Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Tauchen Sie ein in über 120 Jahre Geschichte - von den Anfängen eines Familienunternehmens bis zur Entwicklung eines modernen Aktienfonds! Finanzexperte Jean Meyer nimmt Sie in diesem Buch mit auf eine faszinierende Reise durch die Welt des Geldes, der Investitionen und der Finanzmärkte. Von historischen Ereignissen wie dem Tulpenwahn und der Entstehung der ersten Aktiengesellschaft bis hin zu persönlichen Einblicken in die Gründung der Finanzhaus Meyer AG und schließlich zur Gründung des Aktienfonds Aaapollo 11 Global - dieses Buch verbindet fundiertes Wissen mit spannenden Anekdoten. Erfahren Sie, wie Emotionen die größten Feinde der Anleger sind, welche 10 Gebote für eine erfolgreiche Geldanlage entscheidend sind und warum Verantwortung und Wohlstand Hand in Hand gehen sollten. Ein Muss für alle, die sich für die Geschichte des Geldes und die Mechanismen der Finanzwelt interessieren, und eine Inspiration für Anleger, Unternehmer und Neugierige gleichermaßen.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 184
Veröffentlichungsjahr: 2025
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Kapitel 1 – Wie alles begann
Kaufleute seit 1901 – Familiengeschichte
Der Autor
Finanzhaus Meyer AG – Unternehmensgeschichte
Kapitel 2 – Die Geschichte des Geldes von der Antike bis heute
Kapitel 3 – Die erste Aktie der Welt
Die Geschichte der Vereinten Ostindischen Kompanie – VOC
Was uns die Geschichte lehrt
Kapitel 4 – Der erste Investmentfonds der Welt
Geschichte der Investmentfonds von damals bis heute
Die Geschichte des Templeton Growth Fund
Fidelity Investments – ein weiteres starkes Beispiel
Kapitel 5 – Geld und Zeit
Zinsen – damals und heute
Das 8. Weltwunder
Mein Interview mit Albert Einstein
Ein kleiner Exkurs für alle Eltern
Kapitel 6 – Der größte Feind des Anlegers
Emotionen in der Geldanlage
Berater und ihre Tricks
Vorsicht vor Schneeballsystemen und Produkten des Grauen Kapitalmarktes
Kapitel 7 – Wohlstand mit Verantwortung – Gastbeitrag von Emelie Noack
Kapitel 8 – Risiko – Definition und Wissenswertes
Kapitel 9 – Die 10 Gebote erfolgreicher Geld- und Kapitalanlage
Wissenswertes vorab
Die 10 Gebote
Kapitel 10 – Das 11. Gebot: Du sollst nicht arm sein!
Kapitel 11 – Aaapollo 11 Global
®
– die Geschichte eines Aktienfonds
Namensfindung
Vorteile
Für wen Aaapollo 11 Global
®
nicht geeignet ist
Kapitel 12 – Schlüsselsätze, persönliche Thesen und Zitate
Kapitel 13 – Unser Beirat – Kompetenz hat viele Namen
Dr. Eva-Marie Lemke
Eberhard Perschk
Prof. Dr. Hans-Wilhelm Zeidler
Kapitel 14 – Schlussinterview von Emelie Noack mit ihrem Vater Jean
Danksagung
Werbung für „Glücksfaktor Geld – 10 Gebote für die finanzielle Freiheit“
Werbung für „Die 25 besten Finanzberater Deutschlands im Ranking von Jean Meyer“
Kaum zu glauben, seit der 1. Auflage dieses Buches sind nun schon 3 Jahre vergangen. Es gibt wissenschaftliche Studien, die belegen, dass die Zeit gefühlt immer schneller vergeht, je älter wir werden. Das kann ich bestätigen. Unsere Familie blickt nunmehr auf über 120 Jahre als freie, ehrbare und unabhängige Kaufleute zurück. Eine lange Zeit, wie ich finde.
1901 gründete mein Urgroßvater Friedrich Emil Meyer sein Kaufmannsgeschäft hier in meiner Heimat in Lübbenau/Spreewald. Und anders als wir heute, handelten meine Urgroßeltern mit Eisenwaren, Schrauben und Nägeln.
Das Jahr 1901 markierte den Beginn des 20. Jahrhunderts. Es wurden das erste Mal Nobelpreise vergeben. Zu den Preisträgern gehörten Wilhelm Conrad Röntgen für die Entdeckung der Röntgenstrahlung und Emil von Behring für die Erforschung der Diphtherie. In Norwegen wurde das Frauenwahlrecht bei Kommunalwahlen eingeführt und auf der Südhalbkugel wurde eine neue Nation gegründet: Australien. In Berlin begann die II. Orthographische Konferenz, auf der unter Beteiligung von Konrad Duden Beratungen über die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung stattfanden. Am Ende der Konferenz einigten sich die Beteiligten auf ein amtliches Regelwerk für den Behördengebrauch. Die damalige Währung Mark wurde 30 Jahre alt und hatte bereits die längste Zeit hinter sich. Es waren auch damals schon spannende Zeiten.
Die wöchentliche Arbeitszeit betrug 60 Stunden und es galt die 6-Tage-Woche. Heute unvorstellbar!
Nachdem der Erste Weltkrieg verloren gegangen war, brachen auch für unsere Familie harte Zeiten an. Die Inflation nahm ihren Lauf. Und Geld verlor fast stündlich an Wert. In den 1920er-Jahren machte bei uns in Lübbenau folgender Satz die Runde: „Meyer verkauft nur noch gegen Speck und Eier.“ Was war passiert? Durch die horrenden Reparationszahlungen des Ersten Weltkrieges kam die Regierung auf die Idee, einfach immer weiter neues Geld zu drucken. Es schien sich für alle Teile der Bevölkerung der Traum vom Millionärsdasein zu verwirklichen. Nur nicht mit den Annehmlichkeiten, wie es sich die Menschen vorgestellt hatten. Heute ist das Lösen der „Schuldenbremse“ in aller Munde und verspricht das Himmelreich auf Erden. Heute wie damals vergisst die Politik, dass sich Wohlstand nicht unendlich über neue Schulden finanzieren lässt. Früher oder später endet jede Währung im Fiasko.
1920 kostete ein Brot 1,88 Mark. Im Mai 1923 kostete ein Brot bereits 474,00 Mark, 5 Monate später, Anfang Oktober, waren es 14 Millionen Mark. Noch einmal 4 Wochen später kostete der Brotlaib 5,6 Milliarden Mark. Alle waren Millionäre, ach was, alle waren Milliardäre.
Das Problem war, Geld hatte keinen Wert mehr. Wer noch bis Anfang der 1920er-Jahre Geld auf dem Sparbuch oder auf die sprichwörtliche hohe Kante gelegt hatte, musste nun feststellen, dass sein oft unter harten Entbehrungen und mit einem eisernen Willen und viel Fleiß erarbeitetes Geld schneller dahinschmolz als Schnee in der heißen Mittagssonne. Die fleißigen Sparer verloren in kürzester Zeit ihre gesamten Ersparnisse und am Ende wurde nur noch Ware gegen Ware getauscht. Wer bei meinen Urgroßeltern Nägel, Schrauben oder ein neues Sägeblatt brauchte, hatte mit Brot, Speck und Eiern bessere Karten als der Milliardär mit seinen dicken Geldpaketen. Geld kann man nun mal nicht essen.
Mein Urgroßvater hatte zu jener Zeit 7 Beschäftigte. Das Geschäft war montags bis samstags von morgens um 7:00 Uhr bis abends um 19:00 Uhr durchgehend geöffnet. Heute dürfen nur noch Selbstständige und Freiberufler so lange arbeiten. Jeden Tag wurde um 18:30 Uhr der Lohn ausbezahlt, damit die Mitarbeiter sich noch vor dem Ladenschluss alles Notwendige kaufen konnten. Am nächsten Morgen hatte der Lohn nur noch einen Bruchteil seines Wertes vom letzten Abend. Es waren schon verrückte Zeiten. Im Kapitel 9 (Das 7. Gebot) gehe ich näher hierauf ein.
Mit Einführung der Reichsmark im Jahr 1924 wurde es dann wieder besser, die Wirtschaft erholte sich und die Lebensbedingungen waren nicht mehr so hart wie in den Jahren davor.
Doch erneut standen schlechte Zeiten vor der Tür. Der Zweite Weltkrieg verursachte unendliches Leid und Elend. Mein Urgroßvater, der schon im Ersten Weltkrieg ein Bein verloren hatte, verlor nun auch noch einen seiner 2 Söhne im Krieg. Auch dieses Mal lösten sich die Sparbücher und Guthaben auf Girokonten in Luft auf.
1948 wurde in der russischen Besatzungszone (später DDR) die Mark eingeführt. Die DDR sollte nun für lange Zeit ein großes sozialistisches Experiment erleben müssen.
Mein Großvater Bernhard übernahm in den 1950er-Jahren das Geschäft von seinem Vater und führte es durch die Wirren und Wirrungen der sozialistischen Zeitgeschichte. Das war gar nicht so leicht, wo doch jeder Betrieb und jedes Unternehmen möglichst als Volkseigener Betrieb geführt werden sollte. Selbstständige Kaufleute wurden geächtet. Viele unterlagen dem Druck und ließen sich zwangsverstaatlichen und waren somit nicht mehr als Selbstständige tätig. Mein Großvater pflegte immer zu sagen: „Politiker und politische Systeme kommen und gehen, ehrbare Kaufleute bleiben für immer.“ Er hatte recht damit. Den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung durfte er noch miterleben, bevor er 1992 verstarb. Mein Onkel, der das Geschäft in den 1980er-Jahren von meinem Großvater übernommen hatte, schaffte es jedoch nicht, die Tradition fortzusetzen. Mitte der 1990er-Jahre musste er schließen und betreibt heute direkt nebenan ein kleines Teegeschäft.
1998 löste ich dann die Immobilie (mein Geburtshaus) bei der Bank aus. Es sollte nicht im Rahmen einer Zwangsversteigerung in andere Hände fallen. Zu diesem Zeitpunkt war meine Oma Johanna bereits 78 Jahre alt. Ihr drohte durch die Gläubigerbank der Rausschmiss und die Obdachlosigkeit! Banken sind so lange nett und freundlich, wie man in der Lage ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Da mein Onkel jedoch das Haus meiner Großeltern großzügig mit Krediten belastet hatte und das lebenslange Wohnrecht für meine Großeltern hinter die Sicherheiten der Bank rutschte, drohte das Schlimmste.
Nachdem ich das Haus gekauft hatte, konnte meine Oma bis an ihr Lebensende dort wohnen bleiben. Sie hatte ihre beiden Kinder in diesem Haus geboren, war in ihrem Leben nie in einem Krankenhaus und hatte das Privileg, mit 86 Jahren auch in diesem Haus zu sterben.
Heute ist dort, wo meine Vorfahren vor 124 Jahren das Kaufmannstum in unserer Familie begründet hatten, der Stammsitz der Finanzhaus Meyer AG.
Ehrbare Kaufleute seit 1901
Gestatten Sie, dass ich mich Ihnen kurz vorstelle: Mein Name ist Jean Meyer. Am 16. Mai 1972 erblickte ich das Licht der Welt. Ich muss es eilig gehabt haben, denn es blieb keine Zeit, um meine Mutter ins Krankenhaus zu bringen. Und so wurde ich bei meinen Großeltern auf der Couch geboren. In der Ehm-Welk-Straße 7, dem heutigen Stammsitz der Finanzhaus Meyer AG. Die Hebamme Frau Rudolph wohnte in der Nähe und sorgte neben meiner Oma Johanna für eine reibungslose Geburt. Somit bin ich einer der wenigen, in dessen Ausweis als Geburtsort im Jahr 1972 Lübbenau steht. (Die Geburtenstation wurde in den 1960er-Jahren von Lübbenau nach Altdöbern verlegt.)
Ob es nun an mir lag oder nicht, Fakt ist, dass sich meine Eltern kurz nach meiner Geburt trennten und meine Mutter nun für mich und meinen 4 Jahre älteren Bruder René alleine sorgen musste. Für meine Mutter müssen es harte Zeiten gewesen sein, ich bekam davon jedoch nichts mit. Meine Kindheit war unbeschwert und ich half oft im Geschäft meiner Großeltern mit. Schon damals versuchte ich durch Auspacken der Ware, Altstoffe sammeln und andere Hilfen, mein erstes eigenes Geld zu verdienen.
In der 3. Klasse nahm mich mein Bruder mit zum Ringen. Der Ringkampfsport machte mir sehr viel Spaß und die ersten Wettkampferfolge stellten sich ein. 1985 wurde ich in der Gewichtsklasse bis 28 Kilogramm (ich war 13 Jahre alt) Dritter bei der DDR-Spartakiade. Im selben Jahr ging ich auf die Kinder- und Jugendsportschule nach Frankfurt/Oder.
1989, ich wog nun schon 48 Kilogramm, wurde ich DDR-Spartakiadesieger. Dann kam der Zusammenbruch der DDR. Als die Mauer fiel, war ich gerade im Trainingslager in Bulgarien. Erst im Flugzeug auf dem Rückflug nach Berlin las ich in der Zeitung, dass die Grenzen geöffnet worden waren.
Ringen ist nur eine Randsportart und selbst für Olympiasieger und Weltmeister ist es schwer, finanziell über die Runden zu kommen. Das ist beim Fußball schon anders, hier kann man selbst in der 3. Liga so viel verdienen, dass es bei klugem Umgang mit dem verdienten Geld bis ans Lebensende reicht.
Ich entschied mich, meine Ringerstiefel an den Nagel zu hängen, und begann eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Nachdem ich diese im Januar 1994 erfolgreich absolviert hatte, betreute ich bei der Sparkasse die Geschäftskunden und kümmerte mich in der Filiale auch um das Verbundgeschäft (Investment, Versicherungen, Bausparen). Schon damals war der Druck auf alle Mitarbeiter hoch, in diesen Bereichen Geschäfte abschließen zu müssen, um die Provisionen für die Bank zu sichern. „Das Wohl der Bank steht über dem Wohl unserer Kunden.“ Das klingt komisch, war aber so! Und es ist heute oft viel schlimmer!
Damit konnte und wollte ich mich nicht abfinden. Deshalb machte ich mich im Jahr 1995 als freier und unabhängiger Finanzberater selbstständig. Einzelheiten erfahren Sie im Unterkapitel zur Unternehmensgeschichte der Finanzhaus Meyer AG.
1997 begann ich mein Studium an der Bankakademie in Berlin. Im Jahr 2000 beendete ich das Studium erfolgreich mit dem Abschluss zum Bankbetriebswirt.
Seit über 25 Jahren bin ich glücklich unverheiratet. Vielleicht liegt es daran, dass sowohl in meiner Familie als auch in der Familie meiner Partnerin Katrin alle Ehen geschieden wurden. Lieber glücklich unverheiratet als unglücklich verheiratet! Am 18. Dezember 2000 kam unsere Tochter Emelie auf die Welt. Sie studierte Wirtschaftspsychologie und klinische Psychologie und arbeitet seit Kurzem als Tagesklinikleiterin in einem Krankenhaus.
In meiner Freizeit lese ich sehr gern, kümmere mich als Hobbyimker um meine Bienen, gehe sehr gern fischen und engagiere mich ehrenamtlich in der Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald, in der Fischereigenossenschaft Oberspreewald und im Imkerverein Lübbenau. Bei der Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald ist unsere Familie und die Finanzhaus Meyer AG Stifter. Als naturverbundener Mensch liegen mir meine Heimatstadt und der Spreewald sehr am Herzen.
Als Vortragsredner und Speaker versuche ich, mein Publikum näher mit den Themen Geld und Finanzen vertraut zu machen. Mein oberstes Ziel dabei ist es, Menschen in ihre finanzielle Freiheit zu führen. Dabei bin ich bestrebt, Menschen anzuregen, mehr über Geld und Finanzen nachzudenken, denn täglich erlebe ich, dass uns Deutschen die nötige finanzielle Bildung fehlt. Deutschland, das Land der Dichter und Denker, ist voll von finanziellen Analphabeten.
Als ich im Frühjahr 1995 bei meinem Arbeitgeber, der Sparkasse, kündigte, war ich gerade 22 Jahre alt. Meine Mutter schlug die Hände über dem Kopf zusammen und konnte nicht verstehen, wie ich einen so sicheren Job in einer Bank mit regelmäßigem Einkommen, 30 Tagen Urlaub und anderen Annehmlichkeiten freiwillig aufgeben kann.
Für mich jedoch war die Situation glasklar! Ich hatte keinerlei Verpflichtungen und der Druck in der Bank, Dinge tun zu müssen, die sich immer öfter gegen die Interessen unserer Kunden richteten, gefiel mir gar nicht.
Ich wollte als freier und unabhängiger Kaufmann für meine Kunden arbeiten und ihnen Beratung und Hilfe rund um die Themen Finanzen, Vorsorge, Vermögen bieten. Ich wollte Menschen auf dem Weg in ihre finanzielle Freiheit begleiten und ich wollte finanziell erfolgreichen Menschen helfen, dass sie erfolgreich blieben und sich die Früchte ihrer Arbeit weiter mehren.
Von Beginn an konzentrierte ich mich auf selbstständige Unternehmer, Handwerker, Freiberufler und vermögende Privatpersonen.
Schon damals nahm der Bereich der Geld- und Kapitalanlage in meinen Beratungen einen großen Bereich ein. Wir waren jedoch auch in den Bereichen der Betrieblichen Altersversorgung, der Bau- und Gewerbefinanzierung und der Risikoabsicherung (Berufsunfähigkeit, Todesfallschutz) für unsere Kunden tätig – frei nach dem Motto: „Unser Geschäft ist es, mit all unseren Mitteln dafür zu sorgen, dass unsere Kunden selbst bessere Geschäfte machen!“
Wir hatten Erfolg damit! Heute betreuen wir mit einem Team aus 7 Mitarbeitern Vermögenswerte unserer Kunden von mehr als 140 Millionen Euro.
2007 wurde aus dem Einzelunternehmen die Finanzhaus Meyer AG. Unsere Kernkompetenz ist heute ausschließlich auf den Bereich der Geld- und Kapitalanlage fokussiert.
Im Jahr 2008 kam die Firma Meyer Immobilienvermittlung GmbH als neues „Familienmitglied“ hinzu. Hier kümmern wir uns mit Büros in Lübbenau/Spreewald, Lübben (Spreewald) und Burg (Spreewald) um den Verkauf, die Vermietung und die Bewertung von Immobilien.
Über die zweite Tochtergesellschaft Meyer Immobilienverwaltungs GmbH (Gründung 2011) werden sowohl unsere eigenen Immobilien als auch Immobilien für Dritte professionell verwaltet und betreut, frei nach unserem Grundsatz: „Wir verwalten Ihre Immobilien wie unsere eigenen.“
Geld, wie wir es heute kennen, hat eine umfangreiche Entstehungsgeschichte hinter sich. Tausch und Handel existieren schon so lang wie wir Menschen. Sie sind ein Teil unserer Natur. Die Geschichte des Geldes, von seiner Entstehung bis zu seiner heutigen Form und Verwendung, lehrte uns seine 3 grundlegenden Funktionen. Geld dient zuerst als Tauschmittel, da es jederzeit gegen Waren oder Dienstleistungen eingetauscht werden kann. Seine zweite Funktion ist die der Recheneinheit. Geld kann allen Produkten und Dienstleistungen einen Wert zuschreiben und ermöglicht damit auch Vergleiche. Zuletzt ist Geld ein Wertaufbewahrungsmittel, denn sein Wert bleibt erhalten und kann nach Belieben eingetauscht werden (ohne Berücksichtigung der Preissteigerung, Teuerung, Inflation).
Bevor sich diese Funktionen des Geldes herausbildeten und Geld in seiner heutigen Form zum Einsatz kam, war es ein langer Weg.
Am Anfang der Geschichte stand der Tausch. Dieser bot sich an, da die Menschen sammelten oder jagten. So besaß der eine mehr Fisch, während der andere mehr Beeren vorrätig hatte. Damit beide Parteien ihren Mangel beziehungsweise Überschuss ausgleichen konnten, tauschten sie ihr vorhandenes Gut gegen die ersehnte Ware und verbesserten beidseitig ihre Situation. Um ein derartiges Geschäft zu ermöglichen, waren 2 Bedingungen zu erfüllen. Zuerst mussten sich beide Partner am selben Ort befinden, woraufhin die Parteien als zweite Voraussetzung für den erfolgreichen Tausch die jeweils benötigte Menge ihres Gutes zur Verfügung haben mussten. Das hier offensichtliche Problem liegt in der Unbestimmtheit der Währung. Wie viele Beeren tauscht man gegen einen Fisch und umgekehrt? Um beim Handel zu starke Gewinne oder Verluste auszugleichen, stellten sich ungeschriebene Gesetze des Tauschhandels ein, wonach beispielsweise 2 Einheiten eines Gutes mit 4 Einheiten eines anderen gleichgesetzt wurden. Diese „Tauschkurse“ verbreiteten sich und setzten sich durch, sodass mehr Sicherheit unter den Menschen herrschte.
Nachteilig blieb dabei jedoch, dass hohe Nachfragen, qualitative Unterschiede bei verschiedenen Anbietern oder auch Engpässe keine Auswirkungen auf den Tauschkurs hatten. Bot jemand einen tadellosen frischen Fisch an, zahlten die Käufer genauso viel wie für einen alten stinkenden Fisch. Um faire Preisunterschiede zu gewährleisten, wurde eine dritte Kraft in den Tauschhandel eingeführt: die Edelmetalle Gold und Silber. Der Wert des angebotenen Gutes wurde durch das Gewicht angegeben. Somit konnte ein besonders geübter Handwerker für seine Arbeit eine größere Menge an Gold oder Silber verlangen als ein Neuling. Oder der eben erwähnte frische Fisch konnte teurer verkauft werden als der stinkende Fisch. Jedoch dienten nicht nur Metalle als Zahlungseinheiten, es wurden auch Bernstein, Muscheln oder Perlen genutzt, um den Wert der Waren festzulegen. Dies passte sich an die Verfügbarkeit der jeweiligen Stoffe und Metalle an und war von Region zu Region recht unterschiedlich.
Nachdem viele Jahrhunderte auf diese Weise gehandelt und gezahlt worden war, entstand in der Herrschaftszeit des lydischen Königs Alyattes II. das erste Münzgeld. Dies hatte zur damaligen Zeit eine klumpenartige ovale Form und besaß eine Prägung, die den Wert der Münze angab. Damals war der Wert der Münzen gleich dem der verwendeten Metalle, weshalb sie als Kurantmünzen bezeichnet wurden. Heutzutage haben die meisten Münzen einen geringeren Metallwert als Barwert. Aus diesem Grund werden sie Scheidemünzen genannt.
Das Volk der Lyder, die den heutigen Raum Kleinasiens bewohnten, gelangte zu großem Wohlstand. Der bekannte König Krösus revolutionierte den Handel, indem unter seiner Herrschaft der Markt als Treffpunkt von Angebot und Nachfrage entstand. So wurde circa 560 v. Chr. die Grundlage für diese Orte des Handels gelegt. Sie entwickelten sich im Laufe der Zeit von Basaren über Marktplätze bis hin zu den modernen Einkaufszentren. Trotz der innovativen Entwicklung hatte die Einführung von Münzgeld nicht nur Vorteile, denn mit ihr nahm die Beliebtheit von Glücksspielen und Prostitution stark zu. Auch verleitete der Wohlstand König Krösus zu einem verschwenderischen und prestigereichen Lebensstil. Dieser beschränkte sich nicht nur auf sein eigenes Land, sondern auch auf neue Gebiete, die es zu erobern galt. Durch seinen Übermut führte er das lydische Volk in den Krieg und damit in den Untergang.
Das lydische Geld hatte Bestand, dennoch verbreitete es sich nicht ausreichend, um zu einer anerkannten globalen Währung zu wachsen. Die Idee des Münzgeldes setzte sich immer weiter durch, sodass einige griechische Stadtstaaten anfingen, eigenes Münzgeld zu produzieren. Im 6. Jahrhundert v. Chr. setzte sich eine Münze mit der Prägung der Göttin Athene durch und breitete sich im gesamten griechischen Raum aus. Da die Münzen in vielen Gebieten anerkannt waren, wuchs das Interesse der Menschen am Fernhandel.
Der Kult um das Geld wurde so stark, dass es sich neben Feuer, Wasser, Erde und Luft als fünftes Element etablierte und der Drang der Menschen, liquide zu sein, kontinuierlich wuchs. Mit der weltweiten Akzeptanz des Münzgeldes wuchs auch die erste Kritik daran. Große Philosophen wie Aristoteles und Platon beschäftigten sich mit den Auswirkungen, die der zur damaligen Zeit neue Trend mit sich brachte.
Platon hatte eine sehr radikale Ansicht, nach der Geld in Gänze abgeschafft und gegen Marken getauscht werden sollte. Er wollte den Handel begrenzen, zu den schlichten Verhältnissen der damaligen Zeit zurückkehren, als der Markt nur selten und zum Kauf und Verkauf von lebensnotwendigen Gütern genutzt wurde. Seine Philosophie reichte bis hin zur Enteignung. Heute würden wir sagen, er war ein Kommunist.
Aristoteles orientierte sich bei seiner Anschauung stärker an den sozialen Umständen und wollte für mehr Gerechtigkeit sorgen. Seine Idee umfasste, von den reichen Menschen höhere Preise zu verlangen, während die Armen in den Genuss von Abschlägen gelangten. Trotz dieser unterschiedlichen Meinungen und der wachsenden Kritik am neuen Konstrukt Geld sollte sich bald die erste globale Währung herauskristallisieren.
Unter der Herrschaft von Alexander dem Großen wurden sämtliche Gebiete, die Griechenland erschloss, mit der eigenen Währung ausgestattet, sodass das Land stetig expandierte. Dadurch verbreiteten sich auch Kultur, Sprache und Reformen Griechenlands bis nach Rom. Dort entstand 211 v. Chr. die erste einheitliche Münze, der Denar. Ähnlich wie in Griechenland, wurden alle von den Römern eroberten Gebiete unter die Währung des Denars gestellt, sodass sein Einfluss wuchs. Hiermit wurde der internationale Handel erneut angekurbelt. Schnell wurde in der Gesellschaft deutlich, dass Wohlstand und Einfluss meist gemeinsam auftraten. Wer viel Macht besitzen wollte, benötigte Geld, und wer viel Geld besaß, hatte dadurch ein wichtiges Instrument, um an Macht zu gelangen. Beispielhaft hierfür ist Julius Caesar, der sich durch geliehenes Geld Macht verschaffte und am Ende seines Lebens als der reichste Mann seiner Zeit galt.
Um das wachsende Verlangen nach Wohlstand befriedigen zu können, das sich in der Bevölkerung ausbreitete, wurden schlicht mehr Münzen geprägt. Im 1. und 2. Jahrhundert führte dies zu einer Knappheit von Gold und Silber. Aus dieser Not heraus wurde die Größe der Münzen verkleinert und somit weniger Gold und Silber benötigt. Als auch das nicht mehr reichte, wurden die Münzen mit billigen Legierungen gestreckt. Dieses Vorgehen könnte man heute als Vorreiter der Inflation bezeichnen.
Der römische Kaiser Caracalla führte zu seiner Herrschaftsperiode eine neue Münze ein, den Doppeldenar, der einen viel geringeren Edelmetallanteil besaß als der herkömmliche Denar. Anstatt damit allerdings die wirtschaftliche Lage zu retten, führte der Kaiser das Römische Reich in die Inflation, wodurch zum einen die Währung ausstarb und zum anderen das politische Vertrauen und die Macht des Kaisers versiegten. Daraufhin versuchten die nachfolgenden Kaiser, die Wirtschaft zu neuer Größe zu führen, indem wieder mit Gold getauscht wurde oder neues Münzgeld mit geraubten Edelmetallen geprägt wurde.
Nichts davon fruchtete, sodass das Römische Reich Züge einer Planwirtschaft annahm und seinen Wohlstand verlor. Mit der Einwanderung der Barbaren besserte sich die soziale und politische Situation nicht, denn das Land wurde nun auch noch zerstört und beraubt. Geld gab es zu dieser Zeit nicht mehr mit der Funktion des Zahlungsmittels, eher wurden die Edelmetalle eingeschmolzen und als Schmuck getragen oder man verwahrte das Münzgeld als eine Art alten Schatz. So verloren die Menschen den Bezug zum Geld, was durch den Verfall der Bildung durch die schlechten Lebensbedingungen zu einer proletenhaften Gesellschaft führte, die den Umgang und das Rechnen mit Geld nicht mehr beherrschte. Ich erkenne hier Parallelen zu unserer heutigen Zeit. Ein Großteil der Schüler kann nicht mehr gut lesen, schreiben oder rechnen. Der Bezug zum Bargeld verliert zunehmend an Bedeutung. Vielleicht wird es unseren Kindern und Kindeskindern ähnlich ergehen wie den Menschen im alten Rom. Aus einer Welt im Überfluss zurück zu Ackerbau und Viehzucht.
