AI Engineering - Marcus PC Petersen - Clausen - E-Book

AI Engineering E-Book

Marcus PC Petersen - Clausen

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Beschreibung

Dieses Lehrbuch richtet sich an alle, die sich für Künstliche Intelligenz interessieren – besonders an Jugendliche, Einsteigerinnen und Einsteiger ohne Vorkenntnisse. In 50 ausführlichen Kapiteln erklärt das Buch in leicht verständlicher Sprache, wie Künstliche Intelligenz funktioniert, wo sie heute schon genutzt wird, welche Chancen sie bietet – und wie Sie selbst erste Schritte in diesem spannenden Feld machen können. Es enthält praktische Beispiele, einfache Erklärungen, ein eigenes Lernprojekt und Hinweise für den Berufseinstieg. Besonders geeignet ist das Buch für Lernende mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, da es komplett auf Fachbegriffe verzichtet, klare Strukturen bietet und jeden Schritt geduldig erklärt. Ein Begleiter für alle, die mit Mut, Neugier und Herz in die Welt der Künstlichen Intelligenz einsteigen wollen – verständlich, inklusiv und praxisnah. Achtung: Marcus Petersen-Clausen verwendet zum Erstellen seiner Texte meistens künstliche Intelligenz (und muss das angeben, was er hiermit macht)!

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Seitenzahl: 151

Veröffentlichungsjahr: 2025

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AI Engineering – Dein Weg in die Welt der Künstlichen Intelligenz

Untertitel:

Ein Lehrbuch in leichter Sprache für Einsteigerinnen und Einsteiger ohne Vorkenntnisse

Vorwort:

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieses Buch ist für Sie geschrieben.

Wenn Sie sich fragen, wie Maschinen „denken“ können oder was ein Computer mit Sprache, Bildern oder Spielen zu tun hat – dann finden Sie hier Antworten. Dieses Buch erklärt Schritt für Schritt, was Künstliche Intelligenz ist und wie man damit arbeitet.

Sie brauchen keine Vorkenntnisse. Alles wird in leichter Sprache erklärt. Fachwörter werden vermieden oder erklärt.

Sie lernen hier, wie man mit einem Computer redet, wie man einer Maschine beibringt, aus Fehlern zu lernen, und wie Sie selbst kleine Projekte machen können.

Egal, ob Sie einfach neugierig sind, einen Beruf mit KI lernen möchten oder nur verstehen wollen, wie diese Technik funktioniert – Sie sind herzlich eingeladen, sich mit uns auf den Weg zu machen.

Wir glauben: Lernen soll Spaß machen. Dieses Buch hilft Ihnen dabei.

Viel Freude beim Entdecken wünscht Ihnen

Marcus Petersen-Clausen

https://www.Köche-Nord.de

(MITGLIED IN DER PARTEI MENSCHEN, UMWELT, TIERE - TIERSCHUTZPARTEI.DE)

Haftungsausschluss:

Dieses Buch dient zur allgemeinen Bildung und Einführung in das Thema Künstliche Intelligenz.

Alle Inhalte wurden sorgfältig zusammengestellt und leicht verständlich erklärt. Trotzdem übernehmen Autor und Herausgeber keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Informationen.

Die Umsetzung von Beispielen, Übungen oder Projekten erfolgt auf eigene Verantwortung.

Dieses Buch ersetzt keine fachliche Ausbildung oder Beratung. Für weiterführende Studien oder berufliche Anwendungen empfehlen wir vertiefende Literatur und anerkannte Schulungsangebote.

Inhaltsverzeichnis:

Was ist Künstliche Intelligenz?

Wie Maschinen lernen

Daten – das Futter für die KI

Muster erkennen – die Stärke der KI

Vom Menschen lernen – das Training

Was ein Algorithmus ist

Was ein Modell ist

Wie ein Modell entscheidet

Was maschinelles Lernen bedeutet

Unterschiede: schwache und starke KI

Einfache Beispiele aus dem Alltag

KI in der Schule

KI in der Medizin

KI in der Industrie

KI im Straßenverkehr

KI in der Umweltforschung

KI im Haushalt

KI und Sprache

KI und Bilder

KI und Musik

Künstliche Kreativität?

Was KI (noch) nicht kann

Die Grenzen der Künstlichen Intelligenz

Fairness in der KI

Warum gute Daten so wichtig sind

Datenschutz und KI

Wer trifft die Entscheidung?

Kann KI diskriminieren?

KI und Verantwortung

KI und Gefühle

Wie KI mit Menschen arbeitet

Wie Menschen mit KI arbeiten

Ein gutes KI-Projekt planen

Was man beim Programmieren beachten muss

Werkzeuge für KI-Einsteiger

Was ist ein neuronales Netz?

Deep Learning – einfach erklärt

Sprache verstehen – ein Sprachmodell trainieren

Bilder erkennen – ein Bildmodell trainieren

Kleine Projekte zum Ausprobieren

Was man aus Fehlern lernen kann

Typische Fehler in KI-Projekten – und wie Sie sie vermeiden

Wichtige Begriffe aus der KI-Welt – einfach erklärt

Dein erstes eigenes KI-Projekt – so legst du los

Gemeinsam KI entwickeln – Zusammenarbeit im Team

Sich zeigen und gehört werden – so präsentieren Sie Ihre Ideen

Immer am Ball bleiben – lebenslanges Lernen in der KI

Berufswelt KI – Ihre Chancen als AI Engineer

KI für alle – wie Künstliche Intelligenz die Welt inklusiver machen kann

Dein Weg geht weiter – Abschluss, Ausblick und Mut zur Zukunft

Extra: Berufsvoraussetzungen

Kapitel 1: Was ist Künstliche Intelligenz?

Wenn Sie an Intelligenz denken, denken Sie vielleicht an Menschen. Menschen können denken, fühlen, sprechen, lernen und Probleme lösen. Doch was passiert, wenn eine Maschine so etwas auch kann? Dann sprechen wir von Künstlicher Intelligenz.

Künstliche Intelligenz – kurz KI genannt – bedeutet, dass ein Computer oder ein technisches Gerät Dinge tun kann, die eigentlich Menschen vorbehalten sind: lernen, entscheiden, sprechen oder sogar verstehen. Dabei ist „künstlich“ nicht gleich „falsch“. Es bedeutet nur, dass diese Art von Intelligenz von Menschen gemacht wurde – also künstlich hergestellt wurde – in Form von Programmen und Maschinen.

Ein einfacher Vergleich

Stellen Sie sich einen kleinen Roboter vor. Wenn Sie ihm sagen: „Geh nach links“, dann tut er es. Aber was ist, wenn der Roboter selbst entscheidet, wann er wohin geht? Oder wenn er aus Fehlern lernt – zum Beispiel, weil er gegen eine Wand gelaufen ist? Dann beginnt er, eine Form von Intelligenz zu zeigen – eine, die nicht mehr nur auf einfachen Befehlen beruht.

Künstliche Intelligenz bedeutet also: Der Computer kann selbstständig Entscheidungen treffen, lernen und sich anpassen – ähnlich wie ein Mensch, aber ganz anders aufgebaut.

Wie lernen Maschinen?

Eine Maschine lernt nicht wie wir Menschen. Sie liest keine Bücher und hört keine Lehrerinnen oder Lehrer. Maschinen lernen, indem sie ganz viele Daten bekommen – also Informationen – und daraus Muster erkennen.

Ein Beispiel: Wenn Sie einem Computer tausende Bilder von Katzen und Hunden zeigen, dann kann er lernen, was eine Katze ist und was ein Hund ist. Er vergleicht Formen, Farben, Größen – und merkt sich, was typisch für eine Katze oder einen Hund ist. Beim nächsten Bild kann er dann sagen: „Das ist eine Katze“ oder „Das ist ein Hund“ – ganz ohne dass ihm jemand das Bild vorher erklärt hat.

Wofür braucht man KI?

Künstliche Intelligenz ist heute schon überall:

In Ihrem Smartphone erkennt sie Ihre Stimme.

Auf Webseiten empfiehlt sie Ihnen Videos oder Produkte.

In Autos hilft sie beim Einparken oder sogar beim selbstständigen Fahren.

In der Medizin unterstützt sie Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnose.

In der Schule kann sie Ihnen beim Lernen helfen – etwa durch Apps, die sich an Ihr Tempo anpassen.

KI kann schnell rechnen, sehr viel gleichzeitig verarbeiten und dabei riesige Mengen an Daten durchsuchen. Das macht sie besonders nützlich in Bereichen, wo Menschen allein nicht so schnell arbeiten könnten.

KI kann helfen – aber auch Fehler machen

So klug eine Maschine wirken mag: Sie ist und bleibt ein Werkzeug. Sie macht genau das, was man ihr beigebracht hat – nicht mehr und nicht weniger. Wenn die Daten, mit denen man sie trainiert, schlecht oder unfair sind, dann kann auch die KI falsche oder ungerechte Entscheidungen treffen.

Deshalb ist es so wichtig, dass Menschen wie Sie sich mit KI auskennen. Denn nur wer versteht, wie KI funktioniert, kann auch mitentscheiden, wie und wofür sie eingesetzt wird.

KI ist nicht magisch – sondern Technik

Viele Menschen glauben, KI sei etwas Geheimnisvolles oder Magisches. Aber das stimmt nicht. Künstliche Intelligenz ist Technik, die von Menschen gemacht wurde. Sie besteht aus Zahlen, Regeln, Programmen und Daten. Und sie braucht Menschen, die sie entwickeln, kontrollieren und erklären.

Deshalb gibt es Berufe wie „AI Engineer“ – also Fachleute, die sich mit dem Bau und dem Training von KI-Systemen beschäftigen. Sie bringen den Maschinen bei, wie sie lernen sollen – und passen sie an, wenn etwas nicht gut läuft.

Warum dieses Thema für Sie wichtig ist

Egal ob Sie später in einem Beruf mit Computern arbeiten möchten oder nicht – KI wird ein Teil Ihres Lebens sein. Vielleicht in Ihrem Handy, vielleicht in Ihrer Wohnung, vielleicht sogar in Ihrem nächsten Job.

Wenn Sie verstehen, was KI ist, haben Sie einen großen Vorteil: Sie können mitreden. Sie können mitdenken. Und vielleicht – wenn Sie möchten – können Sie sogar selbst KI-Systeme mitgestalten.

Dieses Buch hilft Ihnen dabei. In den nächsten Kapiteln lernen Sie Schritt für Schritt, wie KI funktioniert, wie man sie programmiert, wie sie lernt – und was man tun kann, damit sie fair und sicher bleibt.

Kapitel 2: Der Unterschied zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz

Im letzten Kapitel haben Sie erfahren, was Künstliche Intelligenz ist. Aber was genau ist eigentlich der Unterschied zur Intelligenz, die wir Menschen haben? Warum können Maschinen zwar viel rechnen, aber keine Gefühle empfinden? Und warum kann ein Computer zwar schnell lernen, aber keine eigenen Ziele haben?

In diesem Kapitel gehen wir diesen Fragen nach – Schritt für Schritt.

Was ist menschliche Intelligenz?

Sie als Mensch können vieles, was ein Computer nicht kann:

Sie können fühlen – zum Beispiel Freude, Angst oder Trauer.

Sie können träumen und sich vorstellen, wie etwas sein könnte.

Sie können sich erinnern – nicht nur an Fakten, sondern auch an Erlebnisse.

Sie können mit anderen Menschen mitfühlen, also Empathie zeigen.

Sie können kreativ sein – zum Beispiel Geschichten erfinden, malen oder singen.

Menschliche Intelligenz ist also nicht nur logisch und rechnerisch, sondern auch emotional, sozial und kreativ. Sie entwickelt sich über viele Jahre. Und sie ist bei jedem Menschen ein bisschen anders.

Was kann künstliche Intelligenz?

Eine Künstliche Intelligenz kann manche Dinge besser als Menschen. Sie kann:

große Datenmengen sehr schnell verarbeiten

viele Informationen gleichzeitig vergleichen

rund um die Uhr arbeiten, ohne müde zu werden

genau wiederholen, was man ihr beigebracht hat

Aber sie kann nicht:

selbst entscheiden, was richtig oder falsch ist

eigene Gefühle empfinden oder verstehen

moralisch handeln oder Verantwortung übernehmen

echte Kreativität zeigen, wie ein Mensch beim Malen oder Singen

KI folgt nur den Regeln, die ihr gegeben wurden. Sie ist also nicht wirklich intelligent, wie wir Menschen es sind – sondern eher eine clevere Rechenmaschine.

Ein Vergleich: Mensch vs. KI

Bereich Mensch Künstliche Intelligenz

Denken langsam, aber flexibel schnell, aber starr

Lernen aus Erfahrung, mit Gefühlen aus Daten, mit Zahlen

Kreativität frei, erfinderisch begrenzt, nur innerhalb von Regeln

Emotionen echt und tief nicht vorhanden

Soziales Verhalten mit Mitgefühl und Verständnis nicht vorhanden

Energiebedarf braucht Schlaf und Pausen arbeitet rund um die Uhr

Fehler macht Fehler, lernt daraus macht auch Fehler, wenn schlecht trainiert

Zielsetzung entscheidet selbst bekommt Ziele vorgegeben

Warum dieser Unterschied wichtig ist

Es ist sehr wichtig, den Unterschied zwischen Mensch und Maschine zu kennen. Denn nur so können Sie einschätzen, was eine KI leisten kann – und was nicht. Wenn jemand sagt: „Die KI entscheidet für uns“, dann sollten Sie fragen: „Wer hat ihr beigebracht, wie sie entscheiden soll?“ Denn eine KI trifft keine eigenen Entscheidungen. Sie folgt nur Befehlen – auch wenn diese manchmal sehr kompliziert wirken.

Deshalb müssen Menschen immer die Kontrolle behalten. Eine KI kann ein Werkzeug sein – aber niemals ein Ersatz für menschliche Verantwortung, Mitgefühl oder Urteilskraft.

Gemeinsam stark: Mensch und Maschine im Team

Das Ziel ist nicht, dass Maschinen die Menschen ersetzen. Vielmehr ist das Ziel: Mensch und Maschine sollen zusammenarbeiten. Wenn ein Mensch denkt und entscheidet – und die KI hilft beim Rechnen oder Suchen – dann entsteht ein starkes Team.

So können zum Beispiel Ärztinnen und Ärzte mit Hilfe von KI schneller Krankheiten erkennen. Oder Lehrerinnen und Lehrer können mit Hilfe von Lernprogrammen besser auf ihre Schüler eingehen.

Die KI ersetzt nicht die menschliche Arbeit – sie unterstützt sie.

Eine wichtige Frage: Kann eine Maschine denken?

Viele Menschen fragen sich: Kann eine Maschine wirklich denken?

Die Antwort ist: Nein – nicht wie ein Mensch.

Eine Maschine kann rechnen, vergleichen, auswählen – aber sie versteht nicht, was sie tut. Sie hat keine eigenen Gedanken. Alles, was sie tut, ist Ergebnis von Programmen, Daten und Regeln, die Menschen entwickelt haben.

Manche KI-Systeme wirken schlau. Sie können Texte schreiben, Bilder malen oder sogar Musik komponieren. Aber sie wissen nicht, was sie tun. Sie fühlen nichts dabei. Sie verstehen nichts im menschlichen Sinn.

Deshalb sollten wir immer kritisch bleiben – und KI als das sehen, was sie ist: ein starkes Werkzeug, aber kein Wesen mit Bewusstsein.

Fazit: Maschinen sind Werkzeuge, Menschen sind verantwortlich

Sie haben jetzt gelernt:

Menschliche Intelligenz ist vielschichtig: logisch, emotional, kreativ.

Künstliche Intelligenz ist leistungsstark, aber begrenzt.

Eine KI kann helfen, aber sie braucht Menschen, die sie führen.

Die Verantwortung bleibt immer beim Menschen.

Wer das versteht, kann mit KI sicher und sinnvoll umgehen – und vielleicht selbst einmal helfen, eine faire und hilfreiche KI zu entwickeln.

Kapitel 3: Die Geschichte der Künstlichen Intelligenz

Künstliche Intelligenz klingt nach Zukunft. Aber die Idee ist gar nicht so neu. Schon vor vielen Jahrzehnten haben Menschen sich gefragt, ob Maschinen denken können. In diesem Kapitel reisen wir zurück in die Vergangenheit und schauen, wie alles begann.

Erste Ideen: Können Maschinen denken?

Schon in der Antike – also vor über 2.000 Jahren – stellten sich Menschen vor, wie Maschinen selbstständig handeln könnten. In alten Geschichten wurden Figuren aus Metall gebaut, die sich bewegten wie Menschen oder Tiere. Natürlich gab es damals noch keine Computer. Aber die Fantasie war schon da.

Im 20. Jahrhundert – also im letzten Jahrhundert – wurde aus Fantasie langsam Wirklichkeit. Menschen begannen, Rechenmaschinen und Computer zu bauen. Die ersten Computer waren riesig groß, langsam und konnten nur einfache Rechnungen lösen. Aber dann kam ein Mann namens Alan Turing.

Alan Turing: Der Denker hinter der Maschine

Alan Turing war ein britischer Mathematiker. Er stellte sich eine Frage:

Wenn ein Mensch denken kann – kann das auch eine Maschine?

Er entwickelte 1936 die Turing-Maschine – ein theoretisches Modell, das zeigt, wie man mit einfachen Befehlen komplexe Aufgaben lösen kann. Diese Idee war die Grundlage für alle heutigen Computer.

Im Jahr 1950 schlug er den sogenannten Turing-Test vor. Dabei geht es um Folgendes: Wenn ein Mensch mit einer Maschine spricht und nicht merkt, dass es eine Maschine ist – dann ist die Maschine „intelligent“. Dieser Test wird bis heute diskutiert.

Die Geburtsstunde der KI

Der Begriff Künstliche Intelligenz wurde zum ersten Mal im Jahr 1956 benutzt. In den USA trafen sich Forscher zu einem Treffen, das heute als Dartmouth-Konferenz bekannt ist. Dort sagten sie: „Wir glauben, dass jede Art von Lernen und Intelligenz mit Maschinen möglich ist.“ Das war der Startpunkt für die Forschung an KI.

Damals waren die Computer noch schwach. Aber die Idee war geboren: Man wollte Maschinen bauen, die selbst lernen, entscheiden und Probleme lösen können.

Erste Erfolge – und erste Enttäuschungen

In den 1960er- und 1970er-Jahren entstanden die ersten Programme, die kleine Aufgaben lösen konnten. Zum Beispiel gab es ein Programm, das einfache Gespräche führte (namens ELIZA). Es konnte so tun, als sei es ein Psychologe – aber nur mit einfachen Sätzen.

Doch bald merkten die Forscherinnen und Forscher: Echte Intelligenz ist schwerer als gedacht. Die Maschinen waren schnell überfordert. Sie verstanden keine Zusammenhänge, konnten nicht flexibel reagieren. Viele Projekte scheiterten.

Deshalb wurde die KI-Forschung lange Zeit kaum beachtet. Man sprach sogar vom „KI-Winter“ – eine Zeit, in der das Interesse an KI fast eingefroren war.

Der große Durchbruch: Maschinen lernen selbst

Erst in den 2000er-Jahren kam neuer Schwung in die KI. Warum?

Computer wurden schneller.

Es gab viel mehr Daten.

Neue Lernmethoden wurden entwickelt.

Besonders wichtig war das sogenannte maschinelle Lernen. Dabei lernt die KI nicht mehr nur aus Regeln, sondern aus Beispielen. So konnte sie selbstständig Muster erkennen und Aufgaben lösen, für die man früher tausende Regeln gebraucht hätte.

Ab etwa 2010 wurden tiefe neuronale Netze entwickelt – also große KI-Systeme, die wie ein einfaches Gehirn arbeiten. Mit ihnen konnten Maschinen plötzlich Bilder erkennen, Sprache verstehen und sogar selbst Texte schreiben.

Heute: KI ist überall

Heute ist Künstliche Intelligenz ein Teil unseres Alltags:

In Handys erkennt sie Gesichter und Sprache.

In Autos hilft sie beim Fahren.

In Online-Shops schlägt sie Produkte vor.

In Krankenhäusern unterstützt sie Ärztinnen und Ärzte bei Diagnosen.

Die Entwicklung geht immer weiter. Es gibt mittlerweile Sprachprogramme, die ganze Texte schreiben können – wie das, das Sie gerade lesen. Es gibt Programme, die Bilder malen oder Musik komponieren.

Aber: Diese Systeme verstehen nicht, was sie tun. Sie erkennen nur Muster in Daten. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen wie Sie verstehen, woher die KI kommt – und was sie kann und nicht kann.

Was wir aus der Geschichte lernen

Künstliche Intelligenz ist keine Magie – sondern das Ergebnis von jahrzehntelanger Forschung.

Viele Menschen haben daran gearbeitet – mit vielen Rückschlägen.

Erst mit viel Rechenleistung und Daten wurde die heutige KI möglich.

Auch heute ist KI nicht perfekt – sie braucht Kontrolle und gute Daten.

Wer die Geschichte kennt, kann die Zukunft besser verstehen.

Fazit: Verstehen, woher KI kommt – um zu wissen, wohin sie führt

In diesem Kapitel haben Sie gelernt, wie sich die Künstliche Intelligenz entwickelt hat – von den ersten Ideen über frühe Programme bis hin zu den modernen Lernsystemen. Diese Entwicklung zeigt: KI ist ein Werkzeug, das Menschen gemacht haben. Und es liegt an uns, wie wir es nutzen.

Kapitel 4: Wichtige Anwendungsgebiete von Künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist heute überall. Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie im Alltag mit KI zu tun haben. Vielleicht haben auch Sie schon mit KI gesprochen, ohne es zu merken. Oder Sie haben auf einer Webseite etwas gekauft, das Ihnen von einem KI-System empfohlen wurde.

In diesem Kapitel erfahren Sie, wo Künstliche Intelligenz bereits heute eingesetzt wird, wie sie funktioniert – und wie sie unser Leben verändert.

KI in Ihrem Alltag

Vielleicht denken Sie: „Ich habe noch nie mit KI zu tun gehabt.“ Aber schauen wir mal genauer hin:

Ihr Smartphone erkennt Ihre Stimme oder Ihr Gesicht.

Ihr Navigationsgerät findet den schnellsten Weg.

Online-Shops schlagen Ihnen Produkte vor, die Sie mögen könnten.

Streaming-Dienste zeigen Ihnen Filme, die zu Ihrem Geschmack passen.

Suchmaschinen finden genau das, wonach Sie suchen – oft in Sekunden.

All das funktioniert mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Sie arbeitet oft im Hintergrund – still, schnell und fast unsichtbar. Aber sie ist da.

Wichtige Einsatzbereiche der KI

Sprache und Texte

KI kann heute gesprochene Sprache erkennen und verstehen. Das nennt man „Spracherkennung“. Sie kennen das vielleicht von Sprachassistenten wie Siri, Alexa oder Google Assistant.

KI kann aber auch selbst Texte schreiben, übersetzen oder Zusammenfassungen erstellen. In der Schule oder im Beruf kann das sehr hilfreich sein.

Bilder und Videos

KI kann Fotos analysieren und sagen, was darauf zu sehen ist. Zum Beispiel: „Ein Mensch mit rotem Hut auf einem Fahrrad“. In der Medizin wird das genutzt, um Röntgenbilder oder Scans auszuwerten.

Auch in der Sicherheitstechnik wird KI verwendet, um Gesichter zu erkennen oder gefährliche Situationen frühzeitig zu entdecken.

Verkehr und Mobilität

Selbstfahrende Autos sind ein berühmtes Beispiel für KI. Sie erkennen Straßen, andere Autos, Menschen oder Ampeln.

Auch im Flugverkehr oder bei der Bahn hilft KI, Verspätungen zu vermeiden und Abläufe zu planen.

Gesundheit und Medizin

In Krankenhäusern hilft KI dabei, Krankheiten zu erkennen, passende Medikamente zu finden oder Behandlungspläne zu erstellen.

Manche KI-Systeme können Muster in Blutwerten oder Röntgenbildern sehen, die Menschen oft übersehen. Das kann Leben retten – wenn die KI richtig trainiert wurde.

Einkaufen und Werbung

Wenn Sie im Internet etwas kaufen oder suchen, merkt sich die KI, was Sie interessiert. Sie zeigt Ihnen dann ähnliche Produkte oder Angebote.

Auch Werbung wird heute oft von KI gesteuert – angepasst an Ihr Alter, Ihre Interessen oder den Ort, an dem Sie sich befinden.

Lernen und Bildung

Lernprogramme können sich an Ihr Tempo und Ihre Stärken anpassen. Das nennt man „adaptives Lernen“. Die KI erkennt, wo Sie noch Schwierigkeiten haben – und hilft Ihnen gezielt weiter.

Auch für Lehrerinnen und Lehrer kann KI eine Hilfe sein – zum Beispiel beim Planen von Unterricht oder beim Auswerten von Tests.

Arbeit und Industrie

In Fabriken steuern KI-Systeme heute viele Maschinen. Sie erkennen Fehler in Produkten, planen Abläufe und helfen dabei, Kosten zu sparen.