Wo willst du eigentlich hin? - Thomas Belker - E-Book

Wo willst du eigentlich hin? E-Book

Thomas Belker

0,0
22,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Führung und Beruf sinnvoll gestalten

Tom ist von Selbstzweifeln geplagt: Er ist in seiner Führungsrolle als Teamleiter überfordert und hat gleichzeitig das Gefühl, sein Privatleben zu vernachlässigen. An einem chaotischen Morgen begegnet er auf dem Weg ins Büro einem alten Mann mit einem Fahrrad. Hilfsbereit nimmt der Alte Tom mit auf eine verrückte, aber erkenntnisreiche Fahrt zur Arbeit. Auf dem Gepäckträger sitzend entwickelt sich ein spannender Dialog über Lebensziele, Alltagsstress und das Wesen guter Arbeit. Tom erkennt, dass seine Krise eine Chance ist, ein entspannteres Verhältnis zu seinem Job aufzubauen.

Thomas Belker vermittelt in der humorvollen Erzählung Wo willst du eigentlich hin? die Prinzipien nachhaltiger Karriereplanung und effektiver Führung. Dabei nimmt er weit verbreitete Glaubenssätze und bekannte Management-Theorien unterhaltsam unter die Lupe, um ihre Tauglichkeit für das Berufsleben zu überprüfen. Eine Orientierungshilfe für alle, die im Job Verantwortung übernehmen und sich fragen, ob sie auf dem richtigen Weg sind.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 238

Veröffentlichungsjahr: 2022

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



1. Auflage

© WALHALLA Fachverlag, Regensburg

Dieses E-Book ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert, vervielfältigt oder verbreitet werden. Eine entgeltliche oder unentgeltliche Weitergabe oder Leihe an Dritte ist nicht erlaubt. Auch das Einspeisen des E-Books in ein Netzwerk (z. B. Behörden-, Bibliotheksserver, Unternehmens-Intranet) ist nicht erlaubt. Sollten Sie an einer Serverlösung interessiert sein, wenden Sie sich bitte an den WALHALLA-Kundenservice; wir bieten hierfür attraktive Lösungen an (Tel. 0941/5684-210).

Hinweis: Unsere Werke sind stets bemüht, Sie nach bestem Wissen zu informieren. Eine Haftung für technische oder inhaltliche Richtigkeit wird vom Verlag aber nicht übernommen. Verbindliche Auskünfte holen Sie gegebenenfalls bei Ihrem Rechtsanwalt ein.

Kontakt: Walhalla Fachverlag Haus an der Eisernen Brücke 93042 Regensburg Tel. (09 41) 56 84-0 Fax. (09 41) 56 84-111 E-Mail [email protected] Web

Kurzbeschreibung

Führung und Beruf sinnvoll gestalten

Tom ist von Selbstzweifeln geplagt: Er ist in seiner Führungsrolle als Teamleiter überfordert und hat gleichzeitig das Gefühl, sein Privatleben zu vernachlässigen. An einem chaotischen Morgen begegnet er auf dem Weg ins Büro einem alten Mann mit einem Fahrrad. Hilfsbereit nimmt der Alte Tom mit auf eine verrückte, aber erkenntnisreiche Fahrt zur Arbeit. Auf dem Gepäckträger sitzend entwickelt sich ein spannender Dialog über Lebensziele, Alltagsstress und das Wesen guter Arbeit. Tom erkennt, dass seine Krise eine Chance ist, ein entspannteres Verhältnis zu seinem Job aufzubauen.

Thomas Belker vermittelt in der humorvollen Erzählung Wo willst du eigentlich hin? die Prinzipien nachhaltiger Karriereplanung und effektiver Führung. Dabei nimmt er weit verbreitete Glaubenssätze und bekannte Management-Theorien unterhaltsam unter die Lupe, um ihre Tauglichkeit für das Berufsleben zu überprüfen. Eine Orientierungshilfe für alle, die im Job Verantwortung übernehmen und sich fragen, ob sie auf dem richtigen Weg sind.

Autor

Personalmanager, kaufmännischer Leiter, Geschäftsführer, Rechtsanwalt – Thomas Belker kann auf sehr unterschiedliche Karriere-Stationen in den verschiedensten Branchen zurückblicken, durch die er nationale wie internationale Reputation genießt. Heute berät er Einzelpersonen und Organisationen zu den Themen Transformation, Integration, HR, Due-Diligence-Prüfungen, Führung, Digitalisierung, New Work sowie Talent-Management. Durch seine Erfahrung und breit gefächerte Expertise ist er zum Spezialisten für herausfordernde Unternehmenssituationen geworden.

Persönlichkeit und Kommunikation stehen für ihn im Zentrum, denn er ist überzeugt: Wir lernen durch den Dialog. Nur so ist nachhaltige Performance möglich.

Die Frage „Wo willst du eigentlich hin?“ ließ ihn als jungen Mann zunächst Jura studieren und Anwalt werden. Doch er wusste bereits damals, dass es nicht dabei bleiben würde. Während seiner gesamten Karriere spielten die Voraussetzungen für eine erfolgreiche und ausgeglichene Verbindung von Familie, Beruf und Gesellschaft eine bedeutende Rolle: Wie gestalten wir unsere Beziehungen? Wie können wir Verständnis und die notwendige innere Haltung entwickeln? Wie wichtig sind Regeln und Ordnung? Inzwischen weiß er, dass sich nicht nur er, sondern alle Menschen und auch Unternehmen die Frage nach dem Wohin stellen müssen.

Sein Anliegen ist es, Menschen sowie Organisationen dabei zu unterstützen, ihren individuellen Weg für nachhaltigen Erfolg zu finden. Aus seiner Sicht beginnt alles, was wir tun, mit der Frage: „Wo willst du eigentlich hin?“ Die Antwort – oder ihr Ausbleiben – prägt unsere persönliche Geschichte – unsere Karriere, Arbeit und das ganze Leben.

Schnellübersicht

Inhalt

Inhalt

1 Nichts bewegt sich

2 Träume und Realität

3 Mangelnde Wertschätzung

4 Mit Blubb in den neuen Tag

5 Plan D

6 Wo willst du eigentlich hin?

7 Das Beste, was du tun kannst

8 Willst du wissen, wer du sein wirst?

9 Wer nicht besser wird, wird … schlechter

10 Gefühle sind keine Probleme

11 Die Tragweite unserer Fragen

12 Dein Terminkalender ist dein Spiegel

13 Stop glorifying being busy

14 Hässliche Fakten

15 Die wichtigste Fähigkeit in unserem Leben

16 Früher als gedacht

Epilog

Von Autor zu Leserin und Leser

Der Alte empfiehlt …

Danksagung

Autor

„Ich lese nicht viele Wirtschaftsbücher. Ich lese gute Romane. In der Wirtschaft geht es um Menschen, deshalb sind meine Lieblingsbücher über Wirtschaft alle von Dickens.“Tom Peters

1 Nichts bewegt sich

Alles steht, nichts bewegt sich. Nicht einen Zentimeter. Die Fahrzeuge reihen sich auf mehreren Spuren. Absoluter Stillstand, alle neben- und hintereinander festgesetzt. So nah beieinander und doch isoliert, jeder für sich – fast wie in einem Ed-Hopper-Bild.

Es ist später Nachmittag und zu viele Menschen suchen den Weg nach Hause. Typischer Rushhour-Stau zum Feierabend. An irgendeiner Kreuzung, Baustelle, Auf- oder Abfahrt entsteht immer ein Flaschenhals. Man kann nicht sagen, wer genau verantwortlich ist, ob überhaupt jemand dafür verantwortlich ist. Es ist die grandiose Gemeinschaftsleistung der Autofahrer, dass solche Engpässe immer zu einem Stau führen. Alle sind gestresst, alle sind genervt, alle wollen nach Hause, die Arbeit hinter sich lassen. Vergessen bis zum nächsten Morgen. Zwischen all diesen in ihren Fahrzeugen isolierten Menschen befindet sich Tom und wünscht sich nur mal fünf Minuten Ruhe. Fünf Minuten, in denen alle ihre Autoradios abschalten, niemand hupt, keiner den Motor aufheulen lässt oder rumschreit und wild mit den Armen wedelt. Fünf Minuten Ruhe, fünf Minuten Frieden.

Doch das kann sich Tom abschminken, das weiß er. Um sich abzulenken und dem menschengemachten Chaos aus Metall, Beton und Glas zu entgehen, checkt er seine Nachrichten, es geht ja eh weder vor noch zurück. Einige Neuigkeiten in verschiedenen Gruppen, die er mit Freunden oder Arbeitskollegen gegründet hat, versuchen, seine Aufmerksamkeit zu erregen, aber er lässt sie links liegen und widmet sich zuerst der Nachricht vom Maklerbüro. Das geht schneller als erwartet, denn sie ist sehr knapp: „… leider müssen wir Ihnen für die Besichtigung der Eigentumswohnung in der Baumstraße heute Abend absagen, da das Objekt bereits an einen anderen Interessenten verkauft wurde …“

Tom liest gar nicht erst zu Ende und stößt einen tiefen Seufzer aus. Dabei kann er nicht genau sagen, ob er jetzt verärgert und enttäuscht oder eher erleichtert ist. Einerseits ist es richtiger Mist, dass er und Sarah sich die Wohnung nicht zumindest mal angucken können, also nicht mal die Chance zur Entscheidung bekommen, ob sie die richtige für sie wäre. Wenigstens mal mit den Leuten ins Gespräch kommen, Möglichkeiten abklären und eine Vorstellung kriegen, einen Vergleich zu anderen Angeboten! Andererseits kotzt ihn die Wohnungssuche inzwischen nur noch an. Er hat allein im letzten Monat mindestens 120 Exposés durchforstet, eine Auswahl getroffen, diese noch mal eingeengt, um letztlich festzustellen, dass er zu lange gebraucht hat und die entsprechenden Objekte alle schon weg waren.

Eigentlich ist Wohnungssuche in der Großstadt ein Fulltime-Job, fragt sich nur, woher er die Zeit neben seinem wirklichen Job nehmen soll. Er wusste, dass der Markt für Mietwohnungen die Hölle sein kann, aber er hätte nicht gedacht, dass das auch für den Kauf von Eigentumswohnungen gilt. Wahrscheinlich sind alle auf denselben Zug aufgesprungen wie er und Sarah. Eine eigene Wohnung, die dir gehört und niemandem sonst. Eine Altersvorsorge, die dir niemand mehr wegnehmen kann. „Wer weiß, wie viel Rente wir mal bekommen, da ist es doch besser, wenn wir dann wenigstens keine Miete mehr zahlen müssen“, hatte Sarah gesagt. Und man kann Werte schaffen, die bleiben und womöglich sogar wachsen, hatte Tom in Gedanken ergänzt. Aber mit dieser Highspeed-Achterbahn von Wohnungsmarkt hatte keiner von ihnen gerechnet.

Tom entscheidet sich letztlich dafür, erleichtert zu sein, denn, wenn er jetzt noch mal darüber nachdenkt, die Wohnung hatte auf jeden Fall ein paar Haken, die so gar nicht in sein Konzept passen. Und die Finanzierbarkeit einer eigenen Immobilie?! Die bleibt auch noch eine Herausforderung. Tom hat immer wieder seine Zweifel. Aber angeschaut hätte er die Wohnung trotzdem gern, nur zum Vergleich. Er schiebt den Gedanken beiseite und versucht, das Positive zu sehen: Mehr freie Zeit heute Abend.

2 Träume und Realität

Tom könnte also statt zur Wohnungsbesichtigung zusammen mit Sarah zum Italiener um die Ecke gehen, da waren sie schon ewig nicht mehr. Wann auch?, fragt er sich. Als Tom seiner Freundin gerade schreiben will, kommt eine lange Sprachnachricht von ihr. Sie ist ziemlich verär- gert wegen der Besichtigungsabsage. Tom kann das verstehen, schließlich hat sie auch mehr Aufwand betrieben und mit dem Makler hin- und hergeschrieben, den Termin vereinbart, der dann noch mal verschoben und nun ganz abgesagt wurde. Klar, dass Sarah angefressen ist.

Mit erregter Stimme wertet sie verschiedene Details aus, hängt sich an Vor- und Nachteilen der Wohnung auf und lässt am Ende kurz ihrem Unmut über die Wohnungssuche im Allgemeinen freien Lauf. Tom muss schmunzeln, als er sich bildlich vorstellt, wie sie sich beim Einsprechen aufregt und in Rage redet. Sie kann so sexy sein, wenn sie böse wird, unfassbar! Er freut sich jetzt umso mehr, dass er sie mit seinem Vorschlag zum Abendessen überraschen und aufheitern kann.

Schnell tippt er eine Nachricht in sein Handy und benutzt dabei verschiedene Abkürzungen und Symbole, um die Sache zu verkürzen, denn time is money, und er hasst Sprachnachrichten. Das kann leider sein Umfeld nicht davon abhalten, ihm immer wieder welche zu schicken. Auch Sarah antwortet nach ein paar Minuten mit einer weiteren Sprachnachricht.Währenddessen hat sich der Verkehr wenige Meter nach vorn bewegt, Tom kann bereits den entscheidenden Engpass erahnen, wegen dem es sich staut. Die Nachricht ist lang, umständlich und schlägt inhaltlich mehrere Haken. Tom seufzt erneut, genau das ist es, was er hasst: Niemand kommt auf den Punkt, alle wiederholen sich mehrmals oder erwähnen unwichtige Einzelheiten, die vom eigentlichen Anliegen ablenken, während du gespannt wie beim Cliffhanger der Lieblingsserie wartest, was jetzt kommt:

„Hey Schatz, Mega-Idee mit dem Italiener, da waren wir schon so lange nicht mehr, da hätte ich richtig Lust drauf! Leider kann ich nicht, ich muss die Präsentation für den Energiekonzern – du weißt schon, wo der Typ auch arbeitet, den wir letztens beim Spazierengehen getroffen haben, der hatte so einen lustigen Doppelnamen, wie war der noch gleich? Na ja, egal, für den Konzern auf jeden Fall. Ich muss das noch fertigstellen und ich dachte, ich nutze die frei gewordene Zeit heute Abend dafür. Die Deadline ist zwar erst Ende der Woche, aber es hinterlässt sicherlich einen guten Eindruck, wenn ich es früher abgeben kann. Weißt ja selbst, wie das läuft. Ich meine, die wollten ja unbedingt, dass ich das für sie durchgehe, daher will ich sie jetzt auch nicht enttäuschen. Deswegen komme ich auch erst später nach Hause, tut mir leid. Dass mit dem Italiener ist wirklich eine schöne Sache, und wenn ich mit dem Projekt fertig bin, gehen wir zur Feier des Tages dorthin und lassen es uns richtig gut gehen, versprochen. Ich nehme dann wieder dieses Pilzrisotto mit Salbeibutter, das ist so lecker, obwohl … ich könnte auch mal was anderes ausprobieren. Also sei nicht enttäuscht, ja? Du brauchst auch nicht mit dem Essen auf mich warten. Keine Ahnung, wie lange ich brauchen werde. Aber ich würde mich in jedem Fall noch über ein gemeinsames Glas Wein mit dir heute Abend freuen, okay? Na dann, bis später, ich liebe dich.“

Ein Glas Wein, denkt Tom sich enttäuscht, das ist also diese quality time, von der alle Paartherapeuten und Beziehungsexperten immer reden. Das kann es eigentlich nicht sein: die gemeinsame Zeit reduziert auf kurze Momente der Intimität und Verbundenheit. Ist ein Glas Wein genug, um gemeinsam zu träumen? Und wann setzt man die Träume in die Realität um? Wann macht man das alles, was man sich gemeinsam vorgenommen hat? Oder ist der gemeinsame Traum einfach irgendwann ausgeträumt? Und wenn nicht, wo bleiben wir eigentlich zwischen all den Deadlines, den Besichtigungen, dem Feierabendverkehr? Schlafen müssen wir auch noch irgendwann. Aber wo bleiben wir dabei? Auf der Strecke?

Tom erschrickt über seine eigenen Gedanken. Er liebt Sarah, she’s the one – dessen ist er sich sicher. Aber in der letzten Zeit sehen sie sich kaum noch, leben mehr oder minder aneinander vorbei, verlieren den Bezug zueinander. Das macht ihm zu schaffen, er möchte sie nicht verlieren, aber ein gemeinsames Glas Wein ist ihm zu wenig. Trotzdem kann er ihr schlecht Vorwürfe machen, schließlich hat er sich auch noch Arbeit mit nach Hause genommen.

Wann hat das eigentlich angefangen, dass die Arbeit auch nach Feierabend nicht aufhört? Zum Glück muss er nicht rund um die Uhr erreichbar und auf Abruf sein, so wie manche seiner Kollegen. War er es einfach noch vom Studium gewohnt, bis spät in die Nacht zu arbeiten? Oder hing es damit zusammen, dass er sich als Neuer in der Firma in viele Prozesse und Zusammenhänge erst einarbeiten musste und dafür neben seiner eigentlichen Arbeitszeit zusätzlich Zeit benötigte? Hat er einfach nie aufgehört, außerhalb der Arbeitszeiten weiterzu arbeiten? Wenn nicht für die Firma, dann für andere Sachen, die ihm das Leben aufbürdete. Wie die Wohnungssuche? Oder die Rentenvorsorge? Die Steuererklärung? Alle möglichen Ver- und Absicherungen?

Und dann noch dieses social life. Freunde, Familie, aktuelle und ehemalige Kollegen – ständig hat einer Geburtstag, immer ist was los, es wird hier eingeladen, dort gefeiert und zwischendrin gemeinsam weggefahren. Die Eltern wollen, dass man sie mal wieder besucht, der beste Kumpel schwärmt von der krassesten Party am Samstag und die Kollegen schlagen diese und jene gemeinsame Aktivität vor, um den Teamspirit zu stärken. Alles richtig schöne Sachen, aber alles neben Beruf und Verpflichtungen auch einfach zu viel. Zu viel, um es noch nebenbei zu packen. Zu viel, um dabei auch noch wirklich glücklich zu sein. Tom hat seinen Kopf auf dem Lenkrad abgelegt. Nur kurz abschalten, einen kleinen Moment.

Ein Hupen drängt an sein Ohr, näher als die anderen nervenden Töne, die immer wieder zu hören sind. Noch einmal, jetzt heftiger. Er hebt seinen Kopf und blinzelt. Die Autos vor ihm sind schon ein ganzes Stück weitergefahren und in Sichtweite scheint sich der Engpass aufzulösen. Entweder ist er kurz eingenickt oder seine Gedanken haben ihn dermaßen abgelenkt, dass er nicht registriert hat, dass es weitergeht. Er legt den ersten Gang ein, dann den zweiten, und zehn Minuten später kann er wieder voll beschleunigen.

Tom lässt das Fenster runter, um den Wind im Gesicht zu spüren und sich lebendig zu fühlen. Für ein paar Minuten gelingt es. Dann sieht er, dass Sarah ihm noch eine Sprachnachricht hinterlassen hat: „Tom? Vergiss nicht unsere Diskussion von gestern Abend, ja? Bei all der workload, die wir beide haben … hilft wenigstens ein bewusster Umgang mit Technologie. Also, du weißt schon: digital minimalism, better life.“ Tom rollt mit den Augen. „Ich hätte echt nichts gegen das Glas Wein, aber wenn du müde wirst, geh ruhig schlafen, mir fällt gerade ein, wie fertig du gestern aussahst. Ich hätte gern noch lange was von dir.“ Die Botschaft endet mit einem Kuss.

Schlafen ist für Kinder, denkt er trotzig. Und warum dann nicht gleich digital detox? Wer soll jetzt noch anrufen außer Störenfriede? Sarah würde sich nach dieser Ansage eh nicht mehr melden, bevor sie nach Hause kommt. Er schüttelt den Kopf und schaltet sein Handy energisch aus. Kurze Zeit später biegt er in seine Straße ein und hält mit Adleraugen nach einem Parkplatz Ausschau. Eine neue Wohnung braucht auf jeden Fall einen Anwohnerparkplatz dazu, denkt er.

3 Mangelnde Wertschätzung

Nach dem Abendessen – einem kleinem Topf Spaghetti mit Pesto, denn er hatte keine Lust, allein aufwendig zu kochen, das war es ihm nicht wert – wollte er sich eigentlich gleich seinen Unterlagen widmen, um es wegzuhaben. Er fühlt sich aber zu vollgefuttert, als dass er schon wieder klar und zielgerichtet denken könnte, also entschließt er sich zu lesen. Auf dem Küchentisch liegt ein Wirtschaftsmagazin von letzter Woche, das er noch nicht gelesen hat. Es war bisher keine Zeit dazu. Auf dem Cover wird neben einem adretten Typen mit Gewinnerlächeln, Dreitagebart und guter Bräune die Auswertung der Gallup-Umfrage zur Zufriedenheit von Mitarbeitenden angekündigt. Tom blättert sich bis zur entsprechenden Seite durch.

Die Überschrift kommt mit Schockeffekt daher: Jeder dritte Mitarbeitende hat bereits innerlich gekündigt! Und mehr als ein Drittel fühlt sich innerlich ausgebrannt, liest Tom weiter. Das läge an der hohen psychischen Belastung und würde meist mit einem Burn-out enden. Tom weiß ganz genau, wovon sie sprechen. An Burn-out hat er auch schon manchmal gedacht. Das Schreckgespenst der Arbeitswelt geistert abwechselnd durch die eine, dann durch die andere Abteilung. Keiner ist vor dem Totalausfall sicher, und obwohl alle die Mauer, auf die sie zurasen, zu sehen scheinen, sind sie doch nicht imstande, anzuhalten, einzulenken oder umzudrehen.

Wieso tolerieren wir diese hohe psychische Belastung und woher kommt sie eigentlich, wundert sich Tom.

Ist es auch anderen Menschen einfach Tag für Tag zu viel Input? Zu viele Termine, zu viele Aufgaben, zu viel unter einen Hut zu bringen? Ja, der Konkurrenzdruck ist hoch, aber ist das eine Rechtfertigung dafür, alle mit Aufgaben und Anforderungen zuzuschütten? Werden aus Profitgier und wegen der Rentabilität womöglich zu wenig Mitarbeiter eingestellt? Oder sind wir vielleicht zu weich geworden, sodass wir keine harte Arbeit mehr gewöhnt sind und zu schnell aufgeben, wo wir aushalten und durchziehen müssten?

Nein!, antwortet Tom sich selbst entschieden. Er muss an seinen Vater denken und wie dieser sich für seinen Job aufgeopfert hat. Er war kaum zu Hause und sah seine Kinder nur durch das Fernglas aufwachsen. Für Tom ist sein Vater ein Leben lang ein Schatten geblieben. Er hegt deswegen keine negativen Gefühle gegen ihn, es fehlt lediglich der Bezug zueinander. Oder anders gesagt, Tom und er haben sich nicht viel zu erzählen. Tom möchte auf jeden Fall anders handeln als sein Vater oder seine Eltern zusammen. Jahrelang hat sein Vater über seinen Job geschimpft und die Kollegen verflucht, und trotzdem alles dafür gegeben, nur um am Ende die Rente zu erreichen. Ganz gleich, was auch passiert, Hauptsache, das Rentenalter erreichen. Teilweise kommt es Tom so vor, als hätten seine Eltern die Rente auf eine Stufe mit dem Garten Eden gestellt. Wie schön doch erst alles im Ruhestand wird! Tom kann zwar den Gedanken der Altersabsicherung gut nachvollziehen, schließlich sorgt er sich selbst seit einiger Zeit darum, aber dafür das ganze Berufsleben aufzuopfern, hält er für Verschwendung.

Was haben seine Eltern sich bloß dabei gedacht? Jetzt sind sie alt und die Knie schmerzen – da ist nix mehr mit klettern gehen oder Bergwanderungen. Kreuzfahrten und Kaffeekränzchen stehen auf dem Programm. Hoffentlich werde ich mich niemals so alt fühlen, um auf diesen Scheiß zu stehen, denkt Tom.

Wahrscheinlich hatte mein Vater deswegen keinen Burn-out, weil er mit emotionalen Scheuklappen durchs Leben gerannt ist und schlicht nichts an sich herangelassen hat, egal, ob Stress, Trauer, Wut oder die Liebe seiner Kinder. Okay, das ist vielleicht ein bisschen hart. Er hat auch vieles für uns gemacht, damit wir es gut haben, er hat seine Liebe mehr durch Taten als durch Worte zum Ausdruck gebracht.

Als wäre es die Antwort auf seine Gedanken, liest Tom im Artikel weiter: „83 Prozent der Mitarbeiter besitzen keine emotionale Bindung zum Unternehmen und identifizieren sich nicht mit ihrem Arbeitgeber.“ Einer der Hauptgründe dafür sei der Mangel an Wertschätzung. 48 Prozent der Befragten hätten demnach das Gefühl, dass sich das Unternehmen nicht für ihr Wohlergehen interessiere. Davon wiederum kann Tom selbst ein Lied singen.

Wie oft hat er sich in den letzten Monaten wie ein kleines Zahnrad in einem riesigen Uhrwerk gefühlt?! Ein durchlaufender Posten, der in der Verteilungshierarchie Aufgaben und Druck von oben bekommt, um sie nach unten weiterzugeben. Er wiederum reicht Arbeitsergebnisse und Fortschrittsmeldungen nach oben weiter, jedes Mal mit dem Ziel, Druck und workload für sich und sein Team zu verringern. Ein paar Mal war er deswegen so frustriert, dass er darüber nachdachte, sich bei einer anderen Firma zu bewerben.

Einige seiner besten Freunde rieten ihm auch zu diesem Schritt. Bei einem Bier im Hinterhof ihrer Lieblingskneipe hatte er ihnen mal von seinem Frust erzählt. Eigentlich ist ihm so etwas unangenehm, er möchte nicht als Nörgler dastehen. Aber an diesem Abend war er direkt von der Arbeit in die Kneipe gefahren und hatte beim zweiten Bier direkt einen sitzen. Deswegen war er emotionaler und mitteilsamer als sonst und dachte mal kurz nicht darüber nach, was die anderen von ihm halten.

Seine Kumpels fanden einstimmig, dass er als toller Hecht etwas Besseres verdient hätte. Auch wiesen sie ihn darauf hin, dass er mit einem Jobwechsel mehr verdienen würde. Ein Jobwechsel sei immer mit einer Gehaltssteigerung verbunden, das gehöre sich so. Aha. Ob die Recruiter und Personaler des noch unbekannten neuen Unternehmens das auch so sehen? Überhaupt: Die werden ihn doch fragen, warum er die alte Stelle aufgegeben hat, und wenn er sich dann nicht irgendeine tolle Ausrede überlegt oder so einen schlauen Spruch aus einem Bewerbungsratgeber zitiert, kann er sich das gleich abschminken. Die lachen ihn doch aus!

Tom ist sich des Wechselwunsches trotz des Zuspruchs seiner Freunde alles andere als sicher. Schließlich ist er mit seinem Gehalt verhältnismäßig zufrieden, er hat gute Aufstiegschancen im Unternehmen, und nicht zuletzt hat er sich diese Position erarbeitet – dafür geackert, da hinzukommen. Immer fleißig Ziele gesetzt und eiskalt abgearbeitet. Goal killer hat ihn mal ein Vorgesetzter im Scherz genannt. War doch ein Scherz, oder?

Er hat alles gemacht, was von ihm verlangt wurde, und mehr. Einsatzbereitschaft zeigt man immer noch am besten, indem man eine Stunde länger bleibt, eine Sache mehr schafft, einfach härter arbeitet als die anderen. „Weniger ist mehr“ trifft da einfach nicht zu. Tom ist stolz auf sich, dass er das so durchgezogen hat, auch wenn ihn das einige Abende mit seinen Freunden und mal ein Wochenende bei seiner Familie gekostet hat. Worth it. Jetzt ist er immerhin Teamleiter, er trägt Verantwortung in einem weltweit agierenden Unternehmen, ist vernetzt, und auch wenn Sarah es nie zugeben würde, steht sie darauf, dass er beruflich erfolgreich ist. Mit einem Loser würde sie sich auf jeden Fall nicht abgeben. Und mit einem Loser würde sie auch nicht planen, eine gemeinsame Eigentumswohnung zu kaufen, die Platz für die zukünftige Familie bietet.

Ja, er hat das schon richtig gemacht, ist mit der Beförderung zum Teamleiter vor Kurzem in die Zentrale und damit in die Großstadt gewechselt und bei Sarah eingezogen. Das hat sich voll ausgezahlt. Allerdings hat ihn diese Attitüde auch in die jetzige Situation gebracht, in der er sich permanent eine Reduzierung des Inputs und fünf Minuten Ruhe wünscht. Oder mehr Zeit im Allgemeinen. Aber wer wünscht sich das nicht? Wie soll er also weitermachen? Ein Teufelskreis.

Bevor Tom sich in Selbstmitleid verlieren kann, liest er schnell weiter. Dabei springt ihm ein Zitat des Studienverantwortlichen ins Auge: „Das Gesundheitsmanagement der Führungskräfte ist entscheidend für das Wohlbefinden der Belegschaft.“

Was soll das nun wieder heißen? „Das Gesundheitsmanagement“ – ist das wieder so ein in seiner Bedeutung nur schemenhaft skizzierter Neologismus oder steckt wirklich ein Sinn dahinter?

Er liest weiter, Führungskräfte müssten endlich aktiv werden und Maßnahmen ergreifen, zum Beispiel mehr Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden zeigen oder dem Team öfter Feedback geben, auch ungefragt. Sie müssten den Wert der Mitarbeitenden für das Unternehmen hervorheben und ihn sich im Tagesgeschäft bewusst machen. Diese Maßnahmen stärkten die Bindung der Mitarbeitenden und senkten die Fluktuationsrate im Unternehmen. Besonders hohes Verbesserungspotenzial sehe die Studie bei den direkten Vorgesetzten, nicht unbedingt bei der Chefetage. Mit der komme die Mehrheit der Befragten gut zurecht, aber die Kritik an den direkten Vorgesetzten des unteren und mittleren Managements sei groß und nehme kontinuierlich zu. Ein Wandel der Unternehmenskultur sei dabei vorerst nicht in Sicht, vielmehr wüchse das Bedürfnis der Belegschaft nach Sicherheit und Vertrauen im Job. Die Fehlannahme vieler angesprochener Führungskräfte liege darin, davon auszugehen, jeder Mitarbeitende sei froh, überhaupt einen Job zu haben und solle deswegen mal schön die Füße stillhalten. Tatsächlich sei es aber umgekehrt: Ein Job ohne zusätzliche Sicherheiten würde einer Mehrheit der Angestellten nicht mehr reichen.

Am Ende des Artikels steht dann noch etwas vom war for talents, aber das registriert Tom schon nicht mehr, weil er völlig aus dem Häuschen ist. Er kann schlicht und ergreifend nicht fassen, dass die Studie oder vielmehr die Mitarbeitenden Kritik an den direkten Vorgesetzten üben, die die Maßnahmen meistens nur umsetzen, die in der Chefetage beschlossen werden, anstatt die eigentlichen Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Wenn oben Sparpläne erstellt werden, die meistens mit Stellenkürzungen einhergehen, sitzt nicht der Vorstand mit dem Mitarbeitenden zusammen und muss ihm erklären, dass er zukünftig seine Brötchen woanders verdienen muss. Nicht der Vorstand muss einer Person, mit der er vielleicht jahrelang zusammengearbeitet hat, in die Augen schauen und versuchen, einen Ausdruck zwischen Mitgefühl und Distanz hinzubekommen.

Tom ist jetzt richtig in Fahrt. So ein Drecksartikel!

Dass weder die Zeitschrift noch der Journalist noch die Studie etwas für die Ergebnisse oder Aussagen von deutschen Mitarbeitenden können, ist ihm dabei schnurzpiepegal. Er fühlt sich missverstanden und ungerecht behandelt, als wäre der Artikel direkt an ihn adressiert. Er gibt immer sein Bestes, bemüht sich, die Vorgaben von oben so konkret wie möglich umzusetzen, nimmt sich Zeit für sein Team, bewahrt Ruhe und Geduld, wenn wieder einer ein Wehwehchen hat, weiß, wer für welche Aufgabe besser geeignet ist, und wen er an der kurzen Leine halten muss. Von wegen Wertschätzung zeigen oder ungefragt Feedback geben. Was soll er denn noch alles machen? Er hat so kaum noch Zeit, soll er etwa wöchentlich von Schreibtisch zu Schreibtisch wandern und jedem auf die Schulter klopfen, dass er seine Sache gut gemacht hat? Auch, wenn das womöglich gar nicht der Fall ist?

Wenn jemand nur Routineaufgaben erledigt hat, die Teil der Jobbeschreibung sind und für die er schließlich auch bezahlt wird, soll Tom dann zu ihm gehen und sagen: „Das hast du aber besonders toll gemacht! Und Mensch, wie du die Excel-Tabelle angelegt hast – Waaahnsinn!“

Das macht doch kein normaler Mensch!

Inzwischen ist er aufgestanden und läuft durch die Wohnung, um seinem Ärger Luft und im wörtlichen Sinne Beine zu machen. Dabei fällt sein Blick durch das Fenster auf eine Reklametafel auf der anderen Straßenseite. Er sieht nur einen Ausschnitt, auf dem steht: Home is where your Einbauküche is. Eine Sicherung in seinem Kopf ist kurz davor, durchzubrennen. Möglicherweise sind auch alle Sicherungen betroffen. Am liebsten würde er jetzt jemanden anschreien, am besten irgendeinen Politiker, den man für die Arbeitssituation zur Rechenschaft ziehen kann, oder noch besser: ein Vorstandsmitglied seines Unternehmens! Das wär’s! Dem mal richtig die Meinung geigen, bis die Ohren bluten. Aber was bringt das?

In diesem Moment strafft sich seine Brust, die Schultern wandern nach hinten, der Rücken wird durchgedrückt. Ihm fällt ein, dass es für ihn ja nur eine Frage der Zeit ist, bis er in den oberen Etagen sitzt. Seinen weiteren Fortschritt vorausgesetzt, dürfte das gar nicht mehr lange auf sich warten lassen. Wie wohl der Ausblick aus einem Büro in der Vorstandsetage ist? Keine Ahnung, aber er weiß, dass er es unbedingt herausfinden will.

Und dann?, fragt eine Stimme in seinem Hinterkopf. Wenn du das alles erreicht hast, was dann? Wie geht deine Reise weiter? Oder war’s das dann schon? Mit 40 im Vorstand und Millionär, oder was? Welches Ziel wirst du dann angehen? Oder ziehst du dich aus dem Berufsleben zurück, um die verlorene Zeit mit der Familie nachzuholen? Schöner Gedanke, aber wofür hast du die ganze Zeit geackert, wenn du alles wieder aufgibst?

Darauf hat Tom keine Antwort. Er opfert sich für den Aufstieg an sich auf, immer weiterkommen, immer höher steigen, raketengleich dem All entgegen. Er hat sich stets konkrete Ziele gesetzt und sie meistens auch erreicht, er wusste immer, wofür er arbeitet und wofür er auf Freizeit oder einen Abend in der Kneipe verzichtet. Das hat ihn wieder und wieder angetrieben. Aber jetzt? Weiß er noch, worauf das alles hinauslaufen soll? Ist er überhaupt noch auf Kurs? Was, wenn er zu einem dieser modernen Sklaventreiber oder unangenehmen, weil emotionslosen Vorstandsmitgliedern wird, die nur ihren Bonus im Sinn haben und über die er sich so engagiert aufregt? Wird er nur das nächste Glied in der Kette sein? Ist das jetzt schon eine vorgezogene Midlife-Crisis?

Mit Schwung feuert Tom das Wirtschaftsmagazin in den Papiermüll und beschließt, das Thema vorerst zu vergessen. Er kann die Fragen ja doch nicht jetzt beantworten, wenn er sie überhaupt jemals beantworten können wird. Und schließlich geht es ihm auch nicht allein so, sondern sehr vielen Menschen. Alle struggeln, alle müssen kämpfen und darauf achten, dass sie ihr Stück vom großen Kuchen abkriegen. Alle müssen dafür auf Dinge verzichten und Kompromisse eingehen und sich letztendlich fügen. Oder? Also warum sollte das Schicksal bei ihm eine Ausnahme machen?

Reiß dich zusammen, Tom, du verlierst dich in deinen Gedanken. Fokus! Fokus! Fokus! Tom klappt seinen Laptop auf, um die Folien für die Präsentation morgen Mittag vorzube reiten.

4 Mit Blubb in den neuen Tag

Blubb. Das Aspirin fällt ins Glas und beginnt umgehend, sich im Wasser aufzulösen.

Storm in a teacup, denkt Tom hinter den hängenden Augenlidern. Die Gier des Abends ist der Kopfschmerz des nächsten Morgens.