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Tiffany Durch einen Wasserrohrbruch in meiner Wohnung muss ich notgedrungen wieder bei meinen Eltern einziehen. Dad verlangt, dass ich einen Job finde, denn die Firma, in der ich gearbeitet habe, ist pleite gegangen. Er gibt mir dafür eine Woche Zeit. Während meiner Suche treffe ich einen jüngeren Mann, der mich sofort fasziniert. Und das Beste: Er hat einen Job für mich. Ausgerechnet in einem Swingerclub. Und genau da werde ich von meiner Vergangenheit eingeholt und spüre, dass auch Tyler ein dunkles Geheimnis hat. Tyler Ich bin erfolgreicher Besitzer des besten Swingerclubs in ganz Miami. Mein Club ist anders und etwas ganz Besonderes. Wir legen viel Wert auf Seriosität und Körperpflege. Eigentlich müsste ich glücklich sein, aber ich sehne mich nach einer Frau an meiner Seite. Tiffany hat mich sofort fasziniert. Ihre taffe Art und ihr Durchsetzungsvermögen haben mich in ihren Bann gezogen. Doch meine Vergangenheit steht mir im Weg und ich weiß nicht, ob ich fähig bin, eine Beziehung zu führen.
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Veröffentlichungsjahr: 2023
REDRUM
Black Diamonds 1
3. Auflage
(Deutsche Erstausgabe)
Copyright © 2022 dieser Ausgabe bei
REDRUM BOOKS, Berlin
Verleger: Michael Merhi
Lektorat: Stefanie Maucher
Korrektorat:
Stefanie Brandt / Nicole Schumann
Umschlaggestaltung und Konzeption:
MIMO GRAPHICS unter Verwendung einer
Illustration von Shutterstock
ISBN: 978-3-75791-931-3
E-Mail: [email protected]
www.redrum.de
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REDRUM BOOKS - Nichts für Pussys!
Amalia Mortem
Black Diamonds 1
Du wirst meine Rettung sein
Zum Buch:
Tiffany
Durch einen Wasserrohrbruch in meiner Wohnung muss ich notgedrungen wieder bei meinen Eltern einziehen. Dad verlangt, dass ich einen Job finde, denn die Firma, in der ich gearbeitet habe, ist pleite gegangen. Er gibt mir dafür eine Woche Zeit.
Während meiner Suche treffe ich einen jüngeren Mann, der mich sofort fasziniert. Und das Beste: Er hat einen Job für mich. Ausgerechnet in einem Swingerclub. Und genau da werde ich von meiner Vergangenheit eingeholt und spüre, dass auch Tyler ein dunkles Geheimnis hat.
Tyler
Ich bin erfolgreicher Besitzer des besten Swingerclubs in ganz Miami. Mein Club ist anders und etwas ganz Besonderes. Wir legen viel Wert auf Seriosität und Körperpflege. Eigentlich müsste ich glücklich sein, aber ich sehne mich nach einer Frau an meiner Seite. Tiffany hat mich sofort fasziniert. Ihre taffe Art und ihr Durchsetzungsvermögen haben mich in ihren Bann gezogen.
Doch meine Vergangenheit steht mir im Weg und ich weiß nicht, ob ich fähig bin, eine Beziehung zu führen.
Zur Autorin:
Amalia Mortem ist eine deutsche Autorin, die mit ihrem Mann und den beiden gemeinsamen Kindern in einem Dorf in Sachsen wohnt.
Die Leidenschaft zum Schreiben entdeckte sie bereits in der Schule und schrieb bei den Aufsätzen die meisten Wörter. Schon da war das Feuer in ihr entfacht und sie schrieb im privaten Bereich an einer Geschichte, die sie später aus den Augen verlor.
Erst vor einigen Jahren entfachte das Feuer in ihr erneut und sie brachte im Selfpublishing einige Romane heraus, fand aber dann einen Platz beim Redrum Verlag.
Amalia Mortem fühlt sich in den Genres Dark Romance, Horror und Psychothriller am wohlsten, weshalb ihre Bücher eine direkte Wortwahl und explizite und harte Szenen enthalten.
Inhalt
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Nachwort
Thematisches Nachwort des Verlags
VERLAGSPROGRAMM
Amalia Mortem
Black Diamonds 1
Du wirst meine Rettung sein
Dark Romance
Tiffany
Es ist ein trüber Montagmorgen im Sommer, der sich beinahe herbstlich anfühlt. Ich bin eben erst wach geworden und drehe mich noch einmal im Bett um, das in meinem ehemaligen Kinderzimmer steht.
Mit meinen einundzwanzig Jahren musste ich kürzlich wieder bei meinen Eltern einziehen. Gezwungenermaßen. In meiner Wohnung gibt es einen Wasserschaden und der Vermieter denkt offenbar, er kann sich mit der Reparatur Zeit lassen. Er rechnet mit vier langen Wochen, während denen ich bei meinen Eltern wohnen muss. Aber nicht sie sind das Problem, sondern vielmehr mein achtzehnjähriger Bruder, der just in diesem Augenblick in mein Zimmer gestürmt kommt.
»Hey, Sis. Aufstehen!«, brüllt er, als er mir die Decke wegzieht.
»Boah, Junge, verpiss dich!«, motze ich ihn an.
Aber er denkt gar nicht daran, zu gehen. Typisch Jacob. Er hat mich schon immer genervt. Ich weiß, warum ich ausgezogen bin. Er war einer der Gründe. Aber jetzt müssen wir wohl oder übel wieder miteinander klarkommen, zumindest eine absehbare Zeit lang.
»Kannst du mich nicht mal einen verdammten Tag in Ruhe lassen?«, zische ich.
Er verdreht nur die Augen und sagt: »Zicke.«
Von unten höre ich Mom rufen, dass wir uns gefälligst vertragen sollen und dass das Frühstück fertig ist.
Mein Bruder ist, wenn es ums Essen geht, wie immer der Erste unten.
Ich quäle mich aus dem Bett.
»Tiff, komm«, höre ich Mom erneut rufen.
»Ja, ja.«
Ich gehe ins Bad, um mich schnell frisch zu machen, und dann zurück in mein Zimmer, wo ich mich anziehe.
»Du musst dir dringend einen Job suchen, Tiff«, sagt Dad, der über den Rand seiner Zeitung blickt, als ich mich an den Tisch setze.
»Hm.«
Mom schaut mich prüfend an, während ich einen großen Schluck Kaffee nehme. Ihrer schmeckt am besten, da kann kein Café mithalten. Er hat recht, ich habe einen Job dringend nötig. Momentan lebe ich von meinem Ersparten und das schmilzt so langsam dahin.
Dad legt seine Zeitung beiseite, was er gewöhnlich nur dann tut, wenn er sauer ist. Im Normalfall lässt er sich beim Zeitunglesen durch nichts und niemanden stören. Er sieht mich ernst an und sagt mit väterlicher Strenge: »Tiffany Avens!«
Ein kalter Schauer läuft mir den Rücken hinunter. Er muss verdammt sauer sein, wenn er meinen vollen Namen benutzt.
»Also, Tiffany«, spricht er weiter. »Such dir gefälligst einen Job! Du hast den Rest der Woche Zeit, um einen zu finden. Ansonsten …«
Mir stockt der Atem und ich schaue ihn erschrocken an. »Ansonsten?«
Er rückt seine Brille zurecht, antwortet aber nicht gleich. Stattdessen nimmt er seine Zeitung und liest wortlos weiter. Auch Mom sagt keinen Ton. Sie schaut mich nur mitleidig an und nickt gequält. Ich muss mich wirklich schleunigst darum kümmern. Denn wovon will ich leben, wenn meine Reserven aufgebraucht sind? Für den kommenden Monat reichen sie ganz bestimmt nicht mehr.
Gerade als ich essen will, werde ich von Jacob unterbrochen. »Nimm dir ein Beispiel an mir.« Er zwinkert mir herausfordernd zu.
Geht das Theater wieder los!
Genervt verziehe ich das Gesicht und lasse es jeden am Tisch sehen. Schließlich will ich mich nicht mit Jacob vergleichen. Er ist ein ganz anderer Typ als ich. Von Anfang an war er mein kleiner Nerdi, wie ich ihn liebevoll nenne. In der Schule hat er nur Einsen geschrieben und selbst sein Abitur mit 1,0 bestanden. Ich hingegen habe damit zu kämpfen gehabt, überhaupt den Collegeabschluss zu schaffen. Nur mit Ach und Krach bestand ich. Aus diesem Grund ist es für mich weitaus schwieriger, einen Job zu finden. Es kann ja nicht jeder so erfolgreich sein wie Dad oder mein Bruder. Dad ist hier in Miami ein erfolgreicher Anwalt, angelt sich einen Auftrag nach dem anderen, und Mom muss wegen seines guten Verdiensts nicht arbeiten gehen. Jacob studiert Architektur an der Florida International University. Er kann die Kohle, die er nach seinem Studium scheffeln wird, quasi schon riechen. Meine Eltern sind verdammt stolz auf ihn. Und für ihn ist es natürlich praktisch, dass sich unsere Penthousewohnung in unmittelbarer Nähe zur Universität befindet und er zu Hause wohnen bleiben kann.
»Ich muss los«, sagt er, springt auf, schnappt sich seine Sachen und ist schon verschwunden, bevor wir überhaupt etwas sagen können.
»Siehst du«, fängt Dad wieder an, »so geht das. Es ist ganz einfach.«
Davon will ich nichts mehr hören, nehme mir das geschmierte Brötchen und gehe in mein Zimmer. Hinter mir höre ich meine Eltern noch etwas nuscheln, doch ich verstehe keinen Ton.
Ich werfe mich aufs Bett, zücke das Handy und chatte mit meinen Freundinnen. Keine von ihnen hat Zeit, da sie alle am Arbeiten sind. Frustriert lasse ich den Kopf ins Kissen sinken. Mein letzter Job ist noch gar nicht so lange her, allerdings ging die Firma pleite und alle Mitarbeiter wurden entlassen. Ohne eine Perspektive für die Zukunft zu haben. Das Einzige, was ich bekam, ist ein super Empfehlungszeugnis. Ich entscheide mich, der Bitte – oder besser gesagt der Drohung – meines Dads nachzugehen und mir einen Job zu suchen. Immerhin leben wir in Miami, da wird es wohl was Passendes für mich geben. Ich stelle mich vor den Spiegel, zupfe mein Top zurecht und befinde, dass meine Titten darin fantastisch zur Geltung kommen, ebenso wie meine Beine in den Hotpants. Ich bin zwar meilenweit davon entfernt, schlank zu sein und habe keine Modelmaße, aber das stört hier absolut niemanden. Ein Grund, warum ich Miami so liebe. Keiner interessiert sich dafür, wie man herumläuft. Ich könnte komplett unbekleidet durch die Straßen laufen, es würde niemand etwas Abwertendes sagen.
Wobei, nackt herumlaufen ist nicht so meins. Meine Kurven zeige ich zwar gern, aber ich mag es nicht, wenn sich die Männer nach mir umdrehen und mich anstarren, als käme ich von einem anderen Planeten. Eine Zeit lang betrachte ich mich im Spiegel, bin fast den Tränen nahe, während ich über alles nachdenke. Meine Freundinnen haben nur noch selten Zeit, weil sie entweder verheiratet sind, Kinder haben oder zumindest einen Freund. Ich hingegen bin immer noch Jungfrau. Ich schäme mich nicht dafür, aber erzähle es auch nicht stolz herum. Immerhin geht das nur mich etwas an.
Mein Blick fällt auf das Kissen, unter dem ich meinen besten Freund, den Satisfyer, verstaut habe. Ein Traum und Gold wert. Ich brauche keinen Mann, denn ich habe mein Toy. Aber auf der anderen Seite würde ich gern wissen, wie sich ein Schwanz in mir anfühlt und wie toll die Sachen wohl sind, die man so in Filmen sieht. Ab und zu schaue ich mir Pornos an, und manchmal bekomme ich dabei fast einen Heulkrampf, weil die Frauen all das haben und ich nicht.
Ich bin eine bildhübsche junge Frau! Der Richtige kommt schon noch!
Mit dieser Gewissheit legt sich wieder dieses tolle Lächeln auf meine Lippen, das schon viele Männerherzen zum Schmelzen brachte. Nur leider war bisher kein Kandidat dabei, dem ich gern nähergekommen wäre. Vielleicht muss dieser Mann erst noch gebacken werden, wer weiß.
Aber eins ist sicher: Ich muss mir einen Job suchen, und zwar schnell!
Rasch schlüpfe ich in meine weißen Sneakers und verlasse mit dem Aufzug die Penthousewohnung. Ich bewundere meine Eltern immer wieder dafür, dass sie in so einer tollen Gegend wohnen. Wenig Verkehr, nette Leute und extrem wenig Kriminalität. Da, wo ich lebe, herrschen ganz andere Zustände. Wenn ich so recht überlege, kann sich der Vermieter gern noch ein bisschen länger Zeit lassen. Doch ich weiß auch, was Dad gesagt hat: »Such dir einen Job, sonst …«, und das ›sonst‹ will ich mir ganz sicher nicht näher ausmalen.
Ich laufe die Straßen entlang und schaue in viele Läden, aber die meisten suchen niemanden. Einzig und allein ein junger Mann, der mich zufällig anspricht, als ich auf einer Bank sitze, weiß Rat.
»Du suchst einen Job?«
Verwundert schaue ich ihn an. »Ja, aber woher weißt du das?«
»Ich war in dem Geschäft, in dem du zuletzt gefragt hast.«
»Achso«, sage ich, und zumindest für mich ist das Gespräch damit beendet.
Er sieht das offenbar anders. »Ich kann dir helfen.«
Das Ganze kommt mir ziemlich aufdringlich vor und ich denke mir: Wenn jeder Mann so ist, bleibe ich gern allein.
»Wie willst du mir denn helfen?« Den genervten Unterton in meiner Stimme kann ich nur schwer verbergen.
Er legt seinen Kopf leicht schief und sagt: »Ich kenn da einen Club, der …«
Weiter kommt er gar nicht, weil ich von der Bank aufspringe und mich von ihm entferne. Clubs sind garantiert nichts für mich.
»Warte doch erst mal«, ruft er. »Es ist kein gewöhnlicher Club. Sie suchen eine Putzfrau.«
Ich schüttle nur mit dem Kopf und schaue ihn leicht verärgert an. »Sehe ich so aus, als ob ich Putzfrau spiele?«
»Ich denke, du suchst einen Job?«
Inzwischen läuft er hinter mir her. Verdammt aufdringlich, ergänze ich meinen Gedanken von vorhin. Er hält mich an der Schulter fest und gibt mir eine Visitenkarte. Ohne sie überhaupt zu betrachten, stecke ich sie in die Hosentasche und setze meinen Weg fort. Mein Ziel ist es, heute noch einen Job zu finden. Egal wie, egal wo. Aber definitiv nicht in irgendeinem x-beliebigen Club als Putzfrau.
Von einer Sekretärin zur Putzfrau. Bestimmt nicht!
Ich habe meinen alten Job geliebt und möchte so einen in der Art wiederfinden. Aber ich weiß auch, dass es sehr schwer werden könnte. Und bei Dad will ich lieber nicht nachfragen. Außerdem hat er bereits eine Sekretärin. Er würde mir zwar einen Job in seiner Firma geben, aber allein die Vorstellung, dass ich unter seiner Aufsicht arbeiten müsste, jagt mir einen eiskalten Schauer den Rücken herunter. Dann doch lieber putzen gehen!
»Guten Tag«, sage ich, als ich ein edles Hotel betrete. »Ich suche einen Job.«
Die Frau an der Empfangstheke mustert mich kritisch von oben bis unten und zieht dann eine Augenbraue hoch. »Entschuldigung, aber wir suchen niemanden.«
»Okay, da kann man wohl nichts machen.«
Als ich gehen will und mich nochmals umdrehe, da ich das Hotel so schön finde, kommt eine junge, blonde und schlanke Frau an die Theke. Eigentlich will ich nicht lauschen, aber eins verstehe ich: Sie ist ebenfalls auf Jobsuche und wird gleich nach hinten zum Chef geleitet. Mir bleibt der Mund offen stehen und ich kann es nicht fassen. Kaum kommt so eine blonde, schlanke Tussi daher, haben sie plötzlich doch einen Job zu vergeben? Wortlos und mit einem bitteren Kloß im Hals verlasse ich das Hotel. Draußen angekommen, beginne ich lautstark zu fluchen. Die Menschen schauen mich kopfschüttelnd an, aber das ist mir scheißegal. Die Frau an der Theke hat mich eiskalt verarscht! Warum? Liegt es daran, dass ich nicht schlank bin? Passe ich nicht in deren heile Schickimicki-Welt? Mein ehemaliger Chef hatte jedenfalls kein Problem mit meinem Aussehen. Klar, ich sehe nicht aus wie eine typische Standardfrau, aber selbst meine Eltern akzeptieren mich so. Ich habe kurze lilafarbene Haare, ein paar Piercings und einige Tattoos. Auch meine Figur entspricht nicht gerade dem gängigen Schönheitsideal, weil ich zu gern esse und hin und wieder ein Bier trinke. Am liebsten würde ich dieser Empfangstussi den Kopf abreißen und dem blonden Knochen gleich mit! Bei einem Job kommt es verdammt noch mal auf die Qualitäten an und nicht auf das Aussehen! Ich bin nun mal anders, lasse mich in keine Schublade stecken und verändere mein Aussehen nicht für einen Job. So was tun nur Leute, die sich selbst verraten.
Ich setze mich auf eine Bank unweit des Hotels und lasse meinen Blick über das Meer schweifen. Es ist so endlos glatt, kaum eine Welle ist zu sehen. Der Anblick besänftigt mich ein wenig. Viele Menschen liegen am Strand und bräunen sich.
Downtown Miami!, denke ich schwärmerisch. Ich liebe diese Stadt! Vor allem dieses Viertel.
Ich schließe die Augen, lasse den Wind durch meine Haare pusten und genieße die Ruhe. Zumindest für eine kurze Zeit, denn eine männliche Stimme holt mich unsanft aus meinen Träumereien. Irgendwie kommt sie mir bekannt vor …
Ich reiße die Augen auf und sehe den Typen, der mir vorhin die Visitenkarte gegeben hat.
»Na, Job gefunden?«, fragt er herausfordernd und setzt sich unaufgefordert neben mich auf die Bank.
Irgendwie finde ich seine fordernde Art doch nicht so übel wie gedacht. Sein Ehrgeiz hat irgendwas. Und er hat ebenfalls Tattoos. Seine beiden Oberarme sind komplett tätowiert und ich schaue sie mir genauer an. Ein golden verzierter Totenkopf ist darunter und ich frage mich, was für eine Bedeutung dieses Tattoo wohl für ihn hat.
Er stupst mich von der Seite an. »Nicht gaffen. Normalerweise würde ich Frauen, wenn sie nicht antworten … Ach, vergiss es, an dem Punkt sind wir noch nicht.«
»Bitte was?« Fassungslos schaue ich ihn an und kapiere gar nichts.
Aber seine offene und direkte Art gefällt mir, obwohl ich mit solchen Männern keinerlei Erfahrungen habe.
»Vergiss es«, sagt er lächelnd und winkt ab.
Es lässt mir keine Ruhe, doch ich frage nicht weiter nach. Nicht, dass er mich hier übers Knie legt und mir wirklich den Arsch versohlt. So, wie es meine Freundin mit ihrem Mann macht. Aber er wird nicht so sein. Dieser Gedanke lässt mich leicht schmunzeln, was ihm nicht verborgen bleibt.
»Habe ich ein Lächeln gesehen? Du kannst also doch lächeln! Ich dachte schon, du kannst das nicht.«
»Du bist echt doof!«, gebe ich zur Antwort und verpasse ihm einen Hieb in die Seite.
»Für was war das?«
Ich gebe keine Antwort.
»Weißt du, du bist verdammt frech. Aber du gefällst mir«, flüstert er mir mit sanfter Stimme zu und streicht eine Strähne aus meinem Gesicht.
Was glaubt er, wer er ist, dass er mich ungefragt anfassen kann? Als ich seine Hand von mir wegstoßen will, packt er meine Handgelenke und unsere Gesichter trennen nur wenige Millimeter. Ich muss schlucken und schaue in seine Augen. Sie strahlen mich extrem an und haben dieselbe Farbe wie das Meer. Türkisblau!
»Was ist? Hat es dir die Sprache verschlagen?« Er fährt sich mit seiner Hand durch seine kurzen blonden Haare.
»Zurück zu deiner eigentlichen Frage: Nein, ich habe keinen Job gefunden!«
Sein Mund verzieht sich zu einem breiten Grinsen und er nickt selbstgefällig. So, als hätte er es bereits geahnt. So schwierig habe ich mir meine Jobsuche nicht vorgestellt.
»Arbeite bei mir im Club.«
Ich fange an zu lachen, schaue ihn an und mustere ihn von oben bis unten. »Du und ein Club? Du bist doch höchstens Angestellter.«
Als er nicht mitlacht, sondern mich nur mit ernster Miene betrachtet, bin ich mir mit meiner Vermutung plötzlich nicht mehr so sicher.
»Ich bin Besitzer des Clubs! Mit nicht mal dreißig Jahren. Stell dir das vor«, sagt er ironisch.
Ich muss schlucken und würde am liebsten im Erdboden versinken.
Den Spruch eben hätte ich mir verkneifen sollen.
Ich weiß nicht, was ich sagen soll und höre ihm weiter zu.
»Ich hatte eine beschissene Zeit auf dem College. War nur der Außenseiter. Und jetzt? Jetzt wollen alle in meinen Club. Doch es ist kein gewöhnlicher Club.«
Mir bleibt die Luft zum Atmen weg und ich überlege, was er damit meint, dass es kein normaler Club sei.
»Wie …«, ist das Einzige, was ich über die Lippen bekomme.
Er grinst, schaut mir tief in die Augen und sagt: »Finde es doch heraus.«
Seine Stimme lässt mir das Blut gefrieren und meine Pussy wird, ohne dass ich es will, extrem feucht. Was hat er nur an sich? Normalerweise bin ich keine Frau, die sich auf einen Mann wie ihn einlässt, ohne ihn zu kennen. Aber irgendwie hat er etwas Düsteres, Geheimnisvolles an sich. Ich würde nur zu gern herausfinden was! Natürlich könnte ich mitgehen, aber ich kenne ihn kaum. Er könnte kriminell sein und mir etwas antun. Und was haben mich meine Eltern immer gelehrt? Gehe niemals mit Fremden mit!
»Danke, aber …«, sage ich und winke ab.
»Ich verstehe schon. Ich bin ein Fremder für dich. Aber ich kann dich beruhigen: Weder habe ich vor, dich zu verschleppen noch will ich dich umbringen.«
Kann er Gedanken lesen?
»Tiffany«, platzt es urplötzlich aus mir heraus. »Das ist mein Name.«
»Tiffany«, wiederholt er. »Ein sehr schöner Name. Weißt du, was ich normalerweise mit widerspenstigen Frauen mache?«
Verzweifelt suche ich nach Halt, denn seine raue und tiefe Stimme, die zudem auch extrem verführerisch klingt, bringt mich vollends aus dem Konzept.
»Vielleicht zeig ich’s dir irgendwann mal. Später.« Er grinst und ich sehe das Leuchten in seinen Augen. »Zurück zum Job. Deinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, brauchst du dringend einen. Sonst würdest du nicht verzweifelt von Laden zu Laden rennen.«
O Gott! Ich muss dringend hier weg! Auf der anderen Seite hat er eine Stelle frei. Ich scheine keinen anderen zu finden, und bevor ich ohne einen Job zurück nach Hause komme …
»Dein Club«, fange ich zögerlich an, obwohl ich mich überhaupt nicht mehr konzentrieren kann. »Was ist das für einer?«
»Tiffany«, haucht er mir mit seiner rauchigen Stimme entgegen, und ich merke, wie sich meine Nackenhaare aufstellen und mein ganzer Körper mit einer Gänsehaut überzogen wird. »Es ist ein Swingerclub. Aber wir haben nur ausgewählte Mitglieder und legen viel Wert auf Diskretion, Seriosität und ein gepflegtes Äußeres.«
Diskret und seriös kann ich sein und ein gepflegtes Äußeres habe ich auch. Zwar steigen Zweifel in mir auf, immerhin kenne ich ihn kaum, aber seine Art ist verdammt reizvoll und macht Lust auf mehr.
»Ich glaube, ich passe nicht in deinen Club«, sage ich zögerlich und stehe auf.
Er zieht mich so unsanft zurück, dass ich direkt auf seinem Schoß lande und mein Po seinen Schwanz berührt. Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor, die wir so dasitzen, dabei sind es nur Sekunden. Ich spüre deutlich, wie unter seine Hose eine Beule entsteht, und muss mir auf die Lippen beißen, um nicht in Panik zu geraten. So etwas spüre ich zum ersten Mal und merke sofort, wie sehr ich es will. Aber mein erstes Mal soll etwas Besonderes werden und ich habe mich nicht umsonst dafür aufgehoben. Fast wie eine Rakete springe ich von seinem Schoß und traue mich nicht, ihn anzusehen. Wie ein kleines Kind, das nicht weiß, ob es gehen oder bleiben soll, stehe ich unschlüssig da und schaue zu Boden. Ich sehe, wie er grinst, aufsteht und mir in den Nacken haucht. Sofort lege ich meinen Kopf nach hinten, in der Hoffnung, er würde mich küssen. Aber er tut es nicht.
Was bilde ich mir eigentlich ein? Dass ich sein Typ Frau bin? Er ist bestimmt vergeben! An so eine dürre Blondine wie vorhin im Hotel. Und wenn er will, hat er an jedem Finger eine.
Er greift nach meiner Hand und haucht einen Kuss auf die Haut, ohne diese zu berühren. »Wir werden uns wiedersehen. Das spüre ich. Meine Türen stehen dir immer offen. Also wenn du den Job willst, er gehört dir. Ich werde warten. Aber nur bis morgen Abend! Entweder du kommst und willst den Job, oder ich muss mir jemand anderen suchen.«
Wie gern würde ich sofort zusagen, aber ich weiß nicht, ob ich mit ihm als Chef zurechtkommen würde. Auf der einen Seite schreit alles in mir nach ihm und seiner Nähe, aber auf der anderen Seite kenne ich ihn nicht.
»Danke … ich … äh …«, stammle ich.
Er steht jetzt direkt vor mir, doch sein Blick haftet an meinen Augen und nicht – wie ich vermutet hätte – an meinen Brüsten, die sich unter meinen aufgeregten Atemzügen heben und senken. Ziemlich höflich für einen Clubbesitzer. Ich habe das Gefühl, die Zeit bleibt stehen und würde diesen Moment zu gern einfrieren. Selbst die Menschen, die an uns vorbeilaufen, interessieren mich nicht, ich nehme sie kaum wahr.
»Komm zu mir und arbeite für mich. Du würdest perfekt in meinen Club passen. Dein Aussehen gefällt mir, du scheinst selbstbewusst zu sein und genau das suche ich. Auch wenn ich dich nicht kenne, vermute ich, du betrachtest die Dinge ein wenig anders als die meisten Frauen. Außerdem hast du bei mir die Möglichkeit, dich hochzuarbeiten. Vielleicht sogar als Partnerchefin. Aber dafür musst du dich erst mal beweisen.«
Ich schließe meine Augen und kann gar nicht glauben, was er eben gesagt hat. Es fühlt sich so verdammt gut an, zu hören, dass einer an mich glaubt. Aber ich weiß nicht, wie er das meint. Hocharbeiten? Und warum sehe ich die Dinge anders?
»Wie meinst du das, ich betrachte Sachen anders?«
»Du bist nicht wie all die anderen Frauen und nur auf Sex aus. Du willst mehr. Sonst wärst du nicht von meinem Schoß aufgesprungen, als hätte dich was gestochen. Sondern hättest dich zu mir gedreht, dein Becken auf und ab bewegt und meinen Schwanz aus dieser verdammt engen Hose befreit …«
»Aber hier sind Menschen und …«
Außerdem habe ich noch nie einen Schwanz in mir gespürt.
Doch er legt seinen Zeigefinger auf seinen Mund und signalisiert mir, stumm zu sein. »Du würdest dich vor mir niederknien und meinen Schwanz in den Mund nehmen. Ihn mit deinen perfekten Lippen umschließen und ihn anschließend in deinen Mund aufnehmen.« Ihm entweicht ein Stöhnen und ich sehe, wie er dabei seine Augen geschlossen hat und es sich mit Sicherheit bildlich vorstellt. Okay, er war doch nicht so höflich wie ich dachte.
»Ich und niederknien? Dass ich nicht lache!« Obwohl ich von Sex und all dem, was dazugehört, keine Ahnung habe, schwinge ich große Töne. Aber er soll nicht merken, dass ich noch Jungfrau bin.
»Wir sehen uns«, flüstert er mir zu. »Ich muss los und tun, was eigentlich deine Aufgabe wäre …«
Als ich mich umdrehe, ist er weg und ich sehe ihn nirgends mehr. Das Einzige, was mir von ihm bleibt, ist die Visitenkarte in meiner Tasche. Ich nehme sie in die Hand und lese: ›Black Diamond House. Exklusiv in Miami Beach. ACHTUNG! Zutritt nur mit unseren Memberkarten.‹
Eine Zeit lang überlege ich, ob ich ihm nicht doch zum Club folgen soll. Er ist ja gleich um die Ecke und keine zehn Minuten Fußweg entfernt. Aber dann schüttle ich entschieden den Kopf, drehe mich um und gehe in die entgegengesetzte Richtung davon.
Putzfrau ist nicht meins.
Ich stoße noch auf ein paar andere Läden und frage nach, ob sie Aushilfen suchen. Aber egal, wo ich hingehe, niemand hat eine Stelle zu besetzen. Oder will mich nicht haben. Ich fluche und kicke eine Coladose weg, die auf dem Gehweg liegt. Es kann doch nicht sein, dass ich keinen Job finde. Wenn ich bis morgen Abend nichts habe, muss ich bei ihm anfangen. Meine Pussy zuckt bei dem Gedanken und ich habe Mühe, mich zu konzentrieren und nicht irgendwo gegen zu laufen. Dieser Mann … Er geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Was hat er nur an sich, das mich so reizt? Sicher bin ich nicht die Einzige, die auf ihn steht. Bei seinem Aussehen und seinem Job ist er garantiert vergeben. Aber warum hat er dann so großes Interesse an mir gezeigt? Seinen Schwanz zu spüren war extrem aufregend. So ein Gefühl hatte ich noch nie. Aber meine Erfahrungen sind sowieso recht überschaubar. Klar gab es mal den ein oder anderen Kuss mit einem Typen, aber mehr lief bisher nicht. Ich bin komplett unerfahren in solchen Dingen und soll jetzt in so einem Club arbeiten? Da passe ich doch gar nicht hin …
Ich lasse die Tür zur Penthousewohnung hinter mir zufallen und sacke auf dem Boden zusammen.
»Mom? Dad?«, rufe ich, aber es kommt keine Reaktion.
Dad ist vermutlich wie immer arbeiten und Mom sicherlich shoppen oder mit irgendwelchen High-Society-Freunden Champagner trinken. Ich passe in diese Welt nicht rein. Schon durch mein Aussehen provoziere ich und kann nicht verstehen, dass dieser Typ an mir Gefallen findet. Doch je mehr ich über ihn nachdenke, desto feuchter werde ich. Ein letztes Mal vergewissere ich mich, auch wirklich allein zu sein, und gehe in mein Zimmer. Ich lasse mich auf das Bett fallen, streife mir Hose, Slip, Top und BH vom Körper und hole meinen besten Freund unter dem Kissen hervor. Nur er schafft es, mich so zum Orgasmus zu bringen, dass ich gern schreien würde. Bei mir zu Hause hatte ich nie Probleme damit, einen ungestörten Moment zu finden. Aber seitdem ich hier bin, habe ich keine Ruhe. Außer jetzt. Ich gleite mit einer Hand zu meinen Titten und streiche sanft über meine Nippel. Ich kann mich richtig gehen lassen und brauche keine Angst haben, dass mich jemand stört. Ich bin allein und werde das ausnutzen. Ich schalte den Satisfyer an und lege ihn auf meine Klit. Sofort fängt er mit leichten Saugbewegungen an und ich stelle die Stufe allmählich höher. Meine andere Hand, mit der ich eben noch meine Nippel massiert habe, krallt sich in das Laken und ich spüre, wie sich mein Körper aufbäumt. Meine Gedanken schweifen zu dem geheimnisvollen Typen.. Auch wenn ich mit Männern keine Erfahrung habe, gelesen habe ich schon einiges.
Ich stelle mir vor, wie er neben mir auf dem Bett sitzt und seine Hand über meinen Körper gleiten lässt. Bei meiner Pussy hält er inne und nimmt meine Klit zwischen Daumen und Zeigefinger und zwirbelt sie. Mir entweicht ein raues Stöhnen und ich spüre, wie er mit seinem Kopf zwischen meinen Schenkeln verschwindet und seine Zunge über meine nasse Spalte gleitet. Er neckt meine Klit, fährt immer wieder mit seiner Zunge drüber und gleitet dann zu meinem Loch. Seine Zunge taucht ein und er saugt mich förmlich aus.
Ich merke gar nicht, dass ich immer lauter stöhne. Das Toy läuft auf höchster Stufe. Eine Welle der puren Erregung flutet mich und ich kralle mich so fest in das Laken, dass meine Finger schmerzen. Ich schreie und winde mich unter dem Toy und ich komme. Mein Körper zuckt noch Minuten später und ich bin vollkommen benommen, muss mich erst wieder sammeln.
Ich kann nicht verstehen, warum ich plötzlich an ihn gedacht habe. Ich kenne ihn überhaupt nicht, weiß nicht mal seinen Namen, aber die Fantasie mit ihm hat mir einen unbeschreiblichen Orgasmus beschert.
Minutenlang liege ich nackt auf dem Bett, bis mir wieder einfällt, welches Ziel ich mir für heute gesetzt habe. Seufzend setze ich meine Jobsuche fort.
Tyler
»Fickt euch doch alle!«, schnauze ich am frühen Montagmorgen den Lieferanten an. Ich weiß, er kann nichts für meine Laune, aber ich spüre soeben das dringende Bedürfnis, sie an jemandem auszulassen. Ich kann froh sein, dass er nur grinst und weiß, wie ich es meine. Wäre er neu, würde er nie wiederkommen und ich hätte den wichtigsten Lieferanten verloren. Er versorgt uns mit dem besten und exklusivsten Alkohol der Stadt. Der kostet nicht gerade wenig, aber er ist es wert. Die Kunden rennen uns die Bar ein, wenn sie hier sind. Die stört es nicht, dass sie zu ihren monatlichen 1.500 Dollar noch knapp zehn Dollar für ein Glas Whiskey zahlen müssen. Er schmeckt ihnen so gut, dass sie gern etwas mehr dafür auf den Tisch legen.
»Hey, Scott«, rufe ich dem Lieferanten zu. »Sorry für meine Laune.«
Er winkt nur grinsend ab und macht mit seiner Hand an seinem Zeigefinger eine Auf- und Abwärtsbewegung, was so viel heißt wie ich solle mir mal einen runterholen. Wo er recht hat … Es ist lange her, dass ich eine Frau hatte. Und so langsam brauche ich echt mal wieder etwas Fickbares. Und dann ist da noch die unbesetzte Assistentenstelle in der Chefetage. Quasi meine Partnerchefin. Für mich ist es unmöglich, diesen Club allein zu stemmen. Am Anfang hatte ich damit kein Problem. Aber jetzt? Es werden immer mehr Kunden, da es sich herumspricht, dass man bei uns seine dunkelsten Fantasien ausleben kann.
Ich hatte keine tolle Kindheit, bin im Heim aufgewachsen, aber jetzt stehe ich hier und bin verdammt erfolgreich. Das Einzige, was mir zu meinem Glück noch fehlt, ist die perfekte Frau. All die, die ich bisher gedatet und gefickt habe, waren mir unterlegen. Ich brauche eine Frau auf Augenhöhe, die mit mir mithalten kann und taff ist. Und die meine dunkelsten Fantasien mit mir auslebt. Ich meine, ich leite immerhin einen Swingerclub, da liegt es auf der Hand, dass ich mit Blümchensex nicht viel anfangen kann. Für viele Frauen bin ich nur der, der Geld hat. Aber hinter meiner wohlhabenden Fassade steckt ein Mann, den bisher noch niemand kennenlernen durfte.
»Bis demnächst«, ruft Scott mir zu und holt mich somit aus meinen Gedanken.
Darüber bin ich verdammt froh, denn ich will nicht schon wieder in der Vergangenheit versinken. Aber sie frisst mich auf und all das, was ich erlebt habe, lässt mich so langsam zerbrechen.
Der Club öffnet meist gegen sechzehn Uhr und schließt um drei Uhr nachts. Es gibt bei uns auch die Möglichkeit, dass die Gäste im angrenzenden Nachbargebäude übernachten können und die ganze Nacht Zugriff auf alle Räume des Clubs haben. Das ist nicht im Preis inbegriffen, eine solche Nacht kostet extra. Dennoch nutzen es viele, da einige von außerhalb kommen.
Mein Club ist eine verdammt gute Einnahmequelle und mein Einkommen beläuft sich pro Monat auf mehrere zehntausend Dollar, weshalb auch meine Mitarbeiter überdurchschnittlich viel verdienen. Hinter den Bars arbeiten außer Emilio, unserem Barchef, nur Frauen. Emilio genießt es, täglich von so vielen Ladys umworben zu werden. Ich muss schmunzeln und habe keinen Grund, mich zu beklagen. Eigentlich … Aber tief in mir drin lauern Gelüste, die ich nur zu gern ausleben will. Doch bisher habe ich keine passende Frau gefunden.
Nur Betthasen bisher … Großer Mund, aber nichts dahinter.
Da wir erst am Nachmittag öffnen und ich momentan nicht viel zu tun habe, verziehe ich mich in mein Büro und lasse mich auf den mit Nieten verzierten Ledersessel fallen. Ich schließe die Augen, reiße sie aber kurze Zeit später wieder auf.
»Fuck«, stoße ich hervor, als mich meine Vergangenheit einholen will.
Sie war nicht toll, überhaupt nicht. Aber ich will nicht weiter darüber nachdenken, greife mir an den Schwanz und reibe ihn in der Jeans. Es dauert nicht lange und er ist hart wie Stahl. Kein Wunder, mein letzter Orgasmus ist Tage her. Es wird mal wieder Zeit …
Den Knopf der Jeans öffnend, ziehe ich den Reißverschluss nach unten und mein Schwanz springt schon fast heraus. Ich befreie ihn aus meiner Calvin-Klein-Shorts und umfasse ihn mit der Hand. Es tut so verdammt gut und bringt mich auf den Boden der Tatsachen zurück und ich kann die Vergangenheit für einen Moment hinter mir lassen.
Mein Schwanz wird immer härter und ich umschließe ihn fester mit der Hand und wichse ihn ordentlich. Ich werde zunehmend schneller, stöhne und kann gerade noch nach einem Taschentuch greifen und es mir vor den Schwanz halten, denn schon spritze ich ab. Befriedigt lehne ich mich im Sessel zurück und lasse die Gedanken schweifen. Gerade als ich entspannen will und mein Körper auf einem angenehmen Erholungslevel angelangt ist, sehe ich ihn wieder vor mir.
Perverses Schwein!
Doch durch ihn habe ich gelernt, was harter Sex ist und worauf ich stehe. Blümchensex habe ich zwar noch nie ausprobiert, aber schon der Gedanke daran lässt mich würgen.
Um auf andere Gedanken zu kommen, entschließe ich mich, ein wenig am Strand entlangzulaufen. Frische Luft hilft mir immer.
Ich verlasse den Club, schließe hinter mir ab und atme einmal tief ein und aus.
Schon besser.
Gemütlich schlendere ich an der Promenade entlang, ohne festes Ziel, ohne zu wissen, wohin mich meine Beine wohl tragen. In der Ferne sticht mir eine junge Frau ins Auge. Lilafarbene Haare und einige Tattoos. Ich habe sie noch nie hier in der Gegend gesehen und irgendwie passt sie auch nicht recht in das Bild des Viertels. Unauffällig beobachte ich sie eine Weile, folge ihr dann heimlich in einen Laden und sehe, wie sie in zahlreiche Shops geht und diese mit einem launischen Gesichtsausdruck wieder verlässt. Sie sucht offenbar einen Job. Mir ist es damals genauso ergangen, bis ich eines Tages den Mut hatte, meine Träume in die Tat umzusetzen und den Club eröffnete. Die beste Entscheidung meines Lebens.
Ich spreche sie an, aber sie scheint nicht sonderlich an einem Gespräch interessiert zu sein. Als sie sich abwendet, eile ich ihr nach und gebe ihr eine Visitenkarte des Clubs. Anschließend starre ich ihr noch eine Weile lang hinterher, den Blick gebannt auf ihren prallen Arsch geheftet, der in der Hotpants perfekt zur Geltung kommt. Zu gern würde ich sie in meine persönliche Playlounge locken, wo ich ihr diesen süßen Hintern gewaltig versohlen würde.
