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Alleine auszugehen war Griffin Bowers erster Fehler. Sich von einem Fremden auf einen Drink einladen zu lassen sein zweiter. Nachdem er eine Woche lang der Prügelsklave eines Sadisten war, der sich „Doctor Pain“ nennt, verhilft ein Aufseher Griffin zur Flucht. Danach wird er zusammen mit seinem Mitbewohner von dessen Halbbruder mit nach Paladin, Montana, genommen. Als er das Twisted Jack’s, das frisch renovierte Restaurant mit Bar, betritt, begegnet der ziemlich angeschlagene Griffin zwei äußerst interessanten Männern, die schwören, ihn ab sofort vor allem und jedem zu beschützen. Jack und Twist sind Gefährten und Kampfesbrüder, seit sie sich in der ersten Ausbildungswoche begegnet sind. Als Griffin ihre Bar betritt, erkennen die beiden Männer, dass er der Mann ist, der ihre Familie vervollständigen kann. Können sie für Griffins Sicherheit sorgen, während seine Wunden verheilen? Wird er bereit sein, der Gefährte beider Männer zu werden? Wird Doctor Pain auftauchen und nach seinem entflohenen Spielzeug suchen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band der Reihe geht auf die Geschichte eines anderen Paares ein. Um die übergreifende Handlung und die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 29.200 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2019
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
ÜBER DEN AUTOR
LESEPROBE: TRICKSTER
Jack und der Rotschopf mit Twist
Alleine auszugehen war Griffin Bowers erster Fehler. Sich von einem Fremden auf einen Drink einladen zu lassen sein zweiter. Nachdem er eine Woche lang der Prügelsklave eines Sadisten war, der sich „Doctor Pain“ nennt, verhilft ein Aufseher Griffin zur Flucht. Danach wird er zusammen mit seinem Mitbewohner von dessen Halbbruder mit nach Paladin, Montana, genommen.
Als er das Twisted Jack’s, das frisch renovierte Restaurant mit Bar, betritt, begegnet der ziemlich angeschlagene Griffin zwei äußerst interessanten Männern, die schwören, ihn ab sofort vor allem und jedem zu beschützen.
Jack und Twist sind Gefährten und Kampfesbrüder, seit sie sich in der ersten Ausbildungswoche begegnet sind. Als Griffin ihre Bar betritt, erkennen die beiden Männer, dass er der Mann ist, der ihre Familie vervollständigen kann. Können sie für Griffins Sicherheit sorgen, während seine Wunden verheilen? Wird er bereit sein, der Gefährte beider Männer zu werden? Wird Doctor Pain auftauchen und nach seinem entflohenen Spielzeug suchen?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band der Reihe geht auf die Geschichte eines anderen Paares ein. Um die übergreifende Handlung und die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.
Länge: rund 29.200 Wörter
KEELY JAKES
Jack und der Rotschopf mit Twist
(Team Paladin 3)
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Die Originalausgabe erschien unter dem Titel
„Jack and the Ginger with a Twist“
Copyright © der Originalausgabe: Keely Jakes, 2016
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2017
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:
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Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen und Orte verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.
Geschützte Handelsmarken:
Der Autor erkennt den geschützten Status und die Markenrechtsinhaber der folgenden Handelsmarken, die in dieser fiktiven Geschichte genannt werden, an:
Jack Daniel’s
„Griffin? Wo bist du gewesen? Oh mein Gott, wo sind deine ganzen Sachen hin? Ist das Blut auf deinem T-Shirt?“
Griffin Bowers konnte die Fragen seines Mitbewohners nicht beantworten, die der so unermüdlich auf ihn niederprasseln ließ. Er hätte nicht gedacht, dass Teddy Jackson, der schon seit einer Ewigkeit sein bester Freund und seit Beginn des Colleges auch sein Mitbewohner war, so verdammt schnell reden konnte. Teddy war sonst immer der ruhigste und vollkommen entspannteste Typ, den man sich nur vorstellen konnte. Griffin wusste, dass er ihm antworten musste. Er hatte nur nicht die Kraft dazu. Es forderte ihm alles ab, um nur auf den Füßen zu bleiben, obwohl das schwere Anlehnen an den Türrahmen ihm auch ein wenig half. Sehr sogar.
Teddys Fragen mussten warten, bis er wieder einen klaren Gedanken fassen konnte nach diesen sieben horrormäßigen und schmerzhaften Tagen. Wer hätte gedacht, dass das Tingeln durch die Clubszene ohne seinen besten Freund so verdammt übel und falsch hätte ausgehen können? Teddy hatte mit der Grippe flachgelegen, Griffin aber unbedingt tanzen gehen wollen.
Das war sein erster Fehler gewesen. Der zweite war, etwas aus einem Becher zu trinken, den ein Fremder ihm gegeben hatte. Von dem Moment an, bis zu dem vor ein paar Stunden, waren seine Erinnerungen völlig verzerrt, verschwommen und schwer für ihn zu fassen zu bekommen. Abgesehen von den Schmerzen, die ihn wohl noch eine ganze Weile begleiten würden, da war er sich sicher.
Griffin ließ den Türrahmen los und stolperte in das Apartment. Sein Ziel war einer der hölzernen Stühle in der Ecke, die sie als ihre Essecke bezeichneten. Er konnte den Schmerzensschrei nicht unterdrücken, als Teddys Arm seinen Rücken berührte, um ihm bei den letzten paar Schritten zu helfen und ihn zu stützen.
Sobald Griffin sich hingesetzt hatte, verschwand Teddy in der Küche und kehrte kurz darauf mit einem Fläschchen Schmerztabletten und einer Flasche des sehr zuckerhaltigen Sportgetränks, das sie so mochten, zurück. „Trink das.“
Griffin konnte die Flasche nicht öffnen, daher nahm Teddy ihm die Flasche aus der Hand, drehte sie gekonnt auf und gab sie Griffin zurück. Dann hielt er ihm zwei Schmerztabletten auf seiner Handfläche hin. Griffin nahm die Tabletten dankbar an und trank darauf ein paar Schlucke der kühlen Flüssigkeit, um sie damit runter zu spülen. Er hörte auf, als sein Magen zu rebellieren anfing und damit drohte, alles, was er gerade zu sich genommen hatte, wieder von sich zu geben.
Er stellte die Flasche hin und sah zu Teddy. Griffin konnte die Tränen, die er weinte, seit einer der Sicherheitsleute ihn aus der Hölle getragen hatte, nicht zurückhalten. „Wir müssen hier verschwinden, bevor er kommt, um mich zurückzuholen.“
Teddy sah ihn an, als wäre er verrückt geworden. Griffin wusste, dass er klang, als hätte er jetzt seine letzten funktionierenden grauen Zellen verloren, aber der einzige Weg, sie beide zu beschützen, war nun mal der, abzuhauen. Und zwar vorzugsweise bevor hier irgendjemand auftauchte, der ihn holen wollte.
Oder Schlimmeres.
Bevor er noch mehr sagen konnte, drückte Teddy ihm einen kleinen Behälter mit Hüttenkäse aus dem Kühlschrank und einen Löffel in die Hand. „Iss das. Das wird verträglicher für deinen Magen sein als irgendwelche Reste. Nachdem wir dich saubergemacht haben und du dich ausgeruht hast, kannst du mir die ganze Geschichte von Anfang an erzählen.“
Griffin nickte nur und hob den Löffel hoch. Auch wenn der Käse lecker war, stellte Griffin den Behälter samt Löffel nach drei Bissen wieder hin. Er war einfach zu müde und zu ängstlich, um noch mehr essen zu können. Auch wenn sein Freund sehr vorsichtig mit ihm war, konnte Griffin das schmerzerfüllte Stöhnen nicht unterdrücken, als Teddy ihn zum Schlafzimmer dirigierte.
„Bitte, sag niemandem, dass ich hier bin. Niemand darf es wissen“, flehte Griffin, während Teddy ihm ins Bett half.
„Mach dir keine Sorgen, Griffin. Ich pass schon auf dich auf“, versprach Teddy. Griffin wusste, dass er die Wahrheit sagte. Teddy hatte auf ihn aufgepasst, seit sie sich im Kindergarten begegnet waren.
Bevor Teddy auch nur anfangen konnte, ihn sauber zu machen, fiel Griffin aufs Bett und erlaubte dem schwarzen Abgrund der Bewusstlosigkeit, ihn in seinen Bann zu ziehen.
* * * *
Teddy hatte gerade eine Decke über Griffin ausgebreitet, als ein schweres, lautes Klopfen an der Wohnungstür ertönte. Da sein Freund so in Panik darüber war, dass ihn jemand holen kommen würde, aber im Moment auch keine Fragen diesbezüglich beantworten konnte, schnappte Teddy sich die Pistole, die er im obersten Fach des Wäscheschrankes im Bad versteckt hatte. Griffin würde an die Decke gehen, wenn er wüsste, dass eine Waffe in ihrem Apartment war, weshalb Teddy sie doch lieber vor ihm geheim hielt.
Teddy ging zur Tür, löste den Sicherheitshebel der Waffe und hielt die Pistole hinter seinem Bein versteckt. Er linste durch den Türspion, den er kurz nach ihrem Einzug eingebaut hatte, und sah ein ihm bekanntes Gesicht, das den Blick zu erwidern schien.
Teddy öffnete so schnell er konnte die drei Türschlösser, riss die Tür auf und rannte in die für ihn weitgeöffneten Arme seines Halbbruders. „Oh, Gott sei Dank, du bist gekommen“, sagte Teddy.
„Natürlich bin ich gekommen. Du sagtest, es wäre ein Notfall. Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, aber wir waren eingeschneit. Was ist denn los?“
Teddy umarmte Roane Jackson noch für ein paar Sekunden länger, bevor er zurücktrat und den anderen Mann ins Apartment zog. Nachdem er die Tür wieder geschlossen und erneut verriegelt hatte, gesellte er sich zu Roane auf die Couch.
„Ich bin nicht ganz sicher. Letzten Freitag ist Griffin ohne mich ausgegangen und einfach verschwunden. Die Polizei ließ mich drei Tage warten, bevor sie mich eine Vermisstenmeldung ausfüllen ließen. Das war der Moment, wo ich dich angerufen habe. Roane, er ist vor knapp zwanzig Minuten wieder aufgetaucht und sah aus wie ein Gespenst. Er wurde wohl ziemlich durch die Mangel gedreht und sieht auch aus, als hätte er seit seinem Verschwinden nichts mehr gegessen. Alles, was ich aus ihm rausgekriegt habe, bevor er bewusstlos geworden ist, war, dass wir aus der Stadt verschwinden müssten, bevor jemand kommt und ihn wieder zurückholt.“
Teddy sah, wie Roane schlagartig blass wurde, als er mit der Waffe herum gestikulierte. Obwohl er gelernt hatte, zu schießen und auch eine Genehmigung zum Tragen einer Waffe hatte, wusste sein Bruder das noch lange nicht. Alles, was Roane dazu wusste, war, dass sein kleiner Bruder im Moment eine Waffe in der Hand hielt.
„Pack das Ding weg und lass uns nach Griffin sehen“, sagte Roane.
Teddy nickte und sicherte die Waffe wieder. Nachdem er sie wieder an ihren Platz im Badezimmerschrank gelegt hatte, öffnete er die Tür zum Schlafzimmer, wo Griffin in einem der Einzelbetten lag. Auch wenn sie beide, Griffin und Teddy, schwul waren, bevorzugten sie doch eher große, muskulöse Männer.
Roane schaltete die kleine Lampe auf dem Nachttisch zwischen den Betten ein, zog dann vorsichtig die Decke von Griffin weg und kniete sich neben dessen Bett.
Teddy war in der Tür stehen geblieben und beobachtete, wie sein Bruder den verletzten Mann untersuchte. Er fing bei den Füßen und Beinen an und arbeitete sich weiter nach oben. Roane fing an zu fluchen und hob nun auch das viel zu große T-Shirt hoch, um sich Griffins Bauch und Brust anzusehen, wozu Teddy ehrlich gesagt nicht die Nerven gehabt hatte. Als er mit seiner Untersuchung fertig war, zog er das T-Shirt wieder runter und deckte Griffin wieder zu. Dann schüttelte er den bewusstlosen Griffin so vorsichtig wie er nur konnte an der Schulter.
„Griffin, wach auf.“
Griffin stöhnte und verzog das Gesicht, er drehte seinen Kopf hin und her.
„Griffin, öffne deine Augen und sieh mich an“, befahl Roane. Seine Stimme klang dabei tief und barsch.
Das brachte aber auch die gewünschte Reaktion. Griffin öffnete seine Augen und drehte sich, damit er Roane ansehen konnte. „Roane. Wo bin ich? Geht’s Teddy gut?“
„Teddy geht’s gut. Ihr seid beide in Sicherheit. Wer hat dir das angetan? Wer hat dich so verletzt, Griffin?“
Griffin schluckte schwer und nickte, als Tränen in seine Augen stiegen. „Er nennt sich selbst Doctor Pain. Wenn da nicht dieser eine Kerl aus dem Sicherheitsteam gewesen wäre, der mich da raus getragen hat, während er geschlafen …“ Griffin konnte nicht weiter reden und fing an zu weinen.
„Schsch, ist ja gut, Griffin. Schlaf jetzt weiter.“ Roane strich sanft über den Kopf des jungen Mannes, da er wusste, dass er dort keine Schmerzen oder Verletzungen hatte.
Teddy sah zu, wie sich Griffins Augen langsam wieder schlossen. Roane stand auf und die beiden Brüder kehrten zurück ins Wohnzimmer. Roane ging direkt zum Kühlschrank und holte sich eine Flasche Wasser. Er öffnete sie und trank gut die Hälfte des Wassers, bevor er sich schwer seufzend aufs Sofa fallen ließ.
„Also?“, fragte Teddy und durchbrach damit die angespannte Stille. „Sollen wir ihn ins Krankenhaus bringen oder die Bullen rufen, oder was?“
Roane starrte für einige Minuten einfach nur geradeaus. Letztendlich blinzelte er und schüttelte sich kurz wie ein nasser Hund. „Du musst ein paar Sachen für dich und Griffin packen. Alles, was ihr so in den nächsten Monaten brauchen werdet. Wir verschwinden hier, sobald du fertig damit bist.“
„Was zum Teufel, Roane? Was geht hier ab?“
Roane sah seinem Bruder direkt in die Augen. „Wir haben jetzt keine Zeit für Diskussionen. Wenn dieser Mann der ist, für den ich ihn halte, dann seid ihr beide in Gefahr. Ihr werdet mit mir zurück nach Paladin kommen. Das Team wird euch beschützen, während General Andrews herausfindet, wer dieser Doctor Pain ist.“
„Dein Team?“
„Ja, kleiner Bruder. Mein Team. Die sind alle so wie ich. Wir werden uns gut um euch kümmern. Und jetzt beweg dich“, sagte Roane, ganz in der Hoffnung, dass sein Halbbruder den Wink verstehen würde, ohne dass er noch ein weiteres Wort dazu sagen musste.
Teddy hatte von dem Moment an gewusst, dass Roane ein Gestaltwandler war, seit er selbst im Kindergarten gewesen war und Roane, der gerade die Pubertät erreicht hatte, sich das erste Mal verwandelt hatte. Aber keiner der beiden hatte je ein Wort darüber verloren, nachdem ihre Eltern sich mit ihnen beiden hingesetzt und sie eine lange Unterhaltung über ihr Familiengeheimnis gehabt hatten. Seitdem hatten sie sich nicht über Roanes Andersartigkeit unterhalten.
* * * *
„Wo ist er?“, fragte Emory Blankenship, der allen anderen nur als Doctor Pain bekannt war. Der Mann hatte dummerweise seinem neusten Spielzeug zur Flucht verholfen und dann selbst versucht, zu verschwinden. Nur, dass er dabei nicht so clever gewesen war und eine elektronische Spur hinterlassen hatte, die sie genau in das Hotel gelotst hatte, in dem sie sich jetzt befanden.
Der Mann schüttelte den Kopf, da er mit dem Lappen, den man ihm in den Mund gestopft hatte, damit er die Leute in den anliegenden Zimmern nicht beunruhigte, nicht reden konnte. Er bekam noch fünf weitere Schläge mit der Peitsche. Jeder von ihnen hinterließ einen langen, blutigen Schnitt auf dem Rücken des Mannes, doch nicht einer davon ließ Emory sich wesentlich besser fühlen. Die Schreie waren gedämpft, aber immer noch hörbar, und trugen damit zu seiner sich steigernden Euphorie bei. Jemanden zu schlagen verschaffte ihm immer ein unbeschreibliches Hochgefühl. Zu schade, dass die Regierung ihn in den Ruhestand gezwungen hatte, als er gerade angefangen hatte, seine Verhör-Taktiken an Menschen anzuwenden, die sich nichts zu Schulden hatten kommen lassen. Tja, diese Regierungsoberhäupter waren ein Haufen Luschen und Weicheier, so wie der Rest der hohen Herrschaften.
Emory wartete, bis der Mann sich wieder entspannt hatte, bevor er sich vorlehnte bis sie fast Nase an Nase waren. „Ich kann das die ganze Nacht lang machen, das weißt du. Die Frage ist nur, wirst du in der Lage sein, das auch zu überleben? Alles, was du tun musst, ist mir zu verraten, wo du mein neuestes Spielzeug hingebracht hast, dann höre ich auf.“
Er sah zu, wie der Mann einmal tief Luft holte, als ihm die Situation, in der er sich befand, vollends bewusst wurde. Letztendlich nickte er.
Emory nahm ihm den nassen Lappen aus dem Mund, griff an seine hintere Hosentasche und zog das Klappmesser hervor, das er dort aufbewahrt hatte. „Rede“, befahl er und ließ die Klinge hervorschnellen.
„Ich habe ihn vor seinem Wohnblock abgesetzt“, keuchte der Sicherheitsmann. „Ich habe ihn gewarnt, dass er die Stadt verlassen muss, so schnell es geht.“
Emory nickte mit einem teuflischen Grinsen. „Na das war doch gar nicht so schwer, oder? Du hättest dir das alles ersparen können, wenn du nur etwas früher kooperiert hättest.“
Mit diesen Worten stand Emory auf, zog den Kopf des Mannes zur Seite und schlitzte ihm zur gleichen Zeit mit der rasiermesserscharfen Klinge die Kehle auf. Der tiefe Schnitt durchtrennte die Hauptschlagader und das Blut schoss aus der Wunde auf das Bett. Die vier Männer, die ihn festgehalten hatten, drehten sich zur Seite, damit sie nicht von dem Blut besudelt wurden, als der Mann sich gegen ihren Griff wehrte. Aber sie alle hatten mittlerweile lange genug für Doctor Pain gearbeitet um zu wissen, dass man ihm keinen Grund lieferte, um seine sadistischen Tendenzen auf einen zu lenken.
Als der Mann schließlich verblutet war, ließen sie von ihm ab. Sie bedeckten den toten Körper mit einer Extra-Decke aus dem Schrank, verließen das Zimmer und hängten das „Bitte nicht stören“ – Schild draußen an die Tür. Niemand von ihnen sprach ein Wort, bis sie wieder in ihrem SUV saßen und zurück nach Chicago fuhren. „Findet mein Spielzeug, bevor ich mich für einen von euch als Ersatz entscheide.“
* * * *
„Na, fick mich doch“, murmelte Jack Bailey, als er einen Blick auf den Mann warf, der gerade die Bar betreten hatte. Sein Schwanz wurde in Sekundenschnelle hart in seiner Jeans und verlangte schmerzhaft nach Aufmerksamkeit.
„Später, du geiler Mistkerl. Frag mich nochmal, wenn wir geschlossen haben“, antwortete Oliver „Twist“ Charles, der seit fünf Jahren Jacks bester Freund und auch Partner war. Sie waren Partner beim Militär, in der Bar und im Leben. Twist gab ihm einen Klaps auf den Hintern, als er sich hinter Jack an die Kasse stellte.
„Nein, check mal ab, was da gerade reingekommen ist“, sagte Jack.
So unauffällig wie möglich griff er nach unten und brachte seinen Schwanz in eine etwas bequemere Lage, auch wenn bei weitem nicht mehr genug Platz dafür in seiner Hose war. Als Twist sich in dem Raum umsah und ihn wieder fragend anschaute, nickte Jack in Richtung der Eingangstür. Besagte Sahneschnitte war in der Tür stehen geblieben, sah sich um und ließ wohl alles auf sich wirken.
Er sah ernst aus, überwältigt, und noch etwas ganz anderes, aber Jack konnte nicht genau sagen, worum es sich dabei handelte. Jack fragte sich, was ihn wohl nach Paladin gebracht hatte.
Jack und Twist waren zwei der sieben Militärveteranen, die noch vor nicht allzu langer Zeit in den Nachrichten gewesen waren, da sie einen Jackpot von gut 500 Millionen Dollar in der Lotterie geknackt hatten.
