Bestrafung | Erotische SM-Geschichten - Johanna Söllner - E-Book

Bestrafung | Erotische SM-Geschichten E-Book

Johanna Söllner

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Beschreibung

Dieses E-Book entspricht 272 Taschenbuchseiten ... Lassen Sie sich entführen auf die dunkle Seite der Lust. Begleiten Sie aufregende Frauen, die nur auf eine etwas andere und härtere Art und Weise erotische Erfüllung finden können. Frauen, die sich speziellen Zwangslagen stellen müssen und auf diese Weise ihre Grenzen ausloten. Da ist Suzy, die sich zwischen Gefängnis und Peitsche entscheiden muss. Oder Claudia, auf die eine von ihrem Herrn konstruierte Spankingmaschine wartet. Susanna ist in einem Restaurant auf spezielle Weise für die Beschwerden der Gäste zuständig und von Nadja wird in einem Wettstreit ein besonderer Beweis ihrer Liebe erwartet. Sechs Frauen – sechs Geschichten von Leiden, Schmerz und Erfüllung … Diese Ausgabe ist vollständig, unzensiert und enthält keine gekürzten erotischen Szenen.

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Seitenzahl: 369

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Impressum:

Bestrafung | Erotische SM-Geschichten

von Johanna Söllner

 

Johanna Söllner ist ein echtes Münchner Kindl. Sie ist dort aufgewachsen und hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München Marketing und Journalismus studiert. Inzwischen ist sie glücklich verheiratet und hat zwei süße Kinder.Ihre Eltern hatten ein kleines Ferienhaus am Starnberger See, darum hat es sie schon immer aufs Wasser gezogen. Im Sommer stand sie in jeder freien Minute auf dem Surfbrett und reiste mit ihrem alten klapprigen VW-Bus quer durch ganz Europa, um ihrem Sport nachzugehen. Nach ihrem Studium und mit mehr Geld in der Tasche hat sie dann auch Fernreisen für sich entdeckt. Auf Mauritius lernte sie einen Mann kennen, der ihr das Tauchen beibrachte. Mit ihm hat sie dann tagsüber die Riffe unter Wasser erkundet und abends noch einiges mehr … Allgemein war sie nie ein Kind von Traurigkeit. Sie hat ihr Leben in vollen Zügen genossen und sich im wahrsten Sinne des Wortes so richtig ausgetobt.Nach ihrer Heirat und der Geburt der Kinder lässt sie es jetzt ein wenig ruhiger angehen. Wahrscheinlich hat sie ihr Mann ein wenig gezähmt – aber nur ein wenig.Als ihre Kinder zur Welt kamen, war es zunächst vorbei mit den großen Reisen. Und so hat Johanna begonnen, Bücher zu schreiben. Anfangs nur für sich selbst und zum Spaß. Dann hat sie die Geschichten ihren Freundinnen und später auch ihrem Mann zum Lesen gegeben. Und alle haben sie ermuntert, weiterzumachen. Warum kommt nun eine Frau in den besten Jahren ausgerechnet auf die Idee, erotische Literatur zu schreiben? Warum nicht Kinderbücher? „Beim Schreiben geht es immer auch um Träume. Träume, die ich selbst ausgelebt habe, oder Träume, die ich gern noch erleben möchte. Für mich spielen Erotik und Sex eine wichtige Rolle im Leben. Ich möchte meine Leserinnen und Leser an meinen frivolen Abenteuern teilhaben lassen und freue mich, wenn sie mich in meine Träume begleiten.“

 

Lektorat: Marie Gerlich

 

 

Originalausgabe

© 2020 by blue panther books, Hamburg

 

All rights reserved

 

Cover: © Razoomanet @ shutterstock.com

Umschlaggestaltung: MT Design

 

ISBN 9783964773555

www.blue-panther-books.de

Das Complaint Girl

Nervös blicke ich auf die Uhr. Mist … Schon so spät. Und in zwei Tagen sind die Semesterabschlussprüfungen. Mir läuft die Zeit davon. Ich weiß, dass ich noch viel zu lernen hätte. Nun rächt sich, dass ich während des Semesters so viel getrödelt habe.

Es ist schon halb zwei. Mitten in der Nacht. Die Zeilen verschwimmen vor meinen Augen. Ich muss Schluss machen. Es bringt sowieso nichts mehr. Ich frage mich kurz, was ER dazu sagen wird. ER wird zum einen nicht erfreut sein, dass es schon wieder so spät geworden ist. Und dass ich mein Pensum schon wieder nicht geschafft habe. Wie wird ER reagieren? Heute Nacht hoffentlich gar nicht mehr. Der pennt wahrscheinlich schon wie ein Murmeltier. Aber bei ihm weiß man nie. Mit einem kribbligen Gefühl gehe ich ins Bad. Schnell Zähne putzen, dann ausziehen. ER wünscht, dass ich nackt schlafe. Damit habe ich im Sommer kein Problem. Aber jetzt Anfang Februar ist es kalt und auch im Schlafzimmer ist es nicht gerade angenehm, weil ER mit offenem Fenster schlafen will. Aber da kann ich nichts machen. Da duldet ER keinen Widerspruch.

Auf Zehenspitzen schleiche ich ins Schlafzimmer und will gerade unter meine Decke schlüpfen, als ER mich mit lauter Stimme anfährt: »Wo bleibst du denn so lange?«

»Ich bin nicht fertig geworden.«

Ich erhalte einen Tritt …

»Entschuldigung. Ich bin nicht fertig geworden, Herr.«

»Wie lange brauchst du noch?«

»Ich weiß es nicht, Herr. Ich hoffe, dass ich morgen fertig werde.«

»Das ist gut, denn ich habe morgen eine Aufgabe für dich, der du dich in der Semesterpause zu stellen hast.«

Was ist das denn schon wieder? Ausgerechnet jetzt hab ich nun wirklich gar keine Zeit für etwas anderes außer meinen Prüfungen. Ich gebe ihm einen Gute-Nacht-Kuss, wie es meine Pflicht ist, und kuschle mich dann an ihn.

Vielleicht haben es meine verehrten Leser schon gemerkt. Ich lebe in keiner normalen Beziehung. Ich bin eine Sklavin. Und ER ist mein Herr. Seine Wünsche sind mein Lebensinhalt. Ich schulde ihm unbedingten Gehorsam. Das fällt mir zwar nicht immer leicht, aber dafür erhalte ich von ihm viel zurück. Geborgenheit. Fürsorge. Führung. ER zeigt mir, was wichtig ist in meinem Leben. Wenn es nötig ist, dann bestraft ER mich auch, wenn Dinge nicht so laufen, wie ER sich das vorstellt. Mein Körper gehört ihm. Meine Sexualität gehört ihm. Meine Liebe gehört ihm. Für ihn arbeite ich und für ihn strenge ich mich an. Nicht, dass ER es nötig hätte, dass ich etwas lerne. ER ist stinkreich. Aber ER legt Wert darauf, dass ich in meinem Leben etwas Sinnvolles erreiche. ER legt Wert darauf, dass ich kein dummes Blondchen an seiner Seite bin. ER schätzt geistreiche Gespräche sehr und erlaubt mir nicht, dass ich meine Zeit mit Unsinn verplempere. Wenn ER das Gefühl hat, ich würde mich nicht richtig anstrengen, dann setzt es Hiebe für mich. Und dabei schont ER mich nicht. Das wird dann durchaus schmerzhaft. Manchmal liege ich eine ganze Woche auf dem Bauch, weil mein Hinterteil so malträtiert worden ist. ER warnt mich und ich weiß es rechtzeitig. ER bestraft mich nur dann, wenn ich es auch verdiene. Und nachher weiß ich auch, dass es recht war. Doch jetzt muss ich schlafen. Morgen wartet eine Menge Arbeit auf mich. Und eine Aufgabe?

***

Es ist schon Nachmittag und ich brüte gerade über meinen Büchern, als ER mir einen Zettel auf den Schreibtisch legt. Darauf stehen eine Adresse und eine Telefonnummer. Scheiße … Das ist doch am anderen Ende der Stadt. ER muss doch wissen, dass ich im Augenblick verteufelt wenig Zeit habe. Ich will mich bei ihm beschweren, doch ich erhalte eine kalte Abfuhr.

Als ich nicht lockerlasse, befiehlt ER mir, mich umzudrehen: »Zieh die Hose runter!«

Oh nein. Auch das noch. Muss das sein? Aber jetzt halte ich lieber meine vorlaute Schnauze. Ich weiß genau, dass jedes weitere Wort die Anzahl der zu erwartenden Schläge nur erhöhen würde. Ich ziehe also meine Sachen bis zu den Knöcheln herunter und beuge mich nach vorn. Packe mit den Händen meine Füße. Und dann warte ich. Was wird ER diesmal machen? Mit der blanken Hand? Mit dem Rohrstock? Bitte nicht den Stock. Ich muss doch noch lernen. Und wenn ich da nicht richtig sitzen kann … Schöne Scheiße, in die ich mich da reingeritten habe … ER macht es immer spannend. Das weiß ich aus Erfahrung.

Die Sekunden ticken endlos dahin. Ich höre nur seinen Atem. Und natürlich meinen. In Erwartung, was da unweigerlich kommen wird. Und da passiert es. Fast bin ich erleichtert. Es ist nicht der Stock. Nur die Hand. Das klatscht so richtig laut und ich kann mir gerade bildlich vorstellen, wie sich sein Handabdruck auf meiner weißen Haut bildet.

»Eins … Danke, Herr.« Das ist wichtig. Ich muss bei einer Bestrafung die Hiebe zählen. Und muss mich natürlich auch für die milden Gaben bedanken. Das war aber jetzt ironisch gemeint. Denn schon klatscht es wieder auf meinen nackten Arsch. Diesmal die andere Backe. Ja, ja … Steht ja schon so in der Bibel. Und immer schön die andere Wange hinhalten. In meinen Fall eher die andere Backe. Die andere Arschbacke. … Brav zähle ich weiter und bedanke mich recht schön. Die Schmerzen sind noch auszuhalten. ER schont mich heute. Das kenne ich auch anders. Ganz anders. Nummer drei … Jetzt spüre ich es langsam. Wie die Schmerzen meinen ganzen Unterleib erfassen. Und schon folgen in schneller Abfolge Nummer vier und fünf. Ja … Jetzt ist es richtig durchdringend.

»Du kannst dich anziehen.«

»Danke, Herr.«

Hastig ziehe ich die Hose wieder hoch. Nicht ohne vorher mein geplagtes Hinterteil befühlt zu haben. Ja, heute hat ER es gnädig gemacht. Es brennt. Aber nur ein bisschen. Heute war es auszuhalten.

»Und jetzt kümmere dich endlich um deine Aufgabe.«

ER deutet auf den Zettel mit der Adresse und der Telefonnummer, die auf dem Tisch liegt. ER hat recht. Ich sollte mich darum kümmern. Denn wenn ich noch mal sein Missfallen errege, dann komme ich nicht so glimpflich davon.

Ich wähle. Es läutet. Einmal. Zweimal. Dreimal …

Dann meldet sich eine tiefe Männerstimme. Irgendwie klingt sie angenehm. Voll und rund. Harmonisch? »Ja, bitte … Bachmeier.«

Ich stottere ein wenig. Wie soll ich mich melden? Mit meinem Familiennamen? Mit meinem Vornamen? Aber ich habe den Zettel und die Telefonnummer von IHM bekommen. Ein kurzer Blick zur Seite. ER beobachtet mich. Ich weiß, dass ER mich nicht aus den Augen lässt. Alles registriert. Wenn ich den Kontakt von IHM erhalten habe, dann ist es eigentlich klar, wie ich mich zu melden haben. »Guten Tag, Herr Bachmeier … Hier spricht Susanna … Sklavin Susanna …«

»Ich habe schon auf deinen Anruf gewartet. Du hast mich warten lassen.«

Ich habe ein blödes Gefühl im Bauch. Dieses Gespräch nimmt schon am Anfang eine Wendung, die mir nicht gefällt.

»Verzeiht mir, Herr. Es war keine Absicht …«

»Wir kommen später darauf zurück. Wann können wir uns sehen?«

Am liebsten würde ich vorschlagen, dass mir in einer Woche angenehm wäre. Dann hätte ich alle Semesterprüfungen hinter mir. Aber ein kurzer Blick in seine Augen sagt mir, dass ich besser gar nicht daran denken sollte, so einen Vorschlag zu machen. Und so frage ich mit zittriger Stimme: »Heute?«

»Ja. Natürlich heute. Komm so schnell du kannst zur angegebenen Adresse.«

Mist. Wenn ich mich darauf einlasse, dann verliere ich mindestens zwei bis drei Stunden Lernzeit. Denn ich habe kein Auto und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das ein mühsames Unterfangen.

»Herr. Ich habe eine große Bitte.«

»Was willst du?« Ich höre an seinem Tonfall, dass ihm das nicht passt.

Aber ich muss es versuchen. »Können wir uns nicht in meiner Nähe treffen? Sagen wir um sechs im Café Mozart. Das wäre gleich bei uns um die Ecke. Sie würden mir einen großen Gefallen tun, weil ich mitten in Prüfungsvorbereitungen stecke.«

Ich wage nicht, mich zu IHM umzudrehen. Ich weiß, dass seine Blicke mich von hinten förmlich erdolchen, weil ich es gewagt habe, diese Frage zu stellen. Aber wenn ich die Prüfung versemmle, dann ist ER auch nicht zufrieden mit mir. Was dann natürlich auf eine ekelhafte Bestrafung hinausläuft. Ich bin in der Zwickmühle. Und so bin ich wahnsinnig erleichtert, als ich am anderen Ende der Leitung nur ein kurzes »Einverstanden« und »Sei bloß pünktlich« höre. Es knackt. Wir sind getrennt.

Ich sehe mich um. ER lässt mit keiner Regung erkennen, ob ER zufrieden ist oder nicht. Nur nicht lange drüber nachdenken. Wenn ihm etwas nicht passt, dann werde ich das noch früh genug merken.

»Los, zieh dich um.«

Wieso umziehen? Warum kann ich nicht so gehen, wie ich bin? Aber ich habe mir um meiner körperlichen Unversehrtheit willen schon lange abgewöhnt, seine Anordnungen infrage zu stellen.

»Was soll ich anziehen?«

»Den kurzen Minirock. Den schwarzen mit den Nieten.«

»Gut.«

»Und das bauchfreie Lederbustier mit den Nietenknöpfen.«

»Eine gute Wahl, Herr.«

Insgeheim denke ich allerdings etwas anderes. Laut sagen darf ich das nicht. Scheiß gute Wahl. Da muss ich äußerst leicht bekleidet in der Kälte draußen rumlaufen.

»Darf ich mir eine schwarze Leggins anziehen?«

»Nein. Dein Pussy muss frei zugänglich sein. Aber du kannst deine langen Kniestrümpfe nehmen.«

Ich bedanke mich und beeile mich, mich entsprechend auszustaffieren. Dann verabschiede ich mich und ziehe meinen Pelzmantel über. Zum Treffen mit diesem Herrn Bachmeier darf ich auf keinen Fall zu spät kommen.

***

Ich sitze in dem Café. Habe mir einen Tisch im hinteren Teil ausgesucht. Es ist kurz vor sechs. Zwei Minuten noch, dann eine. Die Tür öffnet sich. Ich bin baff. Der Typ ist pünktlich wie eine Schweizer Uhr. Er ist groß, gut gebaut. Kurzes, dunkles Haar. Dreitagebart. Er blickt sich um. Sein Blick bleibt an mir hängen. Vermutlich hat er von meinem Herrn ein Bild von mir erhalten. Außerdem bin ich die Einzige, die hier derart leicht bekleidet herumsitzt. Auch darüber scheint es offenbar eine Vereinbarung zu geben. Er kommt auf mich zu. Ich erhebe mich. Reiche ihm die Hand, die er sogleich ergreift. Ein fester Händedruck. Wortlos. Keine weitere Geste der Begrüßung. Wir stehen uns gegenüber. Ich spüre seinen harten Blick fast körperlich, als er mich mustert. Er bleibt an meinem Ausschnitt hängen, an der mehr als offenherzigen Andeutung meiner festen Brüste. Er schaut auf meinen durchtrainierten Bauch. Meine festen Schenkel. Diese Musterung ist irgendwie unangenehm. Andere Leute beginnen, zu uns herüberzusehen. Doch das darf mich nicht stören. Ich darf mich erst setzen, wenn er es mir erlaubt. Ganz automatisch gehe ich davon aus, dass ich ihm zu gehorchen habe. Mein Herr hat ihm vermutlich alle Vollmacht gegeben. Endlich deutet er mir an, ich möge mich setzen. Dann bestellt er sich ein Bier.

»Sklavin Susanna?«

»Ja. Ich begrüße Euch, Herr.«

»Ich suche für mein Restaurant eine spezielle Arbeitskraft. Dein Herr hat dich empfohlen.«

Ich lächle ihn an und nicke … Jetzt bin ich aber mal gespannt.

»Ich brauche eine junge und attraktive Frau, die sich in meinem Restaurant um die Beschwerden kümmert. Sozusagen ein ›Complaint Girl‹. Ich denke, du wärst dafür geeignet.«

»Wann soll ich anfangen?«

Ich frage nicht nach Gehalt und so weiter. Denn dies wurde sicherlich bereits zwischen meinem Herrn und Herrn Bachmeier vereinbart.

»Nach deinen Prüfungen. Gleich am nächsten Tag.«

Das weitere Gespräch plätschert mit Belanglosigkeiten weiter vor sich hin. Er erzählt mir keine weiteren Einzelheiten und ich frage auch nicht danach. Dann zahlen wir und gehen.

Als ich mir den Mantel zuknöpfen will, zischt er mir zu: »Lass ihn offen.«

Entgeistert glotze ich ihn an. Kann mir gerade noch den Widerspruch verkneifen. Verdammt noch mal. Es ist scheißkalt da draußen. Ich bin schließlich halb nackt. Auf besonderen Wunsch dieses Herrn da vor mir. Doch ich gehorche. Missmutig stapfe ich hinter ihm her in Richtung Ausgang. Na klasse. Das kann ja heiter werden.

»Ich begleite dich nach Hause.«

Keine Frage. Eine einfache Feststellung.

Ich will mich gerade zum Gehen wenden, da packt er mich an der Schulter. Hält mich zurück. »Dreh dich zu mir her.«

Ich folge aufs Wort.

»Aufknöpfen.«

Ich stehe entgeistert da. Hab ich das jetzt richtig verstanden?

Unwirsch wiederholt er seinen Befehl. »Aufknöpfen. Ich will deine Titten sehen.«

Ich blicke mich um. Es ist schon Nacht, nur die Straßenlampen spenden ein trübes Licht. Blöderweise sind wir gerade unter einer stehen geblieben. Da stehe ich ja wieder voll im Rampenlicht. Hoffentlich verursache ich da keinen Menschenauflauf mit meiner Freizügigkeit. Mechanisch beginne ich, die Knöpfe zu öffnen. Es sind nur vier und daher stehe ich bald mit offen klaffendem Bustier da.

Er starrt mich an. »Gut. Gut … Schön gebaut bist du ja. Zieh es ganz aus.«

Wieder bin ich wie erstarrt. Ein kühler Wind lässt mich frösteln und ich habe eine richtige Gänsehaut wegen der Kälte. Meine Brustwarzen stehen wie eine Eins.

»Na los … Worauf wartest du? Oder bist du schwer von Begriff?«

Ich ziehe rasch meinen Pelzmantel aus und streife das Bustier ab. Reiche es ihm. Er grapscht an meine Brüste. Knetet sie. Zwickt meine Nippel. Er tut weh. Verbissen versuche ich, keine Miene zu verziehen.

Befriedigt reicht er mir den Pelzmantel zurück, den ich rasch über meine Blöße streife. »Jetzt den Rock. Runter damit. Ich möchte auch deine Fotze sehen.«

Diesmal gehorche ich aufs Wort. Widerstand ist zwecklos. Ich präsentiere ihm meine Lustgrotte. Spreize die Beine, damit er auch alles schön begutachten kann.

Er greift mir zwischen meine glatt rasierte Spalte und spielt mit meinem Intimpiercing. »Gut, gut. Ich bin zufrieden mit dir. Du kannst jetzt gehen.«

Ich wage nicht, ihn nach meiner Kleidung zu fragen. Ich kann froh sein, dass er mir den Mantel gelassen hat. Ich friere jetzt erbärmlich. Ich muss zusehen, dass ich nach Hause komme. So schnell ich in meinen Stöckelschuhen kann, eile ich nach Hause. Als ich um die Ecke unseres Hauses biege, sehe ich mich noch einmal um. Er steht immer noch da, wo er mich vorhin untersucht hat. Meine Kleidung hält er in der Hand. Das ist also mein neuer Chef. Klasse … Schöne Aussichten …

Dann verschwinde ich im Hauseingang. Jetzt brauche ich dringend ein heißes Bad.

***

Eine Woche später

Endlich sind die Prüfungen geschafft. Trotz des heftigen Endspurts habe ich ein gutes Gefühl. Es könnte reichen. Doch ER gönnt mir keine Verschnaufpause. Nur einen Tag durfte ich feiern. Dann soll ich meinen neuen Dienst antreten.

Ich habe dieses seltsame Bewerbungsgespräch verdrängt. Was sollte das? Ich soll für Beschwerden zuständig sein. Gut und schön. Ich war noch nie auf den Mund gefallen und diplomatisch und charmant kann ich auch sein. Also alles kein Problem. Nur … Warum wollte mich dieser Bachmann dann nackt sehen? Noch dazu draußen in der Eiseskälte der Februarnacht. Das war sicher ein Test. Aber wofür sollte er gut sein? Dass ich gut gebaut bin, konnte man auch vorher schon erkennen. Auch ohne dass ich mich ganz ausziehe. Aus meinem Herrn habe ich nichts herausbekommen. ER hüllt sich in Schweigen. Und ich habe nicht gewagt, nachzubohren. Denn es kann leicht ins Auge gehen, wenn ER sich von mir genervt fühlt.

ER hat mich zu meiner neuen Arbeitsstätte gebracht. Wieder trage ich nur die leichte Kleidung. Sprich ein Lederbustier, den Minirock. Natürlich ohne Unterwäsche. Wer braucht so was? Diesmal darf ich nicht einmal Strümpfe tragen. Schöner Mist. Dabei wirbeln draußen die Flocken und es schneit wie verrückt. Wir stehen vor dem Restaurant. Es ist fünf Uhr. In einer halben Stunde öffnet es: »THE DARK HOUSE«. Ein seltsamer Name. Ist das ein Lokal der besonderen Art? Plötzlich kribbelt es mich. Ein eiskalter Schauer läuft mir den Rücken hinunter.

Mein Herr wird schon unwillig, weil ich nicht aussteigen mag: »Jetzt raus hier … Ich hole dich nach Feierabend wieder ab.«

»Danke, mein Herr.«

Draußen empfängt mich die kalte Winternacht. ich glaube, ich bin im Umkreis von 2000 km die einzige, die so luftig bekleidet draußen herumläuft. Denn ER hat mir verboten, meinen Pelzmantel anzuziehen. Als ich die Eingangstür erreiche, bin ich schon völlig durchgefroren. Was ist das für ein Scheißspiel? Wofür soll das gut sein? Doch Gott sei Dank muss ich nicht lange warten. Die Tür geht auf und ich stolpere hinein.

Das Restaurant liegt im Halbdunkel. Kerzen flackern. Echte Kerzen. Die Räume sind wie die Halle einer Ritterburg gestaltet. Es sind grobe Tische. Allerdings scheinen die Stühle recht bequem zu sein. An der Wand hängen Schilde und Waffen, wie sie die alten Rittersleute getragen haben. Und noch etwas sticht mir sofort ins Auge, weil es eigentlich gar nicht zur sonstigen Einrichtung passt: Überall im Raum sind große Bildschirme verteilt. An der Rückseite des Gastraums befindet sich eine große Bar und direkt daneben eine große Feuerstelle. Über glühender Holzkohle dreht sich ein großes Spanferkel. Ein köstlicher Duft liegt in der Luft.

»Ah, da bist du ja endlich!«

Schon wieder dieser leichte Vorwurf. Es handelt sich um meinen neuen Chef. Wie hieß der noch? Bachmann? Bachmeier? Er ist ganz in Schwarz gekleidet. Schwarze Hose. Schwarzes Hemd, bei dem die oberen drei Knöpfe offen stehen. Er trägt eine dicke Goldkette und das weit geöffnete Hemd gibt einen interessanten Einblick auf seine muskulöse Brust. Viele Haare spitzen heraus. Ein sehr interessanter Mann.

»Du hast mich Herr B. zu nennen. Hast du das verstanden?«

»Ja. Ja, Herr B.«

Er nickt. Offenbar ist er zufrieden. Ich beginne langsam wieder aufzutauen, aber so richtig wohl fühle ich mich trotzdem nicht.

»Folge mir.«

Er führt mich durch die Tischreihen in die Mitte des Restaurants. Da ist eine freie Fläche. Etwas erhöht. So ähnlich wie ein Boxring, nur ohne die Seile. Etwa fünf mal fünf Meter. Ein greller Scheinwerfer leuchtet die Fläche aus. In der Mitte befinden sich ein Pult und ein Barhocker.

»Das ist dein Platz. Hier wartest du, bis du gerufen wirst. Bei deinem ersten Einsatz werde ich dich noch begleiten, dann erwarte ich, dass du selbstständig arbeitest. Hier ist dein Buch mit deinen Arbeitsnachweisen.«

Er reicht mir ein dünnes Buch mit Ledereinband. Ich schlage es auf. Darin steht auf einer Seite oben vermerkt mein Name. Darunter gibt es in einer weiteren Zeile ein Feld für das Datum. Darunter: Name des Gastes, Art der Beschwerde, vom Complaint Girl eingeleitete Maßnahme, ein Unterschriftsfeld für mich. Und dann abgesetzt ein Unterschriftsfeld für den Gast, der sich beschwert hat, in dem er bestätigt, dass er von mir vollständig zufriedengestellt wurde. Ferner erhalte ich einen Stapel mit verschlossenen Kuverts. Sie sind durchnummeriert, von eins bis fünfundzwanzig.

Das ist ja ein komischer Zirkus. Aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Wenn die es so wollen, dann bitte. Ich setze mich auf den Barhocker. Herr B. befiehlt mir, mein Bustier ein wenig zu öffnen, damit man meine Reize gut erkennen kann. Ich soll mich so setzen, dass mich das Publikum auch gut sehen kann. Und dann muss ich warten. Der Raum füllt sich. Die Gäste strömen nur so herein. Es wird hektisch. Die Bedienungen flitzen mit Getränken und Speisen umher.

Plötzlich piept etwas leise hinter mir. Ich blicke mich um und sehe in Leuchtschrift aufleuchten: Tisch 34.

Kurz darauf steht Herr B. neben mir. »Komm, es gibt eine Beschwerde. Vergiss dein Buch nicht. Und nimm auch das Kuvert mit. Das oberste mit der Nummer 1.«

Ich folge ihm durch den Raum. Schließlich bleibt er stehen und deutet auf einen Tisch schräg vor uns. »Diese Gäste haben eine Beschwerde. Kümmere dich jetzt um sie. Dazu nimmst du die Daten auf und überreichst dem Kunden das Kuvert.«

Es handelt sich um ein Paar. Er dürfte etwa fünfzig Jahre alt sein. Elegant angezogen. Kantiges Gesicht. Was mir sofort auffällt, sind seine buschigen Augenbrauen. Er fixiert mich mit einem stechenden Blick. Ich fühle mich auf Anhieb unwohl. Seine Begleiterin ist deutlich jünger als er. Vielleicht dreißig, maximal fünfunddreißig. Sie trägt schwarz. Ein schwarzes T-Shirt, das ihre weiblichen Formen schön betont.

Dann fällt es mir auf. Es sticht mir ins Auge. Um den Hals trägt sie ein schwarzes Lederhalsband mit einem Ring aus Metall. So ist sie als Sklavin markiert. Jeder Insider weiß es. Sie hält auch den Blick gesenkt, sieht mich nicht an. Was hat das zu bedeuten? Fürs Erste nur, dass ich mich an ihn halten muss.

Ich trete an den Tisch heran. »Mein Name ist Susanna. Wie kann ich Ihnen helfen? Ich bin hier zuständig für Beschwerden.«

Im Augenwinkel kann ich sehen, wie Herr B. hinter mir Aufstellung genommen hat und mich streng beobachtet. Was ich sage, wie ich mich verhalte.

Der Mann am Tisch schweigt mich an. Sein durchdringender Blick lässt mich frösteln.

Ich fahre fort, mein Sprüchlein aufzusagen, das man mir vor Dienstantritt eingetrichtert hat. »Es ist unser Bestreben, dass wir hier in unserem Haus nur zufriedene Gäste haben. Wenn etwas nicht in Ordnung war, dann bürge ich persönlich dafür, es in Ordnung zu bringen. Es ist mein Bestreben, es ist unser aller Bestreben, dass Sie unser Haus als zufriedener Gast verlassen.«

»So … Sie bürgen also dafür? Persönlich?«

Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl. Was soll diese Frage? Ich muss erst mal herausfinden, was denn los war. Und so klappe ich mein Buch auf. Das mit dem Lederumschlag. Das Kuvert habe ich zwischen den ersten Seiten eingeklemmt.

»Darf ich mich nach Ihrem Namen erkundigen? Und auch, was im Detail nicht wunschgemäß gelaufen ist?«

Seine Stimme hat eine gewisse Schärfe angenommen, als er mir die gewünschten Auskünfte erteilt. Er musste scheinbar zu lange auf seine Bestellung warten. Ich spüre, dass er ungeduldig wird wegen diesem Gehampel. Aber was soll ich denn machen? So lauten nun mal meine Instruktionen.

Jetzt reiche ich ihm das Kuvert. »Im Auftrag der Geschäftsleitung möchte ich Ihnen dieses Entschuldigungsschreiben überreichen.«

Er reißt den Umschlag auf … Zieht den Brief heraus. Beginnt zu lesen. Ich bin unsicher. Was soll ich tun? Abwarten, bis er fertig ist? Hmmmm … »Ich möchte mich im Namen unseres Restaurants und auch ganz persönlich für die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen. Bitte glauben Sie mir, dass ich mich augenblicklich darum kümmern werde.«

»So, Sie kümmern sich also persönlich darum?«

Wieder diese äußerst unangenehme Schärfe in seiner Stimme. Wenn mein Herr, wenn ER diesen Ton mir gegenüber anschlägt, dann wird es unangenehm. Sehr unangenehm …

»Selbstverständlich, mein Herr. Ich werde mich persönlich darum kümmern, dass unsere Gäste nicht mehr so lange warten müssen. Ich werde umgehend mit dem Service sprechen.«

»Und das ist jetzt alles?«

Ich bin einen Augenblick sprachlos. Was denn? Ich hab mich doch entschuldigt. Habe zugesichert, dass ich mich umgehend mit dem zuständigen Servicemitarbeiter unterhalten werde. Was will dieser Knilch denn noch von mir? »Entschuldigen Sie … Aber ich verstehe nicht.«

Er lächelt mich an. Es ist kein freundliches Lächeln. Es ist irgendwie böswillig, hinterhältig. Ich kann es nicht deuten.

»Nun gut … Sie scheinen neu hier zu sein. Lassen Sie es mich Ihnen erklären. Ich erwarte Satisfaktion. Nicht nur Geschwafel. Ich erwarte, dass Sie mir zeigen, dass Sie die Beschwerde eines Gastes ernst nehmen. Ich erwarte, dass Sie mir mit vollem Einsatz Genugtuung erweisen.«

Dann reicht er mir das Schreiben der Geschäftsleitung. Darin werde ich als das »Complaint Girl« vorgestellt. Dass ich persönlich für etwaige Verfehlungen des Restaurants geradestehe. Und dass ich mich jeglicher Strafe zu unterwerfen habe, die zwischen dem Gast und dem Complaint Girl als Genugtuung vereinbart wird. Und unter Strafe ist eine körperliche Bestrafung gemeint. Ich muss zweimal hinsehen, bis ich das wirklich kapiert habe.

Geschockt reiche ich dem Gast das Schreiben zurück. Meine Aufgabe besteht also darin, dem Gast Genugtuung anzubieten. Eine körperliche Strafe. Nimmt er sie an, dann wird sie unverzüglich vollzogen. Allerdings gibt es auch den Hinweis, dass der Gast jederzeit die Geschäftsleitung einschalten kann, wenn er den Eindruck hat, dass sich das Complaint Girl schonen möchte und absichtlich eine zu niedrige Strafe anbietet. In diesem Fall kann die Geschäftsleitung die Strafe anpassen. Wenn der Gast mit der Bestrafung zufrieden ist, trägt er das in mein Arbeitsbuch ein und bestätigt es mit seiner Unterschrift.

Laut Brief hat das Complaint Girl die Wahl zwischen den folgenden drei Strafen:

1. Zwei Hiebe mit der Peitsche auf die Brüste

2. Vier Hiebe mit einer Gerte auf die Handflächen

3. Fünf Hiebe mit dem Rohrstock auf den nackten Arsch

Ich schlucke. Was soll ich machen? Was soll ich anbieten?

»Nun, dein Angebot?«

Meine Gedanken rasen. Die Brüste schließe ich von vornherein aus. Erstens mag ich es nicht, wenn man meine Titten quält, und zweitens könnte schnell der Eindruck entstehen, ich wollte mich schonen. Weil es nur zwei Schläge sind. Bleibt also der Arsch und die Handflächen. Angenehm ist keines von beiden. Nachdem ich jetzt langsam erkenne, worum es bei meiner Arbeit geht, beginne ich zu ahnen, dass in den anderen Kuverts noch schlimmere Bestrafungen zu finden sein werden. Ich denke, man will mich nicht bereits zu Beginn des Abends verschleißen.

Lieber nicht den Arsch. Nein, lieber nicht. Bleibt also Möglichkeit zwei … »Herr … Ich biete Ihnen an, dieses Versäumnis unseres Hauses mit vier Hieben mit der Gerte auf meine Handflächen aus der Welt zu schaffen.«

Er überlegt … Dann stimmt er zu und bittet um mein Arbeitsbuch. In säuberlicher Schrift trägt er die Art der Bestrafung ein. Er steht auf und nickt Herrn B. zu, der einige Schritte hinter uns die Verhandlungen verfolgt hat. »Wir haben uns geeinigt.«

Herr B. wendet sich an mich. »Gut … Nach einer Einigung kommst du mit dem Gast ans Management Desk und legst mir das Arbeitsbuch vor. Dort händige ich dem Gast auch das Werkzeug aus. Das wirst du künftig alles selbstständig machen. Die Bestrafung erfolgt nackt. Du wirst deine Kleider vollständig ablegen und bei mir hinterlegen. Solltest du für deine Aufgabe festgebunden werden müssen, dann wird das ebenfalls von dort aus organisiert. Du und dein Gast werden ein Zeichen erhalten, wenn alles bereit ist. Dann wird unser DJ einen speziellen Song auflegen: Conquest of Paradise. Bei dieser Musik wirst du dich mit dem Gast auf die Bestrafungsfläche begeben. Ich erwarte von dir, dass du die Strafe mit Würde erträgst. Also kein lautes Winseln oder Flennen. Dein Herr hat dich als äußerst schmerzgeile Sklavin beschrieben. Also erweise dich dieses Lobes auch würdig. Ansonsten müsste ich ihm eine schlechte Beurteilung über dich ausstellen.«

Na klasse! Äußerst schmerzgeil … Wie kommt mein Herr nur dazu? Ich bin keine Extrem-Masochistin. Ich ertrage Schmerzen, wenn es sein muss. Für ihn, für meinen Herrn. Wenn ER es für notwendig erachtet. Aber jetzt? Das verspricht ja ein heiterer Abend zu werden. Und wenn ich die zu erwartenden Schmerzen nicht klaglos ertrage, dann verpetzt er mich auch noch bei meinem Herrn. Was dann unweigerlich eine Fortsetzung der Strafe bedeutet.

Ich schnaufe tief durch. Dann sage ich: »Mein Herr, ich bin bereit …«

Es hat ja keinen Sinn, das Ganze hinauszuzögern. Es ist unvermeidbar. Die Strafe ist vereinbart, jetzt muss sie nur noch vollzogen werden. Ich folge den beiden Herren zum Management Desk des Geschäftsführers.

Eine lange Rute wird hervorgeholt. Der Gast lässt sie ein paarmal in der Luft pfeifen, dann nickt er zustimmend. »Worauf wartest du noch? Du hast es doch gehört. Zieh dich aus!«

Ich streife meine wenigen Klamotten ab und reiche sie über den Tresen. Jetzt bin ich nackt bis auf meine High Heels.

Die Musik setzt ein. Laut. Donnernd. Ein Scheinwerferspot richtet sich auf mich, während gleichzeitig die übrigen Lichter gedimmt werden. Es wird Zeit. Ich schüttle meine langen Haare. Richte mich kerzengerade auf und drücke meine Brüste nach vorn. Dann schreite ich gemessenen Schrittes zur Strafbühne. Jeder wird mich sehen können. Auf den Fernsehmonitoren flackert mein Bild auf. Mein Gesicht in Großaufnahme. Langsam gleitet das Bild nach unten. Zu den Brüsten. Die Kamera muss genau in der Flucht der Tische montiert sein. Denn jede Einzelheit meines nackten Körpers erscheint jetzt auf den Bildschirmen.

Wir erreichen die Bühne, steigen die drei Stufen hinauf. Oben angekommen stelle ich mich in die Mitte des Gevierts. Man reicht mir ein Mikrofon. Eine letzte Aufgabe vor der Bestrafung ist noch zu tun. Ich habe die Verfehlung des Restaurants zu schildern und zu erläutern, in welcher Form dem Gast Genugtuung bereitet werden wird. Dann habe ich den Gast darum zu bitten, mir die vereinbarten Schläge zu verabreichen.

Ich stelle mich kerzengerade hin. Dann strecke ich meine Hände mit den Handtellern nach oben aus. Groß wie Autoreifen erscheinen meine Hände auf den Monitoren, also müssen sich auch über mir Kameras befinden. Dann wieder der Schwenk in mein Gesicht. Jedes Zucken der Mundwinkel ist zu sehen, jedes Zwinkern. Alles in Großaufnahme.

Dann nimmt der Gast Aufstellung. Seitlich von mir. Fast zärtlich legt er die Rute quer über meine Handflächen. Ich blicke ihn an. Suche Augenkontakt. So wünscht es mein Herr, wenn ich von ihm bestraft werde. Als Aufmunterung, aber auch, um mir seine Entschlossenheit klarzumachen, mich nicht zu schonen.

Jeden Augenblick beginnt es. Ich versuche, mich auf den Schmerz vorzubereiten. Ich versuche es jedes Mal wieder, obwohl ich weiß, dass es vergeblich ist. Es wird mir nichts nutzen.

Die Rute pfeift durch die Luft. Meine Muskeln verkrampfen sich. Doch die Rute zischt vorbei. Ich atme tief aus. Versuche, mich ganz auf die Strafe zu konzentrieren. Blende aus, dass ich hier im Rampenlicht stehe. Dass auch die kleinste meiner Bewegungen gnadenlos aufgezeichnet und auf die Bildschirme übertragen wird. Ich versuche mich zu sammeln. Jetzt hebt er die Rute. Jetzt wird er nicht mehr danebenhauen. Ich weiß das. Es kostet mich Kraft, die Hände nicht zur Faust zu ballen, um mich zu schützen. Doch ich ringe meine diesbezüglichen Gedanken nieder. Ich kenne die Folgen.

Und dann saust die Rute herab und trifft mich mit voller Wucht. Ich krümme mich zusammen. Der Schmerz durchflutet meine Hände wie ein Blitzeinschlag. Saust durch meinen Körper. Ich kneife die Augen zusammen. Oh, scheiße, tut das weh!

Dann spüre ich, wie die Rute über meinen Rücken streicht. Ein Wunder, dass ich diese Berührung überhaupt wahrnehme. Aber ich weiß genau, was das bedeutet. Ich soll mich wieder aufrichten. Mich für den zweiten Streich präsentieren. Alles in mir schreit »NEIN!« Ich will das nicht. Wenn man festgebunden ist, kann man sich nicht wehren. Dann ist man jeglicher Strafe wehrlos ausgeliefert. Das Schlimme ist, dass ich jetzt frei und ungebunden dastehe. Wo ich doch am liebsten davonlaufen möchte. Um das zu tun, was jeder vernünftige Mensch tun würde. Aber da ist diese Verpflichtung. Ich muss Stärke zeigen. Es wird von mir erwartet. Und ich weiß genau, dass jedes Anzeichen von Schwäche berichtet werden wird. Und diese Folgen kann ich mir leicht ausmalen.

Langsam richte ich mich wieder auf. Als ob ich damit das Unvermeidbare hinauszögern könnte. Dann stehe ich wieder aufrecht da. Ich strecke mich. Busen raus, Arsch nach hinten. Ich weiß, was von mir verlangt und auch erwartet wird. Zögernd strecke ich meine Arme aus. Balle noch mal die Faust, entspanne sie, noch mal die Faust und relaxen. Als wollte ich prüfen, ob etwas gebrochen ist. Nein … Meine Knochen sind heil. Das weiß ich. Aber sonst …

Gut. Es ist also so weit. Wieder nimmt er Maß. Streichelt über meine ausgebreiteten Handflächen. Wieder in Großaufnahme. Schneller Schnitt. Mein Gesicht. Sie zoomen ganz nah. Ich kann jedes Haar meiner Wimpern deutlich erkennen. Die weit aufgerissenen Pupillen, die mehr als deutlich den Schrecken aussagen, der mich erwartet. Beinahe bin ich neugierig auf das Kommende. Noch nie konnte ich mich selbst während einer Bestrafung beobachten. In gewisser Weise ist das faszinierend. Es lenkt mich ab und so bekomme ich gar nicht mit, als die Peitsche das zweite Mal auf meine Hände niedersaust. Jetzt kann ich mich nicht mehr halten. Contenance? Haltung? Scheiß drauf … Es tut so richtig weh. Und diesen Schmerz muss ich irgendwie rauslassen. Ich stoße einen lauten Schrei aus, während ich mich wieder zusammenkrümme und meine misshandelten Hände zwischen den Schenkeln einklemme. Als ob das was helfen würde. Die gefolterte Haut brennt wie Feuer. Ich schnappe nach Luft.

Die Schläge wurden mit unglaublicher Kraft und Präzision durchgeführt. Es waren erst zwei. Aber was für welche. Wieder gleitet die Rute über meinen Rücken. Nur nicht nachlassen, soll das bedeuten. Er treibt mich zur Eile. Mein nackter Körper ist schweißnass. Die Haare kleben mir im Gesicht. Die Schmerzen dringen aus allen Poren. Wieder richte ich mich auf. Verzweifelt stelle ich mich in Position. Ich will weglaufen. Nur weg. Worauf hab ich mich nur eingelassen?

Ich werde auch zu Hause bestraft. Aber diese Wucht ist mir unbekannt. Ich bin da gleich zu Beginn an einen ziemlichen Brutalo geraten. Irgendwie tut mir die junge Frau leid, die da neben ihm am Tisch saß. Wenn die regelmäßig auf diese Weise von ihm gequält wird, na dann bravo. Aber ich sollte mich lieber um meinen eigenen Kram kümmern. Und der lautet: Es gibt noch zwei. Mein Folterknecht ist nicht zufrieden mit mir. Er lässt die Rute sachte auf meine Brüste klatschen. Soll vermutlich heißen, dass ich mich wieder kerzengerade mit Titten und Arsch rausgestreckt präsentieren soll. Dann die Arme. Ich kann die Streiche der Rute deutlich auf meinen Handflächen erkennen.

Auf ein Neues … Wieder prasselt der Schlag wie giftiger Hagel auf meine Hand. Wieder stehe ich zusammengekrümmt da und versuche meine tobenden Schmerzen unter Kontrolle zu bringen. Es schüttelt mich und trotz der Hitze, die mein Körper ausstrahlt, habe ich eine Gänsehaut. Der letzte Schlag lässt mich schwanken, doch dann ist es vorbei.

Der Gast packt mich am Arm und flüstert mir leise zu: »Du hast dich gut gehalten … Wir müssen noch zusammen zum Management Desk gehen, um den Vorgang abzuschließen.«

Soso … Ein Vorgang war das also. Also, ich hätte das ein wenig anders gesehen als einen blanken Geschäftsvorgang. Aber vermutlich wird das hier im »Dark House« genauso gesehen. Es ist ein Geschäft. Die Unzufriedenheit wird beseitigt durch Schmerzen. Soll und Haben wird wieder ausgeglichen. Fein.

Als wir den Tresen erreichen, wartet Herr B. schon auf uns.

Kurz darauf sitze ich wieder angezogen auf dem Barhocker auf meinem Podium und warte auf die nächste Beschwerde. Obwohl sich nichts tut, habe ich einen deutlich erhöhten Puls. Wer ist der Nächste? Der Nächste, der mich zu seinem Tisch zitiert und sich auf meine Kosten beschweren möchte. Ich lasse den Blick über die Tische schweifen. Lauter fröhliche Menschen. Sie essen. Sie trinken. Die meisten sind völlig mit sich selbst beschäftigt. Ein paar starren mich an. Nicht immer direkt, sondern vor allem über die großen Bildschirme, die überall im Raum verteilt sind. Es ist ungemütlich zu wissen, dass jede noch so kleine Regung, jedes Zucken, jedes Blinzeln überdimensional auf die überall verteilten Bildschirme übertragen wird.

Plötzlich schrecke ich hoch. Ein leises Summen. Ich weiß genau, was das bedeutet. Die nächste Beschwerde. Auf der Leuchtschrift wird die Tischnummer angezeigt. Tisch 48. Ich atme tief durch. Mit zittrigen Händen greife ich nach dem Briefumschlag mit der Nummer 2. Dann erhebe ich mich. Jetzt sind alle Blicke auf mich gerichtet. Alle wissen, dass es in Kürze wieder was zu schauen gibt. Mit mir in der Hauptrolle. Schöner Bockmist. Auf so einen Ruhm könnte ich gern verzichten. Ich bahne mir den Weg durch die Tischreihen und erreiche Tisch 48. Es sind drei junge Frauen. Sehr jung, höchstens zwanzig. Höflich stelle ich mich als das Complaint Girl vor, das sich um ihre Beschwerde kümmern wird.

Während mich zwei der drei nur blöde angrinsen, ergreift die dritte das Wort: »Soso, du bist also Susanna. Gut, hör zu. Denn das, was ihr uns heute serviert habt, war eine echte Unverschämtheit.«

Die beiden anderen können sich ein Lachen kaum verkneifen …

»Inwiefern? Was war genau das Problem?«

»Nun … Ganz einfach. Die Suppe war eiskalt, als wir sie bekommen haben.«

Was soll ich darauf sagen? Tatsächlich stehen vor den dreien Suppenteller. Die Suppe haben sie kaum angerührt. Doch ich kann mir fast nicht vorstellen, dass die Suppe wirklich eiskalt war, als sie serviert wurde. Ich habe eher den Verdacht, die drei wollen sich einen Spaß daraus machen, mich bestrafen zu dürfen.

Wie reagiere ich? Jetzt bin ich allein. Ich muss die Situation selbst regeln. Herr B. sitzt hinter seinem Management Desk und beobachtet mich, allerdings wird er nicht eingreifen. Das weiß ich. Ich überlege mir meine Möglichkeiten. Ich darf eine Beschwerde auch komplett zurückweisen, wenn ich das Gefühl habe, sie sei unberechtigt. Allerdings kann dann immer noch aus Kulanz anders entschieden werden. Womit ich dann trotzdem wieder dran wäre. Ich beschließe, die Suppe zu überprüfen. ich greife mir den nächsten Teller, hebe ihn hoch und probiere. In der Tat. Die Suppe ist jetzt nicht mehr heiß. Aber sie ist lauwarm und war vermutlich heiß, als die Teller auf den Tisch gestellt wurden.

Betont langsam stelle ich den Teller zurück. Irgendwie habe ich die drei überrascht. »Diese Suppe ist nicht eiskalt.«

Schweigen … Sogar die Wortführerin von vorhin ist still. Als würde sie überlegen, was sie jetzt tun soll.

Dann kommt die Antwort: »Das ist ja noch mal eine Unverschämtheit. Du bezichtigst uns der Lüge?«

Scheiße. Jetzt hocke ich wirklich in der braunen Brühe. Vorhin war es nur eine kalte Suppe. Jetzt ist es unter Umständen eine Beleidigung des Gastes. Das kann man natürlich schon so sehen. Vor allem, wie wird es Herr B. sehen, wenn er herangeholt wird, um zu entscheiden? Es hilft nichts. Besser, ich mache einen Rückzieher. Wortreich entschuldige ich mich bei diesem Miststück, das daraufhin ein breites Siegerlächeln aufsetzt. Dann reiche ich ihr den Umschlag. Ich werde nicht um ein weiteres Tänzchen herumkommen.

»Das ist ja lachhaft …«

Was ist lachhaft? Ich verstehe nicht. Sie reicht mir das Schreiben zurück. Ich muss den Gästen jetzt ein Angebot machen. Ich schaue mir das Schreiben an. Ich kann wählen unter folgenden Optionen:

1. Vier Peitschenhiebe auf den Rücken

2. Acht Peitschenhiebe auf den Rücken

3. Zwölf Peitschenhiebe auf den Rücken

Ich denke nicht lange nach und entscheide mich für die goldene Mitte. Nach dem Gesprächsverlauf brauche ich mit der ersten Option gar nicht anfangen. Aber zwölf Schläge wegen nix sind definitiv zu viel.

Doch die Reaktion fällt heftig aus: »Ich glaube, du spinnst. Das ist ja gar nichts. So billig kommst du uns nicht davon. Wir wollen Option drei. Zwölf Schläge. Und, ach ja. Wir sind drei Geschädigte. Also verpasst dir jede von uns zwölf Schläge.«

Ich schnappe nach Luft. Ich glaub, die hat einen Knall. Aber das darf ich natürlich nicht sagen. Jetzt wird es immer offensichtlicher, dass sie mich über den Tisch ziehen wollen. Brüsk lehne ich ab. Es hat keinen Sinn, hier zu verhandeln. Entweder wir einigen uns auf mein Angebot oder Herr B. wird das entscheiden müssen.

Nachdem ihm von den Gästen und mir die Sachlage geschildert wurde, lässt er überraschenderweise die drei jungen Damen abblitzen. Er macht ihnen ziemlich deutlich klar, dass er meiner Meinung sei, dass hier keine ernsthafte Beschwerde vorliege. Aus Kulanz macht er ein Angebot, indem er die zweite Option um einen weiteren Hieb erhöht. Mit der Begründung, dass mich dann jede der drei mit drei Schlägen bestrafen könne.

Offenbar erkennen die Möchtegern-Dominas, dass sie bei Herrn B. mit ihrem Ansinnen nicht durchkommen werden, und akzeptieren nach kurzer Diskussion die Kulanzlösung. Dann geht es zum Management Desk, wo ich meine Kleidung ablegen muss und meine drei Folterknechte eine Peitsche ausgehändigt bekommen.

Wieder ertönt »Conquest of Paradise«. Der Spot geht an. Der Scheinwerferkegel fängt mich ein, als ich langsam zurück auf die Bühne schreite, wo bereits alles vorbereitet wird. Ein massives Holzgestell mit zwei senkrechten Balken wird hereingeschoben und am Boden verankert. Dazu sind spezielle Ösen auf der Bühne eingelassen. Das hält. Da kann ich toben wie eine Irre, da verrutscht nichts. Die Lautstärke der Musik schwillt an, während ich zur Bestrafung vorbereitet werde. Ich erhalte Fesseln um die Handgelenke, die dann mit Karabinern an den Balken befestigt werden.

Und wieder kann ich jede Einzelheit sehen. Die Monitore, die im ganzen Lokal aufgebaut sind, zeigen mich in Großaufnahme. Jede kleine Einzelheit. Mein Gesicht. Wie ich in Erwartung der Strafe mit den Augen blinzle. Wie werden es die drei Hexen machen? Meine Muskeln spielen. Ein Zoom auf meine Brust. Wie sie sich vor Erregung oder Aufregung heftig hebt und senkt. Dann ein kurzer Schwenk auf die gesamte Bühne. Die drei diskutieren, wer anfangen darf. Jetzt sind sie sich einig. Die Rothaarige tritt vor. Sie hält die Peitsche irgendwie komisch in der Hand. Ich wette, die hat so etwas noch nie gemacht. Hat nur aus Jux und Dollerei mitgemacht. Sie streicht mir jetzt über den Rücken. Dann fühle ich ihre Hände. Vorsichtig legt sie mir die Haare über die Schultern. Sie will freie Zielfläche haben. Doch ich spüre es. Ihre Hände zittern. Obwohl ich diejenige bin, die die Schläge kassieren wird, bin ich viel entspannter und gelassener als meine Peinigerin. Ich straffe meinen Körper. Jetzt wird es gleich losgehen.

Und da schlägt sie auch schon zu. Doch es ist harmlos. Sie hat lange nicht so kräftig zugeschlagen, wie ich es erwartet habe. Sie traut sich nicht. Doch ich will ihr das nicht zeigen. Nicht dass sie es sich beim nächsten Schlag anders überlegt und härter zuschlägt. Ich bin froh, dass es scheinbar so glimpflich abgeht. Und daher liefere ich ihr eine Show. Werfe mich in den Fesseln hin und her, so als ob ich es vor Schmerz kaum aushalten könnte. Habe ich sie damit eingeschüchtert? Denn der zweite und auch der dritte Schlag sind fast noch harmloser. Das war gar nichts. Da bin ich von meinem Herrn ganz andere Dinge gewohnt. Doch mir soll es recht sein. Auch die zweite ist offenbar recht eingeschüchtert und so überstehe ich auch diese Strafe ohne Probleme.

Dann die dritte. Die Wortführerin. Sie tritt nah zu mir heran … Ich spüre ihren heißen Atem: »Die beiden anderen Puten hast du vielleicht täuschen können. Aber mach dir nichts vor. Mich trickst du nicht aus. Von mir bekommst du die volle Härte zu spüren.«

Das wäre ja auch zu schön gewesen. So was hab ich schon fast befürchtet. Die hat die anderen beiden vermutlich zu diesem Restaurantbesuch überredet. Und auch zu dieser Beschwerde. Nachdem mich die zwei geschont haben, will sie sich jetzt entsprechend erkenntlich zeigen. Sie streichelt mir mit der Peitsche über den Rücken. Es sind nur drei Schläge. Aber was heißt da »nur«. Mit Kraft und Geschick ausgeführt, kann man auch mit nur drei Schlägen einen Wirbel an Schmerzen erzeugen. Ich weiß das aus eigener Erfahrung.

Wieder streicht mir die Peitsche das Rückgrat hinunter. Bis zu meinem Arsch. Ein eiskalter Schauer überläuft mich. Dieses Miststück weiß genau, was sie tut. Ich bereite mich auf das Schlimmste vor. Und plötzlich, wie aus heiterem Himmel, schlägt es bei mir ein. Diesmal ist mein Tanz der Schmerzen echt. Jetzt täusche ich nichts vor. Ohne auf den Monitor vor mir zu schauen, weiß ich, dass dieser Hieb eine deutliche Spur hinterlassen hat.

Ich schnappe nach Luft. Langsam komme ich wieder zu mir.

»Na … Gefällt dir das? Aber warte … Gleich gibt’s Nachschlag.«