Bruchstücke - Josa Ness - E-Book
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Josa Ness

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Beschreibung

Emma und David, beide um die 40, begegnen sich zum dritten Mal. Das erste Mal liegt 20, das zweite Mal 10 Jahre zurück. Sie ist seine große Jugendliebe, er ihre. Alte Liebe rostet nicht. Und der Sex schon gar nicht - im Gegenteil. Dass sie sich erneut wiederfinden, kann kein Zufall sein. Die Suche nach Antworten beginnt. In "Bruckstücke" wechseln sich Szenen ihrer ersten, zweiten und dritten Begegnungen, so genannte "Spotlights", mit zahlreichen SMS-Dialogen ab. Die Dialoge spielen beim dritten Mal.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 275

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Josa Ness

Bruchstücke

Eine erotische Liebesgeschichte

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Warum ausgerechnet ich?

Spotlight 1: Anruf (3. Mal)

Schlaflos

Geküsst

Nie

Ich

Spotlight 2: Chemie (1., 2. und 3. Mal)

Davor

Lüge

Danach

Kurz

Spotlight 3: Wiedersehen (3. Mal)

Geständnisse

Wenn

Blitz

Spotlight 4: Bank (3. Mal)

Früchte

Rache

Ahnung

Spotlight 5: Bekenntnisse (3. Mal)

Liebesgeflüster

Partnerwahl

Füße

Olymp

Autsch

Spotlight 6: Seine Frau (3. Mal)

Mühe

Geben ist seliger

Verpasst

Spotlight 7: Rein gar nichts (3. Mal)

Rauchen

Brocken

Mehr

Spotlight 8: Verdacht (3. Mal)

Vorsicht

Habibi/Habibti

Sag bitte

Rechte

Zum dritten Mal

Spotlight 9: Machtkampf (3. Mal)

Sucht

Break down

Büroarbeit

Vorfreude

Spotlight 10: On my knees (3. Mal)

High energy

Realität

Player

Absage

Spotlight 11: Jede Minute (3. Mal)

Königreich

Ehekrach

Courage

Zeitung

Spotlight 12: Optionen (3. Mal)

Angebrochen

Can´t stop

Aufgewacht

In der Oper

Spotlight 13: Party (1. und 3. Mal)

Virus

Die eine

Zu mir

PMS?

Spotlight 14: Viva Espana! (3. Mal)

MMS

Lücke

Entfaltung

Wünsche

Spotlight 15: La dolce vita (2. Mal)

DIE/DER

Tabasco

Distanz

Pflaster

Spotlight 16: Einkaufen (3. Mal)

1. Halbzeit

Höheres

Kuss

2. Halbzeit

Dolchstoß

Spotlight 17: Zu früh (1. und 2. Mal)

Pünktchen

27 Monde

Sweet 18

Decke

Spotlight 18: One more time (3. Mal)

How deep is your love?

Zähne

Jahrestag

Netter Versuch

Spotlight 19: Bewegung (3. Mal)

Frühstück

Anwalt

Ernte

Betriebsanleitung

Derselbe Traum

Modi

Spotlight 20: Abitreffen (3. Mal)

In derselben Nacht

Manöverbesprechung

Erwischt werden

Paradies

Spotlight 21: Patt (3. Mal)

Pilze

Ankommen

Halt!

Good vibrations

Spotlight 22: Karten (3. Mal)

Reporting

Try it again

Tipp

Kompliment

Spotlight 23: Theater (1. Mal)

Oops, he did it again

04:00 Uhr

Simulation

Guten Morgen

Spotlight 24: Aufträge (3. Mal)

Halbe Wahrheit

Groß genug?

Wie du mir...

Führungsposition

Spotlight 25: Jaein (3. Mal)

Pisser

Forrest Gump

Wann sagst du es ihm?

Gute Nacht

Vertan

Spotlight 26: Das erste Mal (1. Mal)

Geburtstag

Walking on broken glass

Duo Infernal

Wohnungssuche

Spotlight 27: Beschluss (3. Mal)

Es ist raus

Kino

Weihnachten

Alkohol

Spotlight 28: Hellas! (3. Mal)

Pausenlos

Retsina

Etwa doch?

Streiten

Spotlight 29: Im Planetarium (3. Mal)

Eins nach dem anderen

Eingeschlafen

Atmen

Schloss

Spotlight 30: Nur bei dir (3. Mal)

Meine(r)

Fesseln

quelle

Problemlösung

Spotlight 31: Ruhelos (3. Mal)

Er will nicht

An dich

Eindeutig uneindeutig

Gold

Spotlight 32: Umzug (3. Mal)

Der Tag danach

Itself

Brummig

Flipper

Gute Nachrichten

Seufz...

Spotlight 33: Born to be wild (1. Mal)

Spotlight 34: Lesung (3. Mal - Ein Jahr später)

Spotlight 35: 90 Prozent (3. Mal)

Spotlight 36: Das Beste kommt zum Schluss (3. Mal)

Personenverzeichnis

Impressum neobooks

Warum ausgerechnet ich?

Emma: Wegen deiner blauen Augen.

David: Wegen des Gefühls, wenn meine Finger in dein Haar greifen.

Emma: Wegen deiner großen Hände, die mich bei jeder Berührung erzittern lassen.

David: Wegen deines Lachens, so tief und hintergründig.

Emma: Wegen deiner Blicke, die zu sagen scheinen: Das ist sie.

David: Weil ich dir gegenüber machtlos bin. Ich bin dir ausgeliefert, kann nichts dagegen tun.

Emma: Wegen des Gefühls, das ich habe, wenn ich unter dir liege, du mich an den Handgelenken packst, meine Arme nach oben reißt und auf den Boden presst.

David: Wegen deines Körperduftes, der sich mir ins Hirn gebrannt hat. So sehr, dass ich dich sogar rieche, wenn du gar nicht da bist.

Emma: Wegen deines Mundes, der mich so zärtlich und fordernd küsst. Und der so atemberaubend schöne Dinge sagt.

David: Wegen deiner Vulva, die so wunderschön ist, so zart, so fein, so filigran.

Emma: Weil ich zum dritten Mal wegen dir in Flammen stehe, jede Faser meines Körpers lodert.

David: Wegen deiner erotischen SMS. Noch nie bin ich mit Worten so erregt worden.

Spotlight 1: Anruf (3. Mal)

Mir läuft der Schweiß die Hände runter. Gott, bin ich nervös. Zigarette. Du rufst da jetzt an. Mach das, zieh das durch, willst du schon so lange.

Und was, wenn seine Frau ran geht? Egal, cool bleiben. Du willst ihn ja nur zum Klassentreffen einladen. Was besseres ist dir nicht eingefallen. Muss es ja auch nicht, ist ja plausibel.

Und was mache ich, wenn er mich abweist? Wird er nicht. Oder doch? Nicht dran denken. Volles Risiko. No risk, no fun.

Muss mir meinen Fake-Spruch aufschreiben, sonst komme ich aus dem Konzept. Ok. Soll ich das wirklich tun?! Ja. Nein. Lieber nicht. Scheiß drauf.

Freizeichen.

Vielleicht ist er ja gar nicht zu Hause... Oh Gott, seine Mutter. Spruch aufsagen. Ruhig, Brauner, ruhig. Sie holt ihn ans Telefon – er ist da. Oh Himmel, was sag ich nur?!

„Hi, ich bin´s.“ – Sensationell.

„Hi.“

„Du weißt, wer hier ist?!“

„Ja, natürlich.“ – Wahnsinn.

„Bevor du weitersprichst: Ich weiß, dass du verheiratet bist und Kinder hast. Und ich will dich nicht in Schwierigkeiten bringen, deshalb habe ich deiner Mutter erzählt, dass ich ein Klassentreffen organisiere.“

„Wann ist denn das Klassentreffen?“ – Wow...

„Schreib dir mal den 13. November auf. Und meine Handynummer. Vielleicht können wir ja später ungestört telefonieren. Bis 12:00 Uhr habe ich Zeit.“

„13. November... Und deine Handynummer?“ – Gott, ist der großartig.

...

Unglaublich, du hast es wirklich getan. Und er ist voll drauf eingegangen. Unfassbar. Hoffentlich ruft er gleich zurück, ich kann es kaum erwarten. Er wird doch zurückrufen, oder?

...

Verdammt, warte schon eine ganze Stunde, kein Anruf, nichts.... Muss jetzt los... War das alles nur vorgespielt?

...

Es klingelt!! Rechts ran, ab auf den Parkplatz. – „Hi!“

...

Kurzes Gespräch. Keine Zeit mehr. Aber morgen. Sind zum Telefonieren verabredet.

...

Eine ganze Stunde. Update, Fakten. Habe ihn gefragt, ob wir uns mal auf einen Kaffee treffen. Er: „Morgen?“ Der will. Und ich kann nicht. Heul.

Schlaflos

David: Warum und wieso kriege ich dich nicht mehr aus meinem Kopf?

Emma: Sag du es mir... Aber sei versichert, dass es mir nicht anders geht. Denke pausenlos an dich. Wache nachts auf mit dem Gedanken an dich, kann nicht einschlafen, weil ich von dir träume.

David: Womit habe ich das verdient? Du gibst mir das Gefühl, etwas Besonderes zu sein.

Emma: Du bist etwas Besonderes. Ich bin nie wirklich von dir los gekommen, seit 20 Jahren nicht. Es muss etwas zu bedeuten haben, dass ich mich zum dritten Mal über beide Ohren in dich verliebt habe. Ist das Schicksal?

David: Was sonst?!?

Geküsst

Emma: Fühl dich geküsst...

David: Tu ich... Du dich auch – Kuss

Emma: Könnte ich noch einen kriegen?

David: Kuss – Kuss – Kuss

Nie

David: Ich wäre jetzt so gern bei dir. Will dich in den Arm nehmen, streicheln...vermisse dich! Lass mich dich spüren.

Emma: Ja...bitte, bald... Du machst mich wahnsinnig...

David: Und du mich süchtig... Ich sehne mich nach dir, deinem Lachen, deinen Augen, deinem Duft, deinem Geschmack...

...

David: Auch wenn du es nicht bemerkt hast: Ich war immer da! Du brauchtest nur zu rufen...

...

David: Du kannst mich haben, weißt du das? Manche Sachen gelten ewig, nenne es Schicksal, Vorsehung, Hoffnung...

Emma: Hast du mich jemals los lassen können?

David: Nein, nie. Warum?

Ich

Sie simsen sich gleichzeitig an.

Emma: So, und wer war jetzt zuerst? (lach)

David: Du!! (lach) ICH war gerade noch am Tippen...

Emma: Nein, ICH war grade am Tippen!

David: Ich!

Emma: Ich ich!

David: Ich ich ich!

Emma: Ich ich ich ich!

David: Ich ich ich ich ich! (lächel)

Spotlight 2: Chemie (1., 2. und 3. Mal)

Keine Ahnung, warum das so ist. Sobald wir beide denselben Raum betreten, fallen wir übereinander her. Chemie. War schon immer so. Vor 20 Jahren. Und auch vor 10. Als er plötzlich anrief. Und aus dem Nichts wieder in mein Leben schneite. Ich war damals mit jemandem zusammen. Dennoch konnte ich mir das nicht entgehen lassen, ich musste ihn mir ansehen. Ihn, an den ich täglich dachte, seit dem ersten Mal. Der mich nicht los ließ, mich in meine Träume verfolgte, meine Fantasien prägte. Und den ich glorifizierte, ganz sicher. Bestimmt auch weil ich gegangen war beim ersten Mal. Und mich deswegen schuldig fühlte. Als hätte ich ihn im Stich gelassen, in seinem Dorf. Während ich in die nächst größere Stadt ging und das Leben gierig in mich auf sog. Ich wollte nicht in der Provinz versauern. Und verstand nicht, dass er das nicht auch wollte.

Und da stand er dann eines Tages vor mir, das Landei. Angetreten, um die Städterin wiederzusehen, die er nicht vergessen konnte. Die Tür hatte sich noch nicht geschlossen, als wir uns schon küssten. Keine Skrupel, keine Diskussion, es war alternativlos. Und vertraut. Seine Lippen. Sein Körperduft. Dieser Körperduft hatte mich schon beim ersten Mal fast in den Wahnsinn getrieben. Sobald ich ihn wahrnahm, war ich ihm schier ausgeliefert. Chemie.

Er kam oft. Und genauso oft schliefen wir miteinander. Und von Mal zu Mal fragte ich mich mehr, was er eigentlich von mir wollte. Warum war er hier? „Er liebt dich“, sagte meine Mitbewohnerin. „Nein“, sagte ich, „er liebt mich nicht, er weiß gar nicht, wer ich bin." "Was will er dann?", fragte sie. "Er sucht eine Frau zum Heiraten. Der er Kinder machen kann und die sich um seine Eltern kümmert. Die wohnen eine Etage unter ihm. Und arbeiten in seiner Firma mit.“

Ich hatte es eilig, in eine noch größere Stadt zu ziehen, mir war alles zu eng geworden. Was soll ich da mit so einem? Oder würde er mit mir gehen? Was würde er antworten auf diese Frage? Ganz genau. That´s amore. Als ich ihn fragte, wie es mit uns weitergehen würde, sagte er – nichts. Schweigen. Ein „Mal sehen“ im Blick. Okay, das war´s. Erneut getrennte Wege.

Aber was tust du, wenn kein Tag vergeht, an dem du nicht an ihn denkst? Was tust du dann? Du träumst. Und sehnst dich. Nach ihm.

Und was tust du, wenn du erfährst, dass es ihm genauso geht?

Du träumst nicht mehr nur von ihm. Sondern auch von der Mitte. Zaghaft. Wird es dieses Mal anders sein?

Davor

David: Träume gerade vom Geschmack deines Halses und deiner Schulter...

Emma: Ich spüre deine Küsse, deinen Atem in meinem Nacken... Und dich in mir... Mit deinen Händen an meinen Brüsten...

David: Eine Hand ist zu deinem Mund gewandert, meine Finger spielen an deinen Lippen und du saugst sanft an ihnen...

Emma: Du siehst meinen Rücken, fühlst meinen Po an deinen Oberschenkeln... Oh mein Gott, ich gebe dich nie wieder her...

David: Und ich will nie wieder verlieren, was ich gerade in mir spüre...

Lüge

Emma: Ich habe heute nicht eine Sekunde an dich gedacht!

David: Das war jetzt aber gelogen!

Emma: Ich lüge nie! (lächel, Rehblick)

Danach

Emma: Für das, was heute geschehen ist, gibt es kaum ein passendes Wort. Vielleicht: berauschend?

David: Ein gutes Wort. Bin jetzt noch total weggetreten. Oh man, diese tiefen, unendlich tiefen Augen...

Emma: Kneif mich und sag mir, dass das kein Traum war, sag mir, dass wir das wieder tun werden. Waren das wirklich wir? Du fehlst mir. Ich möchte dich küssen.

David: Tu es, beim nächsten Mal. Ich muss einen Anker werfen, um von der Wolke wieder runter zu kommen. Warum fühlt es sich so unglaublich gut an zu wissen, dass du da bist? Was wirst du als Nächstes mit mir tun? Du bist so wunderbar... Wo warst du nur all die Jahre?

Emma: Wo warst DU all die Jahre?

Kurz

Emma: Man, war das ein kurzes Gespräch heute mit dir. Grad warm gelaufen und dann schon wieder Schluss. (schmoll)

David: Ja, fühlte sich sehr kurz an. Haben wir irgendwo übermäßig viel Zeit verschenkt?

Emma: Hm...lass mal überlegen...die letzten 20 Jahre?!

David: Jetzt wo du es sagst... (zwinker)

Spotlight 3: Wiedersehen (3. Mal)

Noch 500 Meter. Dann bin ich da. Kaffee, für eine Stunde. An einer Raststätte. Wie romantisch... Wie er wohl aussieht? Ob ich ihn erkenne? Keine Panik, ganz ruhig. Der kommt sowieso zu spät. War ja noch nie anders. Blauer Wagen, hat er gesagt. Sehe keinen. War klar. erst mal Kaffee. Und eine rauchen.

...

Man, ist das windig, schnell wieder ins Auto. Ist er das? Nee, bestimmt nicht, der ist zu alt. Hat er gesimst? – Es klopft an der Scheibe! Oh Gott, da ist er! Der Alte von grade.

„Hi!“

„Hi! War klar, dass du nicht pünktlich bist...“ – Toll, das erste Treffen mit einem Vorwurf zu beginnen. Exzellent.

„Manche Dinge ändern sich eben nie...“

„Da vorne ist eine Bank, sollen wir uns da...“

Gott, der redet wie ein Wasserfall. Ist vermutlich nervös. So wie ich. Lass ihn reden. Wie der aussieht... Grau ist er geworden. Und faltig. Aber noch immer diese strahlend blauen Augen. Hinreißend. Ich kann es kaum glauben, dass wirklich wir hier sitzen. Wir.

Hmmm, erzählt von seinem Job, wie er seine Firma aufgebaut hat, was er den ganzen Tag macht. Hmmm. Oh, jetzt fragt er nach mir. Nach meinem Urlaub, wie der war. Hmmm. Das kann doch nicht ewig so weitergehen, das ist ja nur Smalltalk. Wann kommen wir zu den wirklich wichtigen Dingen?! Wenn du das Ruder nicht so langsam rumreißt, wird das nie was. Unsere Zeit ist bald um.

„Ich muss los. Und du auch. Aber eine Sache muss ich noch tun, sonst kann ich dich nicht gehen lassen.“

„Und die wäre?“

„Dich küssen...“

Jetzt nicht nur reden, sondern es auch tun. Bist du zu forsch? Du überrennst den Mann ja... Kann sein, aber wann sehe ich ihn wieder? Wenn ich es jetzt nicht tue, wann dann?

Ja, so riecht er, das ist er, der vertrauter Duft aus der Vergangenheit. Und diese Lippen, diese Hände... Aber hey – wo bleiben die Glocken? Ich höre nichts. Kein Halleluja. Wie kann das denn sein?! Das ist doch ER...

...

Er ist es nicht. ER ist zwar ER. Aber: Er ist es nicht. Sonst hätte es gezündet. Vielleicht war es zu überstürzt? Zu programmiert? Ich bin irritiert. Das kann es doch nicht gewesen sein. Ich muss mehr wissen.

Geständnisse

David: Du bist unvergesslich, weißt du das eigentlich?

...

David: Ich kann mich nur wiederholen: Ich war schon immer da, du musstest mich nur rufen.

...

David: Es wird mir mit Worten niemals möglich sein, den Genuss zu beschreiben, den dein Auftauchen in meinem Leben verursacht hat.

...

David: Es ist mir eine Ehre, wenn ich es bin, der dir all deine Sehnsüchte erfüllen darf.

...

David: Ich will dich sehen!!! Am besten sofort!!

...

David: Mein Gott, was tue ich hier? Warum tue ich das? Und warum musstest du kommen, damit ich anfange, so etwas zu tun?

...

David: Bitte, hol dir von mir, was du willst. Du darfst alles von mir verlangen. Sei bei mir, halt mich fest.

...

David: Warum, warum, warum ausgerechnet du??

...

David: Du bist völlig unerwartet in mich hinein gestürzt... Meinst du, du könntest für immer ein Teil von mir bleiben? Schaffst du das?

Emma: Natürlich. So wie du von mir.

Wenn

David: Sag, was würdest du tun, wenn ich jetzt bei dir wäre?

Emma: Ich würde mich nach einem langen intensiven Kuss langsam ausziehen und deine Blicke genießen, die jede meiner Bewegungen gierig verfolgen. Ich trage schwarze halterlose Strümpfe, sonst nichts. Ich lege mich aufs Bett und fahre mit meine Händen über meine Brüste und lasse dich zusehen, wie meine Finger über meinen Bauch hin zum Schönsten wandern, das du je gesehen hast... Mehr?

David: Ja, bitte... Aber du glaubst doch nicht, dass das passiert, ohne dass ich dich anfasse, anfalle? Du müsstest mich fesseln, damit ich meine Finger von dir lasse!

Emma: Du bist zum Zuschauen verdammt. Und darfst mich erst anfassen, wenn ich es erlaube! Ich fahre zwischen meine Lippen und stöhne leise, meine Beine spreizen sich, so dass du freie Sicht auf meine Vulva hast und sie glitzern siehst. Ich spiele mit meinem Kitzler und schaue dir dabei direkt in die Augen... Mehr?

David: Mehr! Ich will dich, jetzt!

Emma: Du stehst direkt vor mir und ich fordere dich auf, deine Hose zu öffnen und deinen Schwanz raus zu holen. Deine Hand greift sanft und fest zu und arbeitet in gleichmäßigem Rhythmus. Ich verschlinge dich mit meinen Augen und lasse zwei meiner Finger in mich gleiten. Was dich schneller werden lässt. Mehr?

David: Nannte ich dich „meinen Stern“, astra mou? Entschuldige bitte, meine Göttin!

Emma: Deine Hand wird immer schneller und du fühlst es in dir hochsteigen. Du siehst die Lust auf meinem Gesicht und meine Augen sagen, dass ich dich kommen sehen will. Du ertrinkst in deinem Orgasmus und kommst zitternd auf meine Brüste. Jetzt darfst du mich küssen.

David: Und ich küsse dich. Deinen Mund, deine Wangen, deinen Hals, deine Schultern, deine Brüste. Und ich küsse sie, als gäbe es kein Morgen, spiele mit deinen Nippeln, wie es noch nie jemand getan hat.

Emma: Mehr!

David: Ich schmecke mich selbst, küsse noch einmal deinen Mund, um den Geschmack mit dir zu teilen, dann gleiten meine Lippen tiefer und tiefer, küssen noch einmal deine Brüste, dann deinen Bauch, deinen Nabel und endlich, endlich darf mein Mund deine Scham berühren...

Emma: Mehr! Jetzt!

David: Ich küsse dich, intensiv und sanft, meine Lippen erforschen dich, ich bin überall... Und jetzt darf ich meine Gier befriedigen, versenke mein Gesicht, meinen Mund, meine Lippen, meine Zunge in dir...

Emma: Gott! Hör nicht auf!

David: Ich schmecke dich, ich genieße dich, du gibst mir mehr von dir als je zuvor, jeder Tropfen gehört mir... Plötzlich höre ich dich nicht mehr, dein Atmen stockt. Und du kommst. Gewaltig, dein Körper bebt, dein Zucken erfüllt mich, du presst mich an dich, in dich hinein und genießt mich weiter...

Blitz

Emma: Bist du allein?

David: Ja. Trinke gerade Rotwein. Und denke an dich und denke an dich und denke an dich und denke an dich...

Emma: Trinke auch gerade ein Glas und denke viel zu viel an dich. Mein Gott, wie kann man nur so süchtig sein? Ich will dich sofort küssen, namenlose Dinge mit dir anstellen, dich kosten. Ich bin so nah an dir dran wie nie zuvor und was ich sehe, gefällt mir, macht mich wahnsinnig. Ich will wissen: Hat dich auch der Blitz getroffen? Und wenn ja, wann und wie?

David: Gekribbelt hat es schon beim ersten Mal, als ich deine Stimme hörte. Der Rest kam eher unbewusst. Bis ich plötzlich vor dieser Wand stand, die deinen Namen trägt. Dieses mächtige Gefühl, das sich in mir ausgebreitet hat.

Emma: Bitte zeig mir mehr von dir. Hör nicht auf damit, ja? Wann war das?

David: Jetzt will sie es aber genau wissen... Der Freitag in ... war schon intensiv, aber anfangs noch mit dem Gefühl behaftet, dass das hoffentlich kein Fehler war. Dafür war es aber eigentlich zu schön. Und dann, nach und nach, bei diesen wunderbaren Telefongesprächen und in meinem Auto wurde es tiefer und tiefer... Bis zum letzten Mittwoch, da hast du mich vollends umgehauen!

Emma: Ich fühle mich in deiner Nähe unglaublich gut, du bringst mich zum Lachen, du lässt mich mich schön fühlen und begehrt, du lässt mich Dinge tun, die ich nie zuvor getan habe und die ich in vollen Zügen genieße. Ich fühle mich so lebendig, wie auferstanden von den Toten. Bitte geh nicht wieder weg, ok? Ein drittes Mal ertrage ich nicht.

David: Weg gehen? Ich? Nicht freiwillig!

Spotlight 4: Bank (3. Mal)

Mist, ich bin spät dran. Wie sehe ich aus? Ja, ganz ok. Könntest noch ein paar Kilo abnehmen. Ja, bin ja dabei. Und die Haare musst du dir färben, sonst kannst du zu Karneval als Mortisha von der Adams Family gehen... Jetzt aber los, ab ins Auto.

...

Du wirst nicht mit ihm schlafen. Auf gar keinen Fall. Du musst ihn dir erst noch genauer angucken. Das Halleluja muss kommen, vorher tust du gar nichts - nada.

...

So, hier muss ich raus. Wo jetzt lang? Mist, falsch abgebogen, falsche Richtung. Drehen. Da vorne ist er, der Parkplatz. Man, ist der voll. Und eine Motorrad-Gang ist auch noch da. Klasse, so habe ich mir das vorgestellt... Oh, da kommt er. Letzter Blick in den Spiegel. Geht.

„Hi!“

„Hi! Ziemlich viel los hier...“

„Ja, mächtig. Was hältst du von einem Spaziergang?“

„Okay. Da lang, oder?“

...

„Guck mal, eine Bank. Hatten wir schon mal, oder?“

„Ja, aber noch nicht so...“

Meine Güte, geht der ran... Und küsst himmlisch. Brille stört. Setz sie ab und mach die Augen zu, genieße es, musst nichts erkennen können. Obwohl... Oh Gott, hat der große Hände, hatte ich schon ganz vergessen. Riesig. Fühlen sich fantastisch an.

...

„Kommt da jemand?!“

„Keine Ahnung, egal.“

...

Nein, du schläfst nicht mit ihm. Auf gar keinen Fall. Das geht viel zu schnell. Oh Gott, er knöpft meine Hose auf. Himmel, seine Finger, verdammt... Und jetzt geht er auch noch auf die Knie... Jesus, was tue ich hier?! Und was bitte tut er da?!

...

„Da kommt doch jemand...“

„Nein, da ist niemand...“

...

Diese Zunge... Der Mann weiß, wie es geht. Lessons learned. Er war früher schon gut, aber so... Verdammt, ich will mehr. Nein, ich kann das nicht tun.

...

„Hörst du das?“

„Was?“

„Da kommen Leute...“

„Da kommen keine Leute...“

...

"Stopp. Setz dich auf die Bank. Und hilf mir mit der Hose. Ich will dich. Und zwar jetzt. Zieh dir das Gummi über, schnell..."

...

„Mein Gott, das war gut...“

„Sind eben wir...“

„Ja...“

„Ich muss los.“

„Ich auch...“

Wie schön, hier Arm in Arm spazieren zu gehen. Fühlt sich gut an. Und so falsch. Unecht. Da vorne ist der Parkplatz. Die Motorradfahrer sind weg, Gott sei Dank. Ein Kuss zum Abschied, wie nett. Wo war eigentlich das Halleluja?

...

Eine Gluthitze im Auto. Er ist schon eingestiegen, in seines. Grinst mich an. Was macht er jetzt? Sonnenbrille aufsetzen. Und grinst mich wieder an. Oh verdammt, sieht der sexy aus...

#Halleluja!#

Halt, stopp, nein, nicht verlieben. Nein, nicht verlieben, auf gar keinen Fall. Vögeln ok, aber nicht verlieben. Fahr los und denk an was anderes, an das Bier, das du gleich mit deiner Freundin trinken wirst oder so. Fahr los! Jetzt!

Er ist vor mir, ich kann ihn in seinem Rückspiegel sehen. Scheiße, sieht der sexy aus, scheiße, scheiße, scheiße!

Früchte

Er isst einen Granatapfel.

David: Stelle mir gerade vor, wie du vor mir auf dem Bauch liegst. Ich verteile Dutzende von diesen kleinen roten Granatapfelkernen auf deinen Schultern, deinem Rücken, deinem Po und deinen Beinen. Und du darfst sagen, wo ich sie zuerst weg naschen soll...

Emma: Fang am Rücken an.

...

David: Und jetzt noch eine Feige...

Emma: Hast du heute Obsttag?

David: Miststück!

Emma: Ach, du weißt doch: Was sich liebt...

David: (lächel) Kuss

Rache

Emma: Erwähnte ich, dass ich dir hoffnungslos verfallen bin? Du treibst mich in den Wahnsinn, Mistkerl, dieses Strahlen in meinen Augen ist ja kaum noch erklärbar...

David: Ich glaube, ich kann am Mittwoch nicht.

Emma: Was?! Sag, dass das nicht wahr ist!

David: Nein, wollte dich nur ärgern... (zwinker)

Emma: Ich hasse dich! Das verlangt nach Rache!

David: Ich stehe vor dir, nackt, sanft, wehrlos, wartend auf das, was passieren wird, was immer es auch sein mag... Wirst du dich wirklich an mir rächen?

Emma: Ich verbinde dir die Augen, fessele dir mit meinem Strumpf die Hände und lecke deine Nippel...

David: Rache ist süß!

Emma: Und ich hasse dich nach wie vor! Du bist erregt, ich ziehe meinen BH aus und streiche mit meinen Brüsten sanft über deinen Bauch. Ich setze mich auf dich und lasse dich in mich gleiten, reite dich, bis du fast kommst und steige dann von dir ab. Dann setze ich mich wieder auf dich und reite dich, bis du wieder fast kommst und steige wieder von dir ab... Und wiederhole das, bis deine Augen mich anflehen. Nenn mich "Göttin" und sag "Bitte"!

David: Bitte! Lass mich noch ein wenig leiden, mach mich verrückt, ich liebe dich dafür! Du bist DIE Göttin, MEINE Göttin, bitte erlöse mich noch nicht, ich liebe es, unter dir zu leiden. Nein, das ist kein Leiden, lies es mir von den Augen ab, wie sehr ich es genieße. Lass dir Zeit, mein Verlangen ist gewaltig...

Emma: Ich nähere meine Vulva deinem Mund, du witterst mich, willst mich schmecken, aber ich lasse dich nicht. Sag mir, was ich hören will!

David: Bitte, lass mich kosten, ich will sie schmecken!

Emma: Nein. Sag mir erst, was ich hören will, du Mistkerl!

David: Oh astra mou, du willst doch wohl nicht das Wort mit „l“ hören? Das tue ich die ganze Zeit, du bist meine Aphrodite, von dir geliebt zu werden, ist wie Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in einem. Deinen Körper spüren zu dürfen, ist der Himmel auf Erden. Lass mich deine Libido fühlen, ich will dich mit Wonne erfüllen, wie es noch kein anderer getan hat, ich will, dass unsere Vereinigung die Erfüllung all unserer Träume ist... Oh ja, ich will dich, will dich spüren, schmecken, genießen. Ich begehre deinen Atem, deine Stimme, deinen Duft. Bitte, bitte, sei mein, mein Körper, mein Geist schreien nach dir. Erfülle mich...

Emma: Ich lasse deine Zunge meine Lippen berühren, mehr nicht. Küsse dich gierig, an deiner Brust, deinem Bauch, deinem Schwanz, und lecke deine großen, glatten Eier, benetze meine Finger in mir, spiele mit meinen Fingern an deinem Anus und gleite in dich, während mein Mund deinen Schwanz empfängt...

David: Wieder eine Premiere! Du bist unglaublich! Meine Göttin!! Aber ich will mehr von dir, will aus dir trinken. Ich will es sein, der dich die Vollkommenheit spüren lässt...

...

David: Glaubst du, ich könnte dich glücklich machen?

Emma: Du tust es bereits...

David: Warum wir? Ja, du hast Recht, was haben wir versäumt?

Ahnung

Emma: Ich würde mich jetzt gern an dich schmiegen, ein Glas Wein mit dir trinken, die Kinder schlafen, es kehrt Ruhe ein. Du küsst mich auf den Hals und wir werden Teil des Jahrtausende alten Spiels...

David: Könnte mir gefallen...

Emma: Könnte dir gefallen?

David: Ja. Ich dachte dabei an den Anfang ohne Ende.

Emma: Es schmerzt mich, dass ich vor 10 Jahren so blind war... Es tut mir so leid. Ich will dich nie mehr missen.

David: Das braucht es nicht, wirklich. Wer weiß, was sonst geschehen wäre...

Emma: Ich weiß nur eins: Ich fühle, dass ich bei dir so sein darf, wie ich bin. Ich muss mich nicht verbiegen, dir nichts verkaufen, würde dich damit sogar enttäuschen.

David: Mir geht es ähnlich... Wie werde ich mich morgen um diese Zeit fühlen? Was werde ich fühlen? Und warum? Was passiert nachher? Wird sich etwas ändern? Lauter Fragen... Ich möchte dich und deine Gegenwart einfach nur genießen... Oh man, hast du eine Ahnung, wie sehr ich mich auf dich freue?!

Spotlight 5: Bekenntnisse (3. Mal)

Was für ein Abend. Fiel mir schwer, mich auf die Theaterstücke zu konzentrieren. Habe ständig nur an ihn gedacht. Theater-Hopping unter erschwerten Bedingungen. In jeder freien Minute dazwischen gesimst, ein Geständnis nach dem anderen... Das fühlt sich alles so wahr an, so echt. Oder bilde ich mir das nur ein? Weil ich es glauben will? Weil es so schön ist?

Er geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Nur noch er. Und das ist nicht nur der Sex. Das ist mehr, viel mehr. War es schon immer. Alles in mir schreit danach, es ihm zu sagen. Aber was wird dann passieren? Ist das zu viel für ihn? Überfordere ich ihn damit? Nicht dass er noch die Panik kriegt... Ich will nicht, dass er wieder geht. Einmal Ausgesprochenes kann man nicht wieder zurücknehmen...

Ich sag es ihm nicht. Auf gar keinen Fall. Ist viel zu riskant. Was, wenn es bei ihm nicht so ist? Wenn es ihm nicht so geht wie mir? Oh Gott...

...

Emma: Kannst du reden?

David: Ja.

Emma: Dann ruf mich an.

...

„Ich liebe es, wenn du tust, was ich will.“

„Aber immer gerne doch. Was ist denn los? Geht’s dir gut?“

„Ja, war ein intensiver Abend...“

„Das war er...“

„Ach scheiße, man, ich komme mir vor wie mit 15, druckse hier rum wie ein Teenager... Kennst du das? Die Angst davor, etwas auszusprechen? Weil man nicht weiß, was danach sein wird?“

„Hallo?! Ich bin´s. Natürlich kenne ich das.“

„Okay... Fällt mir echt grad nicht leicht und ich mache mir gleich ins Hemd vor Aufregung und es ist mir jetzt auch egal, was das bewirken wird und was dann passiert und wie du reagieren wirst, das muss mir jetzt alles egal sein, denn wenn ich es jetzt nicht sage, werde ich noch dran ersticken: Verdammter Mist, ich liebe dich! So, jetzt ist es raus, endlich!

„Und ich liebe dich.“

„Was? Was hast du gesagt?“

„Ich sagte: Und ich liebe dich!“

„Du verarschst mich. Lass das. Ist echt ernst jetzt.“

„Ich verarsche dich nicht.“

„Oh mein Gott... Auf diesen Satz habe ich 20 Jahre gewartet...“

„Ich liebe dich. Habe dich schon immer geliebt. Schon damals. Und ich würde alles für dich tun. Alles für dich aufgeben. Meinen Job, meine Frau... Aber eins kann ich nicht aufgeben: meine Kinder...

„Verstehe... Passiert das hier gerade wirklich?

„Ja. Unglaublich, oder? ... Schau mal nach oben, zum Himmel.“

„Ja... Und?“

„Siehst du den Mond?“

„Hmm...“

„Ich sehe denselben.“

Liebesgeflüster

Emma: Wirklich alles wahr? Kann an nichts anderes mehr denken als an dich und letzte Nacht...

David: Gib mir mal 'nen Tipp: Warum kriege ich keine zehn Minuten hin, ohne an dich zu denken??

Emma: Eigentlich würde ich die Taktung gern auf alle fünf Minuten erhöhen... Vielleicht aus demselben Grund, weshalb ich nachts wach werde und an nichts anderes mehr denken kann als an dich?

...

Emma: Ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich!

David: Dito, dito, dito, dito, dito! Ich dich auch! Danke. Dass es dich gibt. Ich liebe dich.

Emma: Wenn ich die Augen schließe, sehe ich dich vor mir und liebe dich wie verrückt, es zerreißt mich, nicht bei dir zu sein. Bitte geh nicht weg. "Was du auch seist, Seel oder Leib, erbarm dich, geh nicht von mir, bleib. Oder lass uns beid weiter fliehen als Winde wehen und Wolken ziehen. Du warst, du bist der Wahnsinn, der mein Herz zerfrisst." Lord Byron

David: Ich gehe nicht weg, natürlich nicht, ich bin doch nicht verrückt...

Partnerwahl

Emma: Hast du das wirklich ernst gemeint, als du sagtest, du würdest deine Frau für mich aufgeben?

David: Ja. Warum?

Emma: Wie warum? Ich frag hier: Warum? Bist du nicht glücklich?

David: Weiß nicht genau. Glaube nicht. Weiß aber auch nicht, ob "glücklich sein" überhaupt von langer Dauer sein kann.

Emma: Ich rede hier nicht von "verliebt sein". Dass das nicht ewig hält, wissen wir beide inzwischen. Ich meine glücklich im Sinne von "sich richtig und gut fühlen mit dem anderen".

David: Wohl eher nicht. Zu Hause fliegen pausenlos die Fetzen, egal wegen was, ständig hat sie irgendetwas zu meckern. Ist aber auch egal. Ist nicht leicht für Sie mit meinen Eltern und meinen Geschwistern in so einem Mehrgenerationenhaus.

Emma: Verstehe. Ist sie unzufrieden?

David: Sehr. Vor allem mit mir.

Emma: Warum?

David: Ich arbeite zu viel. Bin zu wenig zu Hause.

Emma: Das kenne ich! Ist typisch Mann.

David: Wenn sie mich mehr unterstützen würde, hätte ich mehr Zeit. Vor allem für die Kinder.

Emma: Unterstützen womit zum Beispiel?

David: Sie könnte den Bürokram machen, da fällt immer viel an. Und frisst viel Zeit.

Emma: Ähm, ich dachte eigentlich, sie würde in deiner Firma mitarbeiten? Was macht sie denn da?

David: Nichts.

Emma: Wie nichts?

David: Keinen Handschlag. Sie ist den ganzen Tag zu Hause.

Emma: Sie kümmert sich um die Kinder.

David: Yep.

Emma: Und um den Haushalt.

David: Wir haben eine Putzfrau.

Emma: Vielleicht ist ihr langweilig. Vielleicht schimpft sie deshalb so viel.

David: Kann sein. Kann sogar gut sein. Die Sache ist nur: Mir ist auch langweilig. Zum Kotzen langweilig.

Emma: Wie lang seid ihr verheiratet?

David: Sechs Jahre. Kennen uns aber schon seit neun.

Emma: Dann kam sie direkt nach mir? Nach unserem zweiten Mal?

David: Ja, ziemlich direkt.

Emma: Ich packe es nicht... Du hattest es aber eilig, was?

David: Ja, hatte ich. Sorry...

Emma: Warum? Warst du schwanger?

David: Stopp! Du warst es doch, die gegangen ist!

Emma