Luckys Sieben - Keely Jakes - E-Book

Luckys Sieben E-Book

Keely Jakes

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Beschreibung

Während sie sich von ihrem letzten Einsatz erholen, gewinnt die Marinespezialeinheit Team Paladin 565 Millionen Dollar in der Lotterie. Daraufhin stellen sie einen persönlichen Assistenten ein, der ihnen mit dem ganzen Wahnsinn, den so viel Geld mit sich bringt, helfen soll. Verzweifelt auf der Suche nach einem Job bewirbt Lucky Duvall sich auf eine Stellenausschreibung für einen persönlichen Assistenten. Er hofft, dass die sieben dabei seine Glückszahl ist, da es sich um sein siebtes Bewerbungsgespräch in dieser Woche handelt. Der Gott von einem Mann, mit dem er sich unterhält, erweckt in ihm mehr als nur das Verlangen nach einem Job beim Team. Der Löwenwandler Shane Thomas hat sich mehr aufgehalst als geplant. Sein Team aus im Kampf verwundeten Gestaltwandlern hat beschlossen, der zivilisierten Welt den Rücken zu kehren, und dann trifft er auch noch Lucky, seinen Gefährten. Wird es ihm gelingen, Lucky zu überzeugen, ihm und seinem Team eine Chance zu geben und sich ihrem verrückten Traum von einem Umzug nach Montana anzuschließen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band der Reihe geht auf die Geschichte eines anderen Paares ein. Um die übergreifende Handlung und die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: 28.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

ÜBER DEN AUTOR

Weihnachten mit einem Dieb

Leseprobe: Weihnachten mit einem Dieb

Luckys Sieben

Während sie sich von ihrem letzten Einsatz erholen, gewinnt die Marinespezialeinheit Team Paladin 565 Millionen Dollar in der Lotterie. Daraufhin stellen sie einen persönlichen Assistenten ein, der ihnen mit dem ganzen Wahnsinn, den so viel Geld mit sich bringt, helfen soll.

Verzweifelt auf der Suche nach einem Job bewirbt Lucky Duvall sich auf eine Stellenausschreibung für einen persönlichen Assistenten. Er hofft, dass die sieben dabei seine Glückszahl ist, da es sich um sein siebtes Bewerbungsgespräch in dieser Woche handelt. Der Gott von einem Mann, mit dem er sich unterhält, erweckt in ihm mehr als nur das Verlangen nach einem Job beim Team.

Der Löwenwandler Shane Thomas hat sich mehr aufgehalst als geplant. Sein Team aus im Kampf verwundeten Gestaltwandlern hat beschlossen, der zivilisierten Welt den Rücken zu kehren, und dann trifft er auch noch Lucky, seinen Gefährten. Wird es ihm gelingen, Lucky zu überzeugen, ihm und seinem Team eine Chance zu geben und sich ihrem verrückten Traum von einem Umzug nach Montana anzuschließen?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band der Reihe geht auf die Geschichte eines anderen Paares ein. Um die übergreifende Handlung und die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: 28.000 Wörter

KEELY JAKES

Luckys Sieben

(Team Paladin 1)

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Die Originalausgabe erschien 2015 als E-Book unter dem Titel

„Lucky’s Seven“

Copyright © der Originalausgabe: Keely Jakes, 2015

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2015

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig.

Widmung

Für Sidda Lee Rain, die Inspiration für Lucky, und Christian James, dessen Bild eine Reihe von Tagträumen bei vollem Bewusstsein auslöste, die der Beginn der Paladin-Serie wurde.

Luckys Sieben

KEELY JAKES

Copyright © 2015

Prolog

„Leute, hey Leute, es ist soweit!“

Seufzend legte Shane Thomas das Buch weg, das er versucht hatte im Zentrum des Chaos, was eigentlich der Tagesraum des Rehabilitationszentrums war, zu lesen. Er stand auf und gesellte sich zu der Gruppe Männer, die sich schon um den Fernseher in der Ecke des Raumes scharten. Die Pfleger, Krankenschwestern und die anderen Angestellten hatten alle Feierabend und konnten tun, was auch immer sie jeden Dienstag um elf Uhr abends so taten. Nicht lange nach seiner Ankunft hier, hatte er die Angestellten des Reha-Zentrums davon überzeugen können, dass sie, die Patienten, auch mal zehn Minuten am Stück ohne ihre Aufsicht aushalten würden.

Er wusste nicht ganz, warum er doch ein wenig aufgeregt wegen der Lottoziehung war. Es war ja nicht so, als ob sie wirklich gewinnen würden. Schließlich hatten sie auch die anderen Male nicht gewonnen, seit sie vor ungefähr sechs Wochen angefangen hatten, ihr Geld zusammen zu legen und Lotterielose zu kaufen. Aber im Moment war alles besser, als sich seinen Weg durch das Buch zu kämpfen, nach dem sehr viele Frauen vor ein paar Jahren total verrückt nach waren. Er hatte bisher etwa ein Drittel davon gelesen und verstand immer noch nicht den Hype darum.

Die Männer um ihn herum waren seine Waffenbrüder einer Spezialeinheit der Marines und sie teilten das gleiche Geheimnis. Ein Geheimnis, das niemand außerhalb ihrer kleinen, eng verbundenen Gruppe kannte oder verstanden hätte.

Sie hatten einen Deal mit dem hochrangigen und für sie nahezu heiligen vier-Sterne General ausgehandelt, der dem streng geheimen Programm der „Gestaltwandler-Soldaten“ vorstand, einem Programm, über das nur eine Handvoll Menschen Bescheid wussten. Der Deal bestand darin, dass die sieben Männer zusammenblieben, bis sie aus der Reha entlassen wurden. Zur gleichen Zeit würden sie aus ihren bestehenden Dienstverträgen herausgelöst werden und, wie versprochen, einfach verschwinden. Shane bezweifelte, dass es so einfach sein würde, wie General Andrews es klingen ließ. Schließlich ging es hier um die Regierung der Vereinigten Staaten.

„Oh. Mein. Gott“, flüsterte Forrest Bell, als er eines der fünfzig Tickets hochhob, die auf dem Tisch vor ihm ausgebreitet waren, und es Roane gab. „Dallas, sag mir noch mal die Zahlen.“

Dallas Grant, ein buchstäbliches Aufnahmegerät und Speicher für alles Gesagte, und zudem auch ein verdammt guter Scharfschütze, ratterte die Zahlen ohne zu zögern noch einmal runter.

Shane und auch die anderen reckten und verdrehten sich beinah die Hälse, um das Los in Roane Jacksons Hand zu erkennen. Als er sah, wie die anderen immer näher und näher an Roane heranrückten, einem Tiger-Gestaltwandler, der ohne seine Prothese im Rollstuhl saß, wurde selbst Shane leicht klaustrophobisch zumute, obwohl Roane selbst ein über einen Meter neunzig großer Kerl war.

Shane räusperte sich und hängte dem grummelnden Geräusch ein leises Knurren an, als die anderen nicht sofort reagierten. „Tretet zwei Schritte zurück und beruhigt euch, verdammt.“

Sie reagierten umgehend und traten zurück, um ihrem am schwersten verletzten Teammitglied Platz zu machen. Wie üblich bildeten sie daraufhin einen Kreis, so dass niemand ausgeschlossen wurde und jeder jeden sehen konnte.

Roane drehte sich mit seinem Rollstuhl und sah die Männer im Kreis um ihn herum an. Er sah jeden direkt an bevor er seinen Blick auf das kleine Stück Papier in seiner Hand senkte. „Dallas, kannst du bitte noch einmal die Zahlen sagen, wenn du so nett wärst.“

Dallas wiederholte die Zahlen ohne groß darüber nachzudenken. Bei jeder der genannten sechs Zahlen nickte Roane und sein Lächeln wurde immer breiter. Shane dachte schon, gleich würde dadurch sein Schädel aufklappen, so breit war es. Roane schluckte und sah noch einmal die im Kreis um ihn stehenden Männer an. „Herzlichen Glückwunsch, meine Herren, Team Paladin hat einen Volltreffer.“

„Wie viel?“, fragten drei verschiedene Männer.

„Eine Menge.“

„Wie viel ist eine Menge?“, fragten die drei gleichen Männer einstimmig.

„Kommt darauf an, ob wir die einzigen Gewinner sind oder wir den Gewinn mit jemandem teilen müssen, aber wir haben alle sechs Zahlen richtig. Wir haben den Jackpot geknackt.“

Shane ließ die Luft aus seinen Lungen entweichen, von der er nicht mal gemerkt hatte, dass er sie angehalten hatte. Dieser Jackpot hatte eine Höhe von über fünfhundert Millionen Dollar. Auch wenn sie sich jedes nur erdenkliche große-Jungs-Spielzeug kauften, das je hergestellt worden war, wären sie nicht in der Lage, all das Geld zu Lebzeiten auszugeben.

Die Männer um ihn herum explodierten nahezu vor Freude und Staunen, diverse „Heilige Scheiße“ oder „Verdammt nochmal!“ und andere Ausdrücke der Überraschung waren zu hören. Aber so wie sonst auch, sprang Shanes Gehirn gleich in den Planungs-Modus über. Als Löwen-Gestaltwandler äußerte er sich nicht so anschaulich wie die anderen, aber er fühlte, wie der Löwe in ihm einen kleinen Freudentanz aufführte.

Die Männer waren so aufgeregt, sie redeten alle gleichzeitig und durcheinander, was sie sich kaufen würden mit ihren neuen Reichtümern. Es brauchte ein etwas lauteres Brüllen, um sie zum Schweigen zu bringen. Shane behielt die Tür für gut eine Minute im Auge, nur für den Fall, dass jemand dem Tiergeräusch auf den Grund gehen wollte.

Dann drehte er sich zu den Männern um, die zu seiner Familie gehörten. Als ihr Alpha und Anführer war es seine Pflicht seine Männer zu beschützen, auch wenn es vor ihnen selbst war. „Darüber wird erst diskutiert, wenn wir hier raus und an einem sicheren Ort sind. Nachdem, was ihr mir alle erzählt habt, werden wir wohl im Laufe der nächsten Woche entlassen. Es muss so Einiges geplant und umgesetzt werden und ich will nicht, dass jemand deshalb ausflippt.“

„Ziehen wir immer noch nach Montana?“, fragte Oliver „Twist“ Charles, der neben dem Rollstuhl von Jack Bailey stand. Sie waren beide Wolf-Gestaltwandler und unzertrennlich, sowohl auf dem Schlachtfeld als auch in ihrer Freizeit. Shane glaubte, dass zwischen den beiden wohl mehr war als einfache Kameradschaft, aber er hielt an seinem eigenen Prinzip des „Frag nichts, sag nichts“ fest, obwohl selbst das Militär sich und seine Einstellung in Bezug auf Schwule beim Militär etwas entspannt hatte.

So war das nun mal mit Soldaten. Sie bleiben bei ihren Waffenbrüdern, egal wo, ob auf dem Schlachtfeld oder außerhalb der Kasernen. Als Gestaltwandler schienen sie das sogar noch ernster und genauer zu nehmen, sich gegenseitig den Rücken frei zu halten. Gestaltwandler beim Militär, die sich fanden, auch wenn sie keine Gefährten waren, kamen in einer gemeinsamen Unterkunft außerhalb der Kaserne unter, damit sie ihre menschlichen Stubenkameraden nicht total erschreckten, falls diese mal unangekündigt nach Hause kamen.

Der einzige Mensch, mit dem Shane sich je ein Zimmer geteilt hatte, kam eines Nachtmittags eher von der Arbeit und fand Shane in seiner Löwenform faul in der Sonne liegend im Wohnzimmer vor. Am Abend desselben Tages hatte sein Stubenkamerad einen Termin beim Psychiater der Kaserne und einen Marschbefehl für Guam. Shane wurde ins Büro des Generals gerufen, der ihn darum bat, seinen Löwen unter Verschluss zu halten, bis sie einen Gestaltwandler der gleichen Spezies oder einer anderen Art gefunden hätten, mit dem er dann zusammengelegt werden sollte. Das war der Beginn von Team Paladin.

„Captain, wir werden ein Büroäffchen brauchen, um mit dem ganzen Irrsinn zu helfen, der dabei entsteht“, meinte Forrest Bell, ein Panther-Gestaltwandler.

„Vorzugsweise einen, dem wir auch unser Geheimnis anvertrauen können und der mit uns nach Montana gehen würde“, fügte Jack hinzu.

„Ja…und es wäre sogar noch besser, dass wir das erledigen, bevor wir den Gewinn abholen“, meinte Forrest. „Denn ich hab da so ein Gefühl, dass die Presse verrücktspielen wird, wenn rauskommt, dass sieben verwundete Marines den Jackpot geknackt haben. Und wir wissen genau, dass das passieren wird. Er kann außerdem die Hotelbuchungen machen für diejenigen, die entlassen werden und den ganzen anderen Kram, der erledigt werden muss, bevor wir hier rauskommen und umziehen können.“

Shane rieb sich über die Stirn. Kopfschmerzen schienen sich anzubahnen bei den Gedanken an all die Dinge, die in den nächsten Tagen erledigt werden mussten. „Ja, das wird es. Okay. Morgen werden wir uns einmal umhören und die Fühler ausstrecken nach einem möglichen persönlichen Assistenten, der Interesse an einer herausfordernden Position hat und für einen Haufen kriegsverletzter Veteranen zu arbeiten. Und jetzt räumt den Raum hier auf und ab ins Bett.“ Dabei nickte er vor allem in Richtung des Tisches, auf dem die ganzen Nieten verteilt lagen.

„Jawoll, Sir.“ Wie eine Person nahmen die Männer Haltung an, ob im Rollstuhl oder stehend, und salutierten ihm.

Er erwiderte den Gruß, drehte sich um und verließ den Raum. Er wartete, bis er in seinem Zimmer und somit alleine war, bevor auch er einen Freudentanz aufführte. Er ließ sich auf sein viel zu kleines Einzelbett fallen, drehte sich auf den Rücken und fing an, eine Zukunft für seine bunt zusammengewürfelte Familie der unterschiedlichsten Gestaltwandler zu planen.

Kapitel 1

Orange.

Die Haare des Mannes waren orange. Nicht rot. Nicht rotbraun. Nicht dunkelblond. Orange. Neon, grell leuchtend, nach der Art des international bekannten Warnsignal-leuchtendem Orange.

Zehn Jahre bei den Marines, erst als normaler Fußsoldat und dann als Offizier, hatten Shane nicht auf das zivile Leben vorbereitet. Besonders jetzt, wo es darauf ankam, einen persönlichen Assistenten zu finden, der ihm mit dem Wahnsinn helfen sollte, der mit Sicherheit bald auf sie zukam. Die Tatsache, dass sich letztendlich nur drei Leute auf die Anzeige hin gemeldet hatten, die sie auf mehrere Jobbörsen ins Internet gestellt hatten und auch in der lokalen Zeitung hatten drucken lassen, ließen ihn sich fragen, ob das Arbeitslosenproblem wirklich so schlimm war, wie die Nachrichten stets behaupteten. Oder vielleicht hätte er nicht einen Bären-Wandler mit PTBS die Anzeige verfassen lassen sollen.

Der schmächtige junge Mann mit den orangenen Haaren war der dritte und damit letzte Bewerber für diesen Tag.

Die erste Bewerberin, eine junge Frau, die gerade erst ihren Abschluss an irgendeiner Wirtschaftsschule gemacht hatte, hatte während des ganzen Bewerbungsgespräches gezittert und gestottert. Sie war wirklich total verängstigt gewesen. Die zweite Bewerberin, eine Frau in den Dreißigern, war dagegen mehr an den Kriegsgeschichten seiner Abenteuer im Mittleren Osten interessiert als an dem Job.

Er bezweifelte, dass dieser hier weit über das „Hallo, wie geht es Ihnen?“ hinaus kommen würde. Aber er hatte eine dringende Frist einzuhalten. Fünf Männer seines Teams würden in zwei Tagen aus der Reha entlassen werden und er musste davor einen Assistenten finden und den Gewinn abholen. Und außerdem musste er eine provisorische Unterkunft für sie auftreiben, bevor sie alle nach Montana umziehen konnten.

„Mr. Duvall?“, fragte er, als er in die Lobby trat.

„Ja, ich bin Lucky Duvall“, meinte der Mann mit den orangen Haaren, stand auf und kam auf ihn zu.

Als sich ihre Hände berührten, holten beide Männer erschrocken Luft. Ein elektrischer Stromstoß schien durch sie zu fahren. Shane blinzelte schockiert, als die Energie, die von dem kleinen Mann aus ging, seinen Arm hinauf und direkt in seinen Schwanz schoss. So wie Lucky aussah, schien auch er etwas gefühlt zu haben. Der Handschlag des Menschen war fest, solide und bewies ihm, dass er keine Angst vor Shane hatte, der mehr als einen Kopf größer als er war. Und der Handschlag verwandelte sich auch nicht in ein Kräftemessen, das der kleine Mensch mit Sicherheit verlieren würde.

Es dauerte noch einen Moment, aber als Shane seinen Fokus schließlich von den Haaren lösen konnte und auf den Rest des Gesichts gleiten ließ, fand er sich olivgrünen Augen gegenüber, die ihn anstrahlten. Sie begegneten seinen und weiteten sich geringfügig bevor sie wieder normal wurden, als hätte er etwas in seinen Augen erkennen können. Etwas, das ein Geheimnis bleiben musste.

Shane schluckte, als sich sein Inneres zusammenzog. Sein Löwe streckte sich und wurde aufmerksam. Offensichtlich fand er Interesse an dem kleinen Mann, der mehr zu sein schien, als auf den ersten Blick zu erkennen war. Der Duft des Menschen umgab ihn, Zimt und Äpfel, eine seiner liebsten Mischungen. Sein Löwe schnüffelte und gab ein kleines zustimmendes Knurren von sich.

Shane überlegte und realisierte, dass es schon verdammt lange her war, seit er zuletzt flachgelegt worden war. Sogar noch vor seinem letzten Einsatz im Irak. Vielleicht wurde es langsam Zeit, dass er eine der Duzend Nummern anrief, die er in seinem Schrank versteckt hatte. Ja, genau, Sex mit einem Mann mit einer natürlichen Haarfarbe war genau das, was er und sein Löwe brauchten.

Erneut riss er seinen Blick von Luckys Haaren los und ließ ihn weiter nach unten wandern, um sich das Gesicht genauer anzusehen. Eine kleine, wohlgeformte Nase, die ihn an die Puppe seiner Schwester erinnerte, mit der sie immer gespielt hatte, als sie noch Kinder waren. Volle geschwungene Lippen, die sich in ein Lächeln verwandelt hatten. Mit einem Meter fünfundsechzig und geschätzte fünfundsiebzig Kilo schwer, reichte Lucky gerade mal bis an Shanes Schulterhöhe heran. Der blaue Anzug und das weiße Hemd passten ihm nicht ganz und die grüne Krawatte biss sich fürchterlich mit seiner Haarfarbe.

---ENDE DER LESEPROBE---