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Becker Baptiste ist auf der Flucht. Er wurde nach Paladin geschickt, um dort Hilfe zu suchen. Erschöpft und am Ende seiner Kräfte, versucht er seine wenige Monate alte Nichte Sabine vor dem Tod zu bewahren. Als ihm auf der Straße in die Stadt ein nackter Mann über den Weg läuft, ist er besorgt, weil dies vielleicht nicht der richtige Ort ist, um sich vor Sabines Mutter zu verstecken. Roane Jackson hatte die Suche nach seinem Gefährten schon aufgegeben, aber als Becker mit einem Baby in den Armen auftaucht, ist Roane klar, dass sein Leben sich auf mehr als eine Art verändern wird. Wird Becker akzeptieren, dass der nackte Mann sie als Gefährten bezeichnet? Wird er Sabine vor ihrer Mutter beschützen können? Wird Roane sich je etwas anziehen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 21.300 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2019
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
ÜBER DEN AUTOR
LESEPROBE:
Cajun Thunder
Becker Baptiste ist auf der Flucht. Er wurde nach Paladin geschickt, um dort Hilfe zu suchen. Erschöpft und am Ende seiner Kräfte, versucht er seine wenige Monate alte Nichte Sabine vor dem Tod zu bewahren. Als ihm auf der Straße in die Stadt ein nackter Mann über den Weg läuft, ist er besorgt, weil dies vielleicht nicht der richtige Ort ist, um sich vor Sabines Mutter zu verstecken.
Roane Jackson hatte die Suche nach seinem Gefährten schon aufgegeben, aber als Becker mit einem Baby in den Armen auftaucht, ist Roane klar, dass sein Leben sich auf mehr als eine Art verändern wird.
Wird Becker akzeptieren, dass der nackte Mann sie als Gefährten bezeichnet? Wird er Sabine vor ihrer Mutter beschützen können? Wird Roane sich je etwas anziehen?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.
Länge: rund 21.300 Wörter
KEELY JAKES
Cajun Thunder
Team Paladin 5
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Cajun Thunder“:
Keely Jakes
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
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Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.
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Über das Gebiet von Paladin war endlich der Frühling hereingebrochen, und Roane Jackson genoss jede einzelne Sekunde. Er tappte in seiner Pumagestalt durch den Wald, bis ihm plötzlich ein süßer, würziger Duft in die Nase stieg, nach dem er sehr schnell süchtig werden könnte. Er folgte der Duftspur, die ihn zu der befestigten Straße führte, die Paladin mit dem Highway und der Zivilisation verband. Während er durch das Unterholz tappte, ging ihm nur ein einziger Gedanke durch den Kopf.
Gefährte.
Normalerweise mied Roane die Straße. Er begab sich nicht in die restliche Welt. Er hasste Leute – naja, mit der Ausnahme seines Teams, dessen Mitglieder eher Blutsbrüder als Freunde waren, sowie deren Gefährten, die den Weg nach Paladin gefunden hatten.
Normale Leute, diejenigen, die draußen in der Welt ihr Leben lebten, ohne eine Ahnung von der Wahrheit des Lebens zu haben, hatten die Angewohnheit, sich unvorhersehbar zu verhalten. Sie verstanden nicht, dass ihre Worte und Handlungen oftmals andere um sie herum verletzten, ob sie das beabsichtigten oder nicht. Diese Verletzungen und Beleidigungen führten häufig zu Streit, der zu Kriegen führte, die wiederum sowohl Unschuldige als auch Männer wie ihn und sein Team schädigten.
Doch heute würde er das Risiko eingehen, gesehen zu werden, würde alles riskieren, wenn es bedeutete, dass er seinen Gefährten treffen und beanspruchen konnte.
Als er den Rand des Waldes erreichte, der an die Straße grenzte, verharrte Roane beim Anblick eines Mannes, der die Straße entlang ging oder besser gesagt wankte. Der Mann trug einen Rucksack, der dem ähnelte, den Roane bei seinen Einsätzen benutzt hatte. Eine kleinere, schmalere Tragevorrichtung bedeckte seine Brust. Der Mann trug außerdem einen Koffer in einer Hand und zerrte einen zweiten hinter sich her. Doch selbst das überraschte den Wandler nicht so sehr wie die Worte, die der Mann von sich gab.
„Nur noch ein bisschen, Süße. Oma hat gesagt, wir würden hier Hilfe finden. Gott, ich hoffe, es ist nicht mehr weit. Ich muss mich wirklich hinsetzen und ich weiß ja, dass du frischgemacht werden musst und Mittagessen brauchst, nicht wahr?“
Roane hörte, wie der Inhalt der Brusttrage schrie und herumzappelte. Die leichte Bewegung brachte den Mann aus dem Gleichgewicht, sodass er den Koffer, den er trug, abstellen musste, um auf den Beinen zu bleiben. „Ich weiß, dass du müde bist, chère, aber du musst noch ein bisschen brav sein.“
Gefährte. Junges. Meins.
Um seinen Gefährten nicht zu Tode zu erschrecken, verwandelte Roane sich und trat aus dem Wald. „Sieht so aus, als könnten Sie etwas Hilfe gebrauchen.“
Der Mann zuckte zusammen und drehte sich um, dann ließ er den Griff des Koffers los, den er hinter sich hergezogen hatte, und legte beide Arme schützend um das Bündel an seiner Brust. Seine Augen weiteten sich, als er Roane von Kopf bis Fuß musterte.
„Heilige Scheiße, Sie sind ja nackt.“
* * * *
Becker Baptiste war müde. Scheiße, er war das, was der Beschreibung von Erschöpfung folgte. Wochen, in denen er sich bemüht hatte, Danielle zu entkommen, der psychotischen Zicke, die einst seine Schwägerin gewesen war, zwangen einen Mann in die Knie. Seine normalerweise positive Einstellung wurde immer schwieriger aufrechtzuerhalten, denn er wusste, sofern nicht jemand Danielle aufhielt, würde er weiterhin erschöpft, bis in die Knochen gestresst und auf der Flucht sein.
Wenn die Sache so weiter lief, würde er sie vielleicht selbst töten. Er würde alles tun, damit Danielle nicht Sabine in die Finger bekam, das süße Baby, das an seine Brust geschnallt war und ihn mit Augen voller Vertrauen und Liebe ansah. Es war schwer genug gewesen, Louisiana hinter sich zu lassen und nach Chicago zu gehen in der Hoffnung, die Kälte und der Schnee des späten Winters würden Danielle davon abhalten, ihnen zu folgen, doch als sie im Haus seiner Großmutter aufgetaucht war, hatte er keine Ahnung gehabt, wohin er als nächstes gehen sollte.
Bis Gran, seine Großmutter, ihm eine Visitenkarte gereicht hatte mit den Worten, er solle jemanden in Paladin, Montana, aufsuchen. Laut Gran würde Dallas Grant, der Bärenwandler, der ihr seine Karte gegeben hatte, ihnen helfen. Ihr verschmitztes Lächeln zusammen mit dem Zwinkern, als sie hinzufügte: „Vielleicht hat er ja einen unverbandelten Freund, der dir gefällt“, hatte Becker überzeugt, wieder in einen Bus Richtung Westen zu steigen.
Jetzt, mit der kleinen Sabine an seine Brust geschnallt und allem, was sie besaßen, in den Koffern, die er mit sich schleppte, ging Becker langsam eine schmale, befestigte Straße entlang, die einige Baumaßnahmen gut gebrauchen könnte. Er war gerade im Begriff, sich auf den Koffer zu setzen, der ihm aus der Hand gerutscht war, um sich etwas auszuruhen, als ein nackter Mann zwischen den Büschen hervortrat. In vollem Beschützermodus schlang Becker beide Arme um sein kostbares Bündel, während er auf die fehlende Kleidung des Mannes hinwies.
Der große, sexy Mann schaute an sich herab, dann sah er wieder Becker an. Das Prickeln, das daraufhin durch seinen erschöpften Körper schoss, überraschte Becker. Sein Schwanz begann sich zu versteifen und er sah, wie der Penis des nackten Mannes länger wurde.
„Ja, das bin ich wohl“, sagte der Mann mit einem Grinsen und zwinkerte. „Du siehst aber dennoch aus, als könntest du Hilfe gebrauchen.“
Mit langsamen Bewegungen hob der Mann den Koffer auf, den Becker fallen gelassen hatte. Dann trat er an Beckers Seite und streckte die freie Hand aus.
Becker wusste Bescheid über Hexen, Gestaltwandler und die anderen Kreaturen, die die Menschen auf die übersteigerte Fantasie von Schriftstellern zurückführten. Er hatte sogar eine Ahnung, warum der Mann nackt war, also ignorierte er dessen ausgestreckte Hand. Er war aus eigener Kraft so weit gekommen, und war entschlossen, auch den restlichen Weg nach Paladin zu schaffen.
Nach einem Rucken mit seinen Schultern, um seinen Rucksack richtig zu positionieren, tätschelte er Sabine den Rücken, damit sie sich für den restlichen Weg in die Stadt beruhigte. Als er nach seinen Koffern griff, stellte er fest, dass der nackte Mann sie bereits hochgehoben hatte und losmarschierte.
Da der Kerl offenbar entschlossen war, ihm zu helfen, indem er seine Koffer schleppte, entschied Becker, ihm nicht zu widersprechen. Er war einfach zu müde. Stattdessen setzte er sich wieder in Bewegung. Es war einfacher ohne das zusätzliche Gewicht.
„Das ist doch die Straße nach Paladin, nicht wahr?“ Nach beinahe zwei Minuten schweigenden Dahinstapfens hatte Becker schließlich nachgegeben und die Frage gestellt.
„Ja, das ist sie. Willst du dort jemanden besuchen?“
„Äh, in gewisser Weise. Gran hat mir eine Visitenkarte gegeben und gesagt, ich soll sie jemandem namens Dallas zeigen. Sie sagte, er und sein Gefährte könnten mir helfen, Sabine zu beschützen.“
Becker fiel es schwer, sich auf die Unterhaltung zu konzentrieren, während er ging und dabei Sabine auf und ab wippte. Das sechs Monate alte Mädchen hatte entschieden, dass sie aus der Brusttrage herauswollte. Er konnte ihr keinen Vorwurf machen. Es war mehrere Stunden her, seit er sie zuletzt frisch gewickelt hatte, und die Zeit für ihr Mittagessen war zweifellos verstrichen. Doch bis sie die Stadt erreichten, würde sie durchhalten müssen. Es war schließlich nicht so, als wäre sie diejenige, die mit einem fast zwanzig Kilo schweren Rucksack und weiteren sieben Kilo, die an ihre Brust geschnallt waren, gehen müsste.
Sobald der Gedanke durch seinen Kopf ging, schwappt eine weitere Woge erstickender Schuldgefühle durch Becker, breitete sich in seinem Herzen und seinem Bauch aus. Nichts von diesem Wahnsinn war Sabines Schuld. Sie hatte nicht darum gebeten, von einer Mutter auf die Welt gebracht zu werden, die so verrückt war, sich einer Sekte anzuschließen und zu der Überzeugung gelangt war, ihr Baby zu töten würde ihr und ihren Freunden irgendwelche beeindruckenden Voodoo-Kräfte verleihen. Die Tatsache, dass sie bereits Sabines Vater getötet hatte, als der versucht hatte, sie aufzuhalten, war schon schlimm genug.
Jetzt war die süße kleine Sabine bei einem schwulen Onkel gelandet, der weder tapfer genug, klug genug, oder stark genug war, um sie vor dem Irrsinn ihrer Mutter zu beschützen. Stattdessen hatte Becker sie mitten in der Nacht aus ihrer Wiege entführt und durch das ganze Land geschleppt, in der Hoffnung, sie in Sicherheit bringen und ihr Leben retten zu können.
Er wünschte nur, er wüsste, wie Danielle sie bei seiner Großmutter in Chicago gefunden hatte und fragte sich, ob sie ihnen auch nach Paladin folgen könnte. Danach hoffte Becker, dass dieser Mann, den er treffen sollte, das Versprechen seiner Großmutter einlösen würde und er wirklich Hilfe bekam, Sabine vor ihrer wahnsinnigen Mutter zu beschützen.
Während er weiter nachdachte, schaute Becker immer wieder hinüber zu dem nackten Mann, der neben ihm her spazierte, als wäre es ein gemütlicher Sonntagnachmittag und nicht der Gang zu Beckers letzter Hoffnung. Der Kerl schämte sich offensichtlich seines Körpers nicht, der, wie Becker gestehen musste, wirklich sehr beeindruckend war. Er war einen ganzen Kopf größer als Becker mit seinen eins fünfundsiebzig, hatte breite Schultern, eine gut geformte Brust und Bauch, dazu lange, schlanke, aber muskulöse Gliedmaße. Wie ein Schwimmer. Oder ein Läufer. Oder eine Katze.
Becker konnte nicht anders, als die beeindruckend lange und dicke Erektion, die mit jedem Schritt des Mannes wippte, anzustarren. Es war nicht sonderlich warm, aber der Mann schien die kühle Luft gar nicht wahrzunehmen. Und die kalte Brise, die über die Straße strich, schien seinen Steifen nicht zu beeinträchtigen.
Becker andererseits fror bis auf die Knochen. Er fragte sich, ob ihm jemals wieder warm werden würde. Obwohl er in Chicago einen dickeren Mantel gekauft hatte, hielt auch der den Wind nicht ab, hauptsächlich, weil er Sabines Tragegestell darunter angezogen hatte, um dem Baby zusätzliche Wärme zu bieten. Er versuchte, das Kleidungsstück vorne geschlossen zu halten, doch der Mantel war einfach nicht weit genug, um sie beide zu umschließen.
Vielleicht fror er auch deshalb, weil er keine vernünftige Mahlzeit gehabt hatte, seit er unterwegs war, da all sein Geld für Busfahrkarten und Babynahrung draufgegangen war. Die Kratzer und blauen Flecken, die er sich vor drei Tagen im Kampf mit Danielle zugezogen hatte, verheilten, aber Becker zwang sich, den Schmerz zu ignorieren.
