Zurück in mein Ich - Vivian Broughton - E-Book

Zurück in mein Ich E-Book

Vivian Broughton

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Beschreibung

Das Erste-Hilfe-Buch zur Traumaheilung

Vivian Broughton zeigt mit ihrem Buch, dass jeder mit seinem Trauma – egal, welcher Art – in Kontakt kommen und sich dadurch selbst finden kann und dass Traumata geheilt und gelöst werden können.

Sie wendet sich dabei vorrangig an Menschen, die eine erste Orientierung suchen, wie sich ein Trauma äußert und welche Formen es annehmen kann. Sie zeigt, dass bereits frühe prä- und postnatale Geburtstraumata tiefe Wunden schlagen und Menschen auch später in ihrer Fähigkeit beeinträchtigen können, mit anderen Traumata gesund und konstruktiv umzugehen.

Die Neuausgabe dieses klugen Erste-Hilfe-Buches zur Traumaheilung hat die Autorin komplett überarbeitet und mit vielen neuen Informationen ausgestattet, zum Beispiel über die menschliche Identitätsentwicklung und über das Trauma der Identität.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 99

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Das Buch

Vivian Broughton zeigt mit ihrem Buch, dass jeder mit seinem Trauma – egal, welcher Art – in Kontakt kommen und sich dadurch selbst finden kann und dass Traumata geheilt und gelöst werden können. Sie wendet sich dabei vorrangig an Menschen, die eine erste Orientierung suchen, wie sich ein Trauma äußert und welche Formen es annehmen kann. Sie verdeutlicht, dass bereits frühe prä- und postnatale Geburtstraumata tiefe Wunden schlagen und Menschen auch später in ihrer Fähigkeit beeinträchtigen können, mit anderen Traumata gesund und konstruktiv umzugehen.

Die Neuausgabe dieses klugen Erste-Hilfe-Buches zur Traumaheilung hat die Autorin komplett überarbeitet und mit vielen neuen Informationen ausgestattet, zum Beispiel über die menschliche Identitätsentwicklung und über das Trauma der Identität.

Die Autorin

Vivian Broughton ist seit 1989 als Psychotherapeutin in eigener Praxis tätig. Sie entwickelte ihren Ansatz der Trauma-Arbeit auf dem Ansatz des renommierten Trauma-Experten Franz Ruppert. Dieser Ansatz geht davon aus, dass unverarbeitete Traumata, besonders frühe Bindungstraumata und frühe systemische Verstrickungen, allen späteren psychischen Schwierigkeiten zugrunde liegen. Vivian Broughton lebt und arbeitet in London.

www.vivianbroughton.com

Vivian Broughton

Zurück in mein Ich

Das kleine Handbuch zur Traumaheilung

Mit einem Nachwort von Franz Ruppert

Aus dem Englischen von Karin Petersen und Ursula Bischoff

Sollte diese Publikation Links auf Webseiten Dritter enthalten, so übernehmen wir für deren Inhalte keine Haftung, da wir uns diese nicht zu eigen machen, sondern lediglich auf deren Stand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung verweisen.

Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen.

Die Originalausgabe erschien unter dem Titel »Becoming your true self: a handbook for the journey from trauma to healthy autonomy (revised and updated 2017)« bei Green Balloon Publishing, Steyning, Großbritannien.

© 2014, 2017 Green Balloon Publishing, Steyning, BN44 3GF, UK

For the German language translation: © 2014, 2023 Vivian Broughton

5., komplett überarbeitete Neuausgabe 2023 Copyright © 2016, 2023 Kösel-Verlag, München, in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, Neumarkter Str. 28, 81673 München

Umschlag: zero-media.net, München, nach einer Idee von Weiss Werkstatt München

Redaktion: Cordula Hubert, Olching

Illustrationen: Karen McMillan, London

E-Book Produktion: Satzwerk Huber, Germering

ISBN 978-3-641-18208-3V002

www.koesel.de

Heilung heißt nicht,dass die Verletzung nie existierte,sondern dass die Verletzungnicht mehr Ihr Leben bestimmt.

Verfasser unbekannt

Inhalt

Vorwort zur überarbeiteten Neuausgabe

Willkommen!

Warum sich Gedanken machen?

Doch was geschieht?

Was bedeutet Autonomie?

Was ist ein Trauma?

Der Unterschied zwischen »hochgradigem Stress« und »Trauma«

Das gespaltene Selbst nach dem Trauma

Mehr zum Überlebens-Ich, seinen Strategien und Strukturen

Verschiedene Arten von Traumata

Trauma-Kategorien

Die Anfänge

Im Mutterleib

Gehirn und Gedächtnis

Frühes Trauma

Geburt – wer entscheidet?

Das Neugeborene

Das Trauma der Identität

Das Trauma der Liebe

Was ist Liebe?

Einige weitverbreitete Illusionen über die Liebe

Was wünsche ich mir?

Zuschreibungen und Identifikation

Der Vater

Sexuelles Trauma

Und daher …

Die Heilungsaufgabe

Der generelle Heilungsprozess

Wie das gespaltene Selbst arbeitet

Beispiele für verschiedene psychische Zustände

Struktur und Prozess verstehen

Sich besser kennenlernen

Die drei Anteile des Selbst

Der Weg zur Heilung

Gefühle verstehen

Gefühle und Trauma

Scham und Schuldgefühle

Vertrauen

Gesunde Beziehungen

Was jetzt?

Die Identitätsorientierte Psychotraumatherapie (IoPT)

Einen Therapeuten finden

Die Anliegenmethode

Der Anliegensatz

Was passiert?

Selbstliebe und Selbstfürsorge

Ausklang

Nachwort von Franz Ruppert

Die Autorin

Die Illustratorin

Buchempfehlungen

Vorwort zur überarbeiteten Neuausgabe

Die Identitätsorientierte Psychotraumatherapie (IoPT) wurde von Professor Dr. Franz Ruppert entwickelt, einem approbierten psychologischen Psychotherapeuten und Professor für Psychologie an der Katholischen Stiftungshochschule München. Es handelt sich dabei um eine umfassende psychologisch und emotional orientierte Traumatheorie in Kombination mit einer hochwirksamen Behandlungsmethode. Dieses Buch soll eine kurze und verständliche Einführung in seinen Therapieansatz bieten, um mehr Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema zu lenken.

Diese überarbeitete Neuausgabe des Buches enthält aktualisierte Informationen über die menschliche Identitätsentwicklung und das Trauma der Identität – das erste und ursprüngliche Trauma unseres Lebens. Es kann im Verlauf unserer ersten Beziehung entstehen, im Rahmen der Mutter-Kind-Bindung, wenn wir nicht als einzigartiges, selbstständiges Individuum mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen wahrgenommen werden, die sich von den Wünschen und Bedürfnissen der Mutter abheben und unterscheiden. Dieses Trauma der Identität wirkt sich auf unser gesamtes Leben aus und hat nachhaltigen Einfluss auf unsere »Traumabiografie«, ein von Franz Ruppert geprägter Begriff. Ich habe ihn hier ebenfalls verwendet, denn ohne klares Verständnis des Traumabiografie-Konzepts laufen wir Gefahr, eine Biografie der Illusionen und Trauma-Überlebensstrategien zu leben.

Dieses Buch wendet sich an alle, die ihr persönliches Trauma erforschen und einen Weg zur Heilung finden möchten. Auch wenn es für Psychotherapeuten und professionelle Berater von Interesse sein mag, kann es eine fundierte Weiterbildung im Bereich Trauma-Arbeit mit den Trauma- und Bindungstheorien oder der Aufstellungsmethodologie von Professor Ruppert nicht ersetzen. Zur vertieften Lektüre empfehle ich mein Buch The Heart of Things. Understanding Trauma – Working with Constellations und die Bücher von Professor Franz Ruppert.

Ich bedanke mich bei Karen McMillan für die wunderbaren Zeichnungen zur Illustration des Textes.

Ich widme dieses Buch den vielen Menschen, die mir und meiner Arbeit vertraut haben und weiterhin vertrauen. Von ihnen habe ich am meisten gelernt, und ihr Leben und ihre persönlichen Geschichten berühren mich nach wie vor mehr, als sie ahnen.

Willkommen!

Vielleicht kommt es Ihnen merkwürdig vor, dass ein Buch zum Thema Trauma mit einem Willkommensgruß beginnt. Aber ich möchte, dass dieses Buch einladend ist, gerade weil es davon handelt, wie wir Traumata überwinden und wieder zu einem gesunden, eigenständigen menschlichen Wesen werden können, das imstande ist, gesunde, liebevolle Beziehungen einzugehen.

Ich glaube, Traumata gehören zu den am weitesten verbreiteten Problemen unserer Gesellschaft, ein Thema, das nur selten zur Sprache kommt, obwohl es uns alle auf individueller, kollektiver, gesellschaftlicher und globaler Ebene betrifft. Wenn wir traumatisiert sind, werden wir nachhaltig in unserer Fähigkeit beeinträchtigt, uns zu autonomen und selbstverantwortlichen menschlichen Wesen zu entwickeln, unser wahres Potenzial zu erkennen, konstruktive und erfüllende Beziehungen einzugehen und eine sichere und liebevolle Bindung zu unseren eigenen Kindern aufzubauen.

Da niemand einen anderen Menschen »heilen« kann, müssen wir mit dem Individuum beginnen – mit Ihnen und mir. Dieses Buch lädt Sie ein, aus einer anderen Perspektive über sich selbst nachzudenken und Ihren Blick dabei auf die Identitätsentwicklung und Traumaerfahrung zu richten.

Dieses Buch nimmt Sie mit auf eine Reise, die von der Zeugung und Reifung im Mutterleib zur Geburt, durch die Entwicklungsphasen der Kindheit und bis ins Erwachsenenalter führt. Wir unternehmen diese Reise, um zu verstehen, wie sich Ihre Ankunft in einer Umgebung (also Ihrer Familie), die womöglich selbst traumatisiert und verwirrt war, auf Sie ausgewirkt haben kann. Außerdem gehen wir der Frage nach, was es bedeutet, über eine gesunde Identität, ein gesundes »Ich« zu verfügen, wie Sie erkennen, wer Sie wirklich sind und was Sie im Leben wirklich erreichen möchten, wie frühkindliche traumatische Ereignisse und »Erblasten« Ihre Bestrebungen möglicherweise untergraben und was Sie dagegen unternehmen können.

Wenn Sie hier angekommen sind, ist der erste Schritt bereits getan, und ich heiße Sie zu dieser Reise willkommen. Ich hoffe, dass dieses Buch Ihnen Einsichten in Ihre persönlichen Erfahrungen vermittelt und Ihnen Mut macht, weitere Schritte auf diesem Weg einzuleiten.

Die Traumaverarbeitung ist ein schrittweiser Prozess, der sich nicht beschleunigen lässt. Nur Sie wissen, wozu Sie in einem gegebenen Moment bereit sind. Diese Reise führt zu der Beziehung, die Sie zu sich selbst als der wichtigsten Person in Ihrem Leben haben, und Sie lernen sich dabei als den Menschen kennen, der Sie wirklich sind. Traumata können unter anderem dazu führen, dass wir Illusionen anhängen, um die Realität der traumatischen Erfahrung zu vermeiden. Traumaheilung kann jedoch nur dann erfolgen, wenn wir uns der Wahrheit und der »objektiven«, vom Bewusstsein unabhängigen Realität stellen.

Zuerst müssen wir zwei grundlegende Probleme aus dem Weg räumen:

Viele von uns wissen nicht, dass sie ein Trauma erlitten haben.Selbst wenn wir es wissen, können wir oft nur schwer in Erfahrung bringen, welche Folgen es tatsächlich für uns hat und wie wir damit umgehen sollen.

Der Grund ist, dass wir als instinktive Reaktion auf ein Trauma die damit verbundenen Erfahrungen und Gefühle vermeiden. Tatsächlich ist diese Vermeidung traumatischer Erfahrungen eine sinnvolle Strategie, die wir Menschen im Laufe vieler Jahrtausende entwickelt haben, um traumatische Situationen zu überleben. Wie gelingt uns das? Indem wir uns selbst von der Erfahrung dissoziieren, sie von unserem bewussten Denken abspalten und in die Tiefen des Unbewussten verbannen.

Doch die Verbannung und Vermeidung unserer Traumaerfahrung bedeutet, dass sie uns weiter gefangen hält. Sie übt auf der unbewussten Ebene ihren Einfluss auf uns aus, was dazu führt, dass wir nicht über uns selbst und unser Leben bestimmen, sondern zunehmend das Gefühl haben, dass es unserer Kontrolle entgleitet. Paradox ist, dass genau die Strategien, mit deren Hilfe wir das traumatische Geschehen überstehen, zur Ursache von Einschränkungen in unserem weiteren Leben werden. Diese Überlebensmechanismen wirken sich störend auf die Fähigkeit aus, unsere Ziele zu erreichen, gute Beziehungen zu anderen Menschen zu knüpfen, glücklich, zuversichtlich und leistungsfähig zu sein, klare Entscheidungen zu treffen, Liebe zu empfinden und uns geliebt zu fühlen.

Aus den Trümmern der Persönlichkeit, die ein traumatisches Ereignis hinterlässt, geht ein neues Selbst hervor, das »Überlebens-Ich«, das wir im Lauf der Zeit irrtümlicherweise für unseren wahren Wesenskern halten. Er wird zu unserer »Identität«. Es ist das Anliegen dieses Buches, dieses »Überlebens-Ich« zu verstehen und so einen unerlässlichen Schritt auf dem Weg zur Entdeckung unseres eigentlichen Ichs zu gehen sowie zur Verbesserung der Fähigkeit beizutragen, unbewusste Traumata zu bewältigen.

Etwas zu verstehen, vermittelt uns ein Gefühl von Kontrolle und Kompetenz. Wenn wir verstehen, wie Traumata beschaffen sind, welche Folgen damit einhergehen und wie sich diese Auswirkungen entfalten und entwickeln, fühlen wir uns vielleicht weniger eingeschüchtert und eher imstande, zielführend zu denken und zu handeln. Doch die Lektüre dieses Buches allein wird keine Traumaheilung herbeiführen. Ich gehe davon aus, dass wir die inneren Abspaltungen nicht auf uns allein gestellt integrieren können, sondern die professionelle Unterstützung von Therapeuten benötigen, die Traumata aus dieser Perspektive betrachten. Das liegt gerade daran, dass unsere instinktive Reaktion darin besteht, eine Auseinandersetzung mit traumatischen Erfahrungen zu vermeiden. Der Überlebens-Anteil unseres Selbst fordert diese Vorgehensweise ein und setzt sich damit beharrlich über das gesunde Bedürfnis hinweg, uns selbst zu heilen.

Sie können jedoch einiges tun, um sich bei Ihrer Reise zu unterstützen, und ich hoffe, dass dieses Buch dazu beiträgt. Falls Sie sich bereits in einer Therapie befinden, die auf dieser Form der Trauma-Arbeit basiert, kann der Inhalt des Buches als zusätzliche Informationsquelle und Orientierungshilfe während Ihrer Reise dienen. Andernfalls vermittelt es Ihnen vielleicht die nötige Zuversicht und Klarheit, um den Entschluss zu fassen, sich entsprechende professionelle Hilfe zu suchen.

Sie müssen dieses Buch nicht auf einmal durchlesen, es sei denn, es ist Ihnen ein Bedürfnis. Vertrauen Sie ganz sich selbst, denn letzten Endes wissen nur Sie, was für Sie das Beste ist. Und denken Sie daran, weniger ist oft mehr. Wenn Sie die Lektüre an irgendeinem Punkt unterbrechen möchten, um etwas anderes zu tun, nur zu. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass Sie für den Augenblick genug zu verarbeiten haben.

Warum sich Gedanken machen?

Viele von uns haben ihr Leben ziemlich gut im Griff, und das scheint ihnen auszureichen, obwohl sie merken, dass sie an Grenzen stoßen. Sie glauben, dass die Einschränkungen, die sie erleben (dass sie zum Beispiel im Beruf nicht so erfolgreich sind, wie sie gern wären, oder sich in ihrer Partnerschaft nicht rundum wohlfühlen), zum Leben dazugehören. Sie halten diesen Zustand für normal und sind der Überzeugung, dass sich daran nichts ändern lässt.