannah. Ihre Stimme ist heller, als Fiona sie sich vorgestellt hat, laut, ohne schrill zu sein, aber klangvoll.

„Richtig“, flüstert Fiona und nimmt sie in den Arm. Sie riecht nach Männerdeo und Apfelsine. Hannahs Umarmung ist hart, sie hält sie fest und wippt zweimal hin und her, als ob sie beste Freundinnen wären, die sich nach sehr langer Zeit zum ersten Mal wiedersehen.

„Bereit?“, fragt sie und lächelt breit. Sie hat Grübchen, die man auf den Tinderbildern nicht sieht, aber ansonsten sieht sie aus wie erwartet. Groß und elegant. Die roten Haare in einem festen, hohen Pferdeschwanz. Sie hat deutlich geschwungene Lippen; deren scharfe Konturen sehen gemalt aus, wenn sie von den Straßenlaternen beleuchtet werden. Fiona möchte sich nach vorne beugen und ihre Zungenspitze in das Grübchen drücken.

„Ja, doch“, sagt Fiona und fängt beinah an zu lachen. Erleichtert und nervös, ängstlich und erregt.

„Dann stellen wir uns jetzt an? Oder willst du erst was trinken?“

„Nein, alles gut. Danke.“

Hannah guckt schnell zur Seite, ehe sie die Straße überquert, und Fiona läuft ihr hinterher.

„Ist nicht so schlimm“, sagt Hannah und deutet auf die Schlange, als Fiona aufholt. „Die Schlange. Es geht schnell, wenn es noch so früh ist.“

Fiona nickt. Die Schlange ringelt sich eng über den schmalen Fußweg und am Kebabstand an der Ecke vorbei. Hannah sieht sie unter blau glänzenden Wimpern an, mit einem Blick, der Fionas Herz so stark zum Schlagen bringt, dass sie es zwischen den Beinen spürt.

„Du bist sehr hübsch“, sagt sie, was Fiona zum Kichern bringt. „Was? Bist du. Sehr“, sagt sie. Wenn sie jetzt spricht, ist ihre Stimme langgezogen und schleppend, vielleicht macht sie das extra, um verführerisch zu klingen, aber sie klingt nicht auf gespielte Art verführerisch. Hannah fühlt sich ganz natürlich verführerisch an, auf eine mitreißende und animalische Art. Es ist etwas Rohes und Sehnsüchtiges in ihrer Art zu gucken und sich zu bewegen, und es scheint, dass ihre Stimme so belegt klingt, weil sie Fiona wirklich süß findet. Fiona selbst findet, dass Hannah die sexyste Person ist, die sie je gesehen hat. Ihre schmalen Finger, wenn sie gestikuliert, die dunkelrosa unangemalten Lippen in ihrem ansonsten scharfen, geschminkten Gesicht. Die deutliche Taille in dem engen, dunkelblauen Oberteil. Wenn Fiona ihre Hand ausstrecken würde, würde sie da perfekt hinpassen, sie würde am Burstkorb unter den Fingern spüren, wenn sie Atem holt.

„Du auch“, antwortet sie endlich, vielleicht ist sie etwas rot geworden. Es ist egal.

Die Schlange geht schnell voran, wie es Hannah gesagt hat, und plötzlich stehen sie vor den Türstehern. Sie fragen etwas und Hannah sagt: „Zwei“. Die Türsteher nicken und sie dürfen weitergehen.

 

Nach dem ersten Tor kommt ein riesiges Wandgemälde. Ein männlicher gefallener Engel, überwacht von einem ebenfalls nackten Mann, der wie der Teufel aussieht.

„Wunderschön, nicht?“, fragt Hannah und legt gleichzeitig leicht die Hand auf Fionas nackten Oberarm. Die Berührung explodiert in ihrem Körper, und sie muss ihre Füße fest in den Boden pressen, um sich nicht an sie zu lehnen, möchte die Wärme der Fingerspitzen festhalten, sie über den Arm gleiten lassen und die Nägel leicht schaben hören.

„Es ist wunderschön.“

 

Draußen ist die Nacht warm, aber die Wärme fühlt sich jetzt endlich leicht an, als wäre sie müde nach den unbeherrschten, wilden Wärmewellen des Tages und hätte sich niedergelegt. Die schwere Luft ist jetzt klar. Als der letzte Türsteher die große, schwere Eisentür zum Klub öffnet, betritt Fiona eine andere Art der Wärme. Menschenwärme. Hannah hat schon den Eintritt für beide bezahlt, als Fiona gerade den Mund schließt, der ein klischeehaftes O geformt hat. Hannah sagt: „Passt schon“, bevor Fiona den Mund wieder öffnen und protestieren kann. Dann spürt sie Hannahs warme Hand an der Hüfte und lässt sich führen. Durch einen Meer von Menschen in Leder, Samt und nackter Haut.

„Zeit, sich auszuziehen“, sagt sie und lächelt.

Sie knöpft ihre enge Jeans auf und zieht sie über die Hüfte. Das blaue Oberteil ist ein Body, Spitzenunterteil mit String. Die Spitze ist gemustert, aber man kann sehen, dass sie rasiert ist. Die Haut scheint bleich hindurch, bleicher als die Schenkel. Während sie sich ausziehen, sehen sie einander an, ohne es zu verbergen, und Fiona geniert sich nicht ein bisschen. Als sie ihr dünnes Baumwollkleid auszieht, sieht sie Hannah in die Augen. Hannah lässt ihren Blick langsam über das schwarze Unterwäscheset und Fionas sonnengebräunte Haut wandern. Sie sind fast gleich groß, Hannah ist nur wenige Zentimeter größer. Sie stellt sich so nah an Fiona, dass diese die Wärme ihres Körpers auf ihrer eigenen Haut wie Dampf spüren kann. Sie führt ihre Hände zu Fionas Gesicht und lässt sie durch ihre offenen Haare gleiten. Gräbt die Finger hinein und zieht sie nach oben. Frisiert ihre Haare in einem passenden strammen Pferdeschwanz.

„So ist es einfacher“, sagt sie mit dieser schleppenden Sexstimme. Sie löst eine direkte physische Reaktion in Fionas Körper aus. „Außerdem siehst du toll aus.“ Die Haare in Fionas Nacken stellen sich vor Behagen und Lust auf. Als sie mit dem Pferdeschwanz fertig ist, lässt sie die Finger fallen und streift Fionas Nacken mit einer weichen und lustvollen Berührung. Fiona begreift nicht, wie man jemanden so natürlich und erregend berühren kann. Wenn Hannah sie berührt, vergisst sie, dass sie sich in einem engen Klubfoyer befinden. Das laute Dröhnen der Technomusik ist weit, weit weg.

„Und, bereit für Kit Kat?“

Es hätte nicht viel gegeben, das sie darauf vorbereitet hätte, was sie in dem versteckten, grauen Haus erwartete, aber sie ist nicht schockiert. Es ist nicht unbedingt eine Zirkusvorstellung, wie das rote Schild draußen versprach. Aber es ist ein riesiger, schmutziger, reisender Karnevalsverein.

Hannah führt sie durch den Klub. Über die rappelvolle Tanzfläche und in kleine Zimmer. Treppen hinab und in versteckte Flure. Es ist ein Irrgarten von Sex und es ist berauschend. In einem Zimmer stehen Krankenhausbetten in einer Reihe. Das kalte Licht scheint auf die Paare und Konstellationen auf den mit Latex bezogenen weißen Betten. Andere Gäste stehen mit Drinks drum herum und gucken zu. Fionas Herz schlägt bis zum Hals, ihr ist warm, und sie fühlt sich übersensibel, jede Bewegung von Hannah spürt sie wie kleine Wellen auf ihrer Haut. Vor einigen Tagen hätte sie nicht glauben können, dass es sie so erregen würde, in einem offenen Raum zu stehen und mehreren Paaren beim Sex zuzusehen, aber so ist es. Ihre Nonchalance, ihr Mut, ihre Anonymität und ihre Körper. Eine schwarzhaarige Frau mit zwei geflochtenen Zöpfen hat einen Strap-on an, sie steht an den Rand eines Krankenhausbettes gelehnt, während ein Typ mit Glatze ihr einen bläst. Er streckt die Zunge heraus und leckt um die dunkle Plastikeichel, und die Frau stöhnt. Und das macht es so sexy – dass sie, obwohl sie es physisch gar nicht spüren kann, genießt, dass er ihr einen bläst. Sie hält seinen Kopf mit ihrer Hand, mahnt ihn, sie härter zu nehmen.

Fiona spürt Hannahs Worte, ehe sie sie hört – einen Hauch von heißem Atem an ihrem Ohr.

„Hey, Babe, ich habe mir das Beste für den Schluss aufgehoben. Willst du es sehen?“

Fiona braucht nicht zu antworten. Sie nimmt Hannahs Hand und folgt ihr willig, als Hannah sie wieder die Treppe hochzieht. Sie sah das helle Zimmer aus dem Augenwinkel, als sie reingekommen sind, sie hat darüber gelesen. Das Pool-Zimmer.

Hier sind die Luft und das Licht kristallklar. Hellblau und glänzend. Eine unwirkliche Oase in dem dunklen Klub. Der große Pool in der Mitte, darum Sofas und eine Sauna am Ende. Momentan badet niemand, das Wasser ist still und unberührt. Es wirft glänzende Lichteffekte auf die Wände und Körper im Zimmer, Hannahs Wimpern werfen kleine blaue Sterne auf ihre Wangen.

„Willst du in die Sauna?“

Fiona ist es, die fragt. Ihre Stimme ist tief und schleppend. Sie sagt es, ohne nachzudenken. Will Hannah jetzt ohne Kleider sehen, verschwitzt und warm. Hannah streckt die eine Hand aus und legt sie auf Fionas Rücken, streichelt ihr langsam an der Wirbelsäule hoch bis zum BH und hakt ihn schnell und geschmeidig auf. Führt die Finger weiter zu den Schultern. Sie ist langsam nähergekommen und jetzt steht sie so nah an Fiona, dass diese ihre Atmung hört. Hannah zieht ihr den BH aus und beugt sich nach vorn. Legt ihre Lippen an Fionas Hals, küsst sie federleicht. Der Atem, der Fionas Lippen bei dieser kleinen Berührung verlässt, ist animalisch und innig, ein rasselndes Stöhnen, das Hannah zubeißen lässt. Ein stechender Schmerz und eine Erregung, die Fionas ganzen Körper erzittern lassen.

„Ja“, sagt Hannah. Sie nimmt wieder Fionas Hand und sie gehen zu der kleinen Holzhütte. Sie ziehen sich selbst aus, Hannah legt ihre Kleidung zu einem perfekten Haufen und Fionas Hände zittern leicht.

 

Sie sind allein in der Sauna. Durch das Türfenster kann man den Pool sehen und die Menschen, die sich drum herum bewegen. Aber hier gilt nur Fionas eigene Fantasie. Die stickige Luft ist warm und vibriert. Hannah legt ihre weißen Handtücher nebeneinander auf die unterste Bank und setzt sich. Sie sieht ohne Kleider elfengleich aus. Schlank, aber mit runden Konturen, deutlicher Taille und weichem Bauch. Die Art von Körper, die man anfassen muss, fühlen muss. Ihre Brüste sind schwer und die Brustwarzen dunkel. Verglichen mit dem Raum davor, ist es in der Sauna leise, hier werden gefühlt alle Bewegungen und Geräusche durch die schwere Luft verstärkt. Alles ist langsamer und trifft einen mit größerer Kraft, wenn es auf 60 Grad erhitzt wurde. Fiona stellt sich vor Hannah, die ihre Hände auf Fionas Hüften legt. Warm und trocken. Fiona streicht ihr mit den Handflächen über die Arme und setzt sie auf die Kante hinter Hannah. Rahmt mit ihren ausgestreckten Armen Hannahs Gesicht ein. Noch berühren sie einander nicht, noch haben sie einander nicht geküsst. Fiona legt ihre Fingerkuppen unter Hannahs Kinn, mutig und impulsiv, allein in dem kleinen, heißen Raum. Fiona lenkt Hannahs Gesicht nach oben zu ihrem. Beugt sich vor und biegt die Knie nach außen. Schwebt über Hannahs Körper, berührt sie aber nicht. Alle Haare auf Fionas Körper recken sich zu Hannah, die Sekunde, die sie ganz stillhält, ist unendlich. Es braucht eine physische Anstrengung, um ihre brennende Haut nicht an Hannahs zu pressen. Dann lässt sie ihren Körper sinken. Ihre nackten Beine und ihre Muschi landen auf Hannah. Das Gefühl der heißen Haut an ihrem Unterleib lässt ihre Selbstkontrolle verschwinden und Fiona wirft sich auf sie. Die Antwort ist ebenso enthusiastisch und gewaltig.

Hannah legt ihre Arme um Fionas Taille und drückt sie an sich. Öffnet ihren Mund und lässt Fiona hinein. Streicht mit ihrer Zunge um ihre, nass und hungrig. Sie schmeckt nach kaltem Bier, Zitrone und Lippenbalsam. Hannah hält mit ihrer Hand Fionas Nacken fest, drückt ihre Fingerkuppen in den Haaransatz, drückt ihr Gesicht und ihre Lippen noch fester an sie. Fiona lässt ihre Zunge über Hannahs Zähne gleiten, es fühlt sich intim und animalisch an. Hannah beißt als Antwort leicht hinein und greift nach Fionas Po. Als Fiona Hannahs Brüste nimmt, gleiten ihre Hände ab; ihre Körper sind bereits glitschig vom Schweiß. Als sie fester zugreift, spürt sie, wie Hannahs Brustwarzen unter ihren Handflächen hart werden. Sie schnauft lauter und fällt noch tiefer auf sie nieder. Hannahs Venushügel wird gegen ihre feuchte Muschi gedrückt, ihr Hüftknochen gegen Fionas Innenschenkel. Es kocht in ihr, und sie erzittert stark und merkbar.

Endlich darf sie die Hand auf die Taille legen und mit den Daumen über ihre Rippen streichen, während sie nach Luft keucht. Ohne darüber nachzudenken, hat Fiona begonnen, ihren Unterleib gegen Hannahs zu stoßen auf der Suche nach einer Stimulierung – sie ist so geil, dass sie ihren Herzschlag in ihrer Muschi spürt. Jede kleine Bewegung, durch die Hannahs Haut ihre Schamlippen berührt, schickt eine Explosion ihre Beine hinunter. Als sie die Zunge herausstreckt und an Hannahs geschwungenen Lippen entlangleckt, liegen kleine Schweißtropfen wie Tau darauf, scharf und salzig. Sie will diesen Geschmack für immer auf der Zungenspitze behalten.

Wo ihre Körper sich berühren – an den Beinen, an Fionas Muschi, die Hannahs Bauch berührt, an Hannahs Armen um Fionas Taille und am Rücken –, fühlt es sich an, als wären sie miteinander in der glühenden Luft verschmolzen. Fionas Körper ist so überempfindlich und so nah an Hannahs, dass sie zu einer Person geworden sind. Sie kann sehen, wie der Schweiß über Hannahs Gesicht läuft, den Brustkorb hinab und zwischen die Brüste. Sie nimmt einen der Tropfen mit dem Daumen und steckt ihn sich in den Mund. Nimmt den Daumen mit einem obszön ploppenden Geräusch aus dem Mund, sodass ein Spuckefaden mitkommt. Sie führt ihn an Hannahs Lippen, die ihn hungrig ableckt. Sie atmen tief und im Takt, rasselnd in der undurchdringlichen Luft. Wenn sie Luft holen, werden ihre Brustkörbe aneinandergedrückt, und eine erneute Welle der Hitze und Erregung fährt durch Fionas Körper. Sie kann Hannahs Brustwarzen – noch immer steif, aber weich durch die Hitze – an ihren eigenen Brustwarzen spüren.

Mit einer starken, ausladenden Bewegung greift Hannah fester um Fionas Taille und ihr rechtes Bein, und legt sie auf dem Rücken auf die Bank. Es gibt ein dumpfes Geräusch, als sie landet, aber es ist kein harter Schmerz. Sie muss Luft holen, um nicht schon durch den Anblick von Hannah über ihr zu kommen. Ihren Wangen sind rosa und der Pferdeschwanz verwuschelt, die Haut glänzt vom Schweiß, und die Augen sind groß vor Ungläubigkeit. Hannah greift wieder nach Fionas Beinen und zieht sie zu sich. Entschlossen und athletisch und unglaublich sexy. Fionas Stimme zittert, als sie fest nach Hannahs Pferdeschwanz greift, sie zu sich führt und sagt: „Fass mich an.“

Als Antwort spürt sie Hannahs Zunge in ihrem Nacken, neugierig und sanft. Eine Mischung aus Küssen und kleinen Zügen mit der Zungenspitze. Kaum dass Fiona reagiert, löst Hannah die rechte Hand von Fionas Schenkel, lässt sie zur Innenseite gleiten und greift nach Fionas Muschi. Nicht grob, aber mit festem Griff. Das Gefühl ist so schön, dass Fiona ein lustvolles Stöhnen entgleitet, ein Wiehern. Hannah lässt ihre Hand an der Stelle, drückt nur ihre Handfläche auf Fionas Venushügel – langsam beginnt sie zu massieren und lässt die Fingerspitzen ganz, ganz leicht über ihre Schamlippen streichen, während sie Fiona am Hals entlang küsst und ihr dann an den Brustwarzen saugt. Fiona biegt sich, ohne darüber nachzudenken, ihr eigener Zopf wird zur Holzunterlage gezogen, und sie spürt, wie ihr der Schweiß die Wirbelsäule entlangläuft. Hannah neckt ihre Brustwarze und lässt gleichzeitig ihren Zeigefinger Fionas äußere Schamlippen massieren, bevor sie ihr den Zeigefinger langsam einführt. Er gleitet leicht hinein und Fiona beugt sich noch mehr, um Hannahs Finger tiefer und schneller in sich aufzunehmen. Aber Hannah bewegt sich weiter in Zeitlupe, lässt den Finger wieder ganz hinausgleiten, an den Schamlippen hinauf und mit einer schnellen Bewegung über die überempfindliche, geschwollene Klitoris, bevor sie ihr den Finger wieder hart, aber langsam einführt. Mit der anderen Hand nimmt sie Fionas Gesicht und küsst sie wieder. Schnell und hart, ehe der Kuss unterbrochen wird, weil sie Luft holen müssen. Fionas Körper wabert vor Schweiß und Lust, die extrem warme Luft stört nicht, liegt aber wie eine warme Decke über ihnen. Macht alles langsamer, stärker und intensiver. Der Schweiß rinnt ihre Gesichter hinunter und ihre Haut pulsiert, aber alles andere ist unbedeutend, als Hannah einen zweiten Finger einführt und sich schneller und schneller bewegt. Weit weg hört Fiona den Bass der Technodisko, er hat den Rhythmus von ihrem Atem, von Hannahs Stöhnen. Ihre Lippen sind so nah an Fionas, dass es sich anfühlt, als hätte Hannahs Atem eine feste Konsistenz, er legt sich auf Fionas Lippen, und sie leckt ihn ab.

In den Beinen spürt sie, wie der Orgasmus sich aufbaut, es kribbelt so stark von den Füßen hinauf, dass es sich anfühlt, als ob sie taub werden. Hannahs Bewegungen sind schnell und präzise, Fionas Körper ist geschmolzen, sie versucht nach Hannahs Körper zu greifen, aber sie ist zu verschwitzt. Fiona öffnet den Mund und lässt zu, dass sie laut ist. Ein scharfes, lautes Stöhnen.

Als sie so kurz vor dem Orgasmus ist, dass sie ihn beinah greifen kann, schlägt sie Hannahs Hand weg. Das ist so ziemlich das Schwerste, was sie in ihrem Leben getan hat. Als sie auf die Arme hochkommen will, zittert sie, ihr Atem geht kurz und tief. Ihr Blick trifft Hannahs hinter dunklen Wimpern, und sie sagt nur: „Noch nicht.“ Stattdessen greift sie nach Hannahs Schenkeln und zieht sie an sich. Hannah klettert über sie, an ihr vorbei und stellt den einen Fuß auf den Plastikboden vor der Bank, sodass ihre Muschi sich genau vor Fionas Gesicht befindet. Sie ist dunkelrosa und nass. Fiona kann nicht warten. Sie greift fest nach Hannahs Hüften und leckt sie hart und fest, direkt von der Öffnung zwischen den Schamlippen entlang bis zur Klitoris. Hannah wimmert über ihr und drängt sich näher heran. Fiona leckt sie wieder, sie schmeckt stark nach Salz, Schweiß und Muschi, aber auch nach etwas Süßem – Melone und Nektar. Sie saugt an der Klitoris und lässt die Zungenspitze vor- und zurückschnellen. Sie streckt die Hand aus und neckt Hannah an der Brustwarze. Sie hört, wie Hannah über ihr auf Deutsch flucht, und ist erleichtert, dass sie beide so schnell kurz vor dem Höhepunkt sind. Als Hannah ihre eine Hand nach hinten nimmt und Fionas Muschi mit zwei Fingern zu massieren beginnt, öffnet Fiona den Mund und stöhnt so laut, dass sie beinah schreit. Das bringt Hannah dazu, selbst noch mehr vor Fionas Gesicht zu wippen. Fiona drückt ihre Zunge so tief sie kann hinein und massiert Hannahs Klitoris mit dem Daumen. Von Hannahs Körper rinnt ein Tropfen Schweiß auf Fionas Gesicht. Sie bemerkt, wie sehr sie jetzt zittert. Hannahs Finger sind schonungslos, wie sie ihre Klitoris zum Klimax kneten, und ihren ganzen Körper durchfährt es, als sie den Orgasmus wieder auf sich zukommen spürt. Er kommt nicht allmählich und kitzelnd wie das letzte Mal, sondern wie ein Tritt in den Magen. Es wird ihr sehr schwer, sich auf einen Rhythmus zu konzentrieren, während sie Hannah leckt, sie wird schneller und schneller, ohne richtigen Takt, aber von Hannahs Atmung zu schließen spielt das für beide keine Rolle.

Fiona streckt die Hand aus und greift nach Hannahs Brust, sie liebt es, wie die weiche Unterseite, die jetzt schweißnass ist, in ihrer Hand wippt. Hannah wirft ihren Kopf nach hinten und schreit, als sie kommt. Dieser innige – fast brüllende – Laut, ihre warme Brust in Fionas Hand, der Geschmack von Hannahs Muschi und der Gedanke, dass jederzeit jemand reinkommen könnte. Alles kommt zusammen und Fiona kommt hart und schnell, es durchschlägt sie geradezu. Sie fühlt sich betäubt von dem Gefühl in den Beinen, knisternd und überempfindlich, kurz überlegt sie in ihrer eigenen Überdramatisierung, ob sie gestorben ist. Hannah nimmt ihre Muschi von Fionas Gesicht weg und obwohl Fiona es genossen hat, ist sie dafür dankbar. Außer Atem von der Wärme und dem Orgasmus schnappt sie zwischen ihrem eigenen Stöhnen nach Luft.

Sie wischt sich mit den Händen über Gesicht und Haare, selbst der Pferdeschwanz ist schweißnass. Sie blickt aus der Tür, eine muskulöse, tätowierte Frau zeigt ihr den Daumen hoch. Ein schockiertes, aber euphorisches Lachen steigt in ihr hoch, und Hannah lacht mit.

„Willkommen bei Kitty, darling“, sagt Hannah mit einem breiten Lächeln. „Willst du tanzen?“

Unter dem karierten Flanellhemd: Erotische Novelle

„Weißt du, wer das ist?“

„Hm, was, wer?“

„Der da. Der Schrank, der da drüben steht, in den ich gerade reingerannt bin. Fühlte sich wie eine Steinmauer an! Das ist mir so peinlich!“ Tina lacht sie unbeschwert an und wartet geduldig auf eine Antwort.

„Du bist so krass! Obwohl, das wusste ich eigentlich. Das ist Glenn, er arbeitet im Krankenhaus.“

„Ist er Arzt?“

„Nein, Krankenpfleger.“

Emelies Telefon plingt und sie nimmt es in die Hand, um nachzusehen.

„Okay … Dieses Tinder besteht darauf, mir ständig Nachrichten zu schicken. ‚Du hast ein Superlike bekommen‘ … Ja, und? Es ist doch eh nie etwas Seriöses an einem, der jemanden ‚superliket‘!“

„Ich mache das die ganze Zeit!“

Emelie lacht über Tinas knuffige Art, ehe sie sie mit auf die Tanzfläche zieht.

„Klar machst du das! Komm, wir tanzen!“

Um sie herum sitzen die meisten und unterhalten sich, nur wenige Gäste tanzen. Die Bar ist dunkel und so eingerichtet, dass die Details aus Holz hervorgehoben werden. Schwarzweiße Fotos an den Wänden, die von der Geschichte der Bergarbeiterstadt erzählen, in die viele im 19. und frühen 20. Jahrhundert kamen, um Gold zu suchen. Die Bilder zeigen vor allem die ursprüngliche Bevölkerung, vor allem Tlingit, die schon lange vor den Europäern in der Stadt gewohnt haben. Die Bar gehört einer Tlingitfamilie, der auch die Buchhandlung gehört, in der sie und Tina viel zu viel Geld ausgegeben haben. Aber das fühlt sich in Ordnung an, weil das Geld an Juristen und die Leute geht, die das First-Nations-Besitzrecht in der Gegend wieder einführen wollen. Die Atmosphäre in der Bar ist entspannt und Emelie ist froh, dass sie trotzdem hergekommen sind, obwohl es die falsche Saison für Schlittenrennen und Nordlichter ist.

Die Bar ist sehr gemütlich und es gibt viele Winkel, in denen man sich ungestört unterhalten kann. Etwas weiter weg sind auch ein Shuffleboard und eine Dartscheibe. Emelie und Tina hüpfen zu dem dröhnenden Bass. Emelie freut sich über ihre Kurzhaarfrisur, mit der sie springen und den Kopf schütteln kann, ohne dass eine Haarsträhne in ihrem Mund landet. Das nächste Lied ist ein spanischer Hit und die wenigen Personen um sie herum fangen an, Salsa zu tanzen, oder versuchen es zumindest.

Emelie ahmt steif Tinas rollende Hüften nach und findet nach einer Weile den Takt. Sie tanzen sich durstig und lassen sich schließlich mit je einem Bier an einen Tisch fallen.

Emelie blickt auf die Menschen um sie herum, die dasitzen und mit ihren Freunden reden. „Verdammt, könnten nicht mehr Leute auf der Tanzfläche sein? Dass man jemandem zum Tanzen gehabt hätte … Ich hätte jetzt echt Lust auf ein bisschen Engtanz.“

„Ich weiß. Du brauchst ein gutes Date, ehe du ganz aufgibst. Ich kann dir ansehen, dass du Sex brauchst!“

„Ist das so deutlich?“

„Du scannst den Raum, als wärst du ein Jäger im Wald oder sowas.“ Tina lacht. „Wer ist deine nächste Beute?“

„Du hast recht, es ist zu lange her. Jetzt würde mir sogar schon ein schwerer Körper an meinem reichen, und dass mich jemand anders als ich selbst anfasst.“

„Na, das stimmt nicht ganz, und das weißt du. Du brauchst guten Sex. Du brauchst jemanden, der versteht, was du willst und es dir gibt. Du brauchst multiple Orgasmen oder wie das heißt. Das brauchst du.“

„Auch wahr. Verdammt, wie schwierig das sein kann. Dass das Singleleben lustig ist, ist der größte Witz der Weltgeschichte.“

Tina bestellt an der Bar noch ein Bier. Als sie zurückkommt, wedelt sie mit der Hand vor Emelies Gesicht.

„Hallo, jemand zu Hause?“

„Er ist so groß und breit … so maskulin und behaart. Ich will zu ihm und seinen Bart anfassen. Wäre das unverschämt?“

Tina lacht.

„Klar, du sitzt hier und fantasierst über Glenn. Aber ja, er ist echt dein Typ. Ein richtiger Holzfäller. Du hast den gleichen Männergeschmack wie Aaron, der mag Bärentypen. Ihr könnt zusammen auf die Pirsch gehen!“

„Mm. Aber er ist sicher ein Machoschwein. Es ist so typisch, dass die Typen, auf die ich stehe, eine Persönlichkeit haben, die ich nicht ausstehen kann!“

„Er ist Feminist.“

„Ein männlicher Feminist? Ach komm, das sagt er nur, um Frauen rumzukriegen oder um sein Selbstbild zu bekräftigen.“

„Nein, echt jetzt, ich glaub nicht, dass er so ein Typ ist.“

„Bestimmt ist er ‚Feminist‘ und geht zu feministischen Veranstaltungen und spricht über Frauen und …“

Tina unterbricht sie mit mehr Infos.

„Nein, er organisiert so Jungsessen. Weißt du, so Essen, bei denen das Thema ist, dass sich Männer treffen und über ihre Männlichkeit reden, Verantwortung für die sexuelle Gewalt übernehmen, die in der Gesellschaft passiert, und darüber sprechen, wie man die schädliche Männernorm verändern kann.“

Emelie hebt die Augenbrauen in stiller Fragestellung und Tina redet lauter und schneller.

„Plus, ich habe ihn noch nie mansplainen hören!“

Emelie öffnet den Mund um gegenanzureden, aber Tina hebt die Hände.

„Nein, warte, lass mich zu Ende reden. Ich sage nicht, dass er perfekt ist, aber ich glaube, dass er den feministischen Kampf führt, ohne den Platz der Frau einzunehmen. Aber er ist auch ganz schön still als Person, eher ein Denker, also ist das vielleicht darum, und nicht, weil er Frauen respektiert … Dass er ein guter Mensch und ein Feminist ist, ist vielleicht auch einfach nur von mir geraten, wer weiß? Das musst du rausfinden!“

„Also muss ich jetzt glauben, dass er großartig ist, nur weil seine Wertvorstellungen ganz okay sind? Und er Frauen als Personen respektiert?“

„Du weißt, dass ich so nicht denke, hör auf. Ich meine nur, dass er kein Chauvischwein zu sein scheint. Gib ihm doch eine Chance.“

„Ja, vielleicht … ich würde jetzt echt eine Runde harten Sex brauchen. Du weißt schon, einer, der mich hochheben kann und mich hart gegen die Wand drückt. Verdammt, ich bin so geil … Das ist echt nicht mehr witzig.“

„Dann geh mit ihm reden, ehe du explodierst!“ Tina schüttelt lachend den Kopf und knufft Emelie in Richtung Dartscheibe, wo Glenn steht.

*

„Also, was machst du in Kanada?“, fragt er auf Englisch.

„Ich wollte nur mal was anderes sehen, eine Weile work and travel machen und Kanada schien ganz nett zu sein.“

„Und, bist du bisher zufrieden?“

„Äähm, was?“

Sie bekam gar nicht mit, was er sagte, sondern starrte ihn an. Sie musste lächerlich aussehen. Sein Lächeln war schief und er schien mit ihr zu flirten, was ihr Herz schneller schlagen ließ.

„Ich habe gefragt, ob du bisher mit deiner Erfahrung zufrieden bist.“

„Oh, sorry, ja. Bin ich.“

Glenn steht vor Emelie. Sein breiter, kräftiger Körper verdunkelt den Raum hinter ihr und sie kann die Andeutung eines sehr haarigen Brustkorbs sehen. Sie muss ihren Kopf nach hinten biegen, um ihm ins Gesicht sehen zu können, das mit einem dunkelblonden Bart mit leichten Rottönen bedeckt ist. Seine Augen glitzern ungezogen. Sein Blick fühlt sich an, als ob ihr jemand über den ganzen Körper streichelt. Sie spürt, wie ihre Muschi gegen den engen Jeansrock pulsiert und wie nass ihr Höschen vor Erregung ist. Seine bloße Anwesenheit im Zimmer lässt ihr Gehirn alles vergessen und sie kann nur noch an Sex denken. Da steht er, so nah an ihr dran, dass sie die Hand ausstrecken und ihn berühren könnte. Er wartet ab, das sieht sie ihm an. Er lässt sie bestimmen. Er wartet auf ein deutliches Zeichen, eine deutlich bejahende Antwort in Form ihres Beins um seine Taille. Sie weiß, dass sie sich über etwas unterhalten haben, weiß aber nicht mehr, was, das Gespräch ist verstummt. Jetzt stehen sie da und sehen stattdessen einander hungrig in die Augen.

Sie will den ersten Schritt machen, ihm zeigen, wie sehr sie darüber fantasiert hat, dass er sie gegen die Wand drückt. Sie will spüren, wie er seinen harten Schwanz an sie presst. Nur daran hat sie in den letzten Stunden denken können. Eigentlich in den ganzen letzten Jahren. Es ist, als ob ihr Sextraum wahr geworden ist und jetzt vor ihr steht. Begleitet von dem maskulinen Duft, der sich ausbreitet und wie eine Wolke aus süßer Wollust um sie legt. Wenn sie nur ihre Hände unter sein kariertes Flanellhemd schieben könnte, seinen haarigen Brustkorb streicheln und die Hände nach unten über seinen Bauch führen könnte. Mit den Händen am Hosenbund entlangfahren, ihn erschaudern und die entstehende Gänsehaut fühlen. Die Finger in die Jeans einhaken und sich an ihn pressen, um die Beule zu spüren, die sich deutlich abzeichnet. Sie beißt sich auf die Unterlippe und sieht, wie sich ihre eigene rohe Sehnsucht in seinen Augen spiegelt, die sich vor Lust verdunkeln.

Aber nein, sie sind in einer vollen Bar. Leute sitzen um sie herum, trinken, quatschen und leben ihre Leben. Unter anderem ihre Freunde. Auch wenn sie darüber fantasiert hat, vor einer Menschenmenge in der Öffentlichkeit Sex zu haben, muss sie sich doch daran erinnern, dass es gesetzwidrig ist. Und es tatsächlich zu tun, wäre nicht besonders nett denen gegenüber, die zusehen müssen. Das hier ist eine ganz gewöhnliche Bar und kein Sexklub. Aber sie steht in einer dunklen Ecke, wo hoffentlich niemand sieht, was sie tut. Während sie ihm also tief in die grünen Augen sieht, streckt sie ihre Hand aus und greift durch den Stoff seiner Jeans nach seiner Erektion. Er flucht mit seiner tiefen Stimme auf, die ihre Seele streichelt, und geht einen letzten Schritt auf sie zu. Sein Körper drückt sie halb gegen die Wand und ihre Lippen treffen sich in einem nassen und leidenschaftlichen Kuss.

Das weiche, rote Flanellhemd spannt über den breiten Schultern. Sie fährt mit ihrer freien Hand über seinen Bauch, seine Brust und zu seinen Haaren, in die sie ihre Finger flicht und ihn noch näher zu sich zieht. Sie will nichts lieber, als seinen pulsierenden Schwanz direkt auf der Haut spüren. Sein stämmiger Körper, der sich gegen sie drückt und sie umringt, fühlt sich übermächtig an, als würde sie in seinen Armen ertrinken.

Sie flüstert ihm zu, wie sehr sein Körper sie antörnt. Groß, breit und behaart. Und wie sehr sie es mag, hart von dominanten Männern im Bett genommen zu werden. Er lächelt sie schelmisch an und zieht die Wörter in die Länge, während er ihren Rücken mit seiner breiten Hand streichelt.

„Ich werde dich hart ficken und alles machen, was du willst.“

Schauer über Schauer durchfährt sie und sie muss sich Mühe geben, nicht wild vor allen anderen gegen ihn zu stoßen. Sie fragt sich, wie viel sie sehen würden, wenn sie geschmeidig seinen Hosenstall öffnen, ihren Rock heben und ihren Schenkel um seine Taille legen würde. Er könnte in ein paar Sekunden in ihr sein und sie kann an nichts anderes denken. Sie würde sich nicht bewegen, weil das die Aufmerksamkeit der anderen auf sich ziehen würde, sie würde ihn nur unbeweglich in sich haben. Sie beißt ihm in die Lippe und zieht vorsichtig den Reißverschluss auf.

Da nimmt er ihre Hand weg und hält sie an der Wand fest. Sie versucht sich loszumachen, um ihn weiter anzufassen – ihn auszuziehen – aber er ist zu stark. Sie spürt, wie eine weitere Woge unglaublicher Sehnsucht sie erfasst, weil er so stark ist und sie so bestimmend hält. Ihr Körper brennt und wenn er sie nicht so fest halten würde, würde sie ihn jetzt und vor aller Augen bespringen. Die Reaktionen wären ihr egal, sie will jetzt nur noch bei ihm sein.

Er bewegt seinen Mund zu ihrem Ohr, sein Bart kitzelt und sendet Schauer über ihren Körper, als er flüstert: „Willst du zu mir gehen?“, mit dem typisch kanadischen Dialekt in seiner tiefen Stimme.

Sie reckt sich hoch, lässt ihre Lippen sein Ohr streifen und sagt ein bisschen zu laut „FUCK YES“, ehe sie ihm ins Ohrläppchen beißt. Er drückt sie ein letztes Mal an die Wand, sodass sie jeden Zentimeter seines harten Schwanzes an ihrem Körper fühlen kann, eher er zurücktritt und ihr den Weg aus der Bar und zu seinem … Motorrad zeigt. Verdammt, er hat ein Motorrad. Sie bleibt stehen und sieht zu, wie er hingeht und einen extra Helm für sie hervorkramt. Dieser wahr gewordene feuchte Sextraum wird immer besser. Wenn das so weitergeht, läuft ihr die Nässe demnächst an den Beinen runter.

*

Die Fahrt zu seiner Wohnung ist unfassbar schön. Sie umarmt fest seinen kräftigen Körper, um nicht herunterzufallen. Sie drückt ihren Körper an seinen Rücken. Sie hofft, dass er ihre Brüste spürt, dass er genauso ungeduldig und erregt ist wie sie. Einen kurzen Moment lang drückt er mit der einen Hand ihren Schenkel, und diese einfache Berührung bringt sie fast zum Bersten.

Er biegt an einem Waldweg ab und fährt langsam durch die Dunkelheit zu einer Holzhütte. Vor der Hütte steckt eine Axt in einem Stumpf mit Holzspänen drum rum. Sie versteht, dass er nicht nur wie ein Holzfäller aussieht, sondern tatsächlich einer ist. Als er langsamer wird und anhält, lässt sie ihre Hände über seinen Bauch gleiten. Streichelt den gespannten Jeansstoff und die Beule, die sie darunter spürt, eh sie das Bein über den Sattel schwingt und absteigt. Trotz der Dunkelheit sieht sie, dass es auch einen Gartenteil und viele gepflanzte Blumen im Garten ums Haus gibt, sie lässt sich ein paar Sekunden von ihrer heftigen Leidenschaft ablenken und fragt sich, ob er einen grünen Daumen hat oder ob ihm jemand dabei hilft. Eine Freundin? Eine Mutter? Oder sind die Männer in Kanada so selbstsicher, dass sie tatsächlich selber im Garten arbeiten? Sie weiß nichts über ihn, außer, dass er wie ein Traummann aussieht, ein echter Holzfäller, und dass Tina ihn ein wenig kennt. Und dass er sie extrem geil macht.

*

Sobald sie auf die Veranda kommen, ist er bei ihr, drückt sie gegen die Wand und presst seine Erektion gegen ihren Po. Sie macht ein starkes Hohlkreuz und denkt, wenn jetzt nicht Stoff zwischen ihren Geschlechtern wäre, wäre sie jetzt im Himmelreich, also noch mehr als sowieso. Er spreizt ihre Beine mit seinem Schenkel. Streichelt sanft die Innenseite ihres Schenkels mit der einen Hand und küsst dabei ihren Hals. Ihr Hals, der so besonders empfindlich und eine ihrer erogensten Zonen ist. Ihre Beine geben unter ihr nach und es ist ein Glück, dass er sie festhält, damit sie nicht umfällt. Endlich kann sie stöhnen, ohne an die Menschen drum herum zu denken. Es hat etwas Befreiendes, in die stille Nacht und den dunklen Wald hinauszustöhnen. Der Wald verschluckt ihre genussvollen Laute. Glenns andere Hand liegt weit unten auf ihrem Bauch und drückt ihn nach innen, drückt gegen ihr Schambein, während er sie gegen die Hauswand drückt. Er erreicht ihr Innerstes, indem er außen auf ihren Venushügel drückt und sie zur Besinnungslosigkeit massiert. sie steht breitbeinig da, platt gegen die Wand, den Kopf zur Seite gewandt. Ihr Mund ist offen, die Augen geschlossen. Sie genießt, wozu dieser große Mann fähig ist. Welches Geschick er hat.

Er folgt den Außenseiten ihrer geschwollenen Schamlippen durch ihr dünnes Höschen. Umschließt ihre Muschi und massiert ihre Klitoris. Dann schiebt er geschmeidig ihren engen Rock über ihren breiten Po und murmelt: „Ich mag deinen Arsch, der lässt sich so schön greifen“, während er fest in ihre eine Pobacke greift. Sie jault auf, als er ihren Po drückt und seinen Schwanz, der nicht mehr vom Jeansstoff bedeckt ist, zwischen ihre Pobacken presst.

„Bitte, spank mich“, flüstert sie und er lässt ihrer Bitte Taten folgen. Er schlägt und streichelt, wiederholt das ein paar Mal, bis sie vor Wollust zittert. Sie erwartet, dass er ihr Höschen zur Seite schiebt und sie ihn endlich in sich spüren wird, seinen harten Schwanz in ihrem nassen Inneren. Wonach sie sich schon so lange gesehnt hat, dass es sich wie ihr ganzes Leben als Erwachsene anfühlt. Stattdessen tritt er ein wenig zurück und sie fühlt die kühle Luft an ihrem Po. Plötzlich fühlt sie sich unglaublich ausgeliefert. Sie biegt sich noch weiter und sieht zu ihm zurück. Will sich gerade nach seinem harten Schwanz strecken, als er ihre beiden Handgelenke nimmt und mit seiner einen Hand über ihren Kopf hält. Dabei zieht er ihr langsam das Höschen aus.

„Deine Hände sollten da bleiben“, sagt er in ihr Ohr und sein Bart kitzelt sinnlich an ihrem Hals. Er beugt sich herab und leckt ihre Nässe auf. Er spreizt ihre Beine noch weiter und begräbt sein Gesicht in ihrer Muschi, während er weiter ihren Po knetet. Sie steht wie festgefroren nach seinem Befehl und seinem bestimmten Ton. Die Dominanz und die Stärke, die er ausstrahlt, lassen ihren Körper wie Feuer erglühen. Es ist ihr noch nie passiert, dass jemand sie so leicht dominieren konnte. Er hat ihr wirklich zugehört und gibt ihr genau das, was sie haben wollte.

Seine Fingerspitzen umschmeicheln ihre nasse Muschi, die mehr und mehr durch seine energische Zunge durchtränkt wird. Sein Bart hilft der Zunge, überall ranzukommen und sie an ihre Grenze zu bringen. Sie verhakt ihre Finger, um nicht nach seinem Kopf zu greifen, doch nach wenigen Minuten kann sie nicht mehr. Sie dreht sich um, greift seinen Kopf und drückt ihn näher, so nah es geht, um an ihr Inneres zu kommen, während sie gegen seinen offenen Mund stößt. Ihr erster Orgasmus schießt wie ein Elektroschock durch ihren Körper, ihre Schenkel schließen Glenn ein und er schluckt ihren Genuss. Als er sich zu seiner vollen Größe aufrichtet, sieht sie voller gieriger Erwartung zu ihm auf, noch schwindlig vom Nachbeben.

Wieder platziert er ihre Hände an der Wand über ihrem Kopf, küsst sie, als er nach unten zu ihrem Schlüsselbein und ihrer Brust unterwegs ist. Er lässt keinen Zentimeter empfindlicher Haut aus, er behandelt sie wie eine Königin. Sie lässt die Hände über dem Kopf, trotz aller Impulse, ihn wieder anzufassen. Er tritt einen Schritt zurück und knöpft langsam sein Hemd auf, Knopf für Knopf, unerträglich langsam. Dabei lächelt er vorsichtig. Der Anblick ist zu viel. Ihre Hände fliegen zu seinen Brustmuskeln, begraben die Finger in den weichen Locken. Sie beugt sich vor und beißt in seine rechte Brustwarze, sie lächelt, als er brummend antwortet.

Plötzlich verschwinden ihre Beine unter ihr und ihr Gesicht ist auf gleicher Höhe mit ihm. Er hat sie einfach hochgehoben und sie kann endlich ihre Beine um seine Taille legen und sein hartes Glied ist an ihrer nassen Öffnung. Sie will nichts mehr, als ihn in sich zu spüren, sie zerspringt fast vor Erwartung und Sehnsucht, aber zwingt sich, still abzuwarten.

Mit dem tiefstmöglichen Augenkontakt und Lippen, die einander nicht loslassen wollen, fragt er: „Willst du, dass ich dich ficke?“ und bei ihrem stöhnenden „ja“ gleitet er in einer leichten Bewegung bis zur Wurzel in sie hinein. Dann hält er still … Ihre Scheidenmuskeln krampfen um seine ganze Länge und sie kann nicht anders, als ihre Hüfte zu ihm zu bewegen. Sie legt ihre Arme auf seine Schultern und führt ihren Körper an ihm hoch und runter. Er stellt seine Beine breiter hin und lässt sei ein wenig nach hinten kippen, dann stößt er sanft immer wieder in sie. Hart, aber gleichzeitig weich, kommt er ihren Stößen entgegen. Er hält ihre Hüfte mit seinen großen Händen und die Stöße werden immer tiefer, falls das überhaupt möglich ist. Sie kann bald nicht mehr. Wenn sie nicht bald kommt, wird sie sterben, aber wenn sie kommt, dann wird sie wegfliegen oder schmelzen. Ihr ganzer Körper brennt vor Leidenschaft, aber am meisten brennt ihre Klitoris, die immer wieder von seiner Wurzel stimuliert wird.

Er erhöht den Takt und es geht nicht mehr, sie schreit ihren Orgasmus hinaus und drückt ihre Fingernägel mit aller Kraft in seine Muskeln. Sein angespannter Gesichtsausdruckt zeigt, dass er ihr bald auf den Höhepunkt folgen wird, sich aber bemüht, es nicht zu tun. Als sie die Augen schließt, um die Entspannung zu genießen, die durch sie durch rinnt, bittet er sie, die Augen wieder zu öffnen. Dann bedeckt er ihre Lippen sanft mit weichen Küssen und der Blickkontakt lässt alles viel intensiver und wirklicher erscheinen.

Sein Schwanz ist noch immer hart, noch immer in ihr drin und reizt sie noch immer. Sie kann sich gerade noch fragen, was jetzt passieren wird, als er sie mit sicheren Schritten ins Haus und ins Schlafzimmer trägt. Sie sitzt noch immer in derselben Position, auf seinem Arm, aber bald liegt sie unter ihm im Bett. Er folgt ihr nach unten, landet schwer auf ihr, noch immer in ihr drin. Sie ist von seinem großen Körper umgeben und genießt jeden Zentimeter von ihm. Er ist in ihr und auf ihr. Er greift ihre Brüste, ihren Po, ihre Schenkel und ihren Bauch. Seine Lippen sind auf ihren, seine Zunge spielt mit ihrer Zunge und sie haben den intensiven Blickkontakt noch nicht unterbrochen. Das Gefühl von ihm ist überall, er nimmt ihren Körper, als wäre er ein primitives Wildtier, das nach Instinkt handelt und sie haben muss, sie nehmen muss. Das Gefühl ist verblüffend. Er tut alles, was sie will, und lässt sie vor Erregung und Befriedigung schwach werden.

Er hebt ihre Beine und ihren Po hoch und hält sie oben, während er auf seinen Knien hart und schnell in sie hineinpumpt. Er schlägt sie ein, zwei, drei Mal und seine Hand hinterlässt einen roten, herrlich brennenden Abdruck auf ihrem Po. Die Haut kitzelt, wo er sie geschlagen hat, und sie fühlt sich wild unter ihm, als sie seinen Stößen entgegenkommt und seinen harten Schwanz reitet. Ihr dritter Orgasmus überspült sie in dem Moment, als auch er seinen ersten herausbrüllt. Während sie fällt, stößt er weiter in sie hinein und verdoppelt ihren Höhepunkt. Sie verdreht die Augen und ihr ganzer Körper kribbelt und kitzelt vor Genuss und immerwährender Lust.

*

Ein paar Stunden später wacht Emelie auf. Sie liegt auf seiner weichen, haarigen Brust und Glenn atmet noch immer schwer im Schlaf. Sie setzt sich im Bett auf und bemerkt ein Tattoo, das ihr vorher entgangen ist, auf seinen Rippen. Es ist das Zeichen der Frau und das Game-of-Thrones-Zitat „Valar morghulis“, das „Alle Menschen müssen sterben“ bedeutet. Verschlafen denkt sie, dass dieser kanadische Holzfäller, der ihr feuchtester Traum ist, der sie dominiert und hart ran nimmt, auch ein feministischer Nerd zu sein scheint. Bei dem Gedanken verziehen sich ihre Mundwinkel zu einem albernen Lächeln.

Sie zwingt ihre strapazierten Muskeln aus dem Bett, um aufs Klo zu gehen. Ihr ganzer Körper ist steif und empfindlich. Sie sieht sich im Haus um. An einer Wand hängt ein Bild von Frida Kahlo, an einer anderen drei Fäuste in unterschiedlichen Hautfarben und dem Text „Smash the patriarchy“ darüber. Sie vergisst, wie nötig sie muss, und geht weiter durch sein gemütliches und sehr politisches Haus. Sie sollte nicht schnüffeln, kann aber nicht anders. An den Wänden hängen weitere Poster mit feministischen, antirassistischen und antikapitalistischen Parolen. Als sie zum Bücherregal kommt, spiegelt es ihr eigenes wieder, mit dem Unbehagen der Geschlechter von Judith Butler und Unter der rosa Decke von Nina Björk. Da steht auch die gesamte Harry-Potter-Reihe. Sie spürt die psychische Sehnsucht in sich blubbern, und ist plötzlich wieder sehr geil. Im Regal gibt es auch sehr viel Fantasy und Science Fiction sowie Brettspiele. Sie sieht sich die Bilder erneut an. Viele sind nicht nur politisch, sondern auch nerdig. Sie mag das mit dem Regenbogen: Ein My Little Pony in Regenbogenfarben, das die ikonische „We can do it“-Pose mit demselben Slogan imitiert. Sein Zuhause ist überhaupt nicht, wie sie von einem großen, haarigen Biest erwartet hätte. Es widerspricht seinem Aussehen komplett. Ein Zuhause in warmen Tönen, mit weichen Teppichen, Pflanzen und Feminismus. Sehr viel gemütlicher als ihr eigenes kaltes, schwarz-weißes Zimmer. Andererseits scheint er auch ein gemütlicher, haariger Teddy zu sein, insofern wundert sie sich nicht so sehr über die weiche, nerdige Seite.

Nachdem sie endlich auf dem Klo war und zurück im Schlafzimmer ist, möchte sie die wiedererweckte Lust stillen. Sie kann nicht einfach wieder einschlafen. Sie küsst ihn vorsichtig auf Wangen und Nase und streicht mit ihrem Finger leicht über seinen Arm. Zu ihrer Erleichterung blinzelt er ein paarmal und nimmt dann ihren Mund in Besitz. Er schlägt die Decke zurück und hebt sie auf sich, sodass sie erneut auf seiner harten Erektion sitzt. Er hält sie fest an ihren kurzen Haaren und sie reagiert entsprechend. Ihre Küsse sind fast verzweifelt und sie reibt sich an seinem Schwanz, der unter ihr wächst. Sie sind beide nackt. Das Gefühl von Haut an Haut, ehe er das Kondom anlegt und sie ihn umarmt, ist herrlich. Seine weiche Eichel und der harte Schaft gleiten leicht in ihre nasse, offene Muschi und sie reitet ihn langsam mit ihren Händen auf seinem Brustkorb. Sie gleitet über seinen Körper und spannt ihre Muskeln um seine Erektion. Wundersamerweise spürt sie von Anfang an einen Orgasmus in sich aufsteigen. Sein Geschlecht in ihrem fühlt sich so richtig an und ihre gemeinsamen Bewegungen und ihr Genuss funktionieren auf eine Weise, wie sie es noch nie erlebt hat.

Sein Schwanz fühlt sich noch härter in ihr an, wenn das überhaupt möglich ist. Sie beugt sich nach hinten, legt ihre Hände an seine Schenkel und reitet schneller. Seine tiefen stöhnenden Seufzer erregen sie noch mehr. Als er sich aufsetzt und ihre kleinen Brüste in seinen Mund nimmt, werden ihre Stoßseufzer zu Schreien. Er hilft nach und stößt noch tiefer in ihre durchnässte Muschi, drückt ihre Körper so nah aneinander, wie es geht, bis sie den Kopf nach hinten wirft und von tausend Gefühlen überspült wird. Das Zucken des Orgasmus in ihrer Muschi durchdringt sie und sie hat plötzlich das starke Gefühl, aufs Klo zu müssen. Sie bewegt sich kaum noch, merkt aber bald, dass sie keine Wahl hat, ihr Körper ist auf Autopilot und sie nimmt erfreut Glenns harte Penetration entgegen, bis ihre Dämme brechen und Muschisaft herausspritzt und sie beide in einen befreienden Fontänenorgasmus taucht. Die Nässe rinnt an seinem Schenkel herab und sie kichert berauscht mittendrin, weil er es geschafft hat, sie kommen zu lassen wie niemals zuvor.

Glenn gibt einen tierischen Laut des Genusses gepaart mit sexueller Frustration von sich. Dann wirft er sie kräftig auf die Matratze, dreht sie um und penetriert sie von hinten. Das Gefühl ist unbeschreiblich, alles geht so schnell und ihre Muschi pulsiert noch immer in dem wunderbarsten und überwältigendsten Orgasmus. Er hält ihre Hüften kräftig fest und nimmt sie noch härter als vorher. Sie kann gerade noch denken, dass sie bald nicht mehr kann. Es ist so schön, aber es sind so viele Gefühle, dass ihr ganz schwindlig ist. In dem Moment kommt er mit einem Schrei und sie spürt sein letztes Pumpen und die Entleerung durch das dünne Kondom.

Er fällt neben ihr ins Bett, streicht ihr mit einem Finger etwas Schweiß von der Stirn und steckt ihn sich in den Mund. „War das okay? Tut mir leid, ich bin da etwas eskaliert. Du fühlst dich soooo gut an. Ich hab gar nichts mehr mitbekommen.“ Sie sieht in seine besorgten Augen, flicht ihre Finger in seinen Bart und zieht sein Gesicht näher an ihres. „Machst du Witze? Das war unglaublich. Ich habe es geliebt.“ Die Erleichterung in seinem Gesicht und sein schelmischer Blick, als er über sie rollt und sie erneut unter sich festnagelt, während er sie mit seinem Bart kitzelt, lässt den Keim der Verliebtheit in ihr wachsen.

Kann es sein, dass sie endlich einen Mann gefunden hat, für den sie mehr als nur Lust empfinden kann? Ein Mann, der sie wieder und wieder kommen lässt, der genau weiß, was sie im Bett will und fehlerfrei abliefert, und der zusätzlich eine wirklich nette und liebevolle Persönlichkeit hat. Männliches Aussehen, weibliche Persönlichkeit und ein Sexgott im Bett. Sie verfällt ihm total. Obwohl sie nicht an Liebe auf den ersten Blick glaubt, ist das doch genau das, was gerade passiert.

Sugargirl: Erotische Novelle

Sugargirl

Das Jahr vergeht schnell. Ella merkt kaum, wie die Jahreszeiten vergehen, bis sie eines Tages in einer leeren Studentenstadt erwacht und fast von einem Déjà-vu-Erlebnis eingeholt wird. Der Sommer hat die Stadt wieder fest in seinen Krallen, während die Stadt vor nervöser Sehnsucht nach Freiheit vibriert. Die Studierenden verlassen sie für die Sommerferien, für ihren Job oder um nach Hause zu fahren. Die Studentenwohnungen bleiben leer zurück und die Studentenkneipen machen für den Sommer zu. Dieses Jahr haben alle Kommilitonen von Ella die Stadt aus unterschiedlichen Gründen verlassen. Nicht einmal Josefin ist noch da. Ella sieht vor sich, wie ihr Sommer werden wird – einsam und langgezogen – und einen schwachen Augenblick lang wägt sie ab, einen richtigen, vernünftigen Job anzunehmen.

Im vergangenen Jahr ist Ella zu einem neuen Menschen geworden. Als das Semesternach den Sommerferien wieder anfing, ging sie in manch eine Studentenkneipe mit. Zu mehreren Gelegenheiten nahm sie anschließend Typen mit nach Hause, die sie erforschen durften, genau wie sie sich selbst wenige Monate zuvor erforscht hatte. Das Leben fühlte sich leichter an, wie von einem neuen Sinn erfüllt. Sogar das Studieren ging leichter. Das Damoklesschwert des zurückzuzahlenden Bafögs hatte sich in Luft aufgelöst, als Ella beschlossen hatte, ihre Karriere als Camgirl neben dem Studium fortzusetzen. Um ganz ehrlich zu sein, tat sie es nicht nur fürs Geld, sondern sie genoss es so sehr, von fremden Menschen beobachtet zu werden, dass das Geld fast unwichtig wurde. Das war ganz einfach ein willkommenes Extra – etwas, womit sie die Miete und das Essen bezahlen konnte.

Aber diesen Sommer, der heißer und klebriger ist als je zuvor, ist Ella nicht danach, ihre Tage und Nächte nackt vorm Laptop zu verbringen. Sie will auch nicht in der häuslichen Pflege arbeiten, wovon sie natürlich ihren Eltern gegenüber behauptet hat, dass sie es auch dieses Jahr wieder tut. Sie möchte richtig Urlaub machen und für das kommende Jahr Kraft tanken – das letzte Jahr vor ihrer Abschlussprüfung. Jetzt hat sie Zeit, sich zu entspannen, denn nach dem Examen muss sie sich eine Arbeit suchen, und dann ist es zu spät.

Der Freitag vergeht langsam. Ella liegt zu Hause in ihrer Wohnung und sieht zu, wie der Himmel blaue Himmel sich rosa verfärbt und dann dunkler wird. Den Laptop auf den Knien, sucht sie nach Last-Minute-Reisen, muss aber ziemlich bald einsehen, dass ihr Erspartes nicht reicht, um zu reisen und gleichzeitig die Miete zu bezahlen. Ella sieht keinen anderen Ausweg, als auch diesen Sommer mit ihren Camshows fortzufahren. Sie hat sich eine treue Gefolgschaft aufgebaut, die jede einzelne ihrer Shows ansehen. Auf eine gewisse Art ist das wie eine kleine, wenn auch verkorkste, Familie. Als Ella gerade ihre Livesendung starten will, sieht sie, dass sie eine Privatnachricht bekommen hat. Normalerweise liest sie private Nachrichten nicht, aber diese wurde von einem ihr bekannten Alias gesendet: DaddyDom. Ein Mann, der seit Tag eins mit dabei ist.

 

Sie haben sich im Espresso House verabredet. Ella merkt, wie ihr das Herz in der Brust schlägt, wie die Nervosität sie fest im Griff hat. Tausend Gedanken schwirren durch ihren Kopf, als sie den kurzen Weg zum Café entlanggeht. Sie trägt ein kurzes, schwarzes Kleid und ihre Lippen sind rot angemalt. Die Haare trägt sie zu einem strengen Dutt im Nack. Er war sehr eindeutig in seinen Wünschen gewesen und Ella hatte fast erleichtert aufgeatmet, als ihr klar wurde, dass sie selbst sich keine Gedanken über ihr Outfit würde machen müssen. Denn wie zieht man sich an, wenn man seinen eventuellen Sugardaddy zum ersten Mal trifft?

Schon im Eingang sieht sie ihn. Er nippt an etwas, das wie ein doppelter Espresso aussieht. Er trägt eine schwarze Anzughose, einen schwarzen Ledergürtel, dunkle Lederschuhe und ein hellgraues Hemd. Ella merkt, wie ihr Herz schneller schlägt. Sie weiß nicht, was sie erwartet hatte – vielleicht einen schmerbäuchigen älteren Herrn mit hohem Haaransatz? Einen gutaussehenden, gut gebauten Mann in seinen Fünfzigern mit grau meliertem Bart war auf jeden Fall das Letzte, was sie sich vorgestellt hatte. So sieht also ein Claude aus?

„Ah, Ella“, sagt der ältere Mann lächelnd. „Setz dich. Ich habe mir erlaubt, einen Cappuccino für dich zu bestellen.“ Seine grünen Augen mustern sie ausgiebig und bringen ihre Wangen zum Leuchten. Sie setzt sich auf den leeren Sessel vor ihm, mit dem niedrigen Tisch als Schutz zwischen ihnen. Ihre Hände zittern, als sie sich nach der Kaffeetasse streckt. Als sie sie anheben will, verschüttet sie etwas von dem warmen Kaffee über den Tisch. „Mist“, flüstert sie und reckt sich nach den Servietten, als seine große Hand sich um ihre schließt. Sie sieht in seine grünen Augen. Er lächelt ihr beschwichtigend zu. „Sei nicht nervös, Ella“, sagt er mild, während sich seinen warmen Finger enger um ihre kalte, zitternde Hand legen.

Sie denkt daran, wie sie am Abend zuvor gechattet haben, als sie gerade ihre Liveshow starten wollte. An seine Nachricht, die sie nur zufällig geöffnet hatte. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, ein Sugarbaby zu sein? Ella wusste kaum, was das war, aber der anonyme Mann hatte es gern erklärt. Er beschrieb es etwa wie eine Geschäftsvereinbarung; zwei Menschen gehen eine Abmachung ein, bei der der eine für alles bezahlt und dafür die Gesellschaft des anderen bekommt. Zuerst hatte Ella nicht einmal geantwortet, sie schloss die Nachricht und wollte gerade mit der Show beginnen, als sie begriff. Wenn sie sich auf den Vorschlag des Mannes einließ, müsste sie keine Shows mehr machen. Sie müsste den Rest des Sommers nicht arbeiten. Sie verabredeten sich für den nächsten Tag zum Kaffeetrinken, um auszuloten, was sie beide wollten. Um zu sehen, ob es passte.

Und nun sitzen sie hier. Ella ist nervös und Claude trägt ein kleidsames Lächeln auf den Lippen. Er kann seinen Blick kaum von ihr wenden, nicht einmal, als er den Kaffee aufwischt, den sie gerade verschüttet hat.

„Also, Ella“, setzt Claude an. „Ich bin froh, dass du mich heute treffen wolltest.“ Ella lächelt ihn nervös an und nickt vorsichtig, während sie nur denken kann: Gott, ist der heiß.

„Wie ich dir gestern geschrieben habe, mache ich gern sugardating. Ich bin also auf der Suche nach einem Verhältnis mit einer jungen Frau, die bereit ist, ihren Sommer mit mir zu verbringen.“ Er hält inne und senkt die Stimme etwas, als er fortfährt: „ich suche nach jemandem, die bereit ist, mich bei Events und auf Reisen zu begleiten und die mir einfach nah sein will. Ich bin mit einer nicht-sexuellen Abmachung zufrieden, aber sollte mein Gegenstück mehr wollen, bin ich gern bereit, diesem Wunsch entgegenzukommen. Im Gegenzug wird diese Person sehr, sehr verwöhnt werden. Und ich möchte sehr gern, dass du diese Frau bist.“

„Okay“, ist das Einzige, das Ella nach einer langen Pause sagen kann. Sie fühlt sich so fehl am Platz, wie sie hier mit diesem Mann in diesem abgewrackten, kleinen Espresso House mit ihrem verschütteten Kaffee sitzt. Es fühlt sich wie ein Traum an, aus dem sie bald aufwachen wird, wenn sie sie nur stark genug in den Arm kneift.