Wuscheltiere - Markus Zang - E-Book

Wuscheltiere E-Book

Markus Zang

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Beschreibung

Wuscheltiere - Die Märchen-Edition Sind Sie als Kind auch so gerne in die Märchenwelt eingetaucht? Ich selbst konnte nicht genug davon bekommen. Mit zunehmenden Alter wurde es irgendwann uncool sich von seinen Eltern Märchen auf der Bettkante vorlesen zu lassen, aber diese Phase des Entzugs dauerte nicht lange. Nachdem meine Kinder auf der Welt waren, fand ich in ihnen dankbare Zuhörer und ich griff wieder beherzt in die Märchen-Bücher-Kiste meiner eigenen Eltern. Leider sind sie längst erwachsen und deswegen befinde ich mich aktuell im Entzugsstadium. Höchste Zeit, sich geeignete Ersatz-Drogen zu beschaffen: Märchen für Erwachsene! Warum eigentlich nicht? Laut Definition ist ein Märchen eine Erzählung, die in der Regel aus einer wunderbaren oder abstrakten Welt stammt und Elemente des Zauberhaften enthält. Es ist eine in seinem Umfang begrenzte unterhaltende Erzählung, dessen Inhalt frei erfunden, weder zeitlich noch räumlich festgelegt und von fantastisch wunderbaren, den Naturgesetzen widersprechenden Gestalten und Begebenheiten geprägt ist. Als ich von "Naturgesetzen widersprechenden Gestalten" las, dachte ich spontan an Politiker, Juristen, Wirtschaftsbosse und ähnliche Kaliber und schon war die Idee für dieses Buch geboren. Herausgekommen ist eine verrückte, tiefgründige, philosophische, aber immer humorvolle Mischung aus Märchen, Fiktion und Realität. Viel Spaß!

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Seitenzahl: 224

Veröffentlichungsjahr: 2025

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„Keinen Prinzen für die Schlampe?

Was für ein Märchen ist das denn?“

Zitat: Kai Meyer (Drehbuchautor 1969)

„Wann gehen wir endlich neue Schuhe kaufen?“

Zitat: Aschenbrödel

„Rotkäppchen, du hast den Schnaps vergessen!“

Zitat: Oma

„Mit Tulpen hättest du mich auch rumgekriegt!“

Zitat: Dornröschen

„Verdammt noch mal, wo ist mein Glätteisen?“

Zitat: Rapunzel

„Scheiß Bitcoin!“

Zitat: Goldmarie

„Für so einen Blödsinn, finden wir niemals einen Verlag!“

Zitat: Gebrüder Grimm

„Ich kann nichts dafür, ich hatte eine schwere Kindheit!“

Zitat: Struwwelpeter

„Ich sah`s beim Knab im Höslein stehn, draußen auf der Weide.

Da kam die Magd und bückte sich, ich glaub` es war die Heide!“

Volkstümliche Überlieferung aus dem „Heideröslein“

„Ich habe offensichtlich nicht nur meine Haare verloren!“

Zitat: Olaf Scholz

„Ich mach mir die Welt, widde, widde, wie sie mir gefällt!“

Zitat: Donald Trump

„Ist der Ruf erst ruiniert,

lebt sich`s ziemlich ungeniert!“

Zitat: Wladimir Putin

„Politiker und Windeln haben eines gemein:

Sie sollten regelmäßig gewechselt werden und aus demselben Grunde.“

Zitat: Mark Twain

„Politik ist die Kunst, von den Reichen das Geld und von den Armen die Stimmen zu erhalten, beides unter dem Vorwand, die einen vor den anderen schützen zu wollen.“

Zitat: Unbekannt

„Ich kenne Anwälte der Unterdrückten, die traurig sind,

wenn niemand unterdrückt wird!“

Zitat: Wislaw Brudzinski (Schriftsteller 1920)

„Wer glaubt, dass ein Buchautor alles in seinen Geschichten selbst erlebt hat, sollte besser gleich zum Märchenbuch greifen.“

Zitat: Markus Zang (Buchautor 2025)

Wuscheltiere-Die Marchen-Edition

Sind Sie als Kind auch so gerne in die Märchenwelt eingetaucht? Ich selbst konnte nicht genug davon bekommen. Mit zunehmenden Alter wurde es irgendwann „uncool“ sich von seinen Eltern Märchen auf der Bettkante vorlesen zu lassen, aber diese Phase des Entzugs dauerte nicht lange. Nachdem meine Kinder auf der Welt waren, fand ich in ihnen dankbare Zuhörer und ich griff wieder beherzt in die Märchen-BücherKiste meiner eigenen Eltern. Leider sind sie längst erwachsen und deswegen befinde ich mich aktuell im Entzugsstadium. Höchste Zeit, sich geeignete „ErsatzDrogen“ zu beschaffen: Märchen für Erwachsene! Warum eigentlich nicht?

Laut Definition ist ein Märchen eine Erzählung, die in der Regel aus einer wunderbaren oder abstrakten Welt stammt und Elemente des Zauberhaften enthält. Es ist eine in seinem Umfang begrenzte unterhaltende Erzählung, dessen Inhalt frei erfunden, weder zeitlich noch räumlich festgelegt und von fantastisch wunderbaren, den Naturgesetzen widersprechenden Gestalten und Begebenheiten geprägt ist.

Als ich von „Naturgesetzen widersprechenden Gestalten“ las, dachte ich spontan an Politiker, Juristen und ähnliche Kaliber und schon war die Idee für dieses Buch geboren. Herausgekommen ist eine verrückte, tiefgründige, philosophische, aber immer humorvolle Mischung aus Märchen, Fiktion und Realität. Viel Spaß!

Inhaltsverzeichnis

Kurze Einführung in meine Märchenwelt

1. Knüppel auf den Sack

(Grüße an das Ministerium für Justiz)

2. Der Prinz auf der Erbse

(Grüße an das Ministerium für Familie)

3. Die kleine Heerjungfrau

(Grüße an das Ministerium für Verteidigung)

4. Das tapfere Lehrerlein

(Grüße an das Ministerium für Bildung)

5. Des Kaisers neue Neider

(Grüße an das Kanzleramt)

6. Der Makler und die sieben Geißlein

(Grüße an das Ministerium für Wohnen)

7. Rumpelfilzchen

(Grüße an das Innenministerium)

8. Aladin und die Wunderampel

(Grüße an das Außenministerium)

9. Schneeweißchen und Wüstenrot

(Grüße an das Ministerium für Klimaschutz)

10. Tafel deck dich

(Grüße an das Ministerium für Soziales)

11. Der faule Hans

(Grüße an das Ministerium für Arbeit)

12. Rotköpfchen

(Grüße an das Ministerium für Verkehr)

13. Die kleine Raupe Immersatt

(Grüße an das Ministerium für Finanzen)

14. Hans guck in die Gruft

(Grüße an die Deutsche Rentenversicherung)

15. Alibaba und die vierzig Neider

(Grüße an das Ministerium für Wirtschaft)

16. Der Dummling

(Grüße an das Ministerium für Digitales)

17. Der gestrauchelte Kater

(Grüße an das Ministerium für Entwicklung)

18. Rafunzel

(Grüße an das Ministerium für Energie)

19. Der Impfkönig

(Grüße an das Ministerium für Gesundheit)

20. Pippi Stützstrumpf

(Grüße an das Ministerium für Senioren)

21. Der Zwerg Rübe

(was Schlüpfriges für zwischendurch)

22. Die Goldmarie und die Pechmanie

(Grüße an den BaFin)

23. Die drei Glücksrinder

(Grüße an das Ministerium für Landwirtschaft)

24. Struwwelpetra

(Grüße an der/die/das

GleichstellungsbeauftragterInnen)

25. Der Schneekönig

(Grüße an die Drogenbeauftragten)

26. Die armen Stadtmusikanten

(Grüße an das Ministerium für Kultur)

27. Tischlein schmeckt nicht

(Grüße an das Ministerium für Ernährung)

28. Drei Hasenknödel für Aschenbrödel

(Grüße an die TV-Sendeanstalten)

29. Der Menschenfänger von Hameln

(Grüße an den Sektenbeauftragten)

30. Der hässliche Schwan

(Grüße an die plastischen Chirurgen)

31. Die zerstrittenen Brüder

(Grüße an die Amtsgerichte und Anwälte)

32. Die sieben Gaben

(Grüße an Spendenorganisationen)

33. Der Zappelkevin

(Grüße an die Pädagogen)

34. Der Teufel mit den drei grauen Haaren

(Grüße an die Frauenhäuser)

35. Die lustige Witwe

(Grüße an die Tourismusbranche)

36. Das Märchen vom Schlaraffenland

(Grüße an die Wirtschaftsweisen)

37. Die Geschichte vom Daumenwischer

(Grüße an die Social-Media-Junkies)

38. Der Puppenkaspar

(Grüße an die Spielzeugindustrie)

39. Das Märchen vom Jammerlappen

(Grüße an… ach, sucht Euch jemanden aus)

40. Nachruf

Kurze Einführung in meine Märchenwelt

Hand auf`s Herz: Das geht Ihnen doch genauso, oder? Wenn Ihnen beim Aufräumen ein Märchenbuch aus Ihren Kindheitstagen in die Finger fällt, fangen Sie automatisch an zu blättern und beginnen zu lesen. Als Kinder konnten die meisten von uns nicht genug davon bekommen. Es durfte gerne etwas verrückt, gruselig, blutig und ungerecht zugehen, denn genau das macht die Märchen doch besonders reizvoll.

Im Vergleich mit den Märchenbüchern von damals, waren alle anderen Kinderbücher oder Geschichten aus den Schulbüchern gnadenlos langweilig. Märchen boten uns meistens satte Action, radikale Anarchie und extrem spannende Charaktere. Da musstest du nicht lange überlegen, wen von diesen schrägen Vögeln du hassen sollst oder welcher liebreizende Prinz auf der nächsten Buchseite eine bettelarme, aber wunderschöne Magd zu seiner Prinzessin kürt. Damals haben die Märchenerzähler gerne provokative Botschaften versteckt, aber es brauchte nicht viel Fantasie, um herauszufinden, um was es ihnen ging. Den Kindern waren diese Botschaften wahrscheinlich völlig egal, aber wenn wir diese Märchen heute als Erwachsene lesen, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Wenn man diese, teils sehr bissige Kritik an den Mächtigen und deren Machenschaften damals offen kommuniziert hätte, dann wäre so mancher Kritiker im dunklen Verlies bei Wasser und Brot gelandet.

Also musste man die Kritik an der Obrigkeit, dem Amtsschimmel oder an seinem Nachbarn eben in ein Märchen packen, denn dann konnte man sich immer darauf berufen, dass es doch nur ein Märchen ist. Heutzutage dürfen wir uns in demokratischen Ländern auf die Meinungsfreiheit berufen, aber deswegen sollte man mit der Wahrheit trotzdem behutsam umgehen. Damals wurde man gefoltert und so lange gequält, bis man Besserung gelobte oder man hat den Kritikern gleich den Kopf abgeschlagen. Heutzutage gibt es Anwälte! Wenn man nicht aufpasst, wird man wegen offener Kritik an anderen schnell verklagt. Glaubt man den Statistiken, gehören die allermeisten Buchautoren nicht unbedingt zur Gruppe der vermögenden Kreativen, also ist allein schon aus wirtschaftlicher Verantwortung Vorsicht geboten. Deswegen werde ich einfach das gute alte Märchenbuch wiederbeleben.

Die Nostalgiker unter Ihnen muss ich allerdings warnen, denn es sind keine „richtigen“ Märchen, auch wenn alle Geschichten wie ein richtiges Märchen beginnen. „Es war einmal“ suggeriert sofort, dass es um die Vergangenheit geht, aber was willst du machen, wenn deine Gedanken ständig um das Hier und Jetzt kreisen oder sich noch lieber mit der Zukunft beschäftigen wollen? Herausgekommen sind vierzig sehr lebendige und unterhaltsame Kurzgeschichten, in denen es mir hoffentlich gelungen ist, eine energiegeladene Balance zwischen märchenhaften Fantasien und bissiger Gesellschaftskritik zu finden.

Bevor Sie hochmotiviert anfangen zu lesen, muss ich noch was klarstellen. Es geht um Sie, liebe Leserinnen! Wenn wir uns die Märchen von damals vollkommen wertneutral anschauen, wird jedem von uns auffallen, dass man Frauen im allgemeinen und jungen Frauen im Besonderen, nicht unbedingt den Respekt entgegengebracht hat, den sie ganz sicher verdient hätten. Aus männlicher Sicht lassen sich die meisten Märchen sehr entspannt lesen, denn entweder geht`s um mächtige Könige, warmherzige und romantische Prinzen, bärenstarke und edelmutige Ritter, stolze und reiche Edelmänner oder um schlaue Zauberer.

Aus weiblicher Sicht liest man die meisten Märchen vermutlich etwas unentspannter, denn da liest man was von bösen Stiefmüttern, naiven Prinzessinnen, die Frösche küssen, bildungsarmen Frauen, die sich ständig die Haare kämmen, herzlosen Müttern, die ihre Kinder im Wald aussetzen oder von jungen Frauen, die in völliger Lethargie irgendwelche dreckigen Stuben putzen und nur darauf warten, dass so ein aalglatter Prinz mit weißen Strumpfhosen auf seinem Hengst herangeritten kommt und sie zur Frau nimmt, um ihnen fortan ein schönes Leben zu bieten. All das hat sicher nichts mit dem heutigen Rollenverständnis zwischen Frauen und Männern zu tun, aber wenn dieses Märchenbuch auch nur ansatzweise authentisch sein soll, darf ich diese Klischees nicht völlig ausblenden.

Keine Sorge, die Männer bekommen in meinen Märchen auch ihr Fett weg und am Ende werden wir hoffentlich alle zusammen darüber lachen können.

Da in den Märchen sämtliche klassischen Feinbilder regelmäßig „ihr Fett wegbekommen“ und jedes noch so üble und nervige Klischee mit der nächsten „Sau durchs Dorf getrieben wird“, habe ich diese gute alte Tradition dankbar übernommen und meistens noch eine Schippe draufgelegt. Bitte nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich an der einen oder anderen Stelle Ihre individuelle „Schmerz-Grenze“ überschreite. Bleiben Sie entspannt, denn es sind doch nur Märchen!

Kommen Sie übrigens bitte nicht auf Idee, diese Märchen Ihren Kindern vorzulesen, denn Sie wollen doch ganz sicher nicht, dass Ihre Kinder in diesem Alter auch solche gesellschaftskritischen und provokativen Botschaften zu hören bekommen, wie Sie damals von Ihren Eltern am Kinderbett. Wer weiß, was das mit diesen kleinen unschuldigen Kreaturen macht? Am Ende werden Ihre Kinder noch genauso wie Sie…

1.

Knüppel auf den Sack

Es war einmal ein einfacher Handwerksmann, der fuhr mit seinem Eselkarren in die große Stadt und suchte zwischen all den vielen prächtigen Kutschen einen Platz, an dem er sein Werkzeug entladen und seiner aufrechten Arbeit nachgehen konnte. Doch in dieser Stadt herrschte eine gierige Fürsten-Familie, die ihren Reichtum all diesen Menschen verdankte, die in ihre Stadt kamen, um dort im Schweiße ihres Angesichts ihr täglich Brot zu verdienen. Der Fürst war nicht nur gierig, sondern auch sehr schlau. Er wusste ganz genau, wie er seine Goldtruhen mehr und mehr füllen konnte und deswegen erließ er ein paar Gesetze, mit denen er sich jeden Tag aufs Neue seine Taschen vollmachen konnte. Alle, die in seine Stadt kamen, mussten Wegezoll bezahlen und als ob das nicht genug wäre, erhob der Fürst auch noch ein üppiges Handgeld für jeden noch so kleinen Platz, an dem die reichen Kaufleute ihre Kutschen oder eben unser armer Handwerksmann seinen Eselkarren abstellen konnten. So geschah es, dass an diesem Tag besonders viele Menschen in der Stadt waren. Unser Handwerksmann schaute nach links, nach rechts und ganz weit die Straße hinunter, doch nirgends gab es eine geeignete Lücke zwischen all den prächtigen Kutschen der Kaufleute und feinen Damen. Da hörte der Handwerksmann die lauten Rufe aus dem Haus, er solle doch endlich kommen und seine Arbeit verrichten.

So stellte er seinen Eselkarren einfach in die zweite Reihe und wollte gerade sein Handwerkszeug von der Pritsche laden, als eine streng blickende Jungfer in dunkelblauem Wollkleid vor ihn trat…

Naja, irgendwann erwischt es jeden. Da kann der arme Kerl froh sein, wenn er nur die Standpauke der strengen Politesse ertragen muss und ihr anschließend reumütig ein paar Taler in die Hand drücken darf. Dann wäre das Thema für ihn wenigstens schnell beendet. Heutzutage gibt es behördliche Bußgeldverfahren, da kommst du dir als Falschparker vor, als ob du eine Bank überfallen oder einen Raubmord begangen hättest. Da flattern dir über Wochen oder Monate dutzende Strafandrohungen und Mahnbescheide in den Briefkasten und wenn du die tatsächlich alle gelesen hast, kniest du mit vor Angst aufgerissenen Augen nieder und dankst dem lieben Gott, dass es in Deutschland keine Todesstrafe gibt.

Ist doch wahr! Es geht hier um ein Verkehrsdelikt und nicht um einen vorsätzlichen Mord. Wenn unsere Justizbehörden und diese scheinbar unerschöpfliche Armada von pensionsberechtigten Vollzugsbeamten hinter ihren Schreibtischen mit allen Strafdelikten so hart zur Sache gehen würden, wie bei den Falschparkern, dann würden sich die Menschen ganz sicher weniger darüber aufregen. Im bundesdeutschen Ranking der schlimmsten Vergehen, kommen gleich nach den Falschparkern die säumigen Steuerzahler. Wenn ich so darüber nachdenke, dann richtet sich der Härtegrad der Justiz offensichtlich nach dem schnöden „Mammon-Prinzip“. Je mehr es für die Staatskasse zu holen gibt, desto härter wird durchgegriffen. Irgendwo muss das viele Geld ja herkommen, um all die wirtschaftlichen Totalschäden der Regierung auszugleichen. Eigentlich könnte man diese ministeriale Beschaffungskriminalität doch einstellen, denn es geht bekanntlich auch einfacher. Wenn mal wieder Ebbe in der Staatskasse ist, drückt man einfach auf einen Knopf und Schwupps, freuen sich alle über eine Milliarde Sondervermögen. Irgendwie habe ich gerade Lust, das Thema Bürokratie in einem separaten Märchen zu verarbeiten:

Es war einmal ein Justizministerium, da trug sich Sonderbares zu. Da solidarisierten sich die Mitarbeiter und stellten gemeinsam einen Antrag, mindestens die Hälfte aller Gesetze abzuschaffen. Natürlich dachte das gemeine Volk, die würden das nur deswegen tun, weil sie weniger arbeiten und nun endlich die Drei-TageWoche bei vollem Lohnausgleich durchsetzen wollten. Aber weit gefehlt, denn die Mitarbeiter sahen das Unheil schon lange auf sich zukommen, weil sie spürten, dass all diese überflüssigen Gesetze ihrer Lehnsherren ins Chaos und Verderben führen werden. In ihrer Petition konnte man von Forderungen lesen, die diesen Staat vollkommen reformieren und von dem dunklen, lähmenden Schleier der Bürokratie befreien würden.

Sie hatten lange recherchiert, die bestehenden Gesetze ausgewertet und kamen letztendlich zur Überzeugung, dass ein Drittel der bestehenden Gesetze für einen gesunden, demokratischen Rechtsstaat vollkommen ausreichen würden. Jedes neue Gesetz der letzten Jahrzehnte hinterließ einen riesigen Rattenschwanz an zusätzlichen Verordnungen oder Rechtskommentaren, sodass selbst die erfahrensten Richterinnen und Richter den Überblick verloren. Das einfache Volk blickte schon lange nicht mehr durch und selbst hochqualifizierte Rechtsanwälte verirrten sich regelmäßig in diesem Paragrafen-Dschungel und ließen sich die theatralische Suche nach dem juristischen Not-Ausgang fortan teuer bezahlen. In ihrer Petition konnte man lesen, wie man dieser überbordenden juristischen Bevormundung der Gesellschaft entgegenwirken könnte und dieser Vorschlag war nicht nur schlau, sondern auch leicht umsetzbar. Für jedes neue Gesetz, das die Oberen dem Volk zumuten wollten, sollten sie zwei alte Gesetze entsorgen, die nicht mehr in die heutige Zeit passten oder deren Logik mit einem gesunden Gerechtigkeitsempfinden nicht mehr vereinbar war. Da schreckten die Oberen auf, denn sie fürchteten um ihren Ruf und letztendlich auch um ihre Positionen. Doch Dank der vielen tapferen Schneiderleins, die bis zum bitteren Ende kämpften, wurde das Bürokratiemonster besiegt und das Volk fand wieder zurück zu mehr Lebensfreude. Dies war der langersehnte Start in eine neue, wunderbare Ära des federleichten Lebens…

Unabhängig davon, dass dieses krasse Märchen vom Bürokratieabbau jede Vorstellungskraft sprengt, geht mir noch ein anderer Gedanke durch den Kopf, wenn ich an das Thema Bußgeldverfahren denke. Die immer wiederkehrende Frage aus dem Lateinischen: „Qui bono“? Die Frage nach „Wem nutzt es?“ ist an dieser Stelle durchaus angebracht. Halten wir zuerst einmal fest, dass alle Dienstleistungen rund um die Bußgeldverfahren aus Steuergeldern finanziert werden. Dann sind wir uns vermutlich alle einig, dass man mit unseren Steuern wirtschaftlich sinnvoll umgehen sollte, oder? Wenn es lediglich wirtschaftlicher Schwachsinn ohne jeglichen Mehrwert für den Staat oder die Gesellschaft wäre, sollte man es abschaffen, oder?

Vermutlich können Sie sich denken, worauf ich hinauswill. Natürlich sind die Brutto-Lohnkosten für die festangestellten Ordnungsdienste, die involvierten Sachbearbeiter, die juristischen Schiedsstellen und die ganze technische Ausrüstung deutlich höher als die ganzen Bußgeldeinnahmen. Um dieses Defizit ein bisschen auszugleichen, werden seit ein paar Jahren mehr und mehr Radar-Blitzer zwischen die Bäume an den Landstraßen gestellt. Hauptsache, es klingelt kräftig in den Kassen der Kommunalverwaltungen. Ich frage mich gerade, ob sich die Kommunen über die politisch angefeuerte Debatte über die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs freuen oder mit Schrecken verfolgen. Das würde sich doch vollkommen kontraproduktiv auf die kommunalen Einnahmen auswirken. Das ganze Abzocke-System bricht doch in sich zusammen, wenn immer mehr Menschen mit der Bahn fahren. Ist das vielleicht der wahre Grund, warum der Ausbau der öffentlichen Verkehrsnetze seit Jahren blockiert wird?

Mit ein bisschen Kreativität und juristischer Finesse, könnte man natürlich fix ein paar neue „BußgeldQuellen“ schaffen und genüsslich anzapfen. Ich denke da an Verspätungs-Zuschläge, Zug-Ausfall-Bußgelder oder ICE-Stand-Gebühren für das Parken auf freier Zugstrecke. Wenn ich mir vor Augen führe, wie das mit der Deutsche Bahn gerade so läuft, könnten die Kommunen damit zukünftig noch mehr verdienen als mit den ganz normalen Bußgeldverfahren im Straßenverkehr.

Natürlich gibt es wie immer einen Haken. Diese Mehrkosten für die unzähligen Bußgelder werden logischerweise die Preise für die Bahntickets in die Höhe treiben und am Ende müssen wir die ganze Abzocke doch wieder aus der eigenen Tasche zahlen. So betrachtet, ist es egal. Dann können wir uns auch weiterhin blitzen lassen oder unerlaubt Gehwege zuparken.

2.

Der Prinz auf der Erbse

Es war einmal ein wunderschöner Prinz, der wohnte in einem prachtvollen Schloss, zusammen mit drei älteren Schwestern, zwei umsorgenden Mägden und einer überraschend liebevollen Stiefmutter. Der Prinz wurde von seinen Schwestern und allen Frauen im Schloss von morgens bis abends verwöhnt und es fehlte ihm an nichts. Der König hätte seinen einzigen Sohn gerne in strammen Jagdhosen und grünem Umhang beim Bogenschießen gesehen oder stolz reitend auf einem weißen Pferd, doch der Prinz saß meistens stundenlang vor einem goldumrahmten Spiegel und schaute voller Selbstliebe in sein Spiegelbild. Jeden Tag kamen seine drei Schwestern zu ihm ins Spiegelzimmer und kämmten ihm stundenlang das lockige Haar. Der Prinz war sehr stolz auf seine langen, schwarzen Locken, aber noch mehr liebte er sein anmutiges Antlitz, seine feingliedrige Nase und seine vollen Lippen. Jeden Samstag bereiteten ihm die beiden Mägde mit verstohlenen Blicken sein wöchentliches Bad in cremiger Eselsmilch und er genoss es sichtlich, wenn sie ihn voller Ehrfurcht anhimmelten. Wie gerne ließ er sich von den beiden den reinen Blütenhonig in seine zarte, bleiche Haut einmassieren und manchmal zeigte er seine Freude so sehr, dass sich die Mägde kichernd die Hände vors Gesicht hielten.

Eines Tages kam seine Stiefmutter zu ihm ins Spiegelzimmer. Sie legte ihm zärtlich den Arm um seine schmalen Schultern und sagte ihm mit liebevoller Stimme: „Komm, mein Prinz, dein Vater wartet auf dich. Er will mit dir über die Thronfolge sprechen. Du bist sein einziger Sohn und es wird Zeit, dass du dich den Aufgaben eines zukünftigen Königs stellst.“ Der schöne junge Prinz schaute sie mit traurigen Augen an und sagte: „Geh hinfort Stiefmutter und sage meinem Vater, dass ich andere Pläne habe.“

Erfahrene Unternehmensberater wissen, wie ein König darüber denkt, wenn er solche Worte von seinem einzigen Sohn zu hören bekommt. Ja, es ist auch heutzutage nicht leicht, für sein mühevoll aufgebautes Imperium einen genetisch geeigneten Nachfolger zu finden. Solche Prinzen gibt es nicht nur in Märchen. Ich gebe zu, das mit der Eselsmilch und den willigen Massage-Mägden klingt wenig nach der harten Realität, aber dass sich viele junge Männer lieber um ihre Fitnesswerte und um ihre eher freizeitorientierte Work-Life-Balance kümmern als um ihre berufliche Karriere, sollte niemanden mehr wirklich überraschen.

Vermutlich werden kleine Buben oder junge Männer in der Pubertät nachhaltig geprägt, wenn sie in einer Welt voller liebevollen und fürsorglichen Frauen aufwachsen. Statistisch leben in Deutschland aktuell mehr als 2,5 Millionen alleinerziehende Mütter und das hat natürlich Auswirkungen auf die Geschlechterrollen.

Das weiß doch jeder, dass man ab einem gewissen Alter mehr durch Vorbilder als durch gutes Zureden lernt. Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Fehlt ein Kerl im Haus, fehlt dem Bub ein geschlechterspezifisches Vorbild. Ja, ich weiß, in den allermeisten Fällen gibt es absolut überzeugende Gründe, warum die Mutter diesen oder jenen Kerl aus der Wohnung geworfen hat und ja, nicht jeder Kerl eignet sich als Vorbild für den männlichen Nachwuchs. Trotzdem ist es für einen Heranwachsenden extrem schwer, sich in einer Welt voller Weiblichkeit und all ihrer wunderbaren Ausprägungen zu positionieren.

Wäre es in solchen Konstellationen nicht sinnvoll, wenn man die Jungs von alleinerziehenden Müttern in dafür vorgesehene Therapie-Gruppen schicken könnte? Naja, „Therapie“ trifft es nicht so ganz, denn das klingt zu sehr nach staubtrockenen Gesprächsrunden und viel Theorie. Es ist allseits bekannt, dass junge Burschen nicht gerne quatschen, sondern sich lieber austoben wollen. Wie wäre es, wenn man diese Jungs einfach auf Anordnung der Familienämter mit ein paar vorselektierten „echten Kerlen“ in einen Raum steckt und abwartet was passiert. Wahrscheinlich werden sie sich nach dem ersten Abtasten rangeln, rumschubsen, ein bisschen Sportschau oder ein paar Horror-Filme gucken oder einfach nur mal ein bisschen kiffen oder sich ordentlich besaufen. Sorry, aber mehr ist mir zum Thema „Männer-Therapie“ spontan nicht eingefallen.

Jungs in diesem Alter brauchen nach meinem Verständnis männliche Vorbilder. Wo kommen wir denn hin, wenn all diese jungen Männer ausschließlich die weiblichen Attribute adaptieren und sie hinaus in die Welt tragen? Wir hören doch jeden Tag in den Nachrichten, dass unsere Rüstungsindustrie und unsere maroden Streitkräfte motivierten Nachwuchs benötigen und dafür braucht man natürlich ein geeignetes Mindestmaß an Aggressionsbereitschaft. Allein mit Verständnis und Kuscheln kommen wir an dieser Stelle als Gesellschaft nicht weiter. Da sollten sich die Verantwortlichen im Familienministerium und im Verteidigungsministerium mal auf ein paar Biere zusammensetzen und unpopuläre Fakten schaffen, damit wir auf diesem Planeten kriegstechnisch nicht den Anschluss verlieren. Wie wäre es, wenn das mit den fehlenden männlichen Vorbildern immer mehr um sich greift und sich nach und nach auch im politischen Alltag widerspiegelt? Am besten, ich verpacke das Thema in ein modernes Märchen.

Es war einmal ein Familienminister, der in jungen Jahren als pflichtbewusster Erzieher in einer KITA arbeitete und im Laufe seiner nicht immer einfachen Ehe von seiner sehr ambitionierten, karriereorientieren Ehefrau verlassen wurde, weil sie seine pädagogische Arbeit mit den Kindern einfach nicht wertschätzen wollte. Daraufhin opferte er sein Leben der Erziehung seiner beiden Töchter und er nutzte alle pädagogischen Raffinessen, damit seine Töchter nicht ihrer Mutter nacheiferten wollten. Er gab seinen Töchtern viele positive Perspektiven über Familie und Gemeinschaft mit auf ihren Lebensweg. Er sparte dabei niemals mit Lob und respektvollen Gesten, ermunterte die beiden zu mehr Kreativität, hatte immer ein offenes Ohr für sie und er ermöglichte ihnen, sich beim örtlichen Fußballverein mit anderen Jungs zu messen. Da er seine schwierige Zeit als alleinerziehender Vater niemals vergaß, wusste er ganz genau, welche Maßnahmen er als Familienminister ergreifen musste. Er hatte ein großes Herz für all die Alleinerziehenden, Patchwork-Familien, vereinsamten Singles, aber auch für die verwitweten Omas und Opas, die sich so sehr nach einer emotionalen Heimat sehnten. Er wollte einen Hort der Sicherheit, der Lebensfreude und der Zuneigung schaffen, für mehr Gemeinschaftsgefühl und ein liebevolles Miteinander. Keiner in diesem Land sollte sein Leben allein stemmen müssen, wenn es gemeinsam doch viel leichter geht. Als ambitionierter Familienminister verfünffachte er das Budget für Mehrgenerationen-Zentren und fortan konnten alle, die es sich so von Herzen gewünscht hatten, mit anderen gleichgesinnten Leidensgenossen zusammen unter einem Dach wohnen. Per Dekret konnten die alleinerziehenden Mütter ihre Söhne nunmehr beim netten Nachbarn abgeben oder sie durften unter staatlichem Schutz mit anderen Jungs und Mädchen laut durch die Hinterhöfe toben und zusammen Fußball spielen. So fanden immer mehr Alleinerziehende Anschluss zu Gleichgesinnten und das führte nach und nach zum Anstieg von Partnerschaften und neuen PatchworkFamilien. Nachdem sich diese erfreulichen Entwicklungen positiv auf die Geburtenraten niederschlugen, kam regelrechte Euphorie auf, weil sich hierdurch, zumindest perspektivisch, die Probleme der gesetzlichen Rentenfinanzierung und des Fachkräftemangels auflösten. Nachdem sich der Arbeitsminister für diesen optimistischen Blick in die Zukunft im Bundestag feiern ließ, präsentierte auch das Finanzministerium aus wahltaktischen Gründen eine vorgezogene Prognose hinsichtlich der zu erwartenden höheren Steuereinnahmen. Von dieser unfassbaren Welle der Euphorie getragen, wurde unser großherziger Familienminister zum Kanzlerkandidaten erkoren und weil seine Beliebtheitswerte durch die Decke gingen, wurde er natürlich auch gewählt.

Wer jetzt glaubt, wenigstens dieses moderne Märchen endet mit einem Happy End, den muss ich leider enttäuschen. Der ehemalige Familienminister hat als Bundeskanzler zwar einen erstklassigen Job gemacht, aber er konnte ab diesem Zeitpunkt keinen direkten Einfluss mehr auf sein altes Ministerium nehmen. Aufgrund der guten Erfahrungen wurde die offene Ministerstelle wieder mit einem Mann besetzt. Was soll ich sagen: Ganz anderer Typ! Schmale Schultern, filigrane Nase, bleiche Haut, dunkle Locken, ziemlich androgyn und alles andere als zupackend und entscheidungsfreudig. Man könnte fast meinen, dass er als Kind zu sehr verwöhnt wurde.

3.

Die kleine Heerjungfrau

Es war einmal ein langjährig treuer Soldat, der hatte plötzlich keine Lust mehr zu kämpfen. Da sprach der König zu ihm: „Mein treuer Soldat, was soll ich tun, dass du deinen Säbel wieder für mich schwingst und mir mein Königreich verteidigst?“ Da sprach der Soldat: „Du kannst mich mal!“

Entschuldigung, aber ich hatte einfach mal Lust schnell auf den Punkt zu kommen. Man muss ja nicht immer eine ewig lange Vorgeschichte erzählen oder jedes Märchen mit vielen Charakteren ausschmücken. Ich finde, die Botschaft ist eindeutig. Der treue Soldat hat einfach keinen Bock mehr zu kämpfen. Das kann natürlich die unterschiedlichsten Gründe haben. Dass er nach so vielen dunklen Jahren auf den blutigen Schlachtfeldern des Königreichs plötzlich zum Pazifisten mutiert, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Die harten Jungs, die einen dermaßen herausfordernden Job über einen längeren Zeitraum freiwillig machen, tun das durchaus mit einer gewissen Motivation und manchmal auch wegen des Spaßfaktors. Wenn ich so darüber nachdenke, drängt sich das Thema Wehrsold auf. Ist doch klar, dass sich die furchtlosen Jungs ihren Todesmut auch ordentlich vergüten lassen wollen und wenn der König zu sehr knausert, legt man eben die Arbeit nieder.

Damals gab es sicher noch keine Gewerkschaften, die gegenüber der Obrigkeit höhere Löhne durchsetzen konnten. Mich würde es aber schon sehr interessieren, wie so ein Arbeitskampf der Soldaten-Gewerkschaft damals in der Praxis abgelaufen wäre. Wenn die Gewerkschaftsmitglieder zu hart für ihre Rechte kämpfen, besteht die latente Gefahr, dass die Arbeitgeber dabei sprichwörtlich ins Messer laufen. Das wäre echt blöd, wenn man als Gewerkschaftler den Arbeitskampf zwar gewinnt, aber es anschließend keine Arbeitgeber mehr gibt, die den blutig ausgehandelten Wehrsold zahlen können.

Mir gehen noch ein Dutzend anderer Gründe durch den Kopf, warum man sein Schwert niederlegen sollte, aber das muss letztendlich jeder selbst für sich entscheiden. Ich bin mir nicht sicher, ob die Soldaten damals nur für ihren hoffentlich treusorgenden König oder die Ehre der hübschen Prinzessin gekämpft haben. In diesen dunklen Zeiten gab es sicherlich viele gute Gründe, sich ein Schwert umzuschnallen. Es gibt bekanntlich viele Optionen aus dem Leben zu scheiden, aber wenn man die Wahl hat, in wenigen Tagen zu verhungern oder ein paar Monate später mit einem vollen Bauch auf dem Schlachtfeld zu sterben, dann ist einem die Entscheidung vermutlich nicht besonders schwergefallen. Damals hatte man wenigstens noch eine Wahl, auch wenn die Alternativen nicht wirklich verlockend klangen. Im ersten und zweiten Weltkrieg sah das schon anders aus.