4,99 €
Tiffany Nachdem ich mich endgültig für den Job und somit gegen meine Eltern entschieden habe, überschlagen sich die Ereignisse. Tyler ist verschwunden, Jim ist nicht der Mensch, für den er sich ausgibt und ich bin mir nicht sicher, ob all das meine Bestimmung oder die Rache an meinem bisher leichten Leben ist. Ich werde auf die Probe gestellt. Mehr als mir lieb ist. Aber ich muss es schaffen. Für Tyler. Für mich. Für uns. Tyler Mein Peiniger hat mich wieder. Dieses Schwein fügt mir erneut fürchterliches Leid zu. Aber der Gedanke an Tiffany lässt es mich durchstehen. Für sie bin ich stark. Aber was ich über meinen besten Mitarbeiter Jim erfahre, macht mir Angst. Große Angst. Tiffany, bist du in Gefahr? Werde ich dich jemals wiedersehen? Ich werde es schaffen. Für Tiffany. Für mich. Für uns.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2023
REDRUM
Black Diamond House 2
2. Auflage
(Deutsche Erstausgabe)
Copyright © 2022 dieser Ausgabe bei
REDRUM BOOKS, Berlin
Verleger: Michael Merhi
Lektorat: Stefanie Maucher
Korrektorat: Stefanie Brandt / Nicole Schumann
Umschlaggestaltung und Konzeption:
MIMO GRAPHICS unter Verwendung einer
Illustration von Shutterstock
ISBN: 978-3-75791-933-7
E-Mail: [email protected]
www.redrum.de
Facebook-Seite: REDRUM BOOKS
Facebook-Gruppe:
REDRUM BOOKS - Nichts für Pussys!
Amalia Mortem
Black Diamonds 2
Du wirst mein Untergang sein
Zum Buch:
Tiffany
Nachdem ich mich endgültig für den Job und somit gegen meine Eltern entschieden habe, überschlagen sich die Ereignisse. Tyler ist verschwunden, Jim ist nicht der Mensch, für den er sich ausgibt und ich bin mir nicht sicher, ob all das meine Bestimmung oder die Rache an meinem bisher leichten Leben ist. Ich werde auf die Probe gestellt. Mehr als mir lieb ist.
Aber ich muss es schaffen.
Für Tyler.
Für mich.
Für uns.
Tyler
Mein Peiniger hat mich wieder. Dieses Schwein fügt mir erneut fürchterliches Leid zu. Aber der Gedanke an Tiffany lässt es mich durchstehen. Für sie bin ich stark. Aber was ich über meinen besten Mitarbeiter Jim erfahre, macht mir Angst. Große Angst.
Tiffany, bist du in Gefahr?
Werde ich dich jemals wiedersehen?
Ich werde es schaffen.
Für Tiffany.
Für mich.
Für uns.
Zur Autorin:
Amalia Mortem ist eine deutsche Autorin, die mit ihrem Mann und den beiden gemeinsamen Kindern in einem Dorf in Sachsen wohnt.
Die Leidenschaft zum Schreiben entdeckte sie bereits in der Schule und schrieb bei den Aufsätzen die meisten Wörter. Schon da war das Feuer in ihr entfacht und sie schrieb im privaten Bereich an einer Geschichte, die sie später aus den Augen verlor.
Erst vor einigen Jahren entfachte das Feuer in ihr erneut und sie brachte im Selfpublishing einige Romane heraus, fand aber dann einen Platz beim Redrum Verlag.
Amalia Mortem fühlt sich in den Genres Dark Romance, Horror und Psychothriller am wohlsten, weshalb ihre Bücher eine direkte Wortwahl und explizite und harte Szenen enthalten.
Inhalt
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Epilog
Nachwort
Thematisches Nachwort des Verlags
VERLAGSPROGRAMM
Amalia Mortem
Black Diamonds 2
Du wirst mein Untergang sein
Dark Romance
Tyler
»Komm, Tyler, zier dich nicht so und hab Spaß! Lass es uns wie damals machen. Das weißt du doch noch. Es hat dir genauso viel Freude bereitet wie mir. Oder etwa nicht?«
Er ist dicht über mir und flüstert diesen Satz in mein Ohr. Es ist die Hölle auf Erden. Ich habe so eine Angst, das kann sich niemand vorstellen. Genau die gleiche wie damals.
Fuck! Warum kann ich nicht so stark sein wie normalerweise?
Niemand sonst schafft es, mich so in die Knie zu zwingen. Abgesehen von ihm. Irgendetwas hat er an sich, was meinen Körper regungslos macht. Nur was? Wenn ich schaffe, es herauszufinden, komme ich vielleicht frei. Ansonsten werde ich erneut höllische Qualen erleiden müssen.
»Du bist noch genauso scharf wie damals«, haucht er in mein Ohr und ich merke, wie er seinen harten Schwanz an meinem reibt.
Nur mit einem Unterschied: Seiner ist steif, meiner nicht, und ich habe das Gefühl, dass ihm das nicht passt und es wie früher wird. Noch immer liege ich wie gelähmt da und kann nicht verstehen, warum mein Körper in seiner Gegenwart so regungslos ist. Ich habe keine Kraft, mich zu wehren.
Tiff wird nach mir suchen und mich hier rausholen. Hoffentlich. Und dann werden wir glücklich.
Sein beißender Geruch steigt mir in die Nase und Ekel breitet sich in mir aus. Nicht nur seinetwegen, sondern auch wegen des Bettes, dessen Laken mit zahlreichen Flecken gezeichnet ist. Ich will mir gar nicht vorstellen, was er darauf alles getan hat. Oder um es anders zu sagen: Ich möchte nicht wissen, wie viele Kinder er schon missbraucht hat. Sofort kommt mir der kleine Junge, der mir mit seinem Skateboard ans Bein gefahren ist, in den Sinn und ich frage mich, ob er ihm auch so etwas angetan hat. In mir steigt eine unbeschreibliche Wut auf, denn er hat bereits mein Leben zerstört und ich möchte nicht, dass er noch das von anderen zerstört. Der kleine Junge ist doch so hilflos und hat gar keine Ahnung, was ihm da angetan wird.
Ich merke, dass er plötzlich an meiner Hose herumfummelt und laut stöhnt, während ich auf dem Bett liege und alles über mich ergehen lassen muss. Ob ich will oder nicht, ich muss! Er hat eine Pistole. Was, wenn er mich abknallt, sollte ich versuchen, mich zu wehren? Dann würde ich Tiff nie wiedersehen!
»Wow«, höre ich Timmy sagen. »Dein Schwanz ist noch genauso wunderschön wie damals!«
Ob er wirklich Timmy heißt, weiß ich nicht. Alle Kinder im Heim haben dieses Schwein so genannt. Er umfasst meinen Schwanz mit einer Hand und mit der anderen massiert er meine Eier. Es fühlt sich eklig an und ich weiß nicht, was ich tun kann, um diesem Albtraum zu entkommen. Das Beste ist, ich lasse alles über mich ergehen. Eine einzige Person ist es, die mir Kraft gibt: Tiffany Avens!
Mein komplettes Leben zieht an mir vorbei und ich sehe meine Eltern, wie sie mich mit sechs Jahren ohne Vorwarnung ins Heim gebracht haben. Nicht einmal verabschiedet haben sie sich. Von diesem Tag an war ich auf mich allein gestellt und hatte nie Freunde. Außer Timmy. Er war von Anfang an für mich da. Hat mich behütet, sich gesorgt und mir geholfen, wenn ich Probleme hatte. Selbst eine Feier hat er organisiert, als ich in die Schule kam. Er hat mir immer bei den Hausaufgaben geholfen. Bis zu jenem Tag, oder besser gesagt, jenem Abend, an dem er mich das erste Mal angefasst hat. Timmy streichelte mein Gesicht, was ich nicht als sonderlich schlimm empfand, denn dies tat er öfter. Als er allerdings an diesem besagten Abend tiefer wanderte, wurde mir mulmig zumute und ich überlegte, ob er das überhaupt darf. Aber ich ließ es über mich ergehen, denn er war für mich da und ich dachte, es wäre eine Art der Dankbarkeit, die ich zeigen musste.
Timmy lässt seine Zunge über meinen Schaft gleiten und schafft es so, meinen Schwanz steif zu bekommen. Es ärgert mich, denn ich will es gar nicht. Aber genauso wie damals, schafft er es jetzt auch wieder. Gegen meinen Willen! Bei Tiff habe ich das erste Mal das Gefühl gehabt, dass es mehr als nur Schwarz und Weiß gibt, doch jetzt ist mir bewusst: In meinem Leben gibt es nur diese beiden Farben. Kein Rot, kein Blau, kein Grün … Es fühlt sich so an, als ob schwarze Wolken in meiner Seele festhängen und mir wird klar, dass mir keine Freude im Leben bestimmt ist, sondern nur Leid und Hass. Warum sonst liege ich hier? Wenn Tiff nicht gegangen wäre, würde ich nicht hier sein, sondern noch im Club, wo ich wahrscheinlich sehr viel Spaß hätte. Stattdessen bin ich bei IHM und muss mir gefallen lassen, dass dieses Schwein mich erneut missbraucht. Jahre liegen zwischen diesem und dem letzten Mal, und ich hatte allen Ernstes geglaubt, ich könnte glücklich werden, weil ich die Frau gefunden habe, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen möchte. Offenbar hält das Schicksal für mich nichts als Schmerzen bereit.
»Ich habe gesehen, du hast eine Freundin. Sie ist verdammt hübsch. Ob ich auch mal mit ihr spielen darf?«
Was? Nein!
»Lass Tiffany aus dem Spiel!«, zische ich ihn an und es sind die ersten Worte, die ich sage, seitdem ich hier bin.
Mit seinem Mund knabbert er an meinen Ohrläppchen, angewidert drehe ich den Kopf weg. Er war eben an meinem Schwanz und nun leckt er am Ohr herum. Nicht nur Ekel überkommt mich, sondern auch furchtbarer Abscheu. Was ist er nur für ein widerlicher Mensch.
»Deine kleine Freundin ist in den besten Händen, die man sich für sie nur wünschen kann.«
Was meint er damit? Ist Tiff etwa in Gefahr? Ob ihr etwas zugestoßen ist? Timmy schiebt seine Zunge in meinen Mund und ich beiße kräftig zu, was ihn aufheulen lässt. Meine Gedanken sind bei Tiff und was er mit seinem Satz eben meinte. Er hat mit der Sprache rauszurücken!
»Sag mir, was du weißt!« Meine Worte klingen mehr flehend als wütend.
Doch er sagt keinen Ton. Stattdessen saugt er an meinem Hals und zieht mir anschließend das Shirt aus. Nun liege ich quasi nackt vor ihm. Das einzige Kleidungsstück, das ich noch trage, ist eine Hose, die Teile meiner Beine bedeckt.
»Bitte sag mir, was du weißt!«, flehe ich ihn an, den Tränen nahe. Ich muss wissen, was mit Tiff ist! Ich hoffe, dass meiner Geliebten nichts passiert und sie nicht in Gefahr ist. Das würde ich mir niemals verzeihen. Wenigstens ihre Seele soll heil bleiben. Es reicht, dass meine zerstört ist. Sie soll nicht fühlen und denken müssen wie ich.
»Was bekomme ich denn als Gegenleistung, wenn ich dir sage, was ich weiß?«
Dieses Schwein! Dieses elende Dreckschwein! Wie konnte ich glauben, dass er mir irgendwelche Informationen geben würde, ohne eine Gegenleistung zu erwarten? Habe ich wirklich gedacht, dass ich es einfach so erfahre? Meine Sinne sind wie benebelt und der Kopf fühlt sich schwer an. Wie Metall. Vielleicht ist das auch nur ein schlimmer Albtraum und ich werde jeden Moment von Tiff geweckt! Doch je länger ich seine Zunge an meinem Körper spüre, desto klarer wird mir, dass es kein Traum ist, sondern die bittere Realität.
Will ich den Preis zahlen und wissen, was er über Tiff weiß? Oder möchte ich lieber unwissend bleiben, und er wird mir trotzdem schlimme Dinge antun? Es macht keinen Unterschied, also presse ich zähneknirschend hervor: »Alles, was du willst!«
Plötzlich hält er inne, kommt dicht vor mein Gesicht und ich sehe ein Grinsen, das mich ungefähr erahnen lässt, was er gerade denkt. Mir fällt auf, dass er Mundgeruch hat und ihm schon einige Zähne fehlen. Schlechte Hygiene oder Schlägerei? Allein der Gedanke, wie er zusammengeschlagen wird, lässt mich unwillkürlich lächeln.
»Für jede Information, die ich dir gebe, bekomme ich eine … Gegenleistung.« Das letzte Wort ist von einem lüsternen Grinsen begleitet.
Für jede Information? Wie viele Informationen hat er denn verdammt noch mal?
Ich muss mich entscheiden und es fühlt sich an, als ob ich zwischen Leben und Tod wählen soll. Will ich wissen, was mit ihr ist oder nicht? Allein schon, um ihr zu helfen, muss ich es wissen.
»Okay«, willige ich ein.
»Sehr schön. Dann fangen wir gleich mit der ersten Information an. Dafür darf ich deinen geilen Schwanz lutschen und bekomme deinen Saft.«
»Ich dachte erst die Info, dann …«
Er legt seinen Zeigefinger auf meinen Mund und ich sehe, wie viel Dreck unter dem Nagel haftet.
Wäscht er sich auch mal die Hände?
Es sieht aus, als würde Erde unter seinen Nägeln kleben. Als er mich gesehen hat, hatte er eine Pistole dabei.
Er wird doch nicht etwa jemanden umgebracht haben? Meine Tiff? Hat er ihr etwas angetan? Ich schwöre, ich bringe ihn um! Und wenn es das Letzte ist, was ich tue!
Was habe ich zu verlieren? Nichts! Der einzige Mensch, der mich noch am Leben hält, ist Tiff. Schon bei unserem ersten Treffen habe ich gespürt, dass es sich lohnt, zu kämpfen. Für sie, denn mit ihr will ich den Rest meines Lebens verbringen. Nur der Gedanke an sie lässt mich diesen Horror noch einmal durchstehen. Eine andere Möglichkeit habe ich nicht. Aus dieser Hölle zu fliehen, ist unmöglich. Zumindest lebend. Als Leiche weggetragen zu werden, stellt kein Problem dar. Aber das will ich nicht. Ich will lebendig statt tot hier herauskommen. Irgendwann … Wer weiß, wie lange mich dieses kranke Schwein hierbehält und was er mit mir vorhat. Es wird hart, aber für Tiff durchzuhalten, ist es mir wert.
Für jede Information eine Gegenleistung …
Was, wenn er nur blufft?
Aber habe ich überhaupt eine andere Wahl?
Ob ich will oder nicht, ich muss es über mich ergehen lassen. Und das werde ich nur für Tiff tun und um ihr zu helfen. Zumindest um erst einmal zu wissen, was mit ihr los ist oder was ihr angetan wird. Ich will es mir aber, um ehrlich zu sein, gar nicht vorstellen. Ein anderer Mann, der sie anfasst? Unvorstellbar für mich! Oder es tut ihr jemand weh? Noch schlimmer!
Timmy ist derweilen wieder zu meinem Schwanz gewandert und ich spüre, wie er die Eichel mit seinem Mund umschließt. So sehr ich auch versuche, mir vorzustellen, dass Tiff es tut, es gelingt mir nicht. Ich weiß, dass es dieses Schwein ist. Wieso habe ich mich auch bei Carlo darauf eingelassen, dass er mir einen bläst? Ich frage mich, wie ich es geschafft habe, das auszuhalten. Es ist mir ein Rätsel.
»Du schmeckst noch genauso gut wie damals«, raunt er zu mir nach oben.
Ich schließe die Augen und versuche, mich in eine andere Welt zu träumen. Vergeblich. Mittlerweile hat er meinen ganzen Schwanz im Mund und ich bin sprachlos, dass er ihn komplett hineinbekommt. Nichtsdestotrotz ist dieser Mensch Abschaum und es widert mich nur noch an. Der Gedanke an die ganzen Jungs, denen er womöglich dasselbe angetan hat, beschert mir eine Gänsehaut. Ein kalter Schauer läuft meinen Rücken hinunter. Mein bestes Stück ist schon knochenhart und ich merke, wie ich kurz davor bin, einen Orgasmus zu bekommen.
Ich will das nicht!
Ich kann das nicht!
Nicht bei diesem Schwein!
Doch alle Versuche, mich dagegen zu wehren, sind zwecklos. Egal, was ich tue, ich kann seinen Berührungen nicht entkommen. Meine Vorstellungen, was er noch mit mir vorhaben könnte, reichen von harmlosen Dingen, bis zu den Schlimmsten, die man sich nur ausmalen kann. Nur für eine Frau werde ich kämpfen und den Schmerz, der mir zugefügt wird, über mich ergehen lassen. Wenn ich eines Tages wieder frei sein werde, wird Tiff die Frau sein, die von mir einen Antrag bekommt. Nur mit ihr kann ich mir meine Zukunft vorstellen und weiß, dass es sich lohnt, dafür zu kämpfen. Wenn ich sie nicht hätte, würde ich nicht mehr leben. Schon länger habe ich mich mit Suizid befasst, aber nie jemandem etwas davon gesagt, weil ich zu stolz bin, um andere wissen zu lassen, wie schlecht es mir geht. Unmöglich für mich, jemandem zur Last zu fallen, denn ich mache meine Probleme mit mir selbst aus.
»Du schmeckst so köstlich«, höre ich ihn unter dem Schmatzen sagen. »Wie konnte ich nur all die Jahre ohne dich leben, mein kleiner Tyler?«
Ich frage mich auch, wie er das ausgehalten hat. Mir ging es gut. Abgesehen davon, dass mich die Vergangenheit ab und zu eingeholt hat, seit ich Tiff kenne, geschieht das viel zu oft, ging es mir gut. Bis ich ihn vor wenigen Stunden wiedergetroffen habe. Warum musste Tiff auch gehen? Warum hat sie mir nicht gesagt, wo sie hin ist? Oder zumindest Jim oder einem anderen Mitarbeiter? Sie hätte es nur jemandem sagen müssen. Dann wäre ich nicht hier. Aber mein Schicksal hat nun mal darüber bestimmt und dessen muss ich mich jetzt stellen. Ich spüre, wie er immer kräftiger saugt und seinen Mund schneller auf und ab bewegt. Und ich bemerke, wie mein Schwanz härter wird und zu zucken beginnt. Im nächsten Augenblick schieße ich ihm den ganzen Saft in den Mund und höre sein lautes und zufriedenes Schmatzen. Er schluckt jeden einzelnen Tropfen herunter und leckt jedes noch so kleine bisschen von der Eichel.
»Koste dich!«
Noch bevor ich mich versehe, ist er bei meinem Mund und gibt mir einen feuchten Spermakuss mit Zunge. Dabei lässt er das Sperma zum Teil in mich fließen und zwingt mich, es zu schlucken. Mein Körper wird mit allen möglichen Reizen geflutet. Ekel, Hass, Wut und selbst Mordgedanken. Zu gern würde ich Timmy den Schwanz abschneiden und ihn leiden sehen. Doch egal, wie viel Schmerz und Leid ich ihm zufügen würde, es wäre keineswegs vergleichbar mit dem, was ich erlebt habe. Nichts würde annähernd so wehtun, außer er müsste dasselbe wie ich erleiden. Dazu bin aber nicht fähig und würde es niemals schaffen, einem Menschen genau so etwas anzutun.
»Sag mir sofort, was du weißt.«
Ein spöttisches Grinsen kommt über seine Lippen und ich habe den Eindruck, er hat mich nur verarscht.
»Nun denn. Du hast dir deine erste Information verdient. Lass mich einen Moment überlegen, welche ich preisgeben werde.«
Kurze Stille.
Normalerweise liebe ich diese, aber unter diesen Umständen hasse ich sie.
»Tiffanys Eltern sind wohlhabend. Ihr Vater ist erfolgreicher Anwalt. Ihr hat es nie an etwas gefehlt.«
Will der mich komplett verarschen? Als ob ich das nicht schon wusste.
»Ich will richtige Infos! Nicht solche, die ich schon kenne«, platze ich hervor.
»Nicht so ungeduldig, Tyler. Genauso wie früher. Weißt du noch?«
Und wie ich das weiß! Es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen.
Er lacht laut los und sein Gelächter brennt sich wie damals in meine Seele ein. Und aus diesem Grund, weil es sich wie früher anfühlt, halte ich die Hände vor meine Ohren und fühle mich wie der kleine Junge von früher.
Genauso ängstlich.
Genauso still.
Genauso machtlos.
»Du benimmst dich wie damals. Macht man das mit dem lieben Timmy?«
Ich schweige, weil ich nicht weiß, was ich sagen soll.
»Macht man das?«, schreit er mich nun nahezu an.
So laut, dass ich zusammenzucke und Angst habe, er würde seine Waffe zücken und mich eiskalt abknallen. Zutrauen würde ich es ihm.
»Nein«, antworte ich kleinlaut.
Zu gern würde ich noch andere Dinge fragen, denn das, was er mir eben über Tiff erzählt hat, wusste ich bereits. Es waren keinerlei neue Informationen.
»Magst du denn noch mehr über deine süße Tiffany erfahren?«
Er lässt mich seine Erregung spüren, indem er seinen Schwanz an meinem Bauch reibt.
Antworten oder schweigen?
Erfahren oder im Unglauben leben?
Leben oder Tod?
Ich weiß es nicht. Ich weiß es verdammt noch mal nicht! So nah mir Tiff ist, so fern und fremd wird sie mir gerade. Wenn er wirklich so viel über sie weiß, kenne ich sie überhaupt nicht. Und ist sie es dann wert, mit ihr den Rest meines Lebens zu verbringen? Ich zweifle an der Entscheidung, aber es reizt mich, zu erfahren, was er noch über sie weiß.
Blufft er?
Erzählt er mir Lügen?
Weiß er tatsächlich etwas über sie?
Woher kennt er überhaupt ihren Namen?
Ich muss es erfahren. Diese Frau ist es wert, dass ich mich auf grauenvolle Dinge einlasse. Meine Liebe zu ihr ist stärker als die eigene Angst. Ich werde ihr einen Antrag machen! Sobald ich freikomme, wird sie einen bekommen. Tiff ist die Frau, die ich an meiner Seite haben möchte und sie verdient den wunderschönsten Ring, den man sich vorstellen kann.
»Ich könnte dir noch so viel über deine kleine Freundin erzählen. Es liegt allein an dir, ob du es erfahren willst.«
Unter diesem Satz reibt er sich erneut an mir und drückt sich dieses Mal noch fester an mich. Seine Erregung wird er nicht mehr lange aushalten. Er steht auf und verlässt den Raum und kurz überlege ich abzuhauen. Es wäre allerdings zwecklos, denn auch wenn er keineswegs sportlich aussieht, ist er schneller als ich. Es war früher schon so, und daran wird sich bis heute nichts geändert haben.
Hin und wieder nehme ich ein leises Klimpern wahr, während ich mich umschaue. Vielleicht entdecke ich irgendwo einen Gegenstand, den ich ihm über den Kopf schlagen kann. Aber ich sehe nichts. In diesem Raum befindet sich nur ein Bett. Kein Schrank, nichts. Nach wenigen Minuten ist er zurück und hat in der einen Hand einen Teller und in der anderen eine Flasche Wasser. Beides reicht er mir mit den Worten »Iss und trink«. Ich schaue ihn an und sehe in seinen Augen, dass er es ernst meint. Ich habe weder Hunger noch Durst, dennoch nehme ich die Scheibe Brot und zwinge mich dazu, etwas zu essen. Es ist so hart, dass ich Probleme habe, es zu kauen. Er beobachtet mich genau und achtet darauf, dass ich jeden kleinen Krümel esse. Mit Widerwillen würge ich alles runter und würde es am liebsten wieder auskotzen. Doch ich weiß, wenn ich das tue, passieren schlimme Dinge.
»Bist du bereit für die nächste Runde, kleiner Tyler?«
Er streichelt mir über die Wange und es fühlt sich so vertraut und beängstigend zugleich an. Wie sehr wünsche ich mir, dass es Tiffanys Finger wären. Ich will sie doch nur an meiner Seite haben. Es mag sein, dass sie an der jetzigen Situation Schuld hat. Denn wenn sie gesagt hätte, wo sie hingeht, wäre ich nicht hier. Andererseits hätte ich nicht so übereilt losstürzen sollen, sondern mir in Ruhe einen Plan machen müssen.
Mein Handy!
»Ich muss mal auf Toilette«, sage ich trocken.
Timmy legt seinen Kopf schief und betrachtet mich. »Du kannst mir doch in den Mund pinkeln.«
Wie abartig ist dieses Schwein eigentlich? Ich muss mir Zeit verschaffen, nur so kann ich auf mein Handy schauen.
Nach wenigen Sekunden der Stille nickt er in eine Richtung und signalisiert mir, dass ich aufstehen darf. Er steht ebenfalls auf und folgt mir, mit der Pistole im Rücken.
»Und beeil dich«, sagt er und schubst mich ins Bad.
Ein beißender und stinkender Geruch steigt mir in die Nase. Es ist fürchterlich und ich möchte mich nicht lange hier drin aufhalten. Mit zittrigen Händen will ich mir an die Hose greifen, bis mir auffällt: Ich habe sie nicht mehr an.
»Fuck«, fluche ich leise.
Das kann doch jetzt nicht wahr sein! Ich lasse mich auf die Toilette sinken und vergrabe das Gesicht in den Händen. Warum ist mir das nicht eher aufgefallen? Mein Handy ist in der Jeans und die liegt neben dem Bett. Irgendwie muss ich es schaffen, unbemerkt an sie heranzukommen. Vielleicht habe ich Glück und er legt sich hin. Die Einzigen, die mich angerufen haben könnten, wären Jim und Tiff. Die beiden haben die Nummer.
Ich drücke die Spülung der Toilette und verlasse diese. Timmy steht wie ein Wachsoldat neben der Tür und mustert mich von oben bis unten. Ich kann die Lust in seinen Augen sehen und schaue an ihm herab, auf die Beule, die sich deutlich unter seiner Hose abzeichnet.
»Komm, beweg dich«, sagt er schroff und fuchtelt mit der Pistole vor meinem Gesicht.
Noch nie habe ich so um mein Leben gebangt wie jetzt.
»Wir haben viel vor. Wie du siehst, ist mein Schwanz hart, und ich kann dir sagen, er platzt gleich. Wäre doch schade, wenn der Saft in der Hose landet. Oder?«
Sein Mundgeruch wird mich noch umbringen, so fürchterlich ist er. Mehr aber als ein Nicken bringe ich nicht zustande. Mir versagt die Stimme. Aus Angst und Wut.
Angst vor ihm.
Angst um mein Leben.
Wut auf Tiff.
Wut auf mich.
Es sind zu viele Gedanken, die mich aktuell beherrschen. Auf der einen Seite hat Tiff eine Mitschuld, aber wiederum auch nicht. Ich weiß es selbst nicht. Nur eins weiß ich: Ich will hier weg! Aber so schnell wird das nicht gehen.
»So ein knackiger Arsch!« Er gibt mir einen heftigen Klaps und ich zucke zusammen. Zu gern würde ich ihm eine reinhauen, aber in seiner Nähe bin ich machtlos. Er hat eine Pistole, ich habe keine Waffe, außer meinen Fäusten. Wieder führt er mich in das Schlafzimmer und ich lege mich auf das Bett. Sofort kommt er über mich und züngelt mir im Gesicht herum. Sein Stöhnen dröhnt mir in den Ohren und ich will es nicht mehr hören. Ich halte mir die Hände davor, in der Hoffnung, nichts weiter wahrzunehmen. Ein heftiger Schlag in mein Gesicht holt mich wieder in die Realität zurück. Er wandert mit seinem Mund tiefer und ich spüre wieder diesen Ekel. Allmählich beginne ich mich sogar vor meinem eigenen Körper zu ekeln, was mir noch nie so ging.
»Jetzt muss dein kleiner Freund da unten nicht steif werden. Ich will etwas ganz anderes von dir. Zumal ja die nächste Information viel interessanter ist und zudem eine bessere Belohnung erfordert.«
Was um Himmels willen hat er denn jetzt vor? Panik durchflutet meinen Körper und die Angst nimmt zu. Ich sehe, dass er an mir herabgleitet und plötzlich stoppt. Sein Griff geht zu der Jeans und er scheint etwas zu suchen. Er zieht mein Handy aus der Tasche und versucht, es anzubekommen. Es ist aus.
Nein! Lass bitte den Akku nicht versagt haben!
Doch zu meinem Entsetzen ist er leer, denn er bekommt das Handy nicht an. Der letzte Funken Hoffnung ist nun auch dahin. Wie soll ich nur jemanden erreichen und ein Zeichen geben, wenn ich keine Möglichkeit dafür habe?Hat Timmy ein Handy? Wenn ja, wo? Wenn ich es schaffe, an seines zu kommen, kann ich Jim anrufen. Seine Nummer habe ich im Kopf. Und bei ihm weiß ich, er geht ran. Auch wenn eine unbekannte Nummer angezeigt wird. Bei Tiff hingegen bin ich mir nicht sicher und ich habe vermutlich nur einen einzigen Versuch. Der muss erfolgreich sein, sonst ist mein Leben schneller beendet, als es mir lieb ist. Das Ende würde ich allerdings gern selbst bestimmen.
Wo es endet.
Wie es endet.
Durch wen es endet.
Eine Zunge, die an meiner Rosette spielt, holt mich aus den Gedanken zurück. Es ist SEINE verfluchte Zunge und ich weiß, was nun folgen wird. Es wird nicht anders als damals. Erst wird er mein Poloch mit ihr bearbeiten, dann wird er seinen Schwanz an mein Loch führen und zustoßen. Und keineswegs sanft, sondern verdammt hart. So hart, dass er mit einem Stoß in mir ist. Es mag mir vielleicht niemand glauben, aber durch ihn habe ich meine Neigung entdeckt. Ich kann bis heute nicht erklären, warum, aber Blümchensex fand ich noch nie anziehend. Außer mit Tiff. Sie löst etwas in mir aus, was ich bisher nie gespürt habe. Ich hätte nicht mal gedacht, dass in mir solche Gefühle existieren. Für Tiff bin ich an meine Grenzen gegangen. Schon das mit Carlo hätte ich stoppen müssen, aber stattdessen habe ich es über mich ergehen lassen. Es hat mir auch gefallen, zumindest so lange, bis mich meine Vergangenheit eingeholt hat. Und nun liege ich hier, meiner Historie ausgeliefert.
Schutzlos. Willenlos. Regungslos.
Nicht einmal Kraft, um mich zu wehren, habe ich. Würde ich es mir überhaupt zutrauen? Ich glaube nicht … Wenn er keine Waffe hätte, vielleicht. Aber ich habe keine Lust, mich abknallen zu lassen. Und wieder holt er mich aus den Gedanken. Allerdings, indem er seinen Finger in mein Loch bohrt. Nicht gerade sanft …
»Dein Loch ist genauso geil wie früher. Weißt du noch?« Seine Stimme klingt extrem aufgegeilt und zittert leicht, was mir zeigt, dass er sehr erregt sein muss. »Wie du dich in deinem Bett gewunden und versucht hast, mir zu entkommen. Aber ich war jederzeit stärker als du. Damals, wie heute.«
Seine Jeans fällt zu Boden und sein erigierter Schwanz tropft nur so vor Lust. Panisch schaue ich mich um, ob es vielleicht doch jemanden gibt, der mir helfen kann oder Tiff schon kommt.
Niemand!
Niemand hilft mir!
Wir sind allein.
Nur ich und er!
Und jetzt geht der Albtraum erst richtig los …
Tiffany
Warum tut mir nur auf einmal alles so weh? Besonders mein Vaginalbereich? Jim ist noch immer bei mir und hat, so wie es aussieht, die ganze Nacht hier verbracht. Stirnrunzelnd schaue ich ihn an und bemerke, dass er übertrieben gute Laune hat. Ganz im Gegensatz zu gestern, wo er noch genauso besorgt um Tyler war wie ich.
»Wie geht es dir, Tiffany?«, will er von mir wissen. »Hast du gut geschlafen?«
Ich nicke nur, denn ich habe keine Lust zu reden. Meine Sorge um Tyler ist zu groß und ich überlege, wo er sein könnte. Er kam die Nacht nicht nach Hause, was vollkommen untypisch für ihn ist. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ihm etwas passiert ist. Und diesem Gefühl kann ich vertrauen, es hat mich noch nie getäuscht.
»Tiffany?«
Jim reißt mich aus meinen Gedanken und ich weiß nicht, ob ich darüber froh sein soll. Er ist auf einmal so lieb zu mir. Tut er das wirklich nur aus Sorge um Tyler? Mein Vertrauen gegenüber Männern ist arg in Mitleidenschaft gezogen und ich vertraue im Grunde nur ihm. Selbst bei Dad oder Jacob spüre ich keine so große Vertrauensbasis wie bei Tyler.
Jim legt seine Hand auf meine Schulter und ich fühle mich plötzlich wie versteinert. Wieder einmal bemerke ich einen stechenden Schmerz in der Leistengegend und die Vergangenheit holt mich ein.
»Nur ein kleiner Schnitt. Du wirst es nicht großartig merken. Aber danach fühlst du dich besser und ich habe dir sehr viel Ärger erspart.« Die Stimme in meinem Kopf hört sich so real an, dass ich das Gefühl habe, es passiert jetzt gerade.
»Tiffany?«
Jims besorgte Worte nehme ich nur dumpf wahr. Ich kann nicht anders. Wieder bin ich in der Spirale meiner Vergangenheit gefangen und weiß nicht, wie ich es da raus schaffen soll. Tyler hat mir immer geholfen. Indirekt, ohne es zu wissen, aber der Sex war wie Balsam für meine Seele. Woher soll ich jetzt diese Kraft holen?
»Ich … ich bin mir nicht sicher …«, stammle ich und gebe Jim damit nicht die Antwort, die er hören will. Was soll ich auch anderes sagen? Dass es mir gut geht und ich glücklich bin? Das wäre gelogen, und ich bin kein Mensch, der gern lügt.
Er streicht mir eine Strähne aus dem Gesicht und beugt sich über mich, sodass ich seinen Atem dicht an meinem Hals spüre.
Was tut er nur?
Der Schnitt hat so verdammt wehgetan und ich verstehe nicht, warum er die Wut auf seinen Sohn an mir ausgelassen hat und er mir meine …
»Sag mal, spinnst du?«, zische ich Jim an, der seine Lippen auf meine gedrückt hat.
»Sorry.«
»Was soll das? Ich bin mit Tyler zusammen!«
Er verdreht genervt die Augen und äfft mich nach. Keine Ahnung, warum er das tut oder was in ihn gefahren ist. Doch er hat nicht das Recht, mich zu küssen! Schon gar nicht, wenn ich das nicht will.
»Tut mir leid!« Und schon spüre ich seine Hand, die sich an meine Mitte drückt und mich lustvoll auf dem Stoff der Hose massiert. Ein Gefühl von Erregung und Angst durchströmt meinen Körper. Ich kann es Tyler unmöglich antun und ihn betrügen. Auf der einen Seite gefällt es mir und ich will mich ihm hingeben. Aber auf der anderen darf das nur Tyler!
»Lass das, Jim!«
Aber er hört nicht auf und macht weiter. Seine Zunge gräbt sich in meinen Mund und ich kann mich nicht wehren. Plötzlich drückt er mich aufs Bett und ist im nächsten Moment über mir.
»Du willst das doch auch.«
Was? Nein! Wie zur Hölle kommt er darauf?
Aber auf der anderen Seite brauche ich jetzt genau das! Ich würde Carlo und Kate jedoch entschieden vorziehen.
»Jim, bitte. Ich möchte das nicht!«
Anscheinend nimmt er meine Bitte ernst. Er hört sofort auf.
»Entschuldigung, Tiffany. Das war nicht richtig. Im Moment gehen meine Gefühle mit mir durch. Verzeihung.«
»Was ist denn los?«, hake ich vorsichtig nach.
Ich sehe, dass sich seine Augen mit Tränen füllen und habe Mitleid. Was ist nur los mit ihm?
»Na ja, wo soll ich da nur anfangen?«
»Schieß einfach los. Darüber zu reden, hilft immer.«
»Aber nicht bei meinen Problemen«, sagt er und ich höre seine Traurigkeit aus den Worten.
»Versuch es«, animiere ich ihn.
Es scheint zu klappen, denn plötzlich sprudeln die Worte nur so aus ihm heraus. »Ich habe Erektionsprobleme. Das geht schon seit über einer Woche so. Egal, was ich tue, er wird nicht steif.«
Mir fehlen die Worte und ich habe keine Ahnung, was ich sagen oder tun soll. Er tut mir so leid und ich würde ihm gern helfen. Die Arbeit im Club macht es für ihn nicht besser, denn er wird täglich mit dem Thema Sex konfrontiert.
»Aber warum?«, will ich wissen, denn alles hat einen Grund.
Jim zuckt mit den Schultern und blickt weiterhin zu Boden.
»Erzähl mir etwas über dich!« Ablenkung funktioniert immer, und vielleicht kommen wir auf Umwegen leichter auf dieses sensible Thema zu sprechen.
»Da gibt es nichts!«, brummt er, und ich spüre, er will nicht darüber reden.
Ich kann niemanden zwingen, aber ich weiß, dass er Tylers bester Mitarbeiter ist. Wenn er aufhören würde, und das gerade jetzt, wo Tyler verschwunden ist, würde er mir die Schuld geben. Er ist weg, wer muss sich kümmern? Ich! Laut Jim bin ich die erste Frau in seinem Leben, die es geschafft hat, mehr zu sein als nur ein Betthäschen.
»Schmeißt du den Club?« Meine Worte klingen wie eine Mischung aus Verzweiflung und Aufregung.
»Hat dir Tyler nichts von dem Event gesagt, das heute Nachmittag stattfindet?«
»Welches Event?« Mein Herz pocht wie verrückt. Ich kann doch unmöglich solch eine Veranstaltung leiten.
»So eins wie gestern. Heute Nachmittag kommen ein paar Gäste, die eine geschlossene Gesellschaft gebucht haben. Das heißt, der Club bleibt für normale Besucher dicht.«
»Was muss ich denn da machen?« Mein Herz springt fast aus der Brust.
Warum zur Hölle ist Tyler nicht da?!
»Er hat dich also nicht eingeweiht?«
Worin eingeweiht? Mir scheinen tausend Fragezeichen über dem Kopf aufzuleuchten, denn Jim schüttelt nur den Kopf. »Es wird die Anwesenheit des Besitzers gewünscht.«
»Aber er ist doch nicht da.«
»Dann muss es seine Vertretung tun.«
»Aber die bin ich doch gar nicht!«, protestiere ich.
Jim schnauft sichtlich genervt. »Du MUSST es machen. Scheißegal, ob du die Vertretung bist oder nicht! Wir können uns diesen Auftrag nicht entgehen lassen. Meinst du, Tyler wäre dann erfreut?«
Tyler, wo steckst du? Ich brauche dich hier! Das schaffe ich nicht ohne dich!
Ich habe noch nie im Leben eine Führungsposition übernommen und bin mir nicht sicher, ob ich es schaffe. Aber ich muss es Tyler zuliebe wenigstens versuchen und mein Bestes geben.
»Okay«, willige ich ein, denn eine Wahl habe ich offenbar nicht.
»Danke. Tyler wird stolz auf dich sein! Du hast noch ein paar Stunden, in denen du tun und lassen kannst, was du willst.«
Eigentlich müsste ich mir die ganzen Räume ansehen, um zu wissen, was wir alles haben. Nicht dass Fragen kommen, die ich nicht beantworten kann. Das wäre sicher rufschädigend.
Jim ist gegangen, ohne sich zu verabschieden, und ich habe es nicht einmal bemerkt. Während ich mich umsehe, höre ich nur noch das Klacken des Schlosses. Später soll ich ein Event leiten, obwohl ich keinerlei Erfahrung habe. Aber ich bin es Tyler schuldig und will es zu seiner vollsten Zufriedenheit erledigen. Denn ich weiß, für gut erledigte Aufgaben gibt es eine Belohnung. Für schlechte eine Bestrafung. Der Gedanke an diese beiden Möglichkeiten erregt mich. Alles in mir schreit nach einem Schwanz und die geschlossene Gesellschaft später kommt mir nur zugute. Es wird Anwesenheit und sicherlich auch Einsatz gewünscht.
