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Das Wunder der Weihnacht und dessen Wünsche können in vielen Facetten erscheinen - und Santa muss nicht immer nett sein! Leos Weihnachten stehen dieses Jahr unter keinem guten Stern: zuerst hat ihn sein jetzt Ex-Freund verlassen, dann landet er im Stau, und übermüdet von der Arbeit ist er auch noch. Gäbe es doch jemanden, der ihn versteht ... das und ein wenig Entspannung, ist das denn zu viel verlangt? Als Leo schlafen geht, beginnt alles mit einem vielversprechenden sexy Traum und bald steht er einem wahrhaftig traumhaften Santa gegenüber ... zumindest für Leos Geschmack und seiner Vorliebe, über's Knie gelegt zu werden. Eine kurze MM Weihnachtsgeschichte um Träume, strenge Weihnachtsmänner, vorlaute Subs und spaßiges Spanking.
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Veröffentlichungsjahr: 2025
Ein gut gelaunter Mann in einem hässlichen Weihnachtspullover schielt zur Seite und lacht. Im dunklen Hintergrund, der das Cover ausfüllt, ist ein trainierter Mann übergroß und mit offener Lederjacke samt Sixpack und angegrauten Haaren zu sehen. Der Titelschriftzug ist geschwungenen, roter Neon-Schrift auf dem Cover.
Bad Santa (MM Romance Kurzgeschichte)
by Sammy Heet
Copyright © Sammy Heet
Leo Bergers Gesichtsausdruck war von mäßiger Begeisterung, als er sich fünf Minuten nach seiner Ankunft an den Küchentisch im Hause seiner Schwester setzte. Der ganze Morgen hatte sich hingezogen und die zweistündige Fahrt hatte dank landwirtschaftlicher Maschinen auf den überfüllten Landstraßen drei, statt der üblichen zwei Stunden gedauert.
War seine Laune so schon schlecht genug, hatte er die gesamte Strecke über Zeit gehabt, sich seiner Verstimmung hinzugeben. Die Woche hatte sich fahl angefühlt, als wäre er in einer depressiv anmutenden Tristesse gefangen. Oder weniger hochtrabend gesprochen: Die Woche war richtig scheiße gewesen. Er fühlte sich leer und wollte sich am liebsten zu Hause auf sein rotes Plüschsofa legen, unter der Decke in Selbstmitleid versinken, den Kopf ausschalten und heulen.
„Ach Mensch, Leo, das zerreißt mir das Herz, wenn ich dich so sehe.“ Seine Schwester Lea war an den Tisch getreten und hatte eine Packung Kekse in die äußerst modische Ikea-Schüssel gekippt. „Und das auch noch so kurz vor Weihnachten.“
Ja, das auch noch so kurz vor Weihnachten.
Leo atmete tief durch und nahm sich einen Becher. Er antwortete nicht und befürchtete, bei einem Versuch kein Wort aus seiner zusammengeschnürten Kehle zu bekommen. Der heiße Kaffee, den er sich einschenkte, würde hoffentlich ein wenig Besserung bringen. Und seine Nerven beruhigen.
„Ja, also ich finde das auch nicht okay.“ Jens trat hinter ihm durch die Tür und legte eine Hand auf seine Schulter. „Grüß dich.“
„Ah, danke“, antwortete Leo aufgrund der gebotenen Höflichkeit und lächelte den Mann seiner Schwester an, der an ihm vorbeiging und sich eine reife Banane aus dem hängenden Fruchtkorb in der Ecke holte.
„Ich mache eine Bananendiät“, mit gehobener Frucht kam Jens zurück zum Tisch, „eine Empfehlung meines Ernährungscoachs.“
„Das interessiert Leo jetzt sicherlich brennend“, warf Lea sarkastisch vom Spülbecken her ein und drehte den Wasserhahn auf.
„Aber mal im Ernst“, fuhr Jens unbeirrt fort und setzte sich die Banane schälend an den Tisch, „es gehört doch zum guten Ton sich erst nach Weihnachten zu trennen, damit die Familien noch festlich feiern können. Würde ich mich von deiner Schwester trennen, würde ich Weihnachten abwarten. Klar, spätestens vor Silvester würde ich dann Schluss machen … damit jeder frisch ins neue Jahr starten kann.“
„Ist das so?“, fragte Lea mit einem Gefahr verheißenden Unterton und blickte ihren Mann ernst an. „Muss ich mir für nächste Woche irgendwelche Sorgen machen?“
Leo hörte weg und konzentrierte sich auf den Kaffee in seinen Händen, der glücklicherweise heiß war und schmeckte. Das Letzte, was er jetzt gebrauchen konnte, war ein dummer Clinch. Er und Ulf – der Esel zuletzt - hatten sich zwar nicht im Streit getrennt und es war seit längerem klar gewesen, dass irgendwann der Punkt auseinandergehender Wege kommen würde, aber es war ja nicht alles schlecht gewesen. An wem es am Ende gelegen hatte – um ehrlich zu sein wohl an beiden – konnte er nicht sagen. Er wollte die Feiertage eigentlich nur möglichst schnell herum bringen und den mangelnden Schlaf der letzten Woche nachholen.
*
Er hatte am Abend noch mit seinen Neffen und Nichten geheime Wunschzettel geschrieben, die sie anschließend im Kaminfeuer den Flammen übergeben hatten. Die Favoriten der Kinder waren, wie sie ihm im hinter hervorgehaltenen Händen verraten hatten, Ponys, Spielekonsolen und Schokolade gewesen. Für seinen Teil hatte er sich bessere Zeiten gewünscht - und jemanden, der ihn verstand. Dann waren sie alle früh schlafen gegangen, stand morgen doch der große Tag bevor.
In seinem Traum lag er an einem Pool unter einem sonnigen Himmel und in der erfrischenden Brise einer nahen Küste. Es war ein Hotelressort mit prächtiger Außenanlage und wie er feststellte noch prächtigeren Männern – ‚Guys only Holiday Ressort 4 Fun N‘ Love‘. Er spürte das Adrenalin, das in seine Adern floss und das Blut, das in seinen Schwanz wanderte – er fühlte sich gut und wurde schon geil. Unwillkürlich musste er grinsen und lehnte sich auf der Liege zurück, während er sich umschaute. Schon entdeckte er einen gut gebräunter Typen mit trainiertem, aber nicht um seinen natürlichen Fettanteil reduzierten Körper. Dieser blickte zurück und bemerkte seine wie ein Partyzelt aufgespannte Badeshorts und kam zu ihm herüber.
„Soll ich dir beim Relaxen helfen?“ Der Typ grinste ihn an und strich mit einer Hand über Leos Oberschenkel.
