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Die Frage nach der Rettungsfähigkeit des Personals in Schwimmbädern wurde durch die Coronakrise noch verstärkt. In weiten Teilen der Branche besteht Verunsicherung. Das Buch "Wozu Rettungsfähigkeit? Mit Corona oder ohne: Die richtige Rettungsfähigkeit finden" verknüpft gekonnt Theorie und Praxis. Verständlich und ausführlich werden die verschiedenen Aspekte bei der Auswahl und Durchführung von Rettungsfähigkeitsnachweisen dargestellt. Ein eigenes Kapitel widmet sich den Besonderheiten während der Coronakrise.
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Seitenzahl: 53
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Der Autor:
Dirk M. Zebisch hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Erst, als er 2013 hauptberuflich in Bädern arbeitete. Angefangen hat er als Rettungsschwimmer und war dann als Fachangestellter für Bäderbetriebe angestellt. Später, als er sich 2020 im Bereich Schulungen für Bäderpersonal selbständig machte.
Aus dem Lehrbetrieb der DLRG kommend brachte er die Erfahrung als Ausbilder mit. Als Fachangestellter in mehreren Bädern kennt er die Praxis des Bäderpersonals. Als Student der Wirtschaftswissenschaften verfügt er über den theoretischen Unterbau.
Lehre, Praxis und Wissenschaft zu einem verständlichen Ganzen zielgerichtet zu vereinen, gelingt ihm immer wieder.
Das Buch:
Die Frage nach der Rettungsfähigkeit des Personals in Schwimmbädern wurde durch die Coronakrise noch verstärkt. In weiten Teilen der Branche besteht Verunsicherung.
Das Buch "Wozu Rettungsfähigkeit? Mit Corona oder ohne: Die richtige Rettungsfähigkeit finden." verknüpft gekonnt Theorie und Praxis. Verständlich und ausführlich werden die verschiedenen Aspekte bei der Auswahl und Durchführung von Rettungsfähigkeitsnachweisen dargestellt. Ein eigenes Kapitel widmet sich den Besonderheiten während der Coronakrise.
1.
Vorwort
2.
Einleitung
3.
Rechtliche Bedeutung
Strafrecht
Verkehrssicherungspflicht
Unfallkassen
Besondere Anforderungen
4.
Qualität und Inhalte
Die bekannten Formate
Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber
Richtlinie 94.05 DGfdB
DGUV Regel 107-001
Alternative Konzepte
Weitere
Individuelle Rettungsfähigkeit – Baukasten
5.
Der tatsächliche Stand im Jahr 2021
6.
Auswahl von Inhalt und Prüfer
Verantwortung
Kriterien
Verschiedene Interessengruppen
Sicher ist sicher
Externe Anforderungen
Gefährdungsbeurteilung/Risikobewertung
Kostenaspekte
Sinn und Unsinn
Erst- und Wiederholungsprüfungen
Prüfer
Anforderungen
Extern oder intern
7.
Dokumentation
Form
Inhalt
Speicherfristen und Datenschutz
8.
Die Praktische Durchführung von Prüfungen
Planung
Vorbereitung
Durchführung
Nachbereitung
9.
Material und Badausstattung
Anforderung an das Bad
Material
Desinfektion und Hygiene
10.
Corona ist anders
Ansteckung und Erkrankung
Besonderheiten im Bad
Rechtliche Anforderungen
Gestaltungsmöglichkeiten
11.
Anhang
Verwendete Abkürzungen
Checklisten und Vorlagen
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Stichwortverzeichnis
Drei Dinge kamen für dieses Buch zusammen: Dank Corona hatte ich mehr Zeit und konnte endlich meine Erfahrungen und Kenntnisse publizieren. Durch Corona nahm auch der Bedarf an Fachinformationen in diesem Themenbereich zu.
Als Drittes arbeite ich seit diesem Jahr mit Herrn Rechtsanwalt Rupert Merkle aus Rottenburg zusammen. Dadurch habe ich viel gelernt und werde zu den Rechtsthemen kompetent beraten. Beim Rechtskapitel hat er mitgewirkt.
Seit über 20 Jahren prüfe ich mittlerweile Rettungsschwimmer und Rettungsfähigkeit, etwas kürzer bin ich EH-/San-Ausbilder. Bei der DLRG schulte ich auch Ausbilder und Prüfer. Die Praxis des Bäderbetriebs holte ich mit in acht Jahren als Vollzeitkraft in Bädern, erst als Rettungsschwimmer, dann als Fachangestellter für Bäderbetriebe. Im November 2020 machte ich mich als freiberuflicher Trainer im Bereich Schulungen für Bäderpersonal selbständig.
Mein herzlicher Dank gilt meinen Ausbildern und Meistern, bei denen ich in ganz unterschiedlichen Bäder viel lernen und ausprobieren durfte. Ich danke den Badmitarbeitern, die mir mit Rat und Tat, auf jeden Fall mit ihrer Erfahrung zur Seite stehen, wenn ich Fragen habe. Zuletzt danke ich den Bäderbetrieben, in denen ich als Referent in den letzten Monaten den Start in die Selbständigkeit genießen und mich am Markt bewähren durfte.
In diesem Buch habe ich sehr stark einen neutralen Standpunkt eingenommen und die verschiedenen Organisationen, Prüfungsformate und Bäderbranche unvoreingenommen und sachlich dargestellt.
Dennoch besteht die Gefahr von Interessenkonflikten. Daher gebe ich folgende Mitgliedschaften an:
DLRG OG St. Blasien e. V. mit Lehr- und Prüfauftrag Schwimmen, Rettungsschwimmen, EH und San
BdS e. V.
Bäderseminare Dirk M. Zebisch (Inhaber)
Haigerloch, den 27. April 2021,
Dirk M. Zebisch
Die Bedeutung der Rettungsfähigkeit wird in der Literatur, der Lehre und in der Praxis oft unterschätzt. Meist läuft es darauf hinaus, dass der Badbetreiber einen Nachweis vorliegen hat, um sich bei Haftungsfällen freistellen zu können. Auf unterer Ebene genauso: Mit dem Rettungsfähigkeitsnachweis sieht sich der Mitarbeiter von weiteren Mühen befreit. Diese allgemeine Haltung hat sich über Jahrzehnte bewährt und wird kaum hinterfragt.
Spielen in der Praxis heute das Deutschen Rettungsschwimmabzeichen Silber, die Bescheinigung des BdS und die Rettungsfähigkeit nach Richtlinie 94.05 DGfdB die größte Rolle, ist der Berufsabschluss als Fachangestellter für Bäderbetriebe natürlich auch als Rettungs- und Leistungsfähigkeitsnachweis mit den deutlich höchsten Anforderungen für den Bäderbereich umfassend anerkannt. Aufgrund der unterschiedlichen Interpretationen, der verschiedenen Varianten und mitunter ungenauen Dokumentation ist die tatsächliche Bandbreite der Rettungsfähigkeit nahezu unbegrenzt und nicht vergleichbar.
Die Rettungsfähigkeitsnachweise, wie sie heute geführt werden, vermitteln dabei ein sehr einseitiges und falsches Bild von den zur Rettung Ertrinkender erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten. Die Fixierung auf die Rettung Bewusstloser vom Boden des Schwimmbeckens einerseits sowie viele sachfremde Erwägungen andererseits, stellen den Wert der Rettungsfähigkeit durchaus in Frage. Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass die Mitarbeiter der Bäderbranche von den Unzulänglichkeiten wissen.
Durch die Coronapandemie und den damit verbundenen Einschränkungen nahm der Variantenreichtum noch zu, während gleichzeitig die Anzahl der regulären Rettungsfähigkeitsprüfungen drastisch abnahm: Das Angebot wurde durch die rechtlichen und hygienischen Anforderungen an die Bäderbetriebe ebenso wie mit der neuen Erkrankung verbundenen Risiken erheblich reduziert.
Über ein Jahr nach Ausbruch von Corona in Deutschland bestehen immer noch erhebliche Unsicherheiten über die Durchführung der Rettungsfähigkeit. Von der Annahme, diese würde automatisch verlängert, bis die Pandemie vorbei ist, bis zu der Vermutung, man würde sich rechtmäßig verhalten, wenn man gar keine Nutzung des Bades mehr zulässt, ist hier alles vertreten. Die bisher verbreiteten Stellungnahmen der Verbände waren wenig hilfreich. Es ist aufgrund des Föderalismus in Deutschland und der Haftungsrisiken sehr schwer, zu klaren Empfehlungen zu kommen.
Dieses Buch stellt den Stand der Rettungsfähigkeit aktuell dar. Auf eher grundsätzliche Aspekte wird genauso eingegangen wie auf die veränderte Sicht, die sich durch Corona zurzeit ergibt. Der rechtliche Rahmen wird gesteckt, die großen Formate der Rettungsfähigkeit und deren Anforderungen erläutert sowie Möglichkeiten der praktischen Umsetzung und Anpassung an die Bäderwirklichkeit aufgezeigt. Dabei zeichnet sich das Buch durch seinen neutralen Standpunkt ebenso aus wie in der umfassenden Darstellung des Themas.
Die Gliederung des Stoffs ist sachlogisch. Statt durch Verweise, die ein ständiges Blättern im Buch erfordern würden, werden wesentliche Inhalte an den entsprechenden Stellen zusammengefasst oder kurz wiederholt. Die üblichen Hilfsmittel wie Inhaltsverzeichnis und weitere Verzeichnisse sowie die textliche Gestaltung machen die Orientierung im Text leicht.
Trotz gründlicher Recherche und Einbeziehung von Fachleuten können Fehler nicht ganz ausgeschlossen werden. Die Umsetzung der Rettungsfähigkeit bleibt in der Verantwortung Unternehmers.