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Seit Mias Mitbewohnerin Betty von der Frau erzählt hatte, die sich vor einer versammelten Paintball-Männermannschaft eine Salatgurke in die Pussy geschoben hatte, wurde sie diesen Gedanken nicht mehr los. Als sie schließlich ein Prachtexemplar findet, das eigentlich fürs Abendessen gedacht war, macht sie eine Erfahrung, mit der sie nicht gerechnet hat. Der Abend mit ihrem Freund Kris und ihrer Mitbewohnerin Betty verläuft anders als geplant. Im Salat landet die Gurke jedenfalls nicht!
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Seitenzahl: 38
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Katie Nice
Cucumber Love
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Cucumber Love
Love
Impressum neobooks
Katie Nice
Cucumber Love
"We put the cum back into cucumber!"
Seit mir meine Mitbewohnerin Betty von der Frau erzählt hatte, die sich vor einer versammelten Paintball-Männermannschaft eine Salatgurke in die Möse geschoben hatte, wurde ich diesen Gedanken nicht mehr los. Das Beweisvideo blieb ihr auf ewig in Erinnerung, schwor Betty, und daran sei garantiert nichts gefakt gewesen.
„Abartig, sag ich dir, Mia! Die Gurke war viel zu groß, aber sie hat sich das Teil trotzdem unten reingeschoben. Keine Ahnung, was da für Drogen im Spiel waren!“
Damals zog sich mir bei diesen Schilderungen spontan der Gebärmutterhals zusammen, aber seither sah ich Gurken mit anderen Augen und wählte im Gemüseregal immer die besonders prächtigen Exemplare aus. Heute hatte ich ein Meisterstück gefunden. Diese Salatstange musste sich vor keinem Dildo der Welt verstecken. Dick und schwer lag sie in der Hand, die Spitze geschwungen, gerade so, als wäre sie zur perfekten G-Punkt-Stimulation zurechtgebogen. Und lang war sie, alle Achtung! Die meisten Männer würden vor Neid erblassen. Ich hatte das noch nie ausprobiert, mit einer Gurke, und konnte es mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, aber es machte mir Spaß, sie nach erotischen Gesichtspunkten auszuwählen.
Ich packte den Gemüseschwengel in meinen Korb und beendete den Einkauf. An der Kasse hielt die Verkäuferin inne, als sie die Gurke übers Band zog.
„Meine Güte, das ist ja mal ein Prachtkerl!“
„Ja, oder?!“, erwiderte ich, obwohl mich ihre Bemerkung irritierte. Sahen noch mehr Frauen Gurken mit anderen Augen?
„Na, dann wünsche ich Ihnen viel Spaß damit!“ Ich zog die Augenbrauen hoch und bedankte mich.
Zuhause angekommen fotografierte ich das Ding, um Betty das Bild per WhatsApp zu schicken.
*Die Kassiererin hat mir viel Spaß damit gewünscht. Ehrlich wahr und nicht gelogen!!!*, ergänzte ich das Foto.
*Boah leck!! NICHT aufessen, die will ich anfassen.*, kam zurück.
Wie meinte sie das, nicht aufessen? Wofür hatte ich das Teil denn besorgt … für Gurkensalat natürlich. Aber ich sah ein, das wir hier einen besonderen Fall vorliegen hatten.
Mein Freund Kris und ich waren seit fünf Jahren zusammen, zwei davon lebten wir nun schon gemeinsam hier in Berlin-Neukölln. Wir hatten uns während unserer Ausbildung zum Physiotherapeuten in unserer Heimatstadt Aachen kennengelernt und hielten es beide irgendwann dort nicht mehr aus. Für uns war klar, dass wir in Berlin wohnen wollten. Meine Mutter hatte ihre jungen Jahre dort verbracht und eines richtig gemacht: investiert! In Immobilien, genau zum richtigen Zeitpunkt. “Mia, merk dir eins, Frauen können Finanzen besser. Wegen der Intuition. Gib das niemals aus der Hand.” Das tat ich nicht, bewunderte immer ihr Talent und war froh darüber, das ich mit Kris zusammen eines ihrer Schmuckstücke beziehen durfte. Über 100m², Altbau mit Stuck an den hohen Decken, wunderschöne Holzdielen, Dachgeschoß im vierten Stock, Glaskuppeldach im Schlafzimmer, Dachterrasse. Es gab hier und da Investitionsstau, aber dafür eine Miete zum Familienpreis, damit konnten wir leben.
Seit einem halben Jahr lebte Betty jetzt bei uns zur Untermiete. Sie kam ursprünglich aus Kopenhagen und studierte in Berlin historische Linguistik und Geschichte. Wir hatten uns auf einer Party kennengelernt und nachdem uns Betty von der schrecklichen Jungs-WG erzählt hatte, in der sie zu diesem Zeitpunkt hauste, boten wir ihr spontan unser „Mehrzweck“-Zimmer an. Den Raum brauchten wir nicht wirklich, nutzten ihn gelegentlich zum Wäsche aufhängen oder zur Unterbringung von Gästen.
Betty zog drei Tage später ein und es stellte sich schnell heraus, dass dies eine super Entscheidung gewesen war. Dank ihrer offenen Art schlossen wir sie schnell in unser Herz. Wir mochten die gleichen Bands, gingen zusammen auf Konzerte, hatten dieselben Lieblingskneipen und ergänzten uns prima, was den Haushalt anging. Sie konnte kochen nicht leiden, ich liebte es, Kris und ich hassten Wäsche machen, Betty sah darin eine Art Meditation. Wir hatten eine gute Zeit, saßen nachts oft mit Wein und Gras auf der Dachterrasse und fühlten uns, als gehörte uns die Welt.
