Bekenntnisse eines Doms - Bernadette Binkowski - E-Book

Bekenntnisse eines Doms E-Book

Bernadette Binkowski

0,0
2,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Sie fühlt sich von ihm angezogen ... Er soll ihr erzählen, was er alles getan hat und warum er das tut. Sie hielt sich bisher nicht für devot, doch was er sagt, lässt sie feucht werden ... ACHTUNG! Enthält sexuell anstößige Texte und ist erst ab 18 Jahren geeignet!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Veröffentlichungsjahr: 2020

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Bekenntnisse eines Doms

BDSM Story

Bernadette Binkowski

Dieses Buch enthält sexuell anstößige Texte und ist für Personen unter 18 Jahren nicht geeignet. Alle beteiligten Charaktere sind frei erfunden und volljährig.

«Nennen Sie mich Jean», sagt er zu mir, als ich zur verabredeten Stunde bei meinem Interviewpartner erscheine.

Mein Name ist Julia Brand, ich bin Reporterin und brauche mal wieder eine richtig gute Story. Als ich durch einen mehr als dummen Zufall Jean in einer Bar auf dem Hamburger Kiez kennenlerne, da fühle ich mich wahrlich vom Glück geküsst.

Im Laufe des Abends erzählt er mir etwas über sich und seine Arbeit und meine Ohren bekommen so einiges zu hören: 1., er ist ein waschechter Dom; 2. er will mir etwas über sich und seine Berufung erzählen und 3. er sieht verdammt gut aus.

Ich sitze in seinem Wohnzimmer, sehe mich um und muss Jean einen sehr guten Geschmack attestieren. Alles fühlt sich so unglaublich stimmig an, das ganze Haus scheint absolut perfekt – wäre da nicht sein Arbeitsumfeld.

Doch genau deswegen bin ich ja hier. Wie viele Menschen habe auch ich erhebliche Vorurteile und bin gespannt, was mir Jean so zu erzählen hat.

Jean wohnt in der Nähe der Davidswache in Hamburg. Den berühmt-berüchtigten Kiez um die Ecke, ist er umgeben von einer glamourösen Scheinwelt, die nicht die seine ist – wie er immer wieder betont. Doch er ist in diesem Viertel geboren. Seine Mutter war Prostituierte und er ein echter Junge vom Kiez. Man zieht hier einfach nicht weg, ohne einen sehr triftigen Grund. Das kann ich nachvollziehen, denn ich selbst bin in Eimsbüttel zu Hause. Freiwillig gehe ich auch nicht von dort fort.

Für das Interview, welches ich nun führen werde, sind keine Regeln ausgemacht. Jean wird erzählen, ich werde ihn reden lassen. Wenn mich etwas stört oder ich dazu Fragen habe, soll ich ihn unterbrechen (so ist es ausgemacht), ansonsten möge ich das Ganze als eine Art Lebensbeichte ansehen, auch deswegen, weil Jean eine Lanze für seinen Berufszweig brechen möchte. Schließlich arbeite er, wie jeder andere Mensch auch.

Um 14 Uhr 30 beginne ich in eine Welt einzutauchen, die mir, je mehr Jean darüber erzählt, immer subtiler wird. Manchmal kann ich kaum glauben, was er da so berichtet, dann übermannen mich meine Gefühle. Ich hätte mir ein anderes Thema auswählen sollen.

Das Interview

Julia:

Vielen Dank Jean dass ich heute hier sein darf, während Sie aus Ihrem bewegten Leben plaudern. Sicherlich werden hier jede Menge Vorurteile aus dem Weg geräumt, nicht wahr? Doch zuerst würde ich gern wissen – was empfinden Sie bei alledem?

Jean:

Empfinden, wobei? Ich gehe einer geregelten Arbeit nach, mein Beruf erfüllt mich mit Stolz und meine Arbeit besteht darin, aus Menschen die dies wünschen, Sklaven oder Sklavinnen zu formen, oder wie man heute so schön sagt Subs.

Normalerweise kommen Frauen im Alter von achtzehn bis dreißig Jahren zu mir, doch ich hatte auch schon um die Vierzigjährige in der Ausbildung. Alle tun dies aus fester Überzeugung heraus, stehen voll hinter diesem Wunsch. Alles andere ergibt auch keinen Sinn. Wenn man sich für diesen Weg entschließt, muss man mit all seinen Sinnen dabei sein, ansonsten wird das nichts – sage ich jeder Frau.

Niemals würde ich jemanden in die Ausbildung nehmen, wenn die Chemie nicht stimmt. Das ist die Grundvoraussetzung, alles andere wird sich schon finden. Spätestens nach der dritten Sitzung, wie wir die Unterweisungen zu betiteln pflegen, erkenne ich, ob Potenzial vorhanden ist oder eben nicht.

Jean atmet tief durch, dann erzählt er weiter. Noch sehe ich keinen Anlass dazu, in das Gespräch einzugreifen.

Jean:

Beginnen wir also mit meiner Kindheit. Ich war sehr früh auf mich allein gestellt und lernte dementsprechend früh mich zu wehren. Meine Mutter war fast nie da. Und wenn sie da war, hat sie gesoffen wie der letzte Desperado.

Dann kamen die Männer in unsere Wohnung, ich musste auf der Couch schlafen, und wenn die Männer nicht für die Dienste meiner Mutter bezahlten, was ziemlich oft der Fall war, dann musste ich dafür büßen.

Verstehen Sie, er taxierte mich. Bei mir wurden sehr früh die Weichen für Schmerz und Demut gestellt, denn jedes Mal verprügelte mich meine Mutter, war sie wieder einmal leer ausgegangen.

Ich wurde regelrecht in eine Welt aus Schmerz und Pein hineingeboren. Wissen Sie, wie es sich anfühlt, wenn man auf einem jungen Körper Zigaretten ausdrückt? Ich nehme mal an, dass Sie es noch nicht begreifen würden! Sie wissen gar nichts von dieser Welt.

Erschüttert über das, was er mir bis jetzt erzählt hat, schüttele ich nur den Kopf, lasse ihn weiter erzählen, ahne jedoch, dass dies für mein empfindliches Gemüt kein Spaziergang wird.

Jean: