Das Recht des Alphas - Charlie Richards - E-Book

Das Recht des Alphas E-Book

Charlie Richards

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Beschreibung

Declan McIntire, der Alpha des Stone Ridge Rudels, weist seit einem Jahrhundert die hübschen Töchter zurück, die ihm vorgeführt werden, und verbirgt die Tatsache, dass er Männer bevorzugt. Als er bei einer Grillparty des Rudels Lark Trystan wittert, stellt Declan begeistert fest, dass es sich bei dem niedlichen, sexy Menschen um seinen Gefährten handelt. Er ist noch begeisterter, als er herausfindet, dass Lark über Gestaltwandler Bescheid weiß und schon seit einigen Monaten mit ihnen zu tun hat. Schnell erkennt Declan, dass seine riesige Gestalt und dominante Persönlichkeit das eigentliche Problem sind. Da der Alpha hetero ist, versteht Lark nicht, warum Declan sich plötzlich für ihn interessiert. Er versteht auch nicht, warum er sich so zu dem großen Mann hingezogen fühlt, vor allem da er in Beziehungen bisher nie viel Glück hatte. Dominante Männer scheinen immer der Meinung zu sein, dass er sich hervorragend als Prügelknabe eignet, und Lark hat Narben als Erinnerung daran zurückbehalten. Als Lark im Krankenhaus landet, legt Declan alles andere auf Eis, denn er ist entschlossen, seinen Gefährten mit nach Hause zu nehmen und ihm zu beweisen, dass er ganz anders ist als Larks bisherige Liebhaber. Doch nicht alle im Rudel akzeptieren einen schwulen Alpha. Kann Declan einen Weg finden, sie zusammen zu bringen? Oder wird er sich zwischen dem Rudel, dem er sein Leben gewidmet hat, und dem Mann, der schon nach kurzer Zeit sein Herz in Händen hält, entscheiden müssen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: Rund 35.600 Wörter

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Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Epilog

ÜBER CHARLIE RICHARDS

LESEPROBE:

Das Recht des Alphas

Declan McIntire, der Alpha des Stone Ridge Rudels, weist seit einem Jahrhundert die hübschen Töchter zurück, die ihm vorgeführt werden, und verbirgt die Tatsache, dass er Männer bevorzugt. Als er bei einer Grillparty des Rudels Lark Trystan wittert, stellt Declan begeistert fest, dass es sich bei dem niedlichen, sexy Menschen um seinen Gefährten handelt. Er ist noch begeisterter, als er herausfindet, dass Lark über Gestaltwandler Bescheid weiß und schon seit einigen Monaten mit ihnen zu tun hat. Schnell erkennt Declan, dass seine riesige Gestalt und dominante Persönlichkeit das eigentliche Problem sind.

Da der Alpha hetero ist, versteht Lark nicht, warum Declan sich plötzlich für ihn interessiert. Er versteht auch nicht, warum er sich so zu dem großen Mann hingezogen fühlt, vor allem da er in Beziehungen bisher nie viel Glück hatte. Dominante Männer scheinen immer der Meinung zu sein, dass er sich hervorragend als Prügelknabe eignet, und Lark hat Narben als Erinnerung daran zurückbehalten.

Als Lark im Krankenhaus landet, legt Declan alles andere auf Eis, denn er ist entschlossen, seinen Gefährten mit nach Hause zu nehmen und ihm zu beweisen, dass er ganz anders ist als Larks bisherige Liebhaber. Doch nicht alle im Rudel akzeptieren einen schwulen Alpha. Kann Declan einen Weg finden, sie zusammen zu bringen? Oder wird er sich zwischen dem Rudel, dem er sein Leben gewidmet hat, und dem Mann, der schon nach kurzer Zeit sein Herz in Händen hält, entscheiden müssen?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: Rund 35.600 Wörter

CHARLIE RICHARDS

Das Recht des Alphas

Die Wölfe von Stone Ridge 2

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Alpha’s Prerogative“:

Charlie Richards, 2011

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2017

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Vielen Dank an meinen Vater, weil er mich immer unterstützt und stolz auf mich ist, selbst wenn er mich nicht versteht. Und an meinen Mann, für alles.

Kapitel 1

Lark lächelte über die herumtollenden jungen Werwölfe. Die älteren Kinder wechselten zwischen ihren Gestalten hin und her, kugelten zunächst als Welpen herum, nur um sich dann zu verwandeln und einander als Menschen über die Lichtung zu jagen. Diejenigen von ihnen, die die Pubertät noch nicht erreicht hatten, feuerten ihre Brüder und Schwestern schreiend und kreischend an. Ein Teenager setzte sich neben Lark auf die Bank.

„Sie werden lernen, die Verwandlung besser zu kontrollieren, wenn sie älter sind“, erklärte er selbstbewusst.

Lark lächelte und drehte sich dem Kind zu, Kenny, wenn seine Erinnerung korrekt war. „Wie fühlt es sich an, sich zu verwandeln? Wie macht man das?“

„Nun, man muss sich wirklich sehr darauf konzentrieren und sich in Gedanken einen Wolf vorstellen“, sagte Kenny, dessen Stirn gedankenvoll gerunzelt war. Dann grinste er. „Es fühlt sich an, als hätte man am ganzen Körper Gänsehaut, wenn das Fell wächst, dann spürt man so eine Art Kribbeln am Hintern, wenn die Rute wächst.“

Lark erkannte die Begeisterung in den Augen des Jungen, als der den Prozess erläuterte.

„Wenn die Schnauze sich bildet, fühlt sich das an, als würde das Gesicht zusammengedrückt und dann in die Länge gezogen. Das ist mein Lieblingsteil!“

Bei diesen Worten landeten die kreischenden Kinder auf einem Haufen in der Nähe. Lark schaute sich um und bemerkte einige Männer und Frauen, die den Kindern nachsichtig zusahen. Während er den Tumult beobachtete, glaubte er einen Blick auf sich zu spüren, doch als er sich umschaute, entdeckte er niemanden, der ihn direkt ansah. Er wusste, wenn jemand ein Problem damit hätte, dass er mit den Kindern spielte, hätte derjenige es schon gesagt. Werwölfe waren nicht schüchtern.

„Ich hab Hunger!“

Die Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Egal, er bildete es sich wahrscheinlich sowieso nur ein. Lark schaute die Kinder an. „Habt ihr alle Hunger?“ Als sie zustimmend riefen, lachte er. „Dann bleibt hier. Ich hole euch allen etwas zu essen.“

Lark erhob sich vom Boden und bahnte sich seinen Weg durch die Menge. Es war etwas schwierig, da er so klein war, aber er schaffte es, da er sich durch Lücken zwängen konnte, die größere Männer umgehen mussten. Er entdeckte ein befreundetes Paar und den Grund für dieses Fest zu seiner Rechten und machte sich auf den Weg zu den beiden. Rainy hatte seinen Gefährten Travis gefunden und beansprucht, und die Grillparty diente dem Zweck, den Menschen in das Rudel einzuführen. Seit Larks Ankunft auf der Party war schon einige Zeit vergangen, also fand er, dass er sich sehen lassen sollte. Er wäre beinahe aus den Latschen gekippt, als er den hübschen dunkelhäutigen Mann erblickte, der neben dem Paar stand.

Verdammt, der Alpha war heiß. Großgewachsen wie die meisten Wandler brachte Declan es auf einen Meter neunzig. Dunkle, schokofarbene Haut, ein kahlrasierter Kopf und so viele trainierte Muskeln, dass Lark gar nicht wusste, was er mit ihnen anstellen sollte. Der Mann war absolut anbetungswürdig.

Er hatte den Alpha nur einmal in Person und aus der Nähe gesehen, und das auch nur im Vorübergehen. Lark war in Cliffs Haus auf dem Weg in die Küche gewesen und auf dem Weg dorthin im Flur an dem Alpha vorbeigegangen. Declan war zu einem der Schlafzimmer geeilt um herauszufinden, ob Rainys Gefährte Travis durchdrehte, nachdem er erfahren hatte, dass es Gestaltwandler gab. Cliff und Rainy, Werwölfe und Brüder, waren sehr nett gewesen und hatten versucht, Lark in ihre Aktivitäten miteinzubeziehen. Er war dankbar, dass die beiden ihre Gefährten gefunden hatten und dass Travis und Lisa die wölfische Seite der beiden Brüder akzeptierten.

Als er sich näherte, betrachtete er Declan genau. Der Alpha überblickte sein Rudel, die Wölfe von Stone Ridge, und sah dabei verflucht heiß aus, wie er sein schwarzes T-Shirt und die blaue Jeans mit gut definierten, schlanken Muskeln füllte. Sein kahler Schädel lockte Lark, mit den Handflächen darüber zu streichen. Würde er sich stoppelig anfühlen, weil Declan seine Haare abrasierte? Oder war er von Natur aus kahl? Wie wäre es wohl, die Konturen von Declans muskulösem Bauch und seinen Schenkeln nachzuzeichnen? Wohl wissend, dass er niemals die Gelegenheit dazu bekommen würde, versuchte er seine Begeisterung zu ignorieren und seine Aufmerksamkeit auf die Ehrengäste zu lenken.

Lark blieb vor Rainy und Travis stehen und schaute lächelnd zu ihnen auf. „Hallo Jungs!“ Aus irgendeinem Grund war beinahe jeder Werwolf, den Lark bisher gesehen hatte, mindestens einen Meter achtzig groß, was bedeutete, dass Lark den Kopf weit nach hinten neigen musste, um seinem Freund Rainy in die Augen zu sehen. Womit fütterten die bloß ihre Welpen? Wenigstens war Travis nur einige Zentimeter größer als er.

„Hallo Lark. Wo hast du dich denn versteckt? Ich habe dich nicht gesehen, seit du vor drei Stunden hier angekommen bist“, sagte Travis grinsend.

Lark erwiderte die Umarmung, die Travis ihm gab. Er bemerkte ein Knurren und schaute in Declans Richtung. Gott, der Mann war absolut atemberaubend, was wahrscheinlich bedeutete, dass Lark sich nicht zu ihm hingezogen fühlen sollte. Er hatte einen schrecklichen Geschmack, was Männer betraf. Entweder waren sie hetero oder neigten dazu, ihre Liebhaber zu schlagen.

Nachdem er sich in Gedanken zusammengerissen hatte, richtete er seine Aufmerksamkeit wieder auf Travis. „Ich war bei den Welpen. Wir spielen in der Nähe der Picknicktische und einige der Kids erklären mir die Sache mit der Verwandlung. Es ist wirklich cool. Ich kam nur rüber, um für alle etwas zu essen zu holen.“ Er konnte seine Begeisterung nicht verbergen. Er liebte Kinder und fühlte sich in ihrer Gegenwart wohl. Wenigstens beantworteten die ihm Fragen, ohne ihm das Gefühl zu geben, dass er dumm war. Er grinste wieder, wohl wissend, dass es nicht lange dauern würde, bis die Kinder den Spielbereich verließen und sich selbst auf die Suche nach Essen begaben. „Naja, Glückwunsch noch mal. Bis später.“

Lark schnappte sich mehrere Teller und füllte sie mit Hotdog-Brötchen. Aus Erfahrung wusste er, dass Wandler viel aßen, vor allem heranwachsende. Als er beim Grill stehen blieb, grinste er Carson an. Vor ein paar Monaten hatte Cliff ihn bei einem Pokerspiel dem Vollstrecker der Wölfe vorgestellt. Der Mann war immer höflich, wenn auch etwas förmlich. „Hallo Carson. Du wurdest also an den Grill abkommandiert, hm?“

Der gut aussehende Native American grinste schief. „Hab mich freiwillig gemeldet“, sagte er in seiner tiefen Bassstimme. „Dann muss ich mich nicht unter die Leute mischen.“

Lark nickte verstehend. Carson fühlte sich unter vielen Leuten noch weniger wohl als er. „Ich weiß, was du meinst. Ich hänge lieber mit den Kindern rum. Der Versuch, sich mit einer Menge Wandlern zu unterhalten, kann für jemanden mit meiner Größe ziemlich einschüchternd sein.“ Er grinste und sprach mit sanfter Stimme weiter. „Was gebt ihr euren Kindern zu essen?“

Carson lächelte freundlich und füllte die Brötchen. „Sieht aus, als wärst du zur Futterbeschaffung abkommandiert, hm?“

Lark zuckte die Schultern. „Das macht mir nichts aus.“

„Dann weißt du ja schon, was wir unseren Kindern zu essen geben: Fleisch, Fleisch und noch mehr Fleisch.“

Lark warf den Kopf nach hinten und lachte. Es kam nicht oft vor, dass der direkte Carson einen Witz machte, aber Lark mochte seinen Humor, wenn er es tat. Nachdem er sich von dem Vollstrecker verabschiedet hatte, ging er zu den mit Essen beladenen Picknicktischen. Er begann Chips, Kartoffelsalat, Krautsalat und Obst auf die Teller zu häufen. Als er auf all das Essen hinabschaute, kicherte er. Wie sollte er das bloß alles zu den Kindern bringen?

* * * *

Declan starrte dem kleinen Mann hinterher. Verdammt, der roch aber gut. „Er gehört nicht zum Rudel. Wer ist er?“, fragte Declan und beobachtete dabei weiterhin den sexy Hintern des Mannes, der sich entfernte. Er konnte nicht glauben, dass er Travis tatsächlich angeknurrt hatte, weil der den Mann umarmte. Was stimmt nicht mit mir?

Eine Erinnerung nagte an ihm und er dachte an einen Samstagabend vor etwa einem Monat. Er war zu Hause gewesen, wo er gerade überlegt hatte, wie er eine weitere von diesen Müttern mit ihrer Möchtegern-Gefährtin-Tochter loswerden konnte, als sein Telefon geklingelt hatte. Es war Cliff, der ihn über eine unbeabsichtigte Sichtung informiert hatte. Er hatte sich höflich bei seinen Gästen entschuldigt und von ihnen verabschiedet, dann war er zum Haus des Sohnes seines Ersten Fährtensuchers geeilt.

Dort hatte er den Tigerwandler Grady vorgefunden, der den Wolf Clyde bewachte. Cliff hatte erklärt, dass Clyde während des Pokerspiels bissige Bemerkungen über Rainys sexuelle Orientierung gemacht hatte, woraufhin Rainy spöttisch geantwortet hatte, er solle doch beweisen, dass das nicht bloß heiße Luft war. Clyde war durchgedreht, hatte sich in einen Wolf verwandelt und Rainy angegriffen. Daraufhin war Cliff eingeschritten, hatte Clyde festgehalten und dann Declan gerufen.

Ein würziger Duft nach Zimt hatte seine Aufmerksamkeit erregt, die seines Schwanzes ebenfalls, und es war ihm schwergefallen, sich auf Cliffs Worte zu konzentrieren. Auf dem Weg nach oben war er an einem schlanken blonden Mann vorbeigegangen. Der würzige Duft nach Zimt war ihm wieder aufgefallen, diesmal noch stärker, und er hatte erkannt, dass der kleine sexy Mann die Quelle war. Sein Schwanz war so schnell hart geworden, dass ihm beinah schwindlig wurde. Als er sich dem Menschen zugewandt hatte, war der zusammengezuckt, hatte den Kopf eingezogen und rasch „Alpha“ gemurmelt, bevor er an ihm vorbeigeschlüpft war.

Declan erinnerte sich an die Mischung aus Lust, Verwirrung und Wut, die sich daraufhin in ihm breitgemacht hatte. Wut auf denjenigen, der dem Mann in der Vergangenheit wehgetan hatte und ihn so veranlasste, vor Declans großer Gestalt zusammenzuzucken. Lust, weil er dem niedlichen, sexy Blonden nachjagen wollte, ihn aufs nächste Bett werfen und vögeln, bis sie beide in einen seligen Schlummer verfielen. Er wollte seinen Namen von den Lippen des Mannes hören, seine Arme um ihn schlingen, ihn an sich ziehen und festhalten. Und dann stellte sich die Realität wieder ein, erinnerte ihn an die Aufgabe, die er zu erledigen hatte. Die Sicherheit des Rudels stand an erster Stelle. Declan hatte beinahe zehn Minuten im Flur stehen müssen, um seinen aufgeregten Ständer unter Kontrolle zu bekommen, bevor er nach Rainy und Travis hatte sehen können.

Wie sich gezeigt hatte, war Travis mit Rainys Wolf sehr gut umgegangen. Sie hatten sich ein wenig unterhalten, und als Declan wieder nach unten gegangen war, hatte sich der gut duftende Mann bereits verabschiedet.

Die Worte der Ehrengäste rissen ihn zurück in die Gegenwart und zwangen Declan, sich zu konzentrieren.

„Tut mir leid, Alpha. Ich hätte daran denken sollen, ihn dir vorzustellen. Das ist unser Freund Lark Trystan. Er weiß über Wandler Bescheid, seit wir vor ein paar Monaten die Party am Unabhängigkeitstag hatten. Unser Vater und Shane haben ihn eingeführt.“

Lark Trystan. Selbst der Name erregte ihn. Gefährte. Die Erkenntnis traf Declan so plötzlich, dass er einen überraschten Laut von sich gab. Nach all dieser Zeit hatte er endlich seinen Gefährten gefunden! Aufregung raste durch seinen Körper und er vibrierte geradezu, dann beruhigte er sich etwas, als sofort darauf Sorge folgte. Da Lark über Werwölfe Bescheid wusste und sogar gerne mit den Welpen spielte, nahm Declan an, dass sein Wandlersein kein Problem darstellen würde. Er konnte jedoch nicht vergessen, wie der kleinere Mann an jenem Samstagabend vor ihm zurückgezuckt war. Schließlich riss er den Blick von Lark los und sah, wie sich Rainys Augen weiteten.

„Oh Gott, bitte sag mir, dass sie dich informiert haben.“

Declan schaute noch einmal zu Lark, der über etwas lachte, das Carson, der am Grill stand, sagte. Seine Augen wurden schmal, als Eifersucht mit der Gewalt eines Tornados durch ihn hindurch raste. Sein Zahnfleisch kribbelte, als seine Fangzähne sich zu zeigen drohten, und er holte mehrmals tief Luft. Er roch Rainys wachsende Panik und drehte sich zu dem frisch verpaarten Wolf, um ihn zu beruhigen.

„Lark Trystan. Ja, ich erinnere mich vage an den Namen.“ Er schaute zu Rainy und grinste gezwungen. „Tut mir leid, dass ich dich beunruhigt habe. Dies ist nur das erste Mal, dass ich ihm begegnet bin.“

„Alpha, entschuldige die Unterbrechung.“

Declan drehte sich um und sah Nick Greely, einen seiner besten Sucher, hinter Duncan und Cliff, die in seiner Nähe standen. „Ja, worum geht es?“ Sein Blick wanderte wieder zu dem kleinen sexy Kerl, der einige Teller mit Essen füllte. Das Wort Wilderer drang in seine Ohren und er realisierte, dass er kein Wort von Nick mitbekommen hatte.

„Entschuldigung, wie war das?“

„Ich sagte, wir haben das Lagerhaus gefunden. Wir haben Detective Stryker eine Nachricht hinterlassen und warten darauf, dass er zurückruft.“

Declan nickte. Das war eine tolle Nachricht. Sie suchten schon seit Wochen nach dem Ort, an dem die Wilderer die Tiere unterbrachten, seit Cliff von ihnen gefangen worden war. Der war in seiner Wolfsgestalt gewesen und hatte unter Drogen gestanden, deshalb hatte er sich nicht daran erinnern können. „Das ist großartig. Benachrichtige Duncan, Carson und Vernon. Sie sollen sich bereithalten. Sie werden mit Stryker reingehen müssen. Gib mir Bescheid, sobald du von ihm hörst, dann sollen sich alle bei Duncan versammeln.“

„Ja, Alpha.“

Sobald Nick gegangen war, entschuldigte Declan sich, verließ die Veranda und ging zu den Tischen mit dem Essen. Er trat zu Lark, der beinahe ein Dutzend Teller anstarrte, die mit Hot Dogs, Kartoffelsalat und einer Auswahl anderer Köstlichkeiten beladen waren. Plötzlich fiel ihm Larks Bemerkung, dass er Essen für die Kinder holte, wieder ein und er verstand, dass der Mann das Essen zu den Welpen bringen wollte. Er konnte sein Grinsen nicht verbergen. Was für ein netter Kerl! „Du hast wohl Hunger, nicht wahr?“, neckte er.

Lark errötete hinreißend und zog den Kopf ein.

Verdammt, Lark ist ein hübscher Bursche.

„Das ist nicht alles für mich. Ich habe den Kindern gesagt, dass ich ihnen etwas zu essen bringen würde, aber mir war nicht klar, wie viel …“ Auf seiner Lippe kauend mied er Declans Blick. „Ich meine, Werwölfe essen mehr als Menschen“, plapperte er weiter. „Ich überlege nur gerade, wie ich das ganze Essen zu den Kindern kriegen soll, Alpha.“

Declans Schwanz zuckte bei dem unterwürfigen Verhalten und das Verlangen zu dominieren drang an die Oberfläche. In dem Versuch, seine Lust zu verbergen, lächelte Declan. „Dann sollten wir sie nicht enttäuschen. Lass mich dir helfen.“

Larks blaue Augen weiteten sich überrascht und er wich einen Schritt zurück. „Oh nein! Das musst du nicht tun. Ich komme schon –“

Declan packte Lark am Arm. „Stell dich nicht an, Lark. Ich bin hier und biete meine Hilfe an, also lass mich helfen, okay?“ Götter, sein irischer Akzent wurde immer stärker. Über hundert Jahre fern seiner Heimat und er klang, als wäre er gerade erst von dem dämlichen Schiff gekommen.

Dann lächelte Lark und die Sonne schien aufzugehen. „Danke“, murmelte der kleine Mann. „Das ist sehr nett von dir.“

„Sehr gerne“, brachte Declan hervor.

Lark lächelte weiter und errötete.

Was sollte denn das alles? Fühlte Lark sich genauso zu Declan hingezogen wie der zu dem kleineren Mann? Hoffnung stieg in Declan auf. Er nahm den Rest der Teller und folgte seinem schlanken, sexy Gefährten, als der sich leichtfüßig durch die Menge bewegte. Der geschmeidige, ein Meter fünfundsechzig große Körper bewegte sich wie ein Tänzer. Declan konnte sich vorstellen, wie er seinen Gefährten im Arm hielt und sie sich zu Musik bewegten. Er war so in seinem Tagtraum verloren, dass er über ein Kinderspielzeug stolperte und beinahe das Essen über sich gekippt hätte. Sehr beeindruckend, Declan!

„Tut mir leid, Alpha“, flüsterte eine leise Stimme.

Er schaute nach unten, froh darüber, von seinen Gedanken abgelenkt zu werden. Ein kleines Mädchen blickte zu ihm auf, presste mit einer Hand die Barbiepuppe an ihre Brust und starrte ihn mit großen, weit aufgerissenen braunen Augen an.

„Ist schon okay, Süße. Hast du Hunger?“ Er ließ sich auf ein Knie nieder und hielt ihr einen Teller entgegen.

Sie schaute das Essen mehrere Sekunden lang an, dann huschte ihr Blick herum. „Ist das für mich?“, fragte sie.

„Ja, wenn du möchtest.“ Er hielt die Verwirrung aus seinem Blick. Warum zögerte das Mädchen, das Essen entgegenzunehmen, das er ihr anbot? Schließlich nickte sie. Ihre Hand kam langsam hervor und ergriff ein Hotdog. Ihr gelang es, beinahe das ganze Ding in den Mund zu stopfen, was für eine Zehnjährige keine schwache Leistung war. Oder war sie älter? Da er die meisten der Welpen nicht kannte, konnte er nicht sicher sein.

Nachdem sie gekaut hatte, murmelte er: „Wie heißt du, Kind?“

Das Mädchen starrte ihre Barbiepuppe an, als sie antwortete: „Sara.“

Bevor er nach ihrem Nachnamen fragen konnte, ließ Lark sich neben Sara nieder und sie rutschte ohne zu zögern auf seinen Schoß, noch immer die Barbiepuppe in einer Hand und die Reste ihres Hotdogs in der anderen. Wow, Lark scheint wirklich eine Menge Zeit mit den Kindern meines Rudels zu verbringen.

„Hey, Sara, möchtest du etwas davon?“, fragte der Blonde.

Lark nahm Declan einen Teller mit Kartoffelsalat und Obst aus der Hand. Das Mädchen nickte eifrig und nahm den Teller entgegen. Nachdem sie den Rest des Hotdogs in den Mund gesteckt hatte, machte sie sich mit den Fingern über das Obst her. Lark nahm dem verblüfften Declan die Teller aus der Hand und verteilte sie an mehrere Kinder, Connors mittlere Söhne, wenn er sich nicht irrte. Ein Junge nahm sie entgegen und dankte ihm, bevor er das Essen an die anderen weiter reichte.

Wenige Sekunden später kehrte einer der Jungen zurück und ließ sich Declan zu dessen Überraschung auf den Schoß fallen.

---ENDE DER LESEPROBE---