Wo bist Du, Didaskalia! - Michaela Wallner - E-Book

Wo bist Du, Didaskalia! E-Book

Michaela Wallner

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Beschreibung

Es geht in meinem neuen Buch weder um Maria 1.0 noch um Maria 2.0, sondern lediglich um Einblicke und Gedanken über das Frauendiakonat innerhalb der katholischen Kirche.

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Inhalt

Der Leitgedanke zu meinem Buch.

Was bedeutet die Berufsbezeichnung „Diakon“?

Wozu brauchte es den Diakon in der frühchristlichen Zeit?

Der Dienst des Diakons innerhalb der katholischen Kirche.

Das Diakonat und die Rolle der Frau.

Franziskus und Klara – eine Geschichte aus dem Mittelalter!

Eine Kirche für die Armen.

Wo bist Du, Didaskalia!

Gott ist Barmherzigkeit.

Maria, die erste geweihte Diakonin?

Maria, Mutter der Kirche.

Frauen und die Verkündigung.

Maria und die Seligpreisung.

Josef, ein alter Mann?

Maria, die Mutter Jesu.

Der Leitgedanke zu meinem Buch.

Im Herbst 2016 entdeckte ich eines Abends ein etwas unerwartetes Schreiben in meiner Mailbox, in dem ich überraschenderweise dazu eingeladen wurde, an der Wahl eines Frauenrates teilzunehmen, der zukünftig dem Bischof unserer Diözese beratend zur Seite stehen solle.

Schon seit längerem beschäftigte mich ja der Gedanke, warum es für die römisch-katholische Kirche eine derart große Herausforderung zu sein scheint, auch Frauen die Tür des geweihten Diakonates zu öffnen!

Also habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, alle gewünschten Fragen gewissenhaft zu beantworten, damit sich die Kommission ein besseres Bild über mich als Teilnehmerin machen könne.

Eine Frage lautete: „Bitte geben Sie einen Schwerpunkt an, für den Sie sich besonders gerne einsetzen würden.“.

Und so kam es, dass meine Entscheidung selbstverständlich auf das Frauendiakonat fiel!

Mit einem Klick - und relativ stolz auf mich - sendete ich mein Antwortmail inklusive Lebenslauf an jene Adresse, von der besagte Einladung für eine Bewerbung zu kommen schien. Doch dann hieß es: warten, warten ... und abermals warten; bis mir einige Monate später vonseiten der Diözese freundlich mitgeteilt wurde, dass ich wegen des Erhaltens zu weniger Stimmen nicht in den Frauenrat des Bischofs aufgenommen werden konnte! Warum und weshalb ich die Kommission mit meinem Antwortschreiben und mit meinem Lebenslauf nicht überzeugen konnte, würde ich wohl nie erfahren!

Kurze Zeit später war es jedoch Papst Franziskus selbst, der offiziell dazu einlud, über die Diakonie der Frau innerhalb der katholischen Kirche nachzudenken.

Und was hat das jetzt mit meinem neuen Buch zu tun?

Nun: Die Worte von Papst Franziskus haben mich ermutigt, die „Rolle“ der Frau innerhalb der katholischen Kirche eingehender zu betrachten; und die daraus gewonnenen Einblicke und Gedanken mit Euch zu teilen!

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und Leserinnen dieses Büchleins eine spannende Entdeckungsreise durch die Geschichte der Zeit!

Alles Liebe, Eure Michaela.

Was bedeutet die Berufsbezeichnung „Diakon“?

Aus dem Altgriechischen übersetzt bedeutet „Diakon“ ganz schlicht und einfach: Diener, Helfer. Und im Neuen Testament findet ihr im 1. Brief des hl. Paulus an Timotheus (Kapitel 3,8-13) eine ganz gute Beschreibung dazu, welche Eigenschaften ein Diakon haben musste, damit er seinen Dienst sozusagen unbescholten ausüben konnte.

Ich werde jetzt hier den Text nicht zitieren, da Ihr ihn bei Interesse gerne selbst nachlesen könnt; aber einen Punkt würde ich dennoch gerne hervorheben, da in diesem angeführt wird, dass selbst die Frau des Diakons ehrbar sein sollte, nicht verleumderisch, sondern nüchtern und in allem zuverlässig.

Daraus ergibt sich für mich, dass der Diakon nicht nur verheiratet war, sondern in gewissem Sinne auch in Einheit mit seiner Frau dieses „Amt“ ausüben sollte!

Und dann steht da noch etwas für uns Katholiken ganz Erschreckendes in diesem Brief an Timotheus geschrieben, nachlesbar in Kapitel 3, Vers 1-7!

Am Anfang des Christentums waren nämlich nicht nur die Diakone, sondern auch die Bischöfe verheiratete Männer, von denen gleichsam verlangt wurde, dass sie ihren Kindern und ihrer Familie gut vorstehen konnten.

„Denn, wer seinem eigenen Hauswesen nicht vorstehen kann, wie soll er für die Kirche Gottes sorgen?“ (1.Tim. 3,5).

Dieses „Problem“, als Apostel Jesu verheiratet zu sein, stellte sich zu jener Zeit also offensichtlich nicht; deswegen möchte ich mich jetzt auch nicht länger damit beschäftigen, sondern vielmehr dieser Frage nachgehen ...

(siehe nächstes Kapitel!).

Wozu brauchte es den Diakon in der frühchristlichen Zeit?

Die Antwort darauf findet ihr in der Apostelgeschichte - in Kapitel 6, Vers 1-7.

Denn es steht dort geschrieben, dass die Zahl der Jünger stätig wuchs und die Apostel sich nicht um alle Anliegen, Sorgen und Nöte kümmern konnten, die die große Gemeinde mit sich brachte.

Also riefen sie alle Jünger zusammen und ließen aus ihrer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit auserwählen, damit ihnen diese als Gehilfen zur Seite stehen konnten.

Zu diesen ersten, bezeugten Diakonen gehörte auch ein junger Mann namens Stephanus, der nicht nur Wunder tat und große Zeichen unter dem Volk bewirkte – nein! – er wurde auch zum ersten Märtyrer, da er wegen seines Glaubens an Jesus Christus zu Tode gesteinigt wurde! Und dieses Ereignis musste die junge christliche Gemeinde wirklich zutiefst erschüttert haben, da man Stephanus sogar ein ganzes Kapitel in der Apostelgeschichte gewidmet hat.

Was war der Grund dafür?

Durch den Märtyrertod des heiligen Stephanus brach an jenem Tag eine schwere Verfolgung über die Kirche in Jerusalem herein (Apg. 8, 1-3), aber die darauffolgende Zerstreuung der Christen in die ganze Welt führte schließlich dazu, dass die Botschaft des Evangeliums unaufhaltsam unter allen Völkern verbreitet wurde!

Der Dienst des Diakons innerhalb der katholischen Kirche.

Kurz zusammengefasst ist der Diakon dazu beauftragt, einen besonderen Dienst der Nächstenliebe zu leben sowie die Verkündigung innerhalb des katholischen Gottesdienstes zu feiern.

Des Weiteren wird das Diakonat vorwiegend mit einer Vorstufe zum Priestertum in Verbindung gebracht, von dem bis Anfang des 12. Jh. Familienväter nicht ausgeschlossen waren.

Ja, wenige von uns bedenken, dass, nach der Gründung der christlichen Kirche Priester und Bischöfe jahrhundertelang selbst entscheiden konnten, ob sie als verheiratete oder unverheiratete Männer ihren Dienst ausüben wollten!

Doch 1139 sollte sich dies mit dem zweiten Lateran-Konzil in Rom ändern; denn unter Papst Innozenz II. wurde kirchenrechtlich der weltweite Zölibat für alle Priester beschlossen.

Tja, und diese Entscheidung führte sogar so weit, dass bestehende Ehen für ungültig erklärt wurden!

Zur Erklärung:

Durch dieses festgelegte Kirchengesetz konnten letztendlich auch verheiratete Diakone nicht weiter zu Priestern geweiht werden und leben deswegen bis heute ein sogenanntes „permanentes Diakonat“.

Dabei möchte ich auch zu bedenken geben, welch großes Leid und Schmerz dieser dramatische Entschluss - vonseiten der katholischen Kirche - für die betroffenen Priester und deren Familien bedeutet haben muss ...

Das Diakonat und die Rolle der Frau.