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Über hundert Wörter erhalten Definitionen und Hintergründe durch sieben bis neun Tripel-Verse. Dabei sind auch seltenere Wörter, wie beispielsweise Autobahn-Kirchen, Blauglockenbaum, Frankfurter Schule, Jugendsprache, Kipp-Punkte oder Quecksilber. Jeder Leser kann sich selbst weitere Gedichte zu Begriffen einfallen lassen, auch um daraus eine Aufgabe, ein Spiel oder ein Wettbewerb zu gestalten.
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Veröffentlichungsjahr: 2026
Immer wieder stoßen wir auf Wörter, deren Bedeutung wir bestenfalls vage zuordnen können und deren Sinn uns aus dem Kontext ableitbar ist. Aber genau betrachtet ist uns das Wort nicht sehr geläufig.
Das Buch greift 110 Wörter auf, um deren Inhalt, Gebrauch und Aussagekraft näher unter die Lupe zu nehmen.
Etwa in der Form von Tripel-Versen, bei denen sich in den drei Zeilen auch drei Reim-Enden finden lassen.
Dazu verhilft mitunter das Internet, unterstützt von „Reimhilfe“-Seiten.
Solche Definition-Gedichte zu entwerfen, wirkt sehr unterhaltsam, und lässt der Kreativität freie Bahn.
Schon im Vorgänger-Buch „100 Wörter – 100 Wörter“ hatte ich sehr viel Spaß beim Zusammenstellen, und die Zahl der Leser bestätigt, dass es eine gute Idee war.
Zum Dank habe ich mir das folgende
Gedicht einfallen lassen:
Wenn ein einziges Wort
setzt sich als Gedicht fort,
dann ist das ein einsamer Rekord!
Wörter, triefend voller Sinn,
leben im Gebrauch so dahin,
dabei stecken Variationen ´drin!
Wörter haben eine Geschichte,
erfahren Auslegungen vor Gerichte
oder Anwälte machen sie zunichte!
Ein Bild kann tausend Wörter ersetzen,
ein Wort aber auch ein Bild zerfetzen,
um den Maler damit zu verletzen!
Ein Wort kann Kräfte verleihen,
vermag die Zukunft zu prophezeien
oder schlicht eine Beleidigung verzeihen!
Um ein Wort zu finden,
an das sich Inhalte binden,
bedarf es schon mal ein Schinden!
Ein Wort, das ein Gedicht nach sich zieht,
bei dem es in vielen Farben aufblüht,
empfinden wir mitunter als ein Lied!
Mit den dargebotenen Beispielen an
Wörtern, Gedichten und Humor-
Zeichnungen wünsche ich den Lesern
eine nachdenkliche Unterhaltung.
Wolfgang Hasenpusch
Dezember 2025
Amalgam
Andere Menschen
Apfelwein
Arthrose
Ashwagandha
Ausländer
Außenseiter
Autobahn-Kirchen
Batterien
Blauglockenbaum
Brandschutz
Bücher
Busreisen
Caricatura
Einsamkeit 1
Einsamkeit 2
Empathie
Epigenetik
Erinnerungen
Ernährung
Erste Hilfe
Event
Faszination
Flohmarkt
Frankfurter Schule
Frühjahrsmüdigkeit
Gästeführer
Geschichte
Gnade
Gold
Grenzüberschreitungen
Haare
Halloween
Harmonie
Herbst
Horoskope
Inkommensurabilität
Inselurlaub
Jugendherberge
Jugendsprache
Kabinett
Kantersieg
Kino
Kipp-Punkte
Klimaschutz
Kollateralschaden
Kompetenz
Kompromiss
Konditorei
Korallen
Kräutertees
Kreislaufwirtschaft
Künstliche Intelligenz
Langstrecken-Schwimmen
Lebensphilosophie
Lieferkette
Meeresforschung
Melancholie
Metamorphose
Milieu
Militär
Nonkonformismus
Paradies
Paraphrase
Party
Pilgern
Platin
Poetik
Pokerface
Primaten
Prüfung
Quecksilber
Querdenker
Rätselraten
Reformpädagogik
Regen
Rituale
Sabotage
Salmiakpastillen
Schmetterlinge
Schokolade
Schwesterherzen
Seefahrt
Selbstreflexion
Sensation
Silber
Sisyphos
Sokratische Wende
Sportabzeichen
Spurensuche
Supermärkte
Theater 1
Theater 2
Tourismus
Tradition
Verfahrenstechnik
Volkswandern
Weinprobe
Weintrauben
Wertschätzung
Winterschlaf
Wünsche
Yggdrasil
Zirkus
Zivilcourage
Zufriedenheit
Zukunft
Zukunftsangst
Zukunftsforschung
Amalgame sind Quecksilber-Legierungen,
die in der Zahnmedizin lange besungen,
sind dann ob ihrer Giftigkeit abgeklungen.
Allgemein ist es bei Amalgamen der Fall:
Quecksilber mit einem anderen Metall,
außer Eisen, Molybdän und Tantal.
Eine Kupfermünze bekommt Silberglanz,
taucht man sie in eine Hg-Lösung ganz:
Es bildet sich eine Kupfer-Amalgamsubstanz.
Bildlich beschreibt Amalgam auch eine Verbindung,
eine kulturelle, politische Elemente-Vereinigung
oder hat eine entsprechende Bedeutung.
Der Philosoph M. Heidegger verkündete das Gebot:
„Europa sei von einem Amalgam aus Politik, Medien und Ökonomie bedroht!
Es bringe die kommunikative Kultur aus dem Lot!“
Zitiert wird ferner: „Das afrikanische Mugabe-Unternehmen
konnte sich als Amalgam einrichten und bequemen,
aus Aktiengesellschaft und kriminellem Benehmen!“
Bevor wir uns selber wirklich kennen,
hören wir es von anderen Leuten nennen,
als hätten sie die besseren Antennen!
Wir werden von anderen in Anspruch genommen,
um auf die Grundlage der Ethik zu kommen,
denn wir selbst sehen sie zunächst verschwommen!
Verantwortung für den Anderen übernehmen?! Krass!
Der Philosoph und Ethiker Emmanuel Lévinas fordert das!
Schließlich leben wir alle im gleichen Fass!
Menschen in ihrer Andersartigkeit anzuerkennen,
wenn wir auf Fremde hinzurennen,
lässt sich als Kern der Ethik benennen.
Wenn die Herren dieser Welt walten
und nichts von einer Zugewandtheit halten,
folgt, dass humanitäre Bereiche erkalten.
Der Religions-Philosoph Martin Buber erklärt,
wie man aus seinem Buch „Ich und Du erfährt,
dass sich gegenseitige Anerkennung durch Unterschiedlichkeit vermehrt!
Für Jean-Paul Sartre berauben uns Andere die Freiheit:
„Die Hölle, das sind die Anderen!“, war sein Geleit,
denn wir stehen mit ihren Urteilen im Widerstreit!
Wer noch immer Hegels „Herr-Knecht-Dynamik“ denkt,
und dem Schweigen sein Wohlwollen schenkt,
vergisst, dass nur das ethisch Gute zum Sinnvollen lenkt!
In dem schönen Hessen-Land
pflegt man einen hohen Apfelbaum-Bestand.
Da liegt das Apfelwein-Keltern auf der Hand!
Seit 1638 gibt es für Apfelwein ein Regelwerk,
auf dass er der Menschen Gesundheit stärk´,
von Frankfurt bis zum Odenwälder Berg.
Feste Äpfel mit festem Säuregehalt
werden sortiert und gemaischt sobald,
um mit Hefe vergoren zu werden halt.
In einer gepflegten Apfelwein-Runde
führt man das „Stöffchen“ im Gerippten zu Munde,
wie es lehrt die traditionelle Kunde!
Der kobaltblau bemalte Steinzeug-Bembel,
das gerippte Glas und der Schoppendeckel mit Stempel
bilden das magische Apfelwein-Gekrempel.
Im Jahre 2022 bekam die Hessische Apfelwein-Kultur
immaterielle UNESCO-Kulturerbe-Statur,
als Besonderheit aus der regionalen Natur.
Mit der Vielfalt Hessischer Apfelwein-Keltereien
ließ man 1995 die „Route du Äppler“ einweihen.
Alle Keltereien zu testen, wird man verzeihen!
Arthrose, die häufigste Gelenkerkrankung,
betrifft über 60 Prozent der älteren Bevölkerung,
verursacht durch Knorpel-Degenerierung.
Zunehmende Gelenkschmerzen
gehen den Betroffenen zu Herzen,
Ärzte können sie so leicht nicht ausmerzen!
Bewegungs-Beeinträchtigungen
durch die Knorpel-Abnutzungen
fördern noch die Fortschreitungen!
Schnell folgt die Einschränkung der Mobilität,
ein deutlicher Verlust an Lebensqualität,
als ob man in einen Teufelskreis gerät!
Ist Arthrose auch bis heute nicht heilbar,
so ist sie doch in der Regel gut therapierbar,
so sie frühzeitig in Angriff genommen war!
Bei einer Polyarthrose sind mehrere Gelenke betroffen,
besonders häufig bei Knie- und Hüftknorpelstoffen,
bei guter Therapie kann man auf Verzögerung hoffen!
Um weitere Knorpelschäden zu vermeiden
und um weniger belastende Schmerzen zu erleiden
sollte man sich für wenig Belastung entscheiden!
Beim Vermeiden monotoner Bewegungs-Manien,
wie langes Bergabgehen oder Arbeiten im Knien,
kann man den Schmerzen kurz entfliehen!
Auf jeden Fall ist frühzeitiger Arztbesuch angeraten,
wenig belastende Arbeiten bei der Arbeit und im Garten
und den Erfolg der empfohlenen Therapie abwarten!
Zur Not stehen auch Stöcke bereit,
denn für Gelenk-OPs ist noch Zeit,
doch Viele überstehen auch dieses Leid!
Unter alten Menschen hört man Stöhnen,
zu lange dauert das Umgewöhnen,
während sich Gesunde zurücklehnen.
In Indien wird die Pflanze verehrt,
die Körper-Seele-Harmonie beschert,
dort seit Jahrtausenden verkehrt!
Die Wurzeln helfen bei schlechtem Schlaf
oder den, der auf Stress und Ängste traf,
ob Arbeiter, Meister oder Graf!
Zu Deutsch: Die Schlafbeere, „Withania somnifera“,
die jeder Inder als Wunderpflanze verehre,
wegen des Entlastens der körperlichen Schwere.
Ashwagandha heißt wörtlich „Pferdegeruch“,
denn die Wurzeln verbreiten davon genug!
Als Pulver sind sie im Pharma-Bezug!
In Indien wird die Pflanze verbreitet angebaut:
Der oberirdische Teil wäre als Gift gebraut,
aber den Wurzeln hat man schon lange getraut!
Mediziner erkannten die Wurzeln als „adaptogen“,
denn sie harmonisieren und kräftigen,
mentale Leistung und körperliche Ausdauer steigen!
Gut erforscht sind die enthaltenen „Withanolide“.
Sie wirken entzündungshemmend und antiviral, recht rapide,
fangen Radikale gemeinsam mit den Flavonoiden!
Ernährungsberater empfehlen für jeden Tag,
das Wurzelpulver mit Honig, wer´s mag,
zweimal je ein Teelöffel, auf einen Schlag.
Wir sind fast alle Ausländer bei genauem Blick,
geht man nur lange genug in der Geschichte zurück:
Deutschland ist schon lange eine bunte Republik!
Kriege haben die Völker vermischt,
Sprachgrenzen und Kulturen verwischt.
Selten, dass man einen Urgermanen fischt!
Polen kamen als Arbeiter unter Tage,
Spanier und Italiener arbeiteten auf Montage
oder halfen in mancher Weinlage!
Mit zunehmender Industrialisierung
kamen Türken auf einen Sprung,
und fanden dauerhafte Anstellung.
Asiaten öffneten ihre Restaurants,
kamen mit ganzen Familien-Clans.
Viele blieben und wurden zu Immigrants!
Türken öffneten diverse Gemüseläden,
Italiener kamen mit Pizza und Nudelfäden.
Griechisches Gyros begeistert jeden!
Nachwuchs ist kein Thema bei deutschen Paaren,
und das schon seit sehr vielen Jahren!
Wer soll denn mal für unsere Renten sparen?
Die deutsche Bevölkerungs-Pyramide
wurde kopflastig, und zwar sehr rapide:
Deutsche Ehepaare wurden sexuell prüde.
Deutsche Ehepaare konnten nicht verhindern,
dass ausländische Paare sie „überkindern“
und damit ihren Anteil mindern!
Wer Ausländer pauschal diskriminiert,
hat ihr Potential für uns nicht kapiert.
Es wäre angebracht, dass er sich geniert!
Es ist nicht leicht, sich zu integrieren!
Das können wir alle zusammen spüren,
und brauchen geduldige Manieren!
Wir müssen fremde Mentalitäten verstehen,
auf manches verständnisvoll eingehen,
aber auch deutlich die Grenzen sehen!
- Ohne weitere Worte -
Menschen mit nonkonformistischem Leben,
können die modernen Gesellschaften nichts geben,
aber sind Gründe, nach Außenseitertum zu streben!
Welche Umstände rufen Außenseitertum auf den Plan?
Außenseiter sind von der liberalen Gesellschaft angetan,
und Folge der Befreiung von Religion, Adel und Tyrann!
Die Aufklärung brachte selbstermächtigte Einzelne hervor,
nicht integrierbar in einem sozialpolitischen Chor,
mit einer Freiheit, die den sozialen Anteil verlor!
Handelt der Außenseiter, um anders zu sein,
gegen Establishment, gegen jeglichen sozialen Verein?
Oft agiert er aus sich heraus allein!
Sokrates und Diogenes, exzellente Außenseiter-Beispiele,
und die Literatur bietet von ihnen noch viele,
aber beachtet und geschätzt zu sein, waren nicht ihre Ziele.
In der singulären Gesellschaft werden Individuen produziert,
und zu Nonkonformisten dressiert,
damit jeder seine Spezialitäten konsumiert.
Es gibt immer Außenseiter, die Aufmerksamkeit erregen,
sich als Vorbilder, Erfinder und Trendsetter bewegen,
sie bleiben Außenseiter, ist ihnen die Mehrheit auch erlegen.
Als Außenseiter meide ich eingefahrene Wege,
schaffe vielmehr mein eigenes Gelege,
selbst wenn ich als Störenfried Unmut errege!
Geniale Musiker und Orchesterleiter
gelten mitunter als Außenseiter,
aber sie bringen die Kultur weiter!
Politiker können sich nicht in diese Rolle begeben,
wenn sie gewählt werden wollen und Wahlplakate kleben!
Sie müssen in Geselligkeit leben!
