Zwillingsblut - Jennifer Schreiner - E-Book

Zwillingsblut E-Book

Jennifer Schreiner

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Beschreibung

In einem Jahrhunderte währenden Kampf um Legenden und Leidenschaften setzt er seinen letzten Trumpf. Als Sofia in einem verschlossenen Sarg erwacht, wird ihr schnell klar, dass sie Mittelpunkt eines makaberen Spieles ist, welches ein Vampir für die attraktive junge Frau inszeniert hat. Hineingeboren in eine Vampirgesellschaft, in der die übermächtige Vampirkönigin andere weibliche Vampire verbietet und in der Männer unbegrenzte Macht über Frauen haben, wird Sofia rasch als Bedrohung betrachtet. Während die Königin Sofia von ihren "Schatten" durch die ganze Welt hetzen lässt, buhlen der gefährliche Callboy Xylos, der undurchsichtige Joel und der sinnliche Edward um die Gunst der Vampirin. Doch erst als die "Schatten" Sofia in die Enge getrieben haben, begreift sie den Plan ihres Schöpfers und muss sich entscheiden, welchem der drei Männer sie ihre Seele anvertraut.

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Seitenzahl: 379

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Jennifer Schreiner:»Zwillingsblut«

Die Autorin:

Jennifer Schreiner wurde 1976 geboren und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn im Ruhrgebiet.

Seit 2002 ist sie Magister der Philologie. Bislang sind über 50 fantastische, erotische und gruselige Kurzgeschichten von ihr in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht und teilweise prämiert (u.a. 3x im Literaturwettbewerb der Bayreuther Festspiel-nachrichten) worden.

Mit dem ursprünglich im Plaisir d’ Amour Verlag erschienen »Zwillingsblut« stand sie ein Jahr lang in den Top 100 der Amazon-Fantasy-Charts. Ansonsten hat Schreiner zwei Anthologien herausgegeben und ist Mitglied des VS und bei den Deutschen Liebesroman Autoren (DeLiA).

Mehr erfahren über die Autorin und zur Blut-Reihe erfahren Sie unter www.JenniferSchreiner.com

Jennifer Schreiner

Zwillingsblut

ELYSION-BOOKS E-BOOKSBAND 40252. überarbeitete Auflage: Februar 2011

VOLLSTÄNDIGE E-BOOKAUSGABEORIGINALAUSGABE© 2011 BY ELYSION BOOKS GMBH, GELSENKIRCHENALL RIGHTS RESERVED

Sämtliche Namen, Orte, Charaktere und Handlungen sind frei erfunden und reine Fiction der Autorin. Alle Ähnlichkeiten mit Personen, lebend oder tot, sind Zufall.

UMSCHLAGGESTALTUNG: Ulrike Kleinertwww.dreamaddiction.deFOTO: © istockphoto/ jentakespicturesLAYOUT &WERKSATZ: Hanspeter Ludwigwww.imaginary-world.de

ISBN 978-3-942602-91-4

Mehr himmlisch heißen Lesespaß finden Sie aufwww.Elysion-Books.com

Inhalt

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»Edwards Geschichte«

Mit dem Gutschein-Code

Zwillingsblut2011

erhalten Sie auf der Websitewww.Elysion-Books.comdie kostenlose Zusatzgeschichte»Edwards Geschichte«als PDF-Download.

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1

Dunkelheit klopfte in Sofias Schläfen und hinterließ weiße Schlieren in ihren Gedanken. Für einen Moment glaubte sie zu schlafen und die Augen geschlossen zu haben. Orientierungslos setzte sie sich auf und prallte mit ungebremster Heftigkeit gegen einen Widerstand.

Gleißende Schmerzen schossen aus den Schlieren und explodierten in ihrer Nase und hinter ihrer Stirn.

Verwirrt vor Schmerzen und Orientierungslosigkeit wollte sie an ihre Nase greifen, um das Blut zu stoppen, das nach dem Stoß begonnen hatte zu fließen. Doch auch ihre Ellbogen und Hände wurden unsanft von einem Hindernis gestoppt.

Verwirrt kämpfte Sofia gegen die Enge an. Sie bekam jedoch ihre Hand nicht frei, sie nicht weit genug hoch. Sofia begriff, dass sie eingeschlossen war. Schlagartig setzte die Panik ein.

Sie schlug um sich, traf in jede Richtung Widerstände, knallte mit dem Kopf an ein Hindernis, mit den Füßen, oben unten rechts links, nur Enge und Finsternis, beides massiv und endgültig, ohne Ausweg.

Ihr Schrei gellte laut und fremd in ihren Ohren und für einen Augenblick glaubte sie, er käme von einer anderen Person.

Sofia stoppte zitternd vor Angst und Anstrengung ihre Bewegungen und horchte. Nichts, nur ihre Tränen und ihre laufende Nase. Ob es Blut oder Rotze war, konnte sie nicht feststellen, versuchte aber ihre Beherrschung wieder zu finden, ihr Weinen zu kontrollieren und ihre Atmung zu beruhigen.

Wenn sie doch nur die Hände zum Gesicht bekommen könnte!

Sie versuchte ihre Augen zur Funktion in der Dunkelheit zu zwingen, obwohl ihr Verstand ihr immer nur ein Wort zuflüsterte: Sarg.

Erneut schluchzte sie auf, konnte sich aber stoppen, bevor der Laut in Hysterie überging.

Sofia schloss die Augen und versuchte nachzudenken. Bin ich tot? Für einen verwirrenden Moment konnte sie keine Regung ihres Körpers spüren, keinen Herzschlag, nicht das Rauschen des Blutes in ihren Ohren und nicht das Pulsieren in ihren Adern.

Dann atmete sie erleichtert ein, als alles drei schlagartig zusammen mit dem Zwang zum Atmen einsetzte. Definitiv nicht!

Wo bin ich? Wie bin ich an diesen Ort gekommen? Und warum? Sie wusste es nicht, konnte sich nicht konzentrieren, zu viele Fragen prasselten auf einmal auf sie ein, zu oft wiederholte ihr Verstand das Wort: Sarg und zu sehr schmerzten ihre Glieder und Gelenke von dem Versuch sich zu befreien. Sie konnte förmlich spüren, wie das Blut blaue Flecke bildete und in den Stellen, wo sie sich gestoßen hatte, pulsierte.

Entschlossen verdrängte Sofia die Gedanken an Sarg und Blut und tastete langsam mit ihrer Hand nach oben. Und nach rechts und links.

Ihr Gefängnis musste tatsächlich ein Sarg sein, die Größe stimmte in etwa. Sofia gab einen frustrierten Laut von sich. Zumindest für sie, sie passte exakt hinein.

Wie lange wird die Luft reichen? Mühsam zwängte die junge Frau ihre Hand hoch, zu ihrem Gesicht und berührte die Nase. Die plötzlichen Schmerzen ließen sie das Bewusstsein verlieren.

Ihr eigener Schrei weckte sie aus dem kurzen, verworrenen Traum von Blut und Dunkelheit und Erregung und versetzte sie schlagartig in die Realität zurück. Ohne einen Übergang zwischen Schlafen und Wachen fiel ihr augenblicklich ein, wo sie sich befand.

Es war warm und stickig, Schweiß stand ihr auf der Stirn, sie bekam keine Luft durch ihre Nase. Wie lange bin ich ohnmächtig gewesen?

Sofia kämpfte die neuerlich aufkeimende Panik nieder. Die Luft war unerträglich abgestanden und ihre Lunge schmerzte bereits bei jedem Atemzug. Bald würde es vorbei sein!

Dieses Mal konnte Sofia die Tränen nicht zurückhalten, als es ihr abermals nicht gelang den Sargdeckel mit den Händen aufzustemmen.

Sie dachte an ihre Schwester Melanie. Beinahe konnte sie sie in ihrer zu weiten Bluejeans und ihrem rotem Lieblingsrollkragenpulli, die blonden langen Haare offen und vom Wind zerzaust, oben an einem Erdloch stehen sehen; sich selbst in dem geschlossenen Sarg, rufend und weinend. Doch niemand hörte sie, nur die Erde.

Sofia schüttelte den Kopf. Nein, nein und nochmals nein! So würde sie nicht enden, durfte sie nicht enden. Das war nicht fair und nicht vorgesehen!

Vorsichtig und langsam versuchte sie sich umzudrehen, ignorierte das sie sich bei der Bewegung Strähnen ihres langen Haares ausriss, rutschte Stückchen für Stückchen auf die Seite und quetschte sich auf den Bauch.

Dann schob sie ihre Oberschenkel unter sich und begann einen Katzenbuckel zu machen.

Nichts tat sich.

Sofia ließ sich zurücksinken. Die Luft im Sarginneren war zu verbraucht, sie bekam kaum noch genug Sauerstoff in ihren Körper obwohl ihr Herz wie rasend schlug. Sofia schloss die Augen. Das Blut hinter ihren Lidern klopfte regelmäßig und rothell. Der Rhythmus verlockte sie dazu aufzugeben.

Entschlossen drückte sie abermals mit ihrem ganzen Körper nach oben, benutzte ihren Rücken als Werkzeug und ignorierte die Schmerzen in ihren zitternden Armen.

Als sich der Sargdeckel mit einem steinernen Knirschen ein Stückchen hob und frische, kühle Luft in ihr Gefängnis strömte, mobilisierte Sofia unbekannte Ressourcen.

Unter Aufbietung all ihrer Kräfte gelang es ihr, den Deckel soweit zu verrutschen, dass es zum Hinausklettern reichen würde. Schwer atmend ließ sie sich zurück gleiten. Ihr Körper und ihre Muskeln zitterten unkontrollierbar und sie benötigte eine lange Zeit, bis sie in der Lage war, sich aufzusetzen.

Was sie in der Finsternis sehen konnte, zeigte ihr, dass sich ihre Situation nur geringfügig gebessert hatte. Erst als ihre Zähne zu klappern begannen, bemerkte sie, dass die unerträgliche Hitze und Beklemmung der eisigen Kälte gewichen war.

Das verdammte Schwein hatte sie ausgezogen! Hektisch kletterte sie aus ihrem engen, steinernen Gefängnis, glitt mehr, als zu steigen. Als sie mit beiden Füßen auf festem Boden stand, sackten ihre Beine weg. Mit einem erschrockenen Schrei fiel Sofia der Länge nach auf den kalten Steinboden.

Sie krümmte ihre Finger zu Krallen, als ihr Körper krampfte und versuchte die Flut der plötzlichen Erinnerungen niederzukämpfen, die drohte sie zu überrollen: Der abendliche Weg nach Hause, ihre unerklärliche Angst wie eine belastende Vorahnung.

Dann der Mann, der sie unter einen dunklen Torbogen zog. Der finstere Unbekannte den es nur in der Fantasie gab. An dessen Gesicht und Gestalt sie sich nur unbestimmt und verschwommen erinnerte und den sie niemals wieder erkennen würde. Der Fremde, der sie sanft verführte. Der unbekannte, unerkannte Mann, von dem fast jede Frau mindestens einmal in ihrem Leben träumte. Von seinen Berührungen, seiner Liebe und einer sexueller Erfüllung die alle Grenzen sprengte und süchtig nach mehr machte.

Die Träume hatte Sofia geliebt und genossen. – Selbst im Wachzustand.

Die Realität sah anders aus. Die junge Frau schüttelte verzweifelt den Kopf in der Leugnung der Vergangenheit und versuchte sich hinzusetzen. Sie kam sich schmutzig vor. Selbst die Berührungen ihres eigenen Haares auf ihrer bloßen Haut, auf ihren Schultern und ihrem Busen war befremdlich und erschreckend intensiv.

Sie erinnerte sich an den Sex, ihre Hemmungslosigkeit. Die Leidenschaft, mit dem sie ihn willkommen geheißen hatte. Es war gut gewesen, unglaublich toll, einzigartig und sinnlich.

Sofia fiel zurück, als ihr Körper sich verkrampfte und rollte auf die Seite. Jeder Muskel ihres Körpers kontraktierte und die plötzlichen Schmerzen ließen sie bittere Galle spuken. Sogar in der Dunkelheit sah sie, dass die Flüssigkeit rot war, blutrot.

Die Gruft begann sich vor ihren Augen zu drehen. Wieder glaubte sie den metallischen Blutgeschmack auf ihren Lippen zu fühlen und den beinahe hypnotischen Befehl des Fremden sein Blut zu trinken.

Nach einem sicheren Halt tastend, berührte ihre Hand kalten Stein. Verwirrt starrte die junge Frau das Kreuz in der Mitte des Raumes an. Unwillkürlich und wie in Trance erinnerte sie sich an mehr und flüsterte: »Das ist nicht möglich!« Sofia griff sich an den Hals.

Dort fühlte sie die Realität. Kein Traum! Kein Mann aus einer gelungenen Fantasie. Für Sekunden wollte sie leugnen, was sie an sich selber fühlte und welche Idee ihr gekommen waren. Doch die gesamte Szenerie und ihr Erwachen sprachen für ihre Gedanken.

Unbändige Wut stieg in ihr auf. Sie war dem Mann nicht freiwillig gefolgt, hatte sich nicht wirklich verführen lassen und auch ihre Hingabe kaum nicht von ungefähr. Der Biss eines Vampirs erklärte ihre Willigkeit und seine Sinnlichkeit ebenso wie ihre Schmerzen und das Verlustgefühl.

Vampire gibt es nicht! Für einen Moment begehrte ihr Verstand auf, redete von Normalität und davon was Mythos und was Realität war. Doch wieder verkrampfte sich ihr Körper. Dieses Mal erkannte Sofia die Schmerzen als Hunger.

Ihre Augen weiteten sich und nahmen mehr von ihrer Umgebung wahr. Wenn sie vorher gedacht hatte, sie hätte Angst, dann hatte sie jetzt absolute Panik. Wo ist er? Warum verführt mich ein Vampir nicht nur, sondern verwandelt mich auch noch, um mich dann allein zu lassen?

Sofia sprang auf und hastete die Stufen hinauf, den einzigen Ausweg aus dem kleinen Raum. Die schmiedeeiserne Tür am Ende stoppte sie.

Sie rüttelte und zog an ihr, versuchte sich unmenschliche Kräfte einzureden, aber es half nichts. Sie war eingesperrt. Allein in einer Gruft.

Sie schloss die Augen und rang um Kontrolle über sich und ihre Gefühle.

Hat der Fremde mich hier eingesperrt um mich verhungern zu lassen? Als Strafe für irgendetwas?

Wieder stieg unbändige Wut auf ihn in ihr hoch. Durch Manipulation hatte der Fremde sich genommen, was sie ihm nicht freiwillig gegeben hatte, hatte seinen unsterblichen Willen gegen ihren eingesetzt und ihre Fantasien gegen sie benutzt. Hass, so rein und lodernd, wie sie ihn noch nie verspürt hatte, flammte in ihr auf und fraß an ihren Empfindungen. Der Vampir hatte sie in etwas verwandelt, was sie nicht sein wollte, sich nie gewünscht hatte und sie dann ihrem Schicksal überlassen. – Sie wusste, dass er nicht zurückkommen würde. – Außerdem hasste sie Blut!

Ihre rationalen Gedanken setzten schlagartig wieder ein, wie sie es immer taten und riefen Sofia zur Ordnung. Von ihrer eigenen Logik bezwungen stieg sie zurück in den eigentlichen Raum der Gruft, um einen anderen Ausweg zu finden.

Am Fuße der Treppe blieb sie stehen und sah sich um: Eine Grabkammer, vom Gefühl her absolut unterirdisch, gemauerte und verputzte, mit sauberen Wänden, kreisrund und wahrscheinlich noch nie benutzt. Sie war leer bis auf das steinerne Kreuz in der Mitte und einem offenem, leeren Sarg gegenüber der Treppe.

Sofia schritt um das riesige Kreuz und beäugte die andere Seite. Die zwei Inschriften, die hineingemeißelt waren, wirkten neu:

Melanie Walker 21.07.05 – Des Lebens müde und zum Leben gezwungen

Sofia Walker 22.07.05 – Ein Opfer für das Leben der Leblosen

Sie las die Buchstaben und Zahlen dreimal, um sicherzugehen, dass sie richtig gelesen hatte. Dann schüttelte Sofia den Kopf. Melanie konnte nicht einen Tag vor ihr gestorben sein, sie hatte noch gelebt, als Sofia sich von ihr verabschiedet hatte. Wenige Straßen und Minuten später war sie selbst dem Vampir begegnet. Am 21. – Und sie selbst sollte heute sterben. Und…sie las die Anmerkungen noch einmal.

Dann kontrollierte sie den Sargdeckel, auf dem noch einmal: Sofia Walker 22.07.05 – Ein Opfer für das Leben der Leblosen stand.

Sie blinzelte, als erneutes Hungerkrampfen sie zu einer Erkenntnis führte: Melanie war am 21. zum Vampir geworden, fand sich in einer Gruft mit der Botschaft wieder und brachte ihre Schwester Sofia einen Tag später um.

Sie hustete und versuchte die Schmerzen in ihrem Magen zu ignorieren.

Aber warum? Es ergab keinen Sinn. – Nicht einmal, wenn man bedachte, dass der Vampir einen fatalen Fehler begangen hatte. Ihr hungriges Würgen ging in ein hysterisches Lachen über.

Also können selbst Unsterbliche Zwillinge nicht auseinander halten! Aber wieso soll Melanie mich töten? Melanie liebt mich und sie ist des Lebens überdrüssig. Nicht einmal ein Vampir kann daran etwas ändern. Um kein ewiges Leben der Welt würde Melanie mich umbringen!

Wieder spuckte Sofia Blut, zwang sich aber, stehen zu bleiben. Ihre Wut und ihr Hass auf den unbekannten, finsteren Mann, der plötzlich in ihr Leben gedrungen war, es mit einem Biss vernichtet und sich zum finstern Gott über ihre Entscheidungen aufgeschwungen hatte, halfen ihr dabei.

Mit zitternden Fingern nahm sie den Schlüssel von dem kleinen Haken in der Mitte des Kreuzes und las die Gravur. Dort stand noch einmal ihr Name und das Datum des heutigen Tages.

Eine Warnung? Eine Drohung? Oder eine Erinnerung an das, was ich – Melanie – tun soll, tun muss?

Sofia ballte die Hand um den Schlüssel, bis sie spüren konnte, wie sich das isen in ihre Haut bohrte und sich die Schmerzen ihres Körpers mit dem Hunger und ihrer Aggression verwob.

Leise schwor sie sich und ihrer Schwester, dass sie den Vampir finden würde. Finden und töten!

2

Der Schlüssel passte. Rasch und ohne Probleme ließ er sich drehen und öffnete die Tür in die Freiheit.

Sofia sondierte aufmerksam die Umgebung, bevor sie sich traute, die fragwürdige Sicherheit der Gruft zu verlassen. Niemand schien sich auf dem Friedhof zu befinden.

Sie stolperte beinahe über den Stoffhaufen, der vor der Tür lag. Ihre Kleidung. Eine Hose, Pulli und Jacke, Socken und Schuhe. Sogar ein baumwollener Slip und ein weißes Unterhemd, lagen für sie bereit. Nicht die Kleidung, die sie abends getragen hatte. Melanies Kleidung.

Das Schwein glaubte wirklich, ich bin Melanie! Krampfhaft unterdrückte Sofia ein hysterisches Lachen und nahm die Sachen mit in die Dunkelheit der Gruft.

Verdeckt von der Tür zog sie die bereitgelegten Sachen an. Sie passten perfekt, obwohl sie sich durch Neutralität auszeichneten. Melanies Geschmack war solide und altbacken. Ganz anders als ihrer. Hauptsache Kleidung!

Dann erinnerte sie sich und ihr Fluch hätte Tote aufwecken können. Der Fremde hatte nicht nur ihre eigene Kleidung entfernt und ihr Melanies gegeben. Sofia griff an ihre Ohren, wusste aber schon vorher, was sie vorfinden würde: Nichts.

Er hatte ihr alles genommen, was sie am Leib getragen, alles, was sie besessen hatte, sogar ihre Ohrringe.

»Oh Oma!«, flüsterte sie leise und ließ sich auf die Knie sinken. Dieser Verlust traf sie schwerer, als ihre Verwandlung in einen Vampir oder das makabere Todesspiel des Unsterblichen.

Für Sekunden schwappte eine Welle tiefster Verzweiflung über Sofia hinweg, die geballte Wucht der letzten Jahre und die Ungerechtigkeit, mit der ihr Leben beschlossen hatte, noch schlimmer zu werden, als es ohnehin schon war.

Dann ballte die junge Frau trotzig die Fäuste und stand auf. Entschlossen verließ sie ihre Gruft, zog die Tür hinter sich zu und schloss von Außen ab. Man kann ja nie wissen! Den Schlüssel steckte sie in ihre Hose.

Sofia entschied sich für eine Wegrichtung, der sie bis zur Friedhofsmauer folgte. Die junge Frau musste ein Stück an ihr entlanggehen, bis sie einen einladenden Baum mit niedrig hängenden Ästen fand, der es ihr ermöglichte, die Mauer zu überwinden.

Erleichtert stellte Sofia fest, dass sie sich für die richtige Richtung entschieden hatte. Ihre Entscheidung hatte sie näher zu ihrer eigenen Wohnung gebracht.

Hastig überquerte sie die erste Straße.

Das Licht eines näher kommenden Autos blendete sie und ließ sie orientierungslos blinzeln. Plötzlich schienen die Farben der Welt ein Eigenleben zu entwickeln und zu leuchten, sich ineinander zu drehen und zu vibrieren. Erst im letzten Augenblick schreckte sie das Hupen des Wagens lange genug auf, um von der Straße zu springen.

Verwirrt drehte sich Sofia einmal um die eigene Achse, ignorierte die argwöhnischen Blicke der Passanten und versuchte dem Rätsel der ungefilterten Eindrücke auf die Spur zu kommen.

Die Lautstärke der Autos, das ohrenbetäubende Flüstern der Fußgänger, das Drehen der Fahrradreifen, die Musik aus dem Straßencafe an der Ecke, dröhnten ohrenbetäubend laut. Sofia hielt sich die Ohren zu, um die Musik auszusperren, aber sie erklang weiterhin ungebremst und laut.

Die Gerüche nach Blut, Schweiß, Parfüm, Seife vermengten sich mit dem Geschmack auf ihrer Zunge, der Sofia an erlesene Winterluft erinnerte und einen Hauch Eis mit sich trug und bildete gemeinsam mit den intensiven, unnatürlichen Farben, dem klebrigen Licht der Straßenlaterne und dem Rot der Ampel ein Kaleidoskop unzähliger Eindrücke, die sie nicht verarbeiten konnte. Wimmernd ging Sofia in die Knie und schloss die Augen.

Hinter ihren Augen pulsierte die Welt weiter. Lebendig, im ewigen Kreislauf gefangen. Schwarz-weiß. Sie konnte die Passanten sehen, die Konsistenz ihrer Gedanken, den einzelnen Hund, der aufgeregt an einer Duftmarke roch, das schlafende Kind im Buggy und die Adern in jedem lebenden Geschöpf. Schlag, Schlag, Schlag…

»Mädchen?« Eine Hand legte sich schwer auf ihre Schulter. Sie vibrierte vor Leben und passte sich dem Weltenklang an. Schlag, Schlag, Schlag…

»Alles in Ordnung?« Die Stimme des Mannes klang aufrichtig besorgt. Was er sah, war eine junge Frau, die sich von Schmerzen geschüttelt auf den Bürgersteig kauerte.

Leere. Nichts. Kein Geräusch ihres eigenen Körpers. Sie war tot, begriff Sofia schlagartig.

Ihr Herz schlug nicht, kein Blut, keine Atmung, ihre Körperfunktionen hatte komplett gestoppt. Ein weiteres Wimmern verließ ihren Mund.

»Ich rufe einen Arzt!«, meinte der Mann und Sofia konnte mit geschlossenen Augen sehen, wie er sein Handy zückte.

»Nicht!«, bat sie leise.

Normalität! Ich bin normal! Alles ist in Ordnung! Ich bin gesund, mein Körper funktioniert, gehorcht mir. Alles läuft automatisch, wie früher! Ich bin Sofia, ich sehe keine komischen Dinge, höre nichts und fühle nichts was nicht normal ist.

Sofia öffnete ihre Augen und sah den Mann direkt an. Normal, ein Mann, keine pulsierende Lebensoase, keine Blutquelle mehr für eine Unsterbliche. Sie atmete erleichtert auf, als sie ihren eigenen Herzschlag hörte und ihr Körper seine Arbeit wieder aufnahm.

Mit ihrem ersten Atemzug sog sie gierig die Luft in sich ein, das lebendige Prickeln des Windes und den leichten Abgasgeruch der Straße.

»Danke!« Sie ließ sich von dem Mann auf die Beine helfen. »Ich habe einen niedrigen Blutdruck und wenn ich meine Medikamente vergesse …« Sie schenkte ihm ein gewinnendes Lächeln. »Dann passiert so was.«

Argwöhnisch nickte der Mann, gab sich aber zu Sofias Überraschung mit dieser Erklärung zufrieden und verließ sie ohne ein Wort. Sofia betrachtete sein Gehen und ihre Umgebung. Die Normalität, das, was sie bisher gekannt hatte, hatte sich wieder eingestellt. Selbst ihr Körper erschien ihr wieder lebendig, obwohl sie es jetzt besser wusste. Sie war tatsächlich tot, was sie zurück zu ihrem Hauptproblem führte: Warum will ein Vampir irgendeine fremde, lebensmüde Person zur Ewigkeit verdammen und dafür Sorge tragen, dass sie ihre Schwester tötete?

Wieder stieg Wut in Sofia auf. Wut darüber, dass ihre Schwester Melanie – die Person, die Sofia am meisten liebte und die sie am wenigsten verstand – sie hatte töten sollen. Der Vampir kennt uns nicht, sonst hätte er uns nie verwechselt! – Und nie mit uns geplant! Sofia presste ihre Lippen aufeinander. Wenn jemand sie töten wollte, wollte sie es wenigstens verdient haben. Dann wollte sie, dass es persönlich war und nicht nur ein perfides Spiel eines gelangweilten Unsterblichen.

Als Sofia bemerkte, welchen Weg sie ohne nachzudenken eingeschlagen hatte, blieb sie stehen. Unmenschlicher Hunger und menschliche Logik stritten miteinander um die beste Lösung ihres Problems. Die Logik gewann. Melanie musste sofort gewarnt werden!

Nachdem Sofia diesen Entschluss getroffen hatte, ignorierte sie ihren Körper, den nagenden Schmerz, die neuen, verzerrten Eindrücke und hastete weiter zum Wohnheim ihrer Schwester. Ungehindert passierte sie die Absperrung und die Betreuer. Die Angestellten kannten sie seit Jahren und waren es gewohnt, Sofia auch zu ungewöhnlichen Uhrzeiten zu sehen.

Trotzdem atmete Sofia erleichtert auf, als sie mit der Plastikkarte, die sie in einer der Hosentaschen gefunden hatte, die letzte Sicherheitskontrolle passierte und kramte hastig in ihrer Jackentasche nach dem Türschlüssel zu Melanies Apartment.

Wieso sind die Karte und der Schlüssel in meinen Taschen? Und mein Handy? – Hat der Vampir einfach all meine Habseligkeiten in der anderen Kleidung verstaut? Warum fehlen dann die Ohrringe? – Oder hat der Unsterbliche uns doch nicht verwechselt?

Sofias rationalen Überlegungen gerieten ins Wanken, als unvermittelte Angst um ihre Zwillingsschwester in ihr aufwallte. Entschlossen öffnete Sofia die Tür.

Das Licht im Bad sorgte dafür, dass sie nicht nach dem Lichtschalter tasten musste. Sie trat ein und schloss die Eingangstür hinter sich.

»Mel?«, ihre Stimme war leise und fragend. Vorsichtig stupste sie die Badezimmertür offen.

Ihr erster Blick fiel auf das Blut. Der zweite auf ihre Schwester, die aus der Badewanne heraus verweint und benommen zu ihr aufsah.

»Großer Gott, Melanie!« Sofia war mit einem Schritt bei ihr, schob ihre Hände unter den roten Rollkragenpulli und hob ihre Schwester aus der Wanne.

In Sofias Armen brach ihre Melanie in Tränen aus und klammerte sich mit erstaunlicher Kraft an ihre Schwester. Kraft, die dem blassen, ausgemergeltem Körper nicht anzusehen war.

»Du bist wieder da!« Die Zufriedenheit in ihren Worten ließ Sofia erneut schaudern.

»Kann ich dich nicht einmal einige Stunden allein lassen?«, tadelte sie sanft und trat das stumpfe Besteckmesser zur Seite, mit denen ihre Schwester sich geschnitten hatte.

»Ich dachte …« Melanie sah Sofia an. Ihre Augen waren weit aufgerissen und glänzten fiebrig. »Sofia, ich bin so allein.« Melanie streckte ihre Hand nach Sofia aus und strich ihr sanft über die Wange. Eine erschreckend zärtliche und entsetzlich hilflose Geste. Als brauche sie den Körperkontakt, um sich daran zu erinnern, dass jemand bei ihr war.

Sofia trug ihre Zwillingsschwester in ihr kleines Wohnzimmer und ließ sich mit Mel in den Armen auf dem Sofa nieder. Mit gekonntem Blick inspizierte sie die nicht allzu tiefe Wunde, die sich ihre entschlossene Schwester an den Handgelenken zugefügt hatte und entschied, dass kein Verband nötig war.

»Lass mich nicht allein!«, bat Melanie und kuschelte sich in Sofias Arme. »Lass mich nie wieder allein!«

»Psst …«, Sofia strich ihr tröstend über die blonden Haare und versuchte den verlockenden Blutgeruch zu ignorieren, der von der Wunde hinauf in ihrer Nase prickelte. »Ich war doch nur einen Tag weg!«

Melanie setzte sich auf und starrte sie vorwurfsvoll an. »Zu lange!«

Sofia schwieg.

»Ich bringe mich um, wenn du mich allein lässt!«, beschloss Melanie wie ein trotziges Kind und rollte sich wieder in Sofias Schoß zusammen.

Bitterkeit brannte in Sofia auf und fraß sich in ihre Worte. »Das wäre dann der sechste Versuch?«

»Siebte«, korrigierte Melanie und hielt Sofia ihren Arm entgegen.

Sofia konnte das Blut hinter Melanies Haut pulsieren sehen, konnte spüren, wie die Flüssigkeit sich in den Zellen ausbreitete, sich austauschte und zirkulierte, um das unwillkommene Leben in Melanies Körper zu erhalten.

Sofias Magen krampfte und ihr Mund wurde trocken. »Soll ich das für dich übernehmen? Ich mache das mit Sicherheit richtig!« Sofia erschrak über ihre eigene Stimme. Die Stimme einer Fremden, einer gierigen, hungrigen Fremden.

Melanie sah ihre Schwester erstaunt an und ihre Blicke trafen sich. Der eine verzweifelt und verloren, der andere wütend und vor Hunger brennend.

»Was ist mit dir passiert?« Melanie setzte sich auf. Zum ersten Mal seit langer Zeit schien sie Interesse an einem Geschehnis außerhalb ihrer kleinen, selbsterschaffenen Welt zu haben.

Sofia las Angst in ihrem Blick. Aber nicht Angst vor ihr, sondern Angst um sie. Liebe zu ihrer Schwester wallte in Sofia, und mischte sich mit dem Hunger in ihrem Inneren, um ihn zu verstärken. Einmal waren sie ein Fleisch gewesen, ein Blut, und ihr unsterblicher Körper wollte, dass es wieder so wurde. Sofia versuchte, sich an ihrer Liebe festzuhalten, doch ihr Körper schrie nach Melanie, wollte sie sich einverleiben. Sofias Umwelt schien zu schrumpfen, bis nur noch Melanie existierte. Alles andere verschwand im Hintergrund, eine dumpfe Katatonie an verwischten Eindrücken. Ohnmächtige Wut auf den unbekannten Vampir wallte in der Vampirin auf und es gelang ihr, sich an ihrem Hass festzuhalten. Sie schob ihre Schwester von sich und stand auf.

Als sie an der Tür war, murmelte Melanie: »Vampir!«

Sofia verharrte reglos. Ihre Hand auf halbem Weg zur Klinke. Melanie stand auf und näherte sich ihr. Sofia konnte ihre Wärme und Menschlichkeit hinter sich fühlen.

»Ja!«, gestand sie und schloss die Augen. In Gedanken ging sie alle Möglichkeiten durch, die ihr blieben. Sie konnte ihre Schwester ebenfalls zu einem Vampir machen, sie konnte sie töten und alles hinter sich lassen oder sie konnte jetzt einfach gehen.

Melanie nahm ihr die Entscheidung ab, legte ihr ihre Hand auf die Schulter und drehte Sofia zu sich um. Sofia öffnete die Augen und sah gerade noch, wie Mel ihren Kopf schüttelte. Ohne es zu beabsichtigen, hatte Sofia ihren Gedankengang laut ausgesprochen.

»Das dritte ist keine Möglichkeit!«, erklärte Melanie. Ihre Augen waren so klar wie selten. »Ich kann ohne dich nicht leben, Sofia. Ich kann es einfach nicht! Ohne dich bin ich unvollständig. Wenn du gehst, wird die Welt mit einem Schlag leer und leblos. Ich fühle nicht bis zu dem Moment, an dem du wieder da bist. Und ich kann nicht ewig Leben, weil du nicht ewig bei mir sein kannst. Selbst ein einziges Menschenleben ist eine Qual für mich. – Ohne dich!« Melanie hatte ausgesprochen, was sie und Sofia schon lange gewusst aber nie ausgesprochen hatten. Tatsachen, nicht einfache Gefühle; etwas, was weit über bloße Empfindungen hinausging.

»Sofia!«, flehte Melanie. »Ich bitte dich, tue es!« Sie streckte Sofia ihren Unterarm entgegen. »Ich wünsche es mir!«

Sofia schluckte und versuchte das Blut ihrer Zwillingsschwester zu ignorieren, das nach ihr schrie. Warum nur hast du das nicht schon vorher geahnt? Eine kleine Stimme in Sofia weinte, weil sie es von Anfang an gewusst hatte und trotzdem zu ihrer Schwester gegangen war.

Mit einem dumpfen, Schicksalsergebenen Gefühl beugte sich Sofia vor und legte ihren Mund auf Melanies Wunde. Diese zuckte nicht einmal zusammen, als sich Sofias Eckzähne länger wurden und sich sanft aber bestimmt in den Schnitt bohrten.

Melanie schrie leise auf, als Sofia zu trinken begann. Aber es war ein Schrei der Erlösung, der Ekstase. So als hätte sie seit einer Ewigkeit auf diesen Augenblick gewartet, nur für ihn gelebt. Nicht ein einziges Mal versucht Melanie um ihr Leben zu kämpfen. Dankbar hieß sie ihren Tod willkommen und gab nach, als ihre Schwester instinktiv in ihre Gedanken eindrang, um ihr Opfer beruhigend und sanft zu geleiten. Für einen Augenblick fühlte Sofia Melanies Bewusstsein so deutlich, wie ihr eigenes, konnte ihre Empfindungen und Gedanken sehen und fühlen, dann stürzte Melanies Geist in Dunkelheit. Melanies mentaler Schrei um Halt ließ Sofias Bewusstsein erneut nach ihr greifen. Sie konnte spüren, wie Melanie für Sekunden mit ihr verschmolz, fühlte ihre Schwester sterben, doch gleichzeitig Melanies Bewusstsein in ihrem, Melanies Stimme in ihrem Kopf. Melanies Blut in ihren Adern, Melanies Leben, Melanies Seele. Zum ersten Mal fühlte Sofia Melanies Zufriedenheit und begriff, wie sehr ihre Schwester vorher gelitten hatte. Schlagartig erkannte sie, was vorgefallen war. Begriff die unauslöschliche Liebe zwischen ihnen und empfand nur noch eine seltsame, vage Trauer, als sie Melanies toten Körper zusammen mit dem Messer in der Badewanne platzierte und warmes Wasser anstellte.

3

Sofia ging durch die verlassenen Straßen der Nacht, huschte von Schatten zu Schatten, während der Schein der Straßenlaternen Lichtkleckse bildete, die den Raureif auf den Straßen weiß schimmern ließen. Die zerbrechliche Schönheit der kleinen Wasserkristalle hatte sich durch die einsetzende Nachtkälte auf den feuchten Straßen und Gehwegen gebildet und kündete vom nahen Winter, dem Stillstand des Lebens.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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