Wohnungsbesichtigung ins Glück - Norma Banzi - E-Book

Wohnungsbesichtigung ins Glück E-Book

Norma Banzi

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Beschreibung

Um dem Sohn seines verstorbenen Mannes aus einer finanziellen Misere zu helfen, verkauft der Grafiker Oliver schweren Herzens die gemeinsam geerbte Ferienwohnung in Westerland auf Sylt. Kurz vor Weihnachten besichtigt der attraktive Autor James das Appartement und interessiert sich auch für Olivers Bilder, die dort an den Wänden hängen. Aus einem Verkaufsgespräch wird schnell mehr, woran Olivers liebenswerter Weimaraner nicht ganz unschuldig ist. Aber was will James eigentlich? Nur einen Ferienflirt oder die große Liebe?

In dieser Kurzgeschichte suchen zwei Männer nach einer Lebenskrise zaghaft den Weg zurück ins Licht und hoffen, in dem jeweils anderen ein neues, beständiges Glück zu finden.

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Veröffentlichungsjahr: 2024

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Norma Banzi

Wohnungsbesichtigung ins Glück

Edition Banzini

Inhaltsverzeichnis

Klappentext

Eins

Zwei

Drei

Epilog

Social Media

WOHUNGSBESICHTIGUNG INS GLÜCK ©Norma Banzi 1. Auflage: November 2015 2. Auflage März 2024 Bildquelle: depositphotos Hintergrund: © Neirfys Weimaraner: © bit245 Gestaltung des Covers: Norma Banzi Edition Banzini Kurvenstraße 25 22043 Hamburgwww.banzini.de

Klappentext

Um dem Sohn seines verstorbenen Mannes aus einer finanziellen Misere zu helfen, verkauft der Grafiker Oliver schweren Herzens die gemeinsam geerbte Ferienwohnung in Westerland auf Sylt. Kurz vor Weihnachten besichtigt der sexy Autor James das Appartement und interessiert sich auch für Olivers Bilder, die dort an den Wänden hängen. Aus einem Verkaufsgespräch wird schnell mehr, woran Olivers liebenswerter Weimaraner Sam nicht ganz unschuldig ist. Aber was will James eigentlich? Nur einen Ferienflirt oder die große Liebe?

In dieser Kurzgeschichte suchen zwei Männer nach einer Lebenskrise zaghaft den Weg zurück ins Licht und hoffen, in dem jeweils anderen ein neues, beständiges Glück zu finden.

Eins

„Bleib!“, befahl Oliver seinem Weimaraner Sam, als es an der Tür klingelte. Die Maklerin Wiebke Lorenz war pünktlich. Schweren Herzens erhob sich Oliver von der Couch, warf Sam in seinem Korb noch einmal einen prüfenden Blick zu, und ging zur Tür seiner Ferienwohnung in Westerland auf Sylt. Der Gedanke an ihren Verkauf setzte ihm doch mehr zu als erwartet. Vielleicht mochte der heutige Interessent sie ja nicht – oder sie war ihm zu teuer. Oliver hoffte, der Mann, ein Amerikaner, wie die Maklerin ihm am Telefon erzählt hatte, fand sie zu unmodern, zu klein oder zu groß, keine Ahnung, Hauptsache, er entschied sich dagegen. Aber wenn er sie nicht kaufte, dann ein bestimmt ein anderer. Die geschäftstüchtige Frau Lorenz würde ihren Auftrag erfüllen, schließlich winkte ihr eine kräftige Provision. Die Auftraggeber, das waren Oliver selbst, Sabrina und Robert, eine Erbengemeinschaft. Zehn Jahre war Oliver mit dem Vater der beiden, Bob, glücklich gewesen. Bis Bob an Lungenkrebs erkrankte und starb. Sein Vermögen hinterließ er Oliver, Sabrina und Robert testamentarisch zu gleichen Teilen und es hatte auch keine Probleme mit der Aufteilung gegeben. Oliver wurde als Mann von Bob von dessen Kindern akzeptiert. Eigentlich wollten die Erben die Ferienwohnung auf Sylt behalten. Für Sabrina und Robert hingen viele Kindheitserinnerungen daran und Oliver verbrachte dort gemeinsam mit Bob stets zwei Wochen um Silvester herum.

Nun jedoch brauchte Robert dringend Geld, um die finanziellen Verluste seines neuen, dritten Restaurants zu bewältigen. Sein Partner hatte Scheiße gebaut und Robert musste die Sache alleine ausbaden. Sabrina wanderte mit ihrem Mann nach Australien aus und übernahm mit ihm ein Weingut. Auch sie konnte also die Finanzspritze gut gebrauchen. Oliver war durch seinen Anteil von der Erbschaft vermögend genug, um den Rest seines Lebens komfortabel gestalten zu können. So reich, die anderen auszahlen, war er leider nicht. Die Immobilienpreise auf Sylt waren aberwitzig. Vielleicht gönnte sich Oliver zum Trost eine kleine Villa in Südfrankreich. Kam er zukünftig nach Sylt zurück, musste er allerdings ins Hotel gehen.

Oliver öffnete die Tür und sah zunächst nur die Maklerin, eine angenehme Frau um die Vierzig, elegant gekleidet, dezent geschminkt. Ihre Figur hatte keine Idealmaße, aber sie kaschierte ihre Pfunde ganz wunderbar mit passend dazu gewählter Kleidung.

„Herr Sieveking, ich freue mich, Sie zu sehen. Ich möchte Ihnen gerne James Anderson vorstellen.“ Wiebke Lorenz trat beiseite und Oliver blickte in eines der schönsten männlichen Gesichter, die er jemals gesehen hatte. Klare, bernsteinfarbene Augen musterten ihn interessiert, die langen gebogenen Wimpern waren ein Traum und Oliver fragte sich, ob sein Gegenüber den eleganten Schwung seiner Augenbrauen durch Zupfen erreichte. So viel Schönheit konnte unmöglich echt sein. Aber dieser James Anderson machte keinen tuckigen Eindruck. Er wirkte sogar ausgesprochen maskulin. Die Männer schüttelten einander die Hände. James Händedruck war fest und doch angenehm – zu angenehm für Olivers Geschmack. Spielte da etwa wieder sein Gaydar verrückt oder war er einfach schon zu lange Witwer?

Oliver bat Frau Lorenz und Mr. Anderson herein und nahm ihnen die Wintermäntel ab. Beide putzten sich höflich die Füße an der Matte ab. Außerdem hatte Frau Lorenz diese Einweg-Überzieher für Schuhe dabei. Mr. Anderson streifte sie sich kommentarlos über. Dann begann Frau Lorenz mit der Wohnungsbesichtigung, während Oliver sich etwas im Hintergrund hielt. Mr. Anderson wirkte entspannt und interessiert. Im Wohnzimmer kräuselte er kurz die Nase, weil Oliver eine Kerze mit Vanilleduft angezündet hatte. Es war schließlich die Woche vor Weihnachten und außerdem sollte der Duft die Farbgerüche überdecken. Robert glaubte, frische Farbe an den Wänden würde sich positiv auf den Verkaufspreis auswirken. Also hatten sie noch die Maler hier gehabt, die das Wohnzimmer, die Küche und den Flur gestrichen hatten. Das Schlafzimmer und das Gästezimmer waren erst vor zwei Jahren renoviert worden.

An Mr. Andersons Blick konnte Oliver erkennen, dass er die Einrichtung nicht zu altmodisch fand. Die Wohnung war in einem eleganten Landhaustil eingerichtet, an den Wänden hingen Bilder von Oliver. Er hatte auf Sylt und im Sommer auf Mallorca fotografiert und die Fotos als Vorlagen für seine Gemälde verwendet. Sie zeigten Strand- und Segelbootszenen.

„Bleiben die Kunstwerke in der Wohnung?“, fragte Mr. Anderson.

„Nein, es sind Erinnerungsstücke, ich wollte sie mit nach Hamburg nehmen, wenn ich im Januar zurück fahre.“

„Von welchem Künstler wurden die Bilder gestaltet? Ein heimischer von Sylt?“

„Das sind meine Arbeiten“, sagte Oliver.

„Sind Sie ein Maler? Ihre Bilder gefallen mir.“

„Grafiker. Ich entwerfe Homepages und Buchcover.

---ENDE DER LESEPROBE---