Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Tillmann Bernhardt führt durch die psychologischen, körperlichen und emotionalen Dimensionen von Sessions, Subspace und Hingabe. Anhand von BDSM-Sessions aus Romanen von Alexander B. Taris, Alexander Debris, Bastian Axell und dem Autor selbst entsteht ein vielschichtiges Bild von Lust, Vertrauen und Tiefe. Was passiert, wenn Kontrolle zur Einladung wird? Wenn Schmerz nicht verletzt, sondern berührt? Egal, ob du neugierig bist, die Praktiken bereits ausübst oder einfach verstehen willst, was Menschen in diesen Momenten bewegt, dieses Buch lädt dich ein, hinter den Horizont zu blicken. Es richtet sich an alle, die BDSM nicht als Technik, sondern als Begegnung verstehen. Es beleuchtet die psychologischen und körperlichen Dimensionen von Dominanz und Hingabe, Schmerz und Lust sowie Ritual und Intimität. Es ist eine tiefgründige Reise in die Welt von BDSM, Tantra und achtsamer Sexualität. Dabei werden die psychologischen, emotionalen und körperlichen Aspekte von Dominanz, Hingabe, Lustschmerz und der Subspace- Orgasmus beleuchtet.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 228
Veröffentlichungsjahr: 2026
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Trance und Subspace sind keine Ziele, sondern Geschenke, die entstehen, wenn alles stimmig ist.
Ein Subspace-Orgasmus ist kein Höhepunkt im klassischen Sinne, sondern ein Übergang, ein sanftes Hinübergleiten in eine andere Bewusstseinsebene. In dieser Ebene spielen Zeit und Umfeld keine Rolle, und das Selbst löst sich in etwas Größerem auf. Oft ist diese Erfahrung begleitet von inneren Bildern, Farben, Klängen oder einem Gefühl der Schwerelosigkeit, als würde man in einem Rausch aus Empfindungen treiben.
Warum Hiebe auf die Haut? Warum Schmerz? Was ist Lustschmerz? Was bewirkt das? Was macht das mit dir? Warum kann das süchtig machen?
Mit Session-Beispielen aus den Romanen:
Alexander B. Taris: Tantra mit Peitsche
Alexander Debris: Eine emotionale SM-Session
Bastian Axell: Das Mädchen gegenüber
Tillmann Bernhardt: Die Umarmung der Dunkelheit
Schlummernde Fantasien werden Wirklichkeit.
Nicht irgendwann. Nicht vielleicht. Sondern jetzt.
Denn über allem steht die Lust, nicht als flüchtiger Moment, sondern als bewusste Kraft.
Es ist die Sehnsucht, sich sexuell bedingungslos fallen zu lassen.
Nicht aus Schwäche, sondern aus Stärke.
Du hast Hautkontakt. Du spürst deinen Körper.
Das gibt dir eine tiefe Befriedigung, dich selbst zu erfahren.
Nicht oberflächlich, sondern intensiv. Jeder Nerv wird wach.
Jeder Atemzug wird spürbar. Alle deine Sinne sind beteiligt, keiner bleibt außen vor. Das ist keine Flucht.
Das ist Seelennahrung. Das ist pures Abenteuer.
Wenn du gehalten wirst, fest, präsent, grob, liebevoll, dann kannst du dich öffnen, dann kannst du dich zeigen.
Dann kannst du eins mit dir sein.
Du bist weder sanft noch wild, weder zärtlich noch fordernd.
Du bist alles. Das ist deine Freiheit.
Devotheit ist für dich kein Widerspruch. Es ist eine Einladung.
Eine Einladung, alle Facetten deiner Lust zu leben. Für einen Zeitabschnitt tauchst du in eine andere Welt ein. Eine Welt jenseits von Alltag, jenseits von Rollen, jenseits von Kontrolle.
Eine Welt, in der du dich selbst neu entdecken kannst.
Frech, lustvoll, echt und lebendig.
Es ist die Suche nach dem Kick.
Aber nicht nach dem schnellen und grellen Kick, sondern nach dem tiefen und ehrlichen. Dem Kick, der dich atmen lässt wie nie zuvor. Der dich zittern lässt, nicht aus Angst, sondern vor Erwartung. Der dich öffnet, nicht weil du musst, sondern weil du willst.
Denn wenn Fantasie Wirklichkeit wird, wenn Lust sich mit Bewusstsein verbindet und Berührung zur puren Lust wird, dann beginnt etwas Neues!
Etwas, das du erleben solltest. Etwas, das dich ruft.
Du hast gelernt, dich vollkommen fallen zu lassen.
Deine Erinnerung besteht nur noch aus Bruchstücken. Manche Sequenzen der Session sind wie ausgelöscht und du erinnerst dich nur noch schemenhaft an sie, als siehst du sie durch einen dichten Nebel. Es ist wie das Aufwachen aus einem Traum.
Aber es war real, und du bist stolz darauf!
Einige Momente haben sich dir umso mehr eingeprägt.
Du spürst sie noch Tage später.
Solche Gefühle lassen sich nicht in Worte fassen.
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Zwischen Klischee und Wahrheit
Manchmal beginnt eine Geschichte nicht am Anfang, sondern dort, wo sie am tiefsten berührt. Was zählt, ist nicht die erste Berührung, sondern die letzte, die in der Stille nachhallt, dort, wo etwas bleibt.
Es gibt Erfahrungen, die sich kaum in Worte fassen lassen.
Begegnungen, die nicht laut sind, aber alles verändern.
Momente, in denen Kontrolle und Hingabe keine Gegensätze sind, sondern ein stiller Tanz.
BDSM ist für viele genau das.
Kein Tabubruch. Keine Provokation. Kein bloßes Spiel.
Sondern ein Weg. Ein Weg nach innen.
Ein Weg zu sich selbst.
Ich beginne dieses Buch nicht mit einer Einführung, sondern mit einem Nachklang. Nicht mit einer Erklärung, sondern mit einem Zustand. Denn genau dort, in der Stille nach der Session, zeigt sich, worum es wirklich geht.
Wenn die Berührung vergangen ist, aber die Wirkung bleibt.
Wenn du nicht mehr funktionierst, sondern nur noch fühlst, mit deinem Atem, deinem Zittern, deinem Schweigen.
Dann ist da dieser Moment.
Ein Moment, in dem das Erlebte nachklingen darf, bevor es sich setzt. Denn Tiefe braucht Nachhall.
Kein Handy. Keine Stimmen. Kein äußeres Echo. Stille.
Nur du und er. Nur das, was war und zählt.
Es ist etwas, das dir niemand mehr nehmen kann.
Du spürst den Boden unter dir, die Luft um dich, die Ruhe in dir. Du lässt die Session nachklingen wie ein leiser Ton, der nicht verklingt, sondern sich langsam in deinem Inneren ausbreitet.
Die Session war mehr als intensiv. Sie war roh, echt, hart, kompromisslos fordernd. Sie hat dich an deine Grenzen geführt und etwas darüber hinaus.
Sicher hat sie etwas in dir berührt, das lange geschlummert hat. Du musst nichts analysieren. Du musst nichts erklären.
Du darfst einfach da sein.
Du darfst atmen, spüren, schweigen. Vielleicht brauchst du Abstand. Vielleicht Nähe.
Es gibt keinen richtigen Weg, nur deinen Weg. Du darfst dir Zeit nehmen. Für dich. Für das, was war. Für das, was bleibt.
Manchmal ist es nicht die Handlung selbst, die prägt, sondern das, was danach geschieht. Die Stille, die sich ausbreitet wie ein weiches Tuch. Die Wärme, die Erregung, die bleibt.
Die Gedanken kommen ganz leise und vorsichtig.
Vielleicht spürst du Dankbarkeit, verbunden mit einem ehrlichen Staunen. Vielleicht auch eine Traurigkeit, warum auch immer, die nicht weh tut, sondern einfach da ist.
Dein Körper, deine Haut erinnert sich. Du spürst ein Ziehen, ein leichtes, anhaltendes Brennen. Es waren feste, dominante, unter die Haut gehende Hiebe.
Eine solch intensive Begegnung verändert dich. Tief und still.
In diesem Zustand, zwischen Erleben und Verarbeiten, liegt eine besondere Schönheit. Eine Klarheit, die nicht laut ist.
Eine Tiefe, die nicht erklärt werden muss.
Du darfst innehalten. Du darfst dich erinnern. Du darfst dich lieben so wie du jetzt bist.
Und genau darum geht es.
Darum dieses Buch. Darum BDSM.
Es geht nicht um Technik, es geht um Begegnung.
Es geht um die stille Kraft, die entsteht, wenn zwei Menschen sich aufeinander wirklich einlassen.
Wenn Kontrolle nicht genommen, sondern geschenkt wird.
Wenn Hingabe nicht Schwäche ist, sondern Mut.
Wenn Berührung nicht nur Haut meint, sondern Seele.
Dieses Buch ist eine Einladung.
Eine Einladung, tiefer zu gehen. Ehrlicher. Intensiver.
Langsamer. Mit mehr Gefühl für das, was dich bewegt, und vielleicht auch für das, was du noch nicht kennst, aber bereits in dir spürst. Vielleicht wirst du dich wiedererkennen.
Vielleicht wirst du überrascht sein. Vielleicht stellst du Fragen, die du dir bisher nicht erlaubt hast.
Blümchensex kann wunderschön sein, und das soll auch so bleiben. Das zu ändern ist nicht das Anliegen dieses Buches.
Ganz bestimmt nicht. Hier geht es um den nächsten Schritt.
Es gibt Momente im Leben, in denen man alles um sich herum vergisst und sich ganz dem Glück hingibt. Augenblicke, in denen wir in einen Taumel geraten, in einen Rausch, der alle Sinne betört und alle Sorgen vertreibt.
In solchen Momenten zählt nur das Hier und Jetzt.
Wir begegnen uns selbst nicht in Gedanken oder Fantasien, sondern im Fühlen, im Tun, im realen Erleben.
BDSM ist ein Begriff, der mit Extremen verbunden wird, mit Peitschen, Fesseln, Dominanz und totaler Unterwerfung.
Für viele ist es ein Tabu, für andere ein Fetisch, für manche ein Lebensstil. Doch jenseits der Klischees und der Bilder, die in Filmen oder auf Plattformen gezeigt werden, verbirgt sich eine Welt, die viel komplexer, intimer und menschlicher ist, als es auf den ersten Blick scheint.
Die menschliche Psyche strebt nach Ausgleich. Wer täglich Kontrolle ausübt, Verantwortung trägt und kaum Schwäche zeigen darf, baut Spannungen auf, die nach einem Ventil verlangen. Das Spiel mit Macht und Ohnmacht wird zur Bühne für emotionale Entlastung, für Vertrauen, für Nähe.
Sich hinzugeben bedeutet nicht, schwach zu sein.
Die devote Haltung im erotischen Kontext ist Ausdruck eines tiefen Bedürfnisses nach Entspannung, nach Berührung, nach Geborgenheit.
Auch der Körper spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Beim sexuellen Spiel mit Dominanz und Unterwerfung werden bestimmte Botenstoffe im Gehirn freigesetzt, die das Erleben intensivieren.
Dopamin, das Lust und Belohnung vermittelt, verstärkt die Erregung und das Gefühl von Erwartung.
Oxytocin, das sogenannte Bindungshormon, entsteht bei Berührung und Vertrauen und fördert emotionale Nähe.
Endorphine, die körpereigenen Glücksstoffe, werden durch Schmerzreize oder intensive emotionale Erfahrungen aktiviert und können beim Spiel mit Grenzen eine euphorisierende Wirkung entfalten.
Diese biochemischen Prozesse erklären, warum Hingabe nicht nur psychisch, sondern auch körperlich als befreiend und tief erfüllend erlebt wird.
In einer Welt, die Leistung belohnt und Kontrolle fordert, bleibt wenig Raum für Hingabe. Die Sexualität schafft einen Gegenpol. Sie erlaubt es, gesellschaftliche Rollen abzustreifen und sich dem hinzugeben, was im Innersten gefühlt wird.
Die devote Sehnsucht ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Akt der inneren Freiheit, ein Spiel mit Identität, mit Vertrauen, mit Lust.
Sie ist ein stilles Aufbegehren gegen die ständige Selbstbeherrschung, ein mutiger Schritt in die eigene Tiefe.
Es ist ein Ausdruck von Vertrauen, von Nähe, von Mut.
Mut, sich selbst zu begegnen, jenseits von Erwartungen und dem ständigen Anspruch, stark sein zu müssen.
Hingabe ist kein Widerspruch zur Stärke.
Sie ist ihre Ergänzung.
Dominanz ist kein Machtdemonstration, sondern ein Spiel mit Macht. Ein Raum, in dem Führung nicht unterdrückt, sondern erhoben wird. Ein Raum, in dem Kontrolle nicht genommen, sondern angeboten wird, als ein Geschenk, als Rahmen, als Einladung zur Hingabe.
Dominante Menschen spüren Verantwortung intensiver.
Sie wollen nicht nur Teil des Spiels sein, sondern dessen Richtung mitbestimmen.
BDSM steht für Bondage und Disziplin, Dominanz und Unterwerfung, Sadismus und Masochismus.
Diese Begriffe sind jedoch keine festen Kategorien, sondern veränderliche Zustände, die sich in jeder Begegnung neu definieren. Es geht nicht um Gewalt, sondern um Kontrolle, und nicht nur um Schmerz, sondern um tiefgehende Empfindungen. Es geht nicht um Erniedrigung, sondern um Vertrauen, das absolut ist.
BDSM ist ein Spiel mit Grenzen, nicht um sie zu brechen, sondern um sie bewusst zu verschieben. Es ist ein Erlebnis zwischen zwei Menschen, die sich auf einer Ebene begegnen, die tiefer reicht als Worte und Berührungen.
BDSM beginnt nicht mit einem Peitschenhieb, sondern mit dem Einverständnis. Es ist ein Raum, in dem Rollen nicht festgelegt, sondern erkundet werden, in dem Dominanz nicht bedeutet, zu herrschen, sondern zu führen, und in dem Hingabe nicht als Schwäche gilt, sondern als Stärke.
Wer sich auf eine SM-Session einlässt, begegnet sich selbst, dem eigenen Begehren, den eigenen Ängsten und der Sehnsucht nach Intensität.
Manche glauben, SM sei nur etwas für Menschen mit besonderen Neigungen. In Wahrheit ist es jedoch eine Form der Kommunikation, die jedem offensteht, der bereit ist, sich selbst zu begegnen.
Es ist kein Zwang, kein Muss und kein Dogma, sondern eine Einladung, zu spüren, zu erleben und zu vertrauen.
In der Tiefe einer Session kann etwas entstehen, das über das Sexuelle hinausgeht, eine ausgesprochen tiefe Verbindung, die nicht nur körperlich, sondern auch seelisch ist.
Die Wahrheit ist nicht spektakulär. Sie liegt in der intensiven körperlichen Berührung, die während einer Session länger anhält und dabei dynamischer und nachhaltiger wirkt.
Es ist ein Spiel mit tiefen, emotionalen und intensiven Empfindungen. Wer es lebt, muss nicht nur wissen, was er will, sondern auch spüren, was der andere braucht.
Das bedeutet, Körpersprache zu lesen, Stimmungen zu erfassen, Unsicherheiten zu erkennen, und all das, ohne dass es ausgesprochen werden muss.
Oft werden die Begriffe SM, also Sadomasochismus, und DS, Dominanz und Unterwerfung, miteinander vermischt. Dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Ausdrucksformen, die zwar ineinandergreifen können, aber jeweils eigene Schwerpunkte setzen.
Sadomasochismus beschreibt das Spiel mit Schmerz, Lust und körperlicher Intensität. Es geht darum, durch das Zufügen und Erleben von dominanten Ritualen sexuelle oder emotionale Erregung zu erzeugen.
Die Beteiligten genießen die Grenzerfahrung, das Spiel mit Kontrolle und das Wechselspiel zwischen Aktivität und Passivität.
Demgegenüber steht DS für eine Form der Beziehungsgestaltung, die auf einem bewusst gewählten Machtgefälle beruht. Dabei geht es weniger um Schmerz, sondern vielmehr um Kontrolle, Hingabe und Vertrauen.
Eine Person übernimmt die führende Rolle, während die andere sich freiwillig unterordnet. Diese Dynamik kann auch im Alltag gelebt werden und ist oft von Ritualen, Regeln und emotionaler Tiefe geprägt.
Beide Formen sind Ausdruck individueller Bedürfnisse und Fantasien.
SM oder DS sind kein Trend, sondern ein innerer Ruf, ein stiller Dialog mit dem Unbewussten. Es ist eine Einladung, sich selbst im Schmerz und in der Lust, in der Kontrolle und in der Hingabe neu zu entdecken. Wer sich darauf einlässt, betritt keinen Raum der Perversion, sondern erlebt etwas sehr Tiefes. Trance und Subspace sind keine Ziele, sondern Geschenke, die entstehen, wenn alles stimmig ist.
Manchmal ist es gerade der Moment des Loslassens, der zeigt, wie stark man wirklich ist.
Wer sich fallen lässt, zeigt Mut. Wer sich führen lässt, zeigt Vertrauen. Wer diesen Zustand erlebt, weiß, dass es nicht nur ein Spiel mit dem Körper ist, es ist ein Erlebnis aller Sinne.
Lust wird dabei nicht als flüchtiger Moment empfunden, sondern als Zustand, der während der gesamten Session anhält.
Es gibt einen Punkt, an dem die Welt zu verschwimmen beginnt, Geräusche werden dumpf, Gedanken verlieren ihre Schärfe, und die Zeit löst sich auf. Der Körper reagiert, doch der Geist, das Denken, verliert sich.
Dieser Zustand wird als Subspace beschrieben, ein tranceähnlicher Zustand.
Es ist kein Kontrollverlust im klassischen Sinne, sondern ein tiefes, bewusstes Loslassen.
Dieser Zustand kann nicht erzwungen werden, sondern er entsteht durch Vertrauen und Hingabe sowie die wiederholte Stimulierung bestimmter Reize. Der Alltag bleibt draußen, die Zeit verliert ihre Bedeutung. Was zählt, ist der Moment, der Blick, die Berührung, das Vertrauen.
Ein Subspace-Orgasmus ist ein Ausnahmezustand des Körpers, der den klassischen sexuellen Höhepunkt bei Weitem übertrifft. Er entsteht durch die gezielte Kombination aus intensiver körperlicher Stimulation, psychologischer Hingabe und kontrollierter Grenzerfahrung.
Biochemisch betrachtet handelt es sich um eine Art Rausch.
Dopamin sorgt für intensive Lust und Motivation, Endorphine wirken wie körpereigene Opiate und dämpfen Schmerzen, während Oxytocin Vertrauen und emotionale Nähe fördert.
Gleichzeitig aktivieren Adrenalin und Noradrenalin das Nervensystem, steigern die Wachheit und intensivieren jede Empfindung.
Diese chemischen Prozesse versetzen das Gehirn in einen Zustand, in dem Kontrolle und Rationalität in den Hintergrund treten. Der Körper schaltet auf ein Wechselspiel zwischen Anspannung und völliger Hingabe, was zu einem Gefühl von Zeitverlust, Losgelöstheit und veränderter Wahrnehmung führt.
Organisch betrachtet ist der Subspace ein Zustand, in dem Schmerz und Lust nicht mehr klar voneinander getrennt werden.
Während einige das Gefühl haben, zu schweben, versinken andere innerlich. Manche erleben ihn körperlich als Wärme, Taubheit oder Kribbeln, andere emotional als tiefe Ruhe, als Euphorie oder als Weinen ohne Schmerz.
Es ist ein Zustand, in dem die Grenzen zwischen Lust und Schmerz, zwischen Kontrolle und Ohnmacht sowie zwischen Ich und Du verschwimmen und genau darin liegt seine Kraft.
Der dominante Part spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Er ist der Auslöser. Wer jemanden in den Subspace führt, trägt Verantwortung, für den Körper, für die Seele und für das Danach. Es braucht Achtsamkeit, Erfahrung und ein tiefes Gespür für das Gegenüber.
So schön dieser Zustand auch sein kann, er ist ebenso verletzlich. Der devote Part ist offen, empfänglich, manchmal hilflos und in bestimmten Situationen auch wehrlos. Für den dominanten Part ist dies ein Zeichen zu führen, zu dosieren und zu kontrollieren.
In der Session darf die Sub all das fühlen, was im Alltag oft unterdrückt wird: Lust, die sich nicht entschuldigt, Schmerz, der nicht versteckt wird, Tränen, die nicht erklärt werden müssen.
Subspace ist kein Ziel, sondern eine Reise.
Er entsteht durch eine Kombination aus intensiver körperlicher Stimulation, emotionaler Hingabe und neurochemischer Reaktion.
Körperlich kann sich ein Subspace durch verlangsamte Bewegungen, glasige Augen, veränderte Atmung oder das Bedürfnis nach Nähe und Schutz äußern.
Während manche sehr ruhig werden, wirken andere euphorisch oder entrückt.
Einige der gefühlten Empfindungen zeigen sich als Zustand zwischen Wachsein und Traum, mit veränderter Wahrnehmung.
Es ist das Gefühl, dass Zeit nicht mehr existiert. Der Körper scheint schwerelos und manchmal sogar nicht mehr spürbar zu sein. Er wird weich, fließend und vibrierend.
Man ist nicht mehr jemand, der denkt, sondern jemand, der fühlt. Erschöpfung, ekstatische Freude oder wortlose, stille Glückseligkeit können sich zeigen. Diese Empfindungen sind individuell verschieden, zeigen aber, wie tief körperlich und emotional ein solcher Taumel sein kann.
Manche berichten von Tränen, nicht aus Schmerz, sondern aus einer überwältigenden Berührung mit dem eigenen innersten Kern. Andere erleben eine stille Freude und ein inneres Leuchten.
Wer diesen Zustand einmal erfahren hat, weiß, dass Sexualität nicht endet, wenn der Körper zur Ruhe kommt.
Der Begriff „Submission” stammt aus dem englischsprachigen Raum. Er beschreibt die freiwillige Unterordnung unter eine dominante Person, die rational und klar strukturiert erfolgt.
Die submissive Person gibt die Kontrolle ab, nicht jedoch ihre Selbstbestimmung.
Sie behält ihre Selbstverantwortung und trifft bewusste Entscheidungen über Grenzen, Rituale und Dynamiken.
Submission ist ein von Vertrauen und Kommunikation getragenes Spiel mit Macht.
Es ist oft pragmatisch, regelbasiert und sicherheitsbewusst.
Es ist eine Hingabe in einem klaren Rahmen. Das temporäre Abgeben von Kontrolle kann als befreiend empfunden werden. Es ermöglicht, loszulassen, sich fallen zu lassen und sich ganz dem Moment hinzugeben.
Sie eröffnet die Möglichkeit, sich selbst neu zu erleben, emotionale Bedürfnisse zu erkennen und die eigene Identität auf einer tieferen Ebene zu reflektieren. Psychologisch betrachtet ist Submission ein faszinierendes Phänomen.
In einer Welt, die uns ständig dazu drängt, stark, unabhängig und kontrolliert zu sein, kann das Loslassen eine tiefe Befreiung bedeuten. Es ist wie das Ausatmen nach einem langen Tag. Es ist ein Zeitraum, in dem man nicht funktionieren muss, sondern einfach sein darf.
Für manche ist es ein Weg, sich selbst neu zu entdecken.
Die Rolle des Submissiven erlaubt es, verborgene Seiten zu erforschen wie Sehnsüchte, Ängste, Wünsche, die im Alltag keinen Platz finden.
Die dominante Person trägt Verantwortung, nicht nur für das körperliche, sondern auch für das emotionale Wohl der submissiven Person.
Es ist ein Gleichgewicht, das nur funktioniert, wenn beide Seiten sich respektieren und ernst nehmen.
Vielleicht ist Submission deshalb so kraftvoll, weil sie zeigt, dass wahre Stärke nicht darin liegt, alles unter Kontrolle zu haben. Weil sie beweist, dass Vertrauen mehr bewegen kann als Macht und weil sie uns daran erinnert, dass Hingabe kein Verlust ist, sondern ein Geschenk.
Der Begriff „Soumise“ stammt aus dem französischen Sprachraum und trägt eine Bedeutung, die über die reine Rollenbeschreibung hinausgeht. Er beschreibt nicht nur eine Position innerhalb einer Beziehung, sondern einen inneren Zustand.
Soumise zu sein bedeutet, sich emotional, körperlich und geistig hinzugeben. Es ist ein Akt der Öffnung, der nicht durch äußere Regeln, sondern durch innere Bewegung geleitet wird.
Die Kontrolle wird nicht einfach abgegeben, sondern bewusst übergeben an eine Person, der man vertraut. Sie reagiert weniger auf Befehle, sondern spürt Stimmungen.
Ihre Hingabe ist intuitiv.
Psychologisch betrachtet ist die Rolle der Soumise tief mit dem Bedürfnis nach Verbundenheit verknüpft. In einer Welt, die oft Härte verlangt, Kontrolle glorifiziert und Selbstbeherrschung als Tugend feiert, ist die Soumise ein Gegenbild.
Sie erlaubt sich, weich zu sein, empfänglich, verletzlich. Und gerade darin liegt ihre Kraft. Denn sich hinzugeben bedeutet nicht, sich zu verlieren.
Es bedeutet, sich selbst in einem anderen zu spiegeln, sich zu erkennen in der Reaktion, die man hervorruft, in der Führung, die man empfängt.
Für manche ist die Rolle der Soumise ein Teil ihrer Identität.
Sie empfinden Hingabe nicht als Ausnahme, sondern als Ausdruck ihres Wesens.
Sexuell ist sie jederzeit verfügbar, jederzeit benutzbar.
Eine Soumise blüht auf in der Führung des anderen, nicht weil sie sich selbst aufgibt, sondern weil sie sich darin finden.
Die Hingabe wird zum Spiegel, in dem sie sich klarer, ehrlicher, tiefer erkennen.
Es ist eine ganz besondere Form der Liebe, die nicht laut ist, sondern tief.
Submission und Soumise sind zwei Wege, die zur gleichen Quelle führen. Die Wahl zwischen diesen Formen ist keine Entscheidung für oder gegen Kontrolle, sondern eine Entscheidung für eine bestimmte Art der Verbindung.
Manche Menschen brauchen klare Regeln, um sich sicher zu fühlen. Andere brauchen emotionale Tiefe.
Soumise zu sein bedeutet, sich selbst zu kennen und sich dennoch hinzugeben. Es bedeutet, sich nicht zu verlieren, sondern sich zu verschenken.
Es ist ein Zustand, der nicht erklärt, sondern erlebt wird.
Sie war submissiv, in ihrer Klarheit, in ihrer bewussten Wahl, sich zu fügen. Sie kannte ihre Grenzen, hatte sie benannt, verhandelt, geschützt. Ihre Hingabe war strukturiert, sicher, ein Spiel mit Regeln, die sie selbst mitgestaltet hatte.
Doch heute war es anders.
Heute war sie Soumise. Die Frau, die sich hingibt.
Ganz. Ohne Schutz. Ohne Rahmen. Voller Lust. Voller Weiblichkeit. Ihre Atmung war tief, ihr Körper weich.
Sie spürte ihn nicht nur vor sich, sie spürte ihn in sich.
Immer wieder. Mit jeder Faser, mit jedem Gedanken.
Ihre Kontrolle war nicht verloren. Sie war verschenkt.
Und in diesem Geschenk lag eine Freiheit, die sie nie zuvor gekannt und erlebt hatte. Er sprach nicht viel.
Ein Blick, eine Berührung, ein Befehl und sie folgte.
Nicht aus Gehorsam, sondern aus Verlangen.
Nicht aus Pflicht, sondern aus tiefer, brennender Lust.
Zeit wurde bedeutungslos.
Es gibt kein Morgen, kein Gestern – nur das Jetzt.
In Inneren ist Dominanz ein stiller Ruf. Man weiß, dass Führung nicht immer leicht ist, aber man nimmt sie an.
Eine Verbindung, die nicht erklärt werden kann, sondern nur erlebt.
Eine Wahrheit, die nicht ausgesprochen, sondern geteilt wird.
Er ist Herr. Nicht weil er herrscht, sondern weil er hält. Nicht weil er befiehlt, sondern weil er führt. Nicht weil er über ihr steht, sondern weil er mit ihr geht.
In seinem Denken ist Führung ein Angebot.
Er beobachtet, hört zu, spürt. Seine Dominanz beginnt nicht mit dem ersten Wort, sondern mit dem ersten Verstehen.
Er will nicht besitzen, sondern berühren. Nicht formen, sondern begleiten. Wenn sie sich ihm anvertraut, spürt er die Schwere dieses Vertrauens.
Sie legt sich in seine Hände, und er weiß, dass er sie halten muss, nicht nur körperlich, sondern als Ganzes.
Er trägt Verantwortung und das ist ihm bewusst.
Er achtet ihre Grenzen, nicht weil er muss, sondern weil er will. Weil ihre Integrität für ihn der Boden ist, auf dem alles sich aufbaut.
Schmerz und Lust können sich auf körperlicher, emotionaler oder psychischer Ebene abspielen.
In der Regel entsteht während einer Session eine intensive, äußerst intime und tiefe seelische Verbindung sowie eine außergewöhnlich hohe sexuelle Intensität zwischen dem dominanten und dem devoten Part.
Ob in einer langjährigen Ehe, in einer neuen Beziehung, ob jung oder alt, ob mit einem Partner aus einem SM-Portal – SM ist ungemein facettenreich.
Die Reise zu sich selbst beginnt nicht mit einem Plan, sondern mit einem Impuls und dem Wunsch, mehr zu spüren, tiefer zu leben und echter zu lieben.
Warum SM? Warum Hiebe auf die Haut? Warum Schmerz?
Was ist Lustschmerz? Was bewirkt das? Was macht das mit dir? Warum kann das süchtig machen?
Es geht nicht um Perfektion oder spektakuläre Techniken. Es geht um das Erleben und Zulassen, um den Mut, neue Wege zu beschreiten und sich selbst in ungeahnten Facetten zu entdecken.
Wer sich auf diese Reise einlässt, entdeckt nicht nur erotische Tiefe, sondern auch seine eigene Emotionalität.
Eine Session ist ein bewusst geplanter, zeitlich begrenzter Abschnitt, in dem sexuelle Handlungen, Rollenspiele und Praktiken je nach individuellen Neigungen und Fantasien zelebriert werden.
Sie ist keine alltägliche Begegnung, sondern eine besondere Form der Intimität, die sich deutlich vom „normalen“ Sex unterscheidet.
Eine Session ist ein Ritual und ein Erlebnis, das Raum für Fantasie, Kontrolle und Hingabe bietet und zu einem Rausch aller Empfindungen führen kann.
Beispiele dazu später.
Sobald das Spannungsfeld zwischen Dominanz und Unterwerfung etabliert ist, beginnt ein Spiel mit Energie, Kontrolle und Hingabe.
Es ist kein bloßes Rollenspiel, sondern ein tiefes Eintauchen in emotionale und körperliche Ebenen.
BDSM ist kein vorübergehender Trend, sondern ein tief empfundener innerer Ruf.
Es ist ein stiller Dialog mit dem Unbewussten, eine Einladung, sich selbst durch Schmerz und Lust, durch Hingabe und Grenzerfahrung neu zu entdecken.
Wer sich darauf einlässt, entdeckt nicht nur neue Facetten der Lust, sondern auch bislang ungekannte Seiten der eigenen Persönlichkeit.
Ein Subspace ist ein Orgasmus, der in einem tranceartigen Zustand erlebt wird. Er ist oft intensiver, emotionaler und spiritueller als ein gewöhnlicher Orgasmus. Es entsteht ein Gefühl der Verschmelzung und Zeitlosigkeit, das als spirituelle Ekstase empfunden wird.
Es ist ein Höhepunkt, der nicht nur körperlich, sondern auch seelisch und energetisch wirkt.
Wer ihn erlebt, spürt nicht nur Lust, sondern auch pure Lebendigkeit, spirituelle Klarheit und eine tiefe, vibrierende Verbindung zum eigenen Ich.
Um diesen Zustand greifbarer zu machen, beschreibe ich in diesem Buch SM-Sessions bekannter Autoren – von Soft bis Hardcore – als Anschauung, als Erfahrungsraum und als Einladung.
In einer von Leistungsdruck und Stress geprägten Welt bieten SM-Sessions einen Raum der intensiven Verbindung mit dem eigenen Körper. Gerade heute ist das wichtig, denn eines ist unbestreitbar: Die Welt ist aus den Fugen geraten.
Wir leben in einer Zeit, in der wir von äußeren Reizen überflutet werden, in der Ängste berechtigt sind und in der wir jeden Tag funktionieren müssen.
Wir alle sind Suchende.
Wir suchen nach Zweisamkeit, Liebe, Nähe, Freundschaft, Erfolg und sexueller Erfüllung. Umso mehr gilt es jetzt, das Abenteuer zu erleben und sich der körperlichen Lust und Liebe voller Energie hinzugeben.
Unsere Sexualität ist kein statisches Konzept, sondern ein lebendiger Teil unserer Identität, der sich mit uns weiterentwickelt. Sie verändert sich durch unsere Erfahrungen, Beziehungen, Lebensphasen und inneren Prozesse.
Lust entsteht nicht nur durch körperliche Reize, sondern auch durch Fantasie, emotionale Nähe, Vertrauen und das Gefühl, begehrt zu werden. Sie ist individuell und wandelbar und wird durch Hormone, Lebensumstände, Erfahrungen und kulturelle Prägungen beeinflusst.
Lust ist ein Ausdruck von Lebensfreude und ein Spiegel unserer innersten Sehnsüchte.
Dieses Buch lädt dazu ein, nichts dem Zufall zu überlassen, sondern bewusst zu gestalten. Es geht um mehr als Technik oder Spiel, es geht ums Erleben, ums Zulassen, ums Sichselbst-Erkennen.
Noch schöner wäre es, sich sexuell neu zu entdecken.
Was spricht dagegen?
Mit der Bereitschaft, sich für das zu öffnen, was unter der Oberfläche pulsiert, beginnt eine Reise in die Tiefe.
Es ist die Kunst, sich selbst zu verlieren, um sich neu zu finden.
Wer du wirklich bist, ist tief in deiner Seele verwurzelt.
Nach einer ehrlichen Selbstreflexion solltest du offen für Veränderungen sein.
Es geht darum, sich aus der Umklammerung zu lösen, die das Leben für uns bereithält.
Eine Sex-Session entzieht sich der Zeit, denn du befindest dich in einem gefühlten Zustand jenseits von Zeit und Raum.
Du bist ganz bei dir und bei deinem Partner oder deiner Partnerin. Das klingt gut und vernünftig, aber wer das einfach so umsetzen kann, dem kann ich nur gratulieren.
Aber was ist die Alternative?
Wenn du nie etwas forderst, keine Wünsche äußerst, lässt du deinen Partner ahnungslos zurück. Man glaubt oft, den Partner und seine sexuellen Fantasien und Sehnsüchte zu kennen – doch das ist häufig ein Trugschluss.
Egal, ob Mann oder Frau, du kannst zulassen oder begrenzen, loslassen oder einschränken. Diese Entscheidungen stellen jede Beziehung immer wieder auf die Probe.
Eine gesunde Sexualität ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Lebensqualität und sollte weder tabuisiert noch beschämt werden.
SIE: „Ich liebe die zarte Magie des Blümchensex, liebevolle Berührungen, sanfte Nähe und das Spiel von Haut auf Haut.
Wenn sich unsere Blicke treffen und eine Wärme wie ein leiser Strom durch meinen Körper fließt, fühle ich mich lebendig. Ich genieße das Sanfte, das Verspielte, das Leichte, Doch in mir ruht noch eine andere Sehnsucht.
Eine tiefere, dunklere.
Nicht weniger liebevoll, sondern einfach anders.
Da war diese Sehnsucht in mir, diese stille Neugier.
Es ist das Verlangen, mich ganz hinzugeben. Bedingungslos.
Nicht aus Schwäche, sondern aus innerer Stärke.
Ich wollte mich zeigen, wollte wissen wie es sich anfühlt geführt zu werden, gehalten zu werden, bestimmt auch gefordert. Nicht, weil ich mich verliere, sondern weil ich mich darin finde. Ich möchte mein Denken loslassen.
