Beschreibung

In 'Kalten Betten' gelangen Frauen an ihre psychischen Grenzen. Manche morden deshalb mit gutem Grund 'Im Kreise meiner Lieben', und nur die Männer wundern sich.Die zehn Kriminalerzählungen handeln von Situationen, die viele Frauen kennen: Sie werden manipuliert, sie werden auf alltägliche Weise gedemütigt, werden betrogen und geschieden, werden ein Stück klüger. Und älter. Gemeinsam ist den Heldinnen aller Geschichten, dass sie auf dieselbe Weise reagieren, nämlich mörderisch. Voll schwarzen Humors erzählen die Texte, wie Frauen mit dem Frust des Daseins umgehen und wie sie zu ihren extremen Lösungen gelangen.

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TESSA KORBER

 

 

DAS LEBEN IST MÖRDERISCH

 

Kriminalerzählungen

 

 

 

ars vivendi

 

Vollständige eBook-Ausgabe der im ars vivendi verlag erschienenen Originalausgabe (1. Auflage März 2010)

 

© 2010 by vivendi verlag GmbH & Co. KG, Bauhof 1, 90556 Cadolzburg

Alle Rechte vorbehalten

www.arsvivendi.com

 

Lektorat: Dr. Hanna Stegbauer

Umschlaggestaltung: Anna Ponton unter Verwendung einer Fotografie von Paul Schwarzl / fotolia

 

Datenkonvertierung eBook: ars vivendi verlag

 

eISBN 978-3-86913-400-0

 

Inhalt

Haben Sie Feuer?

Der lange Abschied

Göttinnen

Feines Fresschen

Schönes Wetter heute

Das tote Kind

Im Kreise meiner Lieben

Lasst Blumen sprechen

Kalte Betten

All about Eve

Danksagung

Die Autorin

 

Haben Sie Feuer?

Es ist ja nicht so, dass ich je behauptet hätte, schön zu sein. Ich bin die Erste, die zugibt, dass ich das nicht bin, wirklich nicht. Ich weiß es. Meine Mutter sagte zu mir, als ich vierzehn war: »Mädchen, schön bist du nicht, aber du kannst was aus dir machen.« Meine Mutter selbst war sehr schön, ich habe ein Foto von ihr in meiner Brieftasche, möchten Sie es sehen? Hier, das ist sie mit Anfang zwanzig, als sie meinen Vater kennenlernte. Toll, was? Ich habe mir ihre Worte zu Herzen genommen und mich bemüht, etwas aus mir zu machen. Mein Leben lang habe ich mich angestrengt. Heute denke ich manchmal, sie hat vielleicht einfach nur gemeint, ich sollte mich schminken und mal öfter zum Friseur gehen. Wirklich, der Gedanke verfolgt mich, dass es so einfach hätte sein können. Was meinen Sie?

Andererseits, Friseur war für mich immer vergebliche Liebesmüh, bei diesen Schnittlauchlocken. Und dann kam man da so aufgetakelt raus, die Haare aufgeplustert und wie geleckt. Ich bin dann im Gehen so lange mit den Fingern durchgefahren, bis sie wieder glatt anlagen. So unauffällig war es mir einfach lieber. Ich mit einer Divenfrisur, das wäre ja lächerlich. Zu viel, wenn Sie verstehen, was ich meine. Jeder, der mich sah, dachte ich, musste doch bemerken, wie verkleidet ich war, wie überfordert von dem Gewicht all dieser Zierde. Und er hätte gelacht. Aber ich schweife ab, entschuldigen Sie.

Nein, ich bin bestimmt kein traumatisiertes Kind, ich will mich nicht herausreden. Meine Kindheit war durchaus glücklich. Und ich bin hart im Nehmen, das habe ich von meinen Eltern gelernt, die waren auch hart im Nehmen. Man lässt sich nicht gehen. Ich bin noch die Jammerigste von uns, zugegeben, krieg’ mein Leben nicht so gut auf die Reihe wie sie. Die beiden haben sich was aufgebaut, haben sich durchgebissen. Ich bin nicht so. Mama hat sich ja immer Sorgen gemacht, ob ich das hinkriege mit den Kindern. Sie selbst hatte ja nur mich. Drei fand sie für mich einfach zu viel. Und Papa, der hat ja immer gewusst, dass ich so gar nicht lebenspraktisch bin. Gott, was hab’ ich mich geschämt, als ich anfing, die Antidepressiva zu nehmen. Aber damit ging es dann wieder. Und inzwischen bin ich auch schon fast davon runter. Man muss das ausschleichen, wissen Sie. Ich hab’ die Dosis schon beinahe halbiert. Ostern ist es dann so weit, dann bin ich clean. Ich bemühe mich wirklich.

Und ich bin hart im Nehmen, wie gesagt. Ich bin auch nicht empfindlich. Manchmal, wenn ich vor dem Spiegel stehe und mich ansehe, dieses Matronengesicht, das mir, ehrlich gesagt, immer noch fremd ist … geht Ihnen das auch so? Na ja, vielleicht ist es mein Problem, dass ich nicht realisiere, wie lange das alles jetzt schon her ist, das Wohnheim, das Studium, die Zeit in der IT-Abteilung, wo wir alle arbeiteten wie die Verrückten und uns von Kaffee ernährten. Ist aber doch alles schon zehn Jahre vorbei, meine Güte, fast fünfzehn. Ist es zu glauben? Mein Körper weiß das, er ist rund geworden und schwer, die Haut schlaff. Mein Kopf arbeitet noch an diesen Tatsachen. Vermutlich bin ich einfach langsamer von Begriff als andere. Im Grunde sehe ich mich immer noch als das glatthaarige, fleißige Mädchen von damals, das lernt und lernt und nichts anderes im Sinn hat, als ein kluges Kind zu sein. Ich mag ja unauffällig gewesen sein und eine graue Maus, aber ich hatte was im Kopf. Und ich war schlank, zumindest das. Schmale Taille, schlanke Beine. Das hat zumindest hie und da einen Mann auf mich aufmerksam gemacht. Nicht allzu viele, zugegeben. Aber es kam doch immer wieder mal einer auf die Idee, so auf den zweiten Blick. Ich war schon immer ein Typ für den zweiten Blick. Auf Partys und in größeren Gruppen falle ich nicht so auf. Aber ich bin eine gute Zuhörerin, zum Beispiel.

Aber was wollte ich sagen? Ach ja, ich bin nicht zimperlich, genau, wirklich nicht. Und wenn ich so vor dem Spiegel stehe und mich ansehe, die Brüste, die inzwischen wirklich hängen, vor allem die linke, das kommt vom Stillen, wissen Sie, dann denke ich manchmal selber: »Titten«. Wirklich, das Wort geht mir durch den Kopf, zumindest still. Titten.

Ich erzähle Ihnen das, damit Sie sehen, ich bin mit diesem Vokabular vertraut, ich ziere mich nicht. Normalerweise würde ich Sie nicht mit solchen Details belästigen, aber ich will nicht, dass Sie einen falschen Eindruck bekommen. Ich stehe wirklich im Leben, will ich damit sagen. Es ist auch so, dass mein Mann, der Vater der Kinder, wissen Sie, also, der hatte so gewisse Vorlieben. Nicht immer, aber im Lauf der Zeit lernt man sich ja besser kennen. Und die Libido lässt ja auch nach im Laufe der Jahre, der Berufsstress, die Kinder, die schlaflosen Nächte. Man kann nicht ewig Honigmond feiern, nicht wahr? Ich bin da ganz realistisch und habe nie überzogene Erwartungen gehabt. So was hat ihn auch furchtbar ge­nervt. Kerzen, Schaumbäder, Blumen, Massagen, wissen Sie, all diese Klischees, dagegen war er allergisch. Er sagte immer, ich müsse auch so wissen, dass er mich liebe, ohne diesen Beziehungskitsch. Er sei nicht bereit, seine Beziehung nach den Vorgaben irgendwelcher billigen Ratgeber zu führen. Und ich gebe zu, ein bisschen war ich auch stolz darauf, dass er so ein unabhängiger Geist war. Na ja, als ich damals das Wochenende in der verschneiten Romantik-Pension organisiert hatte, mit Sekt auf dem Zimmer und so weiter, da war ich schon ein wenig enttäuscht, dass er keine Lust hatte hinzufahren. Wozu die lange Anreise, hat er gemeint, ein Bett hätten wir schließlich auch zu Hause, da war ich schon ein wenig enttäuscht. Aber irgendwie hatte er natürlich recht, und der Schnee hätte die Fahrt ja auch nicht einfach gemacht. Die ganze Zeit habe ich mir dann überlegt, wie ich den Wirtsleuten unser Ausbleiben erklären soll, sie hatten ja zugesagt, aufzubleiben, um uns hereinzulassen, und ob ich wohl einen Teil des Geldes zurückbekommen würde. Dadurch habe ich mir dann das ganze Vorspiel verdorben. Selber Schuld natürlich.

Später dann habe ich solche Versuche gar nicht mehr gestartet. Um ehrlich zu sein, ist ohnehin nicht mehr viel zwischen uns gelaufen. Ich habe mir dann angewöhnt, darauf zu warten, dass er die Initiative ergreift, das war weniger problematisch, man konnte nichts falsch machen. Und dass es nicht mehr oft war, ich meine, das liest man überall, nicht wahr, dass die Leute viel weniger Sex haben, als man denkt, überall. Jedenfalls, so war es einfacher. Und um, also, um in Schwung zu kommen, hat er gerne so ein bisschen Dirty talk gemacht. Sie kennen das, ja? In manchen Büchern wird das ja auch empfohlen. Es ist eine Möglichkeit, nicht wahr? Erlaubt ist, was gefällt und Schwung in die Beziehung bringt. Ich hab’ mir das dann auch angewöhnt. Ficken und Schwanz und so. Sie wissen schon. Entschuldigen Sie. Manchmal habe ich ja doch was vermisst, irgendwie. Er vermutlich auch, darum ist das wohl auch passiert mit der Sekretärin.

Das hat dann schon wehgetan, als ich das erfahren habe. Vor allem, weil es ja im Grunde doch ziemlich lange ging. Das mit der Weihnachtsfeier habe ich ja noch verstanden. Ist ja ein bisschen wie der rheinische Karneval, nicht wahr? Mein Gott, einmal ist vermutlich keinmal. Das meinte mein Mann auch. Aber als ich dann die Briefe fand … ach, was soll’s. Ich hab mich dann im Bett einfach noch mehr angestrengt. Und Dirty talk, das bietet sie ihm bestimmt nicht, meinen Sie nicht auch?

Also, es tut mir leid, Sie mit solchen Details zu belästigen, ich möchte nur, dass Sie verstehen, dass ich wirklich kein falsches Bild von den Männern habe. Und ich bin mit den Realitäten des Lebens vertraut. Mein Gott, ich habe drei Kinder auf die Welt gebracht. Wissen Sie, wie mein Geschlecht danach aussah? Ich habe mich auf einen Spiegel gehockt, um es mir anzusehen, weil ich den Schmerz nicht begriffen habe. Ein Bergwerk, sage ich Ihnen. Genau das war der Begriff, der mir durch den Kopf ging. Ein Bergwerk. Vermutlich ist das auch nicht mehr besser geworden. Ich habe mir diesen Teil meines Körpers danach nie wieder angesehen. Niemand hat das mehr getan, mein Mann war eh nie so der Petting-Typ. Was ich irgendwie ja auch verstehen kann. Der Körper wird eben benutzt, im Laufe des Lebens, er kriegt seine Schrunden ab und sein Fett, seine Falten, Pickel, Altersflecken und so weiter. Er ist kein Tempel. So ein Typ bin ich nicht. Ich habe mich nicht geschont und es auch von anderen nie erwartet. Wo war ich stehen geblieben?

Vor dem Spiegel, richtig, tut mir leid, das ist so ein Tick von mir. Ich stehe oft vor dem Spiegel, obwohl es meist nicht sonderlich erfreulich ist. Neulich im Kaufhaus in der Umkleidekabine bin ich in Tränen ausgebrochen, als ich mich sah. Ich sollte mich endlich mal damit abfinden, dass ich einen anderen, angepassten Kleiderstil brauche. Ich bin eben keine zwanzig mehr. Bald bin ich sechzig, na ja, in fünfzehn Jahren. Aber das ist ja nicht mehr lange. Soll ich Ihnen was verraten? Manchmal wünsche ich mir, es wäre schon so weit. Dann müsste ich mich wenigstens nicht mehr dafür schämen, dass ich mich im Grunde schon so fühle. Dann müsste ich mich nicht mehr bemühen, schlank und attraktiv zu sein und voller Energie und und und. Sie merken schon, ich bin ein bisschen jammerig; das ist es, was meine Eltern meinen. Sie selbst haben ihr Leben mit viel mehr Schwung angepackt. Meine Mutter würde sich nie so gehen lassen, weiß ich schon. Mein Mann findet das auch. Wenn ich mir zu dick bin, soll ich halt Sport machen, meint er. Er selbst stemmt Gewichte und hat so eine Ruderbank. Seine Figur ist toll, kein Gramm Fett, obwohl ich zugeben muss, dass mir diese schwellenden Muskeln eigentlich nicht so zusagen. Ich stehe doch mehr auf den schlanken, drahtigen Typ, eher Tänzer als Athlet, verstehen Sie. Aber wenigstens tut er was für sich. Ich habe das auch versucht, mit Gymnastik vor dem Fernseher, wenn die Kinder im Bett waren. Jazztanz hätte mir gefallen, aber in meinem Alter ist das schon ein wenig albern, oder? Mein Mann meinte auch, das Gehüpfe bringe gar nichts. Und ich hätte mich ungern in Leggins im Studiospiegel gesehen. Das hätte mich nur noch mehr deprimiert. Außerdem war ich um acht Uhr immer schon so müde. Und ein Kurs früher am Tag kam nicht in Frage, dafür kommt mein Mann zu spät von der Arbeit. Mir fehlt eben manchmal der Biss, das gebe ich zu.

Übrigens, das mit den Psychopharmaka bleibt unter uns, geht das? Ich habe es meinen Eltern nie gesagt. Als bei meinem Vater nach seiner Krebs-OP eine Depression diagnostiziert wurde, habe ich kurz erwogen, es ihnen zu beichten. Ich dachte mir, dann hätten sie es nicht als Vorwurf auffassen können, so, als hätten sie bei meiner Erziehung etwas falsch gemacht, denn das haben sie nicht. Es wäre eben einfach genetisch gewesen, eine gemeinsame Erfahrung. Aber ich habe es dann doch gelassen, war besser so, wenn Sie verstehen, was ich meine. Mein Mann weiß es natürlich, er findet es auch ganz gut, dass ich die Tabletten nehme. Dann hänge ich nicht immer so rum, sagt er. Es hat ihn schon ziemlich genervt, meine Negativität, sagt er. Und dass ich mich so gar nicht trösten ließ. Nie hätte ich gemacht, was er sagt. Gewichte stemme ich ja auch nicht.

Er ist ein echter Mann, hasst es, wenn er nichts tun, nicht helfen kann. Situationen, die sich nicht produktiv lösen lassen, machen ihn verrückt, sagt er. Ich verstehe das. Er war auch bei der Geburt unseres Dritten nicht mehr dabei. Hat ganz bewusst einen Skiurlaub gebucht. Was hätte er auch dabei gesollt? Ich musste ja zugeben, so versunken in den Schmerz, wie man immer ist, nimmt man von seiner Umgebung gar nicht mehr viel wahr. Ob er da noch irgendwo stand oder nicht, das hätte vermutlich wirklich keinen Unterschied gemacht. Inzwischen wusste ich ja selber, wie man es machte, dass sie einem keine Betäubung legen, die man nicht will, und keinen voreiligen Dammschnitt machen und solche Dinge. Hat er auch gesagt. Und er konnte seinen Urlaubsantrag eh nicht dauernd hinausschieben, bis ich endlich mal niederkam. So hatten wenigstens alle was davon.

Meine Mutter ist dann für ein paar Tage eingezogen und hat gekocht. Sie war nicht so gut drauf wie sonst, was ich ­verstehen kann. Sie ist das nicht gewohnt mit den vielen Kids, wie man die bei Laune hält und jedem etwas anbietet. Basteln und Spielen und Vorlesen war eh nie ihr Ding, dieser ganze Kinderweltkram. Ich war ja ein Einzelkind und außerdem ziemlich still, hab’ immer viel gelesen. Im Urlaub haben sie mich zu den Großeltern gegeben, und ich habe es schnell gelernt, mich unter Erwachsenen zu bewegen. Der Trubel in meinem Haushalt ist einfach nichts für sie. Und ich spüre, wie bedenklich sie es findet, dass ich mich so gehen lasse. Für meine Mutter war es immer sehr wichtig, eine Frau zu sein. Ich hab ja immer schon gewusst, dass ich damit ein Problem haben würde. Zu wenig Temperament, zu wenig Charme. Und mein Gesicht ist ja doch eher durchschnittlich. Sie hat versucht, mich aus dem Wochenbett zu treiben und mich angehalten, mich ordentlich zu kleiden und zu schminken. Sie hat mir ein paar ihrer alten Lippenstifte dagelassen. Ich habe noch nie Lippenstift benutzt, zu laut, zu bunt, zu viel für mich. Am Ende lacht noch jemand, habe ich immer gedacht. Aber sie hat natürlich im Prinzip recht. Man darf sich nicht gehen lassen, gerade als Frau. Damals zum Beispiel wog sie fast fünf Kilo weniger als ich. Und ich konnte ihre abgelegten Kleider nicht mehr tragen, wie all die Jahre. Sie hat sie dann der Putzfrau gegeben.

Sie wirkte enttäuscht, als sie ging, und auch erleichtert, dass es vorbei war. Am Ende ist sie auch einfach nicht mehr die Jüngste. Sie wird nicht ewig für mich da sein. Was ich ohne sie machen soll, weiß ich wirklich nicht. Ich habe ja nicht ihre Lebensenergie geerbt.

Mein Gott, ich weiß gar nicht, warum ich Ihnen das alles erzähle. Sie halten mich vermutlich für ziemlich Ich-bezogen und eitel. Meine Therapeutin findet das auch, fürchte ich. Schon zwei Jahre bin ich bei ihr, und immer noch dreht sich alles um dieselben Probleme. Ich frage mich manchmal, wie sie das aushält, dieses Klagen den ganzen Tag. Vor mir ist ja schon jemand dran gewesen, und nach mir kommt dann ohne Pause der Nächste. Und dabei weiß ich im Grunde ja genau, was zu ändern wäre. Ich bin vermutlich ein hoffnungsloser Fall. Das tut mir leid. Manchmal versuche ich, ihr eine Freude zu machen. Wenn sie mich auffordert zu erzählen, wie es mir geht, dann strukturiere ich das wenigstens, bemühe mich um ein Thema, und wenn ich einen passenden Traum hatte, dann erzähle ich ihn ihr. Träume mag sie gern. Am Abend vor dem Therapietag lege ich mich immer hin und hoffe, dass ich irgendetwas Interessantes für sie träume.

Die Träume der anderen Nächte merke ich mir nicht, dazu ist zu viel los. Die Kids starten zwischen fünf und sechs in den Tag, ich weiß nicht, von wem sie das haben, ihr Vater ist Langschläfer, der steht erst auf, wenn der Kaffee auf dem Tisch steht, trinkt ihn im Stehen und nimmt dann die beiden Großen mit, um sie vor der Schule abzusetzen. Das habe ich durchgesetzt, in einem ganz konstruktiven Gespräch. Ich hatte mich gut darauf vorbereitet, und letztlich hat er es eingesehen. Der Kleine muss ja in diese besondere Tagesstätte, die nun mal am anderen Ende der Stadt liegt. Ich fahre um halb sieben los, um pünktlich da zu sein, ich kann es einfach nicht sehen, wie alle naselang ein anderer Zivi ihn in seinen Rollstuhl hebt. Was er hat? Fragen Sie nicht nach dem medizinischen Fachbegriff. Bei seiner Geburt war irgendwas mit der Sauerstoffversorgung, viele Dinge entwickeln sich bei ihm nur sehr langsam. Er ist immer noch nicht sauber, zum Beispiel. Aber man versteht immer besser, was er sagt. Ich zumindest verstehe es. Und er hat eine gute Entwicklungsprognose, wenn wir ihn entsprechend fördern und die Entwicklungsfenster nutzten, ehe sie sich schließen. Ich will da nichts versäumen, verstehen Sie. Von mir hängt es schließlich ab, ob er später mal ein sabbernder Heiminsasse wird oder ob er ein teilunabhängiges Leben in irgendeiner offenen Einrichtung führen wird. Das ist eine enorme Verantwortung. Aber ich bin da ganz entschlossen. Das bleibt bitte auch unter uns. Natürlich weiß die Krankenkasse davon, und das Jugendamt, wegen der Pflegestufe und der Hilfen. Aber mein Arbeitgeber sollte davon besser nichts erfahren. Sonst kann ich die Fortbildungsmaßnahmen sofort vergessen. Das ist nicht übertrieben, schauen Sie nicht so. Teilzeitkräfte werden nicht betriebsintern weitergebildet, das ist nun mal eine Tatsache. Und ich brauche das Einkommen, die Reittherapie zum Beispiel zahlt ja keine Kasse. Da wollte ich übrigens gerade hin, zur Reittherapie, ja, das heißt, erst in die Tagesstätte, das Kind abholen. Nein, nein, ich hatte den Jungen nicht dabei. Warum fragen Sie?

Immer mittwochs, meinen Sie? Sie wollen das mitschreiben? Wenn es wichtig ist, ja, mittwochs verzichte ich auf die Mittagspause, mache früher Schluss und hole dann meinen Sohn für eine Reittherapie ab. Sie sollten sein Gesicht sehen, wenn er auf dem Pferderücken liegt. Nein, Entschuldigung, natürlich tut das nichts zur Sache. Äußerer Ring 10 ist die Adresse, ja, das ist ein langer Weg, aber es lohnt sich, glauben Sie mir. Mein Mann, nein, es ist schon besser, ich mache das, glauben Sie mir. Er kann nicht so mit Behinderten, der Anblick deprimiert ihn. Das geht ihm auf die Potenz, hat er mal gesagt. Das ist, wie es ist, da kann man nichts machen. Und eine intakte Mann-Frau-Beziehung ist nun mal der Kern eines guten Familienlebens, wenn es von Dauer sein soll, nicht wahr? Das kann man auch in jedem Buch lesen. Manchmal blättere ich ja doch in einem, es ist oft gar nicht so unvernünftig, was da steht. Aber sagen Sie das nicht meinem Mann, bitte, ja?

Was er wohl dazu sagen wird? Ich weiß es nicht, ehrlich gesagt. Was sagen Sie dazu? Sie schauen so komisch. Dabei habe ich doch nur, ich meine … Ich habe ja schon zu erklären versucht, dass ich wirklich nicht zimperlich bin. Und ich bin jemand, der nach konstruktiven Wegen sucht, ehrlich. Also gut, ich erzähle es Ihnen. Das habe ich nun wirklich noch niemandem gesagt, nicht meiner Mutter, nicht meinem Mann, und ich will nicht, dass das an die große Glocke gehängt wird. Wäre heute auch gar nicht günstig, wo er doch praktisch mein Abteilungsleiter ist. Ich nenne auch keine Namen. Damals war er einfach ein Kollege. Und er ist mal in der Tiefgarage … ein wenig grob geworden, formulieren wir es so. Es war schon spät, wir hatten beide lang gearbeitet, und ich hatte mich mit ihm zugegebenermaßen angeregt unterhalten. Vielleicht gefiel er mir sogar, ich will das gar nicht bestreiten, und man kann ja gar nicht sagen, was da alles an Schwingungen … das lässt sich ja oft gar nicht beherrschen. Danach gefiel er mir jedenfalls nicht mehr. Jedenfalls, ich habe ziemlich lange geduscht. Kennen Sie den Film mit der Lollobrigida, wo sie dem Cowboy, der sie belästigt, entgegenschleudert, ihr könne nichts zustoßen, was nicht mit einem schönen heißen Bad in Ordnung gebracht werden könnte? Die Frau hat mir immer imponiert. In dem Film hat er sie dann ja auch nicht belästigt, sondern nur gesagt: »Du kochst bestimmt ’nen tollen Kaffee.«

Na ja, man kann nicht alles haben. Ist halt doch nur ein Film. Jedenfalls, ich hab’ mir dann einen Kaffee gemacht und nachgedacht. Oder es zumindest versucht. Die Kanne ging leider zu Bruch, ich war halt noch ein wenig durcheinander, und mein Mann fragte mich, wieso ich die Bluse linksrum angezogen hätte. Normalerweise fällt ihm so was nicht auf, und ich dachte schon, er hätte was gemerkt. Wäre ich jünger gewesen, hätte ich vielleicht geglaubt, er würde mich rächen oder so einen Unfug. Sie reden ja manchmal so daher. Und er hat wohl mal auf einem Jahrmarkt einem die Nase eingeschlagen, der seine Schwester belästigt hatte, in seiner Jugend. Mit der Zeit bekommt man dann mit, dass das so Geschichten sind. Nicht, dass ich sagen will, er hätte gelogen oder angegeben, bestimmt nicht. Aber das war halt damals, und heute ist heute, und mein Mann ist nicht der Typ, der die Konfrontation sucht. Da bin ich im Grunde ja auch froh drum, wer will schon so einen Neandertalerschläger im Haus? Er hat dann damals auch nur den Kopf geschüttelt und gemeint, das mit unserem Kleinen färbe wohl langsam auf mich ab.

Die blauen Flecken habe ich dann so erklärt, dass ich im Büro über ein paar provisorisch verlegte Kabel gefallen bin. Meiner Mutter sind sie nämlich aufgefallen, weil ich halt keine Abdeckcreme verwende. Damals habe ich mir zum ersten Mal eine gekauft.

Der Kollege war dann eine Zeit lang ziemlich aggressiv mir gegenüber, hat meine Arbeit schlecht gemacht, Sie verstehen schon. Er hatte eben Angst. Anfangs habe ich mir überlegt, die Abteilung zu wechseln. Aber kneifen wollte ich doch nicht. Die Lösung war einfach, ihm seine Ängste zu nehmen. Ich habe dann das Gespräch gesucht. Und danach ging im Grunde alles ganz gut. Ich parke jetzt immer um die Ecke vom Bürogebäude, da sind ein paar gut besuchte Dönerbuden und immer Leute, egal wie spät man abends rauskommt. Laufe ich halt ein wenig weiter. Die Jungs finden es sogar ganz toll, wenn ich manchmal Döner als Abendessen mitbringe. Mein Mann lästert dann, aber das führt jetzt vermutlich zu weit. Was ich ausführen wollte, war wirklich nur, dass ich in der Regel ein Mensch bin, der konstruktive Wege aus Konflikten sucht.

Ich sehe, dass Sie zweifeln. Wie meinen Sie, ich würde laut? Aber habe ich nicht eben klar und deutlich… Entschuldigen Sie, entschuldigen Sie. Sie haben vermutlich recht. Das Ganze wird langsam wirklich ein wenig anstrengend, verstehen Sie. Es ist ja doch ein wenig persönlich, aber da bin ich vermutlich selber schuld. Ich werde versuchen, mich zusammenzureißen. Warum lachen Sie? Bitte, tun Sie das nicht. Das schockiert mich. Sie machen mir Angst. Was sagen Sie? Ich? Ihnen? Sie machen sich über mich lustig, bitte. Tun Sie das nicht. Ich sagte doch schon, es tut mir leid. Oder sagte ich das noch nicht? Ich kann es mir ja auch nicht erklären. Normalerweise, wie gesagt. Warum ich heute ein wenig überreagiert habe, kann ich mir auch nicht so recht erklären. Sicher, im Moment habe ich viel Ärger mit den Ämtern. Der Jüngste soll in die Schule, verstehen Sie? Da gäbe es schon Institute, aber nicht in unserem Sprengel, und die Kosten, die dabei … aber ich merke schon, das führt jetzt zu weit, entschuldigen Sie. Das tut auch wirklich nichts zur Sache. Es ist halt eine Menge Lauferei, die Gutachten, die Telefonate und dann das Warten. Und für eine Mutter hängt halt immer so viel davon ab, das Wohl ihres Kindes eben. Das klingt jetzt vermutlich kitschig. Tut mir leid.

Und dass mein Mann ausgezogen ist, ist vielleicht auch ein Faktor. Die Briefe halt, ich erwähnte es schon, oder? Wissen Sie, dass es gar nicht die Sekretärin war? Die Briefe waren von einer anderen. Mit der zieht er jetzt auch zusammen, tja. Sie ist schlanker als ich, immer toll angezogen und nicht so aufgefressen von ihrem Mutterdasein. Das ist schon bitter, auch wenn ich zugeben muss, dass ich da wohl Fehler gemacht habe. Ich hätte mich nicht so gehen lassen sollen. Sagt meine Mutter auch. Mein Vater sagt nichts dazu, muss er auch nicht, ich weiß schon, dass er wieder mal unzufrieden mit mir ist. Aber er weiß ja, wie ungeübt ich in lebenspraktischen Dingen bin. Wussten Sie, dass er immer noch unseren Garten macht? Mein Mann meinte, ihm liege dieses Gegärtnere nicht, ist nun mal so, und ich bin einfach nicht rumgekommen. Nie kam ich rum. Aber Schluss damit. Das hatten wir ja schon.

Wissen Sie, was mir nicht aus dem Kopf geht? Ob sie wohl diese Bondage-Sachen mit ihm macht, auf die er so stand. Ich konnte mich ja nie so recht an die Schläge gewöhnen. Ob sie da anders ist? So richtig geil in Lack? Schlimm, nicht wahr? Und ganz, also ganz im Grunde frage ich mich, ob er das wohl nur mit mir gemacht hat. Weil ich sonst einfach nicht mehr attraktiv genug war, so mit Mamas altem Lippenstift und ohne Charisma. Ob ich es war, die zugelassen hat, dass aus unserer Ehe diese Pornohölle wurde, dieses kotzige … entschuldigen Sie, entschuldigen Sie. Ich werde Sie wirklich nicht mit meinen Problemen belasten, tut mir leid. Das muss alles sehr unangenehm für Sie sein. Tut mir leid. Ich ekle mich ja im Grunde vor mir selber. Um ehrlich zu sein, war es genau heute Morgen, dass ich vor dem Spiegel stand und beim Anblick meiner ­Brüste dachte: … Keine Sorge, ich spreche es nicht aus. Ich mag ja verkorkst sein, aber so sehr nun auch wieder nicht. Ob ich wohl einmal gehen könnte, mich frisch machen? Ich verstehe.

Aber Sie müssen sich keine Sorgen machen, wirklich nicht. Hier, das ist die Adresse meiner Therapeutin. Ich werde sie von ihrer Schweigepflicht entbinden, damit Sie die Gutachten einsehen können. Eine deprimierende Lektüre, fürchte ich. Es kotzt mich ja selber an, dieses Kreisen immer um mich selbst. Neulich kam mir sogar der Verdacht, dass es gar nicht um einen Mangel an Selbstwertgefühl geht, sondern im Grunde um eine narzisstische Störung. Kennen Sie sich damit aus? Also im Grunde um jemanden, der seine grenzenlose Ich-Bezogenheit auf jede erdenkliche Weise füttert, auch durch Jammern und vorgeschobene Schwäche und so, also, ich kann das nicht so gut formulieren, ich hab’ da nur was gelesen und dachte mit einem Mal, das bin doch ganz typisch ich. Ich muss das mal mit meiner Therapeutin besprechen. Was wollte ich? Ach ja, Ihnen ihre Karte geben, hier bitte. Meine Daten haben Sie ja schon. Und ich war, wie gesagt, auf dem Weg zur Tagesstätte. Ja. Sicher konzentriere ich mich. Nein danke, ich brauche nichts zu trinken. Das ist nur die Müdigkeit, keine Sorge. Wenn man ein Kind hat, das keine Nacht durchschläft. Machen Sie sich keine Sorgen, das ist ganz normal. Nichts Psychisches. So kaputt bin ich nun auch wieder nicht. Der genaue Hergang? Nein, damit habe ich keine Schwierigkeiten. Warum sollte ich? Gedächtnislücken, ich bitte Sie, es ist doch nichts Traumatisierendes vorgefallen. Natürlich kann ich Ihnen den Tathergang schildern, Gott, wie das klingt, wenn Sie es aussprechen, Tathergang. Vielleicht nehme ich doch einen Tee, nein, keinen Kaffee, ich vertrage das Koffein nicht, das liegt an meinem Magengeschwür. Ist nicht das erste, das liegt in der Familie, meine Mutter hatte drei und hat nie viel Aufhebens davon gemacht. Nein, danke, Tee ist perfekt. Und vielleicht darf ich das Fenster schließen? Diese Sirenen sind doch ziemlich laut, nicht wahr? Was da heute nur wieder los ist? Ich hatte ja schon daran gedacht, mit den Kindern aufs Land zu ziehen, da wäre es ruhiger, und billiger auch. Aber dann sind die Wege zu den Schulen wieder so weit, und mit dem Jüngsten … Der Hergang, ja, tut mir leid. Danke für den Tee.

Ich fuhr in die Tankstelle ein, ziemlich zügig, denn ich war spät dran, wie immer eigentlich, das ist so eine schlechte Angewohnheit. Ist kein gutes Vorbild für die Kinder, die dauernde Hektik, der ganze Stil, ich habe mir oft gedacht, ich müsste das besser hinkriegen, auch wegen der Gesundheit. Aber eine nachgeholte Mittagspause ist eben ziemlich wenig Zeit, und meistens hat schon der Berufsverkehr eingesetzt. Und zu Aldi wollte ich auch noch. Jedenfalls. Wo war ich? Ja, ich fuhr ein, an die freie Zapfsäule, und tankte. Dann ging ich hinein, um zu zahlen. Ich gebe zu, ich ging nicht direkt zur Kasse, sondern zögerte vor dem Zeitschriftenregal kurz. Aber dann ging ich doch zum Tresen. Da kam dieser Mann, der eindeutig nach mir getankt hatte. Und während ich noch Luft hole, um zu sagen, an welcher Zapfsäule ich war, schiebt er mich zur Seite, zückt seine Karte und sagt: »An der Drei.«

Wie? Was er anhatte? Tut mir leid, beim besten Willen … Wieso ist das wichtig?

Andere Leute? Der Tankwart, wie gesagt. Bei den Zeitschriften war noch so ein junger Mann, der gerade die Regale auffüllte. Und ich glaube, da standen noch zwei Wagen, aber mehr an der Seite, wo die Waschstraße war. Kann sein, dass die Fahrer auch im Laden waren, ja, vielleicht waren da Stimmen. Wenn, dann können Sie die ja fragen, das sind Zeugen, die können bestätigen, was ich sage.

Warum lachen Sie? Nein, natürlich frage ich Sie das ehrlich. Habe ich etwas Dummes gesagt? Da, schon wieder eine Feuerwehr. Wenn Sie nichts dagegen habe, schließe ich jetzt das Fenster. Oh, entschuldigen Sie, nein, nein, ich bleibe sitzen, wenn Ihnen das lieber ist, Sie brauchen nicht so aufzuspringen. Was haben Sie denn? Um ehrlich zu sein, bin ich im Moment ziemlich müde. Riechen Sie das auch? Riecht nach Rauch.

Ja, natürlich fällt mir das auf. Warum fragen Sie? Sollte mir das nicht auffallen? Also, wie gesagt, es dürfte Zeugen geben. Dafür nämlich, dass dieser Mann, jetzt fällt es mir wieder ein, er trug eine Wildlederjacke, so eine mit Naturfellfutter. Und eine Baseballkappe. Der Tankwart an der Kasse war im Blaumann. Und der Junge, nein, da muss ich passen. Ein Karohemd vielleicht. Aber ich bin nicht sicher, tut mir leid, ich war sehr abgelenkt. Vielleicht verstehen Sie das. Der Mann drängte mich nämlich sehr grob ab. Ich stolperte sogar ein wenig. Nicht sehr, na gut, ich will wirklich nicht übertreiben. Aber vielleicht kennen Sie das, wenn Sie so das Gleichgewicht verlieren und sich einfach dumm vorkommen, nein? Ich habe ihm gesagt, höflich, dass ich vor ihm dran war. »Entschuldigen Sie«, sagte ich, »aber ich war eher da. Ich war eben im Begriff zu zahlen. Vielleicht haben Sie es ja nicht bemerkt.« Die Möglichkeit bestand ja immerhin. Wie gesagt, ich hatte noch überlegt, wegen der Nummer der Zapfsäule. Das passiert mir ständig; ich bin so in Eile, dass ich nicht auf die Nummer achte. Meistens wissen Sie es an der Kasse aber eh. Und es waren ja auch nur zwei Autos da, mein Hyundai und der Jeep dieses Mannes. Ja, es war ein Jeep, jetzt erinnere ich mich, so ein Riesending, mit dem man durch die Wildnis hätte fahren können, sehr hoch und mit viel Stoßstange vorne und hinten. Jedenfalls, wissen Sie, was dieser Mann gesagt hat? »Halt’s Maul, du Fotze.«